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Dokumentenidentifikation DE60213424T2 23.08.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001414447
Titel VERWENDUNG VON THIAZOL-DERIVATIVEN ZUR HERSTELLUNG EINES MEDIKAMENTS ZUM SCHUTZ DER MITOCHONDRIEN
Anmelder Société de Conseils de Recherches et d'Applications Scientifiques (S.C.R.A.S.), Paris, FR
Erfinder AUGUET, Michel, F-91120 Palaiseau, FR;
CHABRIER DE LASSAUNIERE, Pierre-Etienne, F-75016 Paris, FR;
HARNETT, Jeremiah, F-91190 Gif-sur-Yvette, FR
Vertreter Abitz & Partner, 81677 München
DE-Aktenzeichen 60213424
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, SK, TR
Sprache des Dokument FR
EP-Anmeldetag 25.07.2002
EP-Aktenzeichen 027748300
WO-Anmeldetag 25.07.2002
PCT-Aktenzeichen PCT/FR02/02660
WO-Veröffentlichungsnummer 2003009843
WO-Veröffentlichungsdatum 06.02.2003
EP-Offenlegungsdatum 06.05.2004
EP date of grant 26.07.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.08.2007
IPC-Hauptklasse A61K 31/426(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse A61K 31/427(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   A61P 43/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   A61P 27/02(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist die Verwendung der Thiazolderivate der nachstehend beschriebenen allgemeinen Formel (I) für die Herstellung eines Medikaments, das zum Schutz der Mitchondrien bestimmt ist, und insbesondere eines Medikaments, das zur Vorbeugung oder Behandlung von Leberzirrhose bestimmt ist.

Die Anmelderin hat bereits in der Patentanmeldung PCT WO 01/26656 Derivate von Thiazolen, Oxazolen und Imidazolen beschrieben, die die Lipidperoxidation und/oder die Monoaminoxydasen hemmen und/oder die Natriumkanäle modulieren. Aufgrund dieser Eigenschaften besitzen diese Verbindungen interessante therapeutische Anwendungsmöglichkeiten, wie insbesondere die Behandlung von neurodegenerativen Erkrankungen oder Schmerz.

Die Anmelderin hat überraschenderweise entdeckt, dass von den in der Patentanmeldung PCT WO 01/26656 beschriebenen Verbindungen manche besondere Verbindungen außerdem die Fähigkeit besitzen, die Mitochondrien zu schützen, was ihnen neue therapeutische Anwendungsmöglichkeiten eröffnet, wie z.B. die Prävention oder die Behandlung der Leberzirrhose.

Diese Verbindungen widersetzen sich nämlich dem Aufblähen der Mitochondrien, wenn dieses durch Mittel induziert wird, die das Potential der Mitochondrialmembran senken können. Es ist jetzt erwiesen, dass das Aufblähen der Mitochondrien durch eine Änderung der Permeabilität der inneren Membran der Mitochondrien für kleine Moleküle mit einem Molekulargewicht von mehr als 1500 Dalton verursacht wird. Diese Übergangspermeabilität genannte Erscheinung, die auf einen Potentialabfall der Membran folgt, ist mit der irreversiblen Öffnung einer Pore mit hoher Leitfähigkeit, einem osmotischen Aufblähen der Matrix und einer Freisetzung von Mitochondrialfaktoren verbunden, die die Fähigkeit haben, die Anfangsschritte der Apoptose auszulösen (Zytochrom c, ein die Apoptose auslösender Faktor): siehe Gunter, T.E. und Pfeiffer, D.R., Mechanisms by which mitochondria transport calcium, Am. J. Physiol. (1990), 258, C755-C786; Hunter, D.R. und Haword, R.A., The Ca2+-induced membrane transition in mitochondria, III. Transitional Ca2+ release, Arch. Biochem. Biophys. (1979), 195, 468-477; Bratton, S.B. und Cohen, G.M., Apoptotic death sensor: an organelle's alter ego, TRENDS (2001), 22, 306-315).

Es wird nun besonders interessant, Verbindungen zu finden, die das Aufblähen der Mitochondrien verringern oder verhindern, indem sie sich der Öffnung dieser Pore hoher Leitfähigkeit widersetzen. Diese Eigenschaft, die an isolierten Mitochondrien nachgewiesen werden kann, kann günstige klinische Wirkungen bei anderen therapeutischen Indikationen, als sie in der Patentanmeldung PCT WO 01/26656 beschrieben werden, erbringen, die in genetischen oder funktionalen mitochondrialen Störungen bestehen.

Der Zusammenhang zwischen dem Aufblähen der Mitochondrien und gewissen Krankheiten wird insbesondere an folgenden Stellen beschrieben:

  • – bei Mitochondrialkrankheiten genetischen Ursprungs: Clostre, Mitochondries: decouvertes physiopathologiques récentes et nouvelles perspectives thérapeutiques, Ann. Pharm. Fr. (2001), 59, 3-21;
  • – bei Sepsis (septischer Schock): Fink, Cytopathic hypoxia, Mitochondrial dysfunction as mechanism contributing to organ dysfunction in sepsis, Crit. Care Clin. (2001), 17, 219-237;
  • – bei Leberzirrhose: Tsukamoto u. Mitarb., Current concept in the pathogenesis of alcoholic liver injury, FASEB J (2001), 15 (8): 1335-49;
  • – bei durch medikamentöse Mittel induzierter Herz-, Nieren- oder Lebertoxizität: Lewis u. Mitarb., Mitochondrial toxicity of antiviral drugs, Nat. Med., 1(5), 417-22.

Die Tatsache, dass die Verbindungen der nachstehenden beschriebenen allgemeinen Formel (I) das Aufblähen der Mitochondrien verhindern, gestattet also, ihre Verwendung insbesondere für die Herstellung eines Medikaments in Betracht zu ziehen, das für die Behandlung einer Krankheit/Störung bestimmt ist, die aus den folgenden Krankheiten/Störungen ausgewählt ist: Myopathien, Amyopathien, Ptosis, optische Atrophie, pigmentäre Retinitis, Taubheit, Hepatomegalie, Leberzytolyse, hypertrophe Kardiomyopathie, Ophtalmophlegia progressiva chronica externa, Kearns-Sayre-Syndrom, Leigh-Syndrom, Leber-Syndrom, Narp-Syndrom, MELAs-Syndrom, Pearson-Syndrom, Sepsis, Leberzirrhose und durch medikamentöse Mittel induzierte Herz-, Nieren- oder Lebertoxizität.

Die Verbindungen der im Nachstehenden beschriebenen allgemeinen Formel (I) werden vorzugsweise zur Herstellung eines Medikaments verwendet, das für die Behandlung einer Krankheit/Störung bestimmt ist, die aus den folgenden Krankheiten/Störungen ausgewählt ist: Amyopathien, Ptosis, optische Atrophie, pigmentäre Retinitis, Taubheit, Leberzytolyse, Ophtalmophlegia progressiva chronica externa, Kearns-Sayre-Syndrom, Leigh-Syndrom, Leber-Syndrom, Narp-Syndrom, MELAs-Syndrom, Pearson-Syndrom, Sepsis, Leberzirrhose und durch medikamentöse Mittel induzierte Herz-, Nieren- oder Lebertoxizität.

Die Verbindungen der im Nachstehenden beschriebenen allgemeinen Formel (I) werden insbesondere für die Herstellung eines Medikaments zur Behandlung der Leberzirrhose verwendet.

Erfindungsgemäß können die Verbindungen der allgemeinen Formel (I)

in der

A einen Rest (A1) darstellt,
in dem R5 ein Wasserstoffatom oder einen Alkylrest darstellt, R6 ein Wasserstoffatom oder einen Alkyl-, Cycloalkyl-, Hydroxy- oder Alkoxyrest darstellt, R7 ein Wasserstoffatom oder einen Alkyl-, Cycloalkyl-, Hydroxy- oder Alkoxyrest darstellt und R8 ein Wasserstoffatom oder einen Alkyl-, Cycloalkyl-, Hydroxy- oder Alkoxyrest darstellt,

oder A einen Rest (A2)
darstellt, in dem R9 und R10 unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom oder einen Hydroxy-, Alkyl- oder Alkoxyrest darstellen, R11 ein Wasserstoffatom oder einen Alkylrest darstellt und R12 ein Wasserstoffatom oder einen Hydroxy-, Alkyl- oder Alkoxyrest darstellt;

B ein Wasserstoffatom oder einen Alkylrest darstellt;

n eine ganze Zahl von 0 bis 5 darstellt;

R1 und R2 unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom oder einen Alkyl- oder Cycloalkylrest darstellen;

R3 und R4 unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom oder einen Alkylrest darstellen oder R3 und R4 zusammen mit dem sie tragenden Stickstoffatom einen Heterocyclus mit insgesamt 1 bis 2 Heteroatomen und 5 bis 7 Gliedern bilden, dessen fehlende Glieder aus -CHR13-, -NR14-, -O- und S- ausgewählt sind, wobei R13 ein Wasserstoffatom, die -OH-Gruppe oder einen Alkyl- oder Alkoxyrest darstellt und R14 ein Wasserstoffatom oder einen Rest Alkyl, -COR15, -COOR15 oder -CONR16R17 darstellt, wobei R15 einen Alkylrest darstellt, und R16 und R17 unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom oder einen Alkylrest darstellen;

oder die pharmazeutisch annehmbaren Salze der Verbindungen der allgemeinen Formel (I)

für die Herstellung eines Medikaments verwendet werden, das zum Schutz der Mitochondrien bestimmt ist.

Unter Alkyl oder Alkoxy versteht man, wenn es nicht genauer angegeben ist, einen linearen oder verzweigten Alkyl- oder Alkoxyrest mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen. Unter Cycloalkyl versteht man, wenn es nicht genauer angegeben ist, ein kohlenstoffhaltiges monocyclisches System mit 3 bis 7 Kohlenstoffatomen. Unter Halogen versteht man schließlich die Atome Fluor, Chlor, Brom oder Iod.

Unter Heterocyclus versteht man insbesondere die Reste Piperidin, Piperazin, Morpholin und Thiomorpholin. Unter linearem oder verzweigtem Alkyl mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen versteht man insbesondere die Reste Methyl, Ethyl, Propyl, Isopropyl, Butyl, Isobutyl, sec-Butyl und tert-Butyl, Pentyl, Neopentyl, Isopentyl, Hexyl, Isohexyl.

Unter pharmazeutisch annehmbarem Salz versteht man insbesondere die Additionssalze von anorganischen Säuren, wie Chlorhydrat, Bromhydrat, Iodhydrat, Sulfat, Phosphat, Diphosphat und Nitrat, oder von organischen Säuren, wie Acetat, Maleat, Fumarat, Tartrat, Succinat, Citrat, Lactat, Methansulfonat, p-Toluolsulfonat, Pamoat und Stearat. In den Bereich der Erfindung fallen auch, wenn sie verwendbar sind, die aus Basen, wie Natrium- oder Kaliumhydroxid, gebildeten Salze. Für weitere Beispiele für pharmazeutisch annehmbaren Salzen wird auf "Salt selection for basic drugs", Int. J. Pharm. (1986), 33, 201-217, verwiesen.

Ferner können manche der Verbindungen der allgemeinen Formel (I) in der Form von Enantionmeren vorliegen. Die vorliegende Erfindung schließt die beiden Enantiomerformen und alle Kombinationen dieser Formen ein, einschließlich der racemischen Mischungen "R,S". Aus Gründen der Einfachheit ist, wenn keine spezifische Konfiguration in den Strukturformeln angegeben ist, zu verstehen, dass die beiden Enantiomerformen und ihre Mischungen dargestellt sind.

Die erfindungsgemäßen Verbindungen sind vorzugsweise so beschaffen, dass sie mindestens eines der folgenden Merkmale aufweisen:

  • • A stellt einen Rest (A1) dar,
    in dem R5 ein Wasserstoffatom oder einen Methylrest darstellt, R6 ein Wasserstoffatom oder einen Alkyl-, Cycloalkyl-, Hydroxy- oder Alkoxyrest darstellt, R7 ein Wasserstoffatom oder einen Alkyl-, Cycloalkyl-, Hydroxy- oder Alkoxyrest darstellt und R8 ein Wasserstoffatom oder einen Alkyl-, Cycloalkyl-, Hydroxy- oder Alkoxyrest darstellt,

    oder A stellt einen Rest (A2) dar,
    in dem R9 und R10 unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom oder einen Hydroxy-, Alkyl- oder Alkoxyrest darstellen, R11 ein Wasserstoffatom oder einen Methylrest darstellt und R12 ein Wasserstoffatom oder einen Hydroxy-, Alkyl- oder Alkoxyrest darstellt;
  • • B stellt ein Wasserstoffatom oder eine Methyl- oder Ethylgruppe dar;
  • • n stellt eine ganze Zahl von 0 bis 3 dar;
  • • R1 und R2 stellen unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom oder einen Alkylrest dar;
  • • R3 und R4 stellen unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom oder einen Alkylrest dar oder R3 und R4 bilden zusammen mit dem sie tragenden Stickstoff einen Heterocyclus mit insgesamt 1 bis 2 Heteroatomen und 5 bis 7 Gliedern, dessen fehlende Glieder aus -CHR13-, -NR14-, -O- und -S- ausgewählt sind, wobei R13 ein Wasserstoffatom, die OH-Gruppe oder einen Methyl- oder Methoxyrest darstellt und R14 ein Wasserstoffatom oder einen der Reste Alkyl, -COR15, -COOR15 oder -CONR16R17 darstellt, wobei R15 einen Alkylrest darstellt, und R16 und R17 unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom oder einen Alkylrest darstellen.

Die erfindungsgemäßen Verbindungen sind vorzugsweise so beschaffen, dass sie mindestens eines der folgenden Merkmale aufweisen:

  • • A stellt einen Rest (A1) dar,
    in dem R5 ein Wasserstoffatom darstellt, R6 ein Wasserstoffatom oder einen Alkyl-, Cycloalkyl-, Hydroxy- oder Alkoxyrest darstellt, R7 ein Wasserstoffatom oder einen Alkyl-, Cycloalkyl-, Hydroxy- oder Alkoxyrest darstellt und R8 ein Wasserstoffatom oder einen Alkyl-, Cycloalkyl-, Hydroxy- oder Alkoxyrest darstellt,

    oder A stellt einen Rest (A2) dar,
    in dem R9 und R10 unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom oder einen Hydroxy-, Alkyl- oder Alkoxyrest darstellen, R11 ein Wasserstoffatom darstellt und R12 ein Wasserstoffatom oder einen Hydroxy-, Alkyl- oder Alkoyxrest darstellt;
  • • B stellt ein Wasserstoffatom oder eine Methylgruppe dar;
  • • n stellt eine ganze Zahl von 0 bis 2 dar;
  • • einer der Reste R1 und R2 stellt ein Wasserstoffatom dar, wobei der andere ein Wasserstoffatom oder einen Alkyl- oder Cycloalkylrest darstellt;
  • • R3 und R4 stellen unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom oder einen Alkylrest dar oder R3 und R4 bilden zusammen mit dem sie tragenden Stickstoff einen Heterocyclus mit 6 Gliedern mit insgesamt 1 bis 2 Heteroatomen, dessen fehlenden Glieder aus -CHR13-, -NR14-, -O- und -S- ausgewählt sind, wobei R13 ein Wasserstoffatom, die -OH-Gruppe oder einen Methylrest darstellt und R14 ein Wasserstoffatom oder einen Alkylrest darstellt.

Noch bevorzugter sind die Verbindungen der Erfindung so beschaffen, dass sie mindestens eines der folgenden Merkmale aufweisen:

  • • A stellt einen Rest (A1) dar,
    in dem R5 ein Wasserstoffatom darstellt, R6 ein Wasserstoffatom oder einen Alkyl-, Hydroxy- oder Alkoxyrest darstellt, R7 ein Wasserstoffatom oder einen Alkyl-, Hydroxy- oder Alkoxyrest darstellt und R8 ein Wasserstoffatom oder einen Alkyl-, Hydroxy- oder Alkoxyrest darstellt,

    oder A stellt einen Rest (A2) dar,
    in dem R9 und R10 unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom oder einen Hydroxy-, Methyl-, Ethyl-, Methoxy- oder Ethoxyrest darstellen, R11 ein Wasserstoffatom darstellt und R12 ein Wasserstoffatom oder einen Hydroxy-, Methyl-, Ethyl-, Methoxy oder Ethoxyrest darstellt;
  • • B stellt ein Wasserstoffatom dar;
  • • n stellt eine ganze Zahl von 0 bis 1 dar;
  • • einer der Rest R1 und R2 stellt ein Wasserstoffatom dar, wobei der andere ein Wasserstoffatom oder einen Alkylrest darstellt (und zwar vorzugsweise einen linearen oder verzweigten Alkylrest mit 1 bis 2 Kohlenstoffatomen, insbesondere einen Methyl- oder Ethylrest);
  • • R3 und R4 stellen unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom oder einen Alkylrest dar oder R3 und R4 bilden zusammen mit dem sie tragenden Stickstoff einen Heterocyclus mit 6 Gliedern mit insgesamt 1 bis 2 Heteroatomen, dessen fehlende Glieder aus -CHR13-, -NR14-, -O- und -S- ausgewählt sind, wobei R13 ein Wasserstoffatom, die -OH-Gruppe oder einen Methylrest darstellt und R14 ein Wasserstoffatom oder einen Alkylrest darstellt.

Besonders bevorzugt ist der Rest (A1) ein Rest,

in dem R5 ein Wasserstoffatom oder einen Alkylrest (insbesondere ein Wasserstoffatom) darstellt, R6 einen Alkylrest (insbesondere den Isopropyl- oder tert-Butyl-Rest und insbesondere den tert-Butylrest) darstellt und R7 einen Alkylrest (insbesondere den iso-Butyl- oder tert-Butylrest und vor allem den tert-Butylrest) darstellt.

Ferner ist der Rest (A2) besonders bevorzugt ein Rest,

in dem R9 ein Wasserstoffatom oder einen Methyl- oder Methoxyrest (insbesondere ein Wasserstoffatom) darstellt, R11 ein Wasserstoffatom oder einen Methylrest (und insbesondere ein Wasserstoffatom) darstellt und R12 ein Wasserstoffatom oder einen Methyl- oder Methoxyrest (und insbesondere ein Wasserstoffatom) darstellt.

Außerdem:

  • – bevorzugt man ganz besonders die Fälle, in denen n 0 darstellt;
  • – wird die Variante der Erfindung, gemäß welcher A einen Rest (A1) darstellt, im Allgemeinen derjenigen, gemäß der A einen Rest (A2) darstellt, vorgezogen;
  • – zieht man die Fälle, in denen R3 und R4 unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom oder einen Alkylrest darstellen, denjenigen vor, bei denen R3 und R4 zusammen mit dem sie tragenden Stickstoffatom einen Heterocyclus bilden;
  • – wenn R3 oder R4 einen Alkylrest darstellen, handelt es vorzugsweise um einen Alkylrest mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen und insbesondere um einen Methyl- oder Ethylrest (insbesondere einen Methylrest);
  • – wenn R3 und R4 zusammen mit dem sie tragenden Stickstoffatom einen Heterocyclus bilden, ist dieser Heterocyclus vorzugsweise ein Piperazinyl-, Morpholinyl- oder Thiomorpholinylrest (und besonders bevorzugt ein Piperazinylrest) oder ein Piperidinylrest, der (vorzugsweise in Position 3 oder 4) mit einem Hydroxyrest substituiert ist;
  • – wenn R6, R7 oder R8 einen Alkylrest darstellt, handelt es sich vorzugsweise um einen Alkylrest mit 3 bis 6 Kohlenstoffatomen und insbesondere um einen tert-Butyl- oder iso-Propylrest.

Insbesondere werden die folgenden Verbindungen erfindungsgemäß verwendet:

  • – 4-[3,5-bis(1,1-Dimethylethyl)-4-hydroxyphenyl]-N-methyl-1,3-thiazol-2-yl-methanamin;
  • – N-Methyl[4-(10H-Phenothiazin-2-yl)-1,3-thiazol-2-yl]methanamin;
  • – 2,6-di-tert-Butyl-4-{2-[(4-methylpiperazin-1-yl)methyl]-1,3-thiazol-4-yl}phenol;
  • – 4-[2-(Aminomethyl)-1,3-thiazol-4-yl]-2,6-di(tert-butyl)phenol;
  • – 2,6-di-tert-Butyl-4-{2-[1-(methylamino)ethyl]-1,3-thiazol-4-yl}phenol;
oder ihre pharmazeutisch annehmbaren Salze.

Die eine erfindungsgemäße Verbindung enthaltenden pharmazeutischen Zusammensetzungen können in Form eines Feststoffs vorliegen, beispielsweise in Form von Pulvern, Granulaten, Tabletten, Gelatinekapseln, Liposomen oder Suppositorien. Die geeigneten festen Träger können beispielsweise Calciumphosphat, Magnesiumstearat, Talk, Zucker, Lactose, Dextrin, Stärke, Gelatine, Cellulose, Methylcellulose, Natriumcarboxymethylcellulose, Polyvinylpyrrolidin und Wachs sein.

Die eine erfindungsgemäße Verbindung enthaltenden pharmazeutischen Zusammensetzungen können auch in flüssiger Form vorliegen, beispielsweise als Lösungen, Emulsionen, Suspensionen oder Sirups. Die geeigneten flüssigen Träger können beispielsweise Wasser, organische Lösungsmittel wie Glyzerin oder Glykole sowie ihre Mischungen in unterschiedlichen Proportionen in Wasser sein.

Die Verabreichung eines erfindungsgemäßen Medikaments geht auf topischem, oralem, parenteralem Weg, durch intramuskuläre Injektion usw. vor sich.

Die Dosis eines erfindungsgemäßen Produkts, die für die Behandlung der oben genannten Krankheiten oder Störungen vorzusehen ist, ändert sich in Abhängigkeit von der Verabreichungsart, dem Alter und dem Körpergewicht des zu behandelnden Patienten sowie von dessen Zustand und wird durch den behandelnden Arzt oder Tierarzt endgültig entschieden. Eine solche durch den behandelnden Arzt oder Tierarzt bestimmte Menge wird im vorliegenden Text "therapeutisch wirksame Menge" genannt.

Beispielsweise beträgt die für ein erfindungsgemäßes Medikament vorgesehene Verabreichungsdosis je nach dem Typ der verwendeten wirksamen Zusammensetzung 0,1 mg bis 10 g.

Die Herstellung der Verbindungen der allgemeinen Formel (I) gemäß der Erfindung wird in der Patentanmeldung PCT WO 01/26656 beschrieben.

Sofern sie nicht anders definiert werden, haben alle technischen und wissenschaftlichen Begriffe, die hier verwendet werden, dieselbe Bedeutung, wie sie gewöhnlich von einem normalen Fachmann des Bereichs, zu dem die vorliegende Erfindung gehört, verstanden werden.

BEISPIELE

Die folgenden Verbindungen:

  • – 4-[3,5-bis(1,1-Dimethylethyl)-4-hydroxyphenyl]-N-methyl-1,3-thiazol-2-yl-methanaminchlorhydrat (Verbindung 1),
  • – N-Methyl[4-(10H-phenothiazin-2-yl)-1,3-thiazol-2-yl]methanaminchlorhydrat (Verbindung 2),
  • – 2,6-di-tert-Butyl-4-{2-[(4-methylpiperazin-1-yl-)methyl]-1,3-thiazol-4-yl}phenolchlorhydrat (Verbindung 3),
  • – 4-[2-(Aminomethyl)-1,3-thiazol-4-yl]-2,6-di(tert-butyl)phenolchlorhydrat (Verbindung 4) und
  • – 2,6-di-tert-Butyl-4-{2-[1-(methylamino)ethyl]-1,3-thiazol-4-yl}phenolchlorhydrat (Verbindung 5)
wurden einem Test des Aufblähens von isolierten Mitochondrien der Rattenleber auf die im Nachstehenden beschriebene Weise unterzogen.

Alle oben genannten Verbindungen wurden in der Anmeldung PCT WO 01/26656 beschrieben oder sind durch Synthesemethoden zugänglich, die den in dieser Schrift beschriebenen Methoden entsprechen.

Prinzip des Tests

Der Test besteht darin, dass die Wechselwirkung der Verbindungen gegenüber dem Aufblähen der isolierten Mitochondrien der Rattenleber, gemessen durch spektrofotometrische Absorption, gemessen wird. Das Aufblähen der isolierten Mitochondrien der Leber wird als Indikator für die Änderung der Transitionspermeabilität verwendet und kann durch verschiedene Mittel induziert werden: tert-Butylhydroxyperoxid (t-BH); das Methylphenylpyridinium-Ion (MPP+) und Kaliumdihydrogenphosphat (Pi) in Gegenwart von Calcium (Ca2+).

Das t-BH wird durch die System-Glutathionperoxydase metabolisiert, die das reduzierende Vermögen der Mitochondrie erschöpft, das durch NAD(P)H und Glutathion (GSH) dargestellt wird und zur Oxidation der SH-Gruppen führt.

Das MPP+ ist ein Hemmer des Komplexes I der Transportkette der Elektronen der Mitochondrie, der eine Erzeugung von freien Radikalen, eine Verringerung des Membranpotentials, die die Öffnung der Transitionspore erleichtert, und die Extrusion des Cytochroms c bewirkt. Das Pi löst die Transitionspermeabilität aus, indem es die ADP-Konzentration der Matrix verringert, indem es die Lipidperoxidation und die Erzeugung von freien Mitochondrialradikalen stimuliert.

Herstellung der Rattenlebermitochondrien

Die Leber einer Sprague-Dawley-Ratte von 240-260 g, die seit dem Vortag nüchtern ist (Charles River, Frankreich), wird entnommen, gewogen, in 50 ml Extraktionspuffer (225 mM Mannitol; 75 mM Saccharose; 0,2 mM EDTA; 5 mM TRIS-HCl, pH 7,4, 4°C) gedünnt und gemäß dem Protokoll, das von Johnon und Lardy (Isolation of liver and kidney mitochondria, Methods Enzymol. (1967), 10, 94-96) und Holtzman u. Mitarb. (Effects of osmolar changes on isolated mitochondria of brain and liver, J. Neurochem. (1978), 30, 1409-1419) beschrieben wird, mit Hilfe eines Glashomogenisators (5 Hin- und Rückbewegungen) homogenisiert. Das Homogenat wird während 5 Minuten mit 1085 g zentrifugiert. Der gebildete Überstand wird mit 17000 g während 10 Minuten zentrifugiert. Dann wird der Rückstand in 12,5 ml Extraktionspuffer durch sanftes Rühren mit Hilfe eines Glasstabes aufgenommen und dann wird die Suspension mit 17000 g während 10 Minuten zentrifugiert. Der erhaltene Rückstand wird wieder in 1 ml Extraktionspuffer bei 4°C in Suspension gebracht. Die Mitochondrialproteinkonzentration (68,48 ± 1,17 mg/ml) wird durch die Methode von Lowry bestimmt (Protein measurement with the folin phenol reagent, J. Biol. Chem., 93, 1951: 265-275). Die Mitochondrialsuspension wird in Eis gelagert und innerhalb von 3 Stunden verwendet.

Messung des Aufblähens der Rattenlebermitochondrien

Die Quantifizierung des Aufblähens der Mitochondrien wird durchgeführt, indem mit Hilfe eines Spektrofotometers (Shimadzu UV-2401PC) die Streuung des Lichts bei 540 nm gemessen wird. Die Mitochondrien (Endkonzentration von 0,5 mg Proteine/ml bei der Induktion des Aufblähens durch Pi oder 1 mg/ml bei t-BH und MPP+) werden in 3,6 ml Puffer inkubiert, der enthält:

  • – wenn das Induktionsmittel t-BH ist: 225 mM Mannitol; 75 mM Saccharose, 3 mM HEPES, 5 mM Succinat und 0,5 nmol Rotenon/mg Protein, pH 7,4, 25°C;
  • – wenn das Induktionsmittel MPP+ ist: 225 mM Mannitol, 75 mM Saccharose, 5 mM HEPES, 5 mM/0,5 mM Glutamat/Malat, pH 7,4, 25°C;
  • – wenn das Induktionsmittel Pi ist: 150 mM Saccharose, 65 mM KCl, 2,5 mM Succinat, 5 &mgr;m Rotenon und 10 mM HEPES – KOH, pH 7,4, 30°C.

Ein Volumen von 1,8 ml der entsprechenden Suspension wird in die Messschale des Spektrofotometers sowie in die so genannte Bezugsschale in Gegenwart der Testverbindungen eingeführt. Die Messung der Absorptionsänderung (&Dgr;A540) der beiden Schalen wird parallel durchgeführt.

Induzierung des Aufblähens der Rattenlebermitochondrien

Wenn das Induktionsmittel t-BH ist: nach 2 Minuten Inkubation bei 25°C werden 70 nmol CaCl2 zugesetzt und 2 Minuten später werden 200 &mgr;M t-BH in die Messschale eingeführt [modifizierte Methode von Broekemeir und Pfeiffer (Cyclosporin A is a potent inhibitor of the inner membrane permeability transition in liver mitochondria, J. Biol. Chem. (1989), 264, 7826-7830)].

Wenn das Induktionsmittel MPP+ ist: nach 5 Minuten Inkubation bei 25°C werden 1 mM MPP+ und 50 &mgr;m Ca2+ in die Messschale eingeführt, worauf 2 Minuten später 300 &mgr;M Pi folgen [modifizierte Methode von Cassarino u. Mitarb. (The parkinsonian neurotoxin MPP+ opens the mitochondrial permeability transition pore and releases cytochrome c in isolated mitochondria via an oxidative mechanism, Biochim. Biophys. Acta (1999), 1453, 49-62)].

Wenn das Induktionsmittel Pi ist: nach 1 Minute Inkubation bei 30°C werden 10 &mgr;M CaCl2 in die beiden Schalen eingeführt. Fünf Minuten später wird das Aufblähen durch die Einführung von 4 mM Kaliumdihydrogenphosphat nur in die Messschale ausgelöst [modifizierte Methode von Kowaltowski u. Mitarb. (Effect of inorganic phosphate concentration on the nature of inner mitochondrial membrane alterations mediated by Ca2+ ions. A proposed model for phospatestimulated lipid peroxidation, J. Biol. Chem. (1996), 271, 2929-2934) und Elimadi u. Mitarb. (Trimetazidine counteracts the hepatic injury associated with ischemia – reperfusion by preserving mitochondrial function, J. Pharmacol. Exp. Ther. (1998), 286, 23-28)].

Analyse der Daten

Die Geschwindigkeit der Verringerung der Absorption A540 ist proportional zur Geschwindigkeit der Rekrutierung der Mitochondrien in der Phasen der Änderung der Transitionspermeabilität. Diese Geschwindigkeit wird durch das &Dgr;A540/min/mg Protein, berechnet aus der Tangente des steilsten Teils der Absorption in Abhängigkeit von der Zeit, ausgedrückt (UV-2101/3101PC Optional Kinetics Software). Die Wirksamkeit der Produkte, deren Wirkungen zwei bis drei Mal getestet werden, wird durch ihre Eignung eingeschätzt, die Geschwindigkeit der Rekrutierung der Mitochondrien in der Phase der Permeabilitätsänderung signifikant zu senken. Die Vergleiche werden ausgeführt, indem eine Varianzanalyse verwendet wird. Ein Wert von p < 0,05 wird als statistisch signifikant betrachtet.

Ergebnisse

Die oben genannten Verbindungen 1 bis 5 haben bei einer Konzentration von gleich oder kleiner 25 &mgr;M die Geschwindigkeit der Rekrutierung der Mitochondrien in der Phase der durch tBH, MPP+ oder Pi induzierten Permeabilitätsänderung signifikant gesenkt.


Anspruch[de]
Verwendung einer Verbindung der allgemeinen Formel (I)
in Form von racemischer Mischung, Enantiomer oder jeder Kombination dieser Formen, in der:

A einen Rest (A1) darstellt,
in dem R5 ein Wasserstoffatom oder einen Alkylrest darstellt, R6 ein Wasserstoffatom oder einen Alkyl-, Cycloalkyl-, Hydroxy- oder Alkoxyrest darstellt, R7 ein Wasserstoffatom oder einen Alkyl-, Cycloalkyl-, Hydroxy- oder Alkoxyrest darstellt und R8 ein Wasserstoffatom oder einen Alkyl-, Cycloalkyl-, Hydroxy- oder Alkoxyrest darstellt,

oder A einen Rest (A2) darstellt,
in dem R9 und R10 unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom oder einen Hydroxy-, Alkyl- oder Alkoxyrest darstellen, R11 ein Wasserstoffatom oder einen Alkylrest darstellt und R12 ein Wasserstoffatom oder einen Hydroxy-, Alkyl- oder Alkoxyrest darstellt;

B ein Wasserstoffatom oder einen Alkylrest darstellt;

n eine ganze Zahl von 0 bis 5 darstellt;

R1 und R2 unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom oder einen Alkyl- oder Cycloalkylrest darstellen;

R3 und R4 unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom oder einen Alkylrest darstellen oder R3 und R4 zusammen mit dem sie tragenden Stickstoffatom einen Heterocyclus mit insgesamt 1 bis 2 Heteroatomen und 5 bis 7 Gliedern bilden, dessen fehlende Glieder aus -CHR13-, -NR14-, -O- und -S- ausgewählt sind, wobei R13 ein Wasserstoffatom, die -OH-Gruppe oder einen Alkyl- oder Alkoxyrest darstellt und R14 ein Wasserstoffatom oder einen der Reste Alkyl-, -COR15, -COOR15 oder -CONR16R17 darstellt, wobei R15 einen Alkylrest darstellt, und R16 und R17 unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom oder einen Alkylrest darstellen;

wobei gilt, dass ein Alkyl- oder Alkoxyrest, wenn nicht Genaueres angegeben ist, linear oder verzweigt ist und 1 bis 6 Kohlenstoffatome zählt und dass ein Cycloalkylrest, wenn nicht Genaueres angegeben ist, 3 bis 7 Kohlenstoffatome zählt;

oder ein pharmazeutisch annehmbares Salz einer Verbindung der allgemeinen Formel (I)

zur Herstellung eines Medikaments, das zur Behandlung einer Krankheit/Störung bestimmt ist, die aus den folgenden Krankheiten/Störungen ausgewählt ist: Myopathien, Amyopathien, Ptosis, optische Atrophie, Retinitis pigmentosa, Schwerhörigkeit, Hepatomegalie, Leberzytolyse, hypertrophische Kardiomyopathie, Ophtalmoplegia chronica progressiva externa, Kearns-Sayre-Syndrom, Leigh-Syndrom, Leber-Syndrom, Narp-Syndrom, MELAS-Syndrome, Pearson-Syndrom, Sepsis, Leberzirrhose, durch medikamentöse Mittel induzierte Herz-, Nieren- oder Lebertoxizität.
Verwendung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass

• A einen Rest (A1) darstellt,
in dem R5 ein Wasserstoffatom oder einen Methylrest darstellt, R6 ein Wasserstoffatom oder einen Alkyl-, Cycloalkyl-, Hydroxy- oder Alkoxyrest darstellt, R7 ein Wasserstoffatom oder einen Alkyl-, Cycloalkyl-, Hydroxy- oder Alkoxyrest darstellt und R8 ein Wasserstoffatom oder einen Alkyl-, Cycloalkyl-, Hydroxy- oder Alkoxyrest darstellt,

oder A einen Rest (A2) darstellt,
in dem R9 und R10 unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom oder einen Hydroxy-, Alkyl- oder Alkoxyrest darstellen, R11 ein Wasserstoffatom oder einen Methylrest darstellt und R12 ein Wasserstoffatom oder einen Hydroxy-, Alkyl- oder Alkoxyrest darstellt;

• B ein Wasserstoffatom oder einen Methyl- oder Ethylgruppe darstellt;

• n eine ganze Zahl von 0 bis 3 darstellt;

• R1 und R2 unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom oder einen Alkylrest darstellen;

• R3 und R4 unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom oder einen Alkylrest darstellen oder R3 und R4 zusammen mit dem sie tragenden Stickstoffatom einen Heterocyclus mit insgesamt 1 bis 2 Heteroatomen und 5 bis 7 Gliedern bilden, dessen fehlende Glieder aus -CHR13-, -NR14-, -O- und -S- ausgewählt sind, wobei R13 ein Wasserstoffatom, die -OH-Gruppe oder einen Methyl- oder Methoxyrest darstellt und R14 ein Wasserstoffatom oder einen der Reste Alkyl, -COR15, -COOR15 oder -CONR16R17 darstellt, wobei R15 einen Alkylrest darstellt und R16 und R17 unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom oder einen Alkylrest darstellen.
Verwendung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass

• A einen Rest (A1) darstellt,
in dem R5 ein Wasserstoffatom darstellt, R6 ein Wasserstoffatom oder einen Alkyl-, Cycloalkyl-, Hydroxy- oder Alkoxyrest darstellt, R7 ein Wasserstoffatom oder einen Alkyl-, Cycloalkyl-, Hydroxy- oder Alkoxyrest darstellt und R8 ein Wasserstoffatom oder einen Alkyl-, Cycloalkyl-, Hydroxy- oder Alkoxyrest darstellt,

oder A einen Rest (A2) darstellt,
in dem R9 und R10 unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom oder einen Hydroxy-, Alkyl- oder Alkoxyrest darstellen, R11 ein Wasserstoffatom darstellt und R12 ein Wasserstoffatom oder einen Hydroxy-, Alkyl- oder Alkoxyrest darstellt;

• B ein Wasserstoffatom oder eine Methylgruppe darstellt;

• n eine ganze Zahl von 0 bis 2 darstellt;

• einer der Reste R1 und R2 ein Wasserstoffatom darstellt, wobei der andere ein Wasserstoffatom oder einen Alkyl- oder Cycloalkylrest darstellt;

• R3 und R4 unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom oder einen Alkylrest darstellen oder R3 und R4 zusammen mit dem sie tragenden Stickstoffatom einen Heterocyclus mit 6 Gliedern bilden, der insgesamt 1 bis 2 Heteroatome zählt und dessen fehlende Glieder aus -CHR13-, -NR14-, -O- und -S- ausgewählt sind, wobei R13 ein Wasserstoffatom, die -OH-Gruppe oder einen Methylrest darstellt und R14 ein Wasserstoffatom oder einen Alkylrest darstellt.
Verwendung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass

• A einen Rest (A1) darstellt,
in dem R5 ein Wasserstoffatom darstellt, R6 ein Wasserstoffatom oder einen Alkyl-, Hydroxy- oder Alkoxyrest darstellt, R7 ein Wasserstoffatom oder einen Alkyl-, Hydroxy- oder Alkoxyrest darstellt, R8 ein Wasserstoffatom oder einen Alkyl-, Hydroxy- oder Alkoxyrest darstellt,

oder A einen Rest (A2) darstellt,
in dem R9 und R10 unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom oder einen Hydroxy-, Methyl-, Ethyl-, Methoxy- oder Ethoxyrest darstellen, R11 ein Wasserstoffatom darstellt und R12 ein Wasserstoffatom oder einen Hydroxy-, Methyl-, Ethyl-, Methoxy- oder Ethoxyrest darstellt;

• B ein Wasserstoffatom darstellt;

• n eine ganze Zahl von 0 bis 1 darstellt;

• einer der Reste R1 und R2 ein Wasserstoffatom darstellt, wobei der andere ein Wasserstoffatom oder einen Alkylrest darstellt (und vorzugsweise einen linearen oder verzweigten Alkylrest mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen, insbesondere einen Methyl- oder Ethylrest);

• R3 und R4 unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom oder einen Alkylrest darstellen oder R3 und R4 zusammen mit dem sie tragenden Stickstoffatom einen Heterocyclus mit 6 Gliedern bilden, der insgesamt 1 bis 2 Heteroatome zählt und dessen fehlende Glieder aus -CHR13-, -NR14-, -O- und -S- ausgewählt sind, wobei R13 ein Wasserstoffatom, die -OH-Gruppe oder einen Methylrest darstellt und R14 ein Wasserstoffatom oder einen Alkylrest darstellt.
Verwendung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass n 0 darstellt. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass A einen Rest (A1) darstellt. Verwendung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine der folgenden Verbindungen verwendet wird:

– 4-[3,5-bis(1,1-Dimethylethyl)-4-hydroxyphenyl]-N-methyl-1,3-thiazol-2-yl;

– N-Methyl[4-(10H-phenothiazin-2-yl)-1,3-thiazol-2-yl]methanamin;

– 2,6-di-tert-Butyl-4-{2-[(4-methylpiperazin-1-yl)methyl]-1,3-thiazol-4-yl}phenol;

– 4-[2-(Aminomethyl)-1,3-thiazol-4-yl]-2,6-di(tert-butyl)phenol;

– 2,6-di-tert-Butyl-4-{2-[1-(methylamino)ethyl]-1,3-thiazol-4-yl}phenol;

oder ein pharmazeutisch annehmbares Salz dieser Verbindungen.
Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das hergestellte Medikament für die Behandlung einer Krankheit/Störung bestimmt ist, die aus den folgenden Krankheiten/Störungen ausgewählt ist: Amyopathien, Ptosis, optische Atrophie, Retinitis pigmentosa, Schwerhörigkeit, Leberzytolyse, Ophtalmoplegia chronica progressiva externa, Kearns-Sayre-Syndrom, Leigh-Syndrom, Leber-Syndrom, Narp-Syndrom, MELAS-Syndrome, Pearson-Syndrom, Sepsis, Leberzirrhose, durch medikamentöse Mittel induzierte Herz-, Nieren- oder Lebertoxizität. Verwendung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das hergestellte Medikament für die Behandlung der Leberzirrhose bestimmt ist.






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