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Dokumentenidentifikation DE202007006707U1 30.08.2007
Titel Beleuchtungsanordnung
Anmelder Insta Elektro GmbH, 58511 Lüdenscheid, DE
DE-Aktenzeichen 202007006707
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 30.08.2007
Registration date 26.07.2007
Application date from patent application 12.04.2007
IPC-Hauptklasse F21S 8/10(2006.01)A, F, I, 20070412, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung geht von einer gemäß Oberbegriff des Hauptanspruches konzipierten Beleuchtungsanordnung aus.

Derartige Beleuchtungsanordnungen sind in der Regel dafür vorgesehen, die Innenräume von Fahrzeugen zu beleuchten. Zu diesem Zweck ist eine Vielzahl von unterschiedlichen Beleuchtungseinrichtungen bekannt geworden.

Durch die DE 198 43 330 C2 ist eine dem Oberbegriff des Hauptanspruches entsprechende Beleuchtungsanordnung bekannt geworden. Die, insbesondere für die Kabinenbeleuchtung in einem Flugzeug vorgesehene Beleuchtungseinrichtung, weist mehrere Beleuchtungskörper auf, die jeweils mit einer einzigen Leuchtdiode bestückt sind, welche punktförmig ihr Licht aus dem Dachhimmel in die Kabine abgeben. Eine solche punktförmige Beleuchtung der Kabine ist einerseits störend, wegen der Vielzahl der Lichtaustrittspunkte und ist andererseits nicht geeignet, um eine oftmals gewünschte homogene Beleuchtung der Kabine zu erzeugen.

Der vorliegenden Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Beleuchtungsanordnung zu schaffen, die den Gesamteindruck des Dachhimmels eines Fahrzeuges nicht beeinträchtigt und die zudem eine besonders homogene Beleuchtung bei hohem Wirkungsgrad ermöglicht. Vorteilhaft dabei ist, dass die Beleuchtungseinrichtung auf einfache Art und Weise, sowohl zur Erzeugung einer Nutzbeleuchtung, als auch einer Ambientebeleuchtung und zudem für eine Signalisierung ausgenutzt werden kann, wenn diese an eine entsprechend ausgeführte elektronische Steuereinrichtung angeschlossen ist.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die im Hauptanspruch angegebenen Merkmale gelöst.

Bei einer solchen Ausbildung ist besonders vorteilhaft, dass die Außenseite der Lichtaustrittsfläche je nach Bedarf nur einen Teil oder aber den Ganzen bzw. fast den Ganzen Dachhimmel des Fahrzeuges darstellen kann. Zudem ist vorteilhaft, wenn die Leiteplatten mit Leuchtdioden bestückt sind, die unterschiedliche Lichtfarben abstrahlen, so dass über eine elektronische Steuereinrichtung unterschiedliche Lichtszenen, wie z. B. ein Wolkenhimmel, ein Sternenhimmel, verschiedene Farbverläufe, farbig abgesetzte Zonen usw. dargestellt werden können. Sind die Leuchtdioden zudem matrixartig auf der Leiterplatte angeordnet, können zudem über die elektronische Steuereinrichtung farbige Piktogramme, farbige Schriftzeichen usw. z. B. als Signalisierungshinweise erzeugt werden.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Gegenstandes sind in den Unteransprüchen angegeben. Anhand zweier Ausführungsbeispiele sei die Erfindung im Prinzip näher erläutert, dabei zeigt:

1: prinziphaft einen Vollschnitt durch den Dachbereich eines Flugzeuges;

2: prinziphaft einen Vollschnitt durch den Dachbereich eines Automobils;

3: prinziphaft die Draufsicht mehrerer mit Leuchtdioden bestückter, an eine elektronische Steuereinrichtung angeschlossener Leiterplatten.

Wie aus den Figuren hervorgeht, besteht eine solche Beleuchtungsanordnung hauptsächlich aus einem Beleuchtungskörper 1, welcher an einer Innenwandung 2 mehrere, mit Leuchtdioden 3 bestückte Leiterplatten 4 aufweist. Die den Leiterplatten 4 gegenüberliegende Wand des Beleuchtungskörpers 1 ist als Lichtaustrittsfläche 5 ausgebildet. Die Außenseite 6 der Lichtaustrittsfläche 5 stellt dabei zumindest einen Teil der sichtbaren Oberfläche des Dachhimmels D eines Fahrzeugs dar. Solche Beleuchtungsanordnungen können auf einfache Art und Weise in Fahrzeuge aller Art, wie z. B. Automobile, Flugzeuge, Bahnwagons, Schiffe usw. eingebaut werden.

Wie insbesondere aus 1 hervorgeht, ist die Beleuchtungsanordnung in die Kabine eines Flugzeuges eingebaut. Der Beleuchtungskörper 1 erstreckt sich über die gesamte Breite des oberen Teiles der Kabine und weist sich über die Breite erstreckend sechs jeweils mit sechzehn Leuchtdioden 3 bestückte Leiterplatten 4 auf. In der Länge sind ebenfalls sechs jeweils mit sechzehn Leuchtdioden 3 bestückte Leiterplatten 4 bei diesen Beleuchtungskörper 1 vorgesehen. Somit weist ein solcher, als Modul einsetzbarer Beleuchtungskörper 1 sechsunddreißig Leiterplatten 4 auf. Solche als Module ausgebildete Beleuchtungskörper 1 können sowohl als Einzelstücke, aber genau so gut auch als eine Anordnung mehrerer miteinander verschalteter Beleuchtungskörper 1 Verwendung finden. Je nach Bedarf kann also in eine Kabine eines Flugzeuges ein einziger als Modul ausgebildeter Beleuchtungskörper 1 z. B. an expornierter Stelle eingebaut werden oder aber die gesamte Länge der Kabine des Flugzeuges mit einer entsprechenden Anzahl von als Modulen ausgebildeter Beleuchtungskörper 1 ausgestattet werden. Die Außenseite 6 der als Diffusor ausgebildeten Lichtaustrittsfläche 5 stellt somit entweder einen Teil oder aber den gesamten bzw. fast den gesamten Dachhimmel D der Kabine des Flugzeuges dar.

Wie insbesondere aus 2 hervorgeht, ist die Beleuchtungsanordnung in den Fahrgastraum eines Automobils eingebaut. Der Beleuchtungskörper 1 erstreckt sich über die gesamte Breite und über die gesamte Länge des Daches des Fahrgastraumes. Zur Beleuchtung weist der Beleuchtungskörper 1 fünf Leiterplatten 4 auf, die den vier Eckbereichen und der Mitte des Daches zugeordnet sind. Ein einziger als Modul ausgebildeter Beleuchtungskörper 1 bildet mit der Außenseite 6 seiner als Diffusor ausgebildeten Lichtaustrittsfläche 5 somit den gesamten bzw. fast gesamten Dachhimmel D des Fahrgastraumes.

Um besondere Effekte erzielen zu können, sind die als Module ausgebildeten Beleuchtungskörper 1 in unterschiedlicher Gestaltung vorgesehen. Vorzugsweise sind sie röhrenförmig, kastenartig oder kuppelartig ausgeführt und können sowohl in Kombination mit anderen Beleuchtungskörpern 1, als auch als Einzelstücke in Fahrzeuge aller Art verbaut werden. So kann z. B. ein kuppelartig ausgeführter Beleuchtungskörper 1 im Eingangsbereich, in einer Empfangshalle usw. eines Flugzeuges oder Schiffes angebracht sein, um die Besonderheit der Räumlichkeit zu unterstreichen. Hierbei ist es ohne weiteres möglich, den kuppelartig ausgebildeten Beleuchtungskörper 1 als Einzelstück oder aber in Kombination mit andersartig ausgebildeten Beleuchtungskörpern 1 einzubauen.

Wie insbesondere aus 3 hervorgeht, weist jede Leiterplatte 4 sechzehn Leuchtdioden 3 auf, die matrixartig auf der Leiterplatte 4 angeordnet sind. Alle Leuchtdioden 3 sind dabei als sogenannte Dreifarbenleuchtdioden ausgeführt, so dass über jede Leiterplatte 4 nicht nur ein großes Farbspektrum erzeugt werden kann, sondern wahlweise auch Lichtszenen, Piktogramme und Schriftzeichen über die mit den Leiterplatten 4 in Verbindung stehende Steuereinrichtung S erzeugt werden können. Über die Steuereinrichtung S ist es außerdem möglich, eine sogenannte Nutzbeleuchtung oder eine Ambientebeleuchtung einzuschalten, wobei im einfachsten Fall lediglich die Helligkeit auf einen bestimmten Helligkeitswert gedimmt wird, ansonsten aber auch wie bereits beschrieben Lichtszenen, wie z. B ein Wolkenhimmel, ein Sternenhimmel oder Farbverläufe erzeugt werden können.

Es ist bei entsprechender Einstellung der Beleuchtung z. B. durch statische und/oder dynamische Lichtszenen somit möglich, durch die entstehenden Lichtverhältnisse den Gemüts- und Stimmungszustand z. B. dahingehend zu beeinflussen, dass die Flugpassagiere schläfriger oder wacher gestimmt werden.

In der Kabine eines Flugzeuges ist es z. B. zudem sinnvoll, wenn die Flugpassagiere durch anhand vom am Dachhimmel D dargestellten unterschiedlichen Farbzonen schnell und einfach an ihren Sitzplatz geleitet werden oder aber im Notfall mittels der Darstellung von Pfeilen und/oder Achtungssignalen (Piktogrammen) die Notausstiege schnell und deutlich aufgezeigt werden. Zudem können dem Fluggast über eine solche Beleuchtungsanordnung auch Informationen z. B. über die Flugdauer, über die Fluggeschwindigkeit, über die Wetterverhältnisse usw. durch Klarschriftdarstellungen weitergegeben werden.

In einem Automobil ist es hingegen eher sinnvoll über eine solche Beleuchtungsanordnung z. B. während der Fahrt eine relativ stark abgedimmte Ambientebeleuchtung und während des Ein- und Aussteigens eine helle Nutzbeleuchtung zu erzeugen.


Anspruch[de]
Beleuchtungsanordnung für Fahrzeuge mit einem Beleuchtungskörper, der zumindest ein Leuchtmittel aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass an einer Innenwandung (2) des Beleuchtungskörpers (1) mehrere, jeweils mit zumindest einer Leuchtdiode (3) bestückte Leiterplatten (4) festgelegt sind, und dass die den Leiterplatten (4) gegenüberliegende Wand des Beleuchtungskörpers (1) als Lichtaustrittsfläche (5) ausgebildet ist, und dass die Außenseite (6) der Lichtaustrittsfläche (5) zumindest einen Teil der sichtbaren Oberfläche des Dachhimmels (D) des Fahrzeugs darstellt. Beleuchtungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtaustrittsfläche (5) zumindest einen Teil eines in einem Automobil installierten Dachhimmels (D) darstellt. Beleuchtungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtaustrittsfläche (5) zumindest einen Teil eines in einem Flugzeug installierten Dachhimmels (D) darstellt. Beleuchtungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtaustrittsfläche (5) zumindest einen Teil eines in einem Bahnwagon installierten Dachhimmels (D) darstellt. Beleuchtungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtaustrittsfläche (5) zumindest einen Teil eines in einem Schiff installierten Dachhimmels (D) darstellt. Beleuchtungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Teil der Lichtaustrittsfläche (5) als Diffusor ausgebildet ist. Beleuchtungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass in die Lichtaustrittsfläche (5) zumindest ein zur gezielten Lichtbeeinflussung vorgesehenes Lichtlenkungselement integriert ist. Beleuchtungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Dachhimmel (D) durch mehrere modulartig miteinander verbundene Beleuchtungskörper (1) gebildet ist. Beleuchtungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Beleuchtungskörper (1) röhrenförmig ausgeführt ist. Beleuchtungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Beleuchtungskörper (1) kastenartig ausgeführt ist. Beleuchtungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Beleuchtungskörper (1) kuppelartig ausgeführt ist. Beleuchtungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Leiterplatte (4) mit zumindest einer unterschiedliche Lichtfarben abgebenden Leuchtdiode (3) bestückt ist. Beleuchtungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Leiterplatte (4) matrixartig mit mehreren Leuchtdioden (3) bestückt ist. Beleuchtungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Leiterplatte (4) flexibel ausgeführt ist. Beleuchtungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Leiterplatte (4) samt der darauf angeordneten Leuchtdiode (OLED) als Folie ausgebildet sind. Beleuchtungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Leiterplatte (4) des Beleuchtungskörpers (1) mit einer elektronischen Steuereinrichtung (S) in Verbindung steht. Beleuchtungsanordnung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrische Steuereinrichtung (S) zum Dimmen, zur Darstellung unterschiedlicher statischer und/oder dynamischer Lichtszenen, zur Darstellung von Piktogrammen, zur Darstellung von Schriftzeichen geeignet ist.






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