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Dokumentenidentifikation DE102006008462A1 30.08.2007
Titel Warenzustellbox
Anmelder Erwin Renz Metallwarenfabrik GmbH & Co. KG, 71737 Kirchberg, DE
Erfinder Lederer, Günther, 71576 Burgstetten, DE
Vertreter Dreiss, Fuhlendorf, Steimle & Becker, 70188 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 17.02.2006
DE-Aktenzeichen 102006008462
Offenlegungstag 30.08.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.08.2007
IPC-Hauptklasse A47G 29/14(2006.01)A, F, I, 20061020, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A47G 29/124(2006.01)A, L, I, 20061020, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Warenzustellbox, umfassend mindestens einen Behälter zur Aufnahme von Warensendungen, der mindestens eine verschließbare Tür (10) mit einem Schloss (20) aufweist und wobei die Tür (10) eine Öffnungseinrichtung (14) besitzt und das Schloss (20) eine Falle (24) umfasst, die in einer geschlossenen Position der Tür (10) in eine Aufnahme des Behälters eingreift, wobei die Falle (24) eine erste durch die Öffnungseinrichtung betätigbare Stellung sowie eine zweite blockierte Sperrstellung umfasst und die Falle (24) durch einen Schlüssel von der Sperrstellung in die betätigbare Stellung überführbar ist, wobei in der ersten betätigbaren Stellung die Öffnungseinrichtung (14) der Tür (10) einmalig betätigbar ist und nach Betätigung der Öffnungseinrichtung (14) der Tür (10) die Falle (24) in die zweite blockierte Sperrstellung überführt und gegen erneutes Öffnen gesperrt ist, wobei die Falle (24) von der zweiten blockierten in die erste betätigbare Stellung mittels des Schlüssels rückstellbar ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Warenzustellbox umfassend mindestens einen Behälter zur Aufnahme von Warensendungen, der mindestens eine verschließbare Tür mit einem Schloss aufweist und wobei die Tür Öffnungseinrichtung besitzt, wobei das Schloss eine Falle umfasst, die in einer geschlossenen Position der Tür in eine Aufnahme des Behälters eingreift, wobei die Falle eine erste durch die Öffnungseinrichtung betätigbare Stellung sowie eine zweite blockierte Sperrstellung umfasst und die Falle durch einen Schlüssel von der Sperrstellung in die betätigbare Stellung überführbar ist.

Der Versandhandel hat in den letzten Jahren im Zuge der Ausweitung des sogenannten "e-commerce", bei dem der Warenhandel über das Internet erfolgt und die Bestellungen durch den Käufer, die dieser online über das Internet vornimmt, durch Zustelldienste ausgeliefert werden, deutlich zugenommen. Ein wesentliches Problem des Versandhandels beruht darauf, dass Waren- oder Paketsendungen üblicherweise während der normalen Arbeitszeiten zugestellt werden, der Empfänger jedoch zum Zeitpunkt der Zustellung nicht an seinem Wohnsitz anwesend ist. In diesem Fall muss dann entweder eine wiederholte Zustellung erfolgen oder der Empfänger muss die Ware an einer zentralen Ausgabestelle persönlich abholen. Derartige zentrale Ausgabestellen sind in der Regel jedoch nur während der regulären Geschäftszeiten geöffnet, so dass für einen Arbeitnehmer nur ein geringer Zeitraum zur Verfügung steht, in dem derartige Versandsendungen abgeholt werden können. Eilige Sendungen können dann trotz ihrer Dringlichkeit erst Tage später in Empfang genommen werden. Alternativ wird die Ware in Abwesenheit des Empfängers vom Zusteller in der Nachbarschaft abgegeben oder, insbesondere sofern eine entsprechende Vollmacht vom Empfänger erteilt wurde, vor der Haustür abgelegt. Insbesondere bei wertvoller Ware, aber auch bei Ware, die nicht den Witterungseinflüssen ausgesetzt werden soll oder kann, bietet sich letztere Lösung nicht an.

Es werden daher sowohl von den Empfängern als auch von den Zustellunternehmern Zustellverfahren gewünscht, bei denen die Warensendungen möglichst beim ersten Zustellversuch ausgeliefert werden können, um weitere Zustellversuche und damit unnötige Kosten zu vermeiden. Auf der anderen Seite soll aber eine größtmögliche Sicherheit der zugestellten Sendung gegeben sein. Darüber hinaus wird insbesondere von den Empfängern eine Zustellung dahingehend gewünscht, dass diese zu jeder beliebigen Tageszeit unabhängig von der persönlichen Anwesenheit des Empfängers erfolgen kann. Trotzdem soll die Ware am Wohnsitz des Empfängers sicher gegen Diebstahl geschützt sein.

Einen entsprechenden Zustellbehälter schlägt die DE 297 12 361 U1 vor. Es handelt sich hierbei um eine großvolumige verschließbare Box, die wie ein herkömmlicher Briefkasten für die Zustellung von Waren am Wohnsitz eines Adressaten verwendet wird. Die vorbekannte Box verfügt über ein elektronisches Codeschloss, so dass ein Zusteller, der sich mittels eines entsprechenden Zahlencodes autorisiert, die Box zur Deponierung der bestellten Ware öffnen kann. Danach ist die Ware in dem Zustellbehälter sicher gegen Diebstahl geschützt, bis sie vom Empfänger entnommen wird. Bei der vorbekannten Zustellbox ist des Weiteren vorgesehen, dass die angelieferte Ware mit einem elektronischen Chip versehen wird, durch den die Ware mittels einer in der Zustellbox integrierten Empfangselektronik identifiziert wird. Auf diese Weise wird die Anlieferung und die Entnahme bestimmter Warensendungen durch die Box automatisch registriert. Dies ermöglicht es, einen Empfangsbeleg für die von der Box elektronisch identifizierte Ware auszustellen. Hierbei ist jedoch nachteilig, dass ein relativ großer, schwer überschaubarer Personenkreis von Zustellern für den Zugriff autorisiert werden muss. Ein erheblicher Sicherheitsmangel besteht darin, dass es Dritten, die unberechtigterweise im Besitz des Zahlencodes zum Zugriff auf die Zustellbox sind, nach erfolgter Zustellung möglich ist, in der Box deponierte Waren zu entnehmen.

Eine weitere Warenzustellbox ist beispielsweise aus der DE 200 22 357 U1 bekannt, die einen Zustellbehälter mit elektronischem Codeschloss offenbart, der für die Zustellung von Warensendungen mittels eines Zustellcodes, durch den sich ein Zusteller für den Zugriff autorisiert, zu öffnen ist, wobei das Codeschloss eine Programmsteuerung aufweist, durch welche das Codeschloss nach einer Öffnung des Behälters mittels vorher verwandten Zustellcodes gesperrt wird, so dass danach ein Zugriff mittels des Zustellcodes nicht mehr möglich ist, wobei eine Entsperrung des Codeschlosses erfolgt, wenn der Behälter mittels eines Empfängerschlüssels geöffnet wird. Nachteilig hierbei ist die verhältnismäßig aufwendige elektronische Programmsteuerung sowie die Tatsache, dass am Ort des Zustellbehälters ein Stromanschluss für die Speisung der elektrischen Steuerung und der Schlösser vorhanden sein muss.

Des Weiteren ist aus der DE 201 05 699 U1 ein verschließbarer, codierbarer Briefkasten zur Aufnahme von Pakten und paketähnlichen Objekten bekannt. Dabei ist vorgesehen, dass eine individuelle Codierung jedes einzelnen Paketablagefaches vorgenommen werden kann, um die Anzahl der notwendigen Fächer für ein Mehrparteienhaus zu minimieren. Dabei wird ein Paket in das Paketfach eingelegt und danach ein entsprechender Verriegelungs- beziehungsweise Signalknopf gedrückt, wodurch das Paketfach so lange verriegelt bleibt, bis ein zugriffsberechtigter Empfänger einen Entladevorgang einleitet. Dabei wird durch den Zusteller eine Codierung vorgenommen, so dass nur der berechtigte Empfänger eine Entnahme vornehmen kann.

Des Weiteren ist aus der DE 298 07 184 U1 eine elektronische Servicebox bekannt, in die Waren, die durch die Post beziehungsweise Zustelldienste zugestellt werden können, vorübergehend eingelegt werden können, bis sie durch den Empfänger entnommen werden. Dabei kann beispielsweise die Auftragserteilung an den Lieferanten und die Übermittlung der Zugangsberechtigung zur Servicebox auf elektronischem Wege erfolgen und auf einzelne Aufträge sowie datums- und zeitabhängig begrenzt werden. Auftragsdienste, die die Lieferungen zu tätigen haben, bekommen dabei mit dem Auftrag zusammen einen Code übermittelt, der als Zugangsberechtigung in den elektronischen Schlüssel des Lieferanten geladen wird. Mit einem entsprechend aufgeladenen elektronischen Schlüssel erhält der Lieferant die auftragsgebundene Ermächtigung, die zugehörige elektronische Servicebox zu öffnen. Mit der Öffnung der Servicebox erlischt die auftragsgebundene Berechtigung.

Dabei kann vorgesehen sein, dass eine weitere Tür vorgesehen ist, die als Innentür gestaltet sein kann, wobei die Servicebox in eine Hauswand eingebaut ist, so dass über die Innenseite des Hauses das Fach zur Entnahme der Warensendungen geöffnet werden kann. Nachteilig ist hierbei, dass wiederum eine elektrische Stromversorgung vorhanden sein muss und keine nachträgliche Montage vorgenommen werden kann. Eine freie und beliebige Aufstellung einer derartigen Paketbox insbesondere im Bereich schon bestehender Briefkastenanlagen ist damit nicht möglich.

Aus der DE 0 821 518 B1 ist eine Übergabevorrichtung und Distributionsvorrichtung bekannt zur Übergabe einer Sendung an einen vorbestimmten Empfänger einer Gruppe von mindestens zwei Empfängern mit einer Deponiereinrichtung zum vorübergehenden Aufnehmen der Sendung, die eine Verriegelungseinrichtung gegen unbefugten Zugriff besitzt, einer Steuereinrichtung, die die Verriegelung derart steuert, dass sie zumindest während der Anwesenheit der Sendung in der Deponiereinrichtung nur dem vorbestimmten Empfänger eine Öffnung zur Entnahme der Sendung ermöglicht. Darüber hinaus soll eine Quittiervorrichtung zum Erstellen einer Quittung für das Deponieren der Sendung vorgesehen sein, sowie eine Identifiziereinrichtung zum Identifizieren der eingelegten Sendung, wobei die Steuereinrichtung die Verriegelungseinrichtung auf der Basis der Identifizierung der deponierten Sendung steuert.

Schließlich offenbart die DE 203 08 168 U1 eine Warenzustellbox, bei der ein erstes Schloss über das Einstellen eines Codes geöffnet werden kann und nach erneutem Schließen verriegelt wird und der Behälter dann mittels eines zweiten Schlosses unabhängig vom ersten Schloss mittels eines Schlüssels geöffnet werden kann und hierdurch der Code wieder freigegeben werden kann.

Eine ähnliche Ausgestaltung zeigt auch die DE 103 00 932 B3, bei der zwei Schlösser vorgesehen sind, so dass zum einen über Eingabe eines Codes z.B. ein Briefkasten vom Briefträger geöffnet werden kann und zum anderen der Besitzer den Briefkasten mit einem Schlüssel öffnen kann. Dabei soll das Schloss klein bauen.

Nachteilig bei den vorgenannten Gestaltungen ist, dass das Vorsehen einer solchen Einrichtung verhältnismäßig aufwendig ist und sich bei einer Reihe von Lösungen aufgrund der vorzusehenden Elektronik nicht an beliebigen Stellen installieren lässt.

Ausgehend hiervor stellt sich die Erfindung die Aufgabe, eine Warenzustellbox bereitzustellen, bei der auf der einen Seite das Problem gelöst wird, dass der Zugriff Unbefugter auf die in den Zustellbehälter eingelegte Ware verhindert werden kann und auf der anderen Seite eine kostengünstige und einfache Lösung bereitgestellt wird.

Die Erfindung löst diese Aufgabe durch eine gattungsgemäße Warenzustellbox, bei der in der ersten betätigbaren Stellung die Öffnungseinrichtung der Tür einmalig betätigbar ist und nach Betätigung der Öffnungseinrichtung der Tür die Falle in die zweite blockierte Sperrstellung überführt und gegen erneutes Öffnen gesperrt ist, wobei die Falle von der zweiten blockierten in die erste betätigbare Stellung mittels des Schlüssels rückstellbar ist.

Eine solche Warenzustellbox bietet den Vorteil, dass bei Erwarten einer Warensendung die Box durch den Inhaber der Box zur Entgegennahme der Warensendung durch einen beliebigen Zusteller vorbereitet werden kann, wobei der Warenzustellbox von außen auf den ersten Blick ohne Betätigung der Öffnungseinrichtung nicht angesehen werden kann, ob sich diese in einer Sperrstellung oder in einer betätigbaren Stellung befindet. Auf diese Weise wird der Anreiz, dass unbefugte Dinge in die Warenzustellbox einlegen, verringert. Sofern keine Warensendung erwartet wird, kann die Warenzustellbox verschlossen bleiben, so dass Unbefugte keinen Zugang zum Behälterinneren erlangen können. Darüber hinaus bietet eine derartige Gestaltung gegenüber dem vielfach im Stand der Technik bekannten Gestaltung den Vorteil, es nicht erforderlich ist, dem Zusteller einen Code oder ähnliches mitzuteilen, um ihm eine Zustellung zu ermöglichen. Vielmehr kann eine Zustellung durch beliebige Personen vorgenommen werden, wobei nach Verschließen der Tür durch Betätigung der Öffnungseinrichtung die Falle automatisch in eine zweite blockierte Sperrstellung überführt wird und gegen erneutes Öffnen gesperrt ist. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass ein unerlaubtes Entnehmen der Warensendung nach Einlegen der Warensendung und Verschließen der Türe aus der Warenzustellbox sicher verhindert werden kann, sofern die Warenzustellbox nicht beschädigt wird.

Die vorliegende Erfindung ist dabei besonders bauraumsparend und technisch einfach aufgebaut, da es nicht erforderlich ist, zwei Schlösser zur Betätigung vorzusehen, wie es der Stand der Technik zumeist offenbart.

Darüber hinaus kann es vorteilhaft vorgesehen sein, dass die Öffnungseinrichtung mit der Falle gekoppelt ist. Auf diese Weise kann durch Betätigung der Öffnungseinrichtung, die beispielsweise über einen Drehgriff gebildet sein kann und eine gesperrte und eine betätigbare Stellung umfassen kann, die mit der jeweiligen Stelle der Falle korrespondiert, ein Verschließen erfolgen. So kann beispielsweise vorgesehen sein, dass die Öffnungseinrichtung der Tür ein Drehgriff ist und der Drehgriff nach einmaliger Betätigung gegen Verdrehen blockiert ist und hierüber die Falle blockiert wird.

Dabei kann es besonders bevorzugt sein, dass der Schlüssel mechanisch oder elektrisch ist. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass es sich um eine Abwandlung eines herkömmlichen Schließzylinderschlosses bei der Erfindung handelt. Alternativ können jedoch auch andere Schlüssel eingesetzt werden, nämlich ein Nummerncode, ein Fingerprint oder eine sonstige Chipgestaltung, über die ein beliebiges Öffnen der Tür erfolgen kann, indem durch Verwendung des jeweiligen Schlüssels die Falle von einer offenen in eine geschlossene Stellung bringbar ist.

Besonders bevorzugt ist es dabei, wenn das Schloss durch den Drehgriff umschlossen ist, so dass ein verhältnismäßig geringer Bauraum benötigt wird. Prinzipiell können die Öffnungseinrichtung sowie das Schloss jedoch an beliebigen Stellen in der Tür angeordnet sein.

Sofern es sich bei der Öffnungseinrichtung um einen Drehgriff handelt, der das Schloss umschließt, ist es nicht erforderlich, dass das Schloss mit dem Drehgriff mitbewegt wird.

Die Erfindung soll im Folgenden anhand einer Ausgestaltung näher beschrieben werden. Dabei zeigen:

1 eine Außenansicht einer Tür einer erfindungsgemäßen Warenzustellbox,

2 eine Innenansicht der Tür gemäß 1,

3 eine erste Innenansicht eines Schlosses und

4 eine weitere Innenansicht des Schlosses gemäß 3.

1 zeigt eine Tür 10 einer Warenzustellbox (nicht dargestellt) wobei die Tür zum einen ein Türblatt 12 umfasst, auf dem ein Drehgriff als Öffnungseinrichtung 14 angebracht ist. Mittig in der Öffnungseinrichtung 14 ist ein durch einen herkömmlichen Schlüssel (nicht dargestellt) schließbares Schlossöffnung 16 vorgesehen. Die Öffnungseinrichtung 14 ist um ihre Mittelachse drehbar auf dem Türblatt 12 angeordnet. Das Türblatt 12 kann über Scharniere, die in 2 gezeigt und mit 18 bezeichnet sind, an einer Warenzustellbox festgelegt sein.

2 zeigt nun eine Ansicht der Tür 10 von einer Innenseite einer nicht dargestellten Warenzustellbox mit einem Schloss 20. Das Schloss 20 umfasst dabei ein Schlossgehäuse 22, in dem die einzelnen Schließelemente des Schlosses aufgenommen sind. Das Schloss 20 umfasst eine Falle 24, die in eine entsprechende Aufnahme oder hinter eine entsprechende Kante einer Warenzustellbox greift und so für eine Verriegelung sorgt. Die Falle 24 ist dabei federnd gelagert und kann entsprechend der Pfeilrichtung 26 vor und zurück bewegt werden, um einen Schließvorgang der Türe zu realisieren.

3 zeigt nun das Schloss in einer ersten geöffneten Darstellung, wobei die obere Gehäuseabdeckung 22 entfernt worden ist, ebenso wie eine Platte 28, die über ein Zusammenwirken der Ausnehmung 30 mit einem durch den Schlüssel betätigbaren Schließelement 32 die Falle 24 gegen die Feder 34 bewegt und so für ein Öffnen und Schließen der Falle 24 sorgt. Dabei drückt das Schließelement 32 mit seiner gerundeten Kontur 3b gegen die entsprechende Ausnehmung 30 der Platte 28, wobei über diese Steuerkurve eine Rückbewegung der Falle 24 in Pfeilrichtung 36 gegen die Federkraft der Feder 34 erfolgt.

Bei Rückstellung des Elementes 32 wird dann auf Grund der Federkraft die Falle 24 wieder in ihre Ausgangs- und Schließstellung verbracht. In der Schließstellung rastet die Falle hinter die Ausnehmung im Warenzustellbehälter ein.

Darüber hinaus umfasst das Schloss drei Schließhebel, wobei diese mit dem Schließmechanismus anhand 4 erläutert werden sollen. In 4 ist neben dem oberen Gehäuse 22 und der Platte 28 nun auch die Falle 24 entfernt worden, um den Schließmechanismus besser zu zeigen. Der Schließmechanismus umfasst hierbei das Element 32, das durch eine Bewegung des Schlüssels im Schloss 1b betätigt werden kann. Neben der Ansteuerung der Falle 24 erfolgt über das Schließelement 32 mittels eines Stiftes 40, der sich auf Grund der Drehbewegung um die Achse 42 in Pfeilrichtung 44 bewegt, ein Einwirken auf einen ersten oberen Schließhebel 46 der entgegen der Kraft einer Feder 48 über eine entsprechend am Schließhebel 46 vorgesehene Schräge bewegt wird, wobei der obere Schließhebel 46 an seinem dem Stift 40 abgewandten Ende einen Winkel (nicht dargestellt) aufweist, der bei Bewegung des oberen Schließhebels auf einen unteren Schließhebel 50 einwirkt und diesen ebenfalls parallel mit dem oberen Schließhebel 46 gegen eine weitere Feder 52 verschwenkt.

Sofern die Schwenkbewegung durch vollständiges Schließen des Schlosses 16 mit dem Schlüssel (nicht dargestellt) erfolgt, rastet am Ende der Auslenkung der beiden Schließhebel 46 und 50 der obere Schließhebel 46 hinter einen Vorsprung 54 eines mittleren Schließhebels 56 ein und wird dort gegen eine Rückbewegung in die Ausgangsstellung fixiert. Der mittlere Schließhebel 56 ist dabei mittels eines Langlochs gemeinsam mit dem oberen 46 und dem unteren Schließhebel 50 um einen Zapfen 58 und des Weiteren um einen Zapfen 60 drehbar gelagert. Auch der mittlere Schließhebel 56 ist durch eine Feder 62 belastet.

Durch den Schließvorgang mit einem Schlüssel und die Verschwenkung des Stiftes 40 in Pfeilrichtung 44 erfolgt ein Öffnen des Schlosses unter Zurückziehung der Falle 24 und ein Einrasten des oberen Schließhebels 46 hinter dem Vorsprung 54 des mittleren Schließhebels 5b.

Da hierbei der untere Schließhebel 50 über den nicht dargestellten Winkel des oberen Schließhebels 46 mitbewegt wurde, ist nun der Drehgriff 14, dessen Rückseite einen Stift 64 aufweist gegen eine Verdrehbewegung frei, da anders als in der gezeigten Darstellung nunmehr der untere Schließhebel 50 den Stift 54 nicht mehr gegen eine Drehbewegung in Pfeilrichtung 44 blockiert. Das Schloss kann nun einmalig in dieser entsperrten Stellung durch Verdrehen des Drehgriffs 14 geöffnet werden.

Bei Verdrehen des Drehgriffs 15 wird dann der Stift 54 in Pfeilrichtung 44 bewegt, wobei der Stift 40 unverdreht verbleibt.

Wird nun das Schloss durch Betätigen der Öffnungseinrichtung 14 geöffnet, so verdreht sich der Stift 64 in Pfeilrichtung 44 und gelangt dabei gegen den unteren 50 sowie den mittleren Schließhebel 46 im Bereich deren Abschrägung in Anlage, wodurch der untere gemeinsam mit dem mittleren Schließhebel 50, 56 ausgelenkt wird, wobei durch die Langlochführung des mittleren Schließhebels um die Drehachse 58 sowie um die Achse 60 ein Ausrasten des oberen Schließhebels 46 aus der Halterung hinter dem Winkel 54 erfolgt und eine Rückstellung des oberen Schließhebels 46 durch die Federkraft der Feder 48 in Richtung auf den Stift 40 zu. Hierdurch wird ebenfalls der untere Schließhebel 50 freigegeben, der nun nicht mehr durch den nicht dargestellten Winkel des oberen Schließhebels 46 mit Kraft beaufschlagt ist. Sofern nun eine Rückstellung der Öffnungseinrichtung 14 durch Rückdrehen des Drehgriffes erfolgt, rastet ebenfalls der untere Schließhebel durch die Beaufschlagung mit der Feder 52 wieder in seiner in der Darstellung geschlossene Stellung ein und blockiert den Stift 64 gegen eine weitere Verdrehung.

Bei Öffnung der Warenzustellbox über die Öffnungseinrichtung 14 bei nicht blockierter Falle erfolgt eine Bewegung der Falle nun nicht über die Platte 28, sondern über eine weitere Platte 68, die am Gehäuseboden angeordnet ist und eine entsprechende Führung aufweist und ebenfalls mittels des Stiftes 64 bewegt wird.

Auf die vorstehend beschriebene Weise kann ein einfaches Schloss für eine Warenzustellbox bereitgestellt werden, das mittels einer Öffnungseinrichtung betätigbar ist, nachdem die Falle von einer blockierten in eine unblockierte Stellung verbracht worden ist und so die Öffnungseinrichtung ebenfalls nicht länger blockiert ist und wobei nach einmaligen Betätigen der Öffnungseinrichtung wiederum eine blockierte Stellung vorliegt, die über Betätigung mit einem Schlüssel dann aufgehoben werden kann.


Anspruch[de]
Warenzustellbox umfassend mindestens einen Behälter zur Aufnahme von Warensendungen, der mindestens eine verschließbare Tür (10) mit einem Schloss (20) aufweist und wobei die Tür (10) eine Öffnungseinrichtung (14) besitzt, und das Schloss (20) eine Falle (24) umfasst, die in einer geschlossenen Position der Tür (10) in eine Aufnahme des Behälters eingreift, wobei die Falle (24) eine erste durch die Öffnungseinrichtung betätigbare Stellung sowie eine zweite blockierte Sperrstellung umfasst und die Falle (24) durch einen Schlüssel von der Sperrstellung in die betätigbare Stellung überführbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass in der ersten betätigbaren Stellung die Öffnungseinrichtung (14) der Tür (10) einmalig betätigbar ist und nach Betätigung der Öffnungseinrichtung (14) der Tür (10) die Falle (24) in die zweite blockierte Sperrstellung überführt und gegen erneutes Öffnen gesperrt ist, wobei die Falle (24) von der zweiten blockierten in die erste betätigbare Stellung mittels des Schlüssels rückstellbar ist. Warenzustellbox nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnungseinrichtung (14) mit der Falle (24) gekoppelt ist. Warenzustellbox nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnungseinrichtung (14) eine gesperrte Stellung und eine betätigbare Stellung umfasst, die mit den jeweiligen Stellungen der Falle (24) korrespondieren. Warenzustellbox nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnungseinrichtung (14) der Tür (10) ein Drehgriff ist und der Drehgriff nach der einmaligen Betätigung gegen Verdrehen blockiert ist. Warenzustellbox nach einem der vorangehenden Ansprüch, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlüssel mechanisch oder elektrisch ist, Warenzustellbox nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlüssel eine Schlüssel, ein Nummerncode, ein Fingerprint oder ein Chip ist.






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