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Dokumentenidentifikation DE19531061B4 16.08.2007
Titel Rauchgegenstand, Packung, die einen oder mehrere der Rauchgegenstände enthält, und System zur Eigenherstellung von Zigaretten
Anmelder Philip Morris Products S.A., Neuchâtel, CH
Erfinder Schwarb, Alain, Bevaix, CH;
Anton, Nicolas, Neuchâtel, DE
Vertreter Abitz & Partner, 81677 München
DE-Anmeldedatum 23.08.1995
DE-Aktenzeichen 19531061
Offenlegungstag 27.02.1997
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 16.08.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.08.2007
IPC-Hauptklasse A24D 1/02(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A24C 5/44(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   A24D 1/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Rauchgegenstand in nichtrauchbarer Form, der ein Umhüllungsmaterialblatt aus Zigarettenpapier, Tabakfolie oder rekonstituiertem Tabak und eine auf einer Oberfläche des Umhüllungsmaterialblatts aufgebrachte Tabakschicht umfaßt, und eine Packung, die einen oder mehrere der Rauchgegenstände enthält. Der Rauchgegenstand in nichtrauchbarer Form kann von dem Verbraucher durch Einrollen oder Verdrehen in einen rauchbaren Rauchgegenstand, insbesondere eine Zigarette, überführt werden.

Verschiedene Systeme zur Eigenherstellung von Zigaretten sind bekannt. Beispielsweise beschreibt die DE 34 07 461 C1 sogenannte Tobacco Rolls, d.h. Tabakpatronen, die aufgrund ihrer hochdurchlässigen Umhüllung an sich nichtrauchbar sind. Der Verbraucher kann diese Tobacco Rolls in eine Filterzigarettenpapierhülse einbringen und erhält auf diese Weise eine fertige Zigarette.

Ein ähnliches System ist in der EP 0 632 967 A1 beschrieben, die eine Tabaksäule offenbart, deren Umhüllung über ein Ende der Säule übersteht und auf diese Weise einen Hohlraum bildet. Der Überstand ist so gestaltet, daß er durch den von dem Mund eines Rauchers ausgeübten Druck zusammengedrückt wird, so daß das Produkt erst nach Einführung einer Filterpatrone in den Hohlraum rauchbar wird.

US 3 385 302 beschreibt ein rechteckiges Zigarettenblättchen, das einseitig mit einer dünnen Tabakschicht, einem schmalen Klebstoffstreifen entlang einer Längsseite und gegebenenfalls Filtermaterial beschichtet ist, sowie eine Packung, die mehrere dieser beschichteten Zigarettenblättchen enthält. Der Verbraucher kann sich durch spiralförmiges Einrollen der beschichteten Blättchen eine fertige Zigarette herstellen.

Aus der GB 2 275 410 A ist eine auf beiden Seiten mit Zigarettenpapier oder Tabakfolie beschichtete Tabakplatte bekannt, die zu hohlen Tabaksträngen verarbeitet werden kann. In den Hohlraum können verschiedene Materialien wie beispielsweise Tabak oder Pfropfen eingefügt werden. Die Eigenherstellung von Zigaretten mit den beidseitig mit Umhüllungsmaterial versehenen Tabakplatten wird nicht beschrieben.

Aus der DE 41 13 252 A1 ist eine Zigarette bekannt, die aus einer zickzackförmigen, eingerollten Tabakplatte mit einer äußeren Umhüllung gebildet ist. Die Zigarette weist einen höheren Biegewiderstand bzw. eine größere Biegefestigkeit als ein üblicher, gepreßter Tabakstab auf. Die Eigenherstellung der Zigarette wird nicht beschrieben.

Aus der US 3 744 497 sind gerollte Filter bekannt.

Die bekannten Systeme zur Eigenherstellung von Zigaretten weisen verschiedene Nachteile auf. So kann die dünne, poröse Umhüllung der Tabakpatronen der DE 34 07 461 C1 leicht einreißen. Darüber hinaus ist die leere Filterzigarettenpapierhülse empfindlich und wird leicht vor dem Gebrauch eingedrückt oder beschädigt. Nachteilig ist hier – ebenso wie bei den Systemen der EP 0 632 967 A1 - auch, daß der Verbraucher immer zwei verschiedene Komponenten miteinander kombinieren muß, um eine fertige Zigarette herstellen zu können. Die mit den Blättchen der US 3 385 302 hergestellten Zigaretten weisen aufgrund des spiralförmigen Einrollens einen hohen Zigarettenpapiergehalt auf. Dies beeinträchtigt einerseits den Geschmack der Zigarette und erzeugt andererseits einen zusätzlichen Haupt- und Nebenstromrauch.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein einfaches und möglichst einteiliges System zur Eigenherstellung von Rauchgegenständen, insbesondere Zigaretten, mit geringem Filterzigarettenpapiergehalt zur Verfügung zu stellen.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale der Ansprüche 1, 8 und 9 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand der Ansprüche 2 bis 7.

Die Parallelogrammform des Umhüllungsmaterialblatts hat den Vorteil, daß aus diesem erfindungsgemäßen Rauchgegenstand sich sehr einfach ein fertiger, rauchbarer Rauchgegenstand bilden läßt, indem die diagonal gegenüberliegenden, spitzwinkligen Ecken des erfindungsgemäßen Rauchgegenstandes ergriffen und gegeneinander gedreht werden. Vorzugsweise sind die Winkel an den spitzwinkligen Ecken 45–85°, insbesondere 65–80°.

Wenn die Dicke der Tabakschicht in etwa dem Radius des fertigen, rauchbaren Rauchgegenstandes oder die Länge der Schmalseiten des erfindungsgemäßen Rauchgegenstandes in etwa dem Kreisumfang des fertigen, rauchbaren Rauchgegenstandes entspricht, ist der Papiergehalt so gering wie möglich. Dabei ist die Länge der Schmalseiten des erfindungsgemäßen Rauchgegenstandes meist etwas (z.B. 1–3 mm) größer als der Kreisumfang des fertigen, rauchbaren Rauchgegenstandes, da an den Längsseiten des erfindungsgemäßen Rauchgegenstandes vorzugsweise ein schmaler Klebestreifen zum Verschließen vorgesehen ist.

Ein wellenförmiger Querschnitt der Schmalseiten der Tabakschicht, d.h. die Tabakschicht ist senkrecht zu den Längsseiten der erfindungsgemäßen Rauchgegenstände ungleichmäßig stark aufgebracht und weist eine Berg-und-Tal-Form auf, hat den Vorteil, daß beim Einrollen des erfindungsgemäßen Rauchgegenstandes entlang seiner Schmalseiten die einzelnen Tabaksegmente sich problemlos aneinanderfügen, ohne daß die Gefahr einer Hohlraumbildung bestünde. Bei dieser Ausführungsform ist es möglich, daß das Umhüllungsmaterialblatt fehlen kann und trotzdem nach dem Einrollen und Verschließen ein rauchbares Produkt erhalten wird.

Das Umhüllungsmaterialblatt kann aus üblichem Zigarettenpapier oder auch aus Tabakblatt (oder Tabakblättern), Tabakfolie oder rekonstituiertem Tabak gebildet sein. Dies hat den Vorteil, daß der gesamte Rauchgegenstand dann aus Tabakmaterialien besteht. Ein weiterer Vorteil der Verwendung von Tabakfolie als Umhüllungsmaterial ist, daß die Dicke der Belegung mit Tabak deutlich geringer sein kann als bei der Verwendung von Zigarettenpapier. Auch ein spiralförmiges Einrollen des Rauchgegenstandes ist ohne weiteres möglich, da durch die Tabakfolie kein weiterer Haupt- oder Nebenstromrauch gebildet wird. Auch hier ist es wiederum bevorzugt, daß das Umhüllungsmaterialblatt die Form eines Parallelogramms mit Winkeln ungleich 90° hat, die Dicke der Tabakschicht in etwa dem Radius eines durch Rollen des erfindungsgemäßen Rauchgegenstandes erhaltenen rauchbaren Rauchgegenstandes entspricht oder senkrecht zu den Längsseiten des erfindungsgemäßen Rauchgegenstandes wellenförmig ausgebildet ist.

Die erfindungsgemäßen Rauchgegenstände eignen sich insbesondere zur Eigenherstellung von Zigaretten. In Abhängigkeit von dem verwendeten Umhüllungsmaterial und dem eingesetzten Tabak (gemisch) können aber neben Zigaretten beispielsweise auch Zigarillos oder Stumpen hergestellt werden. Die Längen der Längs- und Schmalseiten der erfindungsgemäßen Rauchgegenstände werden entsprechend dem herzustellenden Produkt gewählt. Daher sind die Längsseiten beispielsweise 70–100 mm lang, die Schmalseiten beispielsweise 10–35 mm. Für dünne Zigaretten, sogenannte Slim-Zigaretten, sind die Schmalseiten vorzugsweise 10–20 mm lang, für normale Zigaretten vorzugsweise 20–28 mm.

Aus den erfindungsgemäßen Rauchgegenständen können durch Einrollen (üblicherweise entlang ihrer Schmalseiten) bzw. Verdrehen leicht fertige, rauchbare Rauchgegenstände gebildet werden. Diese können gegebenenfalls in bekannte Filterzigarettenpapierhülsen eingeführt oder mit Zigarettenpapierblättchen umwickelt werden. Hierfür eignen sich beispielsweise die erfindungsgemäßen Rauchgegenstände, die ein Umhüllungsmaterialblatt aus Zigarettenpapier, dessen Längsseiten keinen Klebstoffstreifen aufweisen, und eine auf einer Oberfläche des Umhüllungsmaterialblatts aufgebrachte Tabakschicht enthalten. Vorzugsweise weisen die erfindungsgemäßen Rauchgegenstände jedoch entlang einer Außenkante einer ihrer Längsseiten einen schmalen (z.B. 2–4 mm breiten), vorzugsweise mit Klebstoff beschichteten Streifen auf. Hierzu können die üblicherweise für Zigarettenpapierblättchen verwendeten Klebstoffe eingesetzt werden. Nach dem Einrollen bzw. Verdrehen der Rauchgegenstände kann das Produkt durch beispielsweise Befeuchten des Klebestreifens fixiert werden. Alternativ können die erfindungsgemäßen Rauchgegenstände jedoch auch an beiden Längsseiten einen schmalen, von Tabak freien Streifen aufweisen, von denen einer oder beide verklebbar sind.

Entlang einer Außenkanten einer der Schmalseiten des Umhüllungsmaterialblattes kann ein unbeschichteter Streifen vorgesehen sein, der beispielsweise 2–3 cm breit ist. Das hieraus hergestellte Produkt weist dann an einem seiner Enden einen Hohlraum auf, der es dem Verbraucher ermöglicht, ein Filter gegebenenfalls zusammen mit weiteren Materialien, wie Aromastoffe enthaltenden Zusätzen, einzubringen und so den Geschmack und die Stärke der Zigarette zu variieren.

Vorzugsweise weist das Umhüllungsmaterialblatt jedoch an einer seiner Schmalseiten einen Streifen mit einer aufgetragenen Filtermaterialschicht oder einem fixierten Filterpfropfen auf, da diese einteiligen Rauchgegenstände die einfache Herstellung einer Filterzigarette ermöglichen und der fixierte Filterpfropfen das Einrollen des erfindungsgemäßen Rauchgegenstandes erleichtert.

Als Filtermaterialien bzw. Filter können die üblichen Materialien (cellulose-, Acetat-, Kreppapier- oder Aktivkohlefilter) verwendet werden. Vorzugsweise besteht das Filtermaterial bzw. der Filterpfropfen jedoch aus rekonstituiertem Tabak bzw. einer üblicherweise zur Zigarettenherstellung verwendeten Tabakmischung, da dann die fertige Zigarette weitestgehend aus Tabakmaterialien besteht.

Rekonstituierter bzw. homogenisierter Tabak ist eine Mischung aus Tabakmaterialien, beispielsweise Tabakstaub, Tabakfeinstpartikeln, Stiele und Blätter der Tabakpflanzen, Mittelrippen der Blätter, die gegebenenfalls nach Zerkleinerung auf bekannte Weisen zu Tabakfolien verarbeitet werden kann.

Die verwendeten Tabakfolien sowie Filter aus rekonstituiertem Tabak bestehen daher vorzugsweise ausschließlich aus Tabak. Gegebenenfalls können sie jedoch auch Zusätze enthalten, beispielsweise Cellulose- oder Holzfasern, die jedoch nicht mehr als 25 Gew.-% der Tabakfolien oder Tabakfilter ausmachen sollten. Ein weiterer Zusatzstoff kann ein Bindemittel sein, bei dem es sich beispielsweise um ein aus den Mittelrippen der Tabakblätter gewonnenes Bindemittel handeln kann. Die Zusätze können dabei entweder der Mischung, die zu den Tabakfolien bzw. Filtern verarbeitet wird, hinzugefügt oder auf die Tabakfolie bzw. Filter aufgebracht werden. Allgemein können alle Zusätze verwendet werden, die auch in üblichem, für die Zigarettenproduktion verwendetem Tabak enthalten sein können.

Tabakfolie hat, entsprechend der natürlichen Farbe des Tabaks üblicherweise eine bräunliche Färbung: Für Verbraucher, die ein weißes Produkt bevorzugen, wird die Tabakfolie (und gegebenenfalls auch das Filter) daher gebleicht. Je nach der Intensität des Bleichvorgangs sind hier Farbabstufungen möglich. Vorzugsweise führt Bleichen zu Tabakfolien, die in ihrem Aussehen normalem Zigarettenpapier weitgehend entsprechen.

Die Erfindung betrifft weiterhin eine Packung, die einen oder mehrere der erfindungsgemäßen Rauchgegenstände und gegebenenfalls auch separate Filterpfropfen oder Filter enthält, sowie ein System zur Eigenherstellung von Zigaretten, das einen erfindungsgemäßen Rauchgegenstand und ein Zigarettenpapierblättchen, eine Zigarettenpapierhülse oder eine Filterzigarettenpapierhülse enthält.

Die erfindungsgemäßen Rauchgegenstände können auf die folgende Weise hergestellt werden. Zunächst werden das Zigarettenpapier oder die Tabakfolie, die beide auf bekannte Weisen hergestellt werden, oder das Tabakblatt entsprechend der gewünschten Form des Rauchgegenstandes zugeschnitten.

Dann wird der Tabak oder die Tabakmischung auf das Umhüllungsmaterial aufgetragen. Als Tabak kann beispielsweise üblicher Zigarettentabak, rekonstituierter bzw. homogenisierter Tabak oder Mischungen daraus eingesetzt werden. Die Fixierung des Tabaks auf dem Umhüllungsmaterial wird durch Aufbringen eines Schaums (beispielsweise durch Aufsprühen) erreicht, wobei der Schaum neben Schaumbildnern auch Bindemittel und gegebenenfalls Aromazusatzstoffe enthalten kann. Ein exzellenter Schaumbildner ist Lakritzepulver. Als Bindemittel können beispielsweise eingesetzt werden pflanzlichen Extrakte, Pektin, Maltodextrin oder Gummis. Insbesondere bevorzugt ist Gummiarabikum, das eine ausgezeichnete Kombination eines Schaumbildners und eines Bindemittels ist. Der Geschmack der Zigarette kann durch Einarbeitung üblicher aromatischer Substanzen, beispielsweise Lakritze, Zucker oder Kakaoextrakt, variiert werden (d.h. Geschmack und Freisetzung kann durch die Wahl der Tabakmischung und Zusatzstoffe den Verbraucherwünschen angepaßt werden). Anschließend wird die Tabakschicht getrocknet.

Die Dicke der Tabakschicht kann durch die Menge des anfangs aufgetragenen Tabaks bestimmt werden und beträgt bei gleichmäßiger Verteilung des Tabaks auf dem Umhüllungsmaterialblatt beispielsweise 0,05–0,5 cm, insbesondere ca. 0,35 cm. Gegebenenfalls kann vor dem Trocknen durch leichte Komprimierung die Dicke reguliert werden. Üblicherweise wird der Tabak gleichmäßig aufgetragen, so daß ein rechteckiger seitlicher Querschnitt der Tabakschicht resultiert. Die oberen Längskanten der Tabakschicht können aber auch angeschrägt sein; der seitliche Querschnitt ist dann trapezförmig. Hierdurch wird das Einrollen entlang der Schmalseiten des erfindungsgemäßen Rauchgegenstandes und das Verschließen der erfindungsgemäßen Rauchgegenstände erleichtert. Soweit eine Berg-und-Tal-Belegung mit Tabak gewünscht wird, kann dies vor der Trocknung der Tabakschicht durch Komprimierung der entsprechenden Stellen erfolgen, so daß die Dicke der Tabakschicht von beispielsweise 0,05–0,1 cm für die Vertiefungen bis 0,3–0,5 cm, insbesondere 0,35 cm, für die Erhöhungen variiert.

Falls gewünscht kann entlang einer der Außenkanten der Längsseiten auf übliche Weise ein Klebestreifen, z.B. eine Gummierung, ein Streifen aus Filtermaterial entlang einer der Außenkanten der Schmalseiten (beispielsweise durch Aufkleben) oder ein Filterpfropfen vor oder nach der Auftragung der Tabakschicht angebracht werden. Vorzugsweise ist der Streifen aus Filtermaterial rekonstituierter Tabak oder eine Tabakmischung, der/die ebenso wie die Tabakschicht angebracht wird.

Selbstverständlich kann der Zuschnitt der erfindungsgemäßen Rauchartikel auch erst nach der Belegung mit Tabak usw. von einem größeren, beschichtetem Bogen ausgehend erfolgen.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben.

Es zeigen:

1 einen erfindungsgemäßen Rauchgegenstand,

2 einen weiteren erfindungsgemäßen Rauchgegenstand in Draufsicht in der Form eines Parallelogramms mit Winkeln ungleich 90°,

3 eine aus dem Rauchgegenstand der 2 hergestellte Zigarette,

4 einen erfindungsgemäßen Rauchgegenstand in Draufsicht mit einem Streifen aus Filtermaterial,

5 eine Zwischenstufe des Herstellungsvorganges einer Zigarette aus dem Rauchgegenstand der 4,

6 einen weiteren erfindungsgemäßen Rauchgegenstand in Draufsicht,

7 einen erfindungsgemäßen Rauchgegenstand mit einem darauf fixierten Filterpfropfen,

8 einen seitlichen Querschnitt eines erfindungsgemäßen Rauchgegenstandes mit wellenförmiger Tabakbelegung,

9 eine Zwischenstufe bei der Herstellung einer Zigarette aus dem Rauchgegenstand gemäß 8,

10 die Zwischenstufe gemäß 9 von vorne und

11 die fertige, aus dem Rauchgegenstand gemäß 8 hergestellte Zigarette von vorne.

1 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Rauchgegenstandes 10 mit einem Umhüllungsmaterialblatt 12, das mit einer Tabakschicht 14 beschichtet ist und über zwei Schmalseiten 16, 18 und zwei Längsseiten 22, 24 verfügt. An der Außenkante 20 der Längsseite 22 ist eine schmaler Streifen des Umhüllungsmaterialblattes 12 nicht mit Tabak beschichtet. Vielmehr ist hier ein Klebstoffstreifen 36 vorgesehen. Aus dem Rauchgegenstand 10 kann leicht durch Einrollen beispielsweise eine Zigarette hergestellt werden, wobei ein Wiederöffnen durch Verkleben des Klebestreifens 36 mit der Außenseite des Umhüllungsmaterials 12 verhindert werden kann. Die Tabakbeschichtung 14 ist hier gleichmäßig aufgetragen, so daß der seitliche Querschnitt rechteckig ist.

2 zeigt eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Rauchgegenstandes 10. Es ist zu erkennen, daß das Umhüllungsmaterialblatt 12 in Form eines Parallelogramms zugeschnitten ist und der Winkel an den spitzwinkligen Ecken 21, 23 etwa 80° beträgt. 2 zeigt weiterhin die hier schraffiert dargestellte Tabakschicht 14 sowie den Klebestreifen 36.

3 zeigt eine Zigarette 40, die aus dem Rauchgegenstand 10 der 2 hergestellt werden kann. Hierzu werden die spitzwinkligen Ecken 21, 23 des Umhüllungsmaterialblattes 12 ergriffen und, wenn man entlang des Doppelpfeils der 2 blickt, die Ecke 23 im Uhrzeigersinn und die Ecke 21 entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht, wie es in 2 durch die beiden Pfeile dargestellt ist. Nach Verschließen der Zigarette durch den Klebestreifen 36 erhält man die fertige Zigarette 40 der 3.

In 4 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung gezeigt. Der Rauchgegenstand 10 zeigt wiederum ein Umhüllungsmaterialblatt 12 mit einer darauf angebrachten Tabakschicht 14. Entlang einer Außenkante 28 einer Schmalseite 16 des Rauchgegenstands 10 ist eine Streifen mit Filtermaterial 30 aufgetragen. Wie aus 4 zu ersehen ist, reicht dieser Filtermaterialstreifen 30 nicht über die gesamte Breite des Rauchgegenstandes 10 sondern endet, ebenso wie die Tabakschicht 14, kurz vor der Außenkante 20 der Längsseite 22. Der schmale freibleibende Streifen entlang der Außenkante 20 bildet den Klebestreifen 36, der zum Verschließen der Zigarette verwendet wird.

Zur Herstellung einer Zigarette wird der Rauchgegenstand 10 eingerollt, d.h. der Verbraucher muß die beiden gegenüberliegenden Längsseiten 22 und 24 aufeinanderzubewegen. 5 zeigt ein Zwischenstadium bei der Herstellung einer fertigen Zigarette 40 aus dem Rauchgegenstand 10 der 4, wobei der Rauchgegenstand 10 bereits zu einem Zylinder eingerollt ist. 5 zeigt neben dem Umhüllungsmaterial 12, der Tabakschicht 14 und der Filtermaterialschicht 30, daß die Längsseite 24 kurz vor dem Klebestreifen 36 liegt. Um die fertige Zigarette herzustellen, muß der Verbraucher nur noch die Längsseite 24 vollständig an den Klebestreifen 36 heranführen, diesen beispielsweise befeuchten, umschlagen und auf der Außenseite des Umhüllungsmaterialblatts 12 entlang der Längsseite 24 leicht festdrücken, um ein Wiederaufgehen der Zigarette zu verhindern. Schließlich zeigt die 5, daß die Außenseite des Umhüllungsmaterialblattes 12 im Bereich 25 des Filtermaterialstreifens 30 gekennzeichnet sein kann, so daß das Filterende der Zigarette optisch leicht zu erkennen ist und beispielsweise das Aussehen eines üblichen Belagblattes hat.

In 6 ist ein weiterer bevorzugter Rauchgegenstand 10 gezeigt, der neben dem Umhüllungsmaterialblatt 12 der Tabakschicht 14 entlang der Außenkante 28 einen seitlichen, unbeschichteten Streifen 32 und einen entlang der Außenkante 20 über die gesamte Länge der Längsseite 22 verlaufenden Klebestreifen 36 aufweist. Die aus diesem Rauchgegenstand 10 hergestellten Zigaretten weisen an einem Ende einen Hohlraum auf, der entsprechend den Wünschen des Verbrauchers beispielsweise mit Filterpfropfen oder Aromastoffe abgebenden Zusatzstücken gefüllt werden kann.

Der Rauchgegenstand 10 der 7 weist wiederum das Umhüllungsblatt 12, die Tabakschicht 14, den unbeschichteten Streifen 32 und den über die gesamte Länge der Längsseite 22 verlaufenden Klebestreifen 36 auf. Zusätzlich ist hier noch ein Filterpfropfen 34, der beispielsweise angeklebt ist, auf dem unbeschichteten Seitenstreifen 32 vorgesehen. Der Raucher erhält daher nach dem Einrollen des Rauchgegenstandes 10 der 7 eine Filterzigarette.

Die 8 bis 11 zeigen die bevorzugte Ausführungsform, daß die Tabakbeschichtung senkrecht zu den Längsseiten 22, 24 wellenförmig aufgebracht ist, sowie eine daraus hergestellte Zigarette 40. In 8 ist zunächst ein seitlicher Querschnitt, beispielsweise entlang der Schmalseite 18 gezeigt. Auf dem Umhüllungsmaterialblatt 12 ist die Tabakschicht 14 wellenförmig aufgetragen, d.h. die Tabakschicht weist Erhöhungen 27 und Vertiefungen 29 auf und bildet somit Tabaksegmente 26. Darüber hinaus sind die Randbereiche entlang beider Längsseiten 22 und 24 des Rauchgegenstandes 10 frei von Tabak.

Die 9 und 10 zeigen die Herstellung einer Zigarette 40 aus dem Rauchgegenstand 10 der 8, wobei zu erkennen ist, daß die verschiedenen Tabaksegmente 26 sich leicht zusammenführen lassen und die Spitzen der Erhöhungen 27 die Längsachse der resultierenden Zigarette 40 bilden. Die

9 und 10 zeigen weiterhin, daß die von Tabak freien Längsseiten 22 und 24 gegeneinander zu liegen kommen. Einer oder beide der von Tabak freien Randbereiche können mit einem Klebstoff beschichtet sein, so daß die Zigarette verschlossen wird und eine Zunge 31 bildet. Diese Zunge 31 weist auf einer ihrer Außenseiten eine Klebstoffbeschichtung auf, so daß die Zunge 31 umgelegt und auf der fertigen Zigarette 40, wie in 11 gezeigt, fixiert werden kann.


Anspruch[de]
Rauchgegenstand (10) in nichtrauchbarer Form mit einem Umhüllungsmaterialblatt (12) aus Zigarettenpapier, Tabakblatt, Tabakfolie oder rekonstituiertem Tabak und mit einer auf einer Oberfläche des Umhüllungsmaterialblatts (12) aufgebrachten Tabakschicht (14), dadurch gekennzeichnet, daß das Umhüllungsmaterialblatt (12) die Form eines Parallelogramms hat, dessen Winkel ungleich 90° sind und die Dicke der Tabakschicht (14) in etwa dem Radius eines durch Rollen des Rauchgegenstandes (10) erhaltenen rauchbaren Rauchgegenstandes entspricht. Rauchgegenstand (10) nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß die Dicke der Tabakschicht senkrecht zu den Längsseiten (22, 24) des Rauchgegenstandes (10) wellenförmig ist. Rauchgegenstand (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß entlang einer Außenkante (20) einer der Längsseiten (22, 24) des Umhüllungsmaterialblatts (12) neben der Tabakschicht (14) ein schmaler Streifen (36) Klebstoff aufgebracht ist. Rauchgegenstand (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß entlang einer Außenkante (28) einer der Schmalseiten (16, 18) des Umhüllungsmaterialblatts (12) neben der Tabakschicht (14) eine Filtermaterialschicht (30) aufgebracht ist. Rauchgegenstand (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß entlang der Außenkante (28) einer der Schmalseiten (16, 18) des Umhüllungsmaterialblatts (12) sich neben der Tabakschicht (14) ein unbeschichteter Streifen (32) befindet. Rauchgegenstand (10) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem unbeschichteten Streifen (32) ein Filterpfropfen (34) fixiert ist. Rauchgegenstand nach Anspruch 4 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Filtermaterial oder der Filterpfropfen aus rekonstituiertem Tabak oder einer Tabakmischung besteht. Packung, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen oder mehrere der Rauchgegenstände (10) in nichtrauchbarer Form gemäß einem der Ansprüche 1 bis 7 gegebenenfalls zusammen mit Filterpfropfen oder Filtern enthält. System zur Eigenherstellung von Zigaretten, dadurch gekennzeichnet, daß es einen Rauchgegenstand (10) in nichtrauchbarer Form nach einem der Ansprüche 1 bis 7 und ein Zigarettenpapierblättchen, eine Zigarettenpapierhülse oder eine Filterzigarettenpapierhülse enthält.






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