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Dokumentenidentifikation DE102006004787A1 16.08.2007
Titel Möwenschutznetz
Anmelder Wiedemann, Hans-Peter, 85386 Eching, DE
Erfinder Wiedemann, Hans-Peter, 85386 Eching, DE
Vertreter Abitz & Partner, 81677 München
DE-Anmeldedatum 02.02.2006
DE-Aktenzeichen 102006004787
Offenlegungstag 16.08.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.08.2007
IPC-Hauptklasse B63B 17/02(2006.01)A, F, I, 20060202, B, H, DE
Zusammenfassung Ein an einen Bootskörper angepasstes, mindestens aus einem Teil bestehendes Netz weist mindestens ein erstes inneres Stützelement sowie mindestens zwei äußere Befestigungselemente sowie mindestens ein inneres Befestigungselement auf. Ein Verfahren zur Verhinderung des Landens von Vögeln auf Booten verwendet dieses Netz.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Möwenschutznetz für Boote, insbesondere Segelboote.

Möwenkot auf Segelbooten bzw. auf deren zur Abdeckung des Bootskörpers verwendete Persenning stellen ein weit verbreitetes Problem dar, da der Kot im Laufe der Zeit die Bootsoberfläche bzw. die Persenning verätzt. Auch stellt Möwenkot ein ernsthaftes Gesundheitsrisiko dar, da in ihm die verschiedensten Krankheitserreger übertragen werden. Das Problem trifft hauptsächlich Segelboote, die an Bojenliegeplätzen verankert sind und dadurch im freien Gewässer, d.h. nicht durch Marinas oder Häfen geschützt, liegen.

Die Möwen fliegen das Boot an und landen bevorzugt direkt auf der Persenning oder auf dem Großbaum bzw. Teilen davon. Aufgrund der Fußanatomie der Möwen benötigen diese zum Landen eine größere Fläche, wie sie beispielsweise der Umfang eines Großbaumes oder die Persenning direkt bieten. Landeversuche werden durch Geräusche oder Aufbauten auf den zur Landung geeigneten Bootselementen gestört bzw. vereitelt.

So beschreibt die WO 2004/026028 A1 eine Vogel-Abschreckeinrichtung, die mindestens eine vogelfeindliche Tierfigur aufweist, welche vorzugsweise eine lauernde Stellung einnimmt und auf Deck eines Bootes zu montieren ist.

Die WO 84/04022 A1 beschreibt weiterhin eine Vorrichtung zum Abschrecken von Vögeln, wobei elektrisch gepulste Leiter auf die Oberfläche des Bootes in Form eines Linienmusters aufgebracht werden und der Vogel durch leichte Stromstöße verjagt wird.

Die US 6,082,285 beschreibt ein Netz, das über den gesamten Körper eines Motorbootes gespannt wird, und durch geeignete Abstandshalter auf einer Höhe relativ zur Bootsoberfläche gehalten wird, die ein Landen der Vögel aufgrund ihrer begrenzten Beinlänge verhindert. Nachteilig ist hierbei unter anderem, dass die Abstandshalter aufwändig auf dem Boot montiert werden müssen, um sicherzustellen, dass der richtige Abstand von Bootsoberfläche zu Netz eingehalten wird, und dass das Netz nur über das Boot als Gesamtes gespannt werden kann, was insbesondere bei Segelbooten aufgrund des Mastes ein unüberwindbares Hindernis darstellt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Möwenschutz für Boote, insbesondere für Segelboote, bereitzustellen, der einfach zu montieren ist und auf die Verwendung aufwändiger Auf- und Umbauten am Boot verzichtet.

Diese Aufgabe wird gelöst durch ein an einen Bootskörper angepasstes, mindestens aus einem Teil bestehendes Netz, wobei – es mindestens ein erstes inneres Stützelement sowie mindestens zwei äußere und mindestens ein inneres Befestigungselement aufweist.

Für die Zwecke der vorliegenden Erfindung können üblicherweise im Handel erhältliche Netze verwendet werden. Diese bestehen beispielsweise aus verstärkten oder unverstärkten Kunststoff-, beispielsweise Nylonseilen, die zu einer waben- oder netzartigen Konstruktion verbunden sind. Idealerweise weist das Netz eine Maschengröße bzw. -weite auf, die das Durchschlüpfen von Möwen nicht ermöglicht. Das Durchschlüpfen kleiner Vögel ist unkritisch, da einerseits deren Kot in geringerem Umfang anfällt und andererseits kleinere Vögel meist so scheu sind, dass sie sich nicht auf an Bojen liegenden Booten niederlassen. Folglich liegt die Maschenweite bzw. -größe unterhalb der maximalen Spannweite einer Möwe, beispielsweise bei 5 bis 20 cm, bevorzugt bei 5 bis 15 cm. Das Netz wird im Wesentlichen an den Bootskörper angepasst, d.h. entsprechend der stromlinienförmigen Form eines üblichen Segelboots weist das Netz eine vordere Sektion auf, die wie ein lang gestrecktes Dreieck gestaltet ist, wobei die vordere Spitze des Dreiecks auf den Bootsbug zeigt oder mit diesem zusammenfällt. Es weist darüber hinaus eine hintere Sektion auf, die im Wesentlichen rechteckig ausgestaltet ist und am hinteren bugseitigen Ende eine dreiecksförmige Ausnehmung aufweisen kann, die sich von der Backbord- zur Steuerbord-Seite erstreckt und deren Mitte mit der longitudinalen Mitte des Netzes zusammenfällt. Es ist bevorzugt, wenn die vordere Sektion die Position des Mastes umfasst.

Die inneren Stützelemente dienen dazu, dem Netz Stabilität zu verleihen. Es muss sichergestellt sein, dass das Netz an jeder Stelle einen ausreichenden Abstand zur Bootsoberfläche bzw. Persenning aufweist, damit die Vögel nicht ihre Beine durch das Netz stecken und eine feste Oberfläche mit ihren Füßen erreichen können. Ein adäquater Abstand liegt beispielsweise im Bereich von 15 bis 30 cm, bevorzugt von 20 bis 25 cm. Dies wird durch die erfindungsgemäßen inneren Stützelemente erreicht. Die inneren Stützelemente gehen bevorzugt in äußere und innere Befestigungselemente über, die an den am Boot ohnehin befindlichen Aufbauten festgemacht werden. Bevorzugt werden die äußeren Befestigungselemente an den Wanten und/oder dem Achterstag bzw. dem Großfall und/oder dem Vorstag befestigt. Ferner wird das erfindungsgemäße Netz an dem Mast oder den Masten befestigt, wobei bevorzugt die inneren Stützelemente in innere Befestigungselemente übergehen, die zur Befestigung an einem Mast dienen. Selbstverständlich müssen die Befestigungselemente und die inneren Stützelemente des Netzes weder aus demselben Material beschaffen sein noch ein einziges durchgehendes Element bilden. Die Befestigungselemente können beispielsweise individuell am Netz, direkt am äußeren oder inneren Ende der inneren Stützelemente oder in direkter Nachbarschaft zum Endpunkt der inneren Stützelemente an der Außen- oder Innenkante des Netzes angebracht sein.

Die inneren Stützelemente sind bevorzugt in das Netz eingewoben und/oder mit dem Netz verbunden, verklebt, verschweißt und/oder verknüpft. Beispielsweise bestehen sie aus einem nicht-elastischen oder auch einem elastischen Material, beispielsweise einem Gummi oder einem anderen dehnbaren Material mit Rückstelleigenschaften. Durch die durch die Verwendung der erfindungsgemäßen Befestigungselemente hergestellte Verbindung zum Mast einerseits und zu den Wanten und/oder Stagen andererseits wird eine durch die inneren Verstärkungselemente laufende Zugspannung erzeugt, die dem aufgespannten Netz als Gesamtes eine hohe Stabilität verleiht. Die inneren Stützelemente sind dabei in ihrem Durchmesser so klein bemessen, dass sie sich nicht zum Aufsitzen von Möwen eignen. Da Möwen, im Gegensatz zu vielen anderen Vögeln, Schwimmhäute zwischen ihren Zehen besitzen, benötigen sie eine gewisse Mindestauflagefläche, um sicher auf einem Objekt landen und sitzen zu können. Diese wird beispielsweise durch einen Durchmesser der inneren Stützelemente im Bereich von 0,5 bis 3 cm, bevorzugt 0,5 bis 2 cm sicher vermieden. Selbstverständlich müssen nicht alle inneren Stützelemente denselben Durchmesser aufweisen, sondern es können Elemente mit unterschiedlichen Durchmessern verwendet werden. So kann beispielsweise ein im longitudinalen Zentrum des Netzes befindliches Stützelement dicker sein, als zur Außenkante des Netzes laufende, beispielsweise V-förmig angeordnete weitere Stützelemente.

Bevorzugt weist das erfindungsgemäße Netz zwei äußere Befestigungselemente, jeweils eines an Bug- und Heckseite des Bootes, sowie ein inneres Befestigungselement auf der dem Mast zugewandten Seite auf. Die äußeren Befestigungselemente sind bevorzugt mittig an der bug- bzw. heckseitigen Außenkante des Netzes angebracht und bilden die Verlängerung eines bevorzugt in der longitudinalen Mitte angeordneten inneren Stützelements. Sie dienen dazu, das Netz an der Außenseite des Bootes festzumachen. Das mindestens eine innere Befestigungselement befindet sich an der dem Mast zugewandten Innenseite des Netzes und dient dazu, das Netz am Mast festzumachen. Durch diese beiden Verbindungen kann das Netz bereits sicher auf dem Boot befestigt werden, indem nämlich eine Zugspannung innerhalb des inneren Stützelements aufgebaut wird, die vom Mast zur Außenkante des Bootes verläuft und das Netz „trägt".

Die Befestigungselemente sind beispielsweise aus einem elastischen Material gefertigt. Geeignet sind beispielsweise Gummimischungen. Es können handelsübliche Gummiseile dazu verwendet werden, deren Ende mit geeigneten Fixiermitteln, wie Karabinern, miteinander verbunden werden können.

Ferner kann das erfindungsgemäße Netz jeweils zwei weitere Befestigungselemente am Heck und/oder zwei weitere in der Mitte des Bootes, im Wesentlichen bei der Position des Mastes, aufweisen. Durch das heckseitige Paar von Befestigungselementen, die bevorzugt an der steuer- bzw. backbordseitigen Außenkante des Netzes angebracht sind, wird das Netz im Heckbereich des Bootes jeweils fixiert und verspannt. Durch das bootsmittige Paar wird das Netz in etwa der Position des Mastes zusätzlich fixiert und verspannt.

Weiterhin kann das Netz zusätzliche innere Stützelemente, beispielsweise paarweise in V-Form angeordnet, aufweisen. Bevorzugt werden zwei in V-Form angeordnete erste innere Stützelemente und/oder zwei in V-Form angeordnete weitere innere Stützelemente verwendet. Die Spitze der durch die ersten Stützelemente gebildeten V-Form fällt mit der Mitte des Hecks des Bootes zusammen oder ist im Wesentlichen dorthin ausgerichtet. Die Spitze der durch die weiteren Stützelemente gebildeten V-Form fällt mit der Mitte des auf dem Bootsrumpf aufgebrachten Mastes zusammen oder ist im Wesentlichen dorthin ausgerichtet. Die offene Seite der durch die ersten und/oder weiteren Stützelemente gebildeten V-Form ist im Wesentlichen auf die breiteste Stelle des Bootsrumpfes ausgerichtet. Durch die beiden ersten und weiteren Stützelemente wird also bevorzugt eine Raute beschrieben, deren vorderster Punkt mit dem Mast zusammenfällt und deren breiteste Seite der breitesten Stelle des Bootes entspricht.

Weiterhin ist es bevorzugt, wenn das erfindungsgemäße Netz umlaufend, bevorzugt vollständig umlaufend, von äußeren Stützelementen eingefasst ist. Diese entsprechen materialmäßig im Wesentlichen den inneren Stützelementen, können aber auch von diesen verschieden sein. Sie verleihen dem Netz als Ganzes weitere Stabilität, indem eine Zugspannung entlang der Außenkante des Netzes aufgebaut werden kann.

Damit das Netz einfach um einen vorhandenen Mast herum angebracht werden kann, weist es bevorzugt im dem Bug des Bootrumpfes zugewandten Bereich eine Aussparung auf, die sich vom vorderen Ende des Netzes bis zur Position des Mastes erstreckt, und die eine Breite aufweist, die dem Durchmesser des Mastes im Wesentlichen entspricht. Durch diese Aussparung kann das Netz vom Heck des Bootes beginnend über das Boot bzw. die Persenning gezogen und leicht am Mast vorbeigeführt werden. Die Aussparung kann aber auch an einer anderen Position des Netzes angebracht sein. Beispielsweise ist eine Positionierung seitlich vom Mast in Richtung backbord oder steuerbord denkbar.

Das Netz wird zum Gebrauch beispielsweise von einer Rolle abgewickelt und nach Gebrauch wieder zu einer Rolle aufgewickelt. Daher bietet die oben beschriebene Aussparung den Vorteil, dass das Netz ohne großen Aufwand, sobald beginnend vom Heck des Bootes die Position des Mastes erreicht wird, einfach abgerollt werden kann. Im Falle einer seitlichen Orientierung der oben beschriebenen Aussparung wird das Netz, sobald die Position des Mastes beim Auswickeln erreicht wird, um den Mast im oder gegen den Uhrzeigersinn herum geführt und umschließt somit den Mast.

Denkbar ist auch, dass das erfindungsgemäße Netz zusammen mit der Persenning in diese eingerollt wird. Dadurch wird ein Vertauschen der Seiten und/oder der Befestigungselemente des Netzes sicher vermieden.

Weist das Boot beispielsweise zwei Masten auf, kann das Netz auch in mehr als einem Teil, beispielsweise in zwei oder mehr Teilen vorliegen. Es kann aber auch bei Einmastern von Vorteil sein, das Netz in mindestens zwei Teile aufzuteilen, da dann sowohl von der Bugseite als auch von der Heckseite des Bootes aus jeweils ein Netzteil angebracht, beispielsweise eine Netzrolle abgewickelt werden kann, ohne dass die oben beschriebene Aussparung vorhanden sein muss.

Das erfindungsgemäße Netz kann auch so dimensioniert sein, dass es sich über die äußeren Stützelemente, die die äußere Kante des Netzes bilden, hinaus erstreckt, also überhängt. Damit wird erreicht, dass auch in vertikaler Richtung, also Richtung Wasseroberfläche, der zwischen dem Netz und der Persenning bzw. dem Bootsdeck entstehende Zwischenraum sicher gegen Möwen abgeschirmt ist. Idealerweise hängt das Netz in einem Bereich von 0 bis 50 cm, bevorzugt von 10 bis 40 cm, besonders bevorzugt 15 bis 30 cm über die äußeren Stützelemente. Es ist auch denkbar, dass der Überhang aus einem anderen Material besteht oder aus einem Netz mit einer anderen Spezifikation beschaffen ist. Beispielsweise könnte eine Kunststofffolie oder ein feinmaschigeres Netz zur Herstellung des überhängenden Teils verwendet werden.

Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Verhinderung des Landens von Vögeln, bevorzugt Möwen, auf Booten, wobei das erfindungsgemäße Netz in einem Abstand über dem Bootsrumpf und/oder der Persenning angebracht wird, der mindestens der Länge der Vogelbeine entspricht.

Ferner betrifft die Erfindung die Verwendung eines erfindungsgemäßen Netzes zur Verhinderung des Landens von Vögeln, bevorzugt Möwen, auf Booten.

Die Erfindung wird nachfolgend durch Figuren und Beispiele näher erläutert. Im Einzelnen zeigt

1 die Gesamtansicht eines Bootes 20 mit einem einteiligen Netz 100 nach der Erfindung;

1a die Aufsicht auf das Boot 20 aus 1, wobei das Netz 100 nur drei innere Stützelemente 1, 6 aufweist;

1b die Aufsicht auf das Boot 20 aus 1, wobei das Netz 100 fünf innere Stützelemente 1, 2, 6 und eine Aussparung 105 in bugseitiger Orientierung aufweist;

1c die Aufsicht auf das Boot 20 aus 1, wobei das Netz 100 fünf innere Stützelemente 1, 2, 6 und eine Aussparung 105 in Orientierung Richtung backbord aufweist;

2 die Gesamtansicht eines Bootes 20 mit dem heckseitigen Teil 101 eines zweiteiligen Netzes nach der Erfindung;

2a die Aufsicht auf das Boot 20 aus 2, wobei das Netzteil 101 nur ein inneres Stützelement 1 aufweist;

2b die Aufsicht auf das Boot 20 aus 2, wobei das Netzteil 101 drei innere Stützelemente 1, 2 aufweist;

3 die Gesamtansicht eines Bootes 20 mit dem bugseitigen Teil 102 eines zweiteiligen Netzes nach der Erfindung; sowie

3a die Aufsicht auf das Boot 20 aus 3, mit dem Netzteil 102.

1–7
Stützelemente
8
innere Befestigungselemente (zum Mast)
9
äußere Befestigungselemente
10
Mast
11
Achterstag (Großfall)
12
Wanten
13
Vorstag
20
Bootsrumpf
30
Persenning bzw. Großbaum
31
Persenning
100
Netz
101
Heckteil des Netzes
102
Bugteil des Netzes
105
Aussparung (um Mast)

1 beschreibt die Gesamtansicht eines Bootes 20 mit einem Mast 10, das mit einem Netz 100 nach der Erfindung abgedeckt ist. Die äußeren Befestigungselemente 9 sind mit dem Achterstag 11, dem Vorstag 13 und den Wanten 12 verbunden. Die inneren Befestigungselemente 8 sind mit dem Mast 10 verbunden. Gezeigt sind ferner die äußeren Stützelemente 3 (heckseitig), 4 und 5 (an backbord) sowie die inneren Stützelemente 1 (in der longitudinalen Mitte des Netzes) und 2 (V-förmig in Heckrichtung ausgerichtet).

1a und 1b beschreiben verschiedene Varianten des erfindungsgemäßen Netzes 100 der 1 in Aufsicht, wobei in 1b im Unterschied zu 1a zusätzliche V-förmige innere Stützelemente 2 und 6 vorhanden sind. Gezeigt ist jeweils eine Aussparung 105, die in ihrer Breite im Wesentlichen dem Durchmesser des Mastes 10 entspricht und sich vom bugseitigen Ende des Bootsrumpfes 20 bis zum Mast 10 erstreckt. Zur Umrandung der Aussparung 105 sind äußere Stützelemente 7 vorhanden. 1c beschreibt eine Variante zu 1b, bei der sich die Aussparung 105 vom Mast 10 in Richtung backbord erstreckt. Beim Abwickeln des Netzes 100 wird dieses von der Position des Mastes 10 ab gegen den Uhrzeigersinn um den Mast 10 herum gewickelt.

2 beschreibt die Gesamtansicht eines Bootes 20 mit einem Mast 10, das mit einem heckseitigen Teil 101 eines zweiteiligen Netzes 100 nach der Erfindung abgedeckt ist. Gezeigt sind in 2a und 2b Varianten mit nur einem inneren Stützelement 1 bzw. drei inneren Stützelementen 1, 2 sowie jeweils sechs äußeren Stützelementen 3, 4 und 6. Die Befestigung des Netzteils 101 wird wie zu 1 beschrieben außenseitig über die Befestigungselemente 9 und am Mast 10 über die Befestigungselemente 8 vorgenommen.

3 beschreibt die Gesamtansicht eines Bootes 20 mit einem Mast 10, das mit einem bugseitigen Teil 102 eines zweiteiligen Netzes 100 nach der Erfindung abgedeckt ist. Die Befestigung des Netzteils 102 wird wie zu 1 beschrieben außenseitig über die Befestigungselemente 9 und am Mast 10 über die Befestigungselemente 8 vorgenommen.

Ausführungsbeispiel:

Für ein Segelboot „Jollenkreuzer 16" wird ein Netz folgender Abmessungen (Streckenbezeichnungen gemäß 2b) angefertigt.

  • – Maschenweite: 10 cm
  • – 1: 360 cm
  • – 3: 110 cm
  • – 4: 380 cm
  • – 5: 190 cm
  • – 6: 90 cm
  • – 7: 160 cm

Das Netz besteht aus Nylon. Die inneren und äußeren Stützelemente sind in das Netz eingewoben und bestehen aus Nylon. Die Befestigungselemente bestehen aus textilumwickelter Gummischnur und sind an den Stellen des Netzes, an denen die inneren Stützelemente die Außenkante des Netzes bzw. die zum Mast gerichtete Kante des Netzes erreichen, mit dem Netz an einer Öse verbunden. Zur Befestigung am Mast wird ein Befestigungselement an der dem Mast zugewandten Kante des Netzes angebracht.

Die äußeren Befestigungselemente werden nun um den Achterstag, den Vorstag und die Wanten gewickelt und mittels eines handelsüblichen Schnellverschlusses sicher befestigt. Die inneren Befestigungselemente werden um den Mast herumgewickelt und mittels handelsüblicher Schnellverschlüsse fixiert. Dabei wird ein Abstand des Netzes von 20 cm über der Persenning bzw. dem Großbaum eingehalten.

Ein Anlanden von Möwen wird sicher vermieden.


Anspruch[de]
An einen Bootskörper angepasstes, mindestens aus einem Teil bestehendes Netz (100), dadurch gekennzeichnet, dass es mindestens ein erstes inneres Stützelement (1) sowie mindestens zwei äußere Befestigungselemente (9) sowie mindestens ein inneres Befestigungselement (8) aufweist. Netz (100) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich das erste innere Stützelement (1) in der longitudinalen Mitte des Netzes (100) befindet. Netz (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils ein äußeres Befestigungselement (9) an Bug- und Heckseite des Bootes am Netz (100) und mindestens ein inneres Befestigungselement (8) an der dem Mast (10) zugewandten Seite des Netzes (100) angebracht ist. Netz (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass weitere zwei äußere Befestigungselemente (9) am dem Heck zugewandten Ende des Netzes (100) und/oder weitere zwei äußere Befestigungselemente (9) im Wesentlichen auf Höhe der Bootsmitte am Netz (100), im Wesentlichen auf Höher der Position des Mastes (10), angebracht sind. Netz (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es zwei in V-Form angeordnete innere Stützelemente (2) und/oder zwei in V-Form angeordnete innere Stützelemente (6) aufweist, wobei die Spitze der durch die Stützelemente (2) gebildete V-Form mit der Mitte des Hecks des Bootes zusammenfällt oder im Wesentlichen dorthin ausgerichtet ist und die Spitze der durch die Stützelemente (6) gebildete V-Form mit der Mitte des auf dem Bootsrumpf (20) aufgebrachten Mastes (10) zusammenfällt oder im Wesentlichen dorthin ausgerichtet ist, und die offene Seite der jeweils durch die Stützelemente (2) oder (6) gebildete V-Form im Wesentlichen auf die breiteste Stelle des Bootsrumpfes (20) ausgerichtet ist. Netz (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es umlaufend, bevorzugt vollständig umlaufend, von äußeren Stützelementen (3, 4, 5) eingefasst ist. Netz (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es eine Maschenweite aufweist, die kleiner oder im Wesentlichen gleich der Spannbreite einer Möwe ist. Netz (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es im vorderen zum Bug orientierten Bereich eine Aussparung (105) aufweist, die sich vom vorderen Ende des Netzes (100) bis zum Mast (10) erstreckt, und die eine Breite aufweist, die dem Durchmesser des Mastes (10) im Wesentlichen entspricht. Netz (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es mindestens zwei einzelne Teile (101, 102) umfasst. Netz (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die inneren Stützelemente (1, 2, 6) in das Netz eingewoben und/oder mit dem Netz verbunden, verklebt, verschweißt und/oder verknüpft sind. Netz (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es sich über die äußeren Stützelemente, die die äußere Kante des Netzes bilden, hinaus erstreckende Bereiche bzw. Überhänge aufweist. Verfahren zur Verhinderung des Landens von Vögeln auf Booten, dadurch gekennzeichnet, dass ein Netz (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche in einem Abstand über dem Bootsrumpf (20) und/oder der Persenning (31) angebracht wird, der mindestens der Länge der Vogelbeine entspricht. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand 15 bis 30 cm beträgt. Verwendung eines Netzes (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 11 zur Verhinderung des Landens von Vögeln auf Booten.






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