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Dokumentenidentifikation DE60123578T2 30.08.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001253819
Titel FIXIERUNGSBAND FÜR SAMEN ZUR KONTROLLE DES KEIMPROZESSES
Anmelder Bentle Products AG, Zug, CH
Erfinder AHM, Poul Henrik, 03590 Altea, ES
Vertreter Weickmann & Weickmann, 81679 München
DE-Aktenzeichen 60123578
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 02.02.2001
EP-Aktenzeichen 019489152
WO-Anmeldetag 02.02.2001
PCT-Aktenzeichen PCT/DK01/00077
WO-Veröffentlichungsnummer 2001056361
WO-Veröffentlichungsdatum 09.08.2001
EP-Offenlegungsdatum 06.11.2002
EP date of grant 04.10.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.08.2007
IPC-Hauptklasse A01C 1/04(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]
Technischer Bereich

Die Erfindung betrifft ein Samenband für einen gesteuerten Keimungsprozess, umfassend aufeinander folgend angeordnete Keimungseinheiten, wobei die Keimungseinheiten, falls gewünscht, eine nach der anderen abgeschnitten werden können, wobei das Samenband aus wenigstens zwei Papierschichten gebildet ist und dafür vorgesehen ist, hochkant angeordnet verwendet zu werden, und wobei jede Keimungseinheit einen Samen, Zusatzstoffe und einen Träger umfasst.

Hintergrund

Die Bezeichnung „Papierschicht" ist hier nicht nur als eine Schicht Papier zu verstehen; diese Schicht kann aus einer Vielzahl von Materialien gefertigt sein.

Die Zusatzstoffe können im Prinzip alle Substanzen umfassen, welche mit den übrigen gewählten Materialien und Substanzen, die eine günstige Wirkung auf die Lagerung, Keimung und das Wachstum der Samen und der daraus hervorgehenden Sprossen haben, kompatibel sind. Die Zusatzstoffe können beispielsweise umfassen: Pestizide einschließlich Herbizide, Insektizide, insbesondere systemische Insektizide, Fungizide, Viren, Bakterienkulturen, Pilzkulturen, wie beispielsweise Trichoderma, Pilzsporen, in Mikrokapseln eingeschlossene Fungizide, Eier nützlicher Insekten, wie beispielsweise räuberische Nematoden, Dünger, Hormone, Enzyme, Tierabwehrmittel, Mittel zur pH-Einstellung, Kohle, Tonpartikel, Spurenelemente, wie beispielsweise Molybdän, Holzfasern oder Holzpulver, Kieselgur, oberflächenwirksame Mittel, Kieselerde und andere Zusatzstoffe mit positiver Wirkung auf die Keimung und das Pflanzenwachstum, wobei mehrere Substanzen in Mikrokapseln eingeschlossen zur Verfügung stehen, mit dem Ergebnis, dass diese gegen biologischen Abbau geschützt sind und eine gesteuerte Freisetzung erfolgen kann. Die Zusatzstoffe können ferner Kaliumnitrat und Natriumchlorid umfassen.

Die Bezeichnung „Träger" ist hier als eine oder mehrere der folgenden Substanzen zu verstehen: Kieselerde, Vermiculit, Perlit, Zeolit, Zellulosematerialien, wie beispielsweise Holzfasern, Sphagnum, Tonerde, optional gebrannte Tonerde, Mineralfasern wie beispielsweise Steinwolle oder ähnliche Substanzen, wodurch es möglich ist, einen gewünschten Grad an Wasserbindevermögen, Wasserfördervermögen, Ionenaustauscheigenschaften etc. zu erhalten.

Die Samen können vor der Positionierung in einem Samenband vorbereitet werden.

Es ist ein Samenband bekannt, welches Hüllen umfasst, die in gleichmäßigen Abständen angeordnet sind und durch zwei gegenüber liegende, Wand-bildende Papierschichten gebildet sind, wobei eine Papierschicht auf der Außenseite mit einer Beschichtung versehen ist und wobei die Hüllen Samen und verschiedene Substanzen umfassen, wie beispielsweise Substanzen, welche das Wachstum steuern. Jedoch ist dieses Band nicht besonders geeignet für einen Zwei-Schritt-Keimungsprozess, das heißt anfänglich einen Schritt, welcher eine Vorbereitung der Samen umfasst, wobei gerade genügend Wasser zugeführt wird, um den Lebensprozess des Samens zu starten, gefolgt von einer Pause über einen Zeitraum, und dann einen Schritt, welcher die Keimung umfasst und bei welchem die Samenblätter und die Wurzeln erscheinen und ein gesteuertes feuchtes Mikroklima gleichzeitig den Samen umgibt. Letzteres ist nicht vollständig zufriedenstellend.

Kurze Beschreibung der Erfindung

Ziel der Erfindung ist es, ein Samenband des oben genannten Typs vorzusehen, welches eine besonders einfache Struktur aufweist und folglich einfach herzustellen ist und welches zum Vorsehen eines gesteuerten feuchten Mikroklimas um den Samen herum während eines Zwei-Schritt-Keimungsprozesses besonders geeignet ist und insbesondere zum Vorsehen einer ausreichenden Menge Luft um den Samen herum und die Entwicklung von Wurzeln während des Prozesses geeignet ist.

Das erfindungsgemäße Samenband ist dadurch gekennzeichnet, dass jede Keimungseinheit als planares Element ausgebildet ist, dessen Längsachse sich im Wesentlichen quer zu oder geneigt bezüglich der Längsrichtung des Samenbands erstreckt, und dadurch dass die Zusatzstoffe und der Träger in Form eines Granulats vorliegen und an separaten Stellen um den Samen herum angeordnet sind, wobei sich Luft zwischen dem Samen und den Zusatzstoffen und dem Träger befindet, und dadurch, dass der Samen, die Zusatzstoffe und der Träger an eine an sich eher luftdurchlässige Papierschicht mittels einer Schicht eines Haftmittels an der Innenseite wenigstens einer Papierschicht angehaftet sind, und dadurch, dass wenigstens ein optional eher breiter Streifen eines wasserabsorbierenden, superabsorbierenden Polymers (SAP) auf der Haftschicht in jedem planaren Element platziert ist, wobei sich das Polymer (SAP) über den Samen oder hinter dem Samen in geringer Entfernung zu diesem derart erstreckt, dass es in einer Richtung orthogonal zu der Längsrichtung des Samenbands betrachtet wenigstens ein Ende des planaren Elements erreicht. Folglich werden eine große strukturelle Einfachheit und eine leichte Herstellung des Samenbands erzielt. Ferner wird sichergestellt, dass es bei der Anordnung der Samen in dem Band während des ersten Schritts des Keimungsprozesses, das heißt während der Vorbereitung, möglich ist, ein gesteuertes feuchtes Klima um die Samen herum vorzusehen, das für den Keimungsprozess mit einer geeigneten Menge Luft (Sauerstoff) versehen ist, unter anderem weil die Papierschicht luftdurchlässig ist, und dass es während des zweiten Schrittes des Keimungsprozesses möglich ist, eine ausreichende Luftmenge in dem Bereich um die sich entwickelnden Wurzeln herum zu garantieren. Der Samen kann einer wirksamen Vorbereitung im Inneren des Bands unterworfen werden, indem dem SAP eine erste geringe Wassermenge zugeführt wird. Während des zweiten Keimungsschrittes, bei welchem dem Samenband zusätzliches Wasser zugeführt wird, wird ferner sichergestellt, dass die sich entwickelnde Wurzel der Keimungseinheit korrekt ausgerichtet werden kann, da der Samen in der Keimungseinheit befestigt ist, und dass der Anwender immer weiß, welche Seite der Keimungseinheit, das heißt des Samens, nach oben oder unten zeigt. Das Samenband ist für einen großen Bereich von Gemüse, wie beispielsweise Kopfsalat, Kohl und Karotten, Spinat und Zwiebeln, sowie industrielle Getreide, wie beispielsweise Zuckerrüben, Tabak, Tomaten und Mais besonders geeignet.

Wird der Samen im obersten Teil, vorzugsweise im obersten Viertel der Keimungseinheit platziert, kann dem Streifen aus SAP-Material, vorzugsweise dem Teil des Streifens, der sich im ausgepflanzten Zustand der Keimungseinheit über dem Samen befindet, erfindungsgemäß ein hydrophiles Material, wie beispielsweise Kieselerdepulver, Lehmpartikel, Vermiculit oder Perlit, zugemischt werden, mit dem Ergebnis, dass ein Kapillareffekt zwischen den SAP-Körnern und dem Samen erreicht wird und entsprechend ein verbesserter Fluidtransfer von den SAP-Körnern zu dem Samen erzielt wird. Dies führt zu einer verbesserten Steuerung des Mikroklimas um den Samen herum und gleichzeitig ist es möglich, eine vorbestimmte Menge Licht zuzuführen.

Erfindungsgemäß werden die Größe der SAP-Körner und die SAP-Menge derart gewählt, dass das SAP wenigstens 1/20 der Wassermenge halten kann, die erforderlich ist, um den vollständigen Keimungsprozess des Samens zu bewirken. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass wenigstens die Vorbereitung der Samen ausgeführt werden kann.

Erfindungsgemäß kann die Haftschicht vorteilhafterweise die gesamte Innenseite wenigstens einer Papierschicht bedecken und die Haftschicht kann vorzugsweise mittels vieler, im Wesentlichen sehr enger und benachbarter Bahnen des Haftmittels erzeugt sein, wobei sich diese Bahnen im Wesentlichen parallel zu der Längsrichtung des Samenbands oder orthogonal dazu oder in beiden Richtungen erstrecken.

Ferner können die im Wesentlichen parallelen Bahnen des Haftmittels erfindungsgemäß in der Haftschicht einen Winkel von 45° bis 70°, vorzugsweise 50° bis 60°, zur Längsrichtung des Samenbands bilden, wodurch sichergestellt wird, dass die aus dem Samen resultierende Wurzel bis zu einem vorbestimmten Grad in einer spezifischen Richtung zu Körnern mit Depot-Substanzen, wie beispielsweise klinische und biologische Pestizide gesteuert werden kann.

Ferner kann die Haftschicht erfindungsgemäß durch viele, eng nebeneinander angeordnete Haftmitteltropfen gebildet sein. Dies führt dazu, dass jedes planare Element in dem Samenband eine hohe Formstabilität aufweist.

Ferner kann die Haftfähigkeit des verwendeten Haftmittels erfindungsgemäß geringfügig schwächer sein als die Expansionskraft, welche durch das Polymermaterial ausgeübt wird, wenn dieses dazu gebracht wird, Wasser zu absorbieren, wobei das Haftmittel vorzugsweise eine Haftfähigkeit aufweist, welche mittels der in der vorliegenden Beschreibung angegebenen Methode gemessen schwächer als ungefähr 28 g*/cm, vorzugsweise schwächer als 20 g*/cm ist. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass während des Wässerns des Samenbands ausreichend Raum vorgesehen ist, um zu ermöglichen, dass die aufquellenden Polymerkörner Teile der Papierschichten leicht voneinander weg drücken, während die Haftfähigkeit des Haftmittels unterdrückt wird, wodurch die Spannungen in den Papierschichten nicht zu stark werden.

Ferner kann der untere Teil beider Papierschichten erfindungsgemäß zu derselben Seite gefaltet sein, wobei dieser untere Teil vorzugsweise eine Breite von 5% bis 15% der Breite des Samenbands in seinem nicht gefalteten Zustand aufweist. Dies führt dazu, dass die Samen oder die Granulatteile nicht unbeabsichtigt aus dem Band verschwinden, auch wenn sie sich von dem Haftmittel auf dem Papier lösen.

Erfindungsgemäß können die Papierschichten aus Kraftpapier mit einer hohen Nassfestigkeit oder aus einem Gaze-ähnlichen Material gefertigt sein, was sich als besonders vorteilhaft erwiesen hat, da das Papier dann eine große Menge Wasser absorbieren kann ohne in Stücke zu zerfallen.

Ferner können die Papierschichten erfindungsgemäß aus einem dünnen, nicht gewebten Fasermaterial (Vlies; nicht gewebtes Gewebe) gebildet sein. Es kann zu einem „Thermo-Keimruhe"-Zustand des Samenbands kommen, wenn das Samenband unbeabsichtigt bei einer zu hohen Temperatur gelagert wurde, und ein solcher „Thermo-Keimruhe"-Zustand kann auf relativ einfache Weise beendet werden, indem Ethylen zu dem Samenband gegeben wird, da das Ethylen das dünne Fasermaterial relativ leicht durchdringen kann. Dieser „Thermo-Keimruhe"-Zustand kann beispielsweise bei Kopfsalatsamen auftreten.

Ferner kann das Samenband erfindungsgemäß eine Breite von 10 bis 50 mm aufweisen, und jedes planare Element kann eine Breite von 10 bis 30 mm, vorzugsweise von 15 bis 20 mm aufweisen, was sich bei Gemüsesamen als besonders vorteilhaft erwiesen hat.

Erfindungsgemäß kann der SAP-Streifen ferner eine Breite von 3 bis 10 mm, insbesondere 4 bis 6 mm, vorzugsweise 5 mm aufweisen, was sich bei den meisten Samentypen als vorteilhaft erwiesen hat. Es bleibt viel Platz für die SAP-Körner, nachdem die SAP-Körner beim abschließenden Wässern durch Aufquellen ihr Maximalvolumen erreicht haben.

Ferner kann der SAP-Streifen erfindungsgemäß im Wesentlichen orthogonal zur Längsachse des Samenbands platziert sein. Dies führt dazu, dass eine einfache Verwendung des Bands bei der Herstellung des Samenbands erreicht wird.

Erfindungsgemäß ist das SAP-Material vorteilhafterweise eine aus quervernetzten Polyacrylsäuren, quervernetzten Isobutylen-Maleinsäure-Copolymer-Derivaten, Salzen quervernetzter Stärke-Polyacrylsäuren, Salzen quervernetzter Polyvinylalkohol-Polyacrylsäuren, quervernetzten Polyvinylalkohol-Derivaten, quervernetzten Polyethylen-Glykol-Derivaten und quervernetzten Carboxymethylcellulose-Derivaten gewählte Substanz.

Ferner kann das Haftmittel, welches Teil der Haftschicht ist, erfindungsgemäß vorteilhafterweise ein Polyvinylacetat, ein Polyvinylalkohol, ein Polyethylenglykol, ein Polyacrylat oder ein Acrylsäureester-Copolymer sein.

Erfindungsgemäß kann der Samen vorteilhafterweise mehr als 2 mm von der Oberkante des Samenbands entfernt platziert sein.

Ferner kann hydrophobes Pulver, wie beispielsweise hydrophobe Kieselerde, Calciumstearat, Magnesiumstearat oder Bariumstearat zu dem Streifen aus SAP-Material und vorzugsweise zu dem Teil des Streifens hinzugefügt werden, welcher in dem unteren Teil der Keimungseinheit positioniert ist, wenn die Keimungseinheit ausgepflanzt werden soll. Dies führt dazu, dass die SAP-Körner schneller mit Wasser gefüllt werden als zuvor, insbesondere während des zweiten Schritts des Keimungsprozesses, umfassend eine Zufuhr großer Mengen Wassers zu der Keimungseinheit, um die SAP-Körner vollständig mit Wasser zu füllen. Ferner kann die Luft, die sich vor dem Wässern optional in den Räumen zwischen den SAP-Körnern befindet, vollständig oder teilweise in der Keimungseinheit verbleiben.

Erfindungsgemäß können eine oder mehrere der Papierschichten durch Löcher mit einem Durchmesser von 0,1 mm bis 0,3 mm, vorzugsweise von 0,2 mm perforiert sein und kann die Anzahl der Löcher 7 bis 10 Löcher pro cm2, vorzugsweise 9 Löcher pro cm2, betragen. Dies führt dazu, dass sowohl Luft als auch Wasser während der zwei Schritte des Keimungsprozesses leicht in die Keimungseinheit gelangen können.

Ferner können eine oder beide Papierschichten durch Schnitte perforiert sein, wobei jeder Schnitt vorzugsweise eine Länge von 1,5 mm bis 3,0 mm aufweist und beispielsweise an einer Kante des Samenbands offen sein, wodurch eine zusätzliche Möglichkeit der Zufuhr von Luft (Sauerstoff) zum Samen erreicht wird.

Erfindungsgemäß können die SAP-Körner vorteilhafterweise kleiner als 600 &mgr;m sein und vorzugsweise eine Größe im Bereich von 200 &mgr;m bis 600 &mgr;m aufweisen.

Ferner kann das SAP-Material, wie beispielsweise die SAP-Körner und optional auch die Samen, die Zusatzstoffe und der Träger in einem plattenförmigen Trägermaterial aus beispielsweise geklebter oder gewebter Cellulose, aus Kunststofffasern oder aus nicht gewebten Fasern erfindungsgemäß eingeschlossen sein, was dazu führt, dass es während der Herstellung des Samenbands möglich ist, das SAP-Band und optional auch den Samen, die Zusatzstoffe und den Träger auf eine der Papierschichten auf besonders genaue Weise aufzubringen.

Erfindungsgemäß können das Haftmittel in der Haftmittelschicht durch Druck, Ultraschall oder Wärme aktiviert werden, mit dem Effekt, dass eine sehr einfache Herstellung des Samenbands erzielt wird.

Ferner kann das SAP-Material erfindungsgemäß in Form dünner Stäbchen, Fäden oder Stapelfasern vorzugsweise mit einer Feinheit von 10 bis 30 Denier vorliegen, wobei die Stapelfasern beispielsweise eine Länge von 3 bis 4 mm aufweisen. Die resultierende Befestigung des SAP-Materials an den Papierschichten ist so verbessert. Das SAP-Material in der Nähe der Kanten des Samenbands kann sich nicht leicht lösen und aus jedem planaren Element hinausfallen.

Erfindungsgemäß können die Fäden aus SAP-Material in das Trägermaterial eingewebt sein, was dazu führt, dass es möglich ist, auf besonders effiziente und einfache Weise eine korrekte Positionierung des SAP-Materials in jedem planaren Element sicherzustellen.

Die Erfindung betrifft auch eine von dem Samenband erfindungsgemäß abgeschnittene Keimungseinheit.

Es wird darauf hingewiesen, dass die Erfindung vorzugsweise für nackte Samen verwendet wird. Der vorangehende Bezug auf je einen Samen pro Keimungseinheit dient zur besseren Erläuterung. Jede Keimungseinheit kann anstatt nur eines Samens auch viele Samen umfassen.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Die Erfindung wird nachfolgend mit Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen detailliert beschrieben, wobei gilt:

1 ist eine Vorderansicht einer hochkant platzierten erfindungsgemäßen Ausführungsform des Samenbands,

2 zeigt einen horizontalen Abschnitt der Ausführungsform in 1, wobei die obere Papierschicht der zwei Papierschichten des Samenbands entfernt worden ist und wobei die Haftschicht ausgenommen ist,

3 zeigt eine zweite Ausführungsform des erfindungsgemäßen Samenbands, bei welcher die obere Papierschicht des Bands entfernt worden ist,

4 zeigt eine dritte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Samenbands, bei welcher ein Ende des planaren Elements des Samenbands gefaltet worden ist,

5 zeigt eine vierte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Samenbands, bei welcher die einzelnen planaren Elemente unter anderem in der unteren Hälfte einige parallele Schlitze aufweisen,

6 zeigt eine fünfte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Samenbands, bei welcher die im Wesentlichen parallelen Haftstreifen der Haftschicht einen Winkel von ungefähr 55° zu der Längsrichtung 1 des Samenbands bilden,

7 zeigt ein Samenband, bei welchem die obere Papierschicht entfernt worden ist, und zeigt wie ein breiter Streifen SAP-Material platziert werden kann,

8 zeigt ein Samenband, bei welchem Perforationen in der Papierwand gebildet sind, und

9 zeigt eine Papierschicht eines Samenbands, wobei die Haftstreifen der Haftschicht deutlich erscheinen, wobei sich die Streifen parallel und orthogonal zu der Längsrichtung des Samenbands erstrecken.

Beste Ausführungsart der Erfindung

1 zeigt eine Ausführungsform eines Samenbands 1, das für die Verwendung zusammen mit einem gesteuerten Keimungsprozess gedacht ist, vorzugsweise einem Zwei-Schritt-Keimungsprozess. Das Band ist aus aufeinander folgend angeordneten Keimungseinheiten 1a, 1b, 1c, 1d gebildet, wobei jede Keimungseinheit einen Samen 5, Zusatzstoffe 6 in fester Form (Körner) und einen Träger 8 ebenfalls in fester Form (Körner) umfasst.

Das Band ist aus zwei Papierschichten 1' und 1'' gebildet, wobei wenigstens eine der Papierschichten eher luftdurchlässig ist. Die Papierschichten sind mittels einer Haftschicht auf wenigstens einer der Papierschichten zusammen geklebt. Die Haftschicht ist in 9 mit 9 bezeichnet. Die Trennlinien zwischen den einzelnen Keimungseinheiten sind mit 7 bezeichnet. So ist jede Keimungseinheit als ein längliches planares Element 1a, 1b, 1c, 1d gebildet. Die Haftmittelkörner 6 und der Träger sind wie gezeigt an unterschiedlichen Stellen um den Samen 5 herum angeordnet, wobei Luft zwischen die Körner und den Samen gelangt. Der Samen 5, die Zusatzstoffe 6 und der Träger 8 sind an die Innenseite wenigstens einer Papierschicht 1' mittels der oben genannten Haftschicht angehaftet. Wie in 2 gezeigt ist, ist ein eher breiter Streifen aus wasserabsorbierendem Polymer (SAP) 10 an der Haftschicht an der Innenseite beispielsweise der Papierschicht 1' angebracht, das heißt in jedem planaren Element 1a, 1b, 1c, 1d. Dieser breite Streifen aus wasserabsorbierendem Polymer (SAP) 10 erstreckt sich zu beiden Enden des planaren Elements, das heißt zu beiden Kanten des Samenbands, und gelangt über den Samen 5. Dieser Streifen 10 kann sich optional nur von einem der Enden des planaren Elements und zu dem Samen 5 erstrecken und nicht weiter, vgl. 7. In ähnlicher Weise kann der SAP-Streifen 10' kurz über den Samen hinausgehen, das heißt über das rechte Ende in 7.

Wird der Samen 5 in dem oberen Abschnitt, vorzugsweise dem oberen Viertel der Keimungseinheit platziert, kann hydrophiles Material, wie beispielsweise Kieselerdepulver, Tonpartikel, Vermiculit oder Perlit insbesondere zu dem Teil 10a des Streifens 10 hinzugefügt werden, vgl. 3, welcher im ausgebetteten Zustand der Keimungseinheit über dem Samen 5 liegt.

Bei dem oben genannten SAP-Streifen sind Größe und Menge der SAP-Körner derart gewählt, dass das SAP wenigstens einen zwanzigsten Teil der Wassermenge halten kann, die notwendig ist, um das Abschließen des Keimungsprozesses des Samens zu bewirken. Folglich kann der Streifen genau die Menge Wasser absorbieren, die notwendig ist, um eine Vorbereitung durchzuführen bevor nach einer Pause von beispielsweise 5 bis 14 Tagen die Keimung des Samens abgeschlossen ist. Die Samen sind typischerweise Samen von Spinat, Karotten und Zwiebeln, welche immer vorbereitet werden. Der erste Schritt des Keimungsprozesses, das heißt die Vorbereitung, ermöglicht nicht nur das Eindringen einer sehr geringen Menge Wasser zu dem Samen, sondern auch das Eindringen von Luft (Sauerstoff) durch die luftdurchlässige Papierwand. Das Mikroklima, insbesondere die Feuchtigkeit um den Samen herum wird auf der Basis des SAP-Streifens gesteuert. Der zweite Schritt des Keimungsprozesses erlaubt das Eindringen von großen Mengen Wasser und von Luft (Sauerstoff) zu den Wurzeln. Das erfindungsgemäße Samenband hat sich für beide Schritte des Keimungsprozesses als geeignet erwiesen.

In 9 ist die Haftschicht aus vielen parallelen und benachbarten Haftstreifen 9 gebildet, welche entweder zu der Längsrichtung des Samenbands oder zu der Richtung orthogonal zu der Längsrichtung parallel sind. Wie in 6 gezeigt ist, ist es möglich, dass die Haftstreifen 37 der Haftschicht einen Winkel v zu der Längsrichtung des Samenbands von ungefähr 45 bis 70°, vorzugsweise von 50 bis 60° bilden. In 6 beträgt v ungefähr 55°.

Wie in 7 gezeigt ist, kann die Haftschicht 9 in Form vieler nebeneinander angeordneter Tropfen gebildet sein.

Was das verwendete Haftmittel 9, 27, 37 angeht, wird darauf hingewiesen, dass dessen Haftfähigkeit geringfügig schwächer ist als die Expansionskraft, die von dem Polymermaterial ausgeübt wird, wenn es dazu gebracht wird, Wasser zu absorbieren. Das Haftmittel weist eine Haftfähigkeit von ungefähr 28 g* pro cm oder weniger auf, vorzugsweise von weniger als 20 g*/cm. Die Haftfähigkeit ist hier durch die Kraft in g*/cm gemessen, die notwendig ist, um zwei Papierschichten zu trennen, welche mittels des fraglichen Haftmittels angehaftet worden sind und eine Breite von 5 cm und eine Länge von 20 cm aufweisen. An dem 5 cm breiten Streifen wird eine Kraft von ungefähr 100*g gemessen, was den ungefähr 20 g* pro cm entspricht.

4 zeigt, wie der untere Abschnitt beider Papierschichten 1' und 11'', das heißt der Abschnitt, der später auf die Erde gelegt wird, zu derselben Seite gefaltet werden kann, wobei der untere Abschnitt in 4 mit 24 bezeichnet ist und vorzugsweise eine Breite b1 von 5 bis 15% der Breite b1 + b0 des Bands im nicht gefalteten Zustand aufweist.

5 zeigt, wie die untere Hälfte jedes planaren Elements 1a, 1b, 1c, 1d eine Vielzahl im Wesentlichen paralleler Schlitze 21 umfassen kann, welche sich durch eine oder beide Papierschichten erstrecken und an der benachbarten Kante 30 des Bands 1 offen sind. Die Schnitte können eine Länge von 1,5 bis 3,0 mm aufweisen. Die Papierschichten können aus Kraftpapier mit einer hohen Nassstärke oder auch aus einem Gaze-ähnlichen Material gebildet sein. Ferner können die „Papier"schichten aus einem dünnen, nicht gewebten Material (Vlies; nicht gewebtes Gewebe) gebildet sein. Jedes Samenband weist vorzugsweise eine Breite b von 10 bis 50 mm auf und jedes planare Element kann eine Breite B von 10 bis 30 mm, vorzugsweise von 15 bis 20 mm aufweisen. Geht es beispielsweise um Kohlsamen, so kann das Samenband 10 mm breit sein und jedes planare Element 15 mm breit sein. Geht es beispielsweise um Maissamen, so können die entsprechenden Maße 25 bzw. 20 mm betragen.

Der Streifen 10 aus SAP-Material, siehe 2 und 7, kann eine Breite b1 von 3 bis 10 mm, insbesondere 4 bis 6 mm, vorzugsweise 5 mm aufweisen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass das SAP-Material in der Regel in Form eines sehr feinen, fast unsichtbaren Pulvers vorliegt. Das Gewicht des SAP-Materials für ein einzelnes planares Element liegt typischerweise im Bereich von ungefähr 0,00025 bis 0,0045 g, was bedeutet, dass die Körner auf jedem Streifen mit bloßem Auge kaum zu sehen sind. Die Körner, das heißt, das Granulat, kann einen Durchmesser von weniger als 600 &mgr;m aufweisen.

Der Streifen aus SAP-Material 10 kann im Wesentlichen orthogonal zu der Achse 1 des Samenbands platziert sein, siehe 2. In 7 wird deutlich, wie die Streifen 10, 10' auf verschiedene Weise bezüglich des Samens 5 platziert werden können. Wie oben beschrieben, kann der Streifen 10' bezüglich des Samens 5 leicht versetzt platziert sein.

Das bei den Streifen 10, 10' verwendete SAP-Material kann beispielsweise eine aus querverbundenen Polyacrylsäuren, querverbundenen Isobutylen-Maleinsäure-Copolymer-Derivaten, Salzen querverbundener Stärke-Polyacrylsäuren, Salzen querverbundener Polyvinylalkohol-Polyacrylsäuren, querverbundenen Polyvinylalkohol-Derivaten, querverbundenen Polyethylen-Glykol-Derivaten und querverbundenen Carboxymethylcellulose-Derivaten gewählte Substanz sein.

Das Haftmittel, welches bei der Haftschicht 27, 37 verwendet ist, kann ein Polyvinylacetat, ein Polyvinylalkohol, ein Polyethylenglykol, ein Polyacrylat oder ein Acrylsäureester-Copolymer sein.

Während sich die vorliegende Beschreibung darauf bezieht, dass jede Keimungseinheit 1a, 1b, 1c, einen Samen 5 umfasst, wird darauf hingewiesen, dass die Keimungseinheit, das heißt das planare Element, in einigen Situationen mehrere Samen umfassen kann, beispielsweise wenn es um Zwiebel-, Karotten- und Spinatsamen oder um Samen für verschiedene aromatische Pflanzen geht, welche in Büscheln angebaut werden.

Jeder Samen 5 kann in der Nähe der Samenbandkante 20 oben in der Erde positioniert sein, wenn das Samenband ausgebettet wird. Die Entfernung a von dem Samen 5 zu der Kante 20, siehe 7, kann in einigen Situationen nur 2 mm betragen und ist im Allgemeinen nicht kürzer.

Wie in 7 gezeigt ist, kann dem Streifen 10' aus SAP-Material hydrophobes, d.h. wasserabweisendes Pulver, wie beispielsweise wasserabweisendes Kieselerde, Calciumstearat, Magnesiumstearat oder Bariumstearat hinzugefügt werden, vorzugsweise zu dem Abschnitt des Streifens, welcher unten in der Erde platziert ist, sobald das Band ausgebettet worden ist.

Die einzelnen SAP-Körner können kleiner als 60 &mgr;m sein, weisen aber vorzugsweise eine Größe im Bereich von 200 bis 600 &mgr;m auf.

8 zeigt, wie eine oder mehrere der Papierschichten durch kreisförmige Löcher 22 mit einem Durchmesser von 0,1 bis 0,3 mm, vorzugsweise 0,2 mm, perforiert sein kann. Die Löcher und die Lochzwischenräume sind aus Gründen der Klarheit übertrieben dargestellt. Die Anzahl der Löcher beträgt 7 bis 10 pro cm2, vorzugsweise 9 Löcher pro cm2.

Das SAP-Material, wie beispielsweise die SAP-Körner in dem Streifen 10, siehe zum Beispiel 2, und optional auch der/die Samen, die Zusatzstoffe und der Träger können in einem nicht gezeigten plattenförmigen Träger beispielsweise in geklebten oder gewebten Zellulose-, Kunststofffasern oder nicht gewebtem Gewebe eingeschlossen sein, was dazu führt, dass der Streifen leicht in der korrekten Position angehaftet werden kann.

Erstreckt sich der Streifen 10 aus SAP-Körnern ganz von der oberen Kante des Samenbands zu der unteren Kante des Bands, so kann jedes planare Element 1a, 1b, 1c und 1d als eine kleine, abgeflachte Röhre beschrieben werden.

Das Haftmittel der Haftschicht 27, 37 kann, falls gewünscht, beispielsweise mittels eines Drucks, Ultraschall oder Wärme aktivierbar sein, wodurch die resultierende Herstellung des planaren Elements 1a, 1b, 1c und 1d leichter ist.

Anstelle von Körnern kann das SAP-Material in Form von dünnen Stäbchen, Fäden oder Stapelfasern vorliegen, vorzugsweise mit einer Feinheit von 10 bis 30 Denier, wodurch die Stapelfasern beispielsweise eine Länge von 3 bis 4 mm aufweisen. Diese Fäden können, falls erwünscht, in das oben beschriebene plattenförmige Trägermaterial gewebt werden.

Ein Vorteil der Erfindung besteht darin, dass es, falls es notwendig ist, eine Vorbereitung der Samen durchzuführen, möglich ist, diese Vorbereitung auf sehr zuverlässige und einfache Weise durchzuführen und es gleichzeitig möglich ist, eine sehr schnelle, zuverlässige und sehr homogene Vorbereitung der Samen während des zweiten Keimungsschritts zu erzielen. Falls gewünscht, ist es möglich, eine Pause von bis zu mehreren Wochen zwischen dem ersten und dem zweiten Keimungsschritt einzulegen und durch eine Abkühlung auf 2 bis 5°C ist es möglich, diese Pause weiter zu verlängern. Die Vorbereitung erfolgt üblicherweise bei 10 bis 35°C, vorzugsweise bei 18 bis 25°C. Bei Zuckerrüben erfolgt typischerweise eine Pause von ungefähr 14 Tagen zwischen dem Abschließen der Vorbereitung und dem Initiieren des Abschlusses des Keimungsprozesses. Letzteres gilt auch für Samen von Spinat, Zwiebeln, Karotten, Kohl und Kopfsalaten.

Die Bezeichnung „planares Element" ist hier als ein relativ kleiner, im Wesentlichen rechteckiger oder Parallelogramm-förmiger Körper zu verstehen, welcher auch relativ dünn ist.


Anspruch[de]
Samenband (1) für einen gesteuerten Keimungsprozess, umfassend aufeinander folgend angeordnete Keimungseinheiten (1a, 1b, 1c, 1f), wobei die Keimungseinheiten, falls gewünscht, eine nach der anderen abgeschnitten werden können, wobei das Samenband aus wenigstens zwei Papierschichten (1', 1'') gebildet ist und dafür vorgesehen ist, hochkant angeordnet verwendet zu werden, und wobei jede Keimungseinheit einen Samen (5), Zusatzstoffe (6) und einen Träger (8) umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass jede Keimungseinheit (1a, 1b, 1c, 1d) als planares Element ausgebildet ist, dessen Längsachse (4) sich im Wesentlichen quer zu oder geneigt bezüglich der Längsachse des Samenbands (1) erstreckt, und dadurch dass die Zusatzstoffe (6) und der Träger (8) in Form eines Granulats vorliegen und an separaten Stellen um den Samen (5) herum angeordnet sind, wobei sich Luft zwischen dem Samen und den Zusatzstoffen und dem Träger befindet, und dadurch, dass der Samen, die Zusatzstoffe und der Träger an eine an sich eher luftdurchlässige Papierschicht mittels einer Schicht (9, 27, 37) eines Haftmittels an der Innenseite der Papierschicht (1', 1'') angehaftet sind, und dadurch, dass wenigstens ein optional eher breiter Streifen (10, 10') eines wasserabsorbierenden, superabsorbierenden Polymers (SAP) über den Samen oder hinter dem Samen (5) in geringer Entfernung zu diesem derart verläuft, dass er, in einer Richtung orthogonal zu der Längsrichtung des Samenbands betrachtet, wenigstens ein Ende des planaren Elements erreicht. Samenband nach Anspruch 1, bei welchem der Samen (5) im obersten Teil, vorzugsweise im obersten Viertel, der Keimungseinheit platziert ist, dadurch gekennzeichnet, dass dem Streifen (10, 10') aus SAP-Material, vorzugsweise dem Teil (10a) des Streifens, der sich im ausgepflanzten Zustand der Keimungseinheit über dem Samen (5) befindet, ein hydrophiles Material, wie beispielsweise Kieselerdepulver, Lehmpartikel, Vermiculit oder Perlit, zugemischt ist. Samenband nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Größe der SAP-Körner und die SAP-Menge derart gewählt sind, dass das SAP wenigstens 1/20 der Wassermenge halten kann, die erforderlich ist, um den vollständigen Keimungsprozess des Samens (5) zu bewirken. Samenband nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Haftschicht die gesamte Innenseite wenigstens einer Papierschicht bedeckt, und dass die Haftschicht vorzugsweise mittels vieler, im Wesentlichen paralleler, sehr enger und benachbarter Bahnen (9) des Haftmittels erzeugt ist, wobei sich diese Bahnen im Wesentlichen parallel zu der Längsrichtung des Samenbands (1) oder orthogonal dazu oder in beiden Richtungen erstrecken. Samenband nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die im Wesentlichen parallelen Bahnen (37) des Haftmittels in der Haftschicht einen Winkel (v) von 45° bis 70°, vorzugsweise 50° bis 60°, zur Längsrichtung des Samenbands bilden. Samenband nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Haftschicht (27) durch viele eng nebeneinander angeordnete Haftmitteltropfen gebildet ist. Samenband nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Haftfähigkeit des verwendeten Haftmittels (9, 27, 37) geringfügig schwächer ist als die Expansionskraft, welche durch das Polymermaterial ausgeübt wird, wenn dieses dazu gebracht wird, Wasser zu absorbieren, wobei das Haftmittel vorzugsweise eine Haftfähigkeit aufweist, welche mittels der in der vorliegenden Beschreibung angegebenen Methode gemessen schwächer oder gleich ungefähr 28 g*, vorzugsweise schwächer als 20 g*/cm ist. Samenband nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der untere Teil (24) beider Papierschichten (1', 1'') zu derselben Seite gefaltet ist, wobei dieser untere Teil (20) vorzugsweise eine Breite b1 von 5% bis 15% der Breite b1 + b0 des Samenbands in seinem nicht gefalteten Zustand aufweist. Samenband nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Papierschichten (1', 1'') aus Kraftpapier mit einer hohen Nassfestigkeit oder aus einem Gaze-ähnlichen Material gefertigt sind. Samenband nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die „Papier"schichten (1', 1'') aus einem dünnen, nicht gewebten Fasermaterial (nicht gewebtes Gewebe) gebildet sind. Samenband nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass es eine Breite (b) von 10 bis 50 mm aufweist, und dass jedes planare Element (1a, 1b, 1c, 1d) eine Breite B von 10 bis 30 mm, vorzugsweise von 15 bis 20 mm aufweist. Samenband nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der SAP-Streifen (10', 10'') eine Breite (b1) von 3 bis 10 mm, insbesondere 4 bis 6 mm, vorzugsweise 5 mm aufweist. Samenband nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der SAP-Streifen (10) im Wesentlichen orthogonal zur Längsachse (1) des Samenbands platziert ist. Samenband nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das SAP-Material eine aus quervernetzten Polyacrylsäuren, quervernetzten Isobutylen-Maleinsäure-Copolymer-Derivaten, Salzen quervernetzter Stärke-Polyacrylsäuren, Salzen quervernetzter Polyvinylalkohol-Polyacrylsäuren, quervernetzten Polyvinylalkohol-Derivaten, quervernetzten Polyethylen-Glykol-Derivaten und quervernetzten Carboxymethylcellulose-Derivaten gewählte Substanz ist. Samenband nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Haftmittel, welches Teil der Haftschicht (9, 27, 37) ist, ein Polyvinylacetat, ein Polyvinylalkohol, ein Polyethylenglycol, ein Polyacrylat oder ein Acrylsäureester-Copolymer ist. Samenband nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Samen (5) mehr als 2 mm von der Oberkante (20) des Samenbands entfernt platziert ist. Samenband nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass hydrophobes Pulver, wie beispielsweise hydrophobe Kieselerde, Calciumstearat, Magnesiumstearat oder Bariumstearat zu dem Streifen (10, 10') aus SAP-Material und vorzugsweise zu dem Teil (10') des Streifens hinzugefügt wird, welcher in dem unteren Teil der Keimungseinheit positioniert ist, wenn die Keimungseinheit ausgepflanzt werden soll. Samenband nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass eine oder mehrere der Papierschichten (1', 1) durch Löcher (22) mit einem Durchmesser von 0,1 mm bis 0,3 mm, vorzugsweise von 0,2 mm perforiert ist/sind und dass die Anzahl der Löcher 7 bis 10 Löcher pro cm2, vorzugsweise 9 Löcher pro cm2, beträgt. Samenband nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass eine oder beide Papierschichten durch Schnitte perforiert sind, wobei jeder Schnitt vorzugsweise eine Länge von 1,5 mm bis 3,0 mm aufweist und beispielsweise an einer Kante des Samenbands offen ist. Samenband nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen SAP-Körner kleiner als 600 &mgr;m sind und vorzugsweise eine Größe im Bereich von 200 &mgr;m bis 600 &mgr;m aufweisen. Samenband nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass das SAP-Material, wie beispielsweise die SAP-Körner und optional auch die Samen, die Zusatzstoffe und der Träger in einem plattenförmigen Trägermaterial aus beispielsweise geklebter oder gewebter Cellulose, aus Kunststofffasern oder aus nicht gewebten Fasern eingeschlossen sind. Samenband nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass das Haftmittel in der Haftmittelschicht durch Druck, Ultraschall oder Wärme aktiviert wird. Samenband nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das SAP-Material in Form dünner Stäbchen, Fäden oder Stapelfasern mit einer Feinheit von 10 bis 30 Denier vorliegt, wobei die Stapelfasern beispielsweise eine Länge von 3 bis 4 mm aufweisen. Samenband nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Fäden aus SAP-Material in das Trägermaterial eingewebt sind. Von dem Samenband nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 24 abgeschnittene Keimungseinheit.






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