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Dokumentenidentifikation DE202007006651U1 23.08.2007
Titel Reinigungselement, insbesondere zur Reinigung von Zähnen
Anmelder Bischoff, Heinz, Dr., 22846 Norderstedt, DE
Vertreter Jaeschke, R., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 22851 Norderstedt
DE-Aktenzeichen 202007006651
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 23.08.2007
Registration date 19.07.2007
Application date from patent application 10.05.2007
IPC-Hauptklasse A61K 8/02(2006.01)A, F, I, 20070510, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A61Q 11/00(2006.01)A, L, I, 20070510, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Reinigungselement, insbesondere zur Reinigung von Zähnen, und die Verwendung eines Kunststoffelements als Reinigungselement.

In der täglichen Mundhygiene ist es häufig notwendig, Speisereste und hartnäckige Ablagerungen, insbesondere in Zahnzwischenräumen und im Zahnwurzelbereich, zu entfernen. Die Reinigung der Zahnzwischenräume ist darüber hinaus für die Gesunderhaltung des menschlichen und tierischen Gebisses sowie die Instandhaltung von künstlichen Gebissen von besonderer Bedeutung. Zahnfleischerkrankungen und Erkrankungen des Zahnhalteapparates, die so genannte Paradontitis, gehen beispielsweise in vielen Fällen von Verunreinigungen der Interdentalräume aus.

Es hat sich herausgestellt, dass die Interdentalräume mit Hand- oder Elektrozahnbürsten nicht ausreichend gereinigt werden können, da nicht alle Zahnflächen beim Putzen mit der Zahnbürste erreicht werden, so dass spezielle Reinigungsvorrichtungen verwendet werden müssen. Derartige Reinigungsvorrichtungen haben jedoch den gravierenden Nachteil, dass sie starr ausgebildet sind, so dass der ohnehin schlecht zugängliche Zwischenraum oder Wurzelbereich nur unzureichend gereinigt werden kann.

Zur Reinigung der Interdentalräume werden auch häufig Zahnstocher verwendet. Zahnstocher sind in unterschiedlichen Ausgestaltungen mit verschiedenen Materialien und Oberflächengestaltungen bekannt. Der wesentliche Nachteil eines Zahnstochers besteht darin, dass er die Flächen der Zähne im Interdentalbereich nur tangential bzw. punktuell streift und bearbeitet, so dass eine vollflächige Reinigung der Zähne nicht zu erzielen ist. Auch brechen Zahnstocher während der Reinigung leicht ab.

Neben den genannten Zahnstochern sind seit langer Zeit auch Reinigungsfäden, beispielsweise Zahnseide, in Verwendung, die in die Interdentalräume eingeführt und über die Oberfläche der Zähne gezogen werden. Obwohl es mit Zahnfäden möglich ist, auch die für Borsten unzugänglichen Stellen von Zahnbelag zu säubern und obwohl die Zahnfäden als effektive Reinigungsmethode anerkannt sind, haben sie sich in der Bevölkerung noch nicht in ausreichendem Maße durchgesetzt. Das liegt zum einen daran, dass die Handhabung der Reinigungsfäden dem ungeübten Anwender kompliziert erscheint und dass es durch anfängliche Falschanwendung häufig zu schmerzhaften Verletzungen, beispielsweise einem Einschneiden des Zahnfadens in das Zahnfleisch, kommt.

Zahnfäden bestehen üblicherweise aus einem fadenartigen Endlosträger, der gegebenenfalls gewachst und/oder fluoriert sein kann. Wenn die Zahnfäden über die Zahnflächen gleiten, tritt keine Bürstwirkung auf, so dass nur ein geringer Reinigungseffekt zu erzielen ist. Um das Einschneiden des Zahnfadens in das Zahnfleisch des Benutzers zu vermeiden oder diese Gefahr zumindest zu verringern, müsste der Zahnfaden mit einem größeren Durchmesser ausgebildet werden, wodurch der Zahnfaden übermäßig dick wird und nicht mehr in alle Interdentalräume eingeführt werden kann.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Reinigungselement, insbesondere zur Reinigung von Zähnen, der genannten Art zu schaffen, das eine zuverlässige, schonende Reinigung der Zahnflächen gewährleistet.

Die Aufgabe wird durch ein Reinigungselement, insbesondere zur Reinigung von Zähnen, aus Kunststoffmaterial gelöst, das sich dadurch gekennzeichnet, dass es als biegeelastisch verformbarer Streifen mit einer Dicke zwischen 0,05 und 0,50 Millimetern ausgebildet ist.

Durch die Biegeelastizität und die Dicke des Streifens wird gewährleistet, dass sich der Streifen bei Betätigung durch einen Benutzer in einen engen Zahnzwischenraum einführen lässt, ohne dass die Gefahr des Einschneidens in das Zahnfleisch gegeben ist.

In einer bevorzugten Ausführungsform des Reinigungselements ist vorgesehen, dass der Streifen im Wesentlichen rechteckig mit mindestens einer abgerundeten Ecke ausgebildet ist. Weiterhin ist es günstig, wenn die Kanten abgerundet sind. Die Maße des Reinigungselements können 0,5 cm–1,5 cm in der Breite und 2,0 cm–4,0 cm in der Länge betragen. Dadurch kann das Reinigungselement gut ergriffen und zwischen die Zähne geführt werden.

Durch eine Abrundung der Ecken wird die Verletzungsgefahr, insbesondere an dem den Zahnzwischenraum umgebenden Zahnfleisch, verhindert. Darüber hinaus erleichtert die Abrundung des Reinigungselements dessen Umlegen beim Hindurchführen durch enge Zahnzwischenräume.

Vorzugsweise ist die Oberfläche des Reinigungselements mindestens teilweise mit einer Schicht aus einem Pflege- und/oder Gleit- und/oder Abrasionsmittel, insbesondere Zahncreme, bedeckt. Das Abrasionsmittel kann aus einem Kunststoff-, Metall-, Keramik- oder dergleichen abriebfestem Material gebildet sein. Insbesondere bei sehr hartnäckigen Zahnbelägen kann das Abrasionsmittel aus Diamantstückchen vorgegebener Größe bestehen.

Auf diese Weise wird neben dem durch das Bewegen des Streifens hervorgerufenen mechanischen Reinigungseffekt, bei dem beispielsweise Speisereste entfernt werden, eine zusätzliche Pflege von Zähnen und/oder Zahnfleisch bewirkt, die Bewegung des Steifens in einem Zahnzwischenraum wird erleichtert, oder es werden während des Bewegens des Streifens zusätzlich hartnäckige Ablagerungen abgeschliffen.

In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist vorgesehen, dass das Reinigungselement in Abhängigkeit von einer besonderen Ausführungsform mit einem Farbcode versehen ist. Das ist beispielsweise dann zweckmäßig, wenn einem Benutzer signalisiert werden soll, welche Sorte eines Reinigungselements er wählt, zum Beispiel eines mit einer Desinfektionslösung oder mit einem Abrasionsmittel beschichteten, oder eines, das eine bestimmte Dicke aufweist.

Im Hinblick auf eine regelmäßige und bequeme Verwendung des Reinigungselements erweist sich eine Variante als bevorzugt, in der das Reinigungselement für die Abgabe aus einem Spender ausgebildet ist.

Der Spender kann zum Beispiel eine Gestalt haben, wie sie auch im Zusammenhang mit Briefmarken an einem Verkaufsschalter oder mit Klebebändern üblich ist.

So wird das Reinigungselement in dem Spender vorzugsweise in einem, zum Beispiel aufgerollten, Endlosstreifen mit mindestens einer Sollbruchstelle für die Entnahme eines einzelnen Reinigungselements vorrätig gehalten.

Alternativ wird das Reinigungselement in dem Spender mit einer Schneideinrichtung in einem Endlosstreifen für das Abschneiden und die Entnahme eines einzelnen Reinigungselements vorrätig gehalten.

Darüber hinaus kann vorgesehen sein, auf den Endlosstreifen in vorbestimmten Abständen Markierungen anzubringen, die sowohl bei der Herstellung des Reinigungselementes als auch bei dessen Gebrauch als Anzeige dienen, wo der Endlosstreifen durchtrennt werden soll.

In einer zusätzlichen bevorzugten Variante weist das Reinigungselement Ausbuchtungen und/oder Einbuchtungen zur Aufnahme durch mindestens eine Handhabungseinrichtung auf. Mit einer entsprechenden Handhabungseinrichtung fällt es einem Benutzer leichter, das Reinigungselement im festen Griff in einem Zahnzwischenraum hin- und her zu bewegen.

Die Aufgabe der Erfindung wird auch durch die Verwendung eines Heftermaterials, insbesondere von einem Schnellhefter, einem Heftstreifen, einem Kösterhefter, einer Heftlasche, einem Ablagestreifen, einer Trennlasche, einer Zwischenlage oder einem Trennblatt, aus Kunststoff als Reinigungselement zur Reinigung von Zähnen, insbesondere in einer der oben aufgeführten bevorzugten Ausführungsformen, gelöst.

Als besonders vorteilhaft erweist es sich dabei, wenn das Heftermaterial hierfür passend zugeschnitten ist, beispielsweise in Streifen von 0,5 bis 1 Zentimeter Breite.

Die Erfindung betrifft auch die Verwendung eines Heftermaterials, insbesondere von einem Schnellhefter, einem Kunststoffheftstreifen, einem sogenannten Kösterhefter, einer Heftlasche, einem Ablagestreifen, einer Trennlasche, einer Zwischenlage oder einem Trennblatt, aus Kunststoff als Reinigungselement. Dabei kann das Heftermaterial entsprechend der gewünschten Maße zugeschnitten sein.

Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung sind aus der folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen ersichtlich. Es zeigen:

1 eine Vorderansicht auf einen Kösterhefter, wie er beispielsweise für ein erfindungsgemäßes Reinigungselement Verwendung findet, und

2 einen Spender zur Abgabe von Reinigungselementen in einem Endlosstreifen.

Die 1 zeigt eine Vorderansicht auf einen Kösterhefter aus Kunststoff, der längs der gestrichelten Linien A, B und C zerschnitten wird, so dass insgesamt zwei Reinigungselemente 1 und 2 daraus gewonnen werden. Das Reinigungselement 1 weist dabei bereits vier abgerundete Ecken 3, 4, 5, 6 auf, und das Reinigungselement 2 weist zwei abgerundete Ecken 7, 8 und zwei spitze Ecken 9, 10 auf. Die spitzen Ecken 9, 10 werden gegebenenfalls nachträglich abgerundet.

In der 2 ist ein Spender 11 zur Abgabe von Reinigungselementen 1, 2 in einem Endlosstreifen 12 dargestellt. Zwischen den Reinigungselementen 1, 2 ist eine Sollbruchstelle 13 angebracht, entlang derer die Reinigungselemente 1, 2 voneinander getrennt werden, so dass dem Spender 11 jeweils ein einzelnes Reinigungselement 1, 2 entnommen werden kann.

Es kann auch eine Packung mit mehreren einzelnen Reinigungselementen vorgesehen werden. Die Reinigungselemente können unmittelbar in der Verpackung liegen oder aus hygienischen Gründen einzeln verpackt sein.


Anspruch[de]
Reinigungselement (1, 2), insbesondere zur Reinigung von Zähnen, aus Kunststoffmaterial, dadurch gekennzeichnet, dass es als biegeelastisch verformbarer Streifen mit einer Dicke zwischen 0,05 und 0,75 Millimeter, insbesondere zwischen 0,05 und 0,5 Millimetern, ausgebildet ist. Reinigungselement (1, 2) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Streifen im Wesentlichen rechteckig mit mindestens einer abgerundeten Ecke (38) ausgebildet ist. Reinigungselement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kanten abgerundet ausgebildet sind. Reinigungselement (1, 2) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche des Reinigungselements (1, 2) mindestens teilweise mit einer Schicht aus einem Pflege- und/oder Gleit- und/oder Abrasionsmittel, insbesondere Zahncreme, bedeckt ist. Reinigungselement (1, 2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Reinigungselement (1, 2) in Abhängigkeit von einer besonderen Ausführungsform mit einem Farbcode versehen ist. Reinigungselement (1, 2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Reinigungselement (1, 2) für die Abgabe aus einem Spender (11) ausgebildet ist. Reinigungselement (1, 2) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Reinigungselement (1, 2) in dem Spender (11) in einem Endlosstreifen (12) mit mindestens einer Sollbruchstelle (13) für die Entnahme eines einzelnen Reinigungselements (1, 2) vorrätig gehalten wird. Reinigungselement (1, 2) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Reinigungselement (1, 2) in dem Spender (11) mit einer Schneideinrichtung in einem Endlosstreifen (12) für das Abschneiden und die Entnahme eines einzelnen Reinigungselements (1, 2) vorrätig gehalten wird. Reinigungselement (1, 2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Reinigungselement (1, 2) Ausbuchtungen und/oder Einbuchtungen zur Aufnahme durch mindestens eine Handhabungseinrichtung aufweist.






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