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Dokumentenidentifikation DE102006008112A1 23.08.2007
Titel Halteelement für Gitter
Anmelder Hilti AG, Schaan, LI
Erfinder Foser, Thomas, Balzers, LI;
Durig, Markus, Gaschurn, AT
Vertreter TER MEER STEINMEISTER & Partner GbR Patentanwälte, 81679 München
DE-Anmeldedatum 20.02.2006
DE-Aktenzeichen 102006008112
Offenlegungstag 23.08.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.08.2007
IPC-Hauptklasse E04C 2/42(2006.01)A, F, I, 20060220, B, H, DE
IPC-Nebenklasse E04B 1/38(2006.01)A, L, I, 20060220, B, H, DE   E03F 5/06(2006.01)A, L, I, 20060220, B, H, DE   F16B 2/12(2006.01)A, L, I, 20060220, B, H, DE   
Zusammenfassung Die vorliegende Erfindung betrifft ein Halteelement (10) zum Befestigen von Gittern (50) an Trägern (40), mit einem schenkelförmigen ersten Angreifteil (11) und mit einem zweiten Angreifteil (12), die über Schraubmittel entlang einer Spannachse (A) gegeneinander verspannbar sind.
Zur Verbesserung derartiger Halteelemente (10) ist an einem der Angreifteile (12) ein dem anderen Angreifteil (11) zugewandtes längsliches Führungselement (13) angeordnet, das beabstandet zur Spannachse (A) in einer Durchführung (20) an dem anderen Angreifteil (11) verschiebbar geführt ist.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Halteelement für Gitter, wie Gitterroste, im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 genannten Art.

Aus der US 4 362 422 ist ein mehrteiliges Halteelement für Gitterroste bekannt, das ein Basisteil zum angreifen an einen Träger, eine Sattelklammer zum angreifen an dem Gitterrost und eine beide Teile miteinander verbindende Schraube aufweist. An dem Basisteil ist an einem Ende noch eine, um eine Achse drehbare, Drehklammer gelagert, die über ein Federelement in eine Drehrichtung elastisch beaufschlagt ist. Die Drehklammer ist dabei an eine Unterseite eines Gitters ansetzbar während das der Drehklammer abgewandte Ende des Basisteils an einen Träger anlegbar ist. Die Sattelklammer ist hingegen an eine Oberseite des Gitters anlegbar und ist über die Schraube gegen das Basisteil verspannbar.

Von Nachteil bei diesem bekannten Halteelement sind seine geringe Praktikabilität und der notwendige hohe Montageaufwand.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt darin, ein Halteelement bereitzustellen, das die vorgenannten Nachteile vermeidet und das einfach montiert werden kann. Dieses wird erfindungsgemäss durch die in Anspruch 1 genannten Massnahmen erreicht.

Demnach ist an einem der Angreifteile ein dem anderen Angreifteil zugewandtes längliches Führungselement angeordnet, das beabstandet zur durch die Schraubmittel definierten Spannachse in einer Durchführung an dem anderen Angreifteil verschiebbar geführt ist, wobei beide Teile vorzugsweise unverlierbar aneinander angeordnet sind. Durch diese Massnahme kann das Halteelement in einem Arbeitsgang montiert werden und ist flexibel für Gitterroste verschiedener Höhe bzw. Stärke verwendbar.

Herstellungstechnisch günstig ist es, wenn das längliche Führungselement einteilig mit dem zweiten Angreifteil ausgebildet ist.

Vorteilhaft kann die Baueinheit aus zweitem Angreifteil und länglichem Führungselement als Stanzbiegeteil aus Blech ausgebildet sein, wodurch die Baueinheit kostengünstig herstellbar ist.

Günstig ist es ferner, wenn an dem dem zweiten Angreifteil abgewandten Ende des länglichen Führungselements wenigstens ein Vorsprung angeordnet ist, der als Anschlag für einen dem zweiten Angreifteil abgewandten Wandabschnitt der Durchführung ausgebildet ist. Auf diese Weise kann das längliche Führungselement mit geringem Aufwand unverlierbar aber verschieblich in der Durchführung am ersten Angreifteil angeordnet werden.

Vorteilhaft weist das längliche Führungselement zumindest bereichsweise einen U-förmigen Querschnitt auf, wodurch das längliche Führungselement eine hohe Steifigkeit erhält und in der Durchführung gut führbar ist.

Günstigerweise sind an der Durchführung Führungselemente für das längliche Führungselement vorgesehen, die vorzugsweise Führungsflächen ausbilden, die einen Führungskanal definieren und derart die Führung des längliche Führungselements in der Durchführung verbessern.

Von Vorteil ist es ferner, wenn das erste Angreifteil mit der Durchführung zumindest in einer Ebene, die durch eine Längsachse des länglichen Führungselements und eine Schenkellängsachse des ersten Angreifteils definiert ist, in einem Winkel von –15° bis +10°, vorzugsweise von –12° bis +5°, gegenüber einer senkrechten Lage zur Längsachse des länglichen Führungselements verschwenkbar ist. Durch diese Massnahme können Gitter auf unterschiedlich dicken Trägern bzw. Unterkonstruktionen auf einfache Weise montiert werden.

Günstig ist es ferner, wenn am zweiten Angreifteil ein Durchbruch mit Widerlager für ein Schraubmittel angeordnet ist, und wenn am ersten schenkelförmigen Angreifteil ein Gegengewinde für ein Gewinde des Schraubmittels und wenigstens ein zum zweiten Angreifteil hin ausgerichtete Festhaltemittel zum Fixieren des Halteelements an einem Träger angeordnet sind. Auf diese Weise lässt sich das Halteelement mit hoher Haltekraft über ein Schraubmittel am Gitterrost und Träger festlegen, so dass der Gitterrost nicht allzu leicht von unbefugter Seite wieder von einem Träger oder einer Unterkonstruktion entfernt werden kann.

Weitere Vorteile und Massnahmen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen, der nachfolgenden Beschreibung und den Zeichnungen. In den Zeichnungen ist die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt.

Es zeigen:

1 ein erfindungsgemässes Halteelement in perspektivischer Ansicht,

2 ein Ausschnitt des Halteelements in einer anderen Perspektive,

3 das Halteelement in seitlicher Schnittansicht in einem an einem Gitterrost und einem Träger festgelegten Zustand.

In den 1 bis 3 ist ein erfindungsgemässes Halteelement 10 zur Befestigung von Gittern 50 bzw. Gitterrosten an Trägern 40 o. ä. einer Unterkonstruktion in einem Ausführungsbeispiel dargestellt. Das Halteelement 10 ist mehrteilig ausgebildet und weist im Wesentlichen eine U-förmige Gestalt auf. Das Halteelement 10 weist ein erstes schenkelförmiges Angreifteil 11 für einen Träger 40 und ein zweites Angreifteil 12 bzw. Halteteil für ein Gitter 50 auf, die beide zur selben Seite von einem die beiden Angreifteile 11, 12 miteinander verbindenden länglichen Führungselement 13 abragen.

Das längliche Führungselement 13 ist fest mit dem zweiten Angreifteil 12 verbunden und insbesondere einteilig mit diesem ausgebildet. Die Baueinheit aus dem zweiten Angreifteil 12 und dem länglichen Führungselement 13 ist dabei z. B. als Stanzbiegeteil aus Blech gefertigt.

An dem ersten Angreifteil 11 ist eine Durchführung 20 für das längliche Führungselement 13 angeordnet in der dieses in Richtung einer durch das längliche Führungselement 13 definierten Längsachse L verschieblich geführt ist (siehe Pfeil 32 in 1). Das längliche Führungselement 13 weist in einem in der Durchführung führbaren Bereich einen U-förmigen Querschnitt auf, wodurch das längliche Führungselement 13 eine hohe Steifigkeit aufweist und in der Durchführung 20 gut zu führen ist. An dem, dem zweiten Angreifteil 12 abgewandten Ende des länglichen Führungselements 13 ist wenigstens ein Vorsprung 29 angeordnet, der als Anschlag für einen vom zweiten Angreifteil 12 abgewandten Wandabschnitt 28 der Durchführung 20 ausgebildet ist. Der Vorsprung 29 ragt dabei bezogen auf die Längsachse L seitlich von dem länglichen Führungselement 13 ab und verhindert, dass das längliche Führungselement 13 vollständig aus der Durchführung 20 herausgezogen werden kann, bzw. dass das erste Angreifteil 11 sich von dem länglichen Führungselement 13 löst. An der Durchführung 20 sind ferner Führungselemente 21, 22 für das längliche Führungselement 13 vorgesehen, die Führungsflächen bilden durch die eine Art Führungskanal definiert wird, der die Führung des länglichen Führungselements 13 verbessert. Die Durchführung 20 mit den Führungselementen 21, 22 ist derart mit dem länglichen Führungselement 13 abgestimmt, dass das erste Angreifteil 11 mit der Durchführung 20 in einer Ebene, die durch eine Längsachse L des länglichen Führungselements 13 und eine Schenkellängsachse S des ersten Angreifteils 11 definiert ist, in einem Winkel alpha von maximal –15° bis +10° gegenüber einer senkrechten Lage zur Längsachse L des länglichen Führungselements 13 verschwenkbar ist.

Das zweite Angreifteil 12 weist eine Vertiefung 14 mit einem Durchbruch 15 und Widerlager für ein Schraubmittel 30 auf. Ferner weist das zweite Angreifteil 12 an drei die Vertiefung 14 umgebenden und jeweils rechtwinklig zueinander angeordneten Seiten sattelförmige erste bis dritte Auflagebereiche 17, 18 und 19 auf, die in der montierten Stellung des Halteelements 10 an Querstreben 51 und/oder Längsstreben 52 des Gitters angreifen (vgl. 3). Die sattelförmigen Auflagebereiche 17, 18, 19 weisen in diesem Ausführungsbeispiel unterschiedliche Breiten B1, B2 und B3 auf, so dass eine Montage an Gitterroste verschiedener Maschenweite leicht möglich ist. Dabei ermöglicht die relativ grosse Breite B1 des ersten Auflagebereichs 17 eine Verschiebbarkeit des Halteelementes 10 am Gitter 50 für eine genaue Positionierung.

Das erste Angreifteil 11 weist ein dem Durchbruch 15 im zweiten Angreifteil 12 gegenüberliegendes Loch 25 auf, an dem eine Mutter 23 mit einem Gegengewinde 24 angeordnet ist, in welches das Schraubmittel 30 mit seinem Gewinde 31 eingreifen kann (vgl. 2 und 3). Die Mutter kann dabei durch geeignete Massnahmen an dem ersten Angreifteil 11 form-, kraft- oder stoffschlüssig festgelegt sein. Das Schraubmittel 30 bzw. die sich gegenüberliegender Loch 25 und der Durchbruch 15 definieren eine Spannachse A entlang derer die Verspannung der beiden Angreifteile 11, 12 gegeneinander erfolgt, wenn die Schraube in die Mutter eingedreht und angezogen wird. Die Spannachse A ist dabei beabstandet zu dem länglichen Führungselement 13 am zweiten Angreifteil 12 und der Durchführung 20 am ersten Angreifteil 11.

Das erste Angreifteil 11 weist zur Versteifung ebenfalls einen U-förmigen Querschnitt auf, so dass es hohe Zugkräfte aufnehmen kann. An einem der Durchführung 20 abgewandten Endbereich 27 weist das erste Angreifteil 11 ferner als Zähne ausgebildete Festhaltemittel 26auf, die dem zweiten Angreifteil 12 zugewandt sind. Das erste Angreifteil 11 überragt dabei in Richtung einer Schenkellängsachse S das zweite Angreifteil 12.

Im Bereich der Durchführung 20 des ersten Angreifteils 11 ist an diesem ein, bezogen auf die Schenkellängsrichtung S und die Längsachse L, seitlich von diesem abragender Vorsprung 16 ausgebildet, der im montierten Zustand des Halteelements 10 als Anschlag für die Unterseite einer Strebe des Gitters 50 fungiert.

Bei der Montage eines erfindungsgemässen Halteelements 10 wird dieses zunächst mit seinem ersten Angreifteil 11 und dem länglichen Führungselement 13 durch eine Öffnung zwischen zwei Querstreben 51 des Gitters 50 hindurchgeschwenkt (in den Figuren nicht dargestellt), so dass der Endbereich 27 des ersten Angreifteils 11 mit seinen Festhaltemitteln 26 unter einem Träger 40 positioniert ist. Das Schraubmittel 30 wird erst nach dem Einschwenken des ersten Angreifteils 11 und des länglichen Führungselements 13 entlang der Spannachse A durch den Durchbruch 15 hindurch bis ins Loch 25 eingesteckt.

Nach dem Anordnen des Haltelements an Gitter 50 und Träger 40 liegt der als Anschlag dienende Vorsprung 16 an einer dem zweiten Angreifteil 12 abgewandten Seite einer Längsstrebe 52 des Gitters 50 an. Der Vorsprung 16 liegt dazu in der Projektion des dritten Auflagebereichs 19. Hierdurch wird gewährleistet, dass der Vorsprung 16 auf jeden Fall unter eine Strebe des Gitters 50 zu liegen kommt.

Durch Einschrauben des durch den Durchbruch 15 hindurch geführten Schraubmittels 30 mit seinem Gewinde 31 in das Gegengewinde 24 an der Mutter 23 wird das Halteelement 10 fixiert, wobei der erste Angreifteil 11 entlang dem länglichen Führungselement 13 solange in Richtung des zweiten Angreifteiles 12 verschoben wird, bis die an seinem Endbereich 27 angeordneten Festhaltemittel 26 an der Unterseite des Trägers 40 angreifen und sich dort verkrallen. Die beiden Angreifmittel 11, 12 werden dadurch gegeneinander verspannt, wobei das Gitter 50 bzw. der Gitterrost am Träger 40 festgelegt wird (vgl. 3). Das zweite Angreifteil 12 liegt in diesem montierten Zustand mit seinen sattelförmigen Auflagebereichen 17, 18, 19 auf Querstreben 51 und Längsstreben 52 des Gitters 50 auf.


Anspruch[de]
Halteelement zum Befestigen von Gittern (50) an Trägern (40), mit einem schenkelförmigen ersten Angreifteil (11) und mit einem zweiten Angreifteil (12), die über Schraubmittel entlang einer Spannachse (A) gegeneinander verspannbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass an einem der Angreifteile (11, 12) ein, dem anderen Angreifteil (12, 11) zugewandtes längliches Führungselement (13) angeordnet ist, das beabstandet zur Spannachse (A) in einer Durchführung (20) an dem anderen Angreifteil (11, 12) verschiebbar geführt ist. Halteelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das längliche Führungselement (13) einteilig mit dem zweiten Angreifteil (12) ausgebildet ist. Halteelement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Angreifteil (12) mit dem länglichen Führungselement (13) als Stanzbiegeteil aus Blech ausgebildet ist. Halteelement nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass an dem, dem zweiten Angreifteil (12) abgewandten Ende des länglichen Führungselements (13) wenigstens ein Vorsprung (29) angeordnet ist, der als Anschlag für einen, dem zweiten Angreifteil (12) abgewandten Wandabschnitt (28) der Durchführung (20) ausgebildet ist. Halteelement nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das längliche Führungselement (13) zumindest bereichsweise einen U-förmigen Querschnitt aufweist. Halteelement nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass an der Durchführung Führungselemente (21, 22) für das längliche Führungselement (13) vorgesehen sind. Halteelement nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Angreifteil (11) mit der Durchführung (20) zumindest in einer Ebene, die durch eine Längsachse (L) des länglichen Führungselements (13) und eine Schenkellängsachse (S) des ersten Angreifteils (11) definiert ist, in einem Winkel alpha von –15° bis +10° gegenüber einer senkrechten Lage zur Längsachse (L) des länglichen Führungselements (13) verschwenkbar ist. Halteelement nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass am zweiten Angreifteil (12) ein Durchbruch (15) mit Widerlager für ein Schraubmittel (30) angeordnet ist, und dass am ersten schenkelförmigen Angreifteil (11) ein Gegengewinde (24) für ein Gewinde (31) des Schraubmittels (30) und wenigstens ein zum zweiten Angreifteil (12) hin ausgerichtetes Festhaltemittel (26) zum Fixieren des Halteelements (10) an einem Träger (40) angeordnet sind.






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