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Dokumentenidentifikation DE202006003838U1 16.08.2007
Titel Abfall- und/oder Wertstoffsammel- und/oder -verarbeitungsvorrichtung sowie Aufgabevorrichtung zum Beschicken einer solchen Vorrichtung
Anmelder UMWELTTECHNIK M. Lechner GmbH, Salzburg, AT
Vertreter Rechts- und Patentanwälte Lorenz Seidler Gossel, 80538 München
DE-Aktenzeichen 202006003838
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 16.08.2007
Registration date 12.07.2007
Application date from patent application 10.03.2006
IPC-Hauptklasse B65F 1/14(2006.01)A, F, I, 20060310, B, H, DE
IPC-Nebenklasse E04F 17/10(2006.01)A, L, I, 20060310, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Aufgabevorrichtung zum Beschicken einer Abfall- und/oder Wertstoffsammel- und/oder -verarbeitungsvorrichtung, insbesondere eines Schneckenverdichters, durch einen Wanddurchbruch in einer Gebäudewand hindurch, mit einem vorzugsweise schachtförmigen Leitelement, mittels dessen aus dem Wanddurchbruch austretende Abfälle und/oder Wertstoffe auf die Abfall- und/oder Wertstoffsammel- und/oder -verarbeitungsvorrichtung geleitet werden, sowie einer Befestigungsvorrichtung zur Befestigung des Leitelements an dem Wanddurchbruch. Die Erfindung betrifft weiterhin eine Abfall- und/oder Wertstoffsammel- und/oder -verarbeitungsvorrichtung, insbesondere Schneckenverdichter, mit einer solchen Aufgabevorrichtung.

Um beim Sammeln von Abfall und Wertstoffen bessere Füllgrade der Sammelcontainer zu erreichen, werden die Abfälle bzw. Wertstoffe häufig unter Zerkleinerung mittels eines Schneckenverdichters in den Sammelcontainer hineingefördert, was insbesondere bei an sich zunächst großvolumigen, jedoch nur ein kleines reines Materialvolumen aufweisenden Abfällen und Wertstoffen, wie z. B. Verpackungsmaterialien wie Obstkisten, Schachteln, Kartonagen und dergleichen, vorteilhaft ist.

In diesem Zusammenhang ist es bei gewerblichen Abfall- und Wertstoffsammlern, wie großen Einzelhandelsgeschäften, Supermärkten oder verarbeitenden Betrieben, üblich geworden, geeignete Sammelcontainer und gegebenenfalls vorgeschaltete Verdichter außerhalb des jeweiligen Gebäudes nahe an einer Gebäudeaußenwand aufzustellen und durch einen Mauerdurchbruch hindurch vom Gebäudeinneren her zu beschicken. Dabei kann an geeigneter Stelle etwas oberhalb der an der Gebäudeaußenseite aufgestellten Abfall- und/oder Wertstoffsammel- und/oder -verarbeitungseinrichtung in die jeweilige Gebäudewand ein Wanddurchbruch eingebracht werden, auf dessen Außenseite ein meist schachtförmiges Leitelement gesetzt wird, um die durch den Wanddurchbruch hindurch geworfenen Abfälle bzw. Wertstoffe auf den Aufgabetrichter des Sammelcontainers bzw. des diesen vorgeschalteten Verdichters zu leiten.

Hierbei wird regelmäßig das schachtförmige Leitelement von der Außenseite her auf die Gebäudewand gesetzt und in dieser mittels geeigneter Wandanker, wie z. B. Dübeln und Schrauben, befestigt, so dass das Leitelement den Wanddurchbruch umschließt. Da es sich bei den schachtförmigen Leitelementen um regelmäßig beträchtlich große und sehr schwere und obendrein oftmals von der Wand auskragende Metallkonstruktionen handelt, wirken zum Teil beträchtliche Kräfte auf die Befestigungsvorrichtung, die entsprechende Kräfte in die Wand einleitet. Hierbei kommen grundsätzlich verschiedenste Wandausbildungen in Betracht, sei es Ziegelwände, Trockenbauwände, Betonwände, Holzwände oder dergleichen. Bei filigranen oder auch morschen Wandkonstruktionen ist der Kraftabtrag nicht unproblematisch, es kann unter Umständen sogar zu einem Ausbrechen der Befestigungsvorrichtung kommen.

Aus optischen Gründen, aber auch aus Sicherheitsgründen wird auf der Innenseite der Wanddurchbruch regelmäßig mit einer Tür versehen, für die von der Innenseite her ein Türrahmen auf den Wanddurchbruch gesetzt wird. Hierdurch kann der Wanddurchbruch verschlossen und nur dann geöffnet werden, wenn tatsächlich Material in den Sammelcontainer bzw. den diesen vorgeschalteten Verdichter geworfen werden soll. Soll eine insgesamt optisch ansprechende Lösung geschaffen werden, die auch bei geöffneter Tür ansehnlich ist, wird die Leibung des Mauerdurchbruchs zudem regelmäßig verputzt.

Hiervon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Aufgabevorrichtung sowie eine verbesserte Abfall- und/oder Wertstoffsammel- und/oder -verarbeitungseinrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, die Nachteile des Standes der Technik vermeiden und letzteren in vorteilhafter Weise weiterbilden. Insbesondere soll mit geringstmöglichem Montageaufwand eine stabile Befestigung der Aufgabevorrichtung auch an wenig tragfähigen Wänden erreicht werden, die zudem ohne größere Zusatzarbeiten eine optisch ansprechende Lösung schafft.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine Aufgabevorrichtung gemäß Anspruch 1 sowie eine Abfall- und/oder Wertstoffsammel- und/oder -verarbeitungseinrichtung gemäß Anspruch 19 geschaffen. Bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.

Erfindungsgemäß wird also vorgeschlagen, das vorzugsweise schachtförmige Leitelement der Aufgabevorrichtung auf der Gebäudeaußenseite an einer Zarge zu befestigen, die den Wanddurchbruch verkleidet und von einer Innenseite her auf den Rand des genannten Wanddurchbruchs gesetzt wird. Erfindungsgemäß umfasst die Befestigungsvorrichtung zur Befestigung des Leitelements eine Zarge mit einem Randsteg, die von der dem Leitelement gegenüberliegenden Seite her in den Wanddurchbruch ein- und mit dem Randsteg auf einen den Durchbruch umgebenden Wandrand aufsetzbar ist, sowie Verbindungsmittel zur Verbindung des Leitelements mit der genannten Zarge. Die Zarge ist dabei insbesondere derart bemessen, dass sie passgenau oder unter geringem Spiel in der Leibung des Wanddurchbruches sitzt, ihr Randsteg jedoch den Wanddurchbruch überdeckt, so dass die Zarge mit dem Randsteg auf der Wandinnenseite aufsteht. Hierdurch können die von dem Leitelement her eingeleiteten Kräfte flächig über die dem Leitelement gegenüberliegende Wandseite abgetragen werden. Im Bereich des Wanddurchbruches ist die den Durchbruch umgebende Wandfläche sozusagen sandwichartig zwischen dem Randsteg der Zarge und dem Leitelement aufgenommen, wodurch ein sicherer Kraftabtrag erreicht wird. Zudem kann das Leitelement über die Zarge mit minimalem Montageaufwand an dem Wanddurchbruch befestigt werden. Es brauchen im Wesentlichen lediglich die Zarge von der Innenseite her in den Wanddurchbruch eingeschoben und sodann von der Außenseite her das Leitelement an der Zarge befestigt werden. Ein Verputzen der Leibung des Wanddurchbruches sowie weitere kosmetische Maßnahmen an der Wandinnenseite können entfallen. Zudem braucht, falls gewünscht, für eine Tür zum Verschließen des Wanddurchbruchs kein eigener Türrahmen vorgesehen werden. Vorteilhafterweise kann eine Tür unmittelbar an der Zarge befestigt werden, die hierzu in Weiterbildung der Erfindung gleichzeitig als Türrahmen ausgebildet sein kann und/oder geeignete Türbefestigungsmittel, insbesondere in Form von Scharnieren, aufweisen kann.

Insbesondere kann in Weiterbildung der Erfindung die Befestigung des Leitelements an dem Wanddurchbruch gänzlich dübel- und wandankerfrei ausgebildet sein. Dies bedeutet, dass keine zusätzlichen Löcher in die Wand gebohrt werden müssen, die den Rand des Wanddurchbruchs zusätzlich schwächen würden. Nichtsdestotrotz kann in Weiterbildung der Erfindung die Zarge mit ihrem Randsteg an dem den Durchbruch umgebenden Wandrand befestigt sein, insbesondere um die Zarge bereits vor Verbindung mit dem Leitelement sozusagen anzuheften und passgenau an dem Wanddurchbruch zu befestigen. Nach einer Ausführung der Erfindung können in dem Randsteg Durchgangsbohrungen vorgesehen sein, durch die hindurch der Randsteg über Schrauben, Dübel oder dergleichen Verbindungsmittel in der Wand verankert werden kann.

Um eine stabile und wackelfreie Befestigung des Leitelements an dem Wanddurchbruch zu erreichen, sind in Weiterbildung der Erfindung zur Befestigung des Leitelements an der Zarge Spannmittel vorgesehen, mittels derer die Zarge und das Leitelement aufeinander zugespannt werden können. Hierdurch können insbesondere einerseits der Randsteg der Zarge auf die eine Wandseite und ein den Wanddurchbruch umfassender Rand des Leitelements auf die andere Wandseite gespannt werden. Zarge und Leitelement werden über die Spannmittel form- und kraftschlüssig an der den Durchbruch umgebenden Wand befestigt, die sandwichartig zwischen dem Randsteg der Zarge und dem Leitelement eingespannt wird.

Grundsätzlich können selbstverständlich verschiedene Spannmittel Verwendung finden. Um eine besonders einfache Montage zu erreichen, können Zuganker mit Schnellspannhebeln Verwendung finden. Bevorzugt werden jedoch Zuganker in Form von Gewindestangen eingesetzt, die vorzugsweise in Richtung der Wanddurchbruchsachse die Zarge und das Leitelement aufeinanderspannen. An Zarge und Leitelement sind hierzu geeignete Befestigungsmittel für die genannten Spannmittel vorgesehen. Insbesondere können Befestigungslaschen vorzugsweise in Randbereichen der Zarge und des Leitelements vorgesehen sein, die Ausnehmungen für die genannten Gewindestangen besitzen und über Schrauben und gegebenenfalls Kontermuttern verschraubt werden können.

In Weiterbildung der Erfindung ist die Zarge in ihrer Tiefe an die jeweilige Wanddikke anpassbar. Insbesondere kann vorgesehen sein, der Zarge zunächst eine zu große Tiefe zu geben, um die Zarge passend auf die jeweilige Wandstärke ablängen zu können.

Hierdurch wird es möglich, verschiedene Einbausituationen zu realisieren. Insbesondere kann der Zarge eine Tiefe gegeben werden, die im Wesentlichen der Wanddicke entspricht, vorzugsweise geringfügig kleiner als die Wanddicke ist. Hierdurch kann sichergestellt werden, dass von der einen Seite her die Zarge mit ihrem Randsteg und von der anderen Seite her das Leitelement auf die Wand gespannt werden können. Gegebenenfalls kann die Zarge auch eine geringfügig größere Tiefe als die Wanddicke besitzen, so dass sich ein leichter Überstand der Zarge ergibt. Dies kann insbesondere dann vorgesehen werden, wenn der Austrittsquerschnitt der Zarge geringfügig kleiner ist als der Eintrittsquerschnitt des Leitelements, so dass die Zarge in das Leitelement hinein geschoben bzw. umgekehrt das Leitelement von außen her über den Überstand der Zarge auf die Wand geschoben werden kann.

In bevorzugter Weiterbildung der Erfindung entspricht der Austrittsquerschnitt der Zarge im Wesentlichen dem Eintrittsquerschnitt des Leitelements, so dass sich ein im Wesentlichen glatter Übergang zwischen Zarge und Leitelement ergibt und sich nichts an dem Übergang verfangen kann.

Der Anstieg der Zarge ist in Weiterbildung der Erfindung ein umlaufender Kragen, der den Rand des Wanddurchbruches vollständig abdeckt. Dies ist zum einen von ästethischen Gesichtspunkten her vorteilhaft, zum anderen ergibt sich eine günstige, flächige Krafteinleitung.

Um auch auf der gegenüberliegenden Wandseite eine günstige Krafteinleitung zu erzielen, kann das Leitelement in Weiterbildung der Erfindung eine stumpfe, vorzugsweise ebene Aufstandsfläche ausreichender Größe an seinem Wandanschlussende besitzen. In Weiterbildung der Erfindung kann auch an dem Leitelement ein Randsteg vorzugsweise in Form eines umlaufenden Kragens vorgesehen sein, der übermäßige Flächenpressungen vermeidet. Dies kann insbesondere bei Wänden mit Wärmeisolationsputz von Vorteil sein, bei denen sich andernfalls das Leitelement in den Putz eindrücken könnte.

Um keine übermäßigen Anforderungen an die Formgenauigkeit des Wanddurchbruchs zu stellen, aber auch eine ausreichende Druckverteilung zu erreichen, besitzt der Randsteg der Zarge und/oder ein entsprechender Randsteg des Leitelements eine Breite von vorzugsweise zumindest 5 cm, gegebenenfalls von mehr als 10 cm.

Das Leitelement ist vorteilhafterweise in Form eines Abwurfschachts ausgebildet, der von dem Wanddurchbruch weg auskragen kann, um ein Beschicken des Sammelcontainers bzw. des diesem vorgeschalteten Verdichters auch dann sicherstellen zu können, wenn dessen Aufgabeöffnung nicht unmittelbar an der Wand liegt und/oder der Sammelcontainer bzw. der vorgeschaltete Verdichter nicht unmittelbar an die Wand gestellt werden kann.

Vorteilhafterweise ist der Austrittsquerschnitt des Leitelements an den Eintrittsquerschnitt der Abfall- und/oder Wertstoffsammel- und/oder -verarbeitungseinrichtung angepasst. Regelmäßig kann ein dem Sammelcontainer vorgeschalteter Verdichter einen Aufgabetrichter besitzen. In diesem Fall entspricht der Austrittsquerschnitt des Leitelements vorteilhafterweise im Wesentlichen dem Eintrittsquerschnitt dieses Aufgabetrichters.

Um eine störungsfreie Beschickung des Sammelcontainers bzw. des diesem vorgeschalteten Verdichters zu erreichen, kann in Weiterbildung der Erfindung das Leitelement an seinem Austrittsquerschnitt eine vorzugsweise elastisch ausgebildete Anschlusslippe umfassen, mittels derer das Leitelement formschlüssig an das Aufgabeteil des Sammelcontainers bzw. des vorgeschalteten Verdichters angeschlossen werden kann. Insbesondere kann hier eine umlaufende Gummilippe Verwendung finden, die einerseits an dem Leitelement und andererseits an dem Aufgabetrichter des Verdichters befestigbar ist. Dies stellt nicht nur eine störungsfreie Beschickung der Anlage sicher, sondern verhindert zudem das Austreten von Staub, Schmutz und Gerüchen in die Umgebung.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels und zugehöriger Zeichnungen näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen:

1: eine perspektivische Gesamtansicht einer Abfall- und Wertstoffsammel- und -verarbeitungseinrichtung nach einer bevorzugten Ausführung der Erfindung, nach der einem Sammelcontainer ein Aufgabeverdichter vorgeschaltet ist, der über eine Aufgabevorrichtung beschickbar ist, die an einem Banddurchbruch befestigt ist,

2: eine Explosionsdarstellung des Mauerdurchbruchs und der daran von gegenüberliegenden Seiten her befestigten Elemente der Aufgabevorrichtung aus 1.

Die in 1 gezeigte Abfall- und Wertstoffsammel- und -verarbeitungseinrichtung 1 umfasst einen Sammelcontainer 2, der in einer Seitenwand eine Befüllausnehmung aufweist, an die ein Aufgabeverdichter 3 in Form eines Schneckenverdichters angeschlossen ist, der durch die genannte Durchtrittsausnehmung in der Seitenwand des Sammelcontainers 2 diesen mit Abfällen und Wertstoffen befüllt. Wie 1 zeigt, ist der Aufgabeverdichter 3 über lösbare Befestigungsmittel 4 an den Sammelcontainer 2 anschließbar.

Der Aufgabeverdichter 3 besitzt einen nach oben offenen Aufgabetrichter 5, über den die Abfälle und Wertstoffe in den Aufgabeverdichter 3 gegeben werden können. Dies erfolgt über die Aufgabevorrichtung 6 durch einen Wanddurchbruch 7 von der Innenseite des Gebäudes 8 her. Der Sammelcontainer 2 sowie der Aufgabeverdichter 3 sind auf der Außenseite einer Gebäudeaußenwand des genannten Gebäudes 8 aufgestellt.

Die genannte Aufgabevorrichtung 6 umfasst ein Leitelement 9 in Form eines Abwurfschachtes, der als Metallkonstruktion ausgebildet sein kann. Das Leitelement 9 umfasst dabei einen Austrittsquerschnitt, der im Wesentlichen dem Eintrittsquerschnitt des Aufgabetrichters 5 des Verdichters 3 entspricht. An dem genannten Austrittsquerschnitt 10 ist an dem Leitelement 9 eine umlaufende elastische Anschlussmanschette 11 vorgesehen, die einerseits an dem Leitelement 9 befestigt und andererseits an dem Aufgabetrichter 5 befestigt werden kann, so dass eine geschlossene Verbindung zwischen Aufgabetrichter 5 und Leitelement 9 herstellbar ist.

Der Eintrittsquerschnitt 12 des Leitelementes 9 ist an den Wanddurchbruch 7 angepasst, der von dem Eintrittsquerschnitt des Leitelements 9 umschlossen ist. Wie 1 zeigt, liegen in der gezeichneten Ausführung der Eintrittsquerschnitt 12 und der Austrittsquerschnitt 10 des Leitelements 9 in zueinander etwa senkrechten Ebenen. Es versteht sich jedoch, dass je nach Ausbildung der Sammel- und Verarbeitungseinrichtung jedoch auch andere Konfigurationen möglich sind.

Wie 2 zeigt, wird das Leitelement 9 über eine Zarge 13 an dem Wanddurchbruch 7 befestigt. Die Zarge 13 wird von der Innenseite des Gebäudes 8 in den Wanddurchbruch 7 geschoben, bis ein Randsteg der Zarge 13 in Form eines umlaufenden Kragens 14 auf der Innenseite der den Durchbruch 7 umgebenden Wand aufsteht. Die Tiefe der Zarge 13 entspricht dabei etwa der Dicke der Wand, in der der Durchbruch 7 ausgebildet ist, so dass die Leibung des Wanddurchbruches 7 von der Zarge 13 im Wesentlichen vollständig verkleidet ist. Über den umlaufenden Kragen 14 ist zudem der Wanddurchbruch 7 von der Innenseite her vollständig verblendet. Vorteilhafterweise ist die Tiefe der Zarge 13 geringfügig kleiner als die Dikke der Wand, um ein Festspannen des Leitelements 9 auf der Außenseite der Gebäudewand sicherzustellen.

Wie 2 zeigt, besitzt das Leitelement 9 vorteilhafterweise an seinem Eintrittsquerschnitt 12 ebenfalls einen Randsteg in Form eines umlaufenden Kragens 15, der an die Größe des Wanddurchbruches 7 angepasst ist und die Wandränder um den Wanddurchbruch 7 herum vollständig abdeckt. Vorteilhafterweise wird zwischen die Gebäudewand und den genannten Kragen 15 ein rahmenförmiges, vorzugsweise weiches und/oder elastisches Dichtelement 16, beispielsweise in Form einer Moosgummimatte oder anderer geeigneter Dichtmaterialien, gesetzt.

Am Eintrittsquerschnitt 12 des Leitelementes 9 sowie am Eintrittsquerschnitt der Zarge 13 sind jeweils Befestigungslaschen 17 vorgesehen, die vorteilhafterweise jeweils in den Eckbereichen der Zarge 13 und des Leitelements 9 angeordnet sind. Die genannten Befestigungslaschen 17 müssen nicht zwangsweise am Eintrittsquerschnitt der Zarge 13 vorgesehen sein. Vorzugsweise jedoch sind sie derart angeordnet, dass sie in der montierten, aufeinander gesetzten Stellung von Leitelement 9 und Zarge 13 ausreichend weit voneinander beabstandet sind, um die genannten beiden Bauteile aufeinanderspannen zu können.

In den Befestigungslaschen 17 sind jeweils Ausnehmungen vorgesehen, durch die hindurch Zuganker in Form von Gewindestangen 18 eingeführt werden können, die sich in Richtung der Durchtrittsachse des Wanddurchbruchs 7 erstrecken. Vorteilhafterweise mit Federring, Beilagscheibe, Mutter und Kontermutter oder einer selbsthemmenden Mutter werden die genannten Gewindestangen 18 festgezogen, so dass das Leitelement 9 in Richtung Zarge 13 und damit in Richtung der Gebäudewand geschraubt wird. Hierdurch wird ein Formschluss und gleichzeitig ein Kraftschluss zwischen Innenwand und Zarge und Außenwand und Leitelement erreicht.


Anspruch[de]
Aufgabevorrichtung zum Beschicken einer Abfall- und/oder Wertstoffsammel- und/oder -verarbeitungsvorrichtung (1), insbesondere eines Schneckenverdichters (3), durch einen Wanddurchbruch (7) in einer Gebäudewand hindurch, mit einem vorzugsweise schachtförmigen Leitelement (9), mittels dessen aus dem Wanddurchbruch (7) austretende Abfälle und/oder Wertstoffe auf die Abfall- und/oder Wertstoffsammel- und/oder -verarbeitungsvorrichtung geleitet werden, sowie einer Befestigungsvorrichtung (13; 18) zur Befestigung des Leitelements (9) an dem Wanddurchbruch (7), dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsvorrichtung eine Zarge (13) mit einem Randsteg (14), die von der dem Leitelement (9) gegenüberliegenden Seite her in den Wanddurchbruch (7) ein- und mit dem Randsteg (14) auf einen Wanddurchbruchsrand aufsetzbar ist, sowie Verbindungsmittel (18) zur Verbindung des Leitelements (9) mit der Zarge (13) umfasst. Aufgabevorrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die Befestigungsvorrichtung dübel- und wandankerfrei ausgebildet ist. Aufgabevorrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die Verbindungsmittel Spannmittel (18) zum Verspannen von Zarge (13) und Leitelement (9) aufeinander zu umfassen. Aufgabevorrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die Spannmittel (18) längenveränderbare Zuganker, insbesondere Gewindestangen mit aufschraubbaren Muttern, aufweisen, die einerseits an der Zarge (13) und andererseits an dem Leitelement (9) befestigbar sind. Aufgabevorrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die den Wanddurchbruch (7) umgebende Wand frei von Löchern für die Zuganker (18) ausgebildet ist und die Zuganker sich innerhalb des Wanddurchbruchs erstrecken. Aufgabevorrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei sich die Zuganker (18) innerhalb des Durchtrittsquerschnitts der Zarge (13) erstrecken. Aufgabevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Zarge (13) und/oder das Leitelement (9) Befestigungslaschen (17), vorzugsweise in Eck- oder Randabschnitten zur Verankerung der Verbindungsmittel (18) aufweist. Aufgabevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Zarge (13) eine Tiefe besitzt, die im Wesentlichen der Wanddicke entspricht, vorzugsweise geringfügig kleiner als die Wanddicke ist. Aufgabevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Zarge (13) in ihrer Tiefe an die Wanddicke anpassbar, vorzugsweise ablängbar ist. Aufgabevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Austrittsquerschnitt der Zarge (13) im Wesentlichen dem Eintrittsquerschnitt des Leitelements (9) entspricht. Aufgabevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Leitelement (9) eine stumpfe, vorzugsweise ebene Aufstandsfläche (15) an seinem Eintrittsquerschnitt besitzt. Aufgabevorrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei das Leitelement (9) als Aufstandsfläche einen Randsteg (14) und/oder einen umlaufenden Kragen (15) besitzt. Aufgabevorrichtung nach einem der vorgehenden Ansprüche, wobei der Randsteg (14) der Zarge (13) einen umlaufenden Kragen bildet. Aufgabevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Randsteg (14) der Zarge (13) eine Breite von zumindest 5 cm, vorzugsweise mehr als 10 cm besitzt. Aufgabevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Leitelement (9) an seinem Austrittsquerschnitt ein vorzugsweise elastisches Anschlusselement, insbesondere eine ringförmig umlaufende Anschlussmanschette, zum Anschließen an einen Eintrittsquerschnitt der Abfall- und/oder Wertstoffsammel- und/oder -verarbeitungsvorrichtung aufweist. Aufgabevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Leitelement (9) einen Abwurfschacht bildet. Aufgabevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Leitelement (9) auskragend ausgebildet ist und/oder einen Austrittsquerschnitt besitzt, der in einer zur Ebene seines Eintrittsquerschnitts geneigten Ebene liegt. Aufgabevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Zarge (13) als Türrahmen ausgebildet ist und/oder an der Zarge (13) eine Tür zum Verschließen des Wanddurchbruchs vorgesehen ist. Aufgabevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Randsteg (14) der Zarge (13) Befestigungsbohrungen zur Befestigung des Randstegs an dem Wanddurchbruchsrand aufweist. Aufgabevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei an dem Eintrittsquerschnitt des Leitelements (9) ein rahmenförmiges Dichtelement zur Abdichtung des Leitelements (9) gegenüber der Wand, in dem der Wanddurchbruch (7) ausgebildet ist, vorgesehen ist. Abfall- und/oder Wertstoffsammel- und/oder -verarbeitungsvorrichtung mit einer Aufgabevorrichtung (3) nach einem der vorhergehenden Ansprüche. Abfall- und/oder Wertstoffsammel- und/oder -verarbeitungsvorrichtung mit einer Aufgabevorrichtung (3) nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei ein Aufgabeverdichter (3) zur Beschickung eines Sammelcontainers (2) einen Aufgabetrichter (5) aufweist, dessen Eintrittsquerschnitt im Wesentlichen dem Austrittsquerschnitt der Aufgabevorrichtung (6) entspricht.






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