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Dokumentenidentifikation DE202007003541U1 30.08.2007
Titel Zieleinrichtung bei Schußwaffen
Anmelder Prechtl, Gottfried, 69488 Birkenau, DE
Vertreter Dahlmann, G., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 69469 Weinheim
DE-Aktenzeichen 202007003541
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 30.08.2007
Registration date 26.07.2007
Application date from patent application 09.03.2007
IPC-Hauptklasse F41G 1/44(2006.01)A, F, I, 20070309, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F41G 1/38(2006.01)A, L, I, 20070309, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Neuerung betrifft eine Zieleinrichtung zur Verbesserung der Zielgenauigkeit bei Schußwaffen, insbesondere bei Langwaffen, mit einer Anzeige des Verkantungswinkels mittels einer Wasserwaage mit Röhrenlibelle.

Stand der Technik

Es ist bekannt Schußwaffen mit Wasserwaagen zu versehen, um über die Luftblase der mit einer Flüssigkeit gefüllten Waage die Waffe genau ausrichten zu können. Eine solche Zieleinrichtung ist in dem Gebrauchsmuster G 8200847.U1 behandelt. Dort wird die Wasserwaage am Kornträger angeordnet und zwar so, daß sie sich in der Zielprojektion unmittelbar unterhalb des Korns befindet. Dabei ist die Wasserwaage um die Visierlinie drehbar und in jeder Drehlage feststellbar. Nachteilig bei dieser Einrichtung ist der große Durchmesser der Luftblase verbunden mit einer ungenauen Ablesbarkeit. Bei Dämmerlicht ist die Luftblase kaum zu sehen und in der Dunkelheit nicht mehr erkennbar.

Eine andere Möglichkeit ist in der DE 3401855.C2 beschrieben. Die Visiereinrichtung besteht aus einem Profilrohrring aus durchsichtigem Material, der etwa zur Hälfte mit einer Flüssigkeit gefüllt ist und bei dem den beiden Enden der Flüssigkeitssäule eine Markierung zugeordnet ist. Der Profilrohring ist um die Visierlinie drehbar und feststellbar.

Darstellung der Neuerung

Der Neuerung liegt die Aufgabe zugrunde, eine im konstruktiven Aufbau einfache und kostengünstige Zieleinrichtung zu schaffen, welche die Nachteile der bekannten Einrichtungen vermeidet. Die Zieleinrichtung soll auch bei Dunkelheit und Temperaturänderungen wirksam sein. Eine genaue Ablesbarkeit wird angestrebt.

Die Lösung der gestellten Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruchs 1 erreicht. Die Unteransprüche 2 bis 13 stellen vorteilhafte Weiterbildungen des Erfindungsgegenstandes dar.

Die neue Zieleinrichtung ist so ausgebildet, daß sie an der Waffe oder am Zielfernrohr befestigt werden kann. Dabei wird die Wasserwaage mit der Libelle quer zur Schußrichtung angebracht. Unterhalb der Libelle wird eine Lichtquelle angebracht, deren Strahlen an der Libellenoberfläche und an der Innenfläche der Röhrenwand der Libelle umgelenkt werden und sich am unteren Bodenbogen der Libelle fokussieren und dort einen Leuchtpunkt erzeugen. Die Lichtquelle ist senkrecht auf die Außenwand der Röhrenlibelle ausgerichtet.

Die Helligkeit des Leuchtpunktes wird durch die Helligkeit der Lichtquelle bestimmt und ist einstellbar, indem die Stromzufuhr zur Lichtquelle verändert wird. Als Stromquelle dient eine Elektrobatterie, die im Gehäuse der Einrichtung untergebracht ist.

Der Durchmesser des Leuchtpunktes ist deutlich kleiner als der Durchmesser der Libelle. Eine farbige Ausleuchtung der Libelle ist von großem Vorteil. So kann beispielsweise die Leuchtquelle rot gefärbt sein, so daß ein roter Leuchtpunkt entsteht.

Vorteilhaft ist es, wenn eine weitere Lichtquelle entgegen der Schußrichtung auf die Libelle ausgerichtet ist. Vor die zweite Lichtquelle wird in ihrer Mitte ein Leuchtbalken angebracht, der senkrecht zur Waffe ausgerichtet ist. Am Leuchtbalken ist eine Verkantung der Waffe ablesbar. Der Leuchtbalken wird durch einen rechteckigen Schlitz im Gehäuse vor der zweiten Lichtquelle gebildet. Eine farbliche Ausstattung der Lichtquelle erhöht seine Sichtbarkeit. Dabei wird die Farbe so gewählt, daß sie kontrastreich von der Farbe des Leuchtpunktes absticht.

Es ist von Vorteil, wenn die Wasserwaage in einem Gehäuse untergebracht ist, das zum Schützen eine offene Ausnehmung hat, durch die die Libelle und der Leuchtbalken nur für den Schützen sichtbar sind. Von allen anderen Seiten ist weder die Libelle oder Leuchtbalken noch eine der Lichtquellen sichtbar. Zusätzlich hierzu können auch die Wandungen der Ausnehmung reflexfrei ausgeführt sein, so daß der Schütze einen freien Blick auf die Libelle und den Leuchtbalken hat.

Die neue Zieleinrichtung kann drehbar sowohl an der Waffe als auch am Zielfernrohr angebracht werden. Hierdurch ist eine gewollte Einstellung eines Verkantungswinkels möglich.

Kurzbeschreibung der Zeichnung

Anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel wird die Neuerung nachstehend näher erläutert.

Es zeigt:

1 ein Zielfernrohr mit aufmontierter Zieleinrichtung,

2 die Zieleinrichtung vergrößert in der Seitenansicht, teilweise im Schnitt,

3 die Zieleinrichtung in der Vorderansicht und

4 die Ausnehmung im Gehäuse mit der Libelle, dem Leuchtpunkt und dem Leuchtbalken in vergrößerter Darstellung.

Ausführung der Erfindung

In der 1 ist in der Seitenansicht ein Zielfernrohr 1 gezeigt, an dem die Zieleinrichtung 2 befestigt ist. Die Zieleinrichtung 2 ist mit einer Schelle 3 versehen, die das Zielfernrohr 1 an geeigneter Stelle umgreift. Vor dem Festziehen der Schelle 3 wird die Zieleinrichtung 2 zur Vertikalebene der Waffe ausgerichtet. Im oberen Teil ist das Gehäuse 4 der Zieleinrichtung 2 im Längsschnitt gezeigt, so daß die Wasserwaage mit Leuchtpunkt, die Lichtquellen und die Aufnahme für die Elektrobatterie sichtbar sind.

In der 2 ist die Zieleinrichtung 2 vergrößert in etwa auf Normalgröße wiedergegeben.

Die 2 zeigt die Zieleinrichtung 2 in der Seitenansicht, dabei ist die Schelle 3 im Schnitt und das Gehäuse 4 im oberen Teil ebenfalls im Längsschnitt gezeigt.

Im Gehäuse 4 ist die Wasserwaage 5 mit der Libelle 6 untergebracht, sowie die zwei Lichtquellen 7 und 8 in zwei Bohrlöchern angeordnet. Die Strahlen der Lichtquelle 8 sind im unteren Bodenbogen der Libelle fokussiert und ergeben dort den gewollten Leuchtpunkt 9 Beide Lichtquellen 7, 8 sind senkrecht auf die Außenwand der Röhrenlibelle 6 ausgerichtet. Die Lichtquelle 7 ist entgegen der Schußrichtung auf die Libelle 6 gerichtet, während die Lichtquelle 8 von unten auf die Libelle 6 ausgerichtet ist. Durch die im Gehäuse 4 vorhandene Ausnehmung 10 ist die Libelle 6 und damit der Leuchtpunkt 9 für den Schützen sichtbar. Im Gehäuse 4 ist ein Raum 11 für die Unterbringung einer Elektrobatterie vorgesehen, durch die die Lichtquellen 7, 8 mit Strom versorgt werden. Über entsprechende bekannte Vorrichtungen kann die Stromversorgung und damit die Helligkeit der Lichtquellen 7, 8 eingestellt werden. Der Raum 11 ist durch den Deckel 12 abgeschlossen.

In der 3 ist die Zieleinrichtung 2 in der Ansicht von vorne gezeichnet. Die Ausnehmung 10 ist oval und der Teil der Wasserwaage 5, der die Libelle 6 zeigt, ist für en Schützen sichtbar. Ebenso der Leuchtpunkt 9, der farbig rot ausgeleuchtet ist. In dieser Ansicht ist auch der senkrecht in der Mitte im Boden der Säckbohrung für die Lichtquelle 7 angebrachte Schlitz 15 sichtbar, der den Leuchtbalken 13 ergibt und eine Verkantung der Waffe anzeigt. Der Leuchtbalken 13 ist farblich, z.B. grün, von der Farbe des Leuchtpunktes 9 abgesetzt, so daß er gut erkennbar ist. Das Sichtfenster 14für die Libelle 6 ist oval. Die Schelle 3 hat einen Verschlußbügel 15, der über Schrauben befestigt wird.

Die 4 zeigt den oberen Teil der Zieleinrichtung 1 in nochmaliger Vergrößerung. Hier sind die Größenverhältnisse von Leuchtpunkt 9, Leuchtbalken 13 und Libelle 6 nochmals verdeutlicht. Der Durchmesser des Leuchtpunktes 9 ist deutlich kleiner als der Durchmesser der Libelle 6.


Anspruch[de]
Zieleinrichtung zur Verbesserung der Zielgenauigkeit bei Schußwaffen, insbesondere bei Langwaffen, mit einer Anzeige des Verkantungswinkels mittels einer Wasserwaage mit Röhrenlibelle dadurch gekennzeichnet, daß die an der Waffe oder einem Zielfernrohr (1) befestigte Zieleinrichtung (2) mit quer zur Schußrichtung angeordneter Wasserwaage (5) mit einer unterhalb der Röhrenlibelle (6) angeordneten Lichtquelle (8) versehen ist, deren Strahlen sich am unteren Bodenbogen der Libelle (6) fokussieren und dort einen Leuchtpunkt (9) erzeugen. Zieleinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichtquelle (8) senkrecht auf die Außenwand der Röhrenlibelle (6) ausgerichtet ist. Zieleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine zweite Lichtquelle (7) entgegen der Schußrichtung auf die Libelle (6) ausgerichtet ist. Zieleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Lichtquelle (7) im rechten Winkel zur ersten Lichtquelle (8) ausgerichtet ist. Zieleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Helligkeit der Lichtquellen (7, 8) und damit die Helligkeit des Leuchtpunktes (9) veränderbar ist. Zieleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser des Leuchtpunktes (9) deutlich kleiner als der Durchmesser der Libelle (6) ist. Zieleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Leuchtpunkt (9) durch die erste Lichtquelle (8) farbig ausgeleuchtet ist. Zieleinrichtung nach einem der Ansprüche 1bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß vor die zweite Lichtquelle (7) in ihrer Mitte ein senkrechter Leuchtbalken (13) angebracht ist Zieleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Leuchtbalken (13) farblich angestrahlt ist. Zieleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Farbe des Leuchtbalkens (13) kontrastreich zur Farbe des Leuchtpunktes (9) ist. Zieleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Wasserwaage in einem Gehäuse (4) untergebracht ist, das eine zum Schützen offene Ausnehmung (10) hat. Zieleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die inneren Wandungen der Ausnehmung (10) reflexfrei ausgeführt sind. Zieleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung (2) drehbar an der Waffe oder am Zielfernrohr (1) angebracht ist.






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