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Dokumentenidentifikation DE102005061090B3 30.08.2007
Titel Messeinrichtung zur kapazitiven Druckmessung
Anmelder ATMEL Germany GmbH, 74072 Heilbronn, DE
Erfinder Moser, Helmut, 74078 Heilbronn, DE;
Saile, Thomas, 74670 Forchtenberg, DE
DE-Anmeldedatum 21.12.2005
DE-Aktenzeichen 102005061090
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 30.08.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.08.2007
IPC-Hauptklasse G01L 9/12(2006.01)A, F, I, 20061220, B, H, DE
IPC-Nebenklasse G01K 7/34(2006.01)A, L, I, 20061220, B, H, DE   B60C 23/00(2006.01)A, L, I, 20061220, B, H, DE   G01R 27/26(2006.01)A, L, I, 20061220, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Messeinrichtung zur kapazitiven Druck- und/oder Temperaturmessung, insbesondere für Reifendruckkontrollsysteme, mit zumindest einem Sensor, der ein kapazitives Messelement zum Erfassen einer Zustandsgröße aufweist, welches an einem ausgangsseitigen Messknoten des Messelements anliegt, mit zumindest einem nach dem Zweirampenverfahren arbeitenden A/D-Wandler, mit einer Lade-/Entladeschaltung, zum wechselseitigen Aufladen und Entladen des Messelements und zur Erzeugung eines sägezahnartigen Messpotenzials an dem Messknoten als Maß für die Kapazität des Messelements, mit einem Periodenzähler, der die Perioden des Messpotenzials ermittelt, mit einem Taktzähler, der die Takte eines Taktsignals ermittelt, die innerhalb der Dauer zumindest einer Periode des Messpotenzials liegen. Die Erfindung betrifft ein Messverfahren zur kapazitiven Druck- und/oder Temperaturmessung.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Messeinrichtung und ein Messverfahren zur kapazitiven Druck- und/oder Temperaturmessung, insbesondere für Reifendruckkontrollsysteme.

Wenngleich prinzipiell auf beliebige Druck- und Temperaturmesseinrichtungen anwendbar, werden die vorliegende Erfindung sowie die ihr zugrunde liegende Problematik nachfolgend mit Bezug auf drahtlose Druck- und Temperaturmesseinrichtungen unter Verwendung von Transpondern und hier insbesondere für Reifendruckkontrollsystemen erläutert. Zum allgemeinen Hintergrund der Transponder-Technologie wird auf das „RFID-Handbuch" von Klaus Finkenzeller, Hanser Verlag, dritte aktualisierte Auflage, 2002, verwiesen.

Transponder sind Mikroelektronikbauelemente, die dazu ausgelegt sind, Informationen speichern zu können. Transponder weisen hierfür eine Antennenanordnung auf, um ein kontaktloses Auslesen und eine Modifikation der gespeicherten Informationen zu ermöglichen. Bei Transpondern wird ein von einer Basisstation ausgesendetes elektromagnetisches Signal von dem Transponder aufgenommen und demoduliert.

Man unterscheidet aktive, semipassive und passive Transponder, je nach dem wie deren Energieversorgung ausgebildet ist. Im Gegensatz zu aktiven Transpondern weisen passive Transponder über keine eigene Energieversorgung auf, so dass der passive Transponder die für die Demodulation und Dekodierung des empfangenen elektromagnetischen Signals benötigte Energie aus dem elektromagnetischen Signal selbst entnehmen muss. Dies geschieht durch Absorptionsmodulation der gesendeten elektromagnetischen Wellen. Bei derzeit verwendeten passiven 110–140 kHz Transpondersystemen wird dies im elektromagnetischen Nahfeld durch eine induktive Kopplung realisiert. Die damit erzielte Energiereichweite liegt im Bereich von wenigen Zentimetern bis etwa einem halben Meter und hängt unter anderem von den jeweiligen nationalen HF-Vorschriften ab.

Passive Transponder werden im Bereich der kontaktlosen Kommunikation zur Identifikation (RFID = Radio Frequency Identification), bei Reifendruckkontrollsystem und dergleichen eingesetzt. Im Falle eines Reifendruckkontrollsystems werden zur Bestimmung reifenspezifischer Parameter, dabei insbesondere des Reifendrucks und der Reifentemperatur, typischerweise piezo-resistive oder kapazitive Drucksensoren eingesetzt, wobei die vorliegende Erfindung sich speziell auf kapazitiv ausgebildete Drucksensoren bezieht.

Mittels des kapazitiven Drucksensors soll der Absolutwert der Kapazität des Drucksensors bestimmt werden, der dem tatsächlichen Reifendruck des Autoreifens entspricht. Auf ähnliche Weise wird mit der internen Referenzkapazität die Reifentemperatur bestimmt. In diesem Falle wird die temperaturabhängige Ladung der Referenzkapazität ausgewertet. Zur Messung dieser Kapazität wird eine Spannung an dem Drucksensor angelegt. Die in der Kapazität des Drucksensors gespeicherte Ladung, die somit eine Information über den tatsächlichen Reifendruck enthält, wird anschließend in einem AD-Wandler unter Verwendung geeigneter Wandlerverfahren ermittelt. Die Herausforderung bei der Bestimmung des tatsächlichen Reifendrucks aus der durch diese Kapazität gespeicherte Ladung besteht nun in einer möglichst hohen Messgenauigkeit, wobei bei heutigen Reifendruckkontrollsystemen eine Auflösung von weniger als ein Promille gefordert wird.

Heute verwendete A/D-Wandler bzw. entsprechende Wandlerverfahren erreichen zwar unter Umständen eine solche hohe Genauigkeit bei der Auflösung, berücksichtigen aber nicht die Integrationsfähigkeit des Drucksensors. Insbesondere muss der kapazitive Drucksensor zur Reifendruckmessung als Bestandteil einer integrierten Schaltung, die an einem Rad eines Kraftfahrzeuges angeordnet ist oder in dessen Gummimaterial einvulkanisiert ist, möglichst klein und somit flächenoptimiert ausgebildet sein. Heute verwendete A/D-Wandler und kapazitive Drucksensoren, die für eine hohe Genauigkeit ausgelegt sind, sind hier nicht oder nur bedingt dazu ausgelegt geeignet. Darüber hinaus weisen diese eine relativ lange Wandlerzeit zur Ermittlung der Kapazität des kapazitiven Drucksensors und somit des tatsächlichen Reifendrucks auf. Eine lange Wandlerzeit geht aber unmittelbar einher mit einer hohen Energieaufnahme, die es allerdings insbesondere bei Reifendruckkontrollsystemen, bei denen der Transponder die Energie aus dem elektromagnetisch übermittelten Signal entnehmen muss, zu vermeiden gilt.

In dem Artikel von Werner Schulz, „Integrierter Drucksensor wird drahtlos versorgt" in der Zeitschrift Elektronik, 7/2000, Seite 54 ist ein Druck- und Temperatursensor mit drahtloser Übermittlung von Messdaten für mikroelektronische Schaltungen beschrieben. Die Stromversorgung kann hier in Folge der geringen Leistungsaufnahme aus dem Feld einer bis zu einem Meter entfernten Basisstation entnommen werden.

In dem Fachbuch von Tietze, Schenk „Halbleiterschaltungstechnik", 11. Auflage, Seite 1059–1060 ist ferner ein allgemein bekanntes so genanntes Zweirampenverfahren (Dual Slope) beschrieben, mittels dem die Kapazität eines Kondensators ermittelt werden kann.

In dem Buch von E. Schrüfer, "Elektrische Messtechnik", Hanser Verlag, Wien, 3. Auflage, 1988, Seiten 374–377 ist ein nach dem Zweirampen-Verfahren arbeitender AD-Wandler beschrieben.

In den Druckschriften US 6,275,047 B1 und US 6,191,723 B1 sind jeweils Messverfahren beschrieben, die der Messung einer Kapazität dienen, wobei in der US 6,275,047 B1 hierzu wählbare, schaltbare Konstantstromquellen verwendet werden.

Auch in Klaus Ruwer, "Genaue Kapazitätsmessung – ganz einfach", Elektror 300, Seite 65 ist eine Kapazitätsmessung beschrieben.

Die EP 370 630 A2 beschreibt einen Analog-Digital-Wandler mit Autokallibration, wobei der Analog-Digital-Wandler auf der Basis eines geschalteten Netzwerkes (switched capacitor) fungiert.

Vor diesem Hintergrund liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein möglichst einfaches Verfahren zur Kapazitätsmessung für einen kapazitiven Drucksensor bereitzustellen, der insbesondere eine möglichst hohe Auflösung bereitstellt. Eine alternative Aufgabe besteht darin, ein entsprechendes Verfahren zur Kapazitätsmessung mit einer möglichst geringen Energieaufnahme bereitzustellen.

Erfindungsgemäß wird zumindest eine der obigen Aufgaben durch eine Messeinrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 und/oder durch ein Messverfahren mit den Merkmalen des Patentanspruchs 14 gelöst.

Demgemäß ist vorgesehen:

Eine Messeinrichtung zur kapazitiven Druck- und/oder Temperaturmessung, insbesondere für Reifendruckkontrollsysteme, mit zumindest einem Sensor, der ein kapazitives Messelement zum Erfassen einer Zustandsgröße aufweist, welches an einem ausgangsseitigen Messknoten des Messelements anliegt, mit einer Lade-/Entladeschaltung zum wechselseitigen Aufladen und Entladen des Messelements und zur Erzeugung eines sägezahnartigen Messpotenzials an dem Messknoten als Maß für die Kapazität des Messelements, mit einer Messschaltung, mit einem Periodenzähler, der die Perioden des Messpotenzials ermittelt, und mit einem Taktzähler, der die Takte eines Taktsignals ermittelt, die innerhalb der Dauer zumindest einer Periode des Messpotenzials liegen, wobei die Messschaltung über mehrere Perioden aus der Anzahl der ermittelten Perioden und Takte eine Druck- und/oder Temperaturmessung durchführt.

Ein Messverfahren zur kapazitiven Druckmessung mittels einer Messeinrichtung zur kapazitiven Druck- und/oder Temperaturmessung, der zumindest einen Sensor mit einem kapazitivem Messelement, eine Lade-/Entladeschaltung und eine Messschaltung mit einem Periodenzähler aufweist, wobei mittels des kapazitivem Messelements eine Zustandsgröße erfasst wird, welche an einem ausgangsseitigen Messknoten des Messelements anliegt, wobei mittels der Lade-/Entladeschaltung wechselseitig das Messelement auf- und entladen wird und ein sägezahnartiges Messpotenzial an dem Messknoten als Maß für die Kapazität des Messelementes erzeugt wird, wobei mittels des Periodenzählers die Perioden des Messpotenzials ermittelt werden, wobei mittels des Taktzählers die Takte eines Taktsignals ermittelt werden, die innerhalb der Dauer zumindest einer Periode des Messpotenzials liegen, und wobei die Messschaltung über mehrere Perioden aus der Anzahl der ermittelten Perioden und Takte eine Druck- und/oder eine Temperaturmessung durchführt.

Die der vorliegenden Erfindung zugrunde liegende Idee besteht darin, ein Zweirampenmessverfahren, nachfolgend auch als Dual-Slope-Messverfahren bezeichnet, für die Messung der Kapazität eines kapazitiven Drucksensors zu verwenden. Der besondere Vorteil eines solchen Zweirampenmessverfahrens im Vergleich zu anderen Messverfahren besteht in dessen hoher Messgenauigkeit. Um nun diese Messgenauigkeit noch weiter zu verbessern, wird bei dem erfindungsgemäßen Verfahren die Messung der Ladung in der Kapazität des kapazitiven Drucksensors und somit zur Ermittlung der Kapazität mehrfach wiederholt, um dadurch das unkorrelierte Rauschen der Referenzschwellen, welches üblicherweise dem Zweirampenmessverfahren inhärent ist, herauszumitteln. Dieses Rauschen ergibt sich dadurch, dass eine jeweilige ansteigende bzw. abfallende Rampe des Messsignals nicht genau bei den Referenzschwellen, wie dies Idealerweise der Fall ist, umgeschaltet wird, sondern geringfügig über die jeweilige Referenzschwelle nachläuft. Der besondere Vorteil bei der erfindungsgemäßen Messeinrichtung bzw. bei dem entsprechenden Messverfahren besteht also in der sehr hohen Messgenauigkeit aufgrund des mehrfachen Durchführens des Zweirampenmessverfahrens. Auf diese Weise wird eine einzelne, unerwünschte Aufladung theoretisch auf mehrere Messzyklen aufgeteilt, wodurch Messungenauigkeiten herausmittelt werden.

Der Vorteil besteht hier insbesondere auch darin, dass durch dieses Messverfahren eine geringere Versorgungsspannung einsetzbar ist, da für die vergleichsweise geringen Rampen im Falle des verwendeten Taktsignals gegenüber dem Messsignal eine signifikant geringere Versorgungsspannung benötigt wird.

Um ferner den Fehler beim Umschalten an den Referenzschwellen weiter zu korrigieren, können vor der eigentlichen Messung vorzugsweise zwei Korrekturmessungen durchgeführt werden. Bei diesen Korrekturmessungen wird zunächst ein einfacher Kapazitätswert und anschließend ein dazu doppelter Kapazitätswert gemessen. Der Unterschied zwischen diesen beiden Korrekturmessungen gibt die Laufzeit wieder, welche anschließend bei der Berechnung des tatsächlichen Kapazitätswertes des kapazitiven Drucksensors berücksichtigt werden muss. Die Kapazitätswerte des einfachen Kapazitätswerts und des doppelten Kapazitätswerts sind sehr genau bekannt und können somit als Referenz für die eigentliche Kapazitätsmessung verwendet werden. Auf diese Weise kann ein in mehrere Zyklen unterteiltes Zweirampenverfahren korrigiert und auch beliebig erweitert werden, ohne dass sich Umschaltfehler aufsummieren können.

Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den weiteren Unteransprüchen sowie aus der Beschreibung in Zusammenschau mit der Zeichnung.

In einer bevorzugten Ausgestaltung ist ein Oszillator vorgesehen, der ausgangsseitig ein Oszillatortaktsignal erzeugt, dessen Frequenz zumindest höher ist als die Frequenz des Messpotenzials.

In einer ebenfalls bevorzugten Ausgestaltung gibt der Periodenzähler ausgangsseitig ein erstes Zählerstandssignal als Maß für die gezählten Perioden des Messpotenzials aus. Der Taktzähler gibt ausgangsseitig ein zweites Zählerstandssignal als Maß für die gezählten Takte des Taktsignals aus. Typischerweise, jedoch nicht notwendigerweise ist/sind der Periodenzähler und/oder der Taktzähler als Aufwärtszähler oder als Abwärtszähler ausgebildet ist/sind. Diese inkrementieren bzw. dekrementieren die ihren Zählerstand mit jeder Periode des Messpotenzials bzw. mit jedem Takt des Taktsignals um plus eins.

In einer bevorzugten Weiterbildung weist die Lade-/Entladeschaltung zur Erzeugung des sägezahnartigen Messpotenzials zumindest eine schaltbare Stromquelle auf. Hierzu kann die Lade-/Entladeschaltung jeweils zumindest eine erste Stromquelle zum Aufladen eines jeweils zu messenden kapazitiven Elements und jeweils zumindest eine zweite Stromquelle zum Entladen des jeweils zu messenden kapazitiven Elements aufweisen. Zum wechselseitigen Aufladen und Entladen ist zumindest ein steuerbarer Schalter zwischen jeder Stromquelle und dem Messknoten angeordnet. Typischerweise sind die steuerbarer Schalter durch ein vom Messpotenzial abgeleitetes Steuersignal derart angesteuert, dass dadurch entweder die erste oder die zweite Stromquelle aktiviert ist.

In einer bevorzugten Ausgestaltung weist die Lade-/Entladeschaltung zur Erzeugung des sägezahnartigen Verlaufs des Messpotenzials eine Schwellwertschaltung auf, welche dem Messknoten nachgeschaltet ist, die das Messpotenzial mit einem vorgegebenen oberen und unteren Schwellenwert vergleicht und die bei Überschreiten des Messpotenzials über den oberen Schwellenwert bzw. bei Unterschreiten des Messpotenzials unter den unteren Schwellenwert das Steuersignal zur Ansteuerung der steuerbaren Schaltern derart ändert, dass der Lade-/Entladevorgang des zu messenden Elements dadurch umgekehrt ist.

In einer typischen und auch bevorzugten Ausgestaltung weist der Sensor eine Kapazitätsanordnung auf, die neben dem Messelement zur Erfassung der Zustandsgröße zumindest ein kapazitives Referenzelement als Referenz für das Messelement enthält.

In einer bevorzugten Ausgestaltung weist die Kapazitätsanordnung ferner zumindest zwei Korrekturkapazitäten auf, welche für ein Herausmitteln eines unkorrelierten Rauschens, welches durch ein Über- oder Unterschreiten des Messpotenzials über eine obere Referenzschwelle bzw. unter eine untere Referenzschwelle entsteht, vorgesehen sind. Typischerweise weist eine erste Korrekturkapazität gegenüber der zweiten Korrekturkapazität einen doppelten Kapazitätswert auf.

Typischerweise, jedoch nicht notwendigerweise, ist die Zustandsgröße ein Reifen spezifischer Parameter, insbesondere der Reifendruck oder die Reifentemperatur. Der Sensor ist hierzu als kapazitiver Drucksensor zum Erfassen eines Drucks ausgebildet.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand der in den schematischen Figuren der Zeichnung angegebenen Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen dabei:

1 ein Blockschaltbild einer erfindungsgemäßen Messeinrichtung zum Erfassen eines Kapazitätswertes eines kapazitiven Drucksensors;

1A ein Signal-Zeit-Verlauf des Messpotenzials zur Darstellung des erfindungsgemäßen Messverfahrens der Messeinrichtung aus 1;

2 ein Signal-Zeit-Diagramm einer einzelnen Periode des Messsignals zur Darstellung des erfindungsgemäßen Messverfahrens;

3 ein Signal-Zeit-Diagramm zweier Takte des Taktsignals zur Darstellung des erfindungsgemäßen Messverfahrens;

4 ein Signal-Zeit-Diagramm zweier Takte des Taktsignals zur Darstellung des erfindungsgemäßen Messverfahrens.

In den Figuren der Zeichnung sind gleiche und funktionsgleiche Elemente, Merkmale und Signale – sofern nichts Anderes angegeben ist – mit denselben Bezugszeichen versehen worden.

1 zeigt ein Blockschaltbild einer erfindungsgemäßen Messeinrichtung zum Erfassen eines Kapazitätswertes eines kapazitiven Drucksensors. Die erfindungsgemäße Messeinrichtung dient der Ermittlung reifenspezifischer Parameter mittels eines kapazitiven Drucksensors. Unter reifenspezifischen Parameter sind z. B. der aktuelle Reifendruck oder die aktuelle Reifentemperatur zu verstehen.

Die erfindungsgemäße Messeinrichtung ist in 1 mit Bezugszeichen 10 bezeichnet. Die Messeinrichtung 10 enthält eine Kapazitätsanordnung 19 mit einem kapazitiven Drucksensor 11, dessen Kapazität CP abhängig von dem zu messenden Reifendruck im Bereich von typischerweise CP = 5 – 20 pF schwanken kann. Mittels der erfindungsgemäßen Messeinrichtung 10 wird diese Kapazität CP als Maß für den Reifendruck erfasst. Hierzu weist die Kapazitätsanordnung 19 ferner eine Referenzkapazität 12 sowie zwei Korrekturkapazitäten 13, 14 auf. Die Referenzkapazität 12, die als Referenz für die Messung herangezogen werden soll, weist einen Referenzkapazitätswert von zum Beispiel CREF = 8 pF auf. Mit dem gleichen Messverfahren wird mit CREF = 8 pF die Reifentemperatur ermittelt. Hierzu sind wie bei der Reifendruckermittlung auch zwei Messungen erforderlich. Hierbei wird die Ladung auf CREF mit einer temperaturabhängigen und temperaturunabhängigen Größe verglichen.

Die beiden Korrekturkapazitäten 13, 14 dienen dem Zweck, einen Messfehler und damit einhergehende Messungenauigkeiten beim Umschalten an den jeweiligen Referenzschwellen zu korrigieren. Die erste Korrekturkapazität 13 weist einen Kapazitätswert von z. B. COR0 = 1 pF auf. Die zweite Korrekturkapazität 14 weist einen gegenüber der ersten Korrekturkapazität 13 verdoppelten Kapazitätswert auf, also im gezeigten Beispiel von COR1 = 2 pF.

Die erfindungsgemäße Messeinrichtung 10 weist zwei Versorgungsanschlüsse 17, 18 auf. Der erste Versorgungsanschluss 17 weist ein erstes Versorgungspotenzial VDD, beispielsweise ein positives Gleichspannungspotenzial VDD, auf, wohingegen der zweite Versorgungsanschluss 18 mit einem zweiten Versorgungspotenzial GND, beispielsweise ein Bezugspotenzial GND, beaufschlagt ist.

Die Kapazitäten 1114 der Kapazitätsanordnung 19 sind jeweils einerseits mit dem zweiten Versorgungsanschluss 18 verbunden. Ferner ist ein steuerbarer Schalter 15 vorgesehen, über welche zumindest eine dieser Kapazitäten 1114 auf den Messknoten 16 aufschaltbar ist. An diesem Messknoten 16 liegt somit ein Messpotenzial UC an, welches somit der in der jeweils aufgeschalteten Kapazitäten 1114 gespeicherten Ladung entspricht.

Für das erfindungsgemäße Messverfahren unter Verwendung eines Zweirampenmessverfahrens müssen diese Kapazitäten 1114 der Kapazitätsanordnung 19 wechselseitig aufgeladen und wieder entladen werden. Hierzu ist eine Stromquellenanordnung 25 vorgesehen. Die Stromquellenanordnung 25 weist zwei Stromquellen 20, 21 auf. Die erste Stromquelle 20 dient dem Aufladen der jeweils aufgeschalteten Kapazität 1114 und ist hierzu zwischen dem ersten Versorgungsanschluss 17 und einem Abgriff 22, der den Ausgang der Stromquellen 20, 21 bildet, angeordnet. Der Abgriff 22 ist mit dem Messknoten 16 verbunden. Zum Aufladen einer jeweiligen Kapazität 1114 ist ferner ein steuerbarer Schalter 23 vorgesehen, über den bei geschlossenem Schalter 23 die Stromquelle 20 einen Ladestrom IL zum Aufladen einer jeweiligen Kapazität 1114 erzeugt. Die zweite Stromquelle 21, welche mit dem zweiten Versorgungsanschluss 18 verbunden ist, dient dem Entladen einer jeweiligen Kapazität 1114 mit einem Entladestrom IE, sofern ein zwischen der zweiten Stromquelle 21 und dem Abgriff 22 angeordneter gesteuerter Schalter 24 geschlossen ist.

Die steuerbaren Schalter 23, 24 können z. B. als einfache MOSFET-Transistoren (CMOS-Technologie) oder als Bipolartransistoren (Bipolartechnologie) ausgebildet sein.

Die erfindungsgemäße Messeinrichtung 10 enthält ferner eine Schwellwertschaltung 30, die einen intern vorgegebenen oberen und einen unteren Schwellenwert UH, UL für das Messpotenzials UC vorgibt. Die Schwellwertschaltung 30 nimmt das Messpotenzial UC auf und vergleicht dieses Messpotenzial UC mit dem oberen und unteren Schwellenwert UH, UL. Das am Ausgang der Schwellwertschaltung 30 bereitgestellte Messpotenzial UC' wird über einen Rückkopplungspfad 31 zur Ansteuerung der beiden steuerbaren Schalter 23, 24 verwendet, wobei dieses Signal UC' zur direkten Ansteuerung des steuerbaren Schalters 23 und über einen Inverter 32 zur Ansteuerung des steuerbaren Schalters 24 verwendet wird.

Zunächst wird bei geschlossenem Schalter 23 eine jeweils zu messende Kapazität 1114 der Kapazitätsanordnung 19 mit dem Ladestrom IL aufgeladen. Die entsprechende, langsam ansteigende Ladung der Kapazität 1114 führt zu einem Ansteigen des Messpotenzials UC, welches in der Schwellwertschaltung 30 mit dem oberen Schwellenwert UH verglichen wird. Übersteigt das gemessene Messpotenzial UC den oberen Schwellenwert UH, dann führt dies zu einer Signalumkehr im Ausgangssignal UC', was unmittelbar dazu führt, dass der Schalter 23 geöffnet und der Schalter 24, der anfänglich geöffnet war, geschlossen wird. Auf diese Weise wird die entsprechende Kapazität 1114 der Kapazitätsanordnung 19 mit dem Entladestrom IL entladen. Die entsprechende, langsam abfallende Ladung und damit das abfallende Messpotenzial UC wird in der Schwellwertschaltung 30 mit dem unteren Schwellenwert UL verglichen. Fällt das gemessene Messpotenzial UC unter den unteren Schwellenwert UL, dann führt dies wieder zu einer Signalumkehr im Ausgangssignal UC', was unmittelbar dazu führt, dass der Schalter 24 wieder geöffnet und der Schalter 23 geschlossen wird. Das Messpotenzial UC beschreibt somit einen sägezahnartigen Messverlauf, wie er in der 1A dargestellt ist.

Ferner ist ein Periodenzähler 33 vorgesehen, der die einzelnen Perioden 38 des sägezahnartigen Signals UC ermittelt. Am Ausgang 36 des Periodenzählers 33 ist somit ein Zählerstandsignal XPER abgreifbar. Das Zählerstandsignal XPER gibt an, wie viele vollständige Perioden 38 des Signals UC gezählt wurden. Im Beispiel in der 1 sind insgesamt viereinhalb Perioden 38 des Messsignals UC während der Zeitdauer T = TB – TA gezeigt.

Ferner ist ein Oszillator 34 vorgesehen, der ausgangsseitig ein Oszillatortaktsignal OSC bereitstellt. Die einzelnen Takte 39 des Taktsignals OSC werden ebenfalls in einem eigens dafür vorgesehenen Messzähler 35 gezählt. Am Ausgang 37 des Messzählers 35 ist also ein Zählerstandsignal XCNT abgreifbar, welches angibt, wie viele Takte 39 des Taktsignals OSC innerhalb einer vorgegebenen Zeitdauer gezählt wurden.

1A zeigt anhand eines Signal-Zeit-Diagramms den Verlauf des Messpotenzials UC. Mit Bezugszeichen 38 ist hier eine einzelne Periode der Dauer T1 des Messpotenzials UC angegeben. Der Periodenzähler 33 ist dazu ausgelegt, alle Perioden 38 des Messpotenzials UC innerhalb der Messdauer T zu bestimmen. Diese Messdauer T ergibt sich aus der Zeit zwischen dem Start der Messung zum Zeitpunkt TA und bis zum Stopp der Messung zum Zeitpunkt TB. Die Startzeit TA wird typischerweise so gewählt, dass sie zu einem fest vorgegebenen Zeitpunkt bezogen auf das Messpotenzial UC, beispielsweise zu dessen Maximum (oder alternativ auch zu dessen Minimum), gewählt ist. Die Stoppbedingung TB hängt jeweils davon ab, welche der Kapazitäten 1114 gemessen werden sollen. Die Stoppbedingung TB wird insbesondere anhand der Anzahl der gezählten Perioden 38 des Messpotenzials UC oder anhand der gezählten Takte 39 des Taktsignals OSC bestimmt.

Nachfolgend wird das erfindungsgemäße Messverfahren zur Ermittlung der Kapazität CP des kapazitiven Drucksensors 11 anhand der 24 beschrieben.

2 zeigt ein Signal-Zeit-Diagramm im Bereich einer einzelnen Periode des Messpotenzials UC zur Veranschaulichung der Funktionsweise des Periodenzählers 33 und des Messzählers 35. Der Beginn der Periode 38 ist hier mit TX und das Ende mit TY bezeichnet. Innerhalb dieser Zeitdauer T1 = TY – TX sind insgesamt 15 Takte 39 des Taktsignals OSC vorgesehen. 39 Der Messzähler 35 misst diese Takte, wohingegen die Perioden 38 durch den Periodenzähler 33 gezählt werden. Im Idealfall weist das Messpotenzial UC ein Amplitudenmaximum REF1 und ein Amplitudenminimum REF3 auf, die jeweils dem oberen und unteren Schwellenwert UH bzw. UL entsprechen. Das Taktsignal OSC weist ein Amplitudenmaximum REF2 und das Amplitudenminimum REF3 auf. Das Amplitudenmaximum REF2 ist hier signifikant geringer als das Amplitudenmaximum REF1.

Beim Zweirampenmessverfahren wird lediglich ein einzelnes Laden und Entladen durchgeführt. Dies ist anhand der Messkurve für die Periode 38 dargestellt. Dabei kann es aber zu Ungenauigkeiten aufgrund eines unkorrelierten Rauschens im Bereich 40 der oberen und unteren Referenzschwellen REF1, REF3 kommen. Dieses unkorrelierte Rauschen führt typischerweise zu einer Reduzierung der Genauigkeit dieses Zweirampenmessverfahrens, wie bereits in der Beschreibungseinleitung ausführlich dargelegt wurde. Bei dem erfindungsgemäßen Messverfahren werden nun die einzelnen Takte 39 des Taktsignals OSC, die innerhalb der einfachen Periode 38 des Messsignals UC vorhanden sind, gemessen. Zwar existiert auch hier ein unkorreliertes Rauschen der jeweiligen Referenzschwellen REF2, REF3. Jedoch wird hier ein mehrfaches Durchlaufen eines Rampenverfahrens und insbesondere eines Zweirampenverfahrens durchgeführt. Mittels dieses mehrfachen Durchlaufens des Zweirampenverfahrens wird das unkorrelierte Rauschen der jeweiligen Referenzschwellen REF2, REF3 herausgemittelt. Der Vorteil besteht hier insbesondere auch darin, dass durch dieses Messverfahren eine geringere Versorgungsspannung einsetzbar ist, da für die vergleichsweise geringen Rampen im Falle des Taktsignals OSC gegenüber dem Messsignal UC eine signifikant geringere Versorgungsspannung VDD-GND benötigt wird.

Die 3 und 4 zeigen zwei Signal-Zeit-Diagramme zur Veranschaulichung eines Umschaltfehlers &Dgr;t1 und &Dgr;t2 für die Referenzschwellen REF2, REF3, die bei dem Zweirampenverfahren entstehen können. Um diese Umschaltfehler &Dgr;t1 und &Dgr;t2 möglichst genau bestimmen zu können, werden zwei Korrekturmessungen anhand der Korrekturkapazitäten 13, 14 durchgeführt. Auf diese Weise kann ein Umschaltfehler bei der Kapazitätsmessung zur Bestimmung der Sensorkapazität CP des Drucksensors 11 kompensiert werden. Auch werden die Umschaltfehler durch das mehrfache Durchführen des Zweirampenverfahrens für mehrere Perioden 38 bzw. mehrere Takte des Taktsignals OSC nicht aufaddiert.

Anhand dieser 3 und 4 soll nachfolgend das erfindungsgemäße Verfahren erläutert werden soll.

Beim Laden und Entladen mit einer Stromquelle lässt sich der zeitliche Verlauf einer Spannung U(t) an einer beliebigen Kapazität in Abhängigkeit von dem Strom I und der Zeit t wie folgt berechnen: U(t) = 1/C·I·t

Zunächst wird nur eine Periode (siehe 4) betrachtet. Bei zwei Korrekturkapazitäten C2, C1, von denen die eine doppelt so groß ist, wie die andere, also für den Zusammenhang C2 = 2·C1, ergibt sich, da sich die Messdauer nur durch die zu messende Kapazität vergrößert, die Umschaltfehler jedoch unabhängig von der zu messenden Kapazität nur einfach eingehen, theoretisch der folgende Zusammenhang: tC2 = 2·tC1t1C2 = 2·t1C1t2C2 = 2·t2C1,

Die tatsächliche Messdauer pro Periode ergibt sich aus: tC1 = t1C1 + &Dgr;t1 + t2C1 + &Dgr;t2tC2 = t1C2 + &Dgr;t1 + t2C2 + &Dgr;t2

Aufgrund der doppelten Laufzeit der Kapazität C1 gegenüber der Laufzeit der Kapazität C2 werden dabei zwei Perioden zurückgelegt, wodurch im Vergleich zur Kapazität C2 der Umschaltfehler bei der zweiten Periode der Kapazität C1 abgezogen werden muss. Da sich eine Kapazität proportional zur Zeit verhält (siehe oben), gilt tC2 = 2·tC1 – &Dgr;t1 – &Dgr;t2t1C2 + &Dgr;t1 + t2C2 + &Dgr;t2 = 2·t1C1 + &Dgr;t1 + 2·t2C1 + &Dgr;t2

Somit lassen sich die Umschaltfehler &Dgr;t1 und &Dgr;t2 auf beiden Seiten der Gleichungen subtrahieren und es ergibt sich folgender Zusammenhang: t1C2 + t2C2 = 2·t1C1 + 2·t2C1

Es bleibt die reine kapazitätsabhängige Messdauer: t1C2 + t2C2 = 2·(t1C1 + t2C1)

Für die eigentlich Druck- und Temperaturmessungen werden nun die folgenden sechs Messungen durchgeführt, die in der nachfolgenden Tabelle 1 kurz aufgeführt sind.

Tabelle 1

Die erste Spalte gibt dabei die aufeinanderfolgenden sechs Messschritte zur Druck- und Temperaturmessung an. Die zweite Spalte gibt an, welche Messgröße gemessen werden soll, wobei mit COR0, COR1 der jeweilige Korrekturkapazität gemessen werden soll. Mit P_REF und P_MEAS sollen der jeweilige Referenzdruck und Messdruck mittels der Referenzkapazität 12bzw. des Drucksensors (Messsensors) 11 ermittelt werden. Mit T_REF und T_MEAS sollen die jeweilige Referenztemperatur und Messtemperatur ermittelt werden. Die dritte Spalte gibt die jeweils erforderliche Periodenanzahl bzw. Taktzahl und somit die Stoppbedingung an, die durch den Periodenzähler 33 bzw. den Messzähler 35 gezählt werden und bei denen eine jeweilige Messung als beendet gilt. Die vierte Spalte gibt das jeweilige Messergebnis bezogen auf die durch den Periodenzähler 33 gemessene Periodenanzahl und die fünfte Spalte gibt den entsprechenden Zählerstand des entsprechenden Zählers 35 an. Die mit „PER" bezeichneten Messgrößen sollen signalisieren, dass hier die entsprechende Periodenanzahl gemessen wurde. Die mit „CNT" angegebenen Größen geben an, dass das Ergebnis der jeweilige Zählerstand ist.

Für die Messungen wurden folgende Normierungen vorgenommen:

Für die Messungen wurden ferner die folgenden Korrekturen berechnet: P_REF_COR = P_REF_NOM – COR_NOM P_MEAS_COR = P_MEAS_NOM – COR_NOM T_REF_COR = T_REF_NOM – COR_NOM T_MEAS_COR = T_MEAS_NOM – COR_NOM

Mit den anhand der obigen Tabelle 1 gemessenen Werten sowie der entsprechenden Normierungen und Korrekturen lässt sich dann die Kapazität CP und die Temperatur TP des kapazitiven Drucksensors 11 wie folgt berechnen.

Die Konstanten werden zum Beispiel bestimmt mit 9 Messungsdurchläufen. Die Sensorkapazität CP soll zwischen 5 und 20 pF betragen und bei 233 und 398 Kelvin gemessen werden. Die Grundeinstellung für die Ermittlung der obigen Konstanten lautet wie folgt: C0 = 1; Cgradient = 1; Coffset = 0 T0 = 1; Tgradient = 1; Toffset = 0

Die Konstanten Co, Cgradient, Coffset der obigen Gleichungen lassen sich für die Kapazitätsmessung wie folgt berechnen:

Ferner lassen sich auch die Konstanten T0, Tgradient, Toffset der obigen Gleichungen für die Temperaturmessung wie folgt berechnen:

Obgleich die vorliegende Erfindung vorstehend anhand eines konkreten und bevorzugten Ausführungsbeispiels näher beschrieben wurde, sei sie nicht darauf beschränkt, sondern lässt sich im Rahmen der Erfindung beliebig verändern und modifizieren. Insbesondere versteht es sich von selbst, dass die gewählten Zahlenangaben lediglich beispielhaft zu verstehen sind, jedoch die Erfindung nicht dahingehend beschränken sollen. Gleiches gilt für die gewählten Schaltungselemente und Schaltungsteile, die der besseren Übersichtlichkeit halber möglichst einfach dargestellt wurden. Es versteht sich von selbst, dass die erfindungsgemäße Messeinrichtung beliebig erweitert und modifiziert werden kann.

Auch ist die Erfindung selbstverständlich nicht ausschließlich für ein Reifendruckkontrollsystem und auch nicht notwendigerweise für eine Bestimmung reifenspezifischer Parameter ausschließlich geeignet. Vielmehr lässt sich die Erfindung auch bei anderen Messeinrichtungen und für andere Wandlerverfahren vorteilhaft einsetzen.

10
Messeinrichtung
11
kapazitiver Drucksensor
12
Referenzkapazität
13, 14
Korrekturkapazitäten
15
steuerbare Schalter
16
Messknoten
17, 18
Versorgungsanschlüsse
19
Kapazitätsanordnung
20, 21
Stromquellen
22
Abgriff, Ausgang
23, 24
steuerbare Schalter
25
Stromquellenanordnung
30
Schwellwertschaltung
31
Rückkopplungspfad
32
Inverter
33
Periodenzähler
34
Oszillator
35
Messzähler
36, 37
Ausgänge
38
Perioden, Periodensignal
39
Takte, Taktsignal
40
Bereich
COR0, COR1
Korrekturkapazitäten
CP
Messkapazität
CREF
Referenzkapazität
GND
zweites, negatives Versorgungspotenzial
IE
Entladestrom
IL
Ladestrom
OSC
Taktsignal
REF1 – REF3
Referenzschwellen
T
Zeitdauer
T1
Zeitdauer einer einzelnen Periode
TA
Startzeit
TB
Stoppzeit
TX, TY
Zeiten
UC, UC'
Messpotenzial
UH, UL
Schwellen des Messpotenzials
VDD
erstes, positives Versorgungspotenzial
XCNT
Zählerstandsignal des Messzählers
XPER
Zählerstandsignal des Periodenzählers


Anspruch[de]
Messeinrichtung (10) zur kapazitiven Druck- und/oder Temperaturmessung, insbesondere für Reifendruckkontrollsysteme,

mit zumindest einem Sensor (11), der ein kapazitives Messelement (11) zum Erfassen einer Zustandsgröße aufweist, welches an einem ausgangsseitigen Messknoten (16) des Messelements (11) anliegt,

mit einer Lade-/Entladeschaltung (30, 25) zum wechselseitigen Aufladen und Entladen des Messelements (11) und zur Erzeugung eines sägezahnartigen Messpotenzials (UC) an dem Messknoten (16) als Maß für die Kapazität des Messelements (11),

mit einer Messschaltung, mit einem Periodenzähler (33), der die Perioden (38) des Messpotenzials (UC) ermittelt, und mit einem Taktzähler (35), der die Takte (39) eines Taktsignals (OSC) ermittelt, die innerhalb der Dauer (T1) zumindest einer Periode (38) des Messpotenzials (UC) liegen, wobei die Messschaltung über mehrere Perioden (38) aus der Anzahl der ermittelten Perioden (38) und Takte (39) eine Druck- und/oder Temperaturmessung durchführt.
Verfahren nach einem der Ansprüche, 14–17 dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren für ein Reifendruckkontrollsystem durchgeführt wird. Messeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Oszillator (34) vorgesehen ist, der ausgangsseitig ein Oszillatortaktsignal (OSC) erzeugt, dessen Frequenz zumindest höher ist als die Frequenz des Messpotenzials (UC). Messeinrichtung nach wenigstens einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Periodenzähler (33) ausgangsseitig ein erstes Zählerstandssignal (XPER) als Maß für die gezählten Perioden (38) des Messpotenzials (UC) ausgibt und dass der Taktzähler (35) ausgangsseitig ein zweites Zählerstandssignal (XCNT) als Maß für die gezählten Takte (39) des Taktsignals (OSC) ausgibt. Messeinrichtung nach wenigstens einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Periodenzähler (33) und/oder der Taktzähler (35) als Aufwärtszähler oder als Abwärtszähler ausgebildet ist/sind, die ihren Zählerstand mit jeder Periode (38) des Messpotenzials (UC) bzw. mit jedem Takt (39) des Taktsignals (OSC) um plus eins inkrementieren bzw. dekrementieren. Messeinrichtung nach wenigstens einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lade-/Entladeschaltung (30, 25) zur Erzeugung des sägezahnartigen Messpotenzials (UC) zumindest eine schaltbare Stromquelle (20, 21) aufweist. Messeinrichtung nach wenigstens einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lade-/Entladeschaltung (30, 25) jeweils zumindest eine erste Stromquelle (20) zum Aufladen eines jeweils zu messenden kapazitiven Elements (1114) und jeweils zumindest eine zweite Stromquelle (21) zum Entladen des jeweils zu messenden kapazitiven Elements (1114) aufweist, wobei zum wechselseitigen Aufladen und Entladen zwischen jeder Stromquelle (20, 21) und dem Messknoten (16) zumindest ein steuerbarer Schalter (23, 24) angeordnet ist. Messeinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die steuerbaren Schalter (23, 24) durch ein vom Messpotenzial (UC) abgeleitetes Steuersignal (UC') derart angesteuert sind, dass entweder die erste oder die zweite Stromquelle (20, 21) aktiviert ist. Messeinrichtung nach wenigstens einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lade-/Entladeschaltung (30, 25) zur Erzeugung des sägezahnartigen Verlaufs des Messpotenzials (UC) eine Schwellwertschaltung (34) aufweist, welche dem Messknoten (16) nachgeschaltet ist, die das Messpotenzial (UC) mit einem vorgegebenen oberen und unteren Schwellenwert (UH, UL) vergleicht und die bei Überschreiten des Messpotenzials (UC) über den oberen Schwellenwert (UH) bzw. bei Unterschreiten des Messpotenzials (UC) unter den unteren Schwellenwert (UL) das Steuersignal (UC') zur Ansteuerung der steuerbaren Schalter 23, 24) derart ändert, dass der Lade-/Entladevorgang des zu messenden Elements (11) dadurch umgekehrt ist. Messeinrichtung nach wenigstens einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (11) eine Kapazitätsanordnung (19) aufweist, die neben dem Messelement (11) zur Erfassung der Zustandsgröße zumindest ein kapazitives Referenzelement (12) als Referenz für das Messelement (11) aufweist. Messeinrichtung nach wenigstens einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kapazitätsanordnung (19) zumindest zwei Korrekturkapazitäten (13, 14) aufweist, welche für ein Herausmitteln eines unkorrelierten Rauschens, welches durch ein Über- oder Unterschreiten des Messpotenzials (UC) über eine obere Referenzschwelle (REF1, REF2) bzw. unter eine untere Referenzschwelle (REF3) entsteht, vorgesehen sind. Messeinrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass eine erste Korrekturkapazität (14) gegenüber der zweiten Korrekturkapazität (13) einen doppelten Kapazitätswert aufweist. Messeinrichtung nach wenigstens einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zustandsgröße ein Reifen spezifischer Parameter, insbesondere der Reifendruck oder die Reifentemperatur, ist. Messeinrichtung nach wenigstens einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (11) als kapazitiver Drucksensor zum Erfassen eines Drucks ausgebildet ist. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass für die Kapazitätsmessung ein Zweirampenmessverfahren verwendet wird. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass zur Messung des Messpotenzials (UC) ein Taktsignal (OSC) verwendet wird, dessen Frequenz zumindest höher ist als die Frequenz des Messpotenzials (UC). Verfahren nach Anspruch 16, Messverfahren zur kapazitiven Druckmessung mittels einer Messeinrichtung (10) zur kapazitiven Druck- und/oder Temperaturmessung, die zumindest einen Sensor mit einem kapazitivem Messelement (11), eine Lade-/Entladeschaltung (30, 25) und eine Messschaltung mit einem Periodenzähler (33) aufweist,

– wobei mittels des kapazitivem Messelements (11) eine Zustandsgröße erfasst wird, welche an einem ausgangsseitigen Messknoten (16) des Messelements (11) anliegt,

– wobei mittels der Lade-/Entladeschaltung (30, 25) wechselseitig das Messelement auf- und entladen wird und ein sägezahnartiges Messpotenzial (UC) an dem Messknoten (16) als Maß für die Kapazität des Messelementes (11) erzeugt wird,

– wobei mittels des Periodenzählers (33) die Perioden (38) des Messpotenzials (UC) ermittelt werden,

– wobei mittels des Taktzählers (35) die Takte (39) eines Taktsignals (USC) ermittelt werden, die innerhalb der Dauer (T1) zumindest einer Periode (38) des Messpotenzials (UC) liegen, und

– wobei die Messschaltung über mehrere Perioden (38) aus der Anzahl der ermittelten Perioden (38) und Takte (39) eine Druck- und/oder eine Temperaturmessung durchführt. dadurch gekennzeichnet, dass sowohl die Takte (39) des Taktsignals (OSC), als auch die Perioden (38) des Messpotenzials (UC) gezählt werden.






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