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Dokumentenidentifikation DE202007003477U1 16.08.2007
Titel Reitsattel
Anmelder Fischermanns GmbH & Co. Duisburger Fettschmelze, 47138 Duisburg, DE
Vertreter Patentanwälte Maxton Langmaack & Partner, 50968 Köln
DE-Aktenzeichen 202007003477
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 16.08.2007
Registration date 12.07.2007
Application date from patent application 08.03.2007
IPC-Hauptklasse B68C 1/02(2006.01)A, F, I, 20070308, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Reitsattel mit einer Auflage und einem Sitz, der über der Auflage angeordnet ist.

Derartige Reitsättel sind seit langem bekannt. Die Auflage, die auch als Sattelpolster bezeichnet wird, ruht auf dem Rücken des Reittieres, das beispielsweise ein Pferd sein kann, wobei in den meisten Fällen noch eine Satteldecke zwischen Pferderücken und Auflage liegt. Auf dem Sitz sitzt der Reiter.

Nachteile der herkömmlichen Reitsättel bestehen darin, dass die Belastung des Reittieres hoch und die Bequemlichkeit des Reiters niedrig sind, insbesondere bei längerem Einsatz.

Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Reitsattel zu schaffen, der die Belastung des Reittieres verringert und die Bequemlichkeit des Reiters erhöht.

Diese Aufgabe wird durch einen Reitsattel gemäß Anspruch 1 gelöst. Weitere Ausführungsformen sind in den Unteransprüchen beschrieben.

Gemäß der Erfindung wird für den zu Beginn genannten, gattungsgemäßen Reitsattel vorgeschlagen, dass:

  • – die Auflage und der Sitz wenigstens in einem hinteren Bereich mit Abstand zueinander angeordnet sind;
  • – die Auflage und der Sitz in einem vorderen Bereich derart miteinander verbunden sind, dass sie sich in einer Richtung relativ zueinander bewegen können, die eine vertikale Komponente aufweist;
  • – wenigstens ein Federelement zwischen der Auflage und dem Sitz angeordnet ist.

Die Federelemente fangen Stöße vom Reiter auf das Reittier und vom Reittier auf den Reiter ab, so dass sowohl die Belastung des Reittiers verringert als auch der Komfort und die Bequemlichkeit des Reiters verbessert werden können.

Es kann vorgesehen sein, dass Auflage und Sitz über ein Schwenkgelenk verbunden sind. Des Weiteren kann vorgesehen sein, dass das Schwenkgelenk eine waagerechte, quer zur Längsachse des Reitsattels verlaufende Schwenkachse aufweist. Dieses Schwenkgelenk stellt also die Verbindung von Auflage und Sitz in dem vorderen Bereich dar.

Das Federelement kann je nach Bedarf von jeder beliebigen Gattung sein, wobei bevorzugt ist, dass das Federelement eine Schraubendruckfeder oder eine Gasdruckfeder umfasst, die sich mit ihrem einen Ende an der Auflage und mit ihrem anderen Ende an dem Sitz abstützt. Des Weiteren können je nach Bedarf auch zwei oder mehr Federelemente vorgesehen sein, die zudem auf jede geeignete Art und Weise angeordnet sein können, beispielsweise bezogen auf die Längsachse des Reitsattels, nebeneinander und/oder hintereinander. Außerdem können die Federelemente in jedem geeigneten Winkel zu Auflage und Sitz verlaufen, beispielsweise vertikal, nach vorne geneigt oder nach hinten geneigt sein.

Es kann vorgesehen sein, dass:

  • – das Federelement eine U- oder V-förmige Blattfeder umfasst, die wenigstens einen unteren Federschenkel und wenigstens einen oberen Federschenkel aufweist, die in einem vorderen Bereich miteinander verbunden sind;
  • – die unteren Federschenkel in der Auflage angeordnet sind oder sich an der Oberseite der Auflage abstützen;
  • – die oberen Federschenkel in dem Sitz angeordnet sind oder sich an der Unterseite des Sitzes abstützen.

Diese Ausführungsform des Reitsattels ist besonders einfach aufgebaut, da auf ein Schwenkgelenk zwischen Auflage und Sitz sowie auf Schraubendruckfedern und Gasdruckfedern verzichtet werden kann.

Es kann vorgesehen sein, dass wenigstens ein Dämpferelement zwischen der Auflage und dem Sitz angeordnet ist. Dieses Dämpferelement dämpft die Relativbewegung zwischen Auflage und Sitz, so dass unerwünschte Rückfederungen und Schwingungen, die durch die Federelemente hervorgerufen werden können, vermieden werden können. Hierdurch kann sowohl die Belastung des Reittiers weiter verringert als auch die Komfort und die Bequemlichkeit des Reiters weiter verbessert werden.

Im Folgenden werden vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung anhand der beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Die daraus hervorgehenden einzelnen Merkmale sind jedoch nicht auf die jeweiligen Ausführungsformen beschränkt, sondern können mit anderen hier beschriebenen einzelnen Merkmalen zu weiteren Ausführungsformen verbunden werden. Es zeigen:

1: eine geschnittene Seitenansicht eines Reitsattels in einer ersten Ausführungsform;

2: eine geschnittene Seitenansicht eines Reitsattels in einer zweiten Ausführungsform,

3: eine geschnittene Seitenansicht eines Reitsattels in einer dritten Ausführungsform; und

4: eine geschnittene Seitenansicht eines Reitsattels in einer vierten Ausführungsform.

Die 1 zeigt schematisch eine erste Ausführungsform eines Reitsattels 10 gemäß der vorliegenden Erfindung, der eine Auflage 11 und einen Sitz 12 aufweist, der über oder oberhalb der Auflage 11 angeordnet ist. Zwischen Auflage 11 und Sitz 12 ist ein Abstand vorgesehen, und sie sind an ihren vorderen Enden (rechts in der 1) mit Hilfe eines Schwenkgelenks 13 verbunden, das eine waagerechte, rechtwinklig zur Längsachse des Reitsattels 10 verlaufende Schwenkachse aufweist.

Zwischen Auflage 11 und Sitz 12 ist ein Federelement in Gestalt einer Schraubendruckfeder 14 angeordnet, die sich mit ihrem einen Ende an der Oberseite der Auflage 11 und mit ihrem anderen Ende an der Unterseite des Sitzes 12 abstützt. Des Weiteren ist zwischen Auflage 11 und Sitz 12 ein Dämpferelement 15 in Gestalt eines hydraulischen Stoßdämpfers angeordnet, der sich mit seinem einen Ende an der Oberseite der Auflage 11 und mit seinem anderen Ende an der Unterseite des Sitzes 12 abstützt.

Die 2 zeigt schematisch eine zweite Ausführungsform eines Reitsattels 10 gemäß der vorliegenden Erfindung, die der ersten Ausführungsform ähnelt. Daher werden im Folgenden lediglich die Unterschiede näher beschrieben. Bei dieser zweiten Ausführungsform ist das Federelement als Gasdruckfeder 16 ausgebildet, und das Dämpferelement als pneumatischer Stoßdämpfer 17.

Die 3 zeigt schematisch eine dritte Ausführungsform eines Reitsattels gemäß der vorliegenden Erfindung. Bei dieser dritten Ausführungsform ist das Federelement als U-förmige Blattfeder 18 ausgebildet, die einen unteren Federschenkel 19 und einen oberen Federschenkel 20 aufweist. Die beiden Federschenkel, 19, 20 sind an ihren vorderen Enden einstückig miteinander verbunden, so dass Auflage 11 und Sitz 12 mit Hilfe der Blattfeder 18 in einem vorderen Bereich miteinander verbunden sind. Der untere Federschenkel 19 verläuft im Inneren der Auflage 11, und der obere Federschenkel 20 verläuft im Inneren des Sitzes 12.

Die 4 zeigt schematisch eine vierte Ausführungsform eines Reitsattels 10 gemäß der vorliegenden Erfindung, die der dritten Ausführungsform ähnelt. Daher werden im Folgenden lediglich die Unterschiede näher beschrieben. Bei dieser vierten Ausführungsform ist das Federelement eine V-förmige Blattfeder 18, deren Federschenkel 19, 20 an ihren vorderen Enden miteinander verschweißt sind. Der untere Federschenkel 19 stützt sich an der Oberseite der Auflage 11 ab, und der obere Federschenkel 20 stützt sich an der Unterseite des Sitzes 12 ab. Die beiden Federschenkel 19, 20 sind mit ihren freien Enden jeweils in Taschen 21 gehalten, die an der Oberseite der Auflage 11 bzw. der Unterseite des Sitzes 12 befestigt sind.

Anstelle der Schweißverbindung zwischen den beiden Federschenkeln 19, 20 kann je nach Bedarf auch jede andere geeignete Verbindung, wie beispielsweise eine Schraubverbindung vorgesehen sein.

Auch bei der dritten und der vierten Ausführungsform kann zwischen der Auflage 11 und dem Sitz 12 ein Dämpferelement (nicht dargestellt) angeordnet sein.


Anspruch[de]
Reitsattel, mit:

– einer Auflage;

– einem Sitz, der über der Auflage angeordnet ist;

dadurch gekennzeichnet, dass:

– die Auflage und der Sitz wenigstens in einem hinteren Bereich mit Abstand zueinander angeordnet sind;

– die Auflage und der Sitz in einem vorderen Bereich derart miteinander verbunden sind, dass sie sich in einer Richtung relativ zueinander bewegen können, die eine vertikale Komponente aufweist;

– wenigstens ein Federelement zwischen der Auflage und dem Sitz angeordnet ist.
Reitsattel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Auflage und Sitz über ein Schwenkgelenk verbunden sind. Reitsattel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Schwenkgelenk eine waagerechte, quer zur Längsachse des Reitsattels verlaufende Schwenkachse aufweist. Reitsattel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement eine Schraubendruckfeder oder eine Gasdruckfeder umfasst, die sich mit ihrem einen Ende an der Auflage und mit ihrem anderen Ende an dem Sitz abstützt. Reitsattel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass:

– das Federelement eine U- oder V-förmige Blattfeder umfasst, die wenigstens einen unteren Federschenkel und wenigstens einen oberen Federschenkel aufweist, die in einem vorderen Bereich miteinander verbunden sind;

– die unteren Federschenkel in der Auflage angeordnet sind oder sich an der Oberseite der Auflage abstützen;

– die oberen Federschenkel in dem Sitz angeordnet sind oder sich an der Unterseite des Sitzes abstützen.
Reitsattel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Dämpferelement zwischen der Auflage und dem Sitz angeordnet ist.






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