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Dokumentenidentifikation DE60124413T2 30.08.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001328781
Titel VERFAHREN UND VORRICHTUNG ZUM WÄGEN
Anmelder Marel HF., Reykjavik, IS
Erfinder OLAFSSON, Thor, Jon, IS-210 Gardabaer, IS
Vertreter Vossius & Partner, 81675 München
DE-Aktenzeichen 60124413
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 12.09.2001
EP-Aktenzeichen 019633676
WO-Anmeldetag 12.09.2001
PCT-Aktenzeichen PCT/IS01/00018
WO-Veröffentlichungsnummer 2002023140
WO-Veröffentlichungsdatum 21.03.2002
EP-Offenlegungsdatum 23.07.2003
EP date of grant 08.11.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.08.2007
IPC-Hauptklasse G01G 11/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]
Technisches Feld

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Wägen mit Hilfe einer Wägeeinheit des Fördertyps, wobei ein Förderband, das eine Endlosschleife bildet, entlang einer Führungseinheit transportiert wird, die eine erste Förderrichtung definiert und sich zwischen den oberen Seiten von einander gegenüberliegend angeordneten Rollen erstreckt. Das Band wird auf umlaufende Weise angetrieben und in Förderrichtung über eine Wägevorrichtung transportiert. Die Wägevorrichtung, die ein Teil der Führungseinheit ist, führt ein kontinuierliches Wägen von Objekten durch, die entlang des Förderers transportiert werden. Beispiele für Wägeeinheiten des Fördertyps sind in der GB-A-2160985, US-A-4660665 und US-A-4550793 und US-A-4788930 gegeben.

Hintergrund der Erfindung

Das Förder-Wägeverfahren ist seit einiger Zeit bekannt. Förder-Wägevorrichtungen werden hauptsächlich zum Wägen von Schüttgut, wie Getreide und Gesteine, und anderen Materialien verwendet. Es besteht jedoch zunehmender Bedarf an präzisen und Schnellwägeeinheiten sowohl zum kontinuierlichen Wägen von Schüttgut als auch zum Wägen und Klassifizieren von einzelnen Objekten, beispielsweise Nahrungsmittelstücken. Auf vielen Gebieten der Nahrungsmittelverarbeitung ist es wesentlich, das Gewicht eines zu verarbeiteten Produkts vor den verschiedenen Arbeitsschritten, beispielsweise vor dem Sortieren/Klassifizieren, Schneiden oder Verpacken, so genau wie möglich zu messen. Das Wägen einzelner Nahrungsmittelstücke, die entlang eines Förderers transportiert werden, ist heutzutage ein sehr wichtiger Arbeitsschritt bei der Verarbeitung von z. B. Fischfilets und beim Zuschneiden von Fleisch. Wenn man jedes Objekt einzeln an einer stationären Wägeeinheit wägen muß, wäre die Verarbeitungsgeschwindigkeit insgesamt verringert.

Es ist keine Frage, daß das Vorstehende auf die Verarbeitung nicht nur von Fisch und Fleisch, sondern auch von anderen Nahrungsmitteltypen zutrifft. Der Hauptnachteil der bestehenden Wägevorrichtungen des Fördertyps, insbesondere derjenigen, die für die Nahrungsmittelverarbeitungsindustrie vorgesehen sind, ist ein Mangel an Robustheit und Genauigkeit.

Kurze Beschreibung der Erfindung

Das Ziel der Erfindung ist, eine genaue Wägeeinheit des Fördertyps bereitzustellen, die auf einem Förderband transportierte Objekte unterschiedlicher Größe wägen kann und die beim Wägen eines bestimmten Objekts den Einfluß von benachbarten Objekten ausschließen kann.

Bei den meisten Wägevorrichtungen des Fördertyps müssen die Objekte auf dem Förderband in einem bestimmten minimalen Abstand zueinander angeordnet sein. Es ist zeitaufwendig, jedes Objekt in einem bestimmten Abstand zum nächsten Objekt anzuordnen. Am häufigsten ist es die Länge der Wägeplattform, die den minimalen Abstand zwischen den Objekten festlegt. Wenn die Objekte zu nahe aneinander sind, kann das Wägen allein eines einzigen Objekts nicht durchgeführt werden.

Es ist daher das Ziel dieser Erfindung, eine Vorrichtung bereitzustellen, die diese Nachteile der bekannten Verfahren überwinden kann.

Die hier beschriebene erfindungsgemäße Wägeeinheit des Fördertyps ist dadurch gekennzeichnet, daß die Führungseinheit der Wägevorrichtung von der horizontalen Ebene aus nach oben geneigt ist und dadurch einen aufwärts geneigten Förderweg für das Band bildet. Das Förderband ist mit Trennwänden ausgestattet, die mehrere Objektaufnahmefächer bilden. Dadurch wird jedes Objekt einem bestimmten Objektaufnahmefach zugeteilt. Außerdem werden durch die in Förderrichtung aufwärts geneigte Führungseinheit die Objekte durch die Schwerkraft zur nächsten dahinter angeordneten Trennwand bewegt, die das Ende des Aufnahmefaches bildet. Dadurch wird erreicht, daß der Abstand zwischen zwei benachbarten Objekten immer gleich oder annähernd gleich dem Abstand zwischen zwei benachbarten Trennwänden ist.

Durch Anpassen der Länge der Plattform an den Abstand zwischen den Trennwänden kann ein Wägen jedes Objekts erzielt werden. Außerdem ist der Abstand zwischen den Trennwänden gleich oder größer als die Länge der Wägeplattform der Wägeeinrichtung.

Ferner ist die Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß die Neigung der Führungseinheit ungefähr 10-60°, vorzugsweise 25-50°, am stärksten bevorzugt ungefähr 35-45°, zur horizontalen Ebene ist.

Ferner weist die Wägeeinheit einen Förderband-Erfassungssensor auf, um Information über die Position des Förderbands, das die ankommenden Objekte transportiert, zu sammeln.

Zuletzt ist das mit dieser Wägevorrichtung des Fördertyps durchgeführte Wägeverfahren dadurch gekennzeichnet, daß

die erste Förderrichtung von der horizontalen Ebene aus aufwärts geneigt ist,

das Förderband mit Trennwänden, die mehrere Objektaufnahmefächer in dem Band bilden, ausgestattet ist,

die zu wägenden Objekte darin angeordnet werden,

die Objekte durch die Trennwand und die Schwerkraft voneinander separiert werden, während das Band in der geneigten Position transportiert wird,

die Objekte lehnen daher an den Trennwänden, während sie über die Wägeeinheit transportiert werden.

Außerdem wird der Abstand zwischen den Trennwänden als gleich oder größer als die Länge der Wägeplattform der Wägeeinrichtung eingestellt.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Die Erfindung wird mit Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen detaillierter erklärt.

1 zeigt eine Seitenansicht der geneigten Wägevorrichtung mit einer Verarbeitungsmaschine.

2 zeigt die Wägevorrichtung von oben aus gesehen.

3 zeigt eine Querschnittansicht der Wägeplattform. Detaillierte Beschreibung der derzeit bevorzugten beispielhaften Ausführungsform der Erfindung

Die in 1 und 2 dargestellte Vorrichtung weist eine Wägeeinheit (2) des Fördertyps auf, die an einer stationären Trägerrahmenstruktur (41) angeordnet ist. Ein Förderband (3), das Teil der Wägeeinheit des Fördertyps ist, bildet eine Endlosschleifeneinheit, die auf umlaufende Weise von einer Antriebseinheit (6) angetrieben wird. Das Förderband wird entlang einer ausgerichteten Führungseinheit (15) transportiert, die sich zwischen den oberen Seiten von Umkehrrollen (16, 17) erstreckt. Das Band ist mit mehreren Trennwänden (46) versehen, die das Band in Fächer (45) für die zu wägenden Objekte unterteilen. Eine Wägeeinrichtung (4) ist als Teil der Führungseinheit eingebaut und bildet dadurch Teil einer Plattform, entlang welcher das Förderband transportiert wird. Während das Band entlang der Führungseinheit (15) transportiert wird, werden von der Wägeeinrichtung kontinuierliche Wägemessungen durchgeführt. Der oberhalb der Wägeplattform (7) angeordnete Abschnitt (L1) des Bands wird jedes Mal gewogen. Zur Überwachung und Steuerung des Betriebsablaufs ist eine Datenverarbeitungseinheit (nicht gezeigt) mit entsprechenden Teilen der Vorrichtung verbunden. Die Wägeeinheit ist mit einer Fischverarbeitungsmaschine (50) eines beliebigen bevorzugten Typs verbunden, der ein Wägen der Objekte vor der Verarbeitung erfordert.

3 zeigt einen Querschnitt der Wägeplattform. Die Wägeeinheit ist von der horizontalen Ebene aus in einem Winkel E, der abhängig von der Art des zu wägenden Objekts ungefähr 10-60°, stärker bevorzugt 25-50°, am stärksten bevorzugt ungefähr 35-45°, sein kann, aufwärts geneigt. Das zu wägende Objekt wird durch die Schwerkraft gegen die obere Seite der Trennwand (46), die das Objektaufnahmefach (45) bildet, gedrückt. Wenn das Objektaufnahmefach (45) oberhalb der Wägeplattform (7) angeordnet ist, wird eine Wägung durchgeführt. Durch dieses Verfahren wird jedes zu wägende Objekt durch die Schwerkraft an der oberen Seite der Trennwand (46) angeordnet und hat dadurch einen gleichmäßigen Abstand zu den benachbarten Objekten. Durch einfache Trigonometrie unter Berücksichtigung des Neigungswinkels E kann das tatsächliche Gewicht des Objekts gewonnen werden.

Die zu wägenden Objekte (47) werden einzeln in einem Aufnahmefach (45) an dem Förderband (3) angeordnet. Da die Führungseinheit (15) für das Band, vorzugsweise ungefähr 35-45°, in Förderrichtung aufwärts geneigt ist, wird das Objekt automatisch zur nächsten hinter dem Objekt angeordneten Trennwand (46) bewegt. Dies erfolgt aufgrund der Bewegung des Bands und aufgrund der Neigung und der dadurch erhöhten Kraft auf das Objekt zur Trennwand hin. Dadurch ist es möglich, den zwischen den Objekten benötigten Abstand zu minimieren.

Es ist also zu sehen, daß die Ziele der vorliegenden Erfindung vollständig und effektiv erreicht worden sind. Es ist jedoch offensichtlich, daß die vorstehende bevorzugte spezielle Ausführungsform zum Zwecke dieser Erfindung gezeigt und beschrieben worden ist und Änderungen unterliegt, ohne von ihren Grundprinzipien abzuweichen, wobei die Erfindung lediglich durch die angefügten Ansprüchen definiert ist.


Anspruch[de]
Wiegeeinheit des Fördertyps (2) zum Wiegen von Objekten, die von einer Fördervorrichtung transportiert werden, die Folgendes aufweist: einen Rahmen (41), ein Förderband (3), das eine Endlosschleife bildet, eine Führungseinheit (15), die eine erste Förderrichtung (11) definiert, die sich zwischen den oberen Seiten von zwei gegenüberliegend angeordneten Rollen (16, 17) erstreckt, eine Wiegevorrichtung (4), die einen Teil der Führungseinheit (15) bildet, wobei das Band in einer kreisende Art und Weise durch eine Antriebseinheit (6) angetrieben ist, und in einer Förderrichtung über die Wiegevorrichtung transportiert wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungseinheit (15) von der horizontalen Ebene aufwärts geneigt ist und so einen sich aufwärts neigenden Förderweg für das Band bildet, wobei das Förderband (3) mit Trennwänden (46) ausgestattet ist, die mehrere von Objektaufnahmefächer, (45) bilden, wobei der Abstand zwischen den Trennwänden (46) gleich oder größer als eine Länge (L1) der Wiegeplattform (7) der Wiegevorrichtung (4) ist. Wiegeeinheit des Fördertyps (2) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Neigung der Führungseinheit (15) etwa 10 bis 60° beträgt, vorzugsweise 25 bis 50° und insbesondere etwa 35 bis 45° von der horizontalen Ebene. Wiegeeinheit des Fördertyps (2) nach einem oder beiden der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Wiegeeinheit (2) einen Objekterfassungssensor (19) aufweist, der mit der Datenverarbeitungseinheit verbunden ist, um Information zu der Position von Objektaufnahmefächern (45) zu sammeln, die sich auf dem Förderband (3) nähern. Wiegeeinheit des Fördertyps (2) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Wiegeeinheit (2) einen Förderbanderfassungssensor zum Sammeln von Information zu der Position des Förderbands (3) aufweist, das die Objekte transportiert. Verfahren zum Wiegen von Objekten durch eine Wiegeeinheit des Fördertyps (2), wobei das Förderband (3), das eine Endlosschleife bildet, entlang einer Führungseinheit (15) transportiert wird, die eine erste horizontale Förderrichtung (11) definiert, die sich zwischen den oberen Seiten von gegenüberliegend angeordneten Rollen (16, 17) erstreckt, wobei eine Wiegevorrichtung (4) ein Teil der Führungseinheit (15) ist, wobei das Band in einer kreisenden Art und Weise durch eine Antriebseinheit (6) angetrieben wird und über die Wiegevorrichtung (4) in eine Förderrichtung transportiert wird, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Förderrichtung (11) von der horizontalen Ebene aufwärts geneigt ist, wobei das Förderband (3) mit Trennwänden (46) ausgestattet ist, die mehrere Objektaufnahmefächer (45) an dem Band (3) bilden, wobei die zu wiegenden Objekte darin angeordnet sind und durch die Trennwände (46) und durch die Schwerkraft voneinander getrennt werden, während das Band in der geneigten Position transportiert wird, weshalb sich die Objekte gegen die Trennwände (46) lehnen, während sie über die Wiegeeinheit transportiert werden, wobei der Abstand zwischen den Trennwänden (46) gleich oder größer als eine Länge (L1) der Wiegeplattform (7) der Wiegevorrichtung (4) ist.






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