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Dokumentenidentifikation DE202007005003U1 23.08.2007
Titel Leuchte, insbesondere Gefahrenfeuer für Windkraftanlagen
Anmelder aqua signal Aktiengesellschaft, 28307 Bremen, DE
Vertreter Meissner, Bolte & Partner Anwaltssozietät GbR, 28209 Bremen
DE-Aktenzeichen 202007005003
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 23.08.2007
Registration date 19.07.2007
Application date from patent application 03.04.2007
IPC-Hauptklasse F21S 10/00(2006.01)A, F, I, 20070403, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Leuchte, insbesondere als Gefahrenfeuer, Hindernisfeuer oder Flugsicherungsleuchte, vorzugsweise für Windkraftanlagen oder hohe Gebäude.

Auf erhöhten Objekten, etwa Türmen, Masten oder Windkraftanlagen, sind als Flugsicherungsmaßnahmen Blinkleuchten oder Festfeuer installiert. Diese müssen gesetzliche Anforderungen an die Leuchtstärke, horizontale Abstrahlwinkel, Farbe und Zuverlässigkeit erfüllen. Vorgeschrieben ist beispielsweise weißes Blinklicht als Tagfeuer und rotes Blinklicht als Nachtfeuer. Die Vorschriften können von Land zu Land unterschiedlich sein.

Bereits bekannt ist die Verwendung von roten LEDs als Leuchtmittel für derartige Leuchten. Schon seit einiger Zeit sind rote LEDs in ausreichender Lichtstärke für diesen Zweck einsetzbar. Dabei werden mehrere rote LEDs zugleich angesteuert.

Zur Erzeugung von weißem Blinklicht werden in derartigen Leuchten bislang Xenon-Blitzlampen verwendet. Diese haben gegenüber LEDs eine relativ kurze Lebensdauer. Mit der erfindungsgemäßen Leuchte soll dieser Nachteil überwunden werden.

Eine zur Lösung der Aufgabe vorgesehene erfindungsgemäße Leuchte weist die Merkmale des Anspruchs 1 auf. Danach wird eine erste Lichtabstrahlebene durch umlaufend angeordnete Leuchtmittel definiert, ebenso eine zweite Lichtabstrahlebene durch weitere umlaufend angeordnete Leuchtmittel. Die Leuchtmittel sind als LEDs ausgebildet. In der ersten Lichtabstrahlebene weisen die LEDs eine bestimmte einheitliche Farbe auf, in der zweiten Lichtabstrahlebene eine andere einheitliche Farbe. Vorzugsweise handelt es sich um die Farben rot und weiß. Demnach werden bei der erfindungsgemäßen Leuchte erstmals beide Lichtfarben durch LEDs erzeugt. Die Zeit bis zum Austausch der ersten Leuchtmittel wird erheblich verlängert.

Nach einem weiteren Gedanken der Erfindung ist eine weitere Lichtabstrahlebene durch umlaufend angeordnete Leuchtmittel gebildet, wobei sämtliche Lichtabstrahlebenen übereinander und parallel zueinander angeordnet sind. Auf diese Weise können nahezu beliebig viele Lichtabstrahlebenen gleicher oder verschiedener Farben miteinander kombiniert werden, insbesondere zur Erzielung definierter Lichtstärken einer bestimmten Farbe und Abstrahlcharakteristiken.

Vorzugsweise sind vier Lichtabstrahlebenen übereinander und parallel zueinander angeordnet, wobei in drei Lichtabstrahlebenen weiße LEDs und in einer Lichtabstrahlebene rote LEDs Licht abstrahlen.

Vorzugsweise weisen die weißen LEDs jeweils die mehrfache Lichtstärke der roten LEDs auf, so dass insgesamt das weiße Licht (tagsüber) etwa zehn Mal so stark leuchtet wie das rote Licht (nachts).

Eine weitere erfindungsgemäße Leuchte weist die Merkmale des Anspruchs 4 auf. Die permanent oder regelmäßig aufleuchtenden Leuchtmittel bewirken eine starke Erwärmung der Leuchte. Gerade bei Verwendung von LEDs ist die Erwärmung nicht erwünscht, da die Lichtstärke und die Lebensdauer negativ beeinflusst werden. Die anfallende Wärmeenergie soll möglichst umgehend abgeführt werden. Zu diesem Zweck sind die Leuchtmittel direkt oder indirekt auf einem vertikalgerichteten rohrförmigen Kühlkörper angeordnet. Dabei weist die Leuchte an ihrer Unterseite eine Einlassöffnung und an ihrer Oberseite eine Auslassöffnung auf, derart, dass eine Kühlluftströmung durch die Leuchte und den Kühlkörper möglich ist. Vorzugsweise fluchten die Einlassöffnung und die Auslassöffnung mit dem rohrförmigen Kühlkörper. Dieser ist vorzugsweise aus einer Aluminiumlegierung oder einem anderen gut wärmeleitenden Metall gefertigt. Die einzelnen Leuchtmittel, insbesondere LEDs, können auf Metallkernleiterplatten angeordnet sein, welche auf dem Kühlkörper montiert sind, so dass die Wärmeenergie auf kurzem Weg an den Kühlkörper abgegeben werden kann.

Nach einem weiteren Gedanken der Erfindung schließt an den Kühlkörper nach oben ein ringförmiger Leuchtenkopf mit Kühlrippen an. Vorzugsweise sind die Kühlrippen vertikal und radial gerichtet. Die Kühlrippen strahlen die Wärme an die Umgebung ab oder geben die Wärme durch Konvektion an die umgebende Luft ab.

Eine weitere erfindungsgemäße Leuchte weist die Merkmale des Anspruchs 6 auf. Die Leuchte weist zwei umlaufende Lichtabstrahlebenen auf durch entsprechende Anordnung von Leuchtmitteln nebeneinander und übereinander. Zur Bündelung des Lichts und zur Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen hierzu sind mindestens zwei umlaufende, ringförmige Linsenelemente vorgesehen, die die Leuchtmittel umgeben und die ebenfalls übereinander angeordnet sind. Dabei sind die Linsenelemente fest und gasdicht miteinander verbunden, vorzugsweise verklebt. Jedes Linsenelement kann als katadioptrische Linse ausgebildet sein, etwa mit einem mittleren Bereich und zwei seitlichen Bereichen (ein "seitlicher Bereich" oberhalb des mittleren Bereichs und ein "seitlicher Bereich" unterhalb desselben). Derartige Linsenelemente sind einfacher herstellbar als komplexe Strukturen, die mehrere Linsenelemente in einer Einheit zusammenfassen. Gemäß der Erfindung werden die ringförmigen Linsenelemente einzeln gefertigt und dann axial aufeinandergelegt und miteinander verbunden, so dass sich je nach Anzahl der Linsenelemente eine axial längere oder kürzere zylindrische Linse ergibt. Vorzugsweise ist je Lichtabstrahlebene ein eigenes Linsenelement vorgesehen.

Nach einem weiteren Gedanken der Erfindung sind zwischen Linsenelementen Abschattungselemente angeordnet, insbesondere radial einwärts gerichtete Blendenringe. Die Abschattungselemente können radial außen am Übergang zwischen zwei Linsenelementen angeordnet sein, beispielsweise mit einer umlaufenden Außenkante zwischen zwei Linsenelementen gehalten sein. Vorzugsweise weisen die Abschattungselemente radial innen einen Abstand zu den Leuchtmitteln oder zu einem Träger oder Kühlkörper für die Leuchtmittel auf.

Eine weitere erfindungsgemäße Leuchte ist durch die Merkmale des Anspruchs 9 definiert. Danach sind Leuchtmittel unter Bildung mindestens einer Lichtabstrahlebene umlaufend an einem mittigen Träger, insbesondere Kühlkörper, angeordnet, welcher zwischen einem Leuchtenboden und einem Leuchtenkopf sitzt. Mit Abstand zum Träger, radial außerhalb desselben und unter Bildung eines umlaufenden Spalts ist mindestens ein Linsenelement zwischen Leuchtenboden und Leuchtenkopf angeordnet. Dem umlaufenden Spalt ist ein Druckausgleichselement zugeordnet. Vorzugsweise ist das Druckausgleichselement am Leuchtenboden angeordnet, insbesondere an dessen Unterseite. Die Leuchtmittel sollen gegen Feuchtigkeit geschützt sein. Entsprechend bilden die einzelnen Teile einen abgedichteten Hohlraum für die Leuchtmittel. Die Temperatur in diesem Hohlraum, und damit auch der Druck, kann in Abhängigkeit von Wetter und Jahreszeit kurzfristig schwanken. Zur Vermeidung von Über- oder Unterdruck ist ein Druckausgleichsventil an geschützter Stelle unten am Leuchtenboden vorgesehen. Vorzugsweise handelt es sich um ein Goretex-Ventil. Die textile Membran ermöglicht einen Gasaustausch, lässt aber keine Flüssigkeit hindurch.

Eine weitere erfindungsgemäße Leuchte weist die Merkmale des Anspruchs 11 auf. Ähnlich der Leuchte gemäß den Ansprüchen 6 und 8 sind Linsenelemente mit zugeordneten Abschattungselementen vorgesehen. Ziel ist die Anordnung und Ausbildung der Abschattungselemente derart, dass nur Licht aus einer Reihe von Leuchtmitteln in das jeweils benachbarte Linsenelement fällt. Die Linsenelemente können Teile einer einteiligen oder mehrteiligen Linse sein.

Eine weitere erfindungsgemäße Leuchte ergibt sich aus den Merkmalen des Anspruchs 12. Ein Leuchtengehäuse weist einen Leuchtenkopf mit Bereichen zur Abstrahlung von Wärme auf, insbesondere Kühlrippen. Mit Abstand zum Leuchtenkopf ist ein Abschattungselement, insbesondere eine Haube, vorgesehen zum Beschatten des Leuchtenkopfs gegen Sonneneinstrahlung. Ziel ist die Beschattung des Leuchtenkopfs, so dass möglichst wenig solare Strahlungswärme zugeführt wird. Die Form des Abschattungselements kann abhängig sein von der Form des Leuchtenkopfs und vom Breitengrad des Aufstellorts der Leuchte. Insbesondere ist an eine Kombination mit einem röhrenförmigen Kühlkörper innerhalb der Leuchte und einer Kühllufteinlassöffnung und einer Kühlluftauslassöffnung am Leuchtenboden bzw. Leuchtenkopf gedacht.

Eine weitere erfindungsgemäße Leuchte weist die Merkmale des Anspruchs 13 auf. Grundsätzlich bekannt ist eine Degradationskontrolle für LEDs. Diese verlieren im Laufe ihrer Lebensdauer an Lichtstärke bei gleicher elektrischer Leistung. Zur Beibehaltung der Lichtstärke muss die elektrische Leistung nachgeregelt werden. Im vorliegenden Fall ist zusätzlich zu den als Leuchtmittel vorgesehenen LEDs eine Referenz-LED vorgesehen, die vorzugsweise vom selben Typ ist wie die LEDs im Übrigen. Der Referenz-LED ist ein Fotosensor zugeordnet zur Degradationskontrolle. Die Referenz-LED strahlt ihr Licht nur in Richtung auf den Sensor ab und ist im Übrigen abgeschattet bzw. der Sensor ist gegenüber anderem Licht abgeschattet, so dass dieser nur Licht von der Referenz-LED empfängt. Die Referenz-LED kann irgendwo an der Leuchte vorgesehen sein, ohne Rücksicht auf das von der Leuchte abzustrahlende Licht. Es kann die bestmögliche Position relativ zum Sensor genutzt werden.

Vorteilhafterweise ist die Referenz-LED mit den übrigen LEDs thermisch gekoppelt, um so die gleiche oder ähnliche Wärmebelastung zu erfahren.

Nach einem weiteren Gedanken der Erfindung sind LEDs mit mindestens zwei verschiedenen Farben vorgesehen, wobei je Farbe eine eigene Referenz-LED und vorzugsweise auch ein eigener Sensor vorgesehen sind.

Vorteilhafterweise ist eine Regelungseinrichtung zur Degradationskontrolle und Regelung der Lichtstärke der LEDs in Abhängigkeit von der detektierten Lichtstärke der jeweiligen Referenz-LED vorgesehen. Über die Regelungseinrichtung wird die elektrische Leistung der LEDs an die nachlassende Lichtstärke angepasst bis zu einem oberen Grenzwert der elektrischen Leistung. Bei Überschreiten des Grenzwerts werden die Leuchte oder eine definierte Gruppe von LEDs abgeschaltet. Alternativ oder zusätzlich kann eine Meldung an eine Zentrale erfolgen.

Nach einem weiteren Gedanken der Erfindung kann ein Temperatursensor in der Leuchte vorgesehen sein sowie eine Diagnoseeinrichtung zur Registrierung eines Temperaturverlaufs, insbesondere im Bereich der LEDs. Vorzugsweise ist der Temperatursensor möglichst dicht an den LEDs oder am Kühlkörper für die LEDs angeordnet.

Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen und aus der Beschreibung im Übrigen. Vorteilhafte Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:

1 eine perspektivische Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Leuchte,

2 eine perspektivische, auseinandergezogene Darstellung der Leuchte gemäß 1,

3 eine perspektivische, auseinandergezogene Darstellung einer zylindrischen Linse der Leuchte gemäß 1,

4 eine perspektivische Unteransicht eines Teils der Leuchte gemäß 1, teilweise in auseinandergezogener Darstellung,

5 eine perspektivische Ansicht von auf einem Kühlkörper montierten Leuchtmittelträgern in Verbindung mit einer Bodenplatte,

6 eine perspektivische, aufgeschnittene Darstellung der Leuchte gemäß 1,

7 einen aufrechten Schnitt durch die Leuchte gemäß 1 in einem oberen Bereich derselben,

8 eine vergrößerte Darstellung der Ansicht gemäß 6, und zwar in einem oberen Bereich der Leuchte,

9 einen aufrechten Schnitt durch die Leuchte gemäß 1 zur Darstellung eines Details im unteren Bereich der Leuchte,

10 eine vergrößerte Darstellung der Ansicht gemäß 5 mit Leuchtenboden.

Eine Leuchte 15 als Gefahrenfeuer auf einer Windkraftanlage und mit einem roten Nachtlicht und einem weißen Taglicht weist eine aufrechte zylindrische Linse 16, einen daran nach oben anschließenden Leuchtenkopf 17, einen nach unten an die Linse 16 anschließenden Leuchtenboden 18 und ein externes Abschattungselement oberhalb des Leuchtenkopfs 17 auf, nämlich eine Sonnenhaube 19.

Der Leuchtenkopf 17 ist im Wesentlichen ringförmig ausgebildet mit vertikal und zugleich radial gerichteten Kühlrippen 20 und besteht vorzugsweise aus einem gut wärmeleitenden Metall. Die Sonnenhaube 19 ist mit Bolzen 21 und mit Abstand am Leuchtenkopf 17 gehalten.

Im Inneren der Leuchte 15 und koaxial zur Linse 16 ist ein im Wesentlichen rohrförmiger oder zylindrischer Kühlkörper 22 aus einem gut wärmeleitenden Metall (wie Aluminium) angeordnet. Außen am Umfang des Kühlkörpers 22 sind axial gerichtete schmale Leiterplatten 23 aufgebracht als Träger für Leuchtmittel, welche hier als LEDs 24, 25, 26, 27 ausgebildet sind. Die Leiterplatten 23 liegen flächig am Kühlkörper 22 an und weisen Metallkerne auf zum schnelleren Verteilen der Abwärme der LEDs. Jede der Leiterplatten 23 erstreckt sich über nahezu die gesamte Länge des Kühlkörpers 22 und nimmt mehrere, nämlich insgesamt vier LEDs auf, die etwa gleiche Abstände zueinander aufweisen und von denen vorzugsweise nur eine eine rote LED ist. Die übrigen LEDs auf der jeweiligen Leiterplatte sind weiß. Die roten LEDs weisen eine elektrische Leistung von etwa 1 Watt auf, die weißen LEDs etwa 3 Watt.

Rund um den Kühlkörper sind 36 Leiterplatten parallel zueinander aufgebracht. Auf diese Weise sind vier Lichtabstrahlebenen übereinander und parallel zueinander gebildet. In jeder Lichtabstrahlebene sind nur LEDs gleicher Farbe angeordnet. Vorzugsweise sind in der obersten Abstrahlebene 28 die roten LEDs angeordnet, während in den darunter liegenden Lichtabstrahlebenen 29, 30, 31 weißes Licht emittiert wird. In der Summe ergibt sich für das rote Licht eine Lichtstärke von ca. 2.000 Candela plus/minus 25%, für das weiße Licht ca. 20.000 Candela plus/minus 25% (Lichtstärke unter Berücksichtigung der Bündelung durch die Linse zur Erzielung der vorgeschriebenen Abstrahlungswinkel – vorzugsweise bis 5° oberhalb und bis 5° unterhalb einer die Leuchte schneidenden horizontalen Ebene).

Die Leiterplatten 23 sind am Kühlkörper befestigt mit je drei Montageschrauben 32, 33, 34. Dabei sind die oberen Montageschrauben 32 dicht am oberen Ende der Leiterplatten 23 angeordnet, noch oberhalb bwz. außerhalb der obersten Lichtabstrahlebene 28. Die mittleren Montageschrauben 33 sitzen zwischen den mittleren Lichtabstrahlebenen 29, 30 und die unteren Montageschrauben 34 sitzen unterhalb der untersten Lichtabstrahlebene 31 mit Abstand zu einem unteren Ende der Leiterplatten 23.

Die zylindrische Linse 16 ist zusammengesetzt aus mehreren, hier vier ringförmigen, katadioptrischen Linsenelementen 35, 36, 37, 38, die übereinander koaxial angeordnet und miteinander regendicht oder sogar gasdicht verklebt sind. Die Linsenelemente 35 bis 38 sind so bemessen und angeordnet, dass jedes Linsenelement auf eine der Lichtabstrahlebenen 28 bis 31 ausgerichtet ist. Im Bereich der Übergänge zwischen den einzelnen Linsenelementen 35 bis 38 sind interne, vorzugsweise schwarze Abschattungselemente, nämlich Blendenringe 39, 40, 41 angeordnet. Diese sind von den genannten Übergängen einwärts gerichtet und erstrecken sich nicht ganz bis an die Leiterplatten 23 heran. Aufgabe der Blendenringe 39 bis 41 ist die Abschattung gegen das Licht aus angrenzenden Lichtabstrahlebenen, um so das gesamte Streulicht der Leuchte zu minimieren. An das unterste Linsenelemente 38 schließt nach unten ein Leuchtenbodendeckel 42 an, welcher eine nach oben offene Ausnehmung 43 entsprechend dem Durchmesser der Linsenelemente aufweist.

Der Leuchtenboden 18 weist seitlich eine Durchführung 44 für elektrische Anschlüsse auf. In die Durchführung eingesetzt ist eine geeignete Steckdose 45 mit Vielfachkontakten 46.

Der Leuchtenboden 18 ist zugleich Standfuß für die Leuchte und kann mit geeigneten Befestigungsmitteln zur Befestigung der Leuchte auf einer Oberfläche oder einem Untergrund versehen sein. Unterseitig weist der Leuchtenboden 18 eine Einlassöffnung 47 für Kühlluft auf. Die Einlassöffnung ist mittig angeordnet, unterhalb des Kühlkörpers 22. Letzterer ist im Bereich der Einlassöffnung 47 mit dem Leuchtenboden 18 verschraubt.

Neben der Einlassöffnung 47 weist der Leuchtenboden 18 unterseitig ein Druckausgleichselement auf, insbesondere ein Goretex-Ventil 48. Durch dieses sind ein Unterdruck oder Überdruck im umlaufenden Luftspalt zwischen der Linse 16 und dem Kühlkörper 22 ausgleichbar. An die Leiterplatten 23 schließt unten eine Bodenplatte 49 an, die sich vom Kühlkörper 22 radial erstreckt und in die der Kühlkörper 22 mit seinem unteren Ende ein kurzes Stück eintaucht, siehe insbesondere 6 und 9.

Auf der Bodenplatte 49 sitzt eine Steckerleiste 50 zum Anschluss elektrischer Verbindungen. Jede Leiterplatte 23 ist mit vier Kontakten an korrespondierende Kontakte auf der Bodenplatte 49 angeschlossen. Gehalten wird die Bodenplatte 49 von Winkelblechen 51, die mit einzelnen der Montageschrauben 34 auf den zugehörigen Leiterplatten befestigt sind. Die Steckerleiste 50 ist mit den Kontakten 46 verbunden. Die Bodenplatte 49 ist so bemessen, dass sie mit ihrem äußeren Rand nicht ganz bis an eine benachbarte Außenwand 52 des Leuchtenbodens 18 heranreicht.

Der Kühlkörper 22 ist doppelwandig ausgebildet nach Art einer Rohr-In-Rohr-Formation mit radial gerichteten Verbindungswänden 53 zwischen einem Innenrohr 54 und einem Außenrohr 55, siehe insbesondere 2 (oberes Ende des Kühlkörpers 22). Diese Struktur ist auch in der Einlassöffnung 47 an der Unterseite des Leuchtenbodens 18 erkennbar, siehe 4. Vorgesehen sind sechs radial gerichtete Verbindungswände 53 mit jeweils gleichen Abständen und Winkeln zueinander. Im Bereich des Innenrohres 54 ist der Kühlkörper 22 mit dem Leuchtenboden 18 verschraubt, siehe Schrauben 56 in 4.

In gleicher Weise wie der Leuchtenboden 18 weist der Leuchtenkopf 17 eine Öffnung auf, nämlich eine Auslassöffnung 57 für die durch den Kühlkörper 22 strömende Kühlluft. Die Struktur im Aufbau des Kühlkörpers 22 findet sich auch im Bereich der Auslassöffnung 57 wieder. Hier ist der Leuchtenkopf 17 über entsprechende Schrauben 58 mit dem Innenrohr 54 verbunden.

Die einzelnen Linsenelemente 35 bis 38 sind nach Art katadioptrischer Ringlinsen ausgebildet, nämlich mit einem mittleren konvexen Bereich 59 und seitlichen, gestuften Bereichen bzw. einem oberen gestuften Bereich 60 und einem unteren gestuften Bereich 61. Die zugehörigen LEDs 24 sitzen linienförmig umlaufend im Wesentlichen vor dem mittleren Bereich 59 mit Abstand zu diesem.

Jedes Linsenelement 35 bis 38 weist an seinem oberen Rand eine Nut 62 und an seinem unteren Rand einen korrespondierenden Steg 63 auf. Dadurch können die Linsenelemente 35 bis 38 formschlüssig ineinander gesetzt werden. In die Nuten 62 ist jeweils ein Kleber eingebracht, so dass eine dicht abschließende Klebeverbindung möglich ist.

Einen umlaufenden, abwärts gerichteten Steg 63 zum Eintritt in die Nut 62 weist auch der Leuchtenkopf 17 auf. Auch hier ist vorzugsweise eine Klebeverbindung vorgesehen. Analog weist der Leuchtenbodendeckel 42 an seinem oberen Rand eine Nut 62 auf, ebenfalls geeignet für eine Klebeverbindung, siehe 9.

Der Kühlkörper 22 ist gegenüber dem Leuchtenkopf 17 mit einem Dichtring 64 im Bereich des Außenrohres 55 abgedichtet. Analog dazu ist ein Dichtring 65 zwischen dem Außenrohr 55 und dem Leuchtenboden 58 vorgesehen.

Die Außenwand 52 erstreckt sich am Leuchtenboden 18 topfartig nach oben und tritt mit einem oberen Rand 66 in eine abwärts gerichtete, umlaufenden Nut 67 des Leuchtenbodendeckels 42 ein, siehe 9. In der Nut 67 ist ein Dichtprofil 68 angeordnet, als nachgebende Dichtung um Längenausdehnungen auszugleichen.

Durch die beschriebenen Abdichtungsmaßnahmen ist zwischen der Linse 16 und dem Kühlkörper 22 ein ringförmig umlaufender Luftspalt gebildet, der gegen atmosphärische Einflüsse abgedichtet ist. Nur das bereits beschriebene Goretex-Ventil 48 ermöglicht einen Druckausgleich bzw. einen Gasaustausch.

In 5 ist eine Referenz-LED 69 erkennbar, nämlich etwa mittig zwischen den unteren Montageschrauben 34 und der Bodenplatte 49. Nicht erkennbar ist ein hierzu benachbart angeordneter Fotosensor. Referenz-LED 69 und der Fotosensor sind so durch geeignete Blenden abgeschattet, dass kein Streulicht und kein Licht der anderen LEDs auf den Fotosensor fällt. Hierzu können beispielsweise die Winkelbleche 51 in geeigneter Weise ausgebildet sein.

Die einzelnen LEDs sind so geschaltet, dass der Ausfall einer einzelnen LED nicht zum Ausfall benachbarter oder weiterer LEDs führt. Vorzugsweise ist aber eine Meldeeinrichtung vorgesehen, über die der Ausfall von LEDs an externe Empfänger weitergeleitet werden kann. Sämtliche LEDs der jeweils selben Farbe werden zugleich angesteuert.

Gegenstand der Erfindung ist auch eine Windkraftanlage mit einer erfindungsgemäßen Leuchte.

15
Leuchte
16
zylindrische Linse
17
Leuchtenkopf
18
Leuchtenboden
19
Sonnenhaube
20
Kühlrippen
21
Bolzen
22
Kühlkörper
23
Leiterplatten
24
LEDs
25
LEDs
26
LEDs
27
LEDs
28
Lichtabstrahlebene
29
Lichtabstrahlebene
30
Lichtabstrahlebene
31
Lichtabstrahlebene
32
Montageschrauben
33
Montageschrauben
34
Montageschrauben
35
Linsenelement
36
Linsenelement
37
Linsenelement
38
Linsenelement
39
Blendenring
40
Blendenring
41
Blendenring
42
Leuchtenbodendeckel
43
Ausnehmung
44
Durchführung
45
Steckdose
46
Vielfachkontakte
47
Einlassöffnung
48
Goretex-Ventil
49
Bodenplatte
50
Steckerleiste
51
Winkelbleche
52
Außenwand
53
Wände
54
Innenrohr
55
Außenrohr
56
Schrauben
57
Auslassöffnung
58
Schrauben
59
mittlerer Bereich
60
oberer Bereich
61
unterer Bereich
62
Nut
63
Steg
64
Dichtring
65
Dichtring
66
oberer Rand
67
Nut
68
Dichtprofil
69
Referenz-LED


Anspruch[de]
Leuchte (15), insbesondere als Gefahrenfeuer, Hindernisfeuer oder Flugsicherungsleuchte, vorzugsweise für Windkraftanlagen oder hohe Gebäude, mit folgenden Merkmalen:

a) mehrere Leuchtmittel sind unter Bildung einer ersten Lichtabstrahlebene (24) umlaufend angeordnet,

b) mehrere Leuchtmittel sind unter Bildung einer zweiten Lichtabstrahlebene (29) umlaufend angeordnet,

c) die beiden Lichtabstrahlebenen (28, 29) sind vorzugsweise übereinander und parallel zueinander angeordnet,

d) die Leuchtmittel der ersten Lichtabstrahlebene (28) sind von einer ersten Farbe und die Leuchtmittel der zweiten Lichtabstrahlebene (29) sind von einer zweiten Farbe,

e) als Leuchtmittel sind LEDs (24 bis 27) vorgesehen.
Leuchte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass weitere Leuchtmittel zur Bildung einer weiteren Lichtabstrahlebene (30) umlaufend angeordnet sind, wobei sämtliche Lichtabstrahlebenen (28 bis 30) übereinander und parallel zueinander angeordnet sind. Leuchte nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass vier Lichtabstrahlebenen (28 bis 31) übereinander und parallel zueinander angeordnet sind, wobei in drei Lichtabstrahlebenen (29 bis 31) weiße LEDs und in einer Lichtabstrahlebene (28) rote LEDs Licht abstrahlen. Leuchte, insbesondere als Gefahrenfeuer, Hindernisfeuer oder Flugsicherungsleuchte, vorzugsweise für Windkraftanlagen oder hohe Gebäude, insbesondere nach einem der voranstehenden Ansprüche, mit folgenden Merkmalen:

a) mehrere Leuchtmittel sind direkt oder indirekt auf einem vertikal gerichteten rohrförmigen Kühlkörper (22) angeordnet,

b) die Leuchte weist an ihrer Unterseite eine Einlassöffnung (47) und an ihrer Oberseite eine Auslassöffnung (57) auf, derart, dass eine Kühlluftströmung durch die Leuchte und den Kühlkörper (22) möglich ist.
Leuchte nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass an den Kühlkörper (22) nach oben hin ein ringförmiger Leuchtenkopf (17) mit Kühlrippen (20) anschließt. Leuchte, insbesondere als Gefahrenfeuer, Hindernisfeuer oder Flugsicherungsleuchte, vorzugsweise für Windkraftanlagen oder hohe Gebäude, insbesondere nach einem der voranstehenden Ansprüche, mit folgenden Merkmalen:

a) mehrere Leuchtmittel sind unter Bildung von mindestens zwei umlaufenden Lichtabstrahlebenen angeordnet,

b) die Lichtabstrahlebenen (28, 29) sind übereinander und parallel zueinander gebildet,

c) mindestens zwei umlaufende, ringförmige Linsenelemente (35, 36) umgeben die Leuchtmittel,

d) die Linsenelemente (35, 36) sind übereinander angeordnet und vorzugsweise fest und dicht miteinander verbunden.
Leuchte nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass je Lichtabstrahlebene (28, 29) ein Linsenelement (35, 36) vorgesehen ist, und dass die Linsenelemente vorzugsweise als katadioptrische Linsen ausgebildet sind. Leuchte nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Linsenelementen (35 bis 38) Abschattungselemente angeordnet sind, insbesondere radial einwärts gerichtete Blendenringe (39 bis 41). Leuchte, insbesondere als Gefahrenfeuer, Hindernisfeuer oder Flugsicherungsleuchte, vorzugsweise für Windkraftanlagen oder hohe Gebäude, insbesondere nach einem der voranstehenden Ansprüche, mit folgenden Merkmalen:

a) mehrere Leuchtmittel sind unter Bildung mindestens einer Lichtabstrahlebene (28) umlaufend an einem mittigen Träger, insbesondere Kühlkörper (22) angeordnet,

b) der Träger ist zwischen Leuchtenboden (18) und Leuchtenkopf (17) angeordnet,

c) mit Abstand zum Träger, radial außerhalb desselben und unter Bildung eines umlaufenden Spalts ist mindestens ein Linsenelement (35 bis 38) zwischen Leuchtenboden (18) und Leuchtenkopf (17) angeordnet,

d) dem umlaufenden Spalt ist ein Druckausgleichselement zugeordnet,

e) das Druckausgleichselement ist vorzugsweise am Leuchtenboden (18) angeordnet, insbesondere an dessen Unterseite.
Leuchte nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckausgleichselement ein Goretex-Ventil (48) ist. Leuchte, insbesondere als Gefahrenfeuer, Hindernisfeuer oder Flugsicherungsleuchte, vorzugsweise für Windkraftanlagen oder hohe Gebäude, insbesondere nach einem der voranstehenden Ansprüche, mit folgenden Merkmalen:

a) zwei oder mehr Reihen von Leuchtmitteln sind umlaufend und mit Abstand zueinander an einem Träger angeordnet,

b) jeder Reihe ist ein Linsenelement (35 bis 38) zugeordnet,

c) zwischen den Reihen sind Abschattungselemente vorgesehen, insbesondere derart, dass nur Licht aus einer Reihe in das hierzu benachbarte Linsenelement fällt.
Leuchte, insbesondere als Gefahrenfeuer, Hindernisfeuer oder Flugsicherungsleuchte, vorzugsweise für Windkraftanlagen oder hohe Gebäude, insbesondere nach einem der voranstehenden Ansprüche, mit folgenden Merkmalen:

a) ein Leuchtengehäuse weist einen Leuchtenkopf (17) mit Bereichen zur Abstrahlung von Wärme, insbesondere Kühlrippen (20) auf,

b) mit Abstand zum Leuchtenkopf (17) ist ein Abschattungselement, insbesondere eine Haube (19) vorgesehen, zum Beschatten des Leuchtenkopfes (17) gegen Sonneneinstrahlung.
Leuchte, insbesondere als Gefahrenfeuer, Hindernisfeuer oder Flugsicherungsleuchte, vorzugsweise für Windkraftanlagen oder hohe Gebäude, insbesondere nach einem der voranstehenden Ansprüche, mit folgenden Merkmalen:

a) LEDs (24 bis 27) als Leuchtmittel strahlen Licht für Beleuchtungszwecke ab,

b) eine Referenz-LED (69) ist zusätzlich vorgesehen, wobei der Referenz-LED (69) ein Fotosensor zugeordnet ist,

c) die Referenz-LED ist insbesondere vom selben Typ wie die LEDs im Übrigen,

d) die Referenz-LED strahlt Licht nur an den Sensor ab und ist im Übrigen abgeblendet oder abgeschattet.
Leuchte nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass LEDs (24 bis 27) mit mindestens zwei verschiedenen Farben vorgesehen sind, und dass je Farbe eine eigene Referenz-LED und vorzugsweise auch ein eigener Sensor vorgesehen sind. Leuchte nach Anspruch 13 oder 14, gekennzeichnet durch eine Regelungseinrichtung zur Degradationskontrolle und Regelung der Lichtstärke der LEDs (24 bis 27) in Abhängigkeit von der detektierten Lichtstärke der jeweiligen Referenz-LED. Leuchte nach einem der voranstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen Temperatursensor und eine Diagnoseeinrichtung zur Registrierung eines Temperaturverlaufes insbesondere im Bereich der LEDs. Windkraftanlage mit mindestens einer Leuchte nach einem oder mehreren der voranstehenden Ansprüche.






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