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Dokumentenidentifikation DE102006007812A1 23.08.2007
Titel Waage mit einer Gewichtsanzeigevorrichtung
Anmelder LEIFHEIT AG, 56377 Nassau, DE
Erfinder Franke, Hans-Georg, Dr., 56410 Montabaur, DE
DE-Anmeldedatum 17.02.2006
DE-Aktenzeichen 102006007812
Offenlegungstag 23.08.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.08.2007
IPC-Hauptklasse G01G 19/44(2006.01)A, F, I, 20060217, B, H, DE
IPC-Nebenklasse G01G 23/18(2006.01)A, L, I, 20060217, B, H, DE   
Zusammenfassung Eine Waage, insbesondere Personenwaage, mit einer ein Sichtfenster aufweisenden Gewichtsanzeigevorrichtung ist offenbart. Das Sichtfenster weist einen ersten Bereich mit einer Lupenfunktion und einen zweiten Bereich weitgehend ohne Lupenfunktion auf. Vorzugsweise sind der erste Bereich und der zweite Bereich gemeinsam einstückig hergestellt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Waage, insbesondere Personenwaage, mit einer ein Sichtfenster aufweisenden Gewichtsanzeigevorrichtung.

Waagen, insbesondere Personenwaagen, mit einer Teil- oder Vollsichtskala haben gegenüber den Waagen, die ausschließlich den gemessenen Gewichtswert anzeigen, den Vorteil einer besseren Übersichtlichkeit. Darüber hinaus wird eine analoge Anzeige des gemessenen Gewichtswertes – beispielsweise mit einem Zeiger – vom Benutzer wegen der leichteren Erfassbarkeit als Angenehm empfunden. Nachteiliger Weise benötigt eine Vollsichtskala jedoch sehr viel Bauraum, so dass die Gewichtswerte nur in sehr kleiner Schrift dargestellt werden können, was die Ablesbarkeit erschwert.

Aus DE 20022281 U1 ist eine Waage bekannt, die in einem Gehäuse eine LED-Diode mit einer Sichtlinse aufweist.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Waage anzugeben, die es ermöglicht, den gemessenen Gewichtswert bei gleichzeitiger Sichtbarkeit zumindest eines Teils der übrigen Anzeigeskala vergrößert darzustellen.

Die Aufgabe wird durch eine Waage gelöst, die dadurch gekennzeichnet ist, dass das Sichtfenster einen ersten Bereich mit einer Lupenfunktion aufweist und einen zweiten Bereich weitgehend ohne Lupenfunktion aufweist.

Die Erfindung hat den Vorteil, dass gleichzeitig die gesamte Skala – also der gesamte Messbereich der Waage – angezeigt wird und gleichzeitig der jeweils aktuelle Gewichtsmesswert deutlich und einfach ablesbar ist.

Besonders vorteilhaft ist eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Waage, bei der der ersten Bereich und der zweite Bereich gemeinsam einstückig hergestellt sind. Beispielsweise kann der ersten Bereich und der zweite Bereich aus einem einzigen Glaskörper oder einem einzigen durchsichtigen Kunststoffkörper bestehen. Vorzugsweise ist hierbei der Übergang zwischen dem ersten und dem zweiten Bereich fließend, so dass weitgehend keine optischen Artefakte – beispielsweise durch Übergangskanten – entstehen.

In einer vorteilhaften Ausführung ist das Sichtfenster zumindest im ersten Bereich gewölbt ist. Es kann vorteilhafter Weise vorgesehen sein, dass das Sichtfenster eine Innenfläche und einen Außenfläche aufweist und dass im zweiten Bereich die Innenfläche weitgehend parallel zur Außenfläche ist. In weiter vorteilhafter Weise ist vorgesehen, dass die Innenfläche und die Außenfläche im ersten Bereich eine unterschiedliche Krümmung aufweisen.

In einer vorteilhaften Ausführung zeigt die Gewichtsanzeigevorrichtung den gemessenen Gewichtswert im ersten Bereich an.

Besonders vorteilhaft ist eine Ausführung, bei der die Gewichtsanzeigevorrichtung eine Vollsichtskala aufweist. Die Vollsichtskala ist in einer vorteilhaften Ausführung drehbar gelagert. Vorzugsweise ist die Drehstellung abhängig vom gemessenen Gewichtswert.

Besonders gut ablesbar ist eine rund ausgebildete Vollsichtskala.

Vorzugsweise ist ein Zeiger vorgesehen, der auf den gemessenen Gewichtswert deutet.

In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand schematisch dargestellt und wird anhand der Figuren nachfolgend beschrieben, wobei gleich wirkende Elemente mit denselben Bezugszeichen versehen sind. Dabei zeigt:

1 eine erfindungsgemäße Waage,

2 die Gewichtsanzeigevorrichtung der Waage, und

3 eine Schnittdarstellung durch das Sichtfenster der Gewichtsanzeigevorrichtung.

1 zeigt eine erfindungsgemäße Waage 1, die als Personenwaage ausgestaltet ist. Die Waage ist mit einer ein Sichtfenster 2 aufweisenden Gewichtsanzeigevorrichtung 3 mit Vollsichtskala ausgerüstet. Das Sichtfenster 2 weist einen ersten Bereich 4 mit einer Lupenfunktion und außerdem einen zweiten Bereich 5 weitgehend ohne Lupenfunktion auf. Der erste Bereich 4 und der zweite Bereich 5 sind gemeinsam einstückig aus Glas hergestellt..

2 zeigt die Gewichtsanzeigevorrichtung 3 mit der Vollsichtskala 6, die um ihren Mittelpunkt drehbar gelagert ist, wobei die Drehstellung vom aktuell gemessenen Gewichtswert abhängig ist. Ein Zeiger 7 zeigt auf den aktuell gemessenen Gewichtswert, der – da er in den ersten Bereich 4 mit Lupenfunktion gedreht ist – vergrößert zu sehen ist. Die übrigen – gerade nicht aktuell gemessenen – Anzeigewerte befinden sich im zweiten Bereich 5 und sind daher nicht vergrößert zu sehen.

3 zeigt eine Schnittdarstellung durch das Sichtfenster 2 entlang der in 2 eingezeichneten Schnittlinie 8. Das Sichtfenster 2 weist eine Innenfläche 9 und einen Außenfläche 10 auf, wobei im zweiten Bereich 5 die Innenfläche 9 weitgehend parallel zur Außenfläche 10 ist. Im ersten Bereich 4 weisen die Innenfläche 9 und die Außenfläche 10 eine unterschiedliche Krümmung auf.

Die Erfindung wurde in Bezug auf eine besondere Ausführungsform beschrieben. Es ist jedoch selbstverständlich, dass Änderungen und Abwandlungen durchgeführt werden können, ohne dabei den Schutzbereich der nachstehenden Ansprüche zu verlassen.

1
Waage
2
Sichtfenster
3
Gewichtsanzeigevorrichtung
4
erster Bereich
5
zweiter Bereich
6
Vollsichtskala
7
Zeiger
8
Schnittlinie
9
Innenfläche
10
Außenfläche


Anspruch[de]
Waage, insbesondere Personenwaage, mit einer ein Sichtfenster aufweisenden Gewichtsanzeigevorrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass das Sichtfenster einen ersten Bereich mit einer Lupenfunktion aufweist und einen zweiten Bereich weitgehend ohne Lupenfunktion aufweist. Waage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Bereich und der zweite Bereich gemeinsam einstückig hergestellt sind. Waage nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Sichtfenster zumindest im ersten Bereich gewölbt ist. Waage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Sichtfenster eine Innenfläche und einen Außenfläche aufweist und dass im zweiten Bereich die Innenfläche weitgehend parallel zur Außenfläche ist. Waage nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Sichtfenster eine Innenfläche und einen Außenfläche aufweist und dass Innenfläche und Außenfläche im ersten Bereich eine unterschiedliche Krümmung aufweisen. Waage nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Gewichtsanzeigevorrichtung den gemessenen Gewichtswert im ersten Bereich anzeigt. Waage nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Gewichtsanzeigevorrichtung eine Vollsichtskala aufweist. Waage nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Gewichtsanzeigevorrichtung eine drehbar gelagerte Vollsichtskala aufweist. Waage nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Vollsichtskala rund ausgebildet ist. Waage nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Gewichtsanzeigevorrichtung einen Zeiger aufweist.






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