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Dokumentenidentifikation DE202007006137U1 16.08.2007
Titel Voreinstellbarer Kreismesserhalter für Längsschneidemaschinen
Anmelder Wilhelm Bilstein KG Spezialfabrik für Maschinenmesser und Kompressorventile, 51491 Overath, DE
DE-Aktenzeichen 202007006137
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 16.08.2007
Registration date 12.07.2007
Application date from patent application 28.04.2007
IPC-Hauptklasse B26D 7/26(2006.01)A, F, I, 20070428, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen an einem Messerbalken einer Längsschneidemaschine verschieb- und festlegbaren Kreismesserhalter, der im wesentlichen aus einem Grundkörper mit vertikalen Stellantrieb besteht, an dein über eine Traverse ein Messerkopf mit axialem Stellantrieb für ein daran gelagertes Kreismesser befestigt ist. Das Kreismesser arbeitet als sogen. Obermesser im Scherenschnittsysten gegen ein Untermesser mit definiertem Überlappungsmass und Anpressdruck zusammen.

In der EP 0 925 159 ist ein derartiger, gattungsgemäßer Kreismesserhalter ausführlich beschrieben. Dieser Messerhalter ist mit einer Tiefeneinstellung für das Überlappungsmass versehen.

Ein Messerwechsel erfolgt hierbei an der Maschine, wobei für im Aussendurchmesser nachgeschliffene Obermesser zusätzlich die Tiefe nachgestellt werden muss.

Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, einen Kreismesserhalter der gattungsgemäßen Bauart zu schaffen, wobei dieser zum einen bei einem Messerwechsel ausserhalb der Maschine voreingestellt werden kann, sodass Stillstandzeiten reduziert werden, und zum anderen Einstellwerkzeuge für Justagearbeiten eingesetzt werden können. Dadurch werden in einem Voreinstellgerät folgende Aufgaben zweckmässig erfüllt: den Messerkopf auf Rechts- oder Linksanschlag festlegen; den Messerwechsel vornehmen; das Überlappungsmass voreinstellen; die Tiefennachstellung für im Aussendurchmesser nachgeschliffene Obermesser einstellen.

Die Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass dieser gattungsgemässe Kreismesserhalter a) mit einer verriegelbaren Steckverbindung zwischen Messerkopftraverse und vertikalem Stellantrieb versehen wird, b) der Messerkopf an der Traverse längsverschieblich einstellbar ausgeführt wird und c) auf die eigene Tiefeneinstelleinrichtung des Messerhalters verzichtet wird.

Die Erfindung wird im Folgenden anhand von Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:

1 die Seitenansicht eines Kreismesserhalters in Ruheposition,

2 die geschnittene Seitenansicht der verriegelbaren Steckverbindung,

3 die Steckverbindung von 2 in der Vorderansicht,

4 ein Vertikaleinstellwerkzeug in der Seitenansicht,

5 ein Axialeinstellwerkzeug in der Seitenansicht.

In 1 ist ein gattungsgemässer, pneumatischer Scherenschnittmesserhalter in der messerrückseitigen Seitenansicht und in oberer Ruheposition des vertikalen Stellantriebes dargestellt. Der Grundkörper 1 ist über die Führungssäulen 2.1/2 des vertikalen Stellantriebes über eine hier nicht im einzelnen dargestellte verriegelbare Steckverbindung 3 mit der Messerkopftraverse 4 verbunden. Über Längsschlitze 6.1/2/3 ist der Messerkopf 5 mittels Schraubverbindungen mit der Messerkopftraverse 4 längsverschieblich in Bewegungsrichtung des vertikalen Stellantriebes verbunden. Die Traverse 4 ist mit einem Transportgriff 7 versehen. Die Tiefe der Absenkbewegung ist über Festanschlag des Kolbens am Gehäuse des Grundkörpers für alle Messerhalter gleich vorgegeben.

Zur Überbrückung grösserer und/oder unterschiedlicher Abstände zwischen Messerbalken und Untermesserwelle der Längsschneidemaschine kann im Grundkörper ein einstellbarer Tiefenanschlag in Form einer von unten zugänglichen Schraube vorgesehen werden, an dem der Kolben aufschlägt.

In 2 ist die geschnittene Seitenansicht der verriegelbaren Steckverbindung im einzelnen dargestellt. Im Grundkörper 1 sind die Führungssäulen 2.1/2 geführt mit einem daran mittels Schrauben 4.1/2 befestigtem Adapter 3, welcher zum einen das Kopfteil 12 der Traverse 11 seitlich über Seitenteile 7, nach unten mit unteren Abwinklungen an den Seitenteilen aufnimmt und zum anderen zwischen hinterer Abschrägung 15a und vorderer Abschrägung 15b über ein selbstfederndes Klemmteil 5 mittels Klemmhebel 6 und Feststellhülse 8 verriegelt. Das Klemmteil 5 ist zwischen den Seitenteilen 7 in einem Bolzen 9 drehbar gehalten und kann nach Lösen der Feststellhülse 8 über den freigegebenen Klemmhebel 6 mit diesem hochgeklappt und am Grundkörper 1 mit Magnet 10 gehalten werden. Die massgenaue Verriegelung erfolgt über die Abschrägungen 15a und 15b beim Verspannen über das Klemmteil 5. Der Adapter 3 ist mit der hinteren Führungssäule 2.1 mittels Schraube 4.1 fest, jedoch mit dieser drehbar verbunden, sodass nach Lösen der Schraube 4.2 an der vorderen Führungssäule 2.2 der Adapter 3 in einem Kreisbogenschlitz 14 verdreht werden kann, wodurch die Scherwinkeleinstellung erfolgen kann. Hierzu wird zweckmässigerweise ein Scherwinkel-Einstellwerkzeug eingesetzt, welches funktionsförmig der Adapteraufnahme angepasst ist für die Aufnahme in die Steckverbindung und eine Winkelskala aufweist zur Anzeige des Scherwinkels an einer Markierung am Grundkörper.

3 zeigt die Steckverbindung von 2 in der Vorderansicht. Sichtbar sind hier nur der Grundkörper 1, die vordere Führungssäule 2 des vertikalen Stellantriebes, das Klemmteil 3, der Klemmhebel 4 mit Klemmhülse 5 sowie Messerkopf 6. Die seitliche Führung des Traversenkopfes 9 und des Klemmteiles 3 erfolgt über die Seitenteile 7.1/2 und die untere Führung des Traversenkopfes über die Abwinklungen 8.1/2

4 zeigt ein Einstellwerkzeug für die Vertikaljustage des Voreinstellgerätes. Der Messerhalter mit Grundkörper 1 ist über die Führungssäulen 2.1/2 des vertikalen Stellantriebes auf Tiefenanschlag gefahren und befindet sich damit in unterer Schneidposition. Die Tiefeneinstellung eines Obermessers incl. Überlappungsmass erfolgt an der abgenommenen Messerkopftraverse im Voreinstellgerät. Mit dem dargestellten Einstellwerkzeug wird das Mass A-B als Nullmass für die Justage des Voreinstellgerätes übernommen. Zur Verdeutlichung ist ein neues im Durchmesser noch nicht nachgeschliffenes Obermesser 10 gestrichelt dargestellt. Das Vertikaleinstellwerkzeug besteht aus einer Traverse 5 mit Griff 6, wobei der obere Teil 4 exakt dem Traversenkopf der Messerkopftraverse entspricht für die Aufnahme in die Steckverbindung 3 und der untere Teil mit einem Messschieber 7 versehen ist, der in Pfeilrichtung B, d.h. in vertikaler Anstellrichtung des Obermessers zum Untermesser hin verschieblich ist. Der Messschieber 7 ist in Längsführungen hier z.B. in Form von Längsschlitzen 8.1/2 geführt und über Drehknopf 9 lös- und feststellbar. Mittels Griff 6 wurde der Messschieber auf den Aussendurchmesser 11 des Untermessers zur Abnahme des Nullmasses aufgesetzt und arretiert.

5 zeigt ein Einstellwerkzeug für die jeweilige manuelle Axialjustage eines Messerhalters bei Schnittbreitenwechsel. Der Messerhalter mit Grundkörper befindet sich in oberer Ruheposition. Das Axialeinstellwerkzeug besteht aus einer Traverse 4, wobei der obere Teil exakt dem Traversenkopf der Messerkopftraverse entspricht für die Aufnahme in die Steckverbindung und ist über das Klemmteil 2 und Schraube 3 in der Steckverbindung verriegelt dargestellt. Der untere Teil ist über ein Zwischenstück 5 mit einem Messschieber 6 versehen, der (wie bei dem Vertikaleinstellwerkzeug) längsverschieblich, lös- und feststellbar ist. Am unteren Ende ist der Messschieber 6 mit einem Messtaster 10 an über eine Wechselplatte 8 mittels Schrauben 9.1/2 fest verbunden. Mittels Griff 7 wurde der Messschieber bzw. sein Messtaster in die Nut des Untermessers 10 eingetaucht. Die der Schneidkante des Untermessers 10 zugewandte Schenkelfläche wird mit dieser durch Verschieben des Messerhalters zur Anlage gebracht. Hierbei ist diese Schenkelfläche in seinem seitlichen Abstand so ausgelegt, dass der axiale Anstellweg des eingetauchten Obermessers für alle Messerhalter gleich ist. Mittels Wechselplatte 8 ist dieses Mass veränderbar. Bei ungünstigen Einbauverhältnissen bezüglich der Lage und damit der Sichtbarkeit des Schnittpunktes von Ober-zu Untermesser, ermöglicht eine entsprechende Gestaltung der Traverse die Verlagerung der Tastebene und -punktes an eine gut sichtbare Stelle an der Längsschneidemaschine.


Anspruch[de]
An einem Messerbalken einer Längsschneidemaschine verschieb- und festlegbarer und in einem Voreinstellgerät tiefenvoreinstellbarer Kreismesserhalter, der im wesentlichen aus einem Grundkörper mit vertikalem Stellantrieb und daran befestigtem Adapter mit einer verriegelbaren Steckverbindung für eine Traverse besteht, an der ein Messerkopf mit axialem Stellantrieb für ein daran gelagertes Kreismesser befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Steckverbindung aus am Adapter befestigten Seitenteilen mit unteren Abwinklungen, aus vorderen und hinteren Abschrägungen am Adapter und einem Klemmteil, sowie dazu korrespondierender Formgestaltung am Traversenkopf gebildet ist. Kreismesserhalter nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass das Klemmteil zur Verriegelung mit Eigenfederung und arretierbarem Klemmhebel versehen und abklappbar ist. Kreismesserhalter nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die Traverse und der Messerkopf längsverschieblich lösbar miteinander verbunden ist. Kreismesserhalter nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die Traverse mit einem Schiebe- und Transportgriff versehen ist. Kreismesserhalter nach Anspruch 1 bis 4 dadurch gekennzeichnet, dass ein Einstellwerkzeug mit einem Aufnahmekopf für die Steckverbindung vorgesehen ist, welches eine Abnahme des Nullmasses zur Vertikaljustage des Nullmasses eines Voreinstellgerätes ermöglicht, indem ein tiefeneinstellbarer Tastschieber auf den Aussendurchmesser eines Untermessers aufsetzbar ist. Kreismesserhalter nach Anspruch 1 bis 4 dadurch gekennzeichnet, dass ein Einstellwerkzeug mit einem Aufnahmekopf für die Steckverbindung vorgesehen ist, welches die Axialjustage des Messerhalters ermöglicht, indem ein tiefeneinstellbarer Tastschieber mit definiertem Abstand der Schenkelfläche zur Untermesserschneidkante hin anlegbar ist, sodass der axiale Anstellweg des Obermessers fest vorgegeben ist. Kreismesserhalter nach Anspruch 1 bis 3 dadurch gekennzeichnet, dass ein Einstellwerkzeug mit einem Aufnahmekopf für die Steckverbindung vorgesehen ist, welches den Scherwinkel über eine Winkelskala anzeigt.






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