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Dokumentenidentifikation DE202007005523U1 30.08.2007
Titel Beton-Fertigteile
Anmelder GOLDBECK GmbH, 33649 Bielefeld, DE
Vertreter TER MEER STEINMEISTER & Partner GbR Patentanwälte, 33617 Bielefeld
DE-Aktenzeichen 202007005523
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 30.08.2007
Registration date 26.07.2007
Application date from patent application 17.04.2007
IPC-Hauptklasse E04C 2/06(2006.01)A, F, I, 20070417, B, H, DE
IPC-Nebenklasse E04B 1/66(2006.01)A, L, I, 20070417, B, H, DE   E04B 5/02(2006.01)A, L, I, 20070417, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft Beton-Fertigteile, insbesondere Beton-Bodenplatten für Parkhäuser, mit wenigstens einem im oberen Bereich auskragenden Rand, der eine in eine Vergußmasse eingebettete Bewehrung überdeckt.

Derartige Beton-Fertigteile sind an sich bekannt. Sie weisen einen im oberen Bereich auskragenden Rand auf, unter dem ein Hohlraum gebildet wird, in dem sich beispielsweise eine Anschlußbewehrung befinden kann. Der auskragende Randbereich kann sich über einen mehr oder weniger langen Abschnitt der Platte erstrecken. Beim Zusammentreffen von zwei entsprechenden Platten in einem Stoßbereich wird ein entsprechend größerer Hohlraum gebildet, in dem sich die Bewehrungselemente zur Festlegung der benachbarten Platten auf einem Träger und/oder zur Verbindung der Platten untereinander befinden können. Diese Bewehrungselemente bestehen im allgemeinen aus Stahl, so dass sie korrosionsempfindlich sind. Die Korrosion spielt insbesondere dann eine Rolle, wenn die Betonüberdeckung relativ gering ist und nicht ausreicht, Streusalze (Chloride) von den metallischen Bewehrungen abzuhalten. Der auskragende obere Bereich des Randes hat gegenüber der sonstigen Plattenstärke eine relativ geringe Dicke, da unterhalb des auskragenden Bereichs ein angemessener Hohlraum für die Aufnahme der Bewehrungs- und Verbindungselemente gebildet werden muß. Die Dicke des auskragenden Bereichs reicht daher für einen wirksamen Schutz der Bewehrungselemente nicht aus.

Sämtliche Richtungsangaben in dieser Beschreibung beziehen sich auf die Lage der Beton-Fertigteile im eingebauten Zustand.

Sofern es sich bei den Betonteilen um Beton-Bodenplatten für Parkhäuser handelt, weisen diese einen auskragenden oberen Bereich auf, der beispielsweise eine Anstoßbewehrung überdeckt, wie bereits ausgeführt wurde. Im Bereich des auskriegenden oberen Randes befindet sich nur eine relativ dünne Betonschicht, die nicht in ausreichendem Maße in der Lage ist, Chloride in Verbindung mit Wasser zurückzuhalten, so dass diese Chloride die Stahl-Bewehrungen unterhalb der auskragenden oberen Bereiche erreichen können und deren Korrosion beschleunigen können.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, Beton-Fertigteile derart auszubilden, dass auch in Bereichen, in denen die Betonschicht eine relativ geringe Stärke aufweist, korrosionsgefährdete Teile unterhalb dieser dünneren Betonschicht vor dem Eindringen von Salzen gesichert sind.

Zur Lösung dieser Aufgabe sind die erfindungsgemäßen Beton-Fertigteile dadurch gekennzeichnet, dass eine den auskragenden oberen Bereich von unten unterfütternde, wasserdichte Abdeckung an dem Rand der Beton-Fertigteile vorgesehen ist.

Diese Abdeckung, die beispielsweise aus einem wasserdichten Kunststoff bestehen kann, wird zusammen mit den entsprechenden Beton-Fertigteilen vergossen. Sie kann daher auf der dem Beton zugewandten Oberfläche Ankerteile aufweisen, die die Verbindung mit dem Beton sichern. Auch an den Rändern können die Abdeckungen derart verformt sein, dass sie in den Beton eingegossen werden können.

Im folgenden werden bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert.

1 zeigt einen senkrechten Schnitt durch den Stoßbereich zwischen zwei Beton-Fertigteilen in der Form von Parkhaus-Bodenplatten;

2 ist ein waagerechter Teilschnitt zu dem in 1 dargestellten Stoßbereich.

In 1 ist der Stoßbereich zwischen zwei Beton-Bodenplatten 10, 12 gezeigt, die beispielsweise den Boden eines Parkhauses bilden. Die beiden Beton-Bodenplatten 10, 12 liegen auf einem Doppel-T-Träger 14 unter Einfügung von elastischen Stützelementen 16, 18. Auf der Oberfläche des oberen Flansches 20 des Doppel-T-Trägers 14 befinden sich zwei angeschweißte, senkrecht ausragende Zapfen 22, 24. Die Zapfen 22, 24 weisen flanschartig nach außen vorspringende Köpfe 26, 28 auf. Die Zapfen 22, 24 liegen in einer Ausnehmung 30, 32 des jeweiligen Bodenplatten-Randes, so dass die Zapfen 22, 24 durch obere auskragende Bereiche 34, 36 übergriffen oder überdeckt werden.

Die Zapfen 22, 24 dienen zur Verankerung der Anschlußbewehrungen 38, 40, die aus den beiderseitigen Plattenrändern austreten und die Zapfen U-förmig umgreifen. Gegebenenfalls können auch Koppelglieder aus Bewehrungsstahl vorgesehen sein, die um die beiden Zapfen gemeinsam herumgelegt sind und so eine stadion-förmige Schlinge bilden.

Die beiden Ausnehmungen 30, 32 und der zwischen den beiden Bodenplatten liegende Zwischenraum 42 werden mit einer Vergußmasse gefüllt, die die beiden Zapfen 22, 24 und die verschiedenen Bewehrungsstähle einbettet.

Es ist erkennbar, dass die Beton-Überdeckung im Bereich der oberen, auskragenden Bereiche 34, 36 wesentlich dünner ist als in dem übrigen Teil der Bodenplatten 10, 12, so dass die Gefahr besteht, dass die Bewehrungsteile 38, 40 und die Zapfen 22, 24 mit Streusalz oder anderen Chloriden in Berührung kommen und einer verstärkten Korrosion ausgesetzt sind.

Aus diesem Grund werden die beiden Ausnehmungen innerhalb der Plattenränder, die mit 30 und 32 bezeichnet sind, mit einer wasserdichten Abdeckung 44, 46 ausgekleidet, die in die Betonmasse eingegossen wird. Zur Verankerung in dem Beton befinden sich auf den senkrechten Außenflächen dieser Abdeckung Ankerteile 48, 50 und an den unteren Rändern umgebogene untere Ränder 52, 54, die ebenfalls eine Verankerung im Beton ermöglichen. Auch im Bereich des oberen Randes befinden sich auf der Außenseite der Ankerteile 56, 58 auf den Außenflächen der Abdeckung 44, 46 zur Verankerung im Beton.

2 zeigt die Situation in einer Draufsicht bzw. einem waagerechten Schnitt. Die Schnittführung der 1 ist in 2 eingetragen. In 2 sind dieselben Bezugsziffern wie in 1 verwendet worden, so dass sich eine erneute Beschreibung erübrigen dürfte.

Die U-förmig gebogenen, aus den beiden Bodenplatten 10, 12 austretenden Bewehrungsteile 38, 40 sind um die beiden Zapfen 22, 24 herumgelegt und halten auf diese Weise die Bodenplatten 10, 12 in ihrer jeweiligen Position. Gegebenenfalls kann auch eine geschlossene, stadion-förmige Bewehrung 60 um die beiden Zapfen 22, 24 herumgelegt sein.

Der auskragende, obere Bereich der beiden Ränder der Platten erstreckt sich bei der vorliegenden Ausführungsform nur über einen relativ kurzen Bereich, der jedoch ausreichend Platz für die Aufnahme der dargestellten Bewehrungseinrichtung liefert.


Anspruch[de]
Beton-Fertigteile, insbesondere Beton-Bodenplatten für Parkhäuser, mit wenigstens einem im oberen Bereich auskragenden Rand, der eine in eine Vergußmasse eingebettete Bewehrung (38, 40, 22, 24) überdeckt, dadurch gekennzeichnet, dass eine den auskragenden oberen Bereich (34, 36) von unten unterfütternde, wasserdichte Abdeckung (44, 46) an dem Rand der Beton-Fertigteile vorgesehen ist. Beton-Fertigteile nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (44, 46) mit den Beton-Fertigteilen (34, 36) vergossen ist. Beton-Fertigteile nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (44, 46) aus Kunststoff besteht. Beton-Fertigteile nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (44, 46) mit wenigstens einem Rand (52, 54) in die Betonmasse eingebettet ist. Beton-Fertigteile nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (44, 46) auf ihren Außenflächen Ankerteile (48, 50, 56, 58) zur Verankerung in der angrenzenden Betonmasse aufweist. Beton-Fertigteile nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Ankerteile (48, 50, 56, 58) auf die Abdeckung (44, 46) aufgeklebt sind.






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