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Dokumentenidentifikation DE60217387T2 23.08.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001446028
Titel SCHUHWERK MIT ABNEHMBAREM FUSSUNTERSTÜTZENDEM EINSATZ
Anmelder Nike International Ltd., Beaverton, Oreg., US
Erfinder GREENE, S., Pamela, Portland, OR 97229, US;
HOFFER, W., Kevin, Portland, OR 97213, US;
LOZANO, G., Sergio, Beaverton, OR 97007, US;
MARTINDALE, Michael, Portland, OR 97212, US;
VALIANT, A., Gordon, Beaverton, OR 97008, US
Vertreter Wilhelms, Kilian & Partner, 81541 München
DE-Aktenzeichen 60217387
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, SK, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 08.11.2002
EP-Aktenzeichen 027787845
WO-Anmeldetag 08.11.2002
PCT-Aktenzeichen PCT/US02/35837
WO-Veröffentlichungsnummer 2003045179
WO-Veröffentlichungsdatum 05.06.2003
EP-Offenlegungsdatum 18.08.2004
EP date of grant 03.01.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.08.2007
IPC-Hauptklasse A43B 7/22(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse A43B 13/18(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]
HINTERGRUND DER ERFINDUNG Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft Fußbekleidung. Die Erfindung betrifft insbesondere ein Fußbekleidungsstück mit einem abnehmbaren, den Fuß stützenden Element.

Beschreibung des Standes der Technik

Ein Ziel der Ausgestaltung von moderner Fußbekleidung besteht darin, das Gewicht so gering wie möglich zu halten, während die Bequemlichkeit, die Stabilität und die Dauerhaftigkeit so groß wie möglich sind. Um dieses Ziel zu erreichen, verwenden die Gestalter einen breiten Bereich von Materialien, von Schuhbauteilen und von Schuhherstellungsverfahren. Die Grundausgestaltung einer herkömmlichen Sportfußbekleidung bleibt jedoch im Wesentlichen die gleiche und umfasst zwei Hauptbauteile, nämlich einen Oberteil und eine Sohlenkonstruktion. Der Oberteil kann aus Leder, Kunststoffmaterialien oder einer Kombination daraus gebildet sein und nimmt bequem den Fuß auf, während er für eine Belüftung und für den Schutz vor den Naturelementen sorgt. Die Sohlenkonstruktion enthält mehrere Schichten, die üblicherweise als Innensohle, Mittelsohle und Außensohle bezeichnet werden. Die Innensohle ist ein dünnes gepolstertes Element, das sich neben dem Fuß befindet und den Gesamtkomfort der Fußbekleidung verbessert. Bei einigen Fußbekleidungsstücken ist die Innensohle abnehmbar und kann die Innensohle ersetzt werden. Die Mittelsohle bildet die mittlere Schicht der Sohle und enthält oft ein elastisches Schaumstoffmaterial, wie beispielsweise Polyurethan oder Ethyl-Vinyl-Acetat, das einen Stoß dämpft und Energie absorbiert, wenn die Fußbekleidung gegen den Boden zusammengedrückt wird. Im Gegensatz zur Innensohle sind die Mittelsohlen in einem Stück mit der Fußbekleidung ausgebildet und können diese nicht ersetzt oder durch einen Träger verändert werden. Die Außensohle ist aus einem dauerhaften, abriebbeständigen Material, beispielsweise aus einer Ruß-Gummi-Mischung gebildet und weist im typischen Fall eine texturierte Unterfläche auf, um die Traktion zu verbessern. Ein Nachteil bezüglich des Schichtaufbaus von herkömmlichen Sohlenkonstruktionen besteht darin, dass die Gesamtflexibilität der Sohlenkonstruktionen insbesondere im Vorderfußbereich verringert ist.

Einige Ausgestaltungen moderner Fußbekleidungen gehen von der herkömmlichen Ausbildung dadurch ab, dass sie den größten Teil der Mittelsohle durch einen herausnehmbaren Sockliner ersetzen. Die Fußbekleidung dieses Typs weist einen Oberteil, einen Sockliner, eine dünne Mittelsohle und eine Außensohle auf. Der Sockliner arbeitet daher als primäres stoßdämpfendes und energieabsorbierendes Element sowohl im Fersen- als auch im Vorderfußbereich der Fußbekleidung. Obwohl diese Ausbildung für eine größere Flexibilität im Vorderfußbereich als bei den herkömmlichen Schichtausgestaltungen sorgt, kann die relativ große Stärke des Sockliners im Fersenbereich aufgrund der Bewegung des Fußes bezüglich den Oberteils zu wunden Stellen und Blasen führen.

Ein wichtiger Aspekt der Ausgestaltung von Fußbekleidung ist die Kontrolle der Bewegung des Fußes während Aktivitäten, die mit Laufen verbunden sind. Bei vielen Personen bewegt sich der Fuß beim Laufen wie folgt: Die Ferse trifft zuerst auf den Boden woraufhin der Fußballen folgt. Wenn die Ferse den Boden verlässt rollt der Fuß nach vorne ab, so dass die Zehen mit dem Boden in Kontakt kommen und schließlich verlässt der gesamte Fuß den Boden um einen weiteren Zyklus zu beginnen. Während der Zeit, während der der Fuß mit dem Boden in Kontakt steht und nach vorne abrollt, rollte er auch von der lateralen Seite zur medialen Seite ab, welcher Prozess als Einwärtsdrehung bezeichnet wird. Das heißt, dass normalerweise die Außenseite der Ferse zuerst auftrifft und die Zehen auf der Innenseite des Fußes den Boden zuletzt verlassen. Während sich der Fuß in der Luft befindet und sich für einen weiteren Zyklus vorbereitet tritt der entgegengesetzte Prozess auf, der Auswärtsdrehung genannt wird. Die Einwärtsdrehung ist normal und ein nützlicher Aspekt des Laufens, sie kann jedoch möglicherweise die Quelle für Fuß- und Beinverletzungen sein, insbesondere dann, wenn sie übermäßig stark ist.

Eine Fußbekleidung, die für Personen mit übermäßig großer Einwärtsdrehung ausgestaltet ist, enthält oftmals die Einwärtsdrehung kontrollierende Einrichtungen, um das Maß an Einwärtsdrehung während des Laufes zu begrenzen. Die eine Einwärtsdrehung kontrollierenden Einrichtungen bestehen aus einem zusätzlichen Bauteil, wie beispielsweise einer Fersenversteifung oder einer Abwandlung eines bestehenden Bauteils, wie beispielsweise der Sohlenkonstruktion. Im Allgemeinen ist eine Fersenversteifung ein starres Element, das um den Fersenteil der Fußbekleidung herum verläuft und dadurch die Bewegung der Ferse begrenzt. Zusätzlicher Halt kann der Fersenversteifung dadurch gegeben werden, dass sie einen Materialwulst enthält, wie es in der US-PS 4 354 318 für Frederieck, et al. beschrieben ist. Ein weiterer Stand der Technik, bei dem die Einwärtsdrehungskontrolle verstärkt ist, die auf das Auftreten des Fußes folgt, beinhaltet den Aufbau des Fersenversteifers, wie es in der US-PS 4 255 877 für Bowerman und 4 287 675 für Norton, et al. beschrieben ist.

Die Sohlenkonstruktion kann gleichfalls zur Kontrolle der Einwärtsdrehung abgewandelt werden. Die mediale Seite der Sohlenkonstruktion kann beispielsweise Polstermaterialien höherer Dichte enthalten, wie es in der US-PS 4 364 188 für Turner, et al. und 4 364 189 für Bates beschrieben ist. In ähnlicher Weise kann eine wenig kompressible Fluidkammer in den medialen Fersenbereich der Sohlenkonstruktion eingebaut sein, wie es in den US-PS 4 297 797 und 4 445 283 beide für Meyers beschrieben ist. Eine weitere bekannte technische Möglichkeit, die in der US-PS 5 247 742 für Kilgore, et al. beschrieben ist, ist der Einbau eines die Kompressionsbeständigkeit erhöhenden Elementes in die Mittelsohle.

Obwohl die bekannten technischen Möglichkeiten zur Kontrolle der Einwärtsdrehung ein gewisses Maß an Erfolg bei der Kontrolle der Einwärtsdrehung zeigen, tragen diese zur Erhöhung des Gewichtes und der Herstellungskosten der Fußbekleidung bei. Die vorliegende Erfindung hatte zum Ziel, eine Kombination von konstruktiven Merkmalen in einer derartigen Weise kooperativ zu nutzen, dass die Nachteile der bekannten Sohlenkonstruktionen wirksam vermindert sind.

Ein Fußbekleidungsstück mit den Merkmalen des Gattungsbegriffes des Patentanspruchs 1 ist aus der US-A-3 021 846 für Scholl bekannt.

KURZE ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Die Erfindung betrifft ein Fußbekleidungsstück mit den Merkmalen des Anspruchs 1.

Bei einem ersten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ist die Fußbekleidung zum Laufen ausgebildet. Um das Maß, in dem sich der Fuß einwärts dreht, herabzusetzen, ist die den Fuß erfassende Oberfläche so strukturiert, dass sie in der Richtung von der medialen zur lateralen Seite eine nach unten gerichtete Schräge aufweist. Die nach unten gerichtete Schräge befindet sich im Fersenbereich, sie kann sich jedoch über die Länge der Fußbekleidung erstrecken. Zusätzlich zu der nach unten gerichteten Schräge und dem Bereich der verringerten Unterstützung enthält die Fußbekleidung einen Bereich in der hinteren lateralen Ecke der Mittelsohle, der stärker als die anderen Teile der Mittelsohle kompressibel ist. Der kompressible Bereich dient als Auftrittzone der Ferse, der die Einwärtsdrehung begrenzt. Die den Fuß erfassende Fläche ist gleichfalls so konturiert, dass sie für einen Halt des Fußes sorgt. Die Konturen schließen eine Fersensenke, eine mediale Bogenstütze und eine Senke unter dem vierten und dem fünften metatarsalen Kopf ein. Der Fersenbereich ist darüber hinaus im Allgemeinen bezüglich des Vorderfußbereiches erhöht.

Bei einem zweiten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ist die Fußbekleidung zum Walken ausgestaltet, sie enthält ein Fußhalteelement, das so konturiert ist, dass es den Fuß unterstützt. Darüber hinaus ist der Fersenbereich bezüglich des Vorderfußbereiches erhöht.

Die verschiedenen Vorteile und neuen Merkmale, die die vorliegende Erfindung kennzeichnen, werden insbesondere in den zugehörigen Ansprüchen angegeben: Um das Verständnis der Vorteile und neuen Merkmale zu verbessern, die die vorliegende Erfindung kennzeichnen, wird jedoch auf die Beschreibung und die zugehörigen Zeichnungen Bezug genommen, die verschiedene Ausführungsbeispiele der Erfindung beschreiben und darstellen.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

1 zeigt eine laterale Seitenansicht eines Fußbekleidungsstücks gemäß eines ersten Ausführungsbeispiels der vorliegenden Erfindung.

2 zeigt eine Ansicht auf die Unterseite des Fußbekleidungsstückes von 1.

3A zeigt eine erste Teilquerschnittsansicht der Fußbekleidung längs der Linie 3A-3A in 2.

3B zeigt eine zweite Teilquerschnittsansicht der Fußbekleidung längs der Linie 3B-3B in 2.

4 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Fußhalteelementes der Fußbekleidung, die in 1 dargestellt ist.

5 zeigt eine laterale Seitenansicht des Fußhalteelementes, das in 4 dargestellt ist.

6 zeigt eine mediale Seitenansicht des Fußhalteelementes, das in 4 dargstellt ist.

7 zeigt eine Draufsicht auf das Fußhalteelement, das in 4 dargstellt ist.

8A bis 8F zeigen Querschnittsansichten des Fußhalteelementes, wie es in 7 dargestellt ist.

9 zeigt eine Ansicht auf die Unterseite des Fußhalteelementes, das in 4 dargestellt ist.

10 zeigt in einer Draufsicht die räumliche Beziehung zwischen den Knochen eines Fußes und dem Fußhalteelement, das in 4 dargestellt ist.

11 zeigt eine laterale Seitenansicht eines Fußbekleidungsstückes gemäß eines zweiten Ausführungsbeispiels der vorliegenden Erfindung.

12 zeigt eine laterale Seitenansicht im Teilquerschnitt längs der Mittellinie in Längsrichtung des Fußbekleidungsstückes, das in 11 dargstellt ist.

13 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Fußhalteelementes der Fußbekleidung, die in 11 dargestellt ist.

14 zeigt eine laterale Seitenansicht des Fußhalteelementes, das in 12 dargestellt ist.

15 zeigt eine Draufsicht auf das Fußhalteelement, das in 12 dargstellt ist.

BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG IM EINZELNEN

In den Figuren, in denen gleiche Bezugszeichen gleiche Bauelemente bezeichnen, ist ein Sportfußbekleidungsstück gemäß der vorliegenden Erfindung dargestellt. Die 1-10 zeigen ein erstes Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung, nämlich ein Fußbekleidungsstück 100, das aus einem Laufschuh besteht. Die 11-15 zeigen ein zweites Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung, nämlich ein Fußbekleidungsstück 300, das ein Walkingschuh ist. Die Konzepte, die bezüglich der Fußbekleidung 100 und 300 beschrieben werden, lassen sich auch auf andere Arten von Fußbekleidungen, einschließlich Tennisschuhe, Basketballschuhe, Crosstrainingschuhe, Wanderstiefel, Arbeitsstiefel, Slipper, Segelschuhe oder Halbschuhe anwenden. Fußbekleidungen mit verschiedenen beabsichtigten Verwendungszwecken, sei es Sport oder Freizeit, sollen daher in den Bereich der vorliegenden Erfindung fallen, wenn sie mit den beschriebenen Konzepten verbunden sind.

Die Hauptbauteile einer Fußbekleidung 100 sind ein Oberteil 110, eine Sohlenkonstruktion 120, die am Oberteil 110 angebracht ist, und ein abnehmbares Fußhalteelement 200. Die Fußbekleidung 100 ist in drei Bereiche, nämlich einen Fersenbereich 102, einen Mittelfußbereich 104 und einen Vorderfußbereich 106 unterteilt. Die Bereiche 102, 104 und 106 sollen nicht genaue Bereiche umreißen. Sie sind stattdessen dazu gedacht, allgemeine Bereiche zur Unterstützung der Beschreibung zu definieren.

Der Oberteil 110 kann von irgendeiner herkömmlichen Art eines Oberteils sein, der die Funktionen bezüglich der Aktivitäten, für die die Fußbekleidung 100 ausgelegt ist, insbesondere für das Laufen erfüllt. Die Sohlenkonstruktion 120 enthält eine Mittelsohle 130 und eine Außensohle 140. Die Mittelsohle 130 kann aus irgendeinem herkömmlichen und elastischen Mittelsohlenmaterial einschließlich einem Polyurethanschaumstoff und Ethyl-Vinyl-Acetat gebildet sein und verläuft vom Fersenbereich 102 bis zum Vorderfußbereich 106. Wie es im Folgenden beschrieben wird, sind jedoch die stoßdämpfenden und energieabsorbierenden Eigenschaften der Mittelsohle 130 primär auf den Fersenbereich 102 begrenzt. Die Außensohle 140 ist an der Unterfläche der Mittelsohle 130 angebracht und liefert eine dauerhafte, den Boden kontaktierende Fläche. Ein Fußhalteelement 200 befindet sich über der Mittelsohle 130 und in der Ausnehmung, die vom Oberteil 110 gebildet wird. Abhängig von dem Verfahren, nach dem die Fußbekleidung 100 hergestellt wird, kann sich ein Teil des Oberteiles 110 zwischen dem Fußhalteelement 200 und der Mittelsohle 130 erstrecken, wie es in 3 dargestellt ist. Alternativ kann das Fußhalteelement 200 auch direkt auf der Mittelsohle 130 aufliegen.

Das hauptsächliche stoßdämpfende und energieabsorbierende Element von herkömmlicher Fußbekleidung ist eine integrierte Schaumstoffmittelsohle, die vom Fersenbereich zum Vorderfußbereich der Fußbekleidung verläuft. Herkömmliche Mittelsohlen können auch eine mit Fluid gefüllte Blase enthalten, wie es in der US-PS 4 183 156, der US-PS 4 219 945, der US-PS 4 906 502 und der US-PS 5 083 361 alle für Rudy sowie in der US-PS 5 993 585 und der US-PS 6 119 371 beide für Goodwin, et al. beschrieben ist. Bezüglich der Fußbekleidung 100 sind jedoch die Stoßdämpfung und die Energieabsorption zwischen der Sohlenkonstruktion 102 und dem Fußhalteelement 200 aufgeteilt. Die Sohlenkonstruktion 120 ist insbesondere so gestaltet, dass die Mittelsohle 130 für eine Stoßdämpfung und Energieabsorption im Fersenbereich 102 sorgt und das Fußhalteelement 200 für eine Stoßdämpfung und Energieabsorption im Vorderfußbereich 106 sorgt. In 3 ist die Mittelsohle 130 so dargestellt, dass sie von der Rückseite des Fersenbereiches 102 zur Vorderseite des Vorderfußbereiches 106 verläuft. Im Fersenbereich 102 hat die Mittelsohle 130 eine relativ große Stärke, so dass sie diesem Bereich ein außerordentliches Maß an Stoßdämpfung und Energieabsorption verleiht. Dem Fersenbereich 102 kann eine zusätzliche Stoßdämpfung und Energieabsorption dadurch gegeben werden, dass eine mit Fluid gefüllte Blase in die Mittelsohle 130 eingebaut ist. Die Stärke der Mittelsohle 130 nimmt im Mittelfußbereich 104 ab und wird relativ gering im Vorderfußbereich 106. Dementsprechend zeigt die Mittelsohle 130 ein relativ kleines Maß an Stoßdämpfung und Energieabsorption im Vorderfußbereich 106. Es sei darauf hingewiesen, dass die Mittelsohle um den Außenumfang der Fußbekleidung 100 sich auf die Seiten des Oberteils 110 erstreckt, um für eine zusätzliche laterale und mediale Halterung für das Fußhalteelement 200 zu sorgen.

Das Fußhalteelement 200 weist eine Unterfläche 210, eine gegenüberliegende den Fuß erfassende Fläche 220 und einen oberen Stoffbezug 230 auf, der an der den Fuß erfassenden Fläche 220 angebracht ist. Die Unterfläche 210 befindet sich auf zwei Höhen, die den Konturen entsprechen, die an der Oberfläche der Mittelsohle 130 ausgebildet sind. Der Bereich der Unterfläche 210, der sich im Fersenbereich 102 befindet, liegt daher auf einer im Wesentlichen größeren Höhe als der Bereich der Unterfläche 210, der sich im Vorderfußbereich 106 befindet. Im Mittelfußbereich 104 geht die Höhe der Unterfläche 210 auf die Höhe des Vorderfußbereiches 106 über. Dementsprechend ist die Unterfläche 210 so gestaltet, dass sie eine Aussparung im Fersenbereich 102 begrenzt, die zu der oberen Außenfläche der Mittelsohle 130 passt, wie es in 3 dargestellt ist. Die den Fuß erfassende Fläche 220 befindet sich der Unterfläche 210 gegenüber und ist so konturiert, dass sie im Wesentlichen mit der Unterfläche eines Fußes konform geht, der in der Fußbekleidung 100 aufgenommen ist. Der Bereich der den Fuß erfassenden Fläch 220, der sich im Fersenbereich 102 befindet, liegt im Allgemeinen auf einer größeren Höhe als der Bereich, der sich im Vorderfußbereich 106 befindet. Der Unterschied in der Höhe zwischen den jeweiligen Bereichen der den Fuß erfassenden Fläche 220 ist jedoch nicht so groß wie der Unterschied zwischen den Bereichen der Unterfläche 210. Dementsprechend hat der Teil des Fußhalteelementes 200, der sich im Vorderfußbereich 106 befindet, eine größere Stärke als der Teil im Fersenbereich 102. Die größere Stärke im Vorderfußbereich 106 liefert die Haupteinrichtung zur Stoßdämpfung und Energieabsorption im Vorderfußbereich 106. Der obere Stoffbezug 230 ist an der den Fuß erfassenden Fläche 220 angebracht und liefert einen bequemen Fußkontaktbereich. Andere spezielle Eigenschaften der den Fuß erfassenden Fläche 220 werden später im Einzelnen beschrieben.

Ansichten im Einzelnen des Fußhalteelementes 200 sind in den 4-9 dargestellt. Die den Fuß erfassende Fläche 220 ist so konturiert, dass sie im Wesentlichen mit der Unterfläche eines Fußes konform geht. Die Konturen schließen eine Fersensenke 222, eine Bogenerhöhung 224 und eine Senke 226 für den metatarsalen Kopf ein. Die Fersensenke 222 entspricht im Allgemeinen dem Bereich, der mit der Ferse des Fußes des Trägers in Kontakt kommt. Die Vertiefung, die die Fersensenke 222 bildet, nimmt die Ferse des Trägers auf und lagert die Ferse bezüglich der den Fuß erfassenden Fläche 220. Die Bogenerhöhung 224, die sich auf der medialen Seite des Mittelfußbereiches 104 befindet, liefert einen Halt für den Bogen des Fußes des Trägers. Die Senke 226 für den metatarsalen Kopf befindet sich in einem Bereich der den Fuß erfassenden Fläche 222, der im Wesentlichen unter dem vierten und dem fünften metatarsalen Kopf des Fußes des Trägers liegt. Ein geeignetes Material für das Fußhalteelement 200 schließt Phylon, ein kompressionsgeformetes Ethyl-Vinyl-Acetat mit einer Härte von 53 bis 58° auf der Asker-C-Skala ein.

Die Höhe der den Fuß erfassenden Fläche 220 ist im Fersenbereich 102 im Wesentlichen größer als die Höhe im Vorderfußbereich 106 wie es oben beschrieben wurde. Die den Fuß erfassende Fläche 220 weist auch einen erhöhten Umfang im Fersenbereich 102 und im Mittelfußbereich 104 auf. Der erhöhte Umfang liefert im Wesentlichen eine Senke, die quer über die den Fuß erfassende Fläche 220 verläuft und den Fuß aufnimmt und dessen Position sichert. Bei anderen Ausführungsbeispielen kann der erhöhte Umfang die den Fuß erfassende Fläche 220 vollständig umgeben.

Die den Fuß erfassende Fläche 220 weist auch eine sich nach unten erstreckende Schräge auf, die von der medialen Seite zur lateralen Seite über die Länge der den Fuß erfassenden Fläche 220 verläuft, wie es in den 8B, 8C und 8D dargestellt ist. Ein geeigneter Winkel für die nach unten verlaufende Schräge beträgt annähernd 3°, er kann jedoch im Bereich von 1 bis 4° liegen. Bei anderen Ausführungsbeispielen kann die Schräge im Bereich der den Fuß erfassenden Fläche 220 fehlen, die sich im Vorderfußbereich 106 befindet, oder auf den Fersenbereich 102 beschränkt sein. Die Schräge bewirkt eine Kontrolle der Einwärtsdrehung, indem sie eine größere mediale Unterstützung liefert, wodurch die Neigung des Fußes verringert wird, sich anschließend an das Auftreten der Ferse medial zu drehen. Ein Vorteil der Ausbildung der Schräge im Fußhalteelement 200 besteht darin, dass die Mittelsohle 230 eine horizontale Oberflächen haben kann und der Oberteil 110 vertikal von der Mittelsohle 130 verlaufen kann, was zu einer erhöhten Stabilität führt.

Ein Bereich verringerter Unterstützung, der in den Figuren durch den Bereich 228 dargestellt ist, befindet sich im medialen Vorderfußbereich der den Fuß erfassenden Fläche 220 und liegt im Allgemeinen unter dem vorderen Teil eines ersten metatarsalen und dem hinteren Teil eines proximalen Hallux des Fußes, wie es in 10 dargestellt ist. Beim Abheben der Zehen neigt der vordere Teil des ersten metatarsalen Kopfes dazu, in natürlicher Weise unter der Ebene der restlichen Teile des Fußes zu verlaufen. Der Bereich 228 erleichtert die Bewegung nach unten des ersten metatarsalen Kopfes, indem Schaumstoffmaterial unter dem ersten metatarsalen und unter dem hinteren Teil des proximalen Hallux angeordnet wird, das stärker kompressibel als das Schaumstoffmaterial unter den anderen Teilen des Fußes ist. Bei der Bildung des Fußhalteelementes 220 ist eine flache Senke, die der Zone des Bereiches 228 entspricht, in der den Fuß erfassenden Fläche 220 ausgebildet. Ein Material mit größerer Kompressibilität als die des Hauptteils des Fußhalteelementes 220 ist dann im Bereich 228 angeordnet und beispielsweise über eine Wärmeverbindung oder einen Klebstoff befestigt. Das Material, das den Bereich 228 bildet, kann der Schaumstoff sein, der das Fußhalteelement 200 bildet, jedoch mit einer niedrigeren Dichte, um für eine höhere Nachgiebigkeit zu sorgen. Wie es oben beschrieben wurde, kann das Fußhalteelement 200 primär aus Phylon gebildet sein. Ein geeignetes Material für den Bereich 228 ist daher ein Polyurethan-Schaumstoffmaterial mit einer Härte, die um annähernd 10° auf der Asker-C-Skala kleiner als die des Phylon-Materials ist, aus dem die übrigen Teile des Fußhalteelementes 200 bestehen.

Herkömmliche Fußbekleidungsstücke werden auf einem Leisten hergestellt, der die Form des menschlichen Fußes hat. Im Allgemeinen wird der Oberteil um den Leisten herumgebildet, wodurch eine Ausnehmung im Oberteil gestaltet wird, die die allgemeine Form des Fußes hat. Eine Sohle wird dann am Oberteil angebracht. Bezüglich der Fußbekleidung 100 ist jedoch die Ausnehmung im Oberteil 110 so gestaltet, dass sie sowohl den Fuß als auch das Fußhalteelement 200 aufnimmt. Folglich kann die Fußbekleidung 100 unter Verwendung einer Californiatechnik gebildet werden, bei der der Leisten eine Unterfläche hat, die mit der Form der Unterfläche 210 konform geht. Bei diesem Verfahren wird der Oberteil 110 um den Leisten herum gebildet und wird dann die Sohlenkonstruktion 120 am Oberteil 110 angebracht. Die Abnahme des Leisten vom Oberteil 110 bildet eine Ausnehmung in der Fußbekleidung 100, die sowohl den Fuß als auch das Fußhalteelement 200 aufnimmt. Dementsprechend wird das Fußhalteelement 200 in die Fußbekleidung 100 über die Fußgelenköffnung eingesetzt. Das Fußhalteelement 200 ist daher abnehmbar durch die Fußbekleidung 100 aufgenommen. Alternativ kann das Fußhalteelement 200 auch in der Fußbekleidung 100 dauerhaft befestigt sein.

Der Aufbau der Fußbekleidung 100, insbesondere die Abnehmbarkeit des Fußhalteelementes 200 erlaubt es, die Fußbekleidung 100 an eine bestimmte Einzelperson anzupassen. Einzelpersonen, die spezielle Fußbekleidung benötigen, können die Fußhalteelemente 200 austauschen, so dass diese mit den speziellen Notwendigkeiten der Einzelperson konform gehen. Beispielsweise kann eine Einzelperson ein Fußhalteelement benötigen, das eine größere Bogenerhöhung oder zusätzliche Merkmale aufweist, die eine Einwärtsdrehung begrenzen. Weiterhin kann ein Fußhalteelement 200 individuell so hergestellt werden, dass es einen vom Arzt vorgeschriebenen medizinischen oder therapeutischen Effekt hat.

Ein weiteres Merkmal der Fußbekleidung 100 betrifft die Mittelsohle 130. Um das Maß zu verringern, in dem sich der Fuß nach innen dreht, hat ein Teil 132 der Mittelsohle 130, der sich an der hinteren lateralen Ecke des Fersenbereiches 102 befindet, eine größere Kompressibilität als die anderen Teile der Mittelsohle 130. Wie es bei der Beschreibung des Standes der Technik dargelegt wurde, kommt im typischen Fall die Außenseite der Ferse oder die hintere laterale Ecke des Fersenbereiches als erste mit dem Boden in Kontakt. Wenn die hintere laterale Ecke der Fußbekleidung 100 den Boden kontaktiert, wird der Teil 132 zusammengedrückt. Wenn der Fuß nach vorne und zur medialen Seite abrollt, wird die Kompressionskraft auf den restlichen Teil der Mittelsohle 130 übertragen. Da der restliche Teil weniger kompressibel als der Teil 132 ist, ist der restliche Teil gegenüber einer Bewegung von der lateralen zur medialen Seite beständig, was das Maß verringert, in dem sich der Fuß einwärts dreht. Um die Kompression der hinteren lateralen Ecke zu erleichtern, ist die Außensohle 140 gelenkig ausgebildet oder in einen ersten Teil 142 und einen zweiten Teil 144 unterteilt, wie es in den 3A und 3B dargestellt ist. Der erste Teil 142 befindet sich direkt unter dem Teil 232 und der zweite Teil 144 ist unter dem Rest der Mittelsohle 130 angeordnet. Der Bereich, der den ersten Teil 142 vom zweiten Teil 144 trennt, bildet eine Biegelinie, entlang der die Mittelsohle 130 abbiegt, wenn die hintere laterale Ecke zusammengedrückt wird. Ein geeignetes Material für die Mittelsohle 130 ist Ethyl-Vinyl-Acetat mit einer Härte von 53 bis 58° auf der Asker-C-Skala. Der Teil 132 kann aus einem anderen Material, wie beispielsweise Polyurethan gebildet sein, das eine Härte aufweist, die um annähernd 10° unter der Härte des Ethyl-Venyl-Acetats liegt. Der Unterschied kann jedoch im Bereich zwischen 5 und 15° liegen.

Das Maß, mit dem sich der Fuß einwärts dreht, wird auch durch Maßnahmen begrenzt, die im Fußhalteelement 200 vorgesehen sind. Die Fersensenke 222, die Bogenerhöhung 224 und die Senke 226 für den metatarsalen Kopf halten den Fuß, insbesondere den Fußbogen, was es dem natürlichen Aufbau des Fußes erlaubt, die Einwärtsdrehung zu verringern. Die den Fuß erfassende Fläche weist darüber hinaus die nach unten gerichtete Schräge auf, die von der medialen Seite zur lateralen Seite über die Länge der den Fuß erfassenden Fläche 220 verläuft. Die Schräge liefert eine größere Unterstützung auf der medialen Seite der Fußbekleidung 100 wodurch sie der Einwärtsdrehung des Fußes widersteht. Der Bereich 228 erlaubt es dem Fuß schließlich, eine natürliche Position beim Abheben der Zehen einzunehmen, um für einen zusätzlichen Widerstand gegenüber der Einwärtsdrehung zu sorgen.

Die Unterfläche 210 kann auch zwei fluidgefüllte Blasen enthalten. Eine erste Blase 212 kann sich im Fersenbereich 102 befinden und eine zweite Blase 214 kann sich im Vorderfußbereich 106 befinden. Die zweite Blase 214 kann eine erste Kammer 214a, die im Wesentlichen unter der Verbindung zwischen den Metatarsalen und den Phalangen auf der lateralen Seite des Fußes liegt, eine zweite Kammer 214b, die im Wesentlichen unter den Verbindungen zwischen den Metatarsalen und den Phalangen auf der medialen Seite des Fußes liegt, und eine dritte Kammer 214c einschließen, die im Wesentlichen unter einem proximalen Hallux und einem distalen Hallux des Fußes liegt. Die erste Kammer 214a und die zweite Kammer 214b können über eine Leitung verbunden sein, um sie in Fluidverbindung miteinander zu bringen. In ähnlicher Weise können die zweite Kammer 214b und die dritte Kammer 214c über eine Leitung miteinander verbunden sein, um sie in Fluidverbindung miteinander zu bringen. Ein dehnbares Element (nicht dargestellt) kann im Inneren jeder Kammer angeordnet sein, um einer Auswärtsbewegung der Folien zu widerstehen, die die zweite Blase 214 bilden. Das dehnbare Element kann von dem Typ sein, der in der US-PS 4 906 502 und 5 083 361 für Rudy und der US-PS 5 993 585 und 6 119 371 für Goodwin, et al. beschrieben ist. Um für eine zusätzliche Unterstützung in dem Bereich zu sorgen, der die zweite Blase 214 umgibt, kann ein Käfig 216 aus einem flexiblen Material wie Ethyl-Vinyl-Acetat oder gummiertem Ethyl-Vinyl-Acetat um die Umfangsbereiche der zweiten Blase 214 herum angeordnet sein.

Eine zusätzliche Stütze für den Fersenbereich 102 kann durch eine Platte 218 vorgesehen sein, die sich an der Unterfläche 210 befindet. Die Platte 218 kann eine u-Form haben, die sich um den Fersenbereich 102 herum erstreckt. Geeignete Materialien für die Platte 218 schließen halbfeste Polymere oder zusammengesetzte Materialien ein, die Glas- oder Kohlefasern beispielsweise mit einem Polymermaterial kombinieren.

Aus der obigen Beschreibung ergibt sich, dass die Fußbekleidung 100 als ein leichter Laufschuh ausgebildet ist, der das Merkmal hat, dass er das Maß reduziert, mit dem sich der Fuß einwärts dreht. Das Fußhalteelement 200 ist abnehmbar und liefert die Option, ein erstes Fußhalteelement 200 durch ein zweites Fußhalteelement 200 auszutauschen, dessen Eigenschaften in einzigartiger Weise für die Einzelperson geeignet sind. Das Fußhalteelement kann darüber hinaus einzeln für die Einzelperson gefertigt werden und in die Fußbekleidung 100 eingesetzt werden.

Eine Fußbekleidung 300, nämlich ein Walkingschuh gemäß eines zweiten Ausführungsbeispiels der vorliegenden Erfindung ist in den 11-15 dargestellt und weist einen Oberteil 310, eine Sohlenkonstruktion 320 und ein Fußhalteelement 330 auf. Die Sohlenkonstruktion 320 ist am Oberteil 310 angebracht und so gestaltet, dass sie das Fußhalteelement 330 aufnimmt. Die Hauptbauteile der Sohlenkonstruktion 320 sind eine Mittelsohle 322, eine mit Fluid gefüllte Blase 324, die sich im Fersenbereich der Mittelsohle 322 befindet, und eine Außensohle 326. Die Mittelsohle 322 kann aus einem einzigen Material oder mehreren Materialien mit verschiedenen Eigenschaften gebildet sein. Wie es in 12 dargestellt ist, ist die Mittelsohle 322 aus verschiedenen Materialien im Fersenteil und im Vorderfußteil gebildet. Ein geeignetes Material für den Fersenteil ist Polyurethan mit einer Härte von 54 bis 60° auf der Asker-C-Skala. Der Vorderfußteil kann aus Phylon mit einer Härte von 50 bis 55° auf der Asker-C-Skala gebildet sein. Das Fußhalteelement 330 kann aus Polyurethan mit einer Dichte von 0,35 g/cm3 und einer Härte von 28 bis 34° auf der Asker-C-Skala gebildet sein und weist eine Unterfläche 332 und eine konturierte den Fuß erfassende Fläche 334 auf. Wie bei der Mittelsohle 130 der Fußbekleidung 100 befindet sich die Mittelsohle 322 hauptsächlich im Fersenbereich, so dass das Fußhalteelement 330 so gestaltet ist, dass es eine größere Höhe im Fersenbereich hat. Für eine höhere Stoßdämpfung und Energieabsorption kann in der Unterfläche 323 eine mit Fluid gefüllte Blase 336 im Vorderfußbereich vorgesehen sein. Darüber hinaus kann eine ähnliche mit Fluid gefüllte Blase 338 in einem Teil der Sohlenkonstruktion 320 enthalten sein, der sich im Fersenbereich befindet, wie es in den 11 und 12 dargestellt ist. Zur Erleichterung der Darstellung ist das Innere der Blasen 336 und 338 ohne Verbindungen zwischen der Ober- und der Unterfläche dargestellt. Herkömmliche Blasen mit inneren Verbindungen werden vorzugsweise benutzt, wie sie in der US-PS 4 817 304 für Parker, et al. und in der oben erwähnten US-PS 4 906 502 und 5 083 361 für Rudy beschrieben sind.

Ein erster Vorteil der Fußbekleidung 300 gegenüber den bekannten Arten von Fußbekleidungen bezieht sich auf die Flexibilität der Sohlenkonstruktion 320. Die laminare Ausgestaltung der bekannen Sohlenkonstruktionen begrenzt die Gesamtflexibilität. Die Sohlenkonstruktion 320 verwendet jedoch ein separates Fußhalteelement 330 anstelle einer herkömmlichen Mittelsohle im Vorderfußbereich. Die separate Ausgestaltung erlaubt eine größere Flexibilität im Vorderfußbereich, insbesondere in dem Bereich, der den Verbindungen zwischen den Metatarsalen und der Phalangen des Trägers entspricht. Ein zweiter Vorteil der Fußbekleidung 300 betrifft die Dicke des Fußhalteelementes 330 im Fersenbereich. Wie es bei der Darstellung des Standes der Technik beschrieben wurde, besteht bei den bekannten Socklinern mit einer relativ großen Stärke im Fersenbereich die Gefahr der Bildung von wunden Stellen und Blasen aufgrund der Bewegung des Fußes bezüglich des Oberteils. Dieses Problem ist in der Fußbekleidung 300 dadurch gelöst, dass im Fersenbereich die Stärke des Fußhalteelementes 330 verringert und die Stärke der Mittelsohle 322 erhöht ist. Die Fußbekleidung 100 hat eine ähnliche Gestaltung und genießt daher auch diese Vorteile.

Die vorliegende Erfindung wurde im obigen und in den zugehörigen Zeichnungen bezüglich einer Vielzahl verschiedener Ausführungsbeispiele dargestellt. Die Beschreibung dieser Ausführungsbeispiele diente dem Zweck, ein Beispiel der verschiedenen Aspekte zu liefern, die im Rahmen der Erfindung gestaltet sind, jedoch nicht den Bereich der Erfindung zu begrenzen. Der Fachmann wird erkennen, dass verschiedene Abwandlungen und Änderungen an den Ausführungsbeispielen vorgenommen werden können, ohne den Bereich der vorliegenden Erfindung zu verlassen, der durch die zugehörigen Ansprüche gegeben ist.


Anspruch[de]
Fußbekleidungsstück mit

einem Oberteil (110) zum Überdecken wenigstens eines Teils des Fußes eines Trägers,

ein Fußhalteelement (200), das abnehmbar durch den Oberteil aufgenommen ist,

welches Fußhalteelement aus einem elastischen Material gebildet ist und eine Unterfläche (210) aufweist, die einer den Fuß erfassenden Fläche (220) gegenüber angeordnet ist, welche Unterfläche eine erste Höhe im Vorderfußbereich (106) des Fußhaltelementes hat und welche Unterfläche eine zweite Höhe im Fersenbereich (102) des Fußhalteelementes hat, wobei die zweite Höhe größer als die erste Höhe ist, um dadurch eine Ausnehmung unter dem Fersenbereich zu bilden, und

einer Sohlenkonstruktion (120), die am Oberteil angebracht ist, welche Sohlenkonstruktion eine Mittelsohle (130) aufweist, wobei ein Teil der Zwischensohle einen nach oben gehenden Erhöhung im Fußbekleidungsstück bildet, die zu der Ausnehmung zum Stützen des Fersenbereichs (102) des Fußhalteelementes passt,

wobei die Mittelsohle (130) für eine Stoßdämpfung und eine Energieabsorption im Fersenbereich (102) sorgt und das Fußhalteelement (200) für eine Stoßdämpfung und Energieabsorption im Vorderfußbereich (106) sorgt,

dadurch gekennzeichnet, dass die den Fuß erfassende Fläche (220) einen Bereich (228) mit verringerter Unterstützung im mittleren Vorderfußbereich aufweist, das Fußhalteelement (200) im Wesentlichen aus einem ersten Material gebildet ist und der Bereich (228) mit verringerter Unterstützung ein zweites Material einschließt, welches erste Material weniger kompressibel als das zweite Material ist.
Fußbekleidungsstück nach Anspruch 1, bei dem die den Fuß erfassende Fläche eine Senke (222) im Fersenbereich zur Aufnahme der Ferse eines Fußes aufweist. Fußbekleidungsstück nach Anspruch 2, bei dem die den Fuß erfassende Fläche eine Senke (226) in einem Bereich aufweist, der im Wesentlichen unter dem vierten und dem fünften Metatarsalkopf des Fußes liegt. Fußbekleidungsstück nach Anspruch 3, bei dem die den Fuß erfassende Fläche einen ersten erhöhten Bereich (224) in einem Bereich aufweist, der im Wesentlichen unter dem mittleren Rist des Fußes liegt, welcher erhöhte Bereich den mittleren Rist stützt. Fußbekleidungsstück nach Anspruch 4, bei dem die den Fuß erfassende Fläche einen zweiten erhöhten Bereich in den peripheren Bereichen der den Fuß erfassenden Fläche und wenigstens im Fersenbereich aufweist. Fußbekleidungsstück nach Anspruch 1, bei dem das Fußhalteelement eine fluidgefüllte Blase (214) im Vorderfuß enthält. Fußbekleidungsstück nach Anspruch 6, bei dem das Fußhalteelement eine fluidgefüllte Blase (212) im Fersenbereich enthält. Fußbekleidungsstück nach Anspruch 1, bei dem das Fußhalteelement eine nach unten gerichtete Schräge von der Mitte zur Seite der den Fuß erfassenden Fläche aufweist. Fußbekleidungsstück nach Anspruch 8, bei dem sich die nach unten gerichtete Schräge im Fersenbereich und im einem Teil des Mittelfußbereiches des Fußhalteelementes befindet. Fußbekleidungsstück nach Anspruch 8, bei dem die nach unten gerichtete Schräge annähernd 3° beträgt. Fußbekleidungsstück nach Anspruch 1, bei dem sich der Bereich verringerter Unterstützung neben einem Vorderteil eines ersten metatarsalen und einem hinteren Teil eines proximalen Hallux des Fußes des Trägers befindet. Fußbekleidungsstück nach Anspruch 1, bei dem die den Fuß erfassende Fläche einen oberen Stoffbezug (230) aufweist. Fußbekleidungsstück nach Anspruch 1, bei dem die den Fuß erfassende Fläche auf einer dritten Höhe im Vorderfußbereich liegt und die den Fuß erfassende Fläche auf einer vierten Höhe im Fersenbereich liegt, welche dritte Höhe kleiner als die vierte Höhe ist. Fußbekleidungsstück nach Anspruch 1, bei dem die Sohlenkonstruktion einen ersten Bereich (132) und einen zweiten Bereich aufweist, welcher erste Bereich sich an der hinteren seitlichen Ecke der Sohlenkonstruktion befindet und stärker kompressibel als der zweite Bereich ist. Fußbekleidungsstück nach Anspruch 14, bei dem die Sohlenkonstruktion eine Außensohle (140) mit einem ersten Teil (142), der am ersten Bereich angebracht ist, und einem zweiten Teil (144) aufweist, der am zweiten Bereich angebracht ist, welcher erste Teil vom zweiten Teil getrennt ist, um eine Biegungslinie in der Sohlenkonstruktion zu bilden. Fußbekleidungsstück nach Anspruch 1, bei dem eine Fersenplatte (218) in das Fußhalteelement im Fersenbereich eingebaut ist, um für eine Unterstützung für den Fersenbereich zu sorgen. Fußbekleidungsstück nach Anspruch 6, bei dem die fluidgefüllte Blase eine erste Kammer (214a), die im Wesentlichen unter den Verbindungen zwischen den Metatarsalen und den Phalangen auf einer Seite des Fußes liegt, eine zweite Kammer (214b), die im Wesentlichen unter den Verbindungen zwischen den Metatarsalen und den Phalangen in der Mitte des Fußes liegt, und eine dritte Kammer (214c) aufweist, die im Wesentlichen unter einem proximalen Hallux und einem distalen Hallux des Fußes liegt, welche erste Kammer und welche zweite Kammer in Fluidverbindung miteinander stehen und welche zweite Kammer und welche dritte Kammer in Fluidverbindung miteinander stehen.






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