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Dokumentenidentifikation DE60308216T2 23.08.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001569519
Titel Verfahren und Vorrichtung zum Einspritzen von Fluiden in Fleischprodukte
Anmelder Stork Townsend Inc., Des Moines, Ia., US
Erfinder TOWNSEND, T., Ray, Des Moines, IA 50317, US
Vertreter Eisenführ, Speiser & Partner, 28195 Bremen
DE-Aktenzeichen 60308216
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, RO, SE, SI, SK, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 02.10.2003
EP-Aktenzeichen 037731262
WO-Anmeldetag 02.10.2003
PCT-Aktenzeichen PCT/US03/31431
WO-Veröffentlichungsnummer 2004052110
WO-Veröffentlichungsdatum 24.06.2004
EP-Offenlegungsdatum 07.09.2005
EP date of grant 06.09.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.08.2007
IPC-Hauptklasse A23B 4/28(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse A23L 1/318(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   A22C 9/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]
HINTERGRUND DER ERFINDUNG

Es ist üblich, Salzwasser oder ähnliche Flüssigkeiten in Fleischprodukte zu injizieren für Zwecke der Haltbarmachung und aus geschmacklichen Gründen. Viele Maschinen sind erdacht worden, die eine Batterie Nadeln für wiederkehrende Bewegungen aufweisen, die dazu eingerichtet sind, in die Fleischprodukte einzudringen und die dazu eingerichtet sind, Flüssigkeit in die Fleischprodukte durch die Nadeln zu injizieren (vgl. z.B. US-A-3661072). Trotzdem geht die injizierte Flüssigkeit manchmal nicht in das Fleisch in einer gleichförmigen Art über.

Es ist daher eine prinzipielle Aufgabe dieser Erfindung, eine Fleischinjektionsmaschine zu schaffen, die das gleichförmige Übergehen von Flüssigkeit, so wie diese in ein Fleischprodukt injiziert wurde, zu unterstützen und zu erleichtern.

Eine weitere Aufgabe dieser Erfindung besteht darin, eine Fleischinjektionsmaschine zu schaffen, die die Nadeln vibrieren lässt, die in das Fleischprodukt eindringen, um ein vergrößertes Eindringloch zu erzeugen, in dem die Flüssigkeit die Nadel umgeben kann, um ihr Überwandern in das Produkt zu erleichtern.

Diese und weitere Aufgaben werden dem Fachmann klar sein.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Ein Verfahren zum Einspritzen von Fluid in Fleischprodukte umfasst Verwenden einer Mehrzahl hohler Flüssigkeitsinjektionsnadeln mit angespitzten Auslassenden, und Verbinden der Nadeln mit einer Quelle einer unter Druck stehenden Flüssigkeit; Eindringen der spitzen Enden der Nadeln in das Produkt und alsdann Herausziehen derselben, während Flüssigkeit in das Produkt abgegeben wird und In-Schwingung-Versetzen der Nadeln für einen Zeitraum, während sie in dem Produkt sind, um die Größe eines Eindringloches in dem Produkt zu vergrößern, das durch das Eindringen der Nadeln erzeugt wurde, auf eine Größe, die größer ist als die Größe der Nadeln, um wenigstens einen Teilraum um die Nadeln zu schaffen, um Flüssigkeit von den Nadeln zu ermöglichen, in die Räume um die Nadeln überzuwandern, um die Verteilung der Flüssigkeit in dem Fleischprodukt zu erleichtern. Das In-Schwingung-Versetzen wird zumindest solange fortgesetzt, wie die Nadeln in dem Fleisch sind. Die Nadeln weisen aufgeraute äußere Oberflächen auf, um das Erzeugen der vergrößerten Größe des Eindringloches zu erleichtern.

Eine Vorrichtung zum Injizieren von Flüssigkeit in Fleischprodukte umfasst einen Rahmen, einen Injektionskopf mit einer Mehrzahl sich nach unten erstreckender hohler Flüssigkeitsinjektionsnadeln mit angespitzten unteren Fluidabgabeenden, um in ein Fleischprodukt zum Injizieren von Flüssigkeit dorthinein einzudringen, mit einer Quelle einer unter Druck stehenden Flüssigkeit, die mit den Nadeln verbunden ist, dabei umfasst die Erfindung einen Schwingungsmechanismus an der Maschine, der operativ mit den Nadeln verbunden ist, um die Nadeln zum Schwingen zu bringen, wenn sie in ein Fleischprodukt eindringen, um wenigstens einen partiellen Raum um die Nadeln zu schaffen, um Flüssigkeit zu ermöglichen, von den Nadeln in die Räume um die Nadeln überzuwandern, um die Verteilung der Flüssigkeit in das Fleischprodukt zu erleichtern.

BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORM

Die Begriffe "Fleisch" oder "Fleischprodukt", die hierin benutzt werden, betreffen Fleisch, Fisch und Geflügelprodukte ebenso wie jegliche andere Essenssachen, die einer Injektion mittels Nadeln unterzogen werden, die in das fragliche Produkt eindringen.

Unter Bezugnahme auf 1 weist eine Fleischinjektionsmaschine 10 einen Rahmen 12 und ein konventionelles, horizontales, kontinuierliches Förderband 14 auf. Eine Injektionsanordnung 15 ist über dem Förderband angeordnet und beinhaltet einen Nadelkopf 16, der eine Mehrzahl von Nadeln aufweist, wie nachfolgend beschrieben wird. Der Nadelkopf beinhaltet ein Flüssigkeitsreservoir 18, das eine konventionelle Pumpe oder dgl. beinhaltet, um eine unter Druck stehende Flüssigkeit, wie beispielsweise eine Salzlösung, den Nadeln zur Verfügung zu stellen. Die Injektionsanordnung 15 wird von einem Paar schwenkbarer Arme 19 getragen, die schwenkbar mit einem Ende mit dem Rahmen verbunden sind, und die mit dem anderen Ende mit der Injektionsanordnung verbunden sind. Die oberen Enden der Arme 19 sind schwenkbar um die unteren Enden davon mittels pneumatischer Zylinder oder dgl. 19A mit den oberen Enden der Arme durch Klammern 19B gekoppelt.

Die Nummer 20 bezeichnet die Injektionsnadeln, die konventionell hohl sind, so dass Flüssigkeit dort hindurchströmen kann. Die Nadeln sind gleitenderweise in den Nadelzylindern 21 montiert und die Flüssigkeit, die konventionellerweise in der Injektionsanordnung verwendet wird, wird forciert durch die unteren Abgabeenden 22 der Nadeln bewegt. Die äußere Oberfläche der Nadeln 24 weist eine raue Struktur auf, um durch Reißen oder anderweitig ein größeres Eindringloch in dem Fleischprodukt zu generieren, wie nachfolgend beschrieben wird.

Ein konventioneller Schwingungsmechanismus 26, der in anderen Umgebungen verwendet wird, ist an der Injektionsanordnung 17 in irgendeiner geeigneten Art befestigt. Federnde Tragelemente 28 erstrecken sich von dem Schwingungsmechanismus 26 aus und sind mit dem Nadelkopf 16 verbunden, um Schwingungsbewegungen an die Nadeln zu übertragen. Der Schwingungsmechanismus wird bevorzugt durch Elektromagnete generiert. Ein konventioneller Elektropermanent-magnetisch angetriebener Schwinger (Vibrator), der zur Verwendung bei dieser Erfindung geeignet ist, ist der "Eriez Model 20N Bin Vibrator", der durch Industrial Motion Technologies, Inc. of Erie, Pennsylvania, erhältlich ist.

Eine Mehrzahl von Fleischprodukten 30, wie beispielsweise Speckscheiben, werden nacheinander unter dem Nadelkopf 16 entlang bewegt. Wenn eine bestimmte Fleischscheibe 30 unterhalb des Nadelkopfes ist, werden die Arme 19 in gewöhnlicher Art betätigt (siehe beispielsweise U.S.-Patent 5,638,744), um die Nadeln dazu zu bringen, sich nach unten auf das Fleischprodukt 30 zu bewegen. Wenn die Abwärtsbewegung des Nadelkopfes 15 zu einem Eingriff mit dem Fleisch führt (siehe 4), erstreckt sich die Nadel 20 aus dem Nadelzylinder 21 heraus und dringt in das Fleisch ein. Wegen der rauen Struktur 24 auf der äußeren Oberfläche der Nadel und wegen der lateralen Schwingung, die auf die Nadel durch den Schwingmechanismus 26 ausgeübt wird, wird ein unregelmäßiges, eindringendes Loch 32 in dem Fleischprodukt erzeugt (4). Das unregelmäßig eindringende Loch ist in seiner Größe größer und insbesondere im Durchmesser größer als die Nadeln 20, um einen Raum 34 um die Nadeln zu erzeugen.

Wenn die Flüssigkeit von dem unteren Ende 21 der Nadeln abgegeben wird, neigt die Flüssigkeit dazu, nach oben in den Raum 32 um die äußere Oberfläche 24 der Nadel 20 zu fließen. Der Raum 34, der mit Flüssigkeit gefüllt ist, erleichtert das gleichmäßige Einwandern der Flüssigkeit durch die Dicke des Fleischproduktes. Dieser Vorgang erleichtert in großem Umfang die gleichmäßige Verteilung von Flüssigkeit in dem Fleischprodukt.

Es ist daher zu sehen, dass diese Erfindung zumindest alle seine angegebenen Aufgaben erreicht.


Anspruch[de]
Ein Verfahren zum Einspritzen von Fluid in ein Fleischprodukt, das umfasst: die Verwendung von einer Vielzahl hohler Injektionsnadeln mit angespitzten Auslassenden für das Fluid, Verbinden der Nadeln mit einer Quelle einer unter Druck stehenden Flüssigkeit; Eindringen der spitzen Nadelenden in das Fleischprodukt und alsdann Herausziehen derselben während das Fluid in das Fleischprodukt strömt; und in Schwingungen versetzen der Nadeln über einen bestimmten Zeitraum, während sich die Nadeln in dem Fleischprodukt befinden, um den Umfang eines Eindringlochs in dem Fleischprodukt, das durch das Eindringen der Nadeln entstanden ist, auf einen Umfang zu vergrößern, der größer als der Durchmesser der Nadeln ist, um zumindest teilweise einen Raum um die Nadeln herum zu schaffen und so zu ermöglichen, dass das Fluid in den Raum um die Nadeln wandert und um die Verteilung des Fluids in dem Fleischprodukt zu erleichtern. Verfahren nach Anspruch 1, worin die Zeitdauer mindestens so lang ist wie die Dauer, die die Nadeln in dem Fleischprodukt verweilen. Verfahren nach Anspruch 1, worin die Nadeln eine aufgeraute Außenfläche haben, um die Schaffung des vergrößerten Eindringlochs zu erleichtern. Eine Injektionsmaschine für Fleisch, die aus einem Rahmen besteht, einem Injektionskopf mit einer Vielzahl nach unten gerichteter hohler Injektionsnadeln für Fluid, die angespitzte untere Auslassenden für Fluid haben, um ein Fleischprodukt zu durchdringen, um dahinein ein Fluid zu spritzen, mit einer Quelle einer unter Druck stehenden Flüssigkeit, die mit den Nadeln verbunden ist; die Erfindung umfasst einen Schwingungsmechanismus auf der Maschine, der operativ mit den Nadeln verbunden ist, um die Nadeln in Schwingungen zu versetzen, wenn sie ein Fleischprodukt durchdringen, um zumindest einen teilweisen Raum um die Nadeln herum zu schaffen und so zu ermöglichen, dass das Fluid in den Raum um die Nadeln wandert und um die Verteilung des Fluids in dem Fleischprodukt zu erleichtern. Verfahren nach Anspruch 4, worin die Nadeln eine aufgeraute Außenfläche haben, um die Schaffung des vergrößerten Eindringlochs zu erleichtern. Verfahren nach Anspruch 3, worin die Nadeln bezogen auf eine Längsachse, der Nadeln seitlich schwingen. Eine Injektionsnadel für Fleisch, die umfasst: einen länglichen Hohlnadelkörper, der ein Ende mit einer Fluideinlassöffnung und ein Ende mit einer angespitzten Auslassöffnung besitzt, der Nadelkörper hat eine aufgeraute Außenfläche, um damit ein Eindringloch in einem Fleischprodukt zu schaffen, das größer als der Nadelkörper selbst ist, um einen Raum um die Nadel herum für die Wanderung des Fluids zu schaffen, wenn die Nadel in ein Fleischprodukt eindringt, während unter Druck stehendes Fluid durch die angespitzte Auslassöffnung ausströmt.






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