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Dokumentenidentifikation DE602004001708T2 16.08.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001473225
Titel Vorrichtung und Verfahren für Einbau und Wartung eines Ablaufsiebes
Anmelder The Boing Co., Seattle, Wash., US
Erfinder Rood, John C., Seattle Washington 98125, US
Vertreter Patent- und Rechtsanwälte Kraus & Weisert, 80539 München
DE-Aktenzeichen 602004001708
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 26.04.2004
EP-Aktenzeichen 040762494
EP-Offenlegungsdatum 03.11.2004
EP date of grant 02.08.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.08.2007
IPC-Hauptklasse B64D 11/04(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]
Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Offenbarung betrifft im Allgemeinen Ablaufsiebanordnungen und genauer gesagt Ablaufsiebanordnungen von der Art, welche zum Beispiel in gewerblichen Flugzeugen, Zügen, Schiffen und weiteren Anwendungen verwendet werden.

Hintergrund der Erfindung

Ablaufsiebe können in fast jeder Umgebung gefunden werden, wo Nahrungsmittel und Getränke serviert werden. Viele Passagierfahrzeuge, zum Beispiel Flugzeuge, Züge und Schiffe sind ausgestattet, um den Passagieren Nahrungsmittel und Getränke zu servieren. Um derartige Dienste zu ermöglichen, können die Fahrzeuge mit einer Bordküche ausgestattet sein, in welcher die Nahrungsmittel und Getränke bearbeitet werden. Die Bordküche kann mit einem Auffangbecken ausgestattet sein, um ein geeignetes Entsorgen von Abfallflüssigkeiten zu ermöglichen. Eine wichtige Betrachtung beim Betrieb derartiger Nahrungsmittel und Getränkedienste ist der durchgängige Betrieb und eine erfolgreiche Instandhaltung der Rohrleitung, welche mit dem Auffangbecken in Verbindung ist. Somit kann die Rohrleitung mit einem entfernbaren Ablaufsieb ausgestattet sein, welches Fremdkörper und Partikel aus der Abfallflüssigkeit siebt, wodurch Verstopfungen und andere dazugehörige Rohrleitungsprobleme verhindert werden.

1 ist eine isometrische Ansicht einer Auffangbeckenanordnung 10 gemäß dem Stand der Technik. Die Auffangbeckenanordnung 10 weist eine Stützstruktur 12 mit einer Tresenoberfläche 14 auf, welche ein Auffangbecken (oder einen Abfluss) 16 darin angeordnet aufweist. Das Auffangbecken 16 ist mit einer ersten Leitung 18 gekoppelt, welche durch eine Stützwand 20 der Stützstruktur 12 verläuft. Eine Ablaufsiebanordnung 30 ist an der Stützwand 20 angebracht und strömungstechnisch mit der ersten Leitung 18 gekoppelt. Eine zweite Leitung 22 ist strömungstechnisch mit der Ablaufsiebanordnung 30 gekoppelt und führt von der Ablaufsiebanordnung 30 weg zu zum Beispiel einem (nicht gezeigten) Aufbewahrungsbehälter.

2 ist eine vergrößerte Perspektivansicht von oben der Ablaufsiebanordnung 30 gemäß dem Stand der Technik von 1. Wie in 1 und 2 gezeigt, weist die Ablaufsiebanordnung 30 ein Gehäuse 32 auf, welches durch mehrere Befestigungsmittel 34 mit Gewinde an der Stützwand 20 gekoppelt ist. Jedes Befestigungsmittel 34 mit Gewinde verläuft durch einen Flanschabschnitt 36 des Gehäuses 32 und befindet sich über ein Gewinde im Eingriff mit einer Einpressmutter mit Gewinde (oder einem Loch mit Gewinde) 38, welche in der Stützwand 20 angeordnet ist, wodurch das Gehäuse 32 an der Stützwand 20 befestigt wird. Ein Siebelement (oder Korb) 40 ist entfernbar in das Gehäuse 32 eingesetzt. Eine Öffnung 42 ist in der Stützwand 20 angeordnet, wodurch ein Zugriff auf die Ablaufsiebanordnung 30 durch Entfernen einer Zugriffsplatte 44 ermöglicht wird. Wie in 2 gezeigt, ist die Zugriffsplatte 44 an der Stützwand 20 durch Schrauben 45 angebracht, welche sich im Eingriff mit Einpressmuttern 47 befinden, welche innerhalb der Stützwand 20 angeordnet sind.

Im Betrieb fließen Abfallflüssigkeiten, welche in das Auffangbecken 16 ausgeschüttet werden, durch die erste Leitung 18 und Verlaufen durch das Siebelement 40 der Ablaufsiebanordnung 30, wo das Siebelement 40 verhältnismäßig große Fremdkörper und Partikel aus der Abfallflüssigkeit erfasst. Die resultierende gesiebte Flüssigkeit läuft dann aus der Ablaufsiebanordnung 30 durch die zweite Rohrleitung 22 heraus.

Ablaufsiebanordnungen 30, von der in 1 und 2 gezeigten Art, sind weit bekannt und handelsüblich erhältlich, einschließlich zum Beispiel die Ablaufsiebanordnungen, welche als Teilnummer MOD50338 bezeichnet werden und von Modern Manufacturing, Inc. of Renton, Washington erhältlich sind. Zum Reinigen und Instandhalten der Ablaufsiebanordnung 30 kann das Siebelement 40 aus dem Gehäuse 32 durch Ziehen des Siebelements 40 in einer seitlichen Richtung, welche durch einen Pfeil 46 angezeigt ist, und anschließendes Entnehmen des Siebelements 40 durch die Öffnung 42 entnommen werden. Ein Tropfbecken 48 ist an der Stützwand 20 unterhalb der Öffnung 42 angebracht, um Abfallflüssigkeit oder Ablagerungen, welche von dem Siebelement 40 während des Entfernvorgangs fallen können, aufzufangen.

Wünschenswerte Ergebnisse wurden unter Verwendung der Bordküchenanordnung 10 gemäß dem Stand der Technik erzielt. Verbesserungen sind jedoch möglich. Zum Beispiel bedingt die Installation der Ablaufsiebanordnung 30 in der Bordküchenanordnung 10 gemäß dem Stand der Technik eine erhebliche Anzahl von Komponenten, welche die Ablaufsiebanordnung 30, die Befestigungsmittel 34 mit Gewinde, die Einpressmuttern 38, das Tropfbecken 48 und seine zugeordneten Befestigungsmittel und Einpressmuttern und die Zugriffsplatte 44 und ihre zugehörigen Schrauben 45 und Einpressmuttern 47 aufweisen. Zusätzlich kann das Tropfbecken 48 mit zusätzlichen Komponenten gekoppelt sein, um ein Entfernen einer darin aufgefangenen Abfallflüssigkeit zu ermöglichen. Deshalb kann es wünschenswert sein, die Anzahl der Komponenten, welche der Installation der Ablaufsiebanordnung 30 zugeordnet sind, zu reduzieren.

Da die Reinigung und Instandhaltung der Ablaufsiebanordnung 30 ein Entfernen der Zugriffsplatte 44 und das Entnehmen des Siebelements 40 aus dem Gehäuse 32 in der seitlichen Richtung 46 erfordert, kann es ferner weiterhin wünschenswert sein, die Verfahren, welche ein Reinigen und Instandhalten der Ablaufsiebanordnung 30 bedingen, zu vereinfachen.

Zusammenfassung der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft Ablaufsiebanordnungen und Vorrichtungen und Verfahren zum Installieren und Instandhalten von Ablaufsiebanordnungen. Vorrichtungen und Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung können vorteilhafterweise wesentliche Verbesserungen gegenüber dem Stand der Technik bereitstellen, einschließlich einem Verringern der Anzahl der benötigten Komponenten, einem Verbessern der Effizienz der regelmäßigen Instandhaltungsvorgänge und einem Bereitstellen einer verbesserten Nutzung des Raumes innerhalb des Fahrzeugs.

In einer Ausführungsform weist eine Ablaufsiebanordnung gemäß der Erfindung ein Gehäuse mit einer Innenkammer, eine Öffnung, welche zu der Innenkammer führt, und Einlass- und Auslassanschlüsse, welche durch das Gehäuse in Flüssigkeitsverbindung mit der Innenkammer angeordnet sind, auf. Das Gehäuse weist ferner mindestens eine Koppelvorrichtung auf, um das Gehäuse an eine Stützwand derart zu koppeln, dass die Öffnung zumindest näherungsweise parallel zu der Stützwand ist. Die Anordnung weist ferner ein Siebelement, welches geeignet ist, durch die Öffnung eingesetzt zu werden und zumindest teilweise zwischen den Einlass- und Auslassanschlüssen in der Innenkammer angeordnet zu werden, und ein Türelement, welches die Öffnung bedeckt, auf.

Kurzbeschreibung der Zeichnungen

Die bevorzugten und alternativen Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung werden unter Bezugnahme auf die folgenden Zeichnungen nachfolgend im Detail beschrieben.

1 ist eine isometrische Ansicht einer Bordküchenanordnung gemäß dem Stand der Technik;

2 ist eine vergrößerte Perspektivansicht von oben von einer Ablaufsiebanordnung der Bordküchenanordnung der 1;

3 ist eine isometrische Ansicht einer Bordküchenanordnung gemäß einer Ausführungsform der Erfindung;

4 ist eine vergrößerte Perspektivansicht von oben einer Ablaufsiebanordnung der Bordküchenanordnung der 3;

5 ist eine vergrößerte Seitenperspektivansicht einer Ablaufsiebanordnung gemäß einer alternativen Ausführungsform der Erfindung;

6 ist eine isometrische Ansicht einer Bordküchenanordnung gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung;

7 ist eine vergrößerte Perspektivansicht von oben einer Ablaufsiebanordnung der Bordküchenanordnung der 6;

8 ist eine vergrößerte Seitenperspektivansicht der Ablaufsiebanordnung gemäß noch einer weiteren Ausführungsform der Erfindung;

9 ist eine vergrößerte Querschnittsansicht von oben einer Ablaufsiebanordnung gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung; und

10 ist eine Seitenperspektivansicht eines Flugzeuges mit einer Ablaufsiebinstallation gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung.

Detaillierte Beschreibung der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft Ablaufsiebanordnungen und Vorrichtungen und Verfahren zur Installation und Instandhaltung von Ablaufsiebanordnungen. Viele spezielle Details der bestimmten Ausführungsformen der Erfindung werden in der nachfolgenden Beschreibung und in 310 dargelegt, um ein vollständiges Verständnis derartiger Ausführungsformen bereitzustellen. Einem Fachmann wird jedoch klar sein, dass die vorliegende Erfindung viele zusätzliche Ausführungsformen haben kann, oder dass die vorliegende Erfindung ohne verschiedene der Details, welche in der nachfolgenden Beschreibung beschrieben sind, ausgeführt werden kann.

3 ist eine isometrische Ansicht einer Bordküchenanordnung 100 gemäß einer Ausführungsform der Erfindung. 4 ist eine vergrößerte Perspektivansicht von oben einer Ablaufsiebanordnung 130 der Bordküchenanordnung 100 der 3. Wie nachfolgend detaillierter beschrieben, ist die Ablaufsiebanordnung 130 in der Bordküchenanordnung 100 in einer Art und Weise installiert, welche weniger Komponenten bedingt und die Instandhaltbarkeit der Ablaufsiebanordnung 130 im Vergleich zu dem Stand der Technik bedeutend verbessert.

Unter Bezugnahme auf 3 weist die Bordküchenanordnung 100 eine Stützstruktur 112 auf, welche eine Tresenoberfläche 114 aufweist. Ein Auffangbecken 116 ist in der Tresenoberfläche 114 angeordnet und ist strömungstechnisch mit einer ersten Leitung 118 gekoppelt, welche durch eine Stützwand 120 der Stützstruktur 112 verläuft. Eine Ablaufsiebanordnung 130 ist an der Stützwand 120 angebracht. Die Ablaufsiebanordnung 130 ist strömungstechnisch mit der ersten Leitung 118 und einer zweiten Leitung 122, welche von der Ablaufsiebanordnung 130 weg führt, gekoppelt.

Wie am Besten in 4 gezeigt, weist die Ablaufsiebanordnung 130 ein kastenähnliches Gehäuse 132 mit einer Öffnung (oder offenen Fläche) 133, welche in ein Inneres 135 des Gehäuses 132 führt, auf. Das Gehäuse 132 ist derart angeordnet, dass die Öffnung 133 im Wesentlichen gegenüber einer Zugriffsöffnung 142, welche in der Stützwand 120 angeordnet ist, liegt. In der in 4 gezeigten Ausführungsform weist das Gehäuse 132 mehrere Flanschabschnitte 136 auf, welche um den Rand der Öffnung 133 verteilt sind. Mehrere Befestigungsmittel 134 mit Gewinde verlaufen durch die Flanschabschnitte 136 und befinden sich über ein Gewinde mit entsprechenden Gewindeeinpressmuttern (oder Gewindelöchern) 138 in Eingriff. Somit ist das Gehäuse 132 an der Stützwand 120 angebracht, wobei die Öffnung 133 im Wesentlichen gegenüber der Zugriffsöffnung 142 in der Stützwand 120 liegt und im Wesentlichen zu der Zugriffsöffnung 142 in der Stützwand 120 ausgerichtet ist.

Wie ferner in 3 und 4 gezeigt, ist ein Siebelement 140 entfernbar durch die Öffnung 133 in das Innere 135 des Gehäuses 132 eingesetzt. Das Siebelement 140 weist ein poröses Element 141, welches in das Innere 135 des Gehäuses 132aufgenommen ist, und ein Türelement 143, welches die Öffnung 133 im Wesentlichen umschließt und abdichtend koppelt, auf. Das Siebelement 140 weist ferner einen Verriegelungsmechanismus 145 auf, welcher betätigt werden kann, um das Siebelement 140 innerhalb des Gehäuses 132 zu befestigen.

Im Betrieb kann auf die Ablaufsiebanordnung 130 zum Reinigen oder regelmäßigen Instandhalten zugegriffen werden, indem das Siebelement 140 in eine Richtung, welche durch einen Pfeil 146 angezeigt ist, durch die Zugriffsöffnung 142 direkt zu einer Innenseite 147 der Stützwand 120 entnommen wird. Folglich tropft oder fällt jegliche Abfallflüssigkeit oder Ablagerung, welche von dem Siebelement 140 während des Entfernvorgangs tropft oder fällt, auf die Innenseite 147 der Stützwand 120, wo sie einfach und geeignet aufgeputzt und zum Entsorgen aufgesammelt werden kann.

Die Bordküchenanordnung 100 kann wesentliche Vorteile gegenüber dem Stand der Technik bereitstellen. Zum Beispiel kann die Anzahl der Komponenten, welche zu der Installation der Ablaufsiebanordnung 130 gehören, im Vergleich zu der zuvor beschriebenen Bordküchenanordnung 10 gemäß dem Stand der Technik verringert werden. Da das Gehäuse 132 an der Stützwand 120 angebracht ist, wobei die Öffnung 133 im Wesentlichen gegenüber der Zugriffsöffnung 142 liegt und im Wesentlichen zu der Zugriffsöffnung 142 ausgerichtet ist, ist das Siebelement 140 direkt von der Innenseite 147 der Stützwand 120 zugreifbar. Dadurch werden die Zugriffsplatte 44 und ihre zugehörigen Schrauben 45 und Einpressmuttern 47 vermieden, was die Anzahl der Komponenten, welche zu der Installation gehören, reduziert. Ferner besteht keine Notwendigkeit für den Tropfkorb 48 oder seine zugehörigen Ablaufkomponenten, wodurch ferner einer Verringerung der Anzahl der Komponenten, welche die Installation verursacht, bereitgestellt wird.

Weiterhin kann die Bordküchenanordnung 100 die Effizienz von regelmäßigen Instandhaltungsverfahren, welche die Ablaufsiebanordnung 130 bedingt, verbessern. Da das Siebelement 140 direkt in die Innenseite 147 der Stützwand 120 entnommen werden kann, muss das Instandhaltungspersonal nicht mehr eine separate Zugriffsplatte 44 entfernen und durch eine verhältnismäßig kleine Zugangsöffnung 142 greifen, um das Siebelement 140 für eine Reinigung oder eine weitere regelmäßige Instandhaltung zu lösen und zu entnehmen. Dieser Vorteil kann die Instandhaltung der Abflusssiebanordnung 130 vereinfachen, wodurch die Arbeitskraft und Kosten, welche diesen Vorgängen zugeordnet sind, reduziert werden. Da das Siebelement 140 in die Innenseite 147 der Stützwand 120 entnommen wird, tritt zusätzlich jegliches Tropfen oder Verschütten von Abfallflüssigkeit oder Ablagerungen, was während einer Entnahme von dem porösen Element 141 auftritt, an der Innenseite 147 der Stützwand 120 auf und ist zum Aufputzen einfach zugreifbar. Dieser zusätzliche Vorteil kann ferner die Arbeitskraft und Kosten, welche einer Instandhaltung der Ablaufsiebanordnung 130 zugeordnet sind, weiter verringern.

Noch ein weiterer Vorteil der Bordküchenanordnung 100 ist, dass Raum innerhalb des Fahrzeugs effizienter verwendet werden kann. Da das Siebelement 140 in die durch den Pfeil 146 angezeigte Richtung direkt in die Innenseite 147 der Stützwand 120 entnommen werden kann, gibt es keinen Bedarf, die Stützwand 120 mit einer verhältnismäßig großen Zugriffsplatte 44, wie sie in der Anordnung (1) gemäß dem Stand der Technik erforderlich ist, auszustatten. Ferner gibt es keinen Bedarf, einen Raum hinter der Stützwand 120 bereitzustellen, welcher es ermöglicht, das Siebelement 140 aus dem Gehäuse 132 in der seitlichen Richtung 46 (1) zu entnehmen, bevor es durch die Stützwand 120 zu der Innenseite 147 entnommen wird. Auf diese Art und Weise kann die Bordküchenanordnung 100 eine effizientere Nutzung des Raumes an und hinter der Stützwand 120 im Vergleich zu der Anordnung gemäß dem Stand der Technik ermöglichen.

Eine Vielzahl alternativer Ausführungsformen gemäß der Erfindung können ersonnen werden und die Vorrichtungen und Verfahren gemäß der Erfindung sind nicht auf die speziellen zuvor beschriebenen und in 3 und 4 gezeigten Ausführungsformen beschränkt. In der nachfolgenden Erörterung werden alternative Ausführungsformen beschrieben werden. Um der Kürze willen werden jedoch nur wesentliche Unterschiede in der Struktur und dem Betrieb dieser alternativen Ausführungsformen im Detail beschrieben werden.

Es wird verständlich sein, dass die Ablaufsiebanordnung an der Stützwand 120 in einer Vielfalt unterschiedlicher Arten und Weisen angebracht werden kann. Zum Beispiel ist 5 eine vergrößerte Seitenperspektivansicht einer Ablaufsiebanordnung 230 gemäß einer alternativen Ausführungsform der Erfindung. Die Ablaufsiebanordnung 230 weist ein Gehäuse 232 mit Halteflanschen 236, ein Einlassrohr 252, welches sich aufwärts erstreckt, um sich mit der ersten Leitung 118 in Eingriff zu befinden (3), und ein Auslassrohr 254, welches nach unten hervorragt, um sich mit der zweiten Leitung 122 in Eingriff zu befinden (3), auf. In dieser Ausführungsform befinden sich jedoch die Halteflansche 236 mit der Stützwand 120 an der Innenseite 147 der Stützwand 120 in Eingriff. Ein Befestigungsloch 237 ist durch jeden Befestigungsflansch 236 angeordnet und ein Befestigungsmittel 234 befindet sich mit jedem Befestigungsloch 237 in Eingriff, um den Halteflansch 236 an der Stützwand 120 zu befestigen. Verriegelungsteile 250 befestigen das Türelement 243 an dem Gehäuse 232. Somit sind, wie in 5 gezeigt, die Öffnung 233 des Gehäuses 232 und die Verriegelungsteile 250 und Türelement 243 des Siebelements 240 leicht von der Innenseite 147 zugreifbar.

Die in 5 gezeigte Ablaufsiebanordnung 230 kann die gesamten zuvor erwähnten Vorteile bereitstellen und kann ferner die Effizienz der Installation und Instandhaltung der Ablaufsiebanordnung verbessern. Da die Ablaufsiebanordnung 230 an der Innenseite 147 der Stützwand 120 angebracht ist, kann die Ablaufsiebanordnung 230 einfacher zu installieren, zu entfernen und zu ersetzen sein, als die Vorrichtung gemäß dem Stand der Technik. Da die Verriegelungsteile 250 und das Türelement 243 des Siebelements 240 und die Öffnung 233 des Gehäuses 232 einfach von der Innenseite 147 zugänglich sind, kann dieses zusätzliche Merkmal weiterhin die Zugänglichkeit der Vorrichtung verbessern und kann ferner die Instandhaltbarkeit der Ablaufsiebanordnung 230 gegenüber dem Stand der Technik weiter vereinfachen und verbessern.

6 ist eine isometrische Ansicht einer Bordküchenanordnung 300, welche eine Ablaufsiebanordnung 330 gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung aufweist. 7 ist eine vergrößerte Perspektivansicht von oben von der Ablaufsiebanordnung 330 der 6. In dieser Ausführungsform ist das Gehäuse 332 mit der Stützwand 320 über ein oder mehrere Befestigungsmittel 334 gekoppelt, welche sich durch die Flanschelemente 336 des Gehäuses 332 in Eingriff befinden. Ein Türelement 343 ist durch ein Gelenk 360 an dem Gehäuse 332 angebracht. Das Türelement 343 bedeckt im Wesentlichen die Öffnung 333, welche zu der Innenkammer 335 des Gehäuses 332 führt.

Wie am Besten in 7 gezeigt ist, kann das Siebelement 340 im Betrieb durch die Zugriffsöffnung 342 in der Stützwand 320 von der Innenseite 147 der Stützwand 320 durch die Öffnung 333 verlaufend in die Innenkammer 335 des Gehäuses 332 eingesetzt werden. Das Türelement 343 kann dann gelenkig über der Öffnung 333 geschlossen werden und mit der Verriegelungsvorrichtung 350 in Position befestigt werden.

Die Bordküchenanordnung 300 stellt die zuvor erwähnten Vorteile bereit und kann ferner die Kosten, welche einer Instandhaltung der Ablaufsiebanordnung 330 zugeordnet sind, verbessern. Da das Türelement 343 an dem Gehäuse 332 angebracht ist und von dem Siebelement 340 getrennt ist, kann das Siebelement 340 preiswerter herzustellen sein, wodurch die Austauschkosten für diese Komponente reduziert werden. Die gelenkige Anbringung des Türelements 343 an der Stützwand 320 kann ferner die Zugänglichkeit des Siebelement 340 verbessern, was ferner die Instandhaltbarkeit der Ablaufsiebanordnung 330 gegenüber dem Stand der Technik vereinfacht und verbessert.

8 ist eine vergrößerte Seitenperspektivansicht einer Ablaufsiebanordnung 430 gemäß noch einer weiteren Ausführungsform der Erfindung. Die Ablaufsiebanordnung 430 weist ein Gehäuse 432 auf, welches eine Koppelanordnung 436 zum Befestigen des Gehäuses 432 an der Stützwand 420 aufweist. Ein (an die erste Leitung 418 gekoppelter) Einlassanschluss 452 und ein (an die zweite Leitung 422 gekoppelter) Auslassanschluss 454 sind durch das Gehäuse 432 angeordnet und stehen strömungstechnisch in Verbindung mit einer Innenkammer 435des Gehäuses 432. In der in 8 gezeigten Ausführungsform weist das Gehäuse 432 ein Türelement 443 auf, welches durch ein Gelenk 460 schwenkbar mit dem Gehäuse 432 gekoppelt ist. In einer ersten (oder geschlossenen) Position 462 verschließt das Türelement 443 die Öffnung 433, welche zu der Innenkammer 435 des Gehäuses 432 führt, abdichtend. In einer zweiten (oder offenen) Position 464 ist das Türelement 443 von der Öffnung 433 wegbewegt, um ein Einführen (oder entfernen) eines porösen Elements 440 in (oder aus) der Innenkammer 435 zu ermöglichen.

Wie ferner in 8 gezeigt weist das Türelement 443 einen Abstandsabschnitt 466 auf. In der geschlossenen Position 462 ist der Abstandsabschnitt 466 zumindest teilweise innerhalb der Innenkammer 435 angeordnet, rückt gegen das poröse Element 440 ein und sichert das poröse Element 440 in einer Position zwischen den Einlass- und Auslassanschlüssen 452, 454 des Gehäuses 432.

Zusätzlich zu den oben beschriebenen Vorteilen kann die erfinderische Ablaufsiebanordnung 430 die Zugänglichkeit des porösen Elementes 440 verbessern, wodurch die Arbeitskraft und Ausgaben, welche den Instandhaltungsvorgängen zugeordnet sind, die die Ablaufsiebanordnung 430 verursacht, reduziert werden. Da das Türelement 443 und das Gelenk 460 anstatt an der Stützwand 420 an dem Gehäuse 432 angebracht sind, kann ferner die Reparatur und der Austausch dieser Komponenten verglichen mit der Anordnung gemäß dem Stand der Technik vereinfacht werden und die Kosten entsprechend reduziert werden.

9 ist eine vergrößerte Querschnittsansicht von oben einer Ablaufsiebanordnung 530 gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung. In dieser Ausführungsform weist die Ablaufsiebanordnung 530 ein näherungsweise zylindrisches Gehäuse 532 auf, welches eine Innenkammer 535 umgibt. Das Gehäuse 532 ist an einer Stützwand 520 durch Befestigungsanordnungen 536 angebracht und weist eine Türplatte 543 auf, welche an anderen Abschnitten des Gehäuses 532 durch ein Gelenk 560 gekoppelt ist. Das Gelenk 560 und die Türplatte 543 sind durch eine Zugangsöffnung 542, welche in der Stützwand 520 angeordnet ist, zugänglich. Ein Dichtelement 568 ist um die Öffnung 533 des Gehäuses 532 angeordnet. Wie in 9 gezeigt ist in der geschlossenen Position 562 die Türplatte 543 gegen das Abdichtelement 568 gerückt, um ein Auslaufen von Abfallflüssigkeiten von innerhalb der Innenkammer 535 zu verhindern.

Die in 9 gezeigte Ablaufsiebanordnung 530 stellt noch ein weiteres Beispiel einer erfinderischen Ablaufsiebanordnung bereit, welche vorteilhafterweise wesentliche Verbesserungen gegenüber dem Stand der Technik aufweisen kann, welche ein Verringern der Anzahl der benötigten Komponenten, ein Verbessern der Effizienz von regelmäßigen Instandhaltungsvorgängen und ein Bereitstellen einer verbesserten Nutzung des Raumes innerhalb des Fahrzeugs aufweisen.

10 ist eine Seitenperspektivansicht eines Flugzeuges 600, welches ein oder mehrere Bordküchenanordnungen 602 aufweist, welche eine (nicht sichtbare) Ablaufsiebanordnung 630 gemäß der Erfindung aufweisen. Im Allgemeinen sind alle Komponenten des Flugzeugs 600, außer der Bordküchenanordnung 602 mit einer (nicht sichtbaren) Ablaufsiebanordnung 630 gemäß der Erfindung, von im Allgemeinen bekannter Konstruktion und werden um der Kürze willen hierin nicht im Detail beschrieben werden. Das Flugzeug 600 weist zum Beispiel ein oder mehrere Antriebseinheiten 604, Flügelanordnungen 606 (oder andere Auftriebsoberflächen), eine Rumpfendeanordnung 608, eine Fahrwerkanordnung 610, ein (nicht sichtbares) Steuersystem 612 und einen Hauptrechner von weiteren Systemen und Teilsystemen, welche einen geeigneten Betrieb des Flugzeugs 600 ermöglichen, auf. Das in 10 gezeigte Flugzeug 600 ist ein allgemeiner Vertreter eines gewerblichen Passagierflugzeuges, welches beispielsweise die 737, 747, 757, 767 und 777 Modelle einschließt, welche kommerziell von The Boing Company erhältlich sind. Die hierin offenbarten erfinderischen Vorrichtungen und Verfahren können jedoch auch in einer beliebigen anderen Art eines Flugzeuges, wie zum Beispiel einem Drehflügelflugzeug oder einem bemannten Militärflugzeug einschließlich derer, welche zum Beispiel in The Illustrated Encyclopedia of Military Aircraft von Enzo Angelucci, veröffentlicht von Book Sales Publishers, September 2001 beschrieben sind, verwendet werden.

Obwohl spezielle Ausführungsformen der Erfindung dargestellt und beschrieben wurden, können, wie zuvor erwähnt, viele Änderungen durchgeführt werden, ohne von dem Umfang der Erfindung abzuweichen. Dementsprechend ist der Umfang der Erfindung nicht durch die Offenbarung der beispielhaften Ausführungsformen beschränkt, sondern die Erfindung ist vielmehr unter Bezug auf die nachfolgenden Ansprüche vollständig bestimmt.


Anspruch[de]
Eine Ablaufsiebanordnung (130, 230, 330, 430, 530, 630), welche umfasst:

ein Gehäuse (132, 232, 332, 432, 532), welches eine Innenkammer aufweist und eine Öffnung (133, 233, 333, 433, 533) definiert, die zu der Innenkammer (135, 335, 435, 535) führt, wobei das Gehäuse Einlass- und Auslassanschlüsse aufweist, die durch das Gehäuse in Flüssigkeitsverbindung mit der Innenkammer angeordnet sind, wobei das Gehäuse ferner mindestens eine Koppelvorrichtung aufweist, welche geeignet ist, das Gehäuse an eine Stützwand (120, 320, 420, 520) derart zu koppeln, dass die Öffnung zumindest näherungsweise parallel zu der Stützwand ist;

ein Siebelement (140, 240, 340, 440), welches geeignet ist, durch die Öffnung eingesetzt zu werden und zumindest teilweise zwischen den Einlass- und Auslassanschlüssen (452, 454) in der Innenkammer angeordnet zu werden; und

ein Türelement (143, 243, 343, 443, 543), welches die Öffnung bedeckt.
Anordnung nach Anspruch 1, wobei das Gehäuse einen kastenähnlichen Anschluss aufweist und die Öffnung eine offene Fläche des schachtelähnlichen Anschlusses umfasst. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, wobei die mindestens eine Koppelvorrichtung einen Flansch mit einem dadurch angeordneten Loch aufweist. Anordnung nach Anspruch 1, 2 oder 3, wobei die mindestens eine Koppelvorrichtung mehrere Flansche (136, 236, 336, 436) aufweist, wobei jeder Flansch ein dadurch angeordnetes Loch aufweist und geeignet ist, mit einer Öffnung mit einem Gewinde, die in der Stützwand angeordnet ist, ausgerichtet zu werden. Anordnung nach einem der Ansprüche 1–4, wobei der Einlassanschluss geeignet ist, mit einer Zuflussleitung (118, 418) gekoppelt zu werden, und der Auslassanschluss geeignet ist, mit einer Abflussleitung (122, 422) gekoppelt zu werden. Anordnung nach einem der Ansprüche 1–5, wobei das Türelement mit dem Siebteil gekoppelt ist. Anordnung nach einem der Ansprüche 1–6, wobei das Türelement gelenkig mit dem Gehäuse gekoppelt ist. Anordnung nach einem der Ansprüche 1–7, welche ferner ein Dichtteil umfasst, welches um die Öffnung zwischen dem Gehäuse und dem Türelement angeordnet ist. Bordküchenanordnung (100, 300, 602), welche umfasst:

eine Stützstruktur, welche eine Stützwand (120) aufweist, die eine Zugriffsöffnung dadurch angeordnet aufweist;

ein Auffangbecken (116), welches an die Stützstruktur gekoppelt ist; und

ein Ablaufsieb (130, 230, 330) gemäß einem der Ansprüche 1–8.
Anordnung nach Anspruch 9, wobei das Türelement (143, 243) eine Zugriffsplatte ist, und wobei die Öffnung zu der Zugriffsöffnung (142) ausgerichtet ist. Flugzeug (600), welches umfasst:

eine Flugzeugzelle;

ein Antriebssystem, welches funktionsfähig mit der Flugzeugzelle gekoppelt ist;

ein Steuersystem, welches funktionsfähig mit dem Antriebssystem gekoppelt ist; und

eine Bordküchenanordnung gemäß Anspruch 9 oder 10.
Verfahren zum Bereitstellen einer Bordküchenanordnung (100, 300, 602) gemäß einem der Ansprüche 9–10, welches umfasst:

Bereitstellen einer Stützstruktur, welche eine Stützwand (120, 320, 420, 520) aufweist, die eine dadurch angeordnete Zugriffsöffnung (142) aufweist;

Koppeln eines Auffangbeckens (116) an die Stützstruktur;

Bereitstellen eines Gehäuses (132, 232, 332, 432, 532) mit einer Innenkammer und einer Öffnung (133, 233, 333, 433, 533), welche zu der Innenkammer (135, 335, 435, 535) führt;

Koppeln des Gehäuses an die Stützwand derart, dass die Öffnung zumindest näherungsweise parallel zu der Stützwand und zumindest teilweise zu der Zugriffsöffnung ausgerichtet ist;

strömungstechnisches Koppeln des Gehäuses an das Auffangbecken;

Einsetzen eines Siebteils (140, 240, 340, 440) durch die Öffnung in die Innenkammer; und

Abdecken der Öffnung mit einer Zugriffsplatte.
Verfahren des Installierens eines Siebteils in einer Ablaufsiebanordnung gemäß einem der Ansprüche 1–8, wobei das Verfahren umfasst:

Öffnen einer Zugriffsplatte, welche eine Zugriffsöffnung, die in einer Stützwand angeordnet ist, bedeckt, von einer Innenseite der Stützwand;

Einsetzen eines Siebteils von der Innenseite der Stützwand direkt durch eine Öffnung, die in einem Gehäuse angeordnet ist, in eine Innenkammer des Gehäuses, wobei die Öffnung im Wesentlichen parallel zu der Stützwand und im Wesentlichen zu der Zugriffsöffnung in der Stützwand ausgerichtet ist; und

Schließen der Zugriffsplatte über der Zugriffsöffnung.
Verfahren zum Instandhalten einer Ablaufsiebanordnung gemäß einem der Ansprüche 1–8, wobei das Verfahren umfasst:

Öffnen einer Zugriffsplatte, welche eine Zugriffsöffnung bedeckt, die in einer Stützwand angeordnet ist, von einer Innenseite der Stützwand;

Entfernen eines Siebteils direkt aus einem Gehäuse durch eine in dem Gehäuse angeordnete Öffnung zu der Innenseite der Stützwand, wobei die Öffnung im Wesentlichen parallel zu der Stützwand und im Wesentlichen ausgerichtet zu der Zugriffsöffnung in der Stützwand ist; und

Schließen der Zugriffsplatte über der Zugriffsöffnung.






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