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Dokumentenidentifikation DE202007003181U1 30.08.2007
Titel Befestigungselement für Bohlen und Terrassenboden bestehend aus mit solchen Befestigungselementen auf einer Unterkonstruktion befestigten Bohlen
Anmelder Göttlicher GmbH & Co. KG, 36110 Schlitz, DE
Vertreter Hebing, N., Dipl.-Phys., Pat.-Anw., 61231 Bad Nauheim
DE-Aktenzeichen 202007003181
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 30.08.2007
Registration date 26.07.2007
Application date from patent application 01.03.2007
IPC-Hauptklasse E04F 15/04(2006.01)A, F, I, 20070301, B, H, DE
IPC-Nebenklasse E01C 5/14(2006.01)A, L, I, 20070301, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein Befestigungselement für Bohlen, die nebeneinander gelegt den Boden einer Terrasse bilden, indem sie zueinander beabstandet unter Bildung jeweils eines Spaltes auf einer Unterkonstruktion befestigt werden, wobei das Befestigungselement einen an der Unterkonstruktion befestigbaren Grundkörper, der im montierten Zustand als Abstandshalter zwischen den verlegten Bohlen dient, und wenigstens ein Eingriffsmittel aufweist, das zum Eingriff in eine Aufnahme in der Längsseite einer Bohle vorgesehen ist.

Ein derartiges Befestigungselement ist in der DE 198 40 644 beschrieben. Dessen Grundkörper ist gegenüber dem als Stift ausgeführten Eingriffsmittel abgekröpft ausgeführt. Zwei Befestigungselemente bilden jeweils eine Einheit und werden gegeneinander verdreht in gegenüberliegende Bauelemente, bei denen es sich auch um Bohlen handeln kann, eingesteckt, so dass ihre Grundkörper übereinander zu liegen kommen. In dieser Anordnung fluchten in den Grundkörpern ausgebildete Löcher und bilden ein durchgehendes Schraubloch.

Nachteilig ist, dass die Bauelemente unmittelbar an der Unterkonstruktion anliegen, so dass keine ausreichende Hinterlüftung gegeben ist.

Die Erfindung beruht somit auf dem Problem eine ausreichende Hinterlüftung zu realisieren.

Zur Lösung des Problems schlägt die Erfindung vor, dass am Grundkörper unterhalb des Stiftes eine Lasche vorgesehen ist, die im montierten Zustand an der Unterseite der Bohle anliegt.

Das Eingriffsmittel kann u. a. von einem parallel zur Bohlenerstreckung verlaufenden, ggf. unterbrochenen Steg am Grundkörper gebildet werden, der zum Einführen in eine die Aufnahme bildende Nut in der Längsseite einer Bohle ausgebildet ist, so dass sich im montierten Zustand eine Nut-Feder-Verbindung zwischen dem Befestigungselement und der Bohle bildet.

Das Eingriffsmittel kann auch von wenigstens einer Schraube gebildet werden, die durch eine im Grundkörper horizontal und senkrecht zur Bohlenerstreckung verlaufende Bohrung hindurchragt, um in die Längsseite einer Bohle eingeschraubt zu werden.

In beiden Fällen wird der Grundkörper mit der Unterkonstruktion verschraubt. Dazu weist der Grundkörper wenigstens ein vertikal verlaufendes Schraubloch auf, durch die eine Befestigungsschraube hindurchgeführt wird, um mit der Unterkonstruktion verschraubt zu werden.

Die Erfindung bezieht sich auch auf einen Terrassenboden bestehend aus mehreren auf einer Unterkonstruktion von Befestigungselementen nach einem der Ansprüche 1 und 2 gehaltenen Bohlen, wobei die Bohlen jeweils durch einen Spalt voneinander beabstandet sind und wobei die Grundkörper der Befestigungselemente jeweils paarweise in Längsrichtung des Spaltes gesehen unmittelbar hintereinander im Spalt angeordnet sind.

Da die Grundkörper nebeneinander und nicht wie gemäß dem oben zitierten Stand der Technik übereinander angeordnet sind, erfordert diese Anordnung keine toleranzfreie Formung und Anordnung der Aufnahmebohrung für die Befestigungselemente, die im Stand der Technik notwendig ist, um ein Fluchten der Löcher in den Grundkörpern zu gewährleisten.

Im Folgenden soll anhand eines Ausführungsbeispiels die Erfindung näher erläutert werden. Dazu zeigen die

1 eine erste Ausführungsform der Erfindung,

2 eine zweite Ausführungsform der Erfindung und

3 eine Bohle, die mittels der Ausführungsform nach 1 auf einer Unterkonstruktion befestigt ist.

Gemäß 1 setzt sich ein Befestigungselement 1 aus drei Teilen zusammen, nämlich einem Grundkörper 2, einer Lasche 3, die rechtwinklig vom unteren Ende des Grundkörpers absteht, und einem Steg 4, der oberhalb der Lasche 3 senkrecht vom Grundkörper 2 absteht. Der Steg 4 ist im Querschnitt in etwa quadratisch. Er kann sich über die Länge des Grundkörpers erstrecken oder aber wie in 1 gezeigt unterbrochen sein

Gemäß der Ausführung der 1 ist der Grundkörper 2 quaderförmig; seine Länge ist deutlich größer als die Breite der Lasche 3. Senkrecht zur Lasche 3 verlaufen durch den Grundkörper 2 zwei Schraublöcher 5.

Wie aus der 3 hervorgeht, dienen die Befestigungselemente 1 der Befestigung von Bohlen 6 auf einer Unterkonstruktion 7. Die Bohlen 6 sind dazu an ihren Längsseiten 9 mit Längsnuten 8 versehen. In diese Längsnuten 8 werden die Stege 4 eingeführt, so dass sich die Laschen 3 zwischen die jeweilige Bohle 6 und die Unterkonstruktion 7 schieben und der Grundkörper 2 sich an die Längsseite 9 der jeweiligen Bohle 6 anlegt. Mittels hier nicht näher dargestellten Schrauben, die durch die Schraublöcher 5 hindurchgeführt werden, werden die Befestigungselemente 1 und somit die Bohlen 6 an der Unterkonstruktion 7 befestigt.

Die Grundkörper 2 von zwei benachbarten Befestigungselementen 1, 1' werden – in Längsausrichtung eines zwischen zwei Bohlen 6 ausgebildeten Spaltes 13 gesehen – hintereinander angeordnet, so dass die Breite der Grundkörper 2 die Breite des Spaltes 13 bestimmt.

Die 2 zeigt eine leicht abgeänderte Form des Befestigungselementes nach 1. Hier wurde auf Stege verzichtet, die Befestigung an den Längsseiten der Bohlen 6 erfolgt mittels Schrauben. Dazu befinden sich im Grundkörper 2 horizontal und senkrecht zur Bohlenerstreckung verlaufende Bohrungen 10, durch die Schrauben hindurchgeführt werden, um in die Längsseite einer Bohle 6 eingeschraubt zu werden. Die Nut-Feder-Verbindung gemäß 1 ist somit durch eine Schraubverbindung ersetzt.

1
Befestigungselement
2
Grundkörper
3
Lasche
4
Steg
5
Schraubloch
6
Bohle
7
Unterkonstruktion
8
Nut
9
Längsseite
10
Bohrung
13
Spalt


Anspruch[de]
Befestigungselement für Bohlen, die nebeneinander gelegt den Boden einer Terrasse bilden, indem sie zueinander beabstandet unter Bildung jeweils eines Spaltes auf einer Unterkonstruktion befestigt werden, wobei das Befestigungselement (1) einen an der Unterkonstruktion befestigbaren Grundkörper (2), der im montierten Zustand als Abstandshalter zwischen den verlegten Bohlen dient, und wenigstens ein Eingriffsmittel aufweist, das zum Eingriff in eine Aufnahme (8) in der Längsseite einer Bohle (6) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass am Grundkörper (2) unterhalb des Eingriffsmittels eine Lasche (3) vorgesehen ist, die im montierten Zustand an der Unterseite der Bohle (6) anliegt. Befestigungselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Eingriffsmittel von einem parallel zur Bohlenerstreckung verlaufenden Steg (4) am Grundkörper (2) gebildet ist, der zum Einführen in eine die Aufnahme bildende Nut (8) in der Längsseite (9) einer Bohle (6) ausgebildet ist, so dass sich im montierten Zustand eine Nut-Feder-Verbindung zwischen dem Befestigungselement und der Bohle (6) bildet. Befestigungselement nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Steg (4) unterbrochen ist. Befestigungselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Eingriffsmittel wenigstens eine Schraube ist, die durch eine im Grundkörper (2) horizontal und senkrecht zur Bohlenerstreckung verlaufende Bohrung (10) hindurchragt, um in die Längsseite (9) einer Bohle (6) eingeschraubt zu werden. Befestigungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (2) wenigstens ein vertikal verlaufendes Schraubloch (5) aufweist, um mittels einer durch dieses Schraubloch (5) hindurchgeführte Schraube an der Unterkonstruktion (7) befestigt werden zu können. Terrassenboden bestehend aus mehreren auf einer Unterkonstruktion von Befestigungselementen nach einem der Ansprüche 1 bis 5 gehaltenen Bohlen, dadurch gekennzeichnet, dass die Bohlen durch einen Spalt (13) voneinander beabstandet sind und dass die Grundkörper (2) der Befestigungselemente (1, 1') jeweils paarweise in Längsrichtung des Spaltes (13) gesehen hintereinander angeordnet sind.






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