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Dokumentenidentifikation DE102007006425A1 23.08.2007
Titel Filterelement
Anmelder Mann + Hummel GmbH, 71638 Ludwigsburg, DE;
Universität Stuttgart, Institut für Flugzeugbau, 70174 Stuttgart, DE
Erfinder Rohrmeier, Josef, 84082 Laberweinting, DE;
Huber, Matthäus, 94419 Reisbach, DE;
Kolczyk, Markus, 74395 Mundelsheim, DE;
Durst, Michael, Dr., 74586 Frankenhardt, DE;
Klett, Yves, 78083 Dauchingen, DE;
Drechsler, Klaus, Prof. Dr.-Ing., 83620 Feldkirchen-Westerham, DE;
Kehrle, Rainer, Dipl.-Ing., 70197 Stuttgart, DE;
Moser, Nikolaus, Dr., 71254 Ditzingen, DE;
Beck, Andreas, 71642 Ludwigsburg, DE
DE-Anmeldedatum 05.02.2007
DE-Aktenzeichen 102007006425
Offenlegungstag 23.08.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.08.2007
IPC-Hauptklasse B01D 29/21(2006.01)A, F, I, 20070205, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B01D 46/52(2006.01)A, L, I, 20070205, B, H, DE   B01D 27/06(2006.01)A, L, I, 20070205, B, H, DE   
Zusammenfassung Bei einem Filterelement (1) mit einem schlauchförmigen Faltenbalg (2) aus gefaltetem Filtermaterial, welcher eine Vielzahl in Längsrichtung (10) des Faltenbalgs (2) aneinander anschließende Faltenschlaufen (3) aufweist, ist an wenigstens einem axialen Ende (7) des Faltenbalgs (2) ein Verschlußdeckel (4) befestigt.
Um ein Filterelement zu schaffen, welches bei erhöhter Filterleistung in beliebig gekrümmte Form bringbar und kostengünstig herstellbar ist, ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß die Faltenschlaufen (3) des Faltenbalgs (2) mit einer derartigen Kombination von winklig zueinander verlaufenden Diagonalfalzen versehen sind, daß die Faltenschlaufen (3) in Längsrichtung (10) des Faltenbalgs (2) hin- und hergehend verlaufen und dadurch eine dreidimensionale Kronenstruktur (18) bilden. Der Verschlußdeckel (4) weist dabei wenigstens im Bereich seines Randes eine der Kronenstruktur (18) der Faltenschlaufen (3) entsprechende Form auf.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Filterelement mit einem schlauchförmigen Faltenbalg aus gefaltetem Filtermaterial gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

Derartige Filterelemente werden zum Filtern von Luft oder auch Flüssigkeiten eingesetzt, wobei das zu filternde Medium durch das Filtermaterial in das Innere des Filterelementes gelangt und dort abgeführt wird, wobei die Schmutzpartikelfracht an dem Filtermaterial aufgefangen wird.

Aus der US 2,556,521 ist ein Rundfilterelement bekannt, bei dem ein zylindrisches Filtermaterial in Längsrichtung des Zylinders gestaucht ist und dadurch ein Faltenbalg gebildet ist. Die gestauchten Faltenschlaufen des Faltenbalgs erhöhen dabei die wirksame Filterfläche des Filterelementes. Die Faltenschlaufen bilden an den axialen Enden des Filterelementes eine ebene Flanschfläche aus, auf denen scheibenförmige Verschlußdeckel befestigt sind, welche den Innenraum des Faltenbalgs abdichten und den Rand einfassen. Einer der Verschlußdeckel ist von einem Reinluftrohr durchsetzt. Das Reinluftrohr ist perforiert ausgebildet und durchsetzt den Faltenbalg in axialer Richtung bis zum gegenüberliegenden axialen Ende. Das gesamte Filterelement ist in ein Gehäuse eingesetzt, welches einen Anschlußstutzen zur Zuführung des zu filternden Mediums aufweist, welches beim Durchdringen des Faltenbalges gefiltert wird und durch die Perforation in den Innenraum des Reinluftrohrs gelangt.

Aus der DE 27 25 437 A1 ist ein Rundfilterelement mit einem radial-profilierten Faltenbalg zum Reinigen von staubhaltiger Luft bekannt, bei dem an den axialen Enden des Faltenbalgs ein ebener Flanschansatz gefaltet ist, auf dem plattflächige Endstücke mit unprofilierten Flächen aufgesetzt sind.

In vielen Anwendungsfällen ist es vorteilhaft, die Filterelemente gekrümmt hinsichtlich ihrer Längserstreckung auszubilden, um sie in entsprechend gekrümmt ausgebildeten Rohrleitungen einzusetzen.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Filterelement der gattungsgemäßen Art zu schaffen, welches bei erhöhter Filterleistung in beliebig gekrümmte Form bringbar und kostengünstig herstellbar ist. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.

Bei dem erfindungsgemäßen Filterelement sind die in Längsrichtung des Faltenbalgs aneinander anschließenden Faltenschlaufen mit einer derartigen Kombination von senkrecht zueinander verlaufenden Diagonalfalzen versehen, daß die Faltenschlaufen in Längsrichtung des Faltenbalgs hin- und hergehend verlaufen und dadurch eine dreidimensionale Kronenstruktur bilden. Die Faltenschlaufen greifen entsprechend dem Zickzack-Verlauf der Kronenstruktur ineinander, wodurch zum einen eine erheblich vergrößerte Filterfläche gebildet ist und zum anderen der Faltenbalg in jede beliebige Richtung bedarfsweise abknickbar ist. Zum Verschluß des Faltenbalgs ist ein Verschlußdeckel vorgesehen, welcher wenigstens im Bereich seines Randes eine der Kronenstruktur der Faltenschlaufen entsprechende Form aufweist und auf diese Weise ein geschlossenes Ende der Kronenstruktur des Faltenbalgs bildet.

Mit dem erfindungsgemäß geformten Verschlußdeckel kann der Faltenbalg sicher abgedichtet werden, ohne daß das Ende für den Verbund mit dem Verschlußdeckel passend bearbeitet werden muß. Das Filterelement ist daher mit geringem Aufwand herstellbar und somit für eine Massenfertigung geeignet. Da eine Beschneidung des Faltenbalgs nicht erforderlich ist, fällt Ausschuß an Filtermaterial bei der Herstellung des Filterelementes nicht an, wodurch die Herstellung des Filterelementes kostengünstig wird. Die dreidimensionale Kronenstruktur des Verschlußdeckels kann darüber hinaus bei der Montage des Filterelementes in einem Gehäuse genutzt werden, da die Kontur des Verschlußdeckels die Drehwinkellage des Filterelementes festlegt. Vorteilhaft kann der Verschlußdeckel auf der dem Filterelement abgewandten Seite mit einer zusätzlich konturierten Oberfläche versehen sein, welche mit einer Innenwand des Filtergehäuses zusammenwirkt.

Die Verschlußdeckel können scheibenförmig ausgebildet sein und gleichen mit ihrer Kronenstruktur die Höhen und Tiefen der dreidimensionalen Struktur des Faltenbalgs aus und gewährleisten dadurch einen problemlosen Einbau in das Filtergehäuse.

Vorteilhaft sind die Faltenschlaufen in eine polygonale Kronenstruktur gefaltet, wodurch ein Filterelement entsteht, das aufgrund der Falttechnik des Faltenbalgs eine höhere Schmutzkapazität aufweist.

Eine einfache Herstellung des Filterelementes kann durch Verkleben des Verschlußdeckels mit dem Faltenbalg erreicht werden. In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist der Verschlußdeckel mit einem Fixiermantel an dem Faltenbalg festgelegt, welcher wenigstens den Kontaktbereich des Verschlußdeckels und der letzten Faltenschlaufe im Bereich des axialen Endes des Faltenbalgs in Längsrichtung des Faltenbalgs überdeckt. Die Anbringung des Fixiermantels, der zweckmäßig aus Kunststoff besteht und an der Außenseite des Filterelementes befestigt ist, gewährleistet eine vollständige Abdichtung bei sicherer Verbindung des Verschlußdeckels mit dem Rand des Faltenbalgs. Eine sichere Verbindung bei leichter Montage des Verschlußdeckels ist gegeben, wenn die letzte Faltenschlaufe im Bereich des axialen Endes des Faltenbalgs bei der Montage in Längsrichtung des Faltenbalgs aufgeklappt und der Verschlußdeckel auf einen Rand der aufgeklappten Faltenschlaufe aufgesetzt wird.

Der Verschlußdeckel besteht zweckmäßig aus Kunststoff, der mittels hochviskosem Flüssigkleber befestigt werden soll. Auch geschäumte Verschlußdeckel, beispielsweise aus PU-Schaum, sind vorteilhafte Ausführungsbeispiele. Auch sind metallische Verschlußdeckel vorteilhaft, welche beispielweise als Tiefziehteil in die vorgesehene Kronenstruktur geformt werden.

Der erfindungsgemäße Verschlußdeckel kann vorteilhaft auch mit einem Bypass-Ventil, einer Rücklaufsperre oder einer Kombination von Ventilanordnungen verknüpft werden. Eine besonders bevorzugte Ausführung ist dabei ein Verschlußdeckel aus Kunststoff, in den ein Kombinationsbauteil aus Rücklaufsperre und Bypass eingeknüpft ist.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist an einem dem Verschlußdeckel entgegengesetzt liegenden axialen Ende des Faltenbalgs ein Luftrohr mit einem der Kronenstruktur der Faltenschlaufen entsprechend geformten Ende angeschlossen, wobei ein sicherer Verbund des Luftrohrs mit dem Faltenbalg ohne Beschneidung des Faltenbalgs möglich ist.

Der Faltenbalg kann vorteilhaft aus einem polygonal gefalteten Schlauch bestehen. Zweckmäßig wird der Faltenbalg aus einem bahnförmigen Filtermaterial gefaltet, welches in Faltenschlaufen gestapelt ist und an den Rändern des bahnförmigen Filtermaterials zu einem Hohlkörper zusammengefügt ist. Auf diese Weise kann eine rasche Fertigung des Faltenbalgs erfolgen, wobei die Länge der Filterbahn entsprechend der Größe des Faltenbalgs angepaßt wird. Die Ränder des Filtermaterials, die zu der Rohrform des Faltenbalgs zusammengefügt werden, werden vorteilhaft mittels einer Leimraupe gefügt. Es ist auch möglich, die Leimraupe an dem Faltenbalg in der für den Einbau vorgesehenen Form anzubringen, so daß dieser in seinem gebogenen Verlauf fixiert wird.

Ausführungsbeispiele der Erfindung sind nachstehend anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:

1 eine schematische Ansicht eines Luftfilterelementes,

2 eine perspektivische Darstellung eines montierten Filterelementes,

3 bis 5 Darstellungen eines Faltenbalgs mit polygonal gefalteter Kronenstruktur,

6 bis 8 eine alternative Ausgestaltung eines Faltenbalgs mit polygonal gefalteter Kronenstruktur,

9 bis 11 eine weitere Ausgestaltung eines Faltenbalgs mit polygonal gefalteter Kronenstruktur,

12 bis 14 ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Faltenbalgs mit polygonal gefalteter Kronenstruktur,

15 und 16 perspektivische Darstellungen weiterer Aus führungsbeispiele eines Faltenbalgs.

1 zeigt ein Luftfilterelement 1 mit einem schlauchförmigen Faltenbalg aus gefaltetem Filtermaterial, beispielsweise Filterpapier oder Vlies. Das Rundfilterelement 1 wird in ein nicht dargestelltes Filtergehäuse eingesetzt, wobei Schmutzluft 30 durch das Filtermaterial in das Innere des Faltenbalgs 2 gezwungen wird und von dort Reinluft 31 über ein Reinluftrohr 9 abgeführt wird. Der Faltenbalg 2 ist dabei an einem axialen Ende 7 von einem Verschlußdeckel 4 verschlossen. An dem gegenüberliegenden axialen Ende 8 des Faltenbalgs 2 ist das Reinluftrohr 9 angeschlossen.

Der Faltenbalg 2 weist eine Vielzahl in Längsrichtung 10 des Faltenbalgs 2 aneinander anschließender Faltenschlaufen 3 auf, welche mit einer derartigen Kombination von winklig zueinander verlaufenden Diagonalfalzen versehen sind, daß die Faltenschlaufen 3 in Längsrichtung 10 des Faltenbalgs 2 hin- und hergehend verlaufen und dadurch eine dreidimensionale Kronenstruktur bilden. In der gezeigten Seitenansicht des Rundfilterelementes 1 ist erkennbar, daß die dreidimensional strukturierten Faltenschlaufen 3 in Längsrichtung 10 des Faltenbalgs 2 ineinandergreifen.

2 zeigt eine vereinfachte Darstellung des Filterelementes 1, wobei der Faltenbalg der besseren Übersichtlichkeit halber verkürzt dargestellt und eine wirksame Filterfläche 12 des Faltenbalgs zwischen Kontaktbereichen 15 und 17 gegeben ist. Das Ende des Faltenbalgs 2 ist durch einen Verschlußdeckel 4 abgedichtet, welcher eine der Kronenstruktur der Faltenschlaufen 3 des Faltenbalgs 2 entsprechende Form aufweist und formschlüssig – strichliert dargestellt – in die Zwischenräume der Kronenstruktur der Faltenschlaufen eingreift. Ein Kunststoffmantel 5 (1) Maßt den Verschlußdeckel 4 ein und reicht über die Kontaktstelle 15 des Verschlußdeckels 4 und des Faltenbalgs 2 hinaus.

Der Faltenbalg hat im vorliegenden Ausführungsbeispiel eine sechseckige Polygonstruktur. An Längsfalzen 14 der Endschlaufen 3, welche die Polygonstruktur bestimmen, wird der Kunststoffmantel mit dem Filterelement verklebt.

Das Reinluftrohr 9, das an dem gegenüber dem Verschlußdeckel 4 liegenden Ende des Faltenbalgs 2 angeschlossen wird, weist in seinem Endabschnitt 13 eine der dreidimensionalen Kronenform des Faltenbalgs 2 entsprechende Form auf, im Ausführungsbeispiel also eine sechs-polygonale Kronenform, mit der das Reinluftrohr 9 formschlüssig an der Kronenstruktur des Faltenbalgs anliegt. An dem Kontaktbereich 15 zwischen Verschlußdeckel 4 und Faltenbalg 2 und dem Kontaktbereich 17 des Reinluftrohrs 9 und dem Faltenbalg 2 wird zur Abdichtung und Trennung des Rohrluftbereichs vom Reinluftbereich eine Leimraupe aufgetragen.

In den 3 bis 5 ist ein erstes Ausführungsbeispiel eines Faltenbalgs gezeigt, wobei die in Überdeckung zueinander liegenden Faltenschlaufen 3 in eine polygonale Kronenstruktur 18, im Ausführungsbeispiel eine viereckige Grundform gefaltet sind. Die in 4 ausschnittsweise dargestellten Faltenschlaufen sind mit winklig in Umfangsrichtung der Faltenschlaufe 3 aneinander anschließenden Diagonalfalzen 20, 20a versehen, wobei die Diagonalfalze 20 aus der Zeichenebene hervorstehen und über einer Ebene der Diagonalfalze 20a liegen und eine dreidimensionale Struktur der Faltenschlaufe 3 darstellen. Innerhalb der einzelnen Faltenschlaufen ist ein Ringraum 19 (5) gebildet, in dem die gefilterte Reinluft gesammelt wird und letztlich aus dem Faltenbalg 2 abgezogen werden kann. Jede Filterschlaufe 3 ist durch Längsfalze 14 abgeknickt, so daß eine im Ausführungsbeispiel gemäß 3 bis 5 viereckige Grundstruktur entsteht, wobei die Faltenschlaufen 3 in Längsrichtung des Faltenbalgs 2 in Überdeckung zueinander liegen und dadurch ein leicht zu handhabendes, kastenförmiges Filterbauteil entsteht. Die letzte, oben auf dem Faltenbalg 2 liegende Endschlaufe bildet mit ihrer dreidimensional gefalteten Struktur eine Kronenstruktur des Faltenbalgs 2 aus, wobei in Umfangsrichtung des Faltenbalgs 2 hervorstehende Ohren 21 und zurückstehende Abschnitte der Faltenschlaufe 3 gebildet sind.

Die 6 bis 8 zeigen ein Ausführungsbeispiel eines Faltenbalgs mit einer polygonalen Kronenstruktur 18, bei der die Faltenschlaufen 3 eine Vielzahl von Längsfalzen 14 aufweisen. An jedem Längsfalz 14 treffen sich die Diagonalfalze 20, wodurch eine hin- und hergehende Kronenstruktur in Umfangsrichtung der Faltenschlaufe 3 entsteht. Mit der Vielzahl von Polygonecken entsteht ein der Zylinderform angenäherter Faltenbalg 2 mit einem annähernd runden Innenraum 19, in den bedarfsweise ein Rohrkörper einführbar ist. Die Diagonalfalze 20 sind im vorliegenden Ausführungsbeispiel in einem steileren Winkel als im Ausführungsbeispiel der 3 bis 5 gefaltet, so daß an den Faltenschlaufen 3 eine Kronenstruktur 18 mit steileren Flanken entsteht, welche an der Endfalte 6 am axialen Ende des Faltenbalgs 2 sichtbar ist.

Bevorzugt werden Faltenbälge 2 mit sechs- oder achteckiger Polygonstruktur. In 9 bis 11 ist ein Faltenbalg 2 dargestellt, dessen Faltenschlaufen 3 sechs Längsfalze 14 aufweisen und dadurch eine Kronenstruktur 18 mit sechs Polygonecken ausbilden. Der Faltenbalg 2 kann aus einem bahnförmigen Filtermaterial gefaltet werden, wobei nach Falten der Diagonalfalze 20 und der parallel zu den Rändern verlaufenden Längsfalze 14 die Ränder 27 zusammengefügt werden und dadurch der schlauchförmige Faltenbalg 2 geschlossen wird. Entsprechend der Anordnung der Längsfalze 14 ergibt sich dabei eine polygonale Grundstruktur. Zur Fixierung des Filtermaterials wird an der Nahtstelle der Ränder 27 eine Leimraupe 25 aufgetragen. Ist ein bestimmter gekrümmter Verlauf des Faltenbalgs 2 für den jeweiligen Einsatzfall des Filterelementes gewünscht, so kann der Faltenbalg 2 in den entsprechenden Längsverlauf gebogen und durch die dann angebrachte Leimraupe 25 in der gewählten Biegeform fixiert werden. Die Herstellung des Faltenbalgs 2 durch Aneinanderfügen der Ränder eines gestreckten Filtermaterials ist nicht auf die sechseckige Polygonform gemäß 9 bis 11 beschränkt. Vielmehr können auch die Ausführungsformen des Faltenbalgs nach den 3 bis 8 bzw. 15 und 16 als gefalteter Stapel eines gestreckten Filtermaterials hergestellt werden, welches an den die Polygongrundform des Faltenbalgs bestimmenden Stellen abgeknickt wird und an den Rändern durch Auftragen einer Leimraupe 25 fixiert wird.

In 12 bis 14 ist ein Faltenbalg 2 mit achteckiger Kronenstruktur 18 der Faltenschlaufen 3 dargestellt. Die Kronenstruktur 18 der Faltenschlaufen 3bildet an der sichtbaren Endschlaufe am axialen Ende des Faltenbalgs 2 eine umlaufende Ringstruktur aus aneinandergesetzten Dreiecksflächen aus, welche durch die winklig auf den Faltenschlaufen 3 ausgeprägten Diagonalfalze 20 bestimmt sind.

15 und 16 zeigen Ausführungsformen eines Faltenbalgs mit polygonalen, dreidimensionalen Kronenstrukturen der Faltenschlaufen 3 mit einer Vielzahl von Längsfalzen 14 am Umfang des Faltenbalgs 2. Die Diagonalfalze 20 der jeweiligen Faltenschlaufen 3 sind dabei nicht in direkt alternierender Folge hin- und hergehend angeordnet, sondern jeweils in paarweise aufeinanderfolgender Anordnung. Dadurch entsteht eine Kronenstruktur 18 mit Einsackungen 23 und Erhebungen 24 gegenüber einer Ebene der jeweiligen Faltenschlaufe 3, wobei die jeweiligen Flächen der Erhebungen 24 und Einsackung 23 durch im wesentlichen in Längsrichtung des Faltenbalgs 2 verlaufende Seitenflächen verbunden sind. Dadurch entsteht eine umlaufende Kronenstruktur 18 nach Art von Burgzinnen, bei der ein innenliegender Hauptfalz 3a der Faltenschlaufen 3 in Längsrichtung des Faltenbalgs 2 zueinander versetzt liegende Abschnitte zwischen den Polygonecken aufweist. Bei der in 15 und 16 dargestellten Kronenstruktur 18 mit Einsackungen 23 und Erhebungen 24 kann der Faltenbalg mit einem Verschlußdeckel (1, 2) abgedichtet werden, welcher an seinem Rand, mit dem er auf dem Faltenbalg 2 aufliegt, mit der Kronenstruktur 18 entsprechenden Einsackungen und Erhebungen ausgestaltet ist.

Ein Faltenbalg mit dreidimensionaler Kronenstruktur 18 gemäß den 3 bis 16 wird in einem Filterelement gemäß 1 durch einen Verschlußdeckel 4 an einem axialen Ende 7 verschlossen, der eine der Kronenstruktur 8 entsprechende Form aufweist. Der Verschlußdeckel 4 folgt dabei der Kontur der Kronenstruktur und läßt sich formschlüssig in die Kronenstruktur der am axialen Ende 7 letzten Faltenschlaufe einfügen und wird dort mit dem Faltenbalg 2 verklebt. Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist der Verschlußdeckel 4 mit einem Fixiermantel 5 an dem Faltenbalg 2 festgelegt, welcher den Kontaktbereich des Verschlußdeckels 4 und der letzten Faltenschlaufe im Bereich des axialen Endes 7 in Längsrichtung 10 des Faltenbalgs 2 überdeckt.

Bei der Montage des Filterelementes 1 wird vor dem Aufsetzen des Verschlußdeckels 4 mit Kronenstruktur die letzte Faltenschlaufe am axialen Faltenbalgende 7 in Längsrichtung 10 des Faltenbalgs 2 aufgeklappt und der Verschlußdeckel 4 auf den Rand 22 (3) der aufgeklappten Faltenschlaufe 3 aufgesetzt.

Der Verschlußdeckel 4 besteht aus Kunststoff, wodurch das gesamte Filterelement 1 nach einem turnusmäßigen Filterwechsel rückstandsfrei verbrannt werden kann. Der Mantel 5 zur Anbindung des Verschlußdeckels 4 an den Faltenbalg 2 besteht aus einem Kunststoff, wobei wenigstens der Randbereich des Verschlußdeckels 4 und die Faltenschlaufe mit dem Mantelkunststoff überzogen werden und dadurch eine luftdichte Verbindung geschaffen ist.

An dem anderen axialen Ende 8 des Faltenbalgs 2, welches dem durch Verschlußdeckel 4 verschlossenen axialen Ende 7 gegenüberliegt, ist das Reinluftrohr 9 angeschlossen, wobei das Ende 26 des Reinluftrohrs eine der Kronenstruktur des Faltenbalgs 2 entsprechende Form aufweist und dadurch formschlüssig in die Kronenstruktur des Faltenbalgs eingreift. Das Reinluftrohr 9 wird mit dem Faltenbalg 2 verklebt, wobei die letzte Faltenschlaufe 16 des Faltenbalgs 2 aufgeklappt wird und dadurch das Reinluftrohr 9 in den Faltenbalg 2 geschoben werden kann. Durch das Reinluftrohr 9 kann die gefilterte Reinluft aus dem Inneren des Faltenbalgs 2 in Pfeilrichtung 31 einer weiteren Verwendung zugeführt werden.

Der Faltenbalg 2 ist im gezeigten Ausführungsbeispiel symmetrisch zu einer Längsachse 11 ausgebildet. Die Faltenschlaufen 3 des Faltenbalgs 2 erlauben dabei eine beliebige Biegung des Faltenbalgs in seiner Längsrichtung 10, wobei die dreidimensionale Kronenstruktur der ineinandergreifenden Faltenschlaufen 3 eine größtmögliche Filterfläche für die Schmutzluft 30 bereitstellt.


Anspruch[de]
Filterelement mit einem schlauchförmigen Faltenbalg (2) aus gefaltetem Filtermaterial, welcher eine Vielzahl in Längsrichtung des Faltenbalgs (2) aneinander anschließende Faltenschlaufen (3) aufweist, wobei an wenigstens einem axialen Ende (7) des Faltenbalgs (2) ein Verschlußdeckel (4) befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Faltenschlaufen (3) des Faltenbalgs (2) mit einer derartigen Kombination von winkelig zueinander verlaufenden Diagonalfalzen (20, 20a) versehen sind, daß die Faltenschlaufen (3) in Längsrichtung (10) des Faltenbalgs (2) hin- und hergehend verlaufen und dadurch eine dreidimensionale Kronenstruktur (18) bilden, und wobei der Verschlußdeckel (4) wenigstens im Bereich seines Randes eine der Kronenstruktur (18) der Faltenschlaufen (3) entsprechende Form aufweist und auf diese Weise ein geschlossenes Ende (7) der Kronenstruktur des Faltenbalgs (2) bildet. Filterelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Faltenschlaufen (3) in eine polygonale Kronenstruktur (18) gefaltet sind. Filterelement nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Verschlußdeckel (4) mit dem Faltenbalg (2) verklebt ist. Filterelement nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Verschlußdeckel mit einem Fixiermantel (5) an dem Faltenbalg (2) festgelegt ist, welcher wenigstens den Kontaktbereich (15) des Verschlußdeckels (4) und der letzten Faltenschlaufe (3) im Bereich des axialen Endes (7) des Faltenbalgs (2) in Längsrichtung (10) des Faltenbalgs (2) überdeckt. Filterelement nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Fixiermantel (5) aus Kunststoff besteht und an der Außenseite des Filterelements (1) befestigt ist. Filterelement nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die letzte Faltenschlaufe (3) im Bereich des axialen Endes (7) des Faltenbalgs (2) in Längsrichtung (10) des Faltenbalgs (2) aufgeklappt ist und der Verschlußdeckel (4) auf einen Rand (22) der aufgeklappten Faltenschlaufe (3) aufgesetzt ist. Filterelement nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Verschlußdeckel (4) aus Kunststoff besteht. Filterelement nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß an einem dem Verschlußdeckel (4) entgegengesetzt liegenden axialen Ende (8) des Faltenbalgs (2) ein Luftrohr (9) mit einem der Kronenstruktur (18) der Faltenschlaufen (3) entsprechend geformten Ende (26) angeschlossen ist. Filterelement nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Faltenbalg (4) aus einem polygonal gefalteten Schlauch besteht. Filterelement nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Faltenbalg (2) aus einem bahnförmigen Filtermaterial gefaltet ist, welches in Faltenschlaufen (3) gestapelt und an den Rändern (27) des bahnförmigen Filtermaterials zu einem Hohlkörper zusammengefügt ist. Filterelement nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Ränder (27) des Filtermaterials mittels einer Leimraupe (25) gefügt sind.






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