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Dokumentenidentifikation DE202006004399U1 30.08.2007
Titel Fluidarmatur mit Farbgebungseinrichtung
Anmelder Bolderheij, Fok Cornelis, Hilversum, NL
Vertreter Ernicke & Ernicke, 86153 Augsburg
DE-Aktenzeichen 202006004399
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 30.08.2007
Registration date 26.07.2007
Application date from patent application 17.03.2006
IPC-Hauptklasse F21S 10/02(2006.01)A, F, I, 20060317, B, H, DE
IPC-Nebenklasse E03C 1/05(2006.01)A, L, I, 20060317, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Fluidarmatur zum Abgeben von ein oder mehreren Fluiden mit den Merkmalen im Oberbegriff des Hauptanspruchs.

Eine solche Fluidarmatur ist in Form einer sogenannten Multifunktionsarmatur aus der WO 2004/001142 A1 bekannt. Sie besteht aus einer Auslaufarmatur für ein oder mehrere, ggf. in ihrem Zustand veränderliche Fluide, einer Sensoreinrichtung, einer Versorgungseinrichtung für das oder die Fluid(e), einer Anzeige und einer Steuerung. Eine ähnliche Multifunktionsarmatur ist aus der DE 199 27 230 A1 bekannt.

Die Anzeige ist in diesen Fällen eine optische Anzeige, die zum Bediener hin gerichtet ist und die durch Zahlen, Symbole oder dergl. Auskünfte über das gewählte Fluid, eine Bedienungsanleitung etc. gibt.

Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine verbesserte Fluidabgabetechnik aufzuzeigen.

Die Erfindung löst diese Aufgabe mit den Merkmalen im Hauptanspruch.

Die Einfärbung des Fluids bei der Abgabe kann verschiedene Effekte haben. Neben einem dekorativen und verkaufsförderndem Effekt ergibt sich eine hygienefördernde Motivationswirkung zur Benutzung der Fluidarmatur, bei der es sich z.B. um einen Wasserhahn an einem Waschbecken, eine Dusche oder dergl. handeln kann. Darüber hinaus können mit der Einfärbung Informationen an den Benutzer über die Eigenschaft und/oder den Zustand des Fluids übermittelt werden. Dies ermöglicht auch eine optische Fernkontrolle. Für diese Zwecke ist es günstig, wenn die Einfärbung veränderlich ist, was z.B. durch eine variable Farbenwahl, eine Veränderung der Farbintensität zwischen blass und kräftig sowie der Helligkeit oder Leuchtkraft möglich ist. Kaltes Wasser kann z.B. durch eine blaue Einfärbung signalisiert werden. Warmes Wasser wird durch eine rote Einfärbung angegeben, wobei die Farbintensität mit der Temperatur zu einem kräftigen Farbton hin steigen kann, um auch die Temperaturhöhe zu symbolisieren. Durch andere Farben, z.B. gelb oder grün können andere Fluide, z.B. Desinfektionsmittel oder dergl. symbolisiert werden. Über die Einfärbung kann der Benutzer einer für mehrere Fluide vorgesehenen Fluidarmatur sofort aus dem Fluid selbst heraus erkennen, welche Art das eingestellte und gelieferte Medium ist.

Die Farbgebungseinrichtung und die Einfärbetechnik können von beliebiger Art sein. In der bevorzugten Ausführungsform erfolgt die Einfärbung mittels Licht, insbesondere farbigem Licht. Dies hat den Vorteil, dass die Einfärbung auch in einer dunklen Umgebung sichtbar ist. Außerdem beeinträchtigt Licht nicht die physikalischen Eigenschaften des gelieferten Mediums oder Fluids. Das Einfärben des Fluids kann innerhalb oder außerhalb der Fluidarmatur erfolgen. Eine Beleuchtung des Fluids innerhalb der Fluidleitung und in einem Leitungsknie unmittelbar vor der Auslassöffnung des Armaturenrohrs hat den Vorteil, dass nur der Fluidstrahl in der gewählten Einfärbung leuchtet und die Farbe über eine große Strahllänge sichtbar ist, was einen besonders günstigen optischen Effekt vermittelt.

Die Farbgebungseinrichtung und ggf. ihre Steuerung können an beliebiger Stelle der Fluidarmatur untergebracht werden. Vorteilhaft ist die Unterbringung in einem Armatureneinsatz am Kopfbereich des Armaturenrohrs, was besonders montage- und wartungsfreundlich ist. Bei Bedarf lässt sich der Armatureneinsatz mit seinen Komponenten abnehmen und austauschen. Zu diesen Komponenten kann auch eine weitere Anzeige und eine sensorgesteuerte Bedieneinrichtung für die Fluidarmatur gehören.

Die Farbgebungseinrichtung kann für beliebige Arten von Fluidarmaturen Verwendung finden. Besondere Vorteile ergeben sich in Verbindung mit der vorerwähnten sensorgesteuerten Bedieneinrichtung, die berührungslos über eine Infrarotsensorik oder dergleichen bedient wird. Bei einer solchen Fluidarmatur gibt es keine manuellen Bedienelemente, wie Hebel, Schalter oder dergl., welche das gewählte Fluid bzw. dessen Zustand und insbesondere Temperatur aus der Bedienstellung heraus signalisieren. Die beanspruchte Einfärbung des Fluids ist besonders in diesen Fällen eine wichtige Informationsbasis für den Bediener oder Benutzer.

Die berührungslose Bedienung und die Motivation zur hygienefördernden Benutzung der Fluidarmatur sind auch unter dem Aspekt einer Vorbeugung oder Bekämpfung von Keimübertragungen und Seuchengefahren, insbesondere aus der Vogelgrippe bedeutsam.

In den Unteransprüchen sind weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung angegeben.

Die Erfindung ist in den Zeichnungen beispielsweise und schematisch dargestellt. Im einzelnen zeigen:

1: eine Fluidarmatur mit einer Farbgebungseinrichtung und einer Versorgungseinrichtung für Fluide,

2: eine vergrößerte und abgebrochene Längsschnittdarstellung eines Armaturenkopfes mit einer anderen Farbgebungseinrichtung.

Die Erfindung betrifft eine Fluidarmatur (1) sowie ein Verfahren zur Abgabe von ein oder mehreren Fluiden (4, 5, 6).

Die Fluidarmatur (1) ist in der gezeigten Ausführungsform im Grundaufbau entsprechend der WO 2004/001142 A1 oder der US 2005/0133100 A1 ausgebildet. Sie besteht aus zumindest einem Armaturenrohr (8) sowie einer Versorgungseinrichtung (16) für ein oder mehrere Fluide (4, 5, 6). Hierbei kann es sich z.B. um Wasser (4), Seife (5) und Desinfektionsmittel (6) handeln, die von der Versorgungseinrichtung (16) über Fluidleitungen (13, 14, 15) dem Auslaufrohr (8) zugeführt werden und dort an ein oder mehreren Auslauföffnungen (9, 10, 11) austreten. An der Auslauföffnung (9) für Wasser ist z.B. in der in 1 und 2 dargestellten Weise ein Syphon oder Strahlregler (12) angeordnet, aus dem das Wasser (4) in einem Strahl (7) austritt. Zur Fluidarmatur (1) kann ferner ein Waschbecken (34), eine Dusch- oder Badewanne oder eine andere Auffanggelegenheit für die austretenden Fluide (4, 5, 6) gehören.

Die Fluidarmatur (1) wird in der dargestellten Ausführungsform berührungslos bedient, wobei die ein- oder mehrfach vorhandenen Fluide (4, 5, 6) ausgewählt und in ihrer Eigenschaft bzw. ihrem Zustand gesteuert werden können. Dies umfasst z.B. das Ein- und Ausschalten und die Durchflussmenge bzw. Durchflussstärke des jeweiligen Fluids (4, 5, 6). Auch die Temperatur kann z.B. bei Wasser (4) gesteuert werden. Ferner lassen sich Mischungsverhältnisse verschiedener Fluide oder andere Fluidkriterien steuern. Hierfür weist die Fluidarmatur (1) eine geeignete Bedieneinrichtung (31) auf, die in der gezeigten Ausführungsform als berührungslose Sensoreinrichtung ausgebildet und an geeigneter Stelle, z.B. im Armaturenkopf (2) des Armaturenrohres (8) untergebracht ist. Diese Bedieneinrichtung oder Sensoreinrichtung (31) kann gemäß der WO 2004/001142 A1, der DE 199 27 230 A1 oder der US 2005/0133100 A1 ausgebildet sein. Daneben sind andere Varianten möglich. In weiterer Abwandlung kann die Bedieneinrichtung auch in konventioneller Weise mit mechanischen Mitteln, Drucktastern, Drehknöpfen oder dergl. anderen manuellen Bedienelementen ausgestattet sein.

Die Versorgungseinrichtung (16) ist an einem Wasserzulauf (29) angeschlossen und weist ggf. eine Heizung (30), z.B. einen Durchlauferhitzer, auf. Alternativ kann die Versorgungseinrichtung (16) an zwei Versorgungsstränge für Kaltwasser und Warmwasser angeschlossen sein. Ferner können ggf. weitere vorhandene Fluide, z.B. die gezeigte Seife (5) und das Desinfektionsmittel (6) in geeigneten Behältern bevorratet sein. Die Versorgungseinrichtung (16) kann ferner Pumpen oder anderer Fördereinrichtungen sowie eine Steuerung (33), eine Energieversorgung und andere Teile aufweisen. Wegen der Einzelheiten wird auf die eingangs genannten Druckschriften und die offenbarte Ausbildung einer Versorgungseinrichtung verwiesen.

Die Fluidarmatur (1) kann ferner am Armaturenkopf (2) oder an anderer Stelle eine Anzeige (32), z.B. eine OLED-Anzeige in hochauflösender Pixelmatrix besitzen. Ferner kann eine akustische Anzeige vorhanden sein. Außerdem kannn die Fluidarmatur (1) mit einer Leseeinrichtung für Codes auf Identitätskarten, RFDI-Chips, Transpondern oder dergl. von Benutzern beinhalten.

Das Armaturenrohr (8) ist im Kopf- und Auslaufbereich mit einem ggf. wechselbaren Armatureneinsatz (28) versehen, der auch die Steuerelektronik und ggf. eine Stromversorgung (26) für die Sensoreinrichtung (31) und/oder die Anzeige (32) enthält. Für die Stromversorgung kann eine Batterie (26) oder eine Leitungsverbindung durch das Armaturenrohr (8) bis zur Versorgungseinrichtung (16) vorhanden sein. Außerdem kann eine leitungsgebundene oder drahtlose Kommunikation mit der Steuerung (33) in der Versorgungseinrichtung (16) oder an anderer Stelle vorhanden sein.

Der Fluidarmatur (1) ist eine Farbgebungseinrichtung (3) zum Einfärben von ein oder mehreren der abgegebenen Fluide (4, 5, 6) zugeordnet. In der gezeigten Ausführungsform ist die Farbgebungseinrichtung (3) am Armaturenrohr (8) angebracht. Sie kann alternativ an anderer Stelle, z.B. im Bereich des Waschbeckens (34) vorhanden sein. Mit der Farbgebungseinrichtung (3) wird z.,B. der aus einer Auslassöffnung (9, 10, 11) austretende Fluidstrahl (7) eingefärbt. Alternativ oder zusätzlich kann eine Einfärbung des Fluids (4, 5, 6) beim Auftreffen im Waschbecken (34) erfolgen. Unter dem Begriff des Einfärbens wird im Sinne der Erfindung eine Veränderung der natürlichen Farbe des Fluids (4, 5, 6) durch eine andere Farbgebung, alternativ aber auch die Beleuchtung des Fluids (4, 5, 6) mit weißem oder andersfarbigem Licht.

Mit der Einfärbung von ein oder mehreren Fluiden (4, 5, 6) können dekorative Effekte ohne weitergehende informelle Bedeutung erzielt werden. Ferner ist es möglich, mit der Einfärbung eine Eigenschaft und/oder einen Zustand des Fluids (4, 5, 6) zu signalisieren. Durch die Einfärbung kann z.B. die Art des Fluids signalisiert werden. Außerdem kann eine Information über den Fluidzustand, insbesondere seine Temperatur gegeben werden. Mit der Farbgebungseinrichtung (3) können über einen geeignete Steuerung (25) die Wahl von ein oder mehreren Farben und/oder die Farbintensität und/oder die Helligkeit bzw. die Leuchtstärke gesteuert werden.

Die Farbgebungseinrichtung (3) besitzt mindestens eine auf das Fluid (4, 5, 6) gerichtete Farbquelle für ein oder mehrere verschiedene Farben. Die Farbquelle kann in beliebig geeigneter Weise ausgebildet sein, um ein oder mehrere Fluide (4, 5, 6) einzufärben. In der gezeigten Ausführungsform besteht die Farbquelle aus ein oder mehreren Lichtquellen, die einfarbig oder verschiedenfarbig sein können. In Variation hierzu ist es möglich, eine Farbquelle vorzusehen, die über eine Abgabe von Färbesubstanzen oder auf andere Weise für die Einfärbung sorgt.

Die Lichtquelle (17) kann ein oder mehrere verschiedenfarbige Leuchtelemente (18, 19, 20, 21) aufweisen, die z.B. als elektrische Leuchtdioden oder in beliebig anderer geeigneter Weise ausgebildet sind. Die Lichtquelle (17) kann außerdem eine opake Streuscheibe aufweisen, um ein Mischfarbenlicht zu emittieren, welches aus verschiedenen Grundfarben gewonnen wird. Die Leuchtelemente oder Leuchtdioden (18, 19, 20, 21) können alternativ reinfarbig sein, z.B. gelb, grün, blau und rot oder dergl. und die gewünschte Einfärbung als Direktfarbe realisieren.

Die Lichtquelle (17) ist vorzugsweise im Bereich einer Auslauföffnung (9, 10, 11) des Fluids (4, 5, 6) angeordnet. Hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten. In der Variante von 1 ist die Lichtquelle außenseitig am Armaturenrohr (8) angeordnet und befindet sich z.B. am Rand des Syphons (12) oder an anderer geeigneter Stelle. Bei dieser Ausführungsform kann sich die Lichtquelle (17) außerhalb des austretenden Fluidstrahls (7) befinden, wobei sie das emittierte Licht z.B. schräg auf den austretenden Fluidstrahl (7) richtet und diesen dadurch mit der gewählten Einfärbung beleuchtet. Ein wesentlicher Anteil des Lichtes wird dabei in Fließrichtung des Fluidstrahls (7) emittiert. Alternativ oder zusätzlich kann die Lichtquelle (17) Licht quer oder parallel zur Strahlrichtung emittieren.

2 zeigt eine Variante, in der die Lichtquelle (17) in einer Fluidleitung (13, 14, 15) angeordnet ist und sich ggf. auch im Fluidstrom oder am Leitungsrand befindet. Auch hier emittiert die Lichtquelle (17) das Licht in der bevorzugten Ausführungsform in Fließrichtung des Fluids (4, 5, 6). Die Lichtquelle (17) befindet sich z.B. in einer Leitungsbiegung der Wasserleitung (13) unmittelbar vor der zugehörigen Auslauföffnung (9). Die Lichtquelle (17) emittiert das Licht in Fließrichtung des umgelenkten Fluids (4) und in Richtung zur Auslauföffnung (9). Die Lichtquelle (17) strahlt dadurch direkt von hinten und fluchtend in den auslaufenden Wasserstrahl (7), der dadurch von innen heraus in der gewählten Einfärbung leuchtet.

Die Farbquelle und insbesondere die farbige Lichtquelle ist in der Farbwahl und/oder in der Farbintensität und/oder in der Helligkeit über die vorerwähnte Steuerung (25) steuerbar. Bei der Farbwahl können durch gezieltes Ansteuern der Leuchtelemente (18, 19, 20, 21) die gewünschten Farben als Direktfarben oder Mischfarben erzeugt werden.

Hierbei kann z.B. dem Wasser (4) Weißlicht, Blaulicht und Rotlicht zugeordnet werden. Für die Seife (5) kann gelbes Licht und und für Desinfektionsmittel (6) grünes Licht verwendet werden. Daneben sind beliebige andere Farben und Farbzusammenstellungen verwendbar. Über diese Farbwahl kann die Art des gerade abgegebenen Fluids (4, 5, 6) signalisiert werden.

Die gewählte Farbe kann ferner in ihrer Intensität verändert werden, indem z.B. eine rötliche Einfärbung von einem blassen rosa über ein zunehmend kräftigeres rot bis zu einem dunkelrot variiert. Gleiches ist auch mit den anderen Farben möglich. Ferner kann die Helligkeit oder die Leuchtstärke der Lichtquelle (17) verändert werden. Die vorgenannten Einfluss- und Steuermöglichkeiten können in wahlfreier Kombination alternativ oder kumulativ eingesetzt werden.

Über die Farbintensität kann z.B. ein Zustand des Fluids (4, 5, 6), z.B. die Wassertemperatur, signalisiert werden. Dies ist auf verschiedene Weise möglich. Z.B. kann ein Farbwechsel zwischen blau für kaltes Wasser und rot für heißes Wasser stattfinden, wobei ggf. Weißlicht beim Farbwechsel zwischengeschaltet wird. Der Farbwechsel und ggf. das zwischengeschaltete Weißlicht kann einer Handwärmetemperatur von z.B. 20 bis 25°C emittiert werden. Sobald die Wassertemperatur über die obere Temperaturschwelle steigt, findet der Farbwechsel auf rot statt. Darüber hinaus kann durch Veränderung der Farbintensität von einem blassen zu einem dunklen rot und ggf. auch durch eine Zunahme der Leuchtstärke der weitere Temperaturanstieg symbolisiert werden. Ein dunkelrot eingefärbter Fluidstrahl (7) signalisiert eine hohe und möglicherweise körperlich unangenehme Temperatur. Umgekehrt kann bei Unterschreiten der unteren Temperaturschwelle der Farbwechsel zu einer blauen Einfärbung stattfinden, wobei ähnlich wie in der vorbeschriebenen Weise mit abfallender Temperatur die Farbintensität von blassblau zu dunkelblau zunimmt und ggf. auch die Leuchtstärke steigt. Alternativ kann die Farbe gleichbleiben und nur die Leuchtstärke verändert werden. In weiterer Abwandlung kann die Leuchtstärke temperaturunabhängig konstant gehalten werden und ggf. nach anderen Kriterien, z.B. nach der Umgebungshelligkeit, verändert werden.

Das vorerwähnte Ausführungsbeispiel für die Einfärbung von Wasser (4) kann in entsprechender Weise auch alternativ oder zusätzlich für die anderen ggf. vorhandenen Fluide (5, 6) Verwendung finden. Durch die vorgenannten Steuerungsmöglichkeiten lassen sich außerdem andere Zustandsinformationen für Fluide signalisieren, z.B. Konzentrationen, Mischungsverhältnisse oder dergl..

Über die Einfärbung von ein oder mehreren Fluiden (4, 5) ist außerdem eine Ferninformation möglich, die nicht nur für den Bediener der Fluidarmatur (1), sondern auch für andere Informationsempfänger sein kann. Hierüber lässt sich z.B. eine optische Fernkontrolle durchführen, wenn aus Hygienegründen, Desinfektionsgründen oder anderen Gründen bestimmte Wasch- und Reinigungszyklen mit bestimmten Fluiden vorgegeben sind und auch der Überwachung bedürfen.

Die Farbgebungseinrichtung (3) weist mindestens eine Messeinrichtung (23) auf, die verschiedenen Zwecken dienen kann. Einerseits kann sie eine Eigenschaft und/oder einen Zustand des betreffenden Fluids (4, 5, 6) erfassen. Ferner können Umgebungsbedingungen, z.B. die Außenhelligkeit ermittelt werden. Die Messeinrichtung (23) kann für die verschiedenen Messzwecke ein oder mehrere Sensoren (24) aufweisen. In der gezeigten Ausführungsform ist der Sensor (24) als Temperaturfühler für die Fluidtemperatur, insbesondere Wassertemperatur, ausgebildet. Die Messeinrichtung (23) kann an beliebig geeigneter Stelle angeordnet sein. Sie kann ferner in beliebig geeigneter Weise mit der Steuerung (25) der Farbquelle (17) auf direktem oder indirektem Wege kommunizieren.

In der Variante von 1 ist die Messeinrichtung (23) bzw. der Temperaturfühler (24) in der Versorgungseinrichtung (16) oder in der anschließenden Fluidleitung (13) in Strömungsrichtung hinter der Heizung (30) angeordnet und misst die aktuelle Temperatur des durchfließenden Fluids (4). Bei einer Versorgungseinrichtung mit einer Mischbatterie kann der Temperaturfühler (24) in Strömungsrichtung hinter dem Mischventil angeordnet sein. Bei dieser Variante ist die Messeinrichtung (23) von der Farb- oder Lichtquelle (17) relativ weit entfernt und kann z.B. mit der Zentralsteuerung (33) kommunizieren, die ihrerseits leitungsgebunden oder drahtlos mit der Steuerung (25) der Farbgebungseinrichtung (3) kommuniziert. Beide Steuerungen können alternativ zusammengefasst und an beliebig geeigneter Stelle untergebracht sein. Dies kann im Bereich des Armaturenrohres (8), insbesondere im Bereich des Armaturenkopfes (2) bzw. des Armatureneinsatzes (28) oder im Bereich der Versorgungseinrichtung (16) sein.

In der Variante von 2 ist die Messeinrichtung (23) und hier speziell der Temperaturfühler (24) im Bereich des Armaturenrohres (8) angeordnet und befindet sich z.B. in oder an der Fluidleitung (13, 14, 15). In diesem Fall ist der Temperatursensor (24) in unmittelbarer Nähe der Farbquelle oder Lichtquelle (17) angeordnet und nimmt die Fluidtemperatur unmittelbar vor der Austrittsöffnung (9, 10, 11) auf. In dieser Variante kann z.B. der Sensor (24) über eine Leitung (27) mit einer im Armaturenkopf (2) untergebrachten Steuerung (25) kommunizieren. An diese Steuerung (25) ist auch die Lichtquelle (17) über eine Leitung (27) angeschlossen. Die Steuerung (25) kann verschiedene Aufgaben erfüllen und neben der Farbgebungseinrichtung (3) auch weitere Einrichtungen steuern, z.B. die Sensoreinrichtung (31) und die Anzeige (32) sowie weitere Komponenten.

Abwandlungen der gezeigten Ausführungsformen sind in verschiedener Weise möglich. Insbesondere können die Einzelmerkmale der Ausführungsbeispiele in beliebiger Weise miteinander kombiniert und ausgetauscht werden.

1
Fluidarmatur
2
Armaturenkopf
3
Farbgebungseinrichtung
4
Fluid, Wasser
5
Fluid, Seife
6
Fluid, Desinfektionsmittel
7
Fluidstrahl
8
Armaturenrohr
9
Auslauföffnung für Fluid 1, Wasser
10
Auslauföffnung für Fluid 2, Seife
11
Auslauföffnung für Fluid 3, Desinfektionsmittel
12
Syphon, Strahlregler
13
Leitung für Fluid 1, Wasser
14
Leitung für Fluid 2, Seife
15
Leitung für Fluid 3, Desinfektionsmittel
16
Versorgungseinrichtung für Fluide
17
Farbquelle, farbige Lichtquelle
18
Leuchtelement, Leuchtdiode, LED, blau
19
Leuchtelement, Leuchtdiode, LED, blau
20
Leuchtelement, Leuchtdiode, LED, rot
21
Leuchtelement, Leuchtdiode, LED, rot
22
Streuscheibe
23
Messeinrichtung
24
Sensor, Temperaturfühler
25
Steuerung Farbgebungseinrichtung
26
Stromversorgung
27
Leitung
28
Armatureneinsatz
29
Wasserzulauf
30
Heizung
31
Bedienungseinrichtung, Sensoreinrichtung
32
Anzeige
33
Steuerung
34
Waschbecken


Anspruch[de]
Fluidarmatur (1) zur Abgabe von ein oder mehreren Fluiden (4, 5, 6), dadurch gekennzeichnet, dass der Fluidarmatur (1) eine Farbgebungseinrichtung (3) zum Einfärben von ein oder mehreren der abgegebenen Fluide (4, 5, 6) zugeordnet ist. Fluidarmatur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Farbgebungseinrichtung (3) in oder an einem Armaturenrohr (8) angeordnet ist. Fluidarmatur nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Farbgebungseinrichtung (3) mit der Einfärbung eine Eigenschaft des Fluids (4, 5, 6) signalisiert. Fluidarmatur nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Farbgebungseinrichtung (3) mit der Einfärbung einen Zustand des Fluids (4, 5, 6), insbesondere die Temperatur von Wasser, signalisiert. Fluidarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Farbgebungseinrichtung (3) über die Farbwahl die Art des gerade abgegebenen Fluids (4, 5, 6) signalisiert. Fluidarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Farbgebungseinrichtung (3) mindestens eine auf das Fluid (4, 5, 6) gerichtete Farbquelle für ein oder mehrere Farben aufweist. Fluidarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Farbquelle als farbige Lichtquelle (17) ausgebildet ist. Fluidarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die farbige Lichtquelle (17) mehrere verschiedenfarbige Leuchtelemente (18, 19, 20, 21) aufweist. Fluidarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchtelemente (18, 19, 20, 21) als Leuchtdioden ausgebildet sind. Fluidarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die farbige Lichtquelle (17) eine opake Streuscheibe zur Farbmischung aufweist. Fluidarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtquelle (17) im Bereich einer Auslauföffnung (9, 10, 11) des Fluids (4, 5, 6) angeordnet ist. Fluidarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtquelle (17) in einer Fluidleitung (13, 14, 15) angeordnet ist. Fluidarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtquelle (17) das Licht in Fließrichtung des Fluids (4, 5, 6) emittiert. Fluidarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtquelle (17) in einer Leitungsbiegung der Fluidleitung (13, 14, 15) unmittelbar vor der Auslauföffnung (9,10, 11) angeordnet ist und das Licht in Fließrichtung zur Auslauföffnung (9, 10, 11) hin emittiert. Fluidarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtquelle (17) sich an einem Leitungsrand der Fluidleitung (13, 14, 15) befindet. Fluidarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtquelle (17) von hinten und fluchtend in den auslaufenden Wasserstrahl (7) strahlt. Fluidarmatur nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtquelle (17) außenseitig am Armaturenrohr (8) angeordnet ist und das Licht schräg oder quer zum austretenden Fluidstrahl (7) emittiert. Fluidarmatur nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtquelle (17) an einem Syphon oder Strahlregler (12) angeordnet ist. Fluidarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Farbquelle, insbesondere die farbige Lichtquelle (17) in der Farbwahl und/oder in der Farbintensität und/oder in der Helligkeit steuerbar ist. Fluidarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Farbgebungseinrichtung (3) mindestens eine Steuerung (25) aufweist. Fluidarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Farbgebungseinrichtung (3) mindestens eine Messeinrichtung (23) für mindestens eine Eigenschaft des Fluids (4, 5, 6) aufweist. Fluidarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Messeinrichtung (23) mindestens einen Sensor (24) für die Erfassung eines Fluidzustands aufweist. Fluidarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (24) als Temperaturfühler ausgebildet ist. Fluidarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Farbgebungseinrichtung (3) mindestens eine Messeinrichtung (23) für die Umgebungsbedingungen, insbesondere die Außenhelligkeit, aufweist. Fluidarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Messeinrichtung (23) in oder am Armaturenrohr (8) angeordnet ist. Fluidarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Messeinrichtung (23) in oder an der Fluidleitung (13, 14, 15) angeordnet ist. Fluidarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Messeinrichtung (23) im Bereich der Farbquelle (17) angeordnet ist. Fluidarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fluidarmatur (1) eine berührungslos arbeitende Bedienungseinrichtung oder Sensoreinrichtung (31) zur Beeinflussung der Fluidabgabe aufweist. Fluidarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fluidarmatur (1) eine Versorgungseinrichtung (16) für ein oder mehrere Fluide (4, 5, 6) aufweist. Fluidarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fluidarmatur (1) mehrere verschiedene Fluide (4, 5, 6) abgibt. Fluidarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fluidarmatur (1) mehrere Auslauföffnungen für verschiedene Fluide (4, 5, 6) aufweist. Fluidarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fluidarmatur (1) mindestens eine optische und/oder akustische Anzeige (32) aufweist. Fluidarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzeige (32) als OLED-Anzeige in hochauflösender Pixelmatrix ausgebildet ist. Fluidarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoreinrichtung (31) und/oder die Anzeige (32) an einem Armaturenkopf (2) angeordnet ist/sind. Fluidarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fluidarmatur (1) eine Leseeinrichtung für Codes auf Identitätskarten, RFDI-Chips, Transpondern oder dergl. von Benutzern aufweist.






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