PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE20023911U1 30.08.2007
Titel Dichtungsvorrichtung
Anmelder Rego-Fix AG, Tenniken, CH
Vertreter GRAMM, LINS & PARTNER GbR, 38122 Braunschweig
DE-Aktenzeichen 20023911
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 30.08.2007
Registration date 26.07.2007
Application date from patent application 26.10.2000
File number of patent application claimed 100 83 312.8
IPC-Hauptklasse B23B 31/20(2006.01)A, F, I, 20070622, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Dichtungsvorrichtung zur äusseren Abdichtung einer Spannzangenaufnahme einer Werkzeugmaschine mit eingesetzter Spannzange und mit einer vorgesetzten Dichtungsscheibe, die in ihrer dem Werkzeugschaft zugewandten zylindrischen Fläche eine ringförmig umlaufende Nut und einen in derselben angeordneten elastischen Dichtungskörper aufweist.

Es ist bekannt, zu diesem Zweck eine Spannmutter mit einer Dichtungsscheibe zu versehen, welche die Frontseite, d.h. die der Maschine abgewandte Seite, der Spannmutter nach aussen verschliesst. Solche Dichtungssscheiben besitzen üblicherweise in der dem Werkzeugschaft zugewandten zylindrischen Fläche der Durchführung eine ringförmige Nut, in der ein O-Ring angeordnet ist. Der O-Ring ist so bemessen, dass er elastisch am Werkzeugschaft anliegt und den Ringspalt zwischen diesem und der Dichtungsscheibe verschliesst. Die Dichtigkeit ergibt sich im wesentlichen aufgrund der Elastizität des O-Ringes.

Bei höherem Innendruck des Kühlmediums ist die Dichtigkeit nicht immer sicher gewährleistet, vor allem dann nicht, wenn die Elastizität und die Oberfläche des O-Ringes nach längerem Einsatz beeinträchtigt sind.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Dichtungsvorrichtung vorzusehen, die auch höherem Innendruck besser standhalten kann.

Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass die Breite und Tiefe der in der dem Werkzeugschaft zugewandten Fläche der Dichtungsscheibe befindlichen Nut grösser sind, als der Durchmesser des elastischen Dichtungskörpers, derart, dass der Dichtungskörper in der Nut axial beweglich ist. Der Dichtungskörper ist vorzugsweise ein O-Ring.

Im folgenden ist anhand der beiliegenden Zeichnung ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung beschrieben. Es zeigen:

1 eine Spannvorrichtung mit einer Spannmutter mit Dichtungsscheibe im Schnitt;

2 eine vergrösserte Detaildarstellung der Durchführung der Dichtungsscheibe und

3 eine entsprechende Detaildarstellung mit einer Darstellung der Druckbeaufschlagung.

Die in 1 dargestellte Spannvorrichtung für einen Werkzeugschaft 1 besteht aus einer Spannzangenaufnahme 2, einer eingesetzten Spannzange 3 und einer Spannmutter 4. Die Spannmutter 4 ist mit einer von hinten, d.h. von der Maschinenseite her eingesetzten, stirnseitig positionierten Dichtungssscheibe 5 versehen. Die Dichtungsscheibe 5 hat eine Durchführung für den Werkzeugschaft und in der dem Werkzeugschaft 1 zugewandten zylindrischen Fläche 6 eine ringförmig umlaufende Nut 7, in der ein O-Ring 8 angeordnet ist. Durch die Pfeile 9 ist die Strömungsrichtung des Kühlmediums in den Schlitzen der Spannzange 3 und in der Bohrung des Werkzeugschaftes 1 dargestellt.

Im Unterschied zu den üblichen Nuten für O-Ringe ist die Nut 7 im vorliegenden Fall breiter und tiefer als der Durchmesser des O-Ringes 8, so dass dieser in der Nut axial verschiebbar ist. Dies ist aus 2 ersichtlich: in 2a befindet sich der O-Ring 8 in axialer Richtung in der Mitte der Nut 7, so dass er in dieser Position an sich keine Dichtfunktion hätte.

In 2b ist der O-Ring axial verschoben und liegt an einer Seitenwand der Nut an. In dieser Position ist die Durchführung dicht, vor allem dann, wenn der O-Ring 8 durch den Druck des Kühlmediums gegen die Seitenwand der Nut und gleichzeitig auch gegen den Werkzeugschaft 1 gepresst wird. Dies ist in 3 gezeigt, wo die Pfeile 10 den Innendruck andeuten. 3a zeigt eine Situation, bei der ein Werkzeugschaft mit einem geringeren Durchmesser eingesetzt ist. In 3b ist ein Werkzeugschaft mit grösserem Durchmesser eingesetzt, bei dem der Spalt zwischen Schaft und der Durchführung der Dichtungsscheibe enger ist. Diese Anpassung an unterschiedlich dicke Werkzeugschäfte ist mit der erfindungsgemässen Lösung besser gewährleistet als mit der herkömmlichen Lösung.

Gemäss einem noch nicht publizierten Vorschlag kann anstelle der Spannmutter auch die Spannzange mit einer Dichtungsscheibe versehen sein. Für eine solche Dichtungsscheibe eignet sich die erfindungsgemässe Lösung in gleicher Weise.


Anspruch[de]
Dichtungsvorrichtung zur äusseren Abdichtung einer Spannzangenaufnahme einer Werkzeugmaschine mit eingesetzter Spannzange und mit einer vorgesetzten Dichtungsscheibe, die in ihrer dem Werkzeugschaft zugewandten zylindrischen Fläche eine ringförmig umlaufende Nut und einen in derselben angeordneten elastischen Dichtungskörper aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite und Tiefe der in der dem Werkzeugschaft (1) zugewandten Fläche (6) der Dichtungsscheibe (5) befindlichen Nut (7) grösser sind, als der Durchmesser des elastischen Dichtungskörpers (8), derart, dass der Dichtungskörper in der Nut axial beweglich ist. Dichtungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Dichtungskörper (8) ein O-Ring ist.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com