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Dokumentenidentifikation DE202007006890U1 23.08.2007
Titel Schüssel für Suppen o.dgl.
Anmelder Ragaller GmbH, 15566 Schöneiche, DE
Vertreter COHAUSZ HANNIG DAWIDOWICZ & SOZIEN, 12489 Berlin
DE-Aktenzeichen 202007006890
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 23.08.2007
Registration date 19.07.2007
Application date from patent application 08.05.2007
IPC-Hauptklasse A47G 19/02(2006.01)A, F, I, 20070508, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A47G 23/04(2006.01)A, L, I, 20070508, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Schüssel für Suppen o. dgl., mit einem zwischen einer Innenschale und einer Außenschale aus dünnem Edelstahl gebildeten Hohlraum zur Aufnahme eines Warmhaltemittels.

Stand der Technik

Einwandige Schalen bzw. Schüsseln für Suppen aus Porzellan, Kunststoff oder Metall sind Stand der Technik. Diese Schalen müssen massiv ausgebildet sein, damit ein entsprechendes Warmhaltevermögen über eine entsprechende Zeit erreicht wird. Sollen jedoch lange Warmhaltezeiten über Stunden gewährleistet werden, reicht das Warmhaltevermögen dieser bekannten Schalen nicht mehr aus. Außerdem haben die massiv ausgebildeten Schalen ein hohes Gewicht und erfordern für die Erwärmung entsprechend hohe Energiemengen.

Bei einer bekannten Wärmespeicherschüssel, insbesondere für einen Teller, ist zwischen einer Innenwand und einer Außenwand eine Wärmspeicherplatte angeordnet (DE 1925774 A1).

Aus der DE 25 43 666 A1 ist ein u.a. ein doppelwandiges Warmhaltegeschirr bekannt, bei dem der Hohlraum mit einem Wärmeisolationsmaterial ausgeschäumt ist. In anderen bekannte Lösungen, beispielsweise für Rührschüsseln (DE 94 16 636 U1) ist der Hohlraum mit einem Temperiermittel in Form CO2-Schnee ausgefüllt.

Allen diesen bekannten ist der Nachteil gemeinsam, dass einerseits das Wärmevorhaltevermögen für das Warmhalten der Suppen über längere Zeiten, beispielsweise über Stunden, nicht ausreichend ist und andererseits feste Speichermedien wie sie in der DE 1 925 774 A1 vorgeschlagen werden, nur zur Aufnahme eines Tellers oder einer Schüssel geeignet sind, was wiederum insbesondere bei der Versorgung von Heimen, Krankenhäusern oder Privathaushalten zu Transportproblemen und insgesamt zu einem höheren Aufwand führt. Des Weiteren entsteht zusätzlicher Reinigungsaufwand, der insbesondere im Hotel- und Gaststättengewerbe, in Großküchen, Altenheimen, Krankenhäusern, Pflege- und Behindertenheime sowie auch im privaten Haushalten sowohl vom Wasser- als auch vom Energieverbrauch erheblich sein kann.

Aufgabenstellung

Bei diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine langlebige Schüssel für Suppen zur Verfügung zustellen, die ein ausreichendes Warmhaltevermögen aufweist, trotzdem ein geringes Gewicht besitzt, sich leicht Stapeln und nach dem Aufheizen auch wieder vereinzeln lässt sowie einfach zu handhaben und unproblematisch zu reinigen ist.

Diese Aufgabe wird durch eine Schüssel der eingangs genannten Gattung mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Schüssel sind den Unteransprüchen entnehmbar.

Die erfindungsgemäße Lösung zeichnet sich dadurch aus, dass in die dünnwandige Außenschale eine Stapelschulter eingeformt ist, der eine umlaufende Kante als Teil eines in die Innenwand geformten Deckelsitzes zugeordnet ist, wobei die Kante deutlich oberhalb der Stapelschulter etwa in 86% der Gesamthöhe der Schüssel angeordnet ist sowie Innenschale und Außenschale beim Ineinanderstapeln im Abstand voneinander gehalten sind.

Dies hat den Vorteil, dass die Schlüsseln beim Ineinander stapeln eine umfangsmäßige Führung erhalten, die ein Anstoßen bzw. Aufsetzen der Außenschale an bzw. auf die Innenschale weitgehend ausschließt und im täglichen Gebrauch ein Einbeulen oder ungewollte Verformungen an der dünnwandigen Innenschale der Schüssel verhindert. Dies ermöglicht es außerdem, die Innenschale gegenüber der Außenschale dünnwandiger auszuführen und das Schüsselgewicht deutlich herabzusetzen.

Durch die Kante wird des Weiteren erreicht, dass die Innenschale in einer von der Außenschale beabstandeten Lage gehalten wird, so dass beim Aufheizen der Schüsseln im Stapel ein besserer Wärmeaustausch möglich ist und die Energieausnutzung beim Aufheizen verbessert werden kann.

Die erfindungsgemäße Schüssel ist einfach in der Handhabung. Die Schalen lassen sich ohne Probleme schnell ineianderstapeln und nach dem Aufheizen auch wieder entstapeln.

Weitere Vorteile und Einzelheiten ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung.

Ausführungsbeispiel

Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden.

Es zeigen:

1 einen Schnitt durch die erfindungsgemäße Schüssel und

2 einen Schnitt durch zwei ineinander gestapelten Schüsseln.

Die 1 zeigt die erfindungsgemäße Schale 1, welche aus einer topfförmigen Außenschale 2 aus Edeltstahl mit einer Dicke von 0,8 mm und aus einer topfförmigen Innenschale 3 aus Edelstahl mit einer Dicke von 0,7 mm geformt ist. Die Außenschale 2 und Innenschale 3 schließen einen Hohlraum 4 zur Aufnahme eines bis 120°C beständigen Heißwachses als Warmhaltemittel ein.

In die Außenschale 2 ist eine Stapelschulter 5 eingeformt, die sich zwischen einem unter einem Winkel &agr; von 16° gegenüber der Schalenachse A-A verlaufenden unteren Wandabschnitt 6 und einem parallel zur Schalenachse A-A angeordneten oberen Wandabschnitt 7 in etwa 53% der Gesamthöhe H der Schüssel 1 befindet. Der Wandabschnitt 7 besitzt als oberen Abschluß einen randseitig angeformten, horizontal abragenden Bund 8 als Auflage für die Innenschale 3. In den Wandabschnitt 6 ist bodenseitig ein umlaufender Rand 9 eingeformt, der gegenüber dem Mittenabschnitt 10 etwas erhöht ausgebildet ist.

Die Innenschale 3 der Schüssel 1 ist aus einem unteren Wandabschnitt 11 und einem oberen Wandabschnitt 12 gebildet. Der untere Wandabschnitt 11 der Innenschale 3 schließt mit der Schalenachse A-A einen Winkel &ggr; von 12° und der obere Wandabschnitt 12 einen Winkel &bgr; von 7° ein. In den oberen Wandabschnitt 12 ist eine umlaufende Ausnehmung 13 für die Aufnahme eines nichtdargestellten Deckels zum Verschließen der Schüssel 1 eingeformt. An die Ausnehmung 13 der Innenschale 3 ist ein nach außen abgebogener, horizontaler Bund 14 als oberer Abschluss angeformt. Die Ausnehmung 13 bildet andererseits mit dem unteren Wandabschnitt 11 eine Kante 15 zum Führen beim Ineinanderstapeln von Schüsseln 1 und zum Beabstanden des unteren Wandabschnitts 11 der Innenschale 3 vom Wandabschnitt 6 der Außenschale 2 aus. Beim Ineinanderstapeln der Schüsseln sichert die Kante 15 einerseits, dass der äußere

Wandabschnitt 6 nicht auf den unteren Wandabschnitt 11 der Innenschale 3 aufsetzt und andererseits, dass sobald die Stapelschulter 5 auf den Bund 14 zu liegen kommt, der äußere Wandabschnitt 6 von dem inneren unteren Wandabschnitt 11 beabstandet bleibt.

Zur Herstellung der erfindungsgemäßen Schüssel 1 wird zunächst das Heißwachs in fester Form in kleinen Einzelstücken in die entsprechend geformte Außenschale 2 in einer auf den zu bildenden Hohlraum 4 bemessenen Menge eingefüllt. Die entsprechend geformte Innenschale 3 wird dann in die mit Heißwachsstücken gefüllt Außenschale 2 unter Schütteln so eingebracht bis der Bund 14 der Innenschale 3 auf den Bund 8 der Außenschale 2 zu liegen kommt. Bund 8 der Außenschale 2 und Bund 14 der Innenschale 3 werden anschließend kraftschlüssig und flüssigkeitsdicht durch Schweißen, beispielsweise Schutzgasschweißen, verbunden.

1
Schüssel
2
Außenschale
3
Innenschale
4
Hohlraum
5
Stapelschulter
6
unterer Wandabschnitt von 2
7
oberer Wandabschnitt von 2
8
Bund an 2
9
bodenseitiger Rand
10
Mittenabschnitt vom Boden
11
unterer Wandabschnitt von 3
12
oberer Wandabschnitt von 3
13
Ausnehmung von 3
14
Bund von 3
15
Kante von 3
A-A
Schalenachse
H
Gesamthöhe der Schüssel
&agr;, &bgr;, &ggr;
Winkel


Anspruch[de]
Schüssel für Suppen o. dgl., mit einem zwischen einer Innenschale (3) und einer Außenschale (2) aus dünnwandigem Edelstahl gebildeten Hohlraum (4) zur Aufnahme eines Warmhaltemittels, dadurch gekenzeichnet, dass an der Außenschale (3) eine Stapelschulter (5) vorgesehen ist, der eine umlaufende Kante (15) an der Innenschale (3) als Teil eines Deckelsitzes zum Führen und Beabstanden der Innenschale (3) zugeordnet ist, wobei die Kante deutlich oberhalb der Stapelschulter (5) etwa in 86% der Gesamthöhe der Schüssel angeordnet ist und Innenschale (3) und Außenschale (2) beim Ineinanderstapeln im Abstand voneinander gehalten sind. Schüssel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenschale (2) einen unter einem Winkel (&agr;) von 16° gegenüber der Schalenachse (A-A) nach außen verlaufenden unteren Wandabschnitt (6) und einen parallel zur Schalenachse (A-A) angeordneten oberen Wandabschnitt (7) mit einem randseitig angeformten, horizontal abragenden Bund (8) aufweist, wobei zwischen Wandabschnitt (6) und Wandabschnitt (7) die umfangsmäßig umlaufende Stapelschulter (5) zur Auflage der Schalen auf den Bund ( ) beim Ineinanderstapeln der Schalen angeordnet ist. Schüssel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenschale (3) aus einem unteren Wandabschnitt (11) und einem oberen Wandabschnitt (12) gebildet ist, zwischen denen die Kante (15) zum Führen und Beabstanden von ineinander gestapelten Schalen vorgesehen ist. Schüssel nach Anspruch 3, ddadurch gekennzeichnet, dass die Kante (15) eine stufenförmige Ausnehmung (13) im oberen Wandabschnitt (12) für die Aufnahme eines Deckels aufweist, wobei sich an die Ausnehmung (13) ein horizontal verlaufender Bund (14) zur Auflage der Stapelschulter (5) anschließt. Schüssel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der obere Wandabschnitt (12) der Innenschale (3) einen Winkel (&bgr;) von 7° und der untere Wandabschnitt (11) der Innenschale (3) einem Winkel (&ggr;) von 12° gegenüber der Schalenachse (A-A) einschließt. Schüssel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stapelschulter (5) etwa in 53% der Gesamthöhe (H) der Schüssel (1) angeordnet ist. Schüssel nach Anspruch 1, 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Bund (8) der Außenschale (2) und der Bund (14) der Innenschale (3) kraftschlüssig miteinander durch eine Schweißverbindung flüssigkeitsdicht verbunden sind. Schüssel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Warmhaltemittel ein Heißwachs ist. Schüssel nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenschale eine gegenüber der Außenschale geringere Dicke auf weist.






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