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Dokumentenidentifikation DE102006009146A1 30.08.2007
Titel Vorrichtung zum Entleeren von Pyrolysereaktoren mit Pyrolysekoks und Metallteilen
Anmelder Fittkau, Wilfried, Dipl.-Ing., 39128 Magdeburg, DE
Erfinder Fittkau, Wilfried, Dipl.-Ing., 39128 Magdeburg, DE
DE-Anmeldedatum 24.02.2006
DE-Aktenzeichen 102006009146
Offenlegungstag 30.08.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.08.2007
IPC-Hauptklasse C10B 33/00(2006.01)A, F, I, 20060224, B, H, DE
IPC-Nebenklasse C10B 57/04(2006.01)A, L, I, 20060224, B, H, DE   
Zusammenfassung Bei der Erfindung wird eine Vorrichtung zum Entleeren von Pyrolysereaktoren mit Pyrolysekoks sowie Metallteilen beschrieben. Bisherige Anlagen zum Entleeren von Behältern mit staubähnlichen Materialien, insbesondere dann, wenn sich in diesen Materialien auch noch Metallanteile befinden, sind nicht oder aber nur sehr schlecht für diese Zwecke geeignet. So stand die Aufgabe, eine neue Anlage zu entwickeln, die diesen Anforderungen gerecht wird.
Bei der zu schützenden Anlage wird verhindert, dass der für Menschen stark schädigende Kohlenstoff eingeatmet werden kann. Die neuartige Konstruktion gestattet es, in einem zweistufigen Verfahren zuerst, die Metallteile aus dem Pyrolysereaktor zu entnehmen. Dieses erfolgt erfindungsgemäß mittels eines Elektromagneten, wobei der Elektromagnet erst in Betrieb genommen wird, nachdem der Pyrolysereaktor mittels eines Deckels verschlossen wurde. Nach Aufnahme des Metalls wird im Innern des Reaktors mittels einer speziellen Vorrichtung der im Innern des Reaktors aufgewirbelte Kohlenstoff abgesaugt. Danach wird der Magnet angehoben und das Metall in spezielle Vorrichtungen abgelagert.
Um den Pyrolysekoks, Kohlenstoff, aus dem Reaktor schadlos zu entfernen, wird dieser nach dem Trennen des Metalls mit einem Deckel verschlossen, an demn sich eine Absaugvorrichtung mit einer Muffe befindet. Die Absaugvorrichtung hat eine trichterförmige Öffnung. Zur Vermeidung eines Unterdrucks am Pyrolysereaktor ist am Deckel zusätzlich ein ...

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine industriell anwendbare Vorrichtung, zum staubfreien Entleeren von Pyrolysereaktoren sowie zum gleichzeitigen Trennen von Metallteilen aus dem Pyrolysekoks.

Die durchgeführten Recherchen zeigten, dass zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine, für diesen technologischen Prozess geeigneten Anlagen existieren.

Herkömmliche Entleerungsanlagen sind zwar bedingt zum Entleeren von Pyrolysereaktoren geeignet, jedoch stellt in allen Fällen die Trennung von Metallteilen ein Problem dar. Auch sind diese Anlagen durch die Feinstäubigkeit des Kohlenstoffs nicht in der Lage, den Austritt von Kohlenstoffstaub zu verhindern. Da der Kohlenstoffstaub sich auf die menschlichen Lungen ablegt und im Weiteren nicht abgebaut werden kann, ist es für einen Prozess der Pyrolyse wichtig, eine Anlage zum Entleeren zu haben, bei der ein Austritt des Kohlenstoffs weitestgehend aus zu schließen.

Durch die Besonderheit der Konstruktion der Vorrichtung, hier insbesondere der Trennung des Metalls aus dem Pyrolysekoks, ist es somit erstmals möglich, das Metall aus dem Pyrolysekoks zu entnehmen, ohne dass sich die für die Gesundheit des Menschen schädigende Kohlenstoffstäube einzuatmen. Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch realisiert, dass der Reaktor mittels eines speziellen Deckels, welcher mit einem Elektromagneten sowie einer Absaugungsanlage verbunden ist, gelöst. Indem der Deckel mit dem Elektromagneten auf den Pyrolysereaktor gesetzt wird, ist es möglich die Metalle im Innern des Reaktors aufzunehmen. In diesem Fall gelangt der Staub nicht nach aussen. Vor dem Aufnehmen des Deckels mit dem Magneten wird mittels der Absaugvorrichtung der aufgewirbelte Kohlenstoff abgesaugt. Danach wird das Metall in spezielle Behälter verbracht.

Im Anschluss an die Trennung des Metalls wird ein weitere Deckel, der mit einem Absaugvorrichtung versehen ist auf den Reaktor aufgesetzt. Nach Schliessung des Reaktors mittels des Deckels wird nun der sich im Reaktor befindliche Kohlenstoff abgesaugt und im Weiteren einer Verpackungsanlage zugeführt. Zur Verhinderung eines zu starken Unterdrucks ist am Deckel zusätzlich ein Überdruckventil angebracht. Hierdurch wird auch die Abnahme des Deckels nach vollständiger Entleerung des Pyrolysereaktor gewährleistet.

Der besondere Vorteil dieser Vorrichtung besteht darin, dass mittels dieser Vorrichtung das Entleeren der Pyrolysereaktoren möglich ist, ohne das Menschen mit dem Kohlenstoffstaub in Verbindung kommen.

Nach der vollständigen Entleerung der Behälter stehen diese dann wieder dem normalen Produktionszyklus, dieses bedeutet, der Befüllung, zur Verfügung.


Anspruch[de]
Vorrichtung zum Entleeren von Pyrolysereaktoren mit Pyrolysekoks und Metallteilen, gekennzeichnet dadurch, dass der Pyrolysereaktor (07) zwecks der Entleerung in einen geschlossenen Raum verbracht wird, Vorrichtung zum Entleeren von Pyrolysereaktoren mit Pyrolysekoks und Metallteilen nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, dass der Pyrolysereaktor in diesem geschlossenen Raum mittels eines speziellen Deckels (05), welcher mit einer Dichtung versehen ist verschlossen wird, Vorrichtung zum Entleeren von Pyrolysereaktoren mit Pyrolysekoks und Metallteilen nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, dass sich an diesem speziellen Deckel zentrisch eine Öffnung für die Führung eines Seilzuges (01) für einen Elektromagneten (08) als auch ein Staubschutz für den Seilzug (02), welcher das Austreten von Kohlenstoffstaub während des Prozesses der Trennung von Metall (09) und Pyrolysekoks (10) verhindert, angebracht ist, Vorrichtung zum Entleeren von Pyrolysereaktoren mit Pyrolysekoks und Metallteilen nach Anspruch 1 bis 3, gekennzeichnet dadurch, dass sich am Deckel zusätzlich eine Absaugsaugvorrichtung (04) befindet, mittels derer nach der Aufnahme des Metalls (09), den aufgewirbelten Kohlenstoffstaub (10) absaugt, Vorrichtung zum Entleeren von Pyrolysereaktoren mit Pyrolysekoks und Metallteilen nach Anspruch 1 bis 4, gekennzeichnet dadurch, dass das Metall (09) nach dem Prozess des Trennens vom Pyrolysekoks (10), wobei die Aufnahme des Metalls (09) mittels des Magneten (08) in kurz aufeinander folgenden Intervallen zwecks Lösung des Metalls (09) vom Pyrolysekoks (10) erfolgt, in eine spezielle Aufnahmevorrichtung für Metall (11) verbracht wird, Vorrichtung zum Entleeren von Pyrolysereaktoren mit Pyrolysekoks und Metallteilen nach Anspruch 1 bis 5, gekennzeichnet dadurch, dass der Pyrolysereaktor (07) nach der Entnahme des Metalls mittels eines speziellen Deckels mit Dichtung (15) sowie mit Absaugrohr für Pyrolysekoks (13) verschlossen wird, Vorrichtung zum Entleeren von Pyrolysereaktoren mit Pyrolysekoks und Metallteilen nach Anspruch 1 bis 6, gekennzeichnet dadurch, dass sich am unteren Ende des Absaugrohres ein Ansaugtrichter für den Pyrolysekoks (12) befindet, Vorrichtung zum Entleeren von Pyrolysereaktoren mit Pyrolysekoks und Metallteilen nach Anspruch 1 bis 7, gekennzeichnet dadurch, dass sich am Deckel (15) ein Entlüftungsventil (14) befindet, mittels dessen es verhindert wird, dass sich während des Absaugens des Pyrolysekoks (10) ein starker Unterdruck bildet, der es im Weiteren unmöglich macht, nach Beendigung des Absaugungsprozesses, den Deckel (15) zu entfernen Vorrichtung zum Entleeren von Pyrolysereaktoren mit Pyrolysekoks und Metallteilen nach Anspruch 1 bis 8, gekennzeichnet dadurch, dass sich an den speziellen Deckel (05) und auch (15) Aufnahmevorrichtungen befinden.






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