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Dokumentenidentifikation DE202007006284U1 16.08.2007
Titel Paddelboot in Katamaranform mit aufblasbaren Schwimmkörpern
Anmelder Wohllebe, Hans, 99947 Bad Langensalza, DE
Vertreter Weidner Stern, Patentanwälte, 99084 Erfurt
DE-Aktenzeichen 202007006284
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 16.08.2007
Registration date 12.07.2007
Application date from patent application 30.04.2007
IPC-Hauptklasse B63H 16/00(2006.01)A, F, I, 20070430, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B63B 1/10(2006.01)A, L, I, 20070430, B, H, DE   B63B 7/08(2006.01)A, L, I, 20070430, B, H, DE   

Beschreibung[de]
Stand der Technik

Katamaranförmige Wasserfahrzeuge mit mindestens zwei aufblasbaren Schwimmkörpern sind in den unterschiedlichsten Ausgestaltungen bekannt. Das Verbinden der aufblasbaren Schwimmkörper zum Realisieren einer stabilen, zumindest zum Sitzen geeigneten Nutzfläche erfolgt dabei in der Regel durch das Anordnen von Rahmenkonstruktionen auf den Oberseiten der Schwimmkörper, wobei zwischen den Rahmenelementen vorzugsweise eine textile Bespannung angeordnet wird.

Derartige Lösungen sind unter anderem aus den EP 0 436 480 A1, DD 262 839 A1 und DE 88 13 453 U1 bekannt. Bei diesen Lösungen ist der konstruktive und bauliche Aufwand zum Verbinden der Rahmenelemente und zum Befestigen der Rahmenkonstruktion an den Schwimmkörpern jedoch relativ groß. Insbesondere die Bauteile zum Auflegen und Befestigen der Rahmenkonstruktion sind dabei sehr aufwändig und gewichtsintensiv. Daher sind die bekannten Lösungen zum Realisieren eines im verstauten Zustand als Reisegepäck mitführbaren Paddelbootes nicht geeignet.

Aufgabenstellung

Es ist daher Aufgabe der Erfindung, ein katamaranförmiges Wasserfahrzeug mit aufblasbaren Schwimmkörpern, insbesondere in Form eines Paddelbootes zu schaffen, das sehr einfach aufzubauen ist, und welches nur wenige, baulich kleine starre Bauteile erfordert. Im verstauten Zustand müssen alle Bauteile in einem reisegepäcktypischen Behältnis transportierbar sein.

Diese Aufgabe wird durch ein Paddelboot mit den Merkmalen des Schutzanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.

Die Vorteile der Erfindung bestehen insbesondere darin, dass zum Befestigen des einfach zusammenfügbaren Sitzrahmens auf den Schwimmkörpern keine komplizierten starren Bauteile erforderlich sind. Durch das nahezu vertikale Anordnen der Befestigungsschlaufen in Höhe des horizontalen Durchmessers der Schwimmkörper wird ein strömungstechnisch ungünstiges Einschnüren der Schwimmkörper verhindert. Auf die selbe Art und Weise können an den Unterseiten der Schwimmkörper einfach verstaubare Kielschwerter angeordnet werden. Konstruktiv und baulich besonders günstig ist die Lösung zum Verbinden der Befestigungsschlaufen mit den Befestigungsmitteln, wenn ein Knebelverschluss nach dem so genannten Dufflecoat-Prinzip verwendet wird. Eine die Schwimmkörper nicht einschürende Befestigung des Sitzrahmens ist insbesondere eine Voraussetzung für den im Hobbybereich üblichen geringen Fülldruck in den Schwimmkörpern.

Ausführungsbeispiel

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Figuren dargestellt und wird im Folgenden näher beschrieben.

Es zeigen:

1 die Perspektivdarstellung eines Paddelbootes

2 Detailansicht von 1

Das Paddelboot im Gebrauchszustand weist zwei aufgeblasene, schlauchförmige und im Querschnitt kreisförmige Schwimmkörper 1 aus einem flexiblen Material auf. Im Bereich der Sitzposition des Paddlers sind die Schwimmkörper 1 durch den Sitz 2 verbunden, wodurch die Katamaranform hergestellt wird. Der Sitz 2 wird durch in der Sitzebene starr verbundene Rahmenelemente 5 gebildet und weist eine Bespannung aus einem flexiblen Flächengebilde 6 auf.

Die Befestigung des Sitzes 2 auf der Oberseite der Schwimmkörper 1 erfolgt durch Befestigungsmittel 3 in Form von Knebeln und mit diesen korrespondierenden Befestigungsschlaufen 4. Dabei sind die Befestigungsmittel 3 beidseitig an den Schwimmkörpern 1 in Höhe des horizontalen Durchmessers befestigt. Die quer verlaufenden Teile der Rahmenelemente 5 ragen so weit über die Schwimmkörper 1, dass die an ihren äußeren Enden befindlichen Befestigungsstellen für die Befestigungsschlaufen 4 nahezu vertikal über den an den Außenseiten der Schwimmkörper 1 angeordneten korrespondierenden Befestigungsmittel 3 liegen. Analog sind an den Innenseiten der Schwimmkörper 1 Befestigungsmittel 3 und am Sitz 2 Befestigungsschlaufen 4 angeordnet.

Im Ausführungsbeispiel erfolgt das Verbinden der Befestigungsschlaufen 4 mit den Befestigungsmitteln 3 durch einen Knebelverschluss nach dem so genannten Dufflecoat-Prinzip. Die Befestigungsschlaufen 4 sind in ihrer Länge so dimensioniert, dass der Sitz 2 unter einer gewissen Vorspannung auf den Schwimmkörpern 1 aufliegt. Durch die Anordnung der Befestigungsmitteln 3 in Höhe des horizontalen Durchmessers der Schwimmkörper 1 und die entsprechende Anordnung der korrespondierenden Befestigungsschlaufen 4 kann es nicht zu Einschnürungen an den Schwimmkörpern 1 kommen. Mit analogen Befestigungsmitteln können weitere Einrichtungen, wie stabilisierende Querverbinder, Fußstützen, Ablageflächen, Ruder, Segelmasthalter oder Kielschwerter 7 an den Schwimmkörpern 1 befestigt werden.

Ausgehend von der Aufgabenstellung, alle Bootsteile in einem reisegepäcktypischen Behältnis unterbringen zu können, ist es besonders vorteilhaft, wenn Teile dieses Behältnisses gleichzeitig als Bootsbauteile nutzbar sind. So können zum Beispiel Teile eines Rucksacktragegestells Teile der Rahmenelemente 5 sein und die Rucksackhülle das flexible Flächengebilde 6 des Sitzes 2 bilden. Bei Verwendung eines kofferartigen Transportbehältnisses können Teile davon als Sitz 2 oder zusätzliche Ablage dienen.

1
Schwimmkörper
2
Sitz
3
Befestigungsmittel
4
Befestigungsschlaufen
5
Rahmenelemente
6
Flächengebilde
7
Kielschwert


Anspruch[de]
Paddelboot in Katamaranform mit aufblasbaren Schwimmkörpern sowie einem auf der Oberseite der Schwimmkörper befestigbaren Sitz, dadurch gekennzeichnet, dass an den Schwimmkörpern (1) zur Befestigung des Sitzes (2) in Höhe des horizontalen Durchmessers der Schwimmkörper (1) beidseitig Befestigungsmittel (3) angeordnet sind, welche mit am Sitz (2) angeordneten korrespondierenden Befestigungsschlaufen (4) verbindbar sind, wobei die Befestigungsstellen der Befestigungsschlaufen (4) am Sitz (2) so beidseitig der Schwimmkörper (1) angeordnet sind, dass die Befestigungsschlaufen (4) im Befestigungszustand nahezu vertikal verlaufen. Paddelboot in Katamaranform nach Schutzanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zum Verbinden der Befestigungsschlaufen (4) mit den Befestigungsmitteln (3) ein Knebelverschluss nach dem so genannten Dufflecoat-Prinzip verwendet wird. Paddelboot in Katamaranform nach Schutzanspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Sitz (2) aus in der Sitzebene starr verbundenen Rahmenelementen (5) mit einer Bespannung aus einem flexiblen Flächengebilde (6) besteht. Paddelboot in Katamaranform nach einem der Schutzansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Sitz (2) ganz oder teilweise aus Teilen eines Transportbehältnisses gebildet wird. Paddelboot in Katamaranform nach Schutzanspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Rahmenelemente (5) aus Teilen eines Rucksacktragegestells bestehen. Paddelboot in Katamaranform nach Schutzanspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Sitz (2) aus einem Teil eines kofferähnlichen Transportbehältnisses besteht. Paddelboot in Katamaranform nach Schutzanspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass mittels Befestigungsmitteln (3) und Befestigungsschlaufen (4) stabilisierende Querverbinder, Fußstützen, Ablageflächen, Ruder, Segelmasthalter oder Kielschwerter (7) an den Schwimmkörpern (1) befestigbar sind.






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