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Dokumentenidentifikation DE60307065T2 23.08.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001484992
Titel SPORTSTIEFEL, BESONDERS ZUM SKILAUFEN, SCHLITTSCHUHLAUFEN ODER SNOW-BOARDING
Anmelder Tecnica S.p.A., Giavera del Montello, Treviso, IT
Erfinder SARTOR, Mariano, I-31044 Montebelluna, IT;
PELLEGRINI, Alfred, I-370144 Montebelluna, IT
Vertreter Dreiss, Fuhlendorf, Steimle & Becker, 70188 Stuttgart
DE-Aktenzeichen 60307065
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, SI, SK, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 10.01.2003
EP-Aktenzeichen 037444957
WO-Anmeldetag 10.01.2003
PCT-Aktenzeichen PCT/IT03/00006
WO-Veröffentlichungsnummer 2003077695
WO-Veröffentlichungsdatum 25.09.2003
EP-Offenlegungsdatum 15.12.2004
EP date of grant 26.07.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.08.2007
IPC-Hauptklasse A43B 7/20(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse A43B 5/04(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Sportstiefel, besonders zum Skilaufen, Schlittschuhlaufen oder Snow-Boarding, gemäß den Merkmalen des Oberbegriffs des Hauptanspruchs.

Technologischer Hintergrund

Wenn man diese Sportarten betreibt, werden bekanntermaßen Sportstiefel mit einer Schale und einem Stiefelschaft in starrer Konstruktion verwendet. Doch wenn auch einerseits Sportstiefel dieser Art erheblich dazu beitragen, die Füße und Fußknöchel des Sportlers zu schützen, so sind sie andererseits nicht sehr dafür geeignet, seinen Bewegungen zu folgen. Dies ist ein Problem, das insbesondere dann auftritt, wenn man die Beine, beispielsweise bei einer Drehung, nach vorne beugen muss. Aufgrund der Biegung wird nämlich zwischen dem Bein und dem hinteren Abschnitt des Stiefelschaftes (oder einem Innenstiefel, der sich darin befindet) ein Raum geschaffen, der zu einer weniger präzisen Kontrolle der Ausrüstung führt, sowie dazu, dass unerwünschterweise Schnee in den Stiefel gelangt. Diese Einschränkung tritt besonders bei Sportlern mit relativ dünnen Beinen auf, bei denen es vorkommen kann, dass der Stiefelschaft selbst im Ruhezustand nicht richtig an der Wade anliegt. Ein Sportstiefel mit den Merkmalen, die in dem Oberbegriff des Hauptanspruchs dargelegt sind, wird in EPA 371915, in EPA 477817 und in dem amerikanischen Patent N. 4888889 offenbart.

BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG

Das Problem, das der vorliegenden Erfindung zugrundeliegt, besteht darin, einen Sportstiefel, besonders zum Skilaufen, Schlittschuhlaufen oder Snow-Boarding zu liefern, der in konstruktiver wie funktioneller Hinsicht so entwickelt ist, dass die oben in Bezug auf den erwähnten Stand der Technik erläuterten Beschränkungen überwunden werden.

Dieses Problem wird mit der vorliegenden Erfindung mittels eines Stiefels gelöst, der gemäß den beigefügten Patentansprüchen ausgebildet bzw. hergestellt wurde.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Die Merkmale und Vorteile der Erfindung werden anhand der detaillierten Beschreibung einiger bevorzugter Ausführungsarten der Erfindung noch deutlicher, welche unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen anhand eines Beispiels, das keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt, beschrieben werden. Es zeigen:

1 und 2 schematische Seitenrissansichten eines Sportstiefels, der gemäß einer ersten Ausführungsart der vorliegenden Erfindung hergestellt worden ist, in einer ersten Betätigungsposition bzw. in einer zweiten Betätigungsposition.

3 eine Teilschnitt-Ansicht entlang der Linie III-III von 1.

4 eine perspektivische Seitenansicht einer Einzelheit des Stiefels aus 1.

5 ein Aufriss der Einzelheit aus 4 entlang der Linie V-V aus 3.

6 eine Ansicht ähnlich der aus 1 mit einer anderen Anordnung eines Stiefelelemente.

7 eine schematische Seitenrissansicht eines Sportstiefels, der gemäß einer zweiten Ausführungsart der vorliegenden Erfindung hergestellt worden ist.

8 bis 11 schematische, perspektivische Seitenrissansichten oder Rückansichten jeweiliger Varianten eines Elementes des Stiefels aus 1.

12 eine schematische Ansicht des Elementes aus 10, das gemäß einer Variante des Stiefels der vorliegenden Erfindung gebildet wurde.

13 eine Teilansicht einer dritten Ausführungsart des Stiefels gemäß der Erfindung.

14 eine perspektivische Teilansicht einer vierten Ausführungsart des Stiefels gemäß der Erfindung.

15 eine schematische Ansicht des Stiefels aus 14 von oben.

16 eine Seitenrissansicht einer fünften Ausführungsart des Stiefels gemäß der Erfindung.

17 eine Seitenrissansicht einer Einzelheit des Stiefels aus 16.

18 ein Schnitt entlang der Linie XVIII-XVIII aus 17.

19 bis 21 schematische Ansichten von Varianten des Stiefels aus 16 von oben und

22 eine Seitenrissansicht einer weiteren Variante des Stiefels aus 16.

Bevorzugte Ausführungsarten der Erfindung

Unter Bezugnahme auf die 1 bis 6 wird eine erste Ausführungsart eines Sportstiefels, der gemäß der vorliegenden Erfindung hergestellt wurde, allgemein mit 1 bezeichnet. Bei dem Stiefel 1 handelt es sich um einen Skistiefel mit einer Schale 1a mit starrer Konstruktion, an der ein Stiefelschaft 2 befestigt ist, in Bezug auf den sich, auch im Hinblick auf den normalen Gebrauch des Stiefels 1, eine Öffnung 2a und daran angrenzend ein hinterer Abschnitt 3 und ein vorderer Abschnitt 4 an dem Stiefel 1 befinden. In dieser Beschreibung ist die Definition des Begriffes "vorderer Abschnitt" und "hinterer Abschnitt" insbesondere in Bezug auf die unten beschriebenen Ausführungsarten nicht auf den Stiefelschaft 2 beschränkt, sondern sie erstreckt sich auch auf den jeweiligen vorderen und hinteren Bereiche des Stiefels 1. Insbesondere der vordere Abschnitt 4 kann auch den vorderen Bereich des Innenstiefels beinhalten, der in den Stiefelschaft 2 eingeschoben wird, und der hintere Abschnitt kann den hinteren Bereich der Schale beinhalten, wie sie unten in der dritten bzw. in der fünften Ausführungsart der Erfindung beschrieben worden ist.

Nach einem Hauptmerkmal der Erfindung befindet sich im Bereich der Öffnung 2a des Stiefels 1 ein Stützelement 5, das sich zwischen einer ersten Betätigungsposition, in der es sich nahe an dem hinteren Abschnitt 3 (1, und gestrichelte Linie in 2) befindet, und einer zweiten Betätigungsposition, in der es zum vorderen Abschnitt 4 (durchgezogene Linie in 2) hin bewegt wird, drehen kann.

Das Stützelement 5 in dieser ersten Ausführungsart befindet sich in dem Stiefelschaft 2, besitzt eine starre Konstruktion und ist im wesentlichen gabelförmig mit einer Krümmung ähnlich der des hinteren Abschnittes 3 des Stiefels 1.

Der Stiefel 1 besitzt auch Verbindungselemente, die allgemein mit 6 bezeichnet werden, und die zwischen dem Stützelement 5 und dem vorderen Abschnitt 4 wirken, so dass es aufgrund einer Vorwärtsbewegung des vorderen Abschnittes 4 zu der Drehung des Stützelementes 5 zwischen der einen und der anderen Betätigungsposition kommt.

Die Verbindungselemente 6 wiederum besitzen einen Riemen 7, der zwischen dem Stützelement 5 und dem hinteren Abschnitt 3 um das Stützelement 5 herumgewickelt wird, so dass das Stützelement 5 aufgrund des Spannens des ersten Riemens 7 von der ersten Betätigungsposition in die zweite Betätigungsposition bewegt wird.

In einer bevorzugten Ausführungsart der Erfindung, die insbesondere in 3 dargestellt ist, wird der erste Riemen 7 um den hinteren Abschnitt 3 herum geschlossen, nachdem er durch ein Paar Führungen 8 geführt worden ist, die sich jeweils an einander gegenüberliegenden Seiten des Stützelementes 5 befinden. Die Enden 9a, 9b des ersten Riemens 7 werden in einer geschützten, verdeckten Position vorteilhafterweise an dem Stützelement 5 geschlossen. Zu diesem Zweck besitzt das Stützelement 5 in einer mittleren Position ein Durchgangsloch 10, durch das die Enden 9a, 9b des ersten Riemens 7 auf eine Fläche 5a des Stützelementes 5, die dem vorderen Abschnitt 4 zugewandt ist, geführt werden.

Die Verbindungselemente 6 beinhalten auch einen zweiten Riemen 11, der vorteilhafterweise durch die Führungen 8 geführt und um den vorderen Abschnitt 4 herum an sich selbst geschlossen wird, so dass der erste Riemen 7 aufgrund seiner Vorwärtsbewegung festgezogen wird. Das Ausmaß der Spannung sowohl des ersten Riemens 7 als auch des zweiten Riemens 11 soll durch den Benutzer verstellt werden können, vorzugsweise durch Touch-Close Pull-Befestigungselemente, die in 12 bzw. 13 angegeben sind.

Wenn der vordere Abschnitt 4 aufgrund der Beugung des Sportlers – beispielsweise wenn er eine Drehung ausführt – nach vorn gebeugt wird, kommt es aufgrund des Paares der Führungen 8 zu einer Translationsbewegung des zweiten Riemens 11 und des ersten Riemens 7, der damit verbunden ist, in dieselbe Richtung. Das Spannen des ersten Riemens 7 führt zu einer Drehung des Stützelementes 5 von der ersten Betätigungsposition in die zweite Betätigungsposition. Somit bleibt das Stützelement 5 nahe am Bein des Sportlers, folgt ihm in seinen Bewegungen und nimmt die Querschnittsveränderungen auf, die im Bereich der Öffnung 2a aufgrund der Vorwärtsbeugung des vorderen Abschnittes 4 auftreten. Der Kontakt zwischen dem Bein des Sportlers und dem Stiefel 1 wird somit um das gesamte Bein herum aufrechterhalten.

Es wird darauf hingewiesen, dass sich die Weite der Drehung des Stützelementes 5 durch die besondere Anordnung der beiden Riemen 7, 11, die durch die Führungen 8 geführt werden, vergrößert.

6 zeigt den Stiefel 1, bei dem der erste Riemen in einer alternativen Art zu der oben beschriebenen angeordnet ist. Er ist um den hinteren Abschnitt 3 des Stiefelschaftes 2 und an dem Stützelement 5 so herumgewickelt, dass die jeweiligen Aufwickelrichtungen, die in 6 mit A und B angegeben sind, zueinander versetzt sind. Durch diese Anordnung ist es vorteilhafterweise möglich, dass der Druck, der durch den ersten Riemen auf das Bein des Sportlers ausgeübt wird, über einen großen Bereich verteilt wird.

Eine zweite Ausführungsart der Erfindung wird in 7gezeigt. Die Einzelheiten des Sportstiefels 20, die denen des Stiefels 1 der vorherigen Ausführungsart ähneln, werden mit denselben Bezugsziffern bezeichnet. Der Stiefel 20 ist mit einem Hebelmechanismus zum Spannen des ersten Riemens 7 und seine Verbindung mit dem vorderen Abschnitt 4 versehen. Der erste Riemen 7, dessen mittlerer Abschnitt zwischen dem Stützelement 5 und dem hinteren Abschnitt 3 eingeschoben wurde, wird an seinem ersten Ende 9a in dem Stiefelschaft 2 und an seinem gegenüberliegenden Ende 9b an einem Element 21 einer Hebelbefestigung eingespannt, die sich an dem Stiefelschaft 2 befindet. Bei der Hebelbefestigung handelt es sich um eine konventionelle Befestigung, die in 7 nur teilweise gezeigt wird. Das Ende 9b und das Element 21 (das beispielsweise die Basis für die Befestigung darstellt) sind mittels eines Stiftes oder einer Niete 22 miteinander verbunden, der bzw. die zum Gleiten durch einen Durchgangsschlitz 23, der sich in dem Stiefelschaft 2 befindet, geführt werden. Somit ist es möglich, die Spannung des ersten Riemens 7 zu verstellen.

Es wird darauf hingewiesen, dass der erste Riemen 7 vorteilhafterweise gänzlich innerhalb des Stiefelschaftes 2 geführt wird.

In der herkömmlichen Art und Weise besitzen sowohl der Stiefel 1 als auch der Stiefel 20 einen Innenstiefel 25, der in dem Stiefelschaft 2 untergebracht ist, und aus einem weichen Material besteht, so dass Fuß und Bein des Sportlers bequem untergebracht sind. Nach einem Merkmal der vorliegenden Erfindung, mit der der permanente Kontakt zwischen dem Bein und dem Stiefel des Sportlers begünstigt werden, sind bevorzugte nachgebende Bereiche an dem Innenstiefel 25 vorgesehen, so dass sich sein oberer Abschnitt 26 gleichzeitig mit dem Stützelement 5 dreht.

Die 8 bis 11 zeigen verschiedene alternative Ausführungsarten von Innenstiefeln (die allesamt mit 25bezeichnet sind) und die im Hinblick auf dieses funktionelle Erfordernis entwickelt worden sind. In 8 beispielsweise ist der Innenstiefel 25 in seinem vorderen Bereich offen, in dem sich eine vordere Zunge 27 befindet, die von dem restlichen Abschnitt 28 des Stiefelschaftes abgetrennt ist, so dass sich der Stiefelschaft in Bezug auf die Zunge 27 in einem gewissen Ausmaß frei drehen kann. In den 9 und 10 verlaufen die bevorzugten nachgebenden Bereiche, die mit 29 bzw. 30 angegeben sind, in Knöchelhöhe in einer Richtung parallel zu der Ebene, die durch die Sohle des Innenstiefels definiert wird, bzw. quer zu seinem Spannbereich. In der Ausführungsart von 11 besteht der bevorzugte nachgebende Bereich aus einem vertikalen Schlitz 31, der an dem hinteren Bereich verläuft und am oberen Ende des Innenstiefels 25 offen ist. In dieser letzteren Ausführungsart besitzt der Innenstiefel 25 eine hintere Zunge 32, die beispielsweise durch Anheften 33 an dem hinteren Abschnitt 34 des Innenstiefels 25 befestigt ist, um den vertikalen Schlitz 31 abzudecken. Die Zunge 32 ermöglicht es, dass das Bein des Sportlers bei den verschiedenen Betätigungszuständen des Innenstiefels 25 angemessen und bequem untergebracht ist. Bei dem Innenstiefel, der in dieser letzten Ausführungsart unter Bezugnahme auf 11 beschrieben wurde, handelt es sich um denjenigen, der für einen Gebrauch in den Stiefeln gemäß der Erfindung am meisten bevorzugt wird.

In den 8 bis 11 werden mit den entsprechenden Pfeilen F die Bewegungen der bevorzugten nachgebenden Bereiche angegeben, die aufgrund der Drehbewegung des Stützelementes 5 zwischen der ersten und zweiten Position in den 1 und 2 zustande kommen, wobei die Drehbewegung selbst ihrerseits jeweils mit den Pfeilen G angegeben wird.

In den bisher beschriebenen, bevorzugten Ausführungsarten ist das Stützelement 5 an dem Stiefelschaft 2 gelenkig angebracht. Insbesondere ist es mit Hilfe von Stiften 35 drehbar an dem Stiefelschaft 2 befestigt, wobei sich die Stifte an den gegenüberliegenden Seiten des hinteren Abschnittes 3 befinden und durch Drehen um eine X-Achse herum eine Drehung zwischen den oben beschriebenen Betätigungspositionen erlauben. Die Höhe des Stützelementes 5 in Bezug auf den Stiefelschaft 2 ist vorzugsweise ebenfalls verstellbar und zwar aufgrund von Löchern 36, die in unterschiedlicher Höhe an dem Stützelement 5 gebildet werden, wobei die Befestigungsstifte 35 in jedem Loch untergebracht werden können.

Unter Bezugnahme auf 12 kann die Erfindung auch durchgeführt werden, indem das starre Stützelement 5 direkt an dem Innenstiefel 25 befestigt oder in ihn integriert wird, und zwar in einer Position, die dem hinteren Abschnitt 3 des Stiefelschaftes 2 zugewandt ist. In diesem Fall handelt es sich bei der bevorzugten Konfiguration des Verbindungselementes 6 um die Konfiguration, wie sie oben unter Bezugnahme auf 7 beschrieben worden ist, bei der sich der erste Riemen 7 (in 12 teilweise in gestrichelter Linie dargestellt) in dem Stiefelschaft 2 befindet und mittels eines Hebelmechanismus festgezogen wird.

In einer dritten Ausführungsart der Erfindung, die in 13 dargestellt ist, bei der ähnliche Einzelheiten eines Stiefels 50 mit denselben Bezugsziffern bezeichnet werden wie in den vorherigen Ausführungsarten, ist der Vorderteil des Stiefelschaftes 2 niedriger, so dass der zweite Riemen 11, der zwischen den Führungen 8 und dem vorderen Abschnitt 4 festgezogen ist, eng um den oberen Abschnitt 26 des Innenstiefels 25 herum eng anliegt, insbesondere um einen vorderen Bereich 26a, der sich daran befindet. In diesem Fall wird die Biegung des vorderen Abschnittes 4, die sich durch die Belastung des Gewichts des Sportlers nach vorn ergibt, durch das Verbindungselement 6 auf das Stützelement 5 übertragen, und zwar direkt durch die Bewegung des vorderen Bereichs 26a des Innenstiefels 25.

In den 14 und 15 wird ein Stiefel gezeigt, der allgemein mit 100 bezeichnet wird, und der eine vierte Ausführungsart der Erfindung darstellt, bei dem ähnliche Einzelheiten mit denselben Bezugsziffern bezeichnet werden wie in den vorhergehenden Ausführungsarten.

Der erste Riemen 7 des Stiefels 100 wird in dem Stiefelschaft 2 an einem ersten Ende 9a mit einer Niete eingespannt und führt am gegenüberliegenden, freien Ende 9b einen Führungsring 108 mit. Ein erstes Ende 11a des zweiten Riemens 11 wird ebenfalls in dem Stiefelschaft 2 an der gegenüberliegenden Seite an dem Ende 9a des ersten Riemens eingespannt, wobei der zweite Riemen durch den Führungsring 108 aus dem Stiefelschaft 2 herausgeführt wird, um die gesamte Öffnung 2a herumführt und durch den Führungsring 108 wieder zurückgeführt wird; anschließend wird er mit Hilfe von Touch-Close Pull-Befestigungselementen 13 an sich selbst geschlossen. Es wird darauf hingewiesen, dass die Kombination der Riemen 7, 11, in der der zweite Riemen 11 zwei Mal durch den Führungsring 108 verläuft, eine stabilere Anordnung der Riemen um den Stiefelschaft 2 ermöglicht.

Damit der zweite Riemen 11 vom Inneren des Stiefelschaftes 2 nach außen verlaufen kann, besitzt das Profil des Stiefelschaftes 2 im Bereich der Öffnung 2a eine Vertiefung 109a, der eine symmetrisch gegenüberliegende Vertiefung 109b entspricht.

Im hinteren Abschnitt 3 des Stiefels kann der zweite Riemen 11 auch über geeignete Schlitze 110, die in ihm gebildet werden, in den Stiefelschaft 2 geführt werden.

Eine fünfte Ausführungsart der Erfindung ist in den 16 bis 22 dargestellt. Sie zeigen einen Stiefel 200, dessen Elemente mit denselben Bezugsziffern bezeichnet werden wie in den vorhergehenden Ausführungsarten.

Der Stiefel 200 besitzt eine Schale 1a, an der ein Stiefelschaft 2, der nur teilweise um die Schale 1a herum verläuft, im vorderen Abschnitt 4 des Stiefels gelenkig montiert ist. Die Schale 1a besitzt im hinteren Abschnitt 3 des Stiefels, der nicht von dem Stiefelschaft 2 bedeckt ist, einen Bereich bevorzugter Verformbarkeit, der eine Aufnahme 201 definiert, die auf ihren gegenüberliegenden Seiten durch Rippen begrenzt wird. Der Stiefel 200 besitzt außerdem ein Stützelement 5, das an der Außenseite der Schale 1a nahe an dem hinteren Abschnitt 3 befestigt ist, so dass es in der Aufnahme 201 untergebracht werden kann. Wie bei den vorhergehenden Ausführungsarten kann sich das Stützelement 5 aufgrund einer Vorwärtsbiegung des vorderen Abschnittes 4 in Richtung des vorderen Abschnittes 4 drehen.

Damit sich das Stützelement 5 drehen kann, besitzt die Schale 1a einen ersten Schlitz 203, der im wesentlichen vertikal entlang der Aufnahme 201 verläuft und oben an der Öffnung 2a offen ist. Die Seitenkanten 204 des ersten Schlitzes 203 sind vorzugsweise nach außen gedreht (siehe 18), so dass sie hintere stoßdämpfende Elemente des Stiefels 200 darstellen, und um zu verhindern, dass über den ersten Schlitz 203 Wasser in den Stiefel eindringt. Die Drehung des Stützelementes 5 in Bezug auf die Schale 1a wird vorteilhafterweise durch Führungselemente geführt und begrenzt, die zwischen ihnen vorgesehen sind, und die beispielsweise ein Paar Stifte aufweisen, welche fest mit dem Stützelement 5 verbunden sind und zum Verschieben in jeweilige Ösen 205 eingreifen, die in der Schale 1a gebildet werden. Das Stützelement 5 ist mit der Schale 1a vorzugsweise in einem Zustand elastisch federnder Vorspannung verbunden.

Die Flexibilität der Schale 1a kann vorteilhafterweise durch ein Paar symmetrischer, seitlicher Schlitze 206 auch noch erhöht werden, deren Tiefe in Abhängigkeit von dem gewünschten Grad an Flexibilität ausgewählt werden kann (Varianten sind in gestrichelter Linie mit 206a, 206b in 17 gezeigt).

Das Stützelement 5 kann mittels einer festen Verbindung wie beispielsweise einem runden Vorsprung oder Auge 207, das sich an seinem von der Öffnung 2a entfernten Ende unter dem Schlitz 203 befindet, mit der Schale 1a verbunden werden. In diesem Fall wird die Drehung des Stützelementes 5 dadurch ermöglicht, dass man sich die spezifische Flexibilität des Materials, aus dem es besteht, zunutze macht.

Wie in den vorhergehenden Ausführungsarten wird das Stützelement 5 mit dem vorderen Abschnitt 4 des Stiefels durch Verbindungselemente verbunden, die alle oben beschriebenen Konfigurationen annehmen können. Deshalb können sie dergestalt sein, wie unter Bezugnahme auf den Stiefel 1 oder den Stiefel 100 beschrieben, die beispielhaft in den 19 bzw. 20 schematisch dargestellt sind, oder sie können auch einen Riemen 210 aufweisen, der in einem mittleren Bereich des Stützelementes 5 auf der Seite verankert ist, die der Schale 1a zugewandt ist, und der über ein Paar Löcher 211 zu seinem Äußeren hin verläuft, wobei einer seiner Enden 212 durch einen Führungsring 213 geführt wird, der an dem gegenüberliegenden Ende befestigt wird (siehe 21).

In einer Variante des Stiefels 200, die in 22 gezeigt wird, wird das Stützelement 5 mit Hilfe eines Paares von Nieten 215 gelenkig an der Schale 1a montiert, die so ausgerichtet sind, dass sie die Drehachse des Stützelementes 5 definieren, und der Stiefelschaft 2 wird ebenfalls unter der Aufnahme 201 um den hinteren Abschnitt 3 herum geschlossen.

Der Stiefel 200 ist vorzugsweise mit einem Innenstiefel 25 der oben unter Bezugnahme auf 11 beschriebenen Art ausgestattet, bei dem die bevorzugte nachgebende Zone aus einem vertikalen Schlitz 31 besteht, dessen Konfiguration dem ersten Schlitz 203 ähnelt.

Während der Biegung des Stiefels 200 nach vorn und somit während der entsprechenden und gleichzeitigen Drehung des Stützelementes 5 wird die Schale 1a im Bereich der Schlitze 203, 206 derart verformt, dass sie dem Fortschritt der Biegung folgt. Es wird darauf hingewiesen, dass es auf diese Art und Weise zu keinerlei leeren Zwischenräumen zwischen dem Bein des Sportlers und dem hinteren Abschnitt 3 des Stiefels kommt, so dass eine noch präzisere Kontrolle während des Drehens möglich ist und auch das unerwünschte Eindringen von Schnee in den Stiefel verhindert wird.

Mit der vorliegenden Erfindung wird somit das Problem gelöst, das unter Bezugnahme auf den erwähnten Stand der Technik gestellt wurde. Gleichzeitig bietet sie viele weitere Vorteile, so unter anderem eine verbesserte Sensitivität in der Kontrolle von Drehungen oder Windungen, die von dem Sportler durchgeführt werden.


Anspruch[de]
Sportstiefel, besonders zum Skilaufen, Schlittschuhlaufen oder Snow-Boarding, der eine Öffnung (2a), einen hinteren Abschnitt (3) und einen gegenüberliegenden, vorderen Abschnitt (4) besitzt, wobei der Stiefel eine Schale besitzt, an der ein Stiefelschaft (2) befestigt ist, sowie ein Stützelement (5), das sich im wesentlichen in dem Bereich der Öffnung befindet, und das zwischen einer ersten Position, in der es sich nahe an dem hinteren Abschnitt befindet, und einer zweiten Position, in der es zum vorderen Abschnitt hin bewegt wird, drehbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass Verbindungselemente (6) zwischen dem Stützelement (5) und dem vorderen Abschnitt (4) angeordnet sind, um das Stützelement mit dem vorderen Abschnitt zu verbinden, so dass das Stützelement aufgrund einer Vorwärtsbeugung des vorderen Abschnitts aus der ersten Position in die zweite Position gedreht wird, wobei die Verbindungselemente einen ersten Riemen (7) besitzen, der auf der von dem vorderen Abschnitt entfernten Seite um das Stützelement herumgewickelt wird, sowie einen zweiten Riemen (11), der mit dem ersten Riemen verbunden ist, und um den vorderen Abschnitt herumgewickelt wird. Stiefel nach Anspruch 1, bei dem das Stützelement (5) außerhalb der Öffnung an dem hinteren Abschnitt (3) befestigt ist, so dass der hintere Abschnitt aufgrund der Drehung zwischen der ersten und der zweiten Position zum vorderen Abschnitt hin bewegt wird. Stiefel nach Anspruch 2, wobei der hintere Abschnitt einen Bereich bevorzugter Verformbarkeit besitzt, um die Bewegung des hinteren Abschnitts zum vorderen Abschnitt zu ermöglichen. Stiefel nach Anspruch 3, bei dem sich ein erster, im wesentlichen vertikaler, Schlitz, der am oberen Ende der Öffnung offen ist, im Bereich der bevorzugten Verformbarkeit befindet. Stiefel nach Anspruch 4, bei dem die Seitenkanten des ersten Schlitzes nach außen gedreht sind. Stiefel nach einem oder mehreren der Ansprüche 3 bis 5, bei dem der Bereich der bevorzugten Verformbarkeit aus einer Aufnahme besteht, in der das Stützelement untergebracht ist. Stiefel nach Anspruch 6, bei dem das Stützelement in einem Zustand elastisch federnder Vorspannung mit der Aufnahme verbunden ist. Stiefel nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, bei dem Führungselemente zwischen dem hinteren Abschnitt und dem Stützelement vorhanden und aktiv sind, um die Drehung zwischen der ersten und zweiten Position zu führen und zu begrenzen. Stiefel nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das Stützelement an der Schale des Stiefels, an dem der hintere Abschnitt gebildet wird, befestigt ist. Stiefel nach Anspruch 9, bei dem mindestens ein seitlicher Schlitz an der Schale vorhanden ist, um die Flexibilität der Schale im Bereich der Öffnung zu begünstigen. Stiefel nach Anspruch 9 oder 10, bei dem das Stützelement gelenkig an der Schale angebracht ist. Stiefel nach Anspruch 1, bei dem das Stützelement in der Öffnung befestigt ist, so dass es sich aufgrund der Drehung zwischen der ersten und zweiten Position von dem hinteren Abschnitt wegbewegt. Stiefel nach Anspruch 12, bei dem das Stützelement an dem Stiefelschaft oder an der Schale des Stiefels gelenkig angebracht ist. Stiefel nach Anspruch 13, bei dem das Stützelement durch Stift-Befestigungselemente, die auf den gegenüberliegenden Seiten des hinteren Abschnitts montiert sind, an dem Stiefelschaft oder an der Schale gelenkig angebracht ist. Stiefel nach Anspruch 13 oder 14, bei dem das Stützelement in Bezug den Stiefelschaft oder die Schale höhenverstellbar ist. Stiefel nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, mit einem Innenstiefel, der sich in dem Stiefelschaft befindet, bevorzugten, nachgebenden Bereichen, die sich in dem Innenstiefel befinden, so dass ein oberer Abschnitt des Innenstiefels der Drehung des Stützelementes aufgrund der Vorwärtsbeugung des vorderen Abschnitts und der daraus folgenden Drehung des Stützelementes folgen kann. Stiefel nach Anspruch 16, bei dem der bevorzugte, nachgebende Bereich an der Oberseite des Innenstiefels einen hinteren, vertikalen Schlitz besitzt. Stiefel nach Anspruch 16, bei dem sich der bevorzugte, nachgebende Bereich auf Knöchelhöhe befindet. Stiefel nach einem oder mehreren der Ansprüche 16 bis 18, bei dem das Stützelement an dem Innenstiefel befestigt ist. Stiefel nach Anspruch 19, bei dem das Stützelement auf der gegenüberliegenden Seite des vorderen Abschnitts an dem Innenstiefel befestigt ist. Stiefel nach Anspruch 1, bei dem der erste Riemen um den hinteren Abschnitt herum geschlossen und durch ein Paar Führungen geführt wird, die sich jeweils an den gegenüberliegenden Enden des Stützelementes befinden, wobei der erste Riemen durch den zweiten Riemen festgezogen wird, der zwischen dem Paar Führungen geführt wird. Stiefel nach Anspruch 21, bei dem die Enden des ersten Riemens verstellbar und lösbar an dem Stützelement geschlossen werden. Stiefel nach Anspruch 22, bei dem die Enden mit Hilfe von touch-close pull-Befestigungselementen geschlossen werden. Stiefel nach einem oder mehreren der Ansprüche 21 bis 23, bei dem der erste Riemen um den hinteren Abschnitt in eine Richtung (A) aufgewickelt wird, die gegenüber der Richtung (B), in der er auch um das Stützelement herumgewickelt wird, versetzt ist. Stiefel nach Anspruch 1, bei dem der erste Riemen an einem seiner Enden an dem Stiefelschaft oder an der Schale eingespannt wird, und an seinem freien Ende, von dem Stützelement entfernt, einen Führungsring mitführt, durch den der zweite Riemen geführt wird. Stiefel nach Anspruch 25, bei dem der zweite Riemen an einem seiner Enden an dem Stiefelschaft oder an der Schale eingespannt wird, um den Stiefelschaft herumgewickelt wird, zum ersten Mal durch den Führungsring verläuft, dann an sich selbst geschlossen wird, und ein zweites Mal durch den Führungsring verläuft. Stiefel nach Anspruch 26, bei dem der zweite Riemen an dem Stiefelschaft oder am Innern der Schale eingespannt wird, wobei der Stiefelschaft oder die Schale im Bereich der Öffnung eine Vertiefung aufweisen, so dass der zweite Riemen zwischen dem Innern und Äußeren des Stiefelschaftes oder der Schale verlaufen kann.






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