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Dokumentenidentifikation DE202007006658U1 23.08.2007
Titel Kabel mit Lichtwellenleitern
Anmelder Nexans, Paris, FR
Vertreter Döring, R., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 30855 Langenhagen
DE-Aktenzeichen 202007006658
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 23.08.2007
Registration date 19.07.2007
Application date from patent application 10.05.2007
IPC-Hauptklasse G02B 6/02(2006.01)A, F, I, 20070510, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein Kabel mit einer Lichtwellenleiter enthaltenden Übertragungseinheit und einem zugfesten Tragelement, die voneinander getrennt derart in einer gemeinsamen Hülle aus Isoliermaterial eingebettet sind, daß sich im Querschnitt das Bild einer „8" ergibt (DE 199 40 563 A1).

Derartige Kabel sind als sogenannte „8"-Kabel bekannt. Sie dienen vorzugsweise zum einfachen Aufbau von Übertragungsstrecken für nachrichtentechnische Signale. Dabei werden die Kabel vorzugsweise an Masten aufgehängt, aber auch auf vorgegebenen Trassen im Erdboden verlegt oder in Rohre, beispielsweise Abwasserrohre, eingezogen, die bereits im Erdboden vorhanden sind. Das Tragelement ist dabei in der Regel als zugfestes Bauteil vorgesehen, um die mechanischen Belastungen des Kabels beim Verlegen und im montierten Zustand aufzunehmen und damit die empfindlichere Übertragungseinheit mit aus Glas bestehenden Lichtwellenleitern – im folgenden kurz „LWL" genannt – zu schützen.

Aus der eingangs erwähnten DE 199 40 563 A1 ist ein Figur 8-Kabel mit einem als dielektrisches Zugseil ausgebildeten Tragelement bekannt, das einen kleineren Durchmesser als die als LWL-Bündelader ausgeführte Übertragungseinheit hat. Beide Teile des Kabels sind von einem als Nagetierschutz dienenden Stahl-Rillmantel umgeben. Dieses bekannte Kabel soll in einen Abwasserkanal eingezogen und dabei durch das Zugseil straff gespannt werden. Über die Art der Befestigung des Kabels sind der Schrift keine Angaben zu entnehmen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das eingangs geschilderte Kabel so zu gestalten, daß es auf einfache Weise und ohne Beschädigungsgefahr für die LWL an einer Unterlage befestigt werden kann.

Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst,

  • – daß die LWL der Übertragungseinheit in einem aus Stahl bestehenden, druckfesten Röhrchen angeordnet sind und
  • – daß der Durchmesser des Tragelements größer als der Durchmesser der Übertragungseinheit ist.

Durch diesen Aufbau des Kabels mit dem gegenüber der Übertragungseinheit dickeren Tragelement, sind die LWL auf einfache Weise wirksam gegen mechanische Beschädigungen geschützt. Auf das Kabel einwirkende Belastungen werden i. w. von dessen dickerem Teil mit dem Tragelement abgefangen. Ein weiterer wesentlicher Vorteil ergibt sich bei der Befestigung des Kabels, weil Befestigungselemente, wie Klammern oder Spannelemente, mit großem Vorteil allein an dem dickeren Tragelement angebracht werden können, ohne Belastung der LWL, die zusätzlich durch das druckfeste Röhrchen geschützt sind. Dabei ergibt sich der zusätzliche Vorteil, daß der Teil des Kabels mit der Übertragungseinheit vom Teil mit dem Tragelement getrennt werden kann, ohne daß eine Befestigungsstelle des Kabels an einer Unterlage gelöst werden muß. Eine solche Maßnahme kann beispielsweise zum Weiterverbinden und/oder Abzweigen der LWL von Interesse sein.

Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes sind in den Zeichnungen dargestellt.

Es zeigen:

1 einen Querschnitt durch ein Kabel nach der Erfindung.

2 einen Querschnitt durch ein Kabel nach 1 in ergänzter Ausführungsform.

3 in schematischer Darstellung eine Befestigungsstelle für das Kabel.

Das Kabel gemäß 1 hat eine LWL 1 enthaltende Übertragungseinheit 2 und ein Tragelement 3, die von einer gemeinsamen Hülle 4 aus Isoliermaterial umgeben sind. In der Übertragungseinheit 2 kann eine beliebige Anzahl von LWL 1 angeordnet sein. So können beispielsweise für alle möglichen Übertragungszwecke bis zu 96 LWL 1 in der Übertragungseinheit 2 zusammengefaßt sein. Sie sind außerdem zu ihrem mechanischen Schutz von einem aus Stahl, vorzugsweise aus Edelstahl, bestehenden, druckfesten Röhrchen 5 umgeben, das bei einer Wandstärke im Bereich von 1,8 mm, vorzugsweise genau 1,8 mm, eine hohe Querstabilität von beispielsweise > 12 kN hat. Das Röhrchen 5 hat beispielsweise einen Durchmesser von 3,5 mm zur Aufnahme von maximal 36 LWL 1. Bei einem Durchmesser des Röhrchens 5 von 5,6 mm können bis zu 96 LWL 1 in demselben untergebracht werden.

Das Tragelement 3 ist vorzugsweise ein gegen Korrosion geschütztes Stahlseil. Es kann einen Durchmesser von 8 mm bis 12 mm haben. Statt des Stahlseils könnte auch ein Bauteil aus glasfaserverstärktem Kunststoff eingesetzt werden.

Um Übertragungseinheit 2 und Tragelement 3 wird die Hülle 4 aus Isoliermaterial einteilig herumgeformt, vorzugsweise durch Extrusion. Dabei ist es möglich und sinnvoll, im Übergangsbereich zwischen Übertragungseinheit 2 und Tragelement 3 einen aus 2 ersichtlichen Steg 6 auszubilden, durch den die beiden Teile des Kabels auch optisch besser voneinander getrennt erscheinen. Wenn die LWL 1 beispielsweise mit den LWL eines anderen Kabels durchverbunden oder an ein Gerät angeschlossen werden sollen, dann kann der Teil des Kabels mit der Übertragungseinheit 2 vom Kabel abgetrennt werden, indem der Steg 6 durchtrennt wird. Das ermöglicht eine leichte Trennung von Übertragungseinheit 2 und Tragelement 3 möglich, ohne Beschädigungsgefahr für beide Teile.

Zur Verlegung des Kabels und zu seiner Befestigung an einer Unterlage können beispielsweise – unabhängig davon ob eine horizontale oder vertikale Verlegung erfolgt – Klammern oder Spannelemente verwendet werden, die nur den dickeren Teil des Kabels mit dem Tragelement 3 umgreifen. Eine solche Befestigungsstelle ist in 3 mit einer Schiene einer Gleisanlage als Träger 7 schematisch dargestellt. Das Kabel wird durch eine Klammer 8 am Träger 7 festgelegt, welche selbst am Träger 7 federnd verrastet wird. Sie umgreift den Teil des Kabels mit dem Tragelement 3 und endet im Bereich des Steges 6. Der Teil des Kabels mit der Übertragungseinheit 2 wird also von der Klammer 8 nicht erfaßt.


Anspruch[de]
Kabel mit einer Lichtwellenleiter enthaltenden Übertragungseinheit und einem zugfesten Tragelement, die voneinander getrennt derart in einer gemeinsamen Hülle aus Isoliermaterial eingebettet sind, daß sich im Querschnitt das Bild einer „8" ergibt, dadurch gekennzeichnet,

– daß die Lichtwellenleiter (1) der Übertragungseinheit (2) in einem aus Stahl bestehenden, druckfesten Röhrchen (5) angeordnet sind und

– daß der Durchmesser des Tragelements (3) größer als der Durchmesser der Übertragungseinheit (2) ist.
Kabel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülle (4) aus Isoliermaterial einen Steg (6) umfaßt, der zwischen Übertragungseinheit (2) und Tragelement (3) auf der ganzen Länge des Kabels vorhanden ist. Kabel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Röhrchen (5) aus Edelstahl besteht. Kabel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Röhrchen (5) eine Wandstärke im Bereich von 1,8 mm hat. Kabel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Tragelement (3) ein Stahlseil ist. Kabel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Tragelement (3) ein Bauteil aus glasfaserverstärktem Kunststoff ist.






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