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Vorrichtung zur Selbstkontrolle von Lerninhalten - Dokument DE102006005732A1
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102006005732A1 16.08.2007
Titel Vorrichtung zur Selbstkontrolle von Lerninhalten
Anmelder Livchits, Arkadi, 90409 Nürnberg, DE
Erfinder Livchits, Arkadi, 90409 Nürnberg, DE
Vertreter Küchler, S., Dipl.-Ing. (Univ.), Pat.-Anw., 90402 Nürnberg
DE-Anmeldedatum 07.02.2006
DE-Aktenzeichen 102006005732
Offenlegungstag 16.08.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.08.2007
IPC-Hauptklasse G09B 3/00(2006.01)A, F, I, 20060207, B, H, DE
Zusammenfassung Die Erfindung richtet sich auf eine Vorrichtung zur Selbstkontrolle von Lerninhalten mit flächig dargestellten Informationen, umfassend wenigstens ein Aufgabenfeld, wenigstens ein zugeordnetes Lösungsfeld, wenigstens ein flächiges, strukturier- und/oder beschreibbares, löschbares, undurchsichtiges und entfernbares Mittel zum Fixieren des Ergebnisses unter zumindest teilweiser Abdeckung wenigstens eines Lösungsfeldes in einer ersten Relativposition, sowie eine Einrichtung zur Relativausrichtung des Fixiermittels gegenüber wenigstens einem Lösungsfeld, welche eine etwa parallele Ausrichtung von deren Ebenen in einer zweiten Relativposition zuläßt, bei der das Fixiermittel außen an wenigstens ein Lösungsfeld anschließt, wobei eine freie Kante des Fixiermittels mit einer vorgegebenen Kante des Lösungsfeldes etwa abschließt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung richtet sich auf eine Vorrichtung zur Selbstkontrolle von Lerninhalten mit flächig dargestellten Informationen, umfassend wenigstens ein Aufgabenfeld, wenigstens ein zugeordnetes Lösungsfeld sowie wenigstens ein flächiges, strukturier- oder beschreibbares, löschbares, undurchsichtiges und entfernbares Mittel zum Abdecken wenigstens eines Lösungsfeldes.

Das schriftliche oder bildliche Festhalten von Informationen zwecks Vermittlung und Erlernen derselben ist weit verbreitet. Hierunter lassen sich alle Fachbücher subsumieren, aber auch selbst erstellte Vokabelhefte, etc. Das Aneignen erfolgt üblicherweise durch wiederholtes Einprägen der Lerninhalte. Um zu überprüfen, ob die angeeigneten Lerninhalte im Gedächtnis abrufbar zur Verfügung stehen, muß beim bisherigen Stand der Technik eine zweite Person Fragen stellen, die sodann von dem Schüler zu beantworten sind.

Steht eine zweite Person jedoch nicht zur Verfügung, so ist eine gewissenhafte Kontrolle nicht möglich. In diesem Fall muß der Schüler die Ergebnisfelder mit einer Hand verdecken und versuchen, aus seinem Gedächtnis heraus die richtigen Antworten zu geben. Dabei sollte allerdings sofort nach jeder gefundenen Antwort das betreffende Ergebnisfeld aufgedeckt werden, um sich noch zweifelsfrei an die selbst gegebene Antwort erinnern zu können und die eigene Lösung selbstkritisch als richtig oder falsch einstufen zu können. Bei dieser Vorgehensweise ermangelt es allerdings an einem für den Lernprozeß wichtigen Überblick über richtige bzw. gewußte und falsche bzw. nicht gewußte Antworten, anhand dessen der Lernfortschritt beobachtet bzw. beurteilt werden könnte. Selbst wenn eine Strichliste über richtige und falsche Antworten geführt wird, so fehlt am Ende doch eine Information darüber, welche Lerninhalte „sitzen" und welche nicht.

Der Schüler müßte demnach immer wieder den selben Lerninhalt einüben, bis die richtige Lösung sitzt. Es ist aber lerntechnisch nicht effizient, immer nur einen Lerninhalt zu wiederholen, da beim folgenden Üben weiterer Lerninhalte nicht selten eine früher angeeignete Information wieder in Vergessenheit gerät.

Um in Ermangelung einer zweiten Person eine ehrliche Vorgehensweise sicherzustellen, sollte die zur Kontrolle der Antworten nach deren Niederschreiben vorgegebene Lösung vor dem Lösungsvorgang nicht einsehbar sein.

Aus den Nachteilen des beschriebenen Standes der Technik reaultiert das die Erfindung initiierende Problem, eine Möglichkeit zur kritischen und effizienten Selbstkontrolle der Fortschritte bei der Aneignung von Lerninhalten zu schaffen. Diese Möglichkeit zur Selbstkontrolle sollte mit einem möglichst geringen Aufwand realisierbar sein, einen raschen Überblick über die noch nicht zuverlässig verfügbaren Lerninhalte geben und beliebig oft wiederholbar sein, um den Lernfortschritt beobachten zu können. Andererseits sollte die Lösung zwar nach dem Niederschreiben der vermeintlich richtigen Antworten kontrollierbar sein, vorher aber ein Spicken so weit als möglich ausschließen.

Die Lösung dieses Problems gelingt dadurch, dass wenigstens ein Abdeckmittel etwa parallel zu der Ebene des Lösungsfeldes ausrichtbar ist, derart, dass es außen an das Lösungsfeld anschließt, wobei seine freie Kante mit der äußersten Kante des Lösungsfeldes etwa abschließt.

Die Erfindung geht dabei aus von der Erkenntnis, dass eine jede Form der Informationskodierung reversibel ist, d.h., aus dem Code kann die Information wiedergewonnen werden. Deshalb wird im Rahmen der vorliegenden Erfindung nicht die auf dem Abdeckmittel niederzuschreibende (kodierte) Lösung gespeichert, sondern ein sich an den richtigen Code hinsichtlich seiner Struktur nahtlos anfügendes Muster. Dieses Muster korrespondiert zwar mit der Lösung, weil nur die richtige Lösung das Muster richtig fortsetzt, ist aber nicht die Lösung selbst, sondern nur eine Art Extrapolation des Codes. Bei dieser Art der Verschlüsselung ist es zur Kontrolle der Richtigkeit eines Ergebnisses unabdingbar, dass die sich gegenseitig ergänzenden Muster exakt aneinander ausgerichtet werden; denn nur so ist eine Eindeutige Aussage über den Wahrheitsgehalt der gegebenen Lösungsantwort möglich. Dies kann erreicht werden durch eine Einrichtung, welche diese Ausrichtung weitgehend selbst übernimmt und sodann die richtige Relativposition zwischen dem Abdeckmittel mit dem Muster der gegebenen Lösungsantwort und dem Lösungsfeld mit dem extrapolierten, vorgegebenen Muster aufrechterhält.

Es hat sich als günstig erwiesen, dass die Einrichtung zur Relativausrichtung des Fixiermittels gegenüber wenigstens einem Lösungsfeld derart ausgebildet ist, dass das Fixiermittel in eine (weitere) Position bringbar ist, in der seine beschreibbare Oberfläche ein Lösungsfeld vollständig abdeckt oder einen anderen Bereich des Lösungsfeldes frei gibt als in der ersten Relativposition. Diese unterschiedlichen Relativpositionen können dazu verwendet werden, um den Lernfortschritt in unterschiedlichen Stadien des Lernprozesses abzufragen, indem evtl. in einem Stadium ausführlichere Hilfestellungen gegeben werden als in einem anderen.

Besonders bewährt hat sich eine Einrichtung, welche bei etwa in der selben Ebene liegendem Lösungsfeld und Abdeckmittel nur eine begrenzte Anzahl von (stabilen) Relativpositionen zuläßt, bspw. nur drei Relativpositionen. Dabei ist es von großem Vorteil, wenn der Übergang von einer Relativposition in eine andere nur durch Zuführen von (potentieller) Energie möglich, jede Relativposition also stabil ist.

Die Erfindung empfiehlt, die Einrichtung zur Relativausrichtung des Fixiermittels gegenüber wenigstens einem Lösungsfeld als Klapp- und/oder Faltmechanismus auszubilden. Im Rahmen dieses Prinzips kann z.B. eine Faltungslinie etwa mittig zwischen der freien Kante des Fixiermittels und der äußersten Kante des Lösungsfeldes verlaufen, so dass durch Umklappen bzw. -falten des Fixiermittels um diese Faltungslinie die beiden Kanten aufeinandertreffen.

Die Erfindung sieht weiterhin vor, dass wenigstens ein Aufgabenfeld und wenigstens ein zugeordnetes Lösungsfeld an einem Informationsträger angeordnet ist, der lösbar mit der Einrichtung zur Relativausrichtung des Fixiermittels gegenüber wenigstens einem Lösungsfeld verbunden oder verbindbar ist. Dadurch ist die Möglichkeit eröffnet, den Informationsträger mit wenigen Handgriffen austauschen zu können, so dass viele verschiedene Lerninhalte abgefragt werden können.

Indem der flächige, insbesondere lösbare Informationsträger als eine einzelne Karte oder Platte ausgebildet ist, kann er aus Karton, Papier od. dgl. gefertigt und bedruckt sein, so dass sich mit geringstem Aufwand sehr große Stückzahlen realisieren lassen.

Andererseits läßt sich der flächige Informationsträger als Arbeitsbuch mit mehreren Seiten ausbilden. Dabei enthält jede Seite andere Lerninhalte (Aufgaben und/oder Lösungen). Dabei kann jedes Arbeitsbuch einer Thematik gewidmet sein, bspw. „Grundwortschatz Englisch"; „Grundwissen der Pflanzenkunde", „Geometrie", etc., wobei dann die Lerninhalte aufeinanderfolgender Seiten in einem vorbestimmten Verhältnis zueinander stehen können, bspw. aufeinander aufbauen.

Die Seiten eines solchen Arbeitsbuches sollten derart zusammengebunden sein, dass sie völlig plan auseinander klappbar sind, bspw. nach Art einer Ringbindung. Dann können dieses Seiten ganz oder teilweise von einer oder mehreren Abdeckplatten verdeckt werden, um das (bspw. durch Extrapolation verschlüsselte) Ergebnis im Moment der Aufgabenlösung vor dem betreffenden Schüler zu verbergen.

In Weiterführung des weiter oben beschriebenen Erfindungsgedankens ist es möglich, die Einrichtung zur Relativausrichtung des Fixiermittels gegenüber wenigstens einem Lösungsfeld mit einer Platte, Chassis od. dgl. zu verbinden, die eine Vertiefung zum Einlegen des flächigen Informationsträgers aufweist. Diese Platte bzw. dieses Chassis halten die Einrichtung zur Relativausrichtung des Fixiermittels gegenüber wenigstens einem Lösungsfeld bei deren Positionsänderung am Ort und erlauben nur eine Versetzung um ein vorgegebenes Maß, so dass das Fixiermittel in seinen stabilen Endlagen stets eine definierte Relativposition gegenüber dem Informationsträger einnimmt.

Wenn außerdem darauf geachtet wird, dass ein Informationsträger hinsichtlich seiner Grundfläche, insbesondere Breite und Länge, sowie ggf. hinsichtlich seiner Stärke, den entsprechenden Maßen der Vertiefung zum Einlegen desselben entspricht, so ist dabei gleichzeitig die gewünschte, vordefinierte Relativposition zwischen Fixiermittel und Lösungsfeld sichergestellt.

Den zu erlernenden Objekten, z.B. Bilder, Wörter, Sätzen, Diagrammen, Formeln, usw., sind auf dem Informationsträger, insbesondere auf wenigstens einer Seite des Arbeitsbuches oder auf wenigstens einer Einzelkarte, Markierungen in Form von Punkten oder anderen Symbolen zugeordnet. Damit ist die Möglichkeit eröffnet, Informationen zu einzelnen Objekten abzufragen.

Andererseits kann ein Zeichenvorrat für die Erstellung der (richtigen) Antwort(en) vorgegeben sein, bspw. durch ein Alphabet oder ein anderes Zeichensystem auf dem Rand des Informationsträgers, insbesondere des Arbeitsbuches oder der Einzelkarte. Der Schüler weiß dadurch, aus welchen Elementen sich die richtige Information zusammensetzt und muß eine Auswahl treffen.

Auch den vorgegebenen Elementen des Zeichenvorrats, welche den Buchstaben eines Alphabets oder den Symbolen eines anderen Zeichensystems entsprechen, kann je ein Punkt oder eine sonstige Markierung zugeordnet sein, insbesondere im Bereich wenigstens eines Aufgabenfeldes, vorzugsweise auf dessen Rand. Mit jedem dieser Punkte oder Markierungen kann je ein vorgegebenes Zeichenelement ausgewählt werden.

Ein vorzugsweise durchsichtiges Lineal dient als Hilfsmittel zur Fixierung der (richtigen) Lösung zu einem Problem, das in dem Suchen der logischen Beziehungen zwischen den zu erlernenden Objekten bestehen kann. Mit einem solchen Lineal wird eine Verbindungslinie zwischen je zwei Punkten oder sonstigen Markierungen des Informationsträgers hergestellt werden, deren Lage und Verlauf (Richtung) charakteristisch für die von dem Schüler gegebene Lösungsantwort ist und sich daher für eine Kontrolle eignet.

Das Fixiermittel sollte als beschreib- und löschbare Folie oder als Tafel ausgebildet sein, um die von dem Schüler als richtig erachtete Lösung vorübergehend speichern zu können.

Besonders vorteilhaft läßt sich das Fixiermittel als mit (je) einem Magneten beschreib- und löschbare Magnettafel gestalten. Dabei wird keine Tinte verbraucht wie bspw. bei einem Faserschreiber zum Schreiben auf einer Folie. Demnach kann eine solche Magnettafel beliebig oft wiederverwendet werden.

Auf dem Informationsträger, insbesondere auf wenigstens einer Seite des Arbeitsbuches oder auf wenigstens einer Einzelkarte, können zusätzliche Felder mit weiteren, ursprünglichen Informationen vorgesehen sein. Bspw. kann eine Übersichtstafel mit den zu erlernenden Informationen vorgesehen sein, die aber von der späteren Aufgabenstellung abweichen sollte, bspw. in der Anordnung, insbesondere der Reihenfolge der zu erlernenden Informationen, oder in der konkreten Aufgabenstellung, bspw. bei mathematischen Problemen, so dass ein Spicken wenig Sinn macht, vielmehr das Verstehen der Lerninhalte erforderlich ist.

Ein solches, zusätzliches Informationsfeld kann durch ein zusätzliches entfernbares Mittel abgedeckt werden, um ein Spicken zusätzlich zu erschweren.

Indem das zusätzliche Abdeckmittel von dem Informationsträger, insbesondere von dem Arbeitsbuch oder von einer Einzelkarte, entfernbar ist und in eine zweite Position bringbar ist, kann der anzueignende Lerninhalt eines zusätzliche Informationsfeldes sichtbar gemacht und gelernt werden.

Weitere Merkmale, Eigenschaften, Vorteile und Wirkungen auf der Basis der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sowie anhand der Zeichnung. Hierbei zeigt:

1 eine Grundplatte für eine erfindungsgemäße Vorrichtung in einer perspektivischen Darstellung;

2 ein Lineal für eine erfindungsgemäße Vorrichtung in einer perspektivischen Darstellung;

3 einen Stift für eine erfindungsgemäße Vorrichtung in einer perspektivischen Darstellung;

4 ein Löschgerät für eine erfindungsgemäße Vorrichtung in einer perspektivischen Darstellung;

5 ein Arbeitsbuch für eine erfindungsgemäße Vorrichtung in einer perspektivischen Darstellung;

6 eine Arbeitskarte für eine erfindungsgemäße Vorrichtung in einer perspektivischen Darstellung;

7 den Ausschnitt VII aus 6 in der Draufsicht sowie vergrößert;

8 die erfindungsgemäße Vorrichtung in einer Konstellation zur kodierten Markierung der Lösung des gestellten Problems;

9 die erfindungsgemäße Vorrichtung in einer Konstellation zur Kontrolle der kodierten Markierung der Lösung des gestellten Problems;

10 die erfindungsgemäße Vorrichtung in einer Konstellation zum Einprägen der Lösung des gestellten Problems;

11 die erfindungsgemäße Vorrichtung in einer Konstellation zur Niederschrift der Lösung des gestellten Problems;

12 die erfindungsgemäße Vorrichtung in einer Konstellation zur kodierten Markierung der Lösung eines anderen Problems, analog zu 8;

13 die erfindungsgemäße Vorrichtung in einer Konstellation zur Kontrolle der kodierten Markierung der Lösung des Problems aus 13, analog zu 9; sowie

14 den Ausschnitt XIV aus 13 in der Draufsicht sowie vergrößert.

Den Hauptbestandteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 bildet eine Grundplatte 2. Diese besteht aus einem vorzugsweise in begrenztem Umfang steifen Werkstoff, bspw. Kunststoff.

Der eigentliche Informationsträger ist davon getrennt und aus einem geeigneten Material hergestellt, bspw. aus Papier und/oder Pappe; er könnte aber auch aus einer Platte bestehen. Die einfachste Form eines Informationsträgers ist eine vorzugsweise rechteckige Karte 3, die ein- oder beidseitig mit Informationen bedruckt ist. Mehrere solche Karten 3 können zu einem Buch 4 zusammengefaßt sein, bspw. durch eine Ringbindung 5, welche miteinander fluchtende Lochungen 6 in allen Karten 3 durchgreift. Eine solche Ringbindung hat den Vorteil, dass oberstes und unterstes Blatt 3 des Buchs 4 immer parallel zueinander ausgerichtet sind, unabhängig davon, welche Seite 3 gerade oben liegt. Vorzugsweise sind alle Seiten 3 dieses Buches 4 bedruckt, wahlweise ein- oder beidseitig.

Um den Informationsträger 3, 4 mit der Grundplatte 2 zu verbinden, verfügt letztere an einer Flachseite über eine Vertiefung 7, deren Umriß bzw. Grundfläche mit dem Umriß bzw. Grundfläche der Vertiefung 7 übereinstimmt oder geringfügig größer ist als letztere(r), so dass der Informationsträger 3, 4 in die Vertiefung 7 in der Grundplatte 2 einlegbar ist und demzufolge seitlich nicht mehr verrutschen kann. Die Tiefe der Vertiefung 7 entspricht etwa der Dicke des Arbeitsbuches 4, so dass dessen oberstes Blatt 3 in eingelegtem Zustand etwa mit der Oberseite 8 der Grundplatte 2 im Bereich außerhalb der Vertiefung 7 fluchtet.

Der die Vertiefung 7 umgebende Rand 9 der Grundplatte 2 kann in einem oder mehreren Bereichen mit einer Aussparung 10 versehen sein, um einen eingelegten Informationsträger 3, 4 leicht um- bzw. hintergreifen und herausheben zu können.

Insbesondere der Abschnitt des Randes 9 rechts von der Vertiefung 7 kann als verbreiterte Auflagefläche 11 ausgebildet sein, nach Art einer Schreibunterlage. An die rechte Außenkante schließt sich sodann – bei der dargestellte Ausführungsform über zwei eingefügte Materialstege 12, 13 mit identischen Abmessungen sowie über drei jeweils an den Fügestellen angeordnete Faltlinien 1416 eine plattenförmige Fixiereinrichtung 17 an. Diese hat vorzugsweise eine rechteckige Grundfläche, deren Höhe – wie auch die Höhe bzw. Länge der Stege 12, 13 – mit der zur Grundfläche parallelen Höhe der Grundplatte 2 übereinstimmt. Je nachdem, ob die beiden Materialstege 12, 13 sich jeweils rechts aneinander anschließen, aufeinander liegen oder sich jeweils nach links erstrecken, git es für die Fixiereinrichtung 17 drei verschiedene Relativpositionen gegenüber einem in die Vertiefung 7 eingelegten Informationsträger 3, 4. Während dieser in der linken und mittleren Relativposition der Fixiereinrichtung 17 jeweils mehr oder weniger stark überdeckt wird, schließt die Fixiereinrichtung 17 in ihrer rechtesten Relativposition bündig an die rechte Kante der Vertiefung 7 bzw. an die rechte Außenkante 18 eines darin eingelegten Informationsträgers 3, 4 an.

In ähnlicher Form kann am linken Randabschnitt 9 der Grundplatte ein umklappbarer Plattenabschnitt 19 über eine Faltlinie 20 befestigt sein, so dass dieser Abschnitt 19 wahlweise über den linken Teil der Vertiefung 7 bzw. eines darin eingelegten Informationsträgers 3, 4 geklappt werden kann oder nicht.

Zur Vorrichtung 1 gehören außerdem ein vorzugsweise transparentes Lineal 21, ein zum Beschreiben der vorderen Oberfläche 22 der plattenförmigen Fixiereinrichtung 17 geeigneter Stift 23 sowie ein Mittel 24 zum Löschen der auf der Fixiereinrichtung 17 festgehaltenen Information. Sofern die Fixiereinrichtung als Folie, Metall- oder Kunststoffplatte, Schiefertafel od. dgl. ausgebildet ist, kann der Stift bspw. als Faserschreiber oder Griffel ausgebildet sein, und das Löschmittel 24 bspw. als Tuch oder Schwamm. Andererseits kann die Fixiereinrichtung auch eine magnetisierbare Ebene aufweisen mit kleinen Magnetpartikeln, die bei einer ersten Orientierung hell erscheinen, bei einer etwa entgegengesetzten Orientierung dagegen dunkel; solchenfalls wäre der Stift 23 bspw. mit einer magnetischen Spitze einer vorgegebenen Polarität ausgerüstet, und das Löschmittel 24 als Magnetplatte mit entgegengesetzter Orientierung.

Wie man bspw. den 5 und 6 entnehmen kann, ist die sichtbare Oberfläche eines Blattes 3 des Informationsträgers 3, 4 in mehrere Felder unterteilt, die vorzugsweise horizontal nebeneinander angeordnet sind. In 5 sind links zwei Aufgabenfelder 25, 26 zu sehen, dann folgt ein Informationsfeld 27 mit einer dem zweiten Aufgabenfeld 26 direkt zugeordneten Erläuterung, und schließlich ein Feld 28 mit einem Muster, das mit der richtigen Lösung korreliert ist, wie weiter unten ausgeführt werden soll. Bei dem Informationsträger 3' aus 6 fehlt ein zusätzliches Informationsfeld; vielmehr schließt sich hier das rechte von zwei Aufgabenfeldern 29, 30 sogleich ein Feld 31 mit einem Lösungsmuster an.

Anhand des Informationsträgers 3 – einem Blatt aus dem Arbeitsbuch 4 – soll die Wirkungsweise der Erfindung erläutert werden:

Zunächst wird die linke Abdeckung 19 über das linke Aufgabenfeld 25 geklappt und die rechte Abdeckung/Fixiereinrichtung 17 in ihre mittlere Relativposition gebracht, so dass das rechte Aufgabenfeld 26 und das zusätzliche Informationsfeld 27 sichtbar sind, vgl. 11. Nun lernt der Schüler die Bezeichnungen gemäß Feld 27 für die im Aufgabenfeld 26 abgebildeten geometrischen Körper.

An diese erste Lernphase schließt sich nun eine „einfache" Aufgabe an: Das zusätzliche Informationsfeld 27 wird wieder abgedeckt (linkeste Position der Fixiereinrichtung 17), und stattdessen wird nun die linke Abdeckung 19 von dem Aufgabenfeld 25 weggeklappt (8). Nun sucht der Schüler einander zugeordnete Bezeichnungen auf dem Aufgabenfeld 25 und Abbildungen auf dem Aufgabenfeld 26. Jeder Bezeichnung 32 des linken Aufgabenfeldes 25 ist wie auch jeder

des rechten Aufgabenfeldes 26 je eine punktförmige Markierung 34, 35 zugeordnet. Der Schüler legt das Lineal 21 an den Markierungspunkten 34, 35 jeweils einer Bezeichnung 32 und der dieser zugeordneten
an und zeichnet auf der plattenförmigen Fixiereinrichtung 17 einen Strich 36 entlang der von der Kante des Lineals 21 definierten Verbindungsgeraden zwischen den solchermaßen einander zugeordneten Markierungspunkten 34, 35. Die Position und der Verlauf (Steigung bzw. Richtung) dieser Linie 36 ist charakteristisch für genau eine aller möglichen Zuordnungen und kann anschließend überprüft werden, um auf die Richtigkeit der gegebenen Antwort schließen zu können. Alle Antwortstriche 36 zusammengenommen bilden ein Muster auf der Fixiereinrichtung 17.

Zur Kontrolle wird anschließend die Fixiereinrichtung 17 in ihre rechteste Relativposition verbracht entsprechend 9. Auf dem Lösungsfeld 28 gibt es ein Muster mit mehreren Lösungsstrichen 37. Wenn die rechte Außenkante dieses Lösungsfeldes 28 sich mit der linken Außenkante der Fixiereinrichtung 17 etwa deckt, so sollte je ein Antwortstrich 36 mit je einem Lösungsstrich 37 fluchten. Ist dies der Fall, setzen sich also die Muster auf dem Lösungsfeld 28 und auf der Fixiereinrichtung 17 übergangslos, also im Idealfall etwa stetig und differenzierbar fort, so sind alle gegebenen Antworten richtig. Anhand der Anzahl der fluchtenden Linien bzw. der stetigen und differenzierbaren Übergänge kann die Anzahl der richtigen Antworten ermittelt werden, die Anzahl der im Übergang gegeneinander versetzten oder abknickenden Linien liefert die Anzahl der Fehler. Diese Übung wird so lange wiederholt, bis alle Antworten richtig sind.

Nun folgt die letzte Übungsphase. Dazu wird die linke Abdeckung 19 wieder über das linke Aufgabenfeld 25 geklappt und die rechte Abdeckung/Fixiereinrichtung 17 gleichzeitig in die linkeste Relativposition gebracht, so dass nur das rechte Aufgabenfeld 26 sichtbar bleibt, vgl. 10. Nun kann der Schüler rechts neben jeden der in diesem Feld 26 abgebildeten geometrischen Körper dessen inzwischen gelernte Bezeichnung als Lösungswort 44 hinschreiben und dadurch fixieren. Die Richtigkeit seiner Ergebnisse kann er anschließend dadurch überprüfen, indem er die rechte Abdeckung/Fixiereinrichtung 17 sodann in die mittlere Relativposition bringt, so dass das zusätzliche Informationsfeld 27 sichtbar wird. Nun kann er seine Antworten 44 mit den dortigen Informationen vergleichen und dadurch feststellen, ob er alles richtig gemacht hat.

Bei dem Informationsträger 3' ist im linken Aufgabenfeld 29 ein Zeichenvorrat in Form eines Alphabets wiedergegeben, wobei jedem Buchstaben 38 ein Markierungspunkt 39 zugeordnet ist.

Im rechten Aufgabenfeld 30 ist eine Darstellung 40 eines zu benennenden Körpers zu finden, im vorliegenden Beispiel eines Prismas, sowie mehrere Markierungspunkte 41, wovon jeder einen Buchstaben des Lösungswortes repräsentiert. Nun wird jedem Buchstaben des Lösungswortes ein Buchstabe aus dem Zeichenvorrat zugeordnet, und das Lineal 21 wird an den betreffenden Markierungspunkten 39, 41 ausgerichtet, um eine Lösungsgerade zu definieren, die sodann abschnittsweise mit dem Stift 23 auf der Fixiereinrichtung 17 festgehalten wird. Wieder ergibt sich ein Muster aus Antwortlinien 42.

Dieses wird anschließend mit dem Muster von Lösungslinien 43 in dem Lösungsfeld 31 verglichen. Fluchtet jeweils eine Antwortlinie 42 mit je einer Lösungslinie 43, war das Lösungswort richtig gefunden worden; anderenfalls muß weiter geübt werden, nachdem die Fixiereinrichtung 17 zunächst wieder gelöscht wurde.


Anspruch[de]
Vorrichtung (1) zur Selbstkontrolle von Lerninhalten mit flächig dargestellten Informationen, umfassend

a) wenigstens ein Aufgabenfeld (25, 26; 29, 30),

b) wenigstens ein zugeordnetes Lösungsfeld (28; 31), sowie

c) wenigstens ein flächiges, strukturier- und/oder beschreibbares, löschbares, undurchsichtiges und bewegliches, insbesondere entfernbares Mittel (17) zum Fixieren des Ergebnisses unter zumindest teilweiser Abdeckung wenigstens eines Lösungsfeldes (28; 31) in einer ersten Relativposition,

gekennzeichnet durch

d) eine Einrichtung zur Relativausrichtung des Fixiermittels (17) gegenüber wenigstens einem Lösungsfeld (28; 31), welche eine etwa parallele Ausrichtung von deren Ebenen in einer zweiten Relativposition zuläßt, bei der das Fixiermittel (17) außen an wenigstens ein Lösungsfeld (28; 31) anschließt, wobei eine freie Kante des Fixiermittels (17) mit einer vorgegebenen Kante (18, 19) des Lösungsfeldes (28; 31) etwa abschließt.
Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zur Relativausrichtung des Fixiermittels (17) gegenüber wenigstens einem Lösungsfeld (28; 31) derart ausgebildet ist, dass das Fixiermittel (17) in eine weitere Position bringbar ist, in der seine beschreibbare Oberfläche wenigstens ein Lösungsfeld (28; 31) vollständig abdeckt. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zur Relativausrichtung des Fixiermittels (17) gegenüber wenigstens einem Lösungsfeld (28; 31) bei etwa in der selben Ebene liegendem Lösungsfeld und Fixiermittel (17) nur eine begrenzte Anzahl von Relativpositionen zwischen diesen zuläßt. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine oder mehrere, von der Einrichtung zur Relativausrichtung des Fixiermittels (17) gegenüber wenigstens einem Lösungsfeld (28; 31) zugelassene Relativposition(en) zwischen Fixiermittel (17) und Lösungsfeld (28; 31) stabil ist/sind. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zur Relativausrichtung des Fixiermittels (17) gegenüber wenigstens einem Lösungsfeld (28; 31) als Klapp- und/oder Faltmechanismus (1216) ausgebildet ist. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Aufgabenfeld (25, 26; 29, 30) und wenigstens ein zugeordnetes Lösungsfeld (28; 31) an einem Informationsträger angeordnet ist, der lösbar mit der Einrichtung zur Relativausrichtung des Fixiermittels (17) gegenüber wenigstens einem Lösungsfeld (28; 31) verbunden oder verbindbar ist. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der flächige Informationsträger als eine einzelne Karte (3; 3') oder Platte ausgebildet ist. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der flächige Informationsträger als Buch (4) mit mehreren Seiten (3) ausgebildet ist. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Seiten (3) des Buches (4) derart zusammengebunden sind, dass sie völlig plan auseinander klappbar sind, bspw. nach Art einer Ringbindung (5, 6). Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zur Relativausrichtung des Fixiermittels (17) gegenüber wenigstens einem Lösungsfeld (28; 31) mit einer Platte (2), Chassis od. dgl. verbunden ist, mit einer Vertiefung (7) zum Einlegen des flächigen Informationsträgers (3'; 4). Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass ein Informationsträger (3'; 4) hinsichtlich seiner Grundfläche, insbesondere Breite und Länge, sowie ggf. hinsichtlich seiner Stärke, den entsprechenden Maßen der Vertiefung (7) zum Einlegen desselben entspricht. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch den zu erlernenden Objekten, z.B. Bilder (33; 40), Wörter (32), Sätzen, Diagrammen, Formeln, usw., zugeordnete Markierungen (34, 35; 39, 41) auf dem Informationsträger (3'; 3, 4), insbesondere auf wenigstens einer Seite (3) des Arbeitsbuches (4) oder auf wenigstens einer Einzelkarte (3'), in Form von Punkten oder anderen Symbolen. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch ein Alphabet oder ein anderes Zeichensystem auf dem Informationsträger (3'; 3, 4), insbesondere auf dem Rand des Arbeitsbuches (4) oder der Einzelkarte (3'). Vorrichtung nach Anspruch 13, gekennzeichnet durch Punkte oder sonstige Markierungen (34, 35; 39, 41) im Bereich wenigstens eines Aufgabenfeldes (25, 26; 29, 30), vorzugsweise auf dessen Rand, welche den Buchstaben (38) eines Alphabets oder den Symbolen eines anderen Zeichensystems entsprechen. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch ein vorzugsweise durchsichtiges Lineal (21) als Hilfsmittel zur Fixierung der Lösungen zu den Problemen, welche in dem Suchen der logischen Beziehungen zwischen den zu erlernenden Objekten bestehen. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Fixiermittel (17) als beschreib- und löschbare Folie oder als Tafel ausgebildet ist. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Fixiermittel (17) als mit (je) einem Magneten beschreib- und löschbare Magnettafel ausgebildet ist. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Informationsträger (3'; 3, 4), insbesondere auf wenigstens einer Seite (3) eines Arbeitsbuches (4) oder auf wenigstens einer Einzelkarte (3'), ein zusätzliches Feld (25; 27; 29) mit einer ursprünglichen Information und/oder mit einer zusätzlichen Aufgabenstellung vorgesehen ist. Vorrichtung nach Anspruch 18, gekennzeichnet durch ein zusätzliches entfernbares Mittel (19) zum Abdecken eines zusätzlichen Informationsfeldes (25; 27; 29). Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass das zusätzliche Abdeckmittel (19) von dem Informationsträger (3'; 3, 4), insbesondere von einem Arbeitsbuch (4) oder von einer Einzelkarte (3'), entfernbar, insbesondere wegklappbar ist und in eine zweite Position bringbar ist.






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