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Dokumentenidentifikation DE602004001961T2 30.08.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001536042
Titel Anordnung aus zwei Metallstücken geschützt gegen die Bildung eines galvanischen Paares
Anmelder Airbus France, Toulouse, FR
Erfinder Donnadieu, Andre, 31770, Colomiers, FR
Vertreter Henkel, Feiler & Hänzel, 80333 München
DE-Aktenzeichen 602004001961
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IS, IT, LI, LU, MC, NL, PL, PT, RO, SE, SI, SK, TR
Sprache des Dokument FR
EP-Anmeldetag 25.11.2004
EP-Aktenzeichen 041060567
EP-Offenlegungsdatum 01.06.2005
EP date of grant 16.08.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.08.2007
IPC-Hauptklasse C23C 30/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse C09D 5/24(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   B23K 28/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]
Gebiet der Technik

Die vorliegende Erfindung bezieht sich allgemein auf das Gebiet des Schutzes von untereinander zusammengebauten und in Kontakt befindlichen Metallteilen vor der Bildung eines galvanischen Elements zwischen diesen aus verschiedenen Materialien hergestellten Metallteilen. Die Erfindung kann beispielsweise in den Fluidtransportsystemen Anwendung finden, insbesondere bei den an Bord von Luftfahrzeugen vorhandenen, die beispielsweise dazu vorgesehen sind, von einem Hydraulikfluid oder von Treibstoff durchlaufen zu werden.

Stand der Technik

Unabhängig von dem in Betracht kommenden Gebiet der Technik ist es manchmal aus verschiedenartigen Gründen notwendig, Metallteile zusammenbauen zu müssen, die aus verschiedenen Materialien hergestellt sind.

Beispielsweise sind bei der Herstellung eines Transportsystems von Fluiden für ein Luftfahrzeug bestimmte Elemente wie die Transportrohrverbindungen aus Stahl hergestellt, und zwar aus Gründen der Widerstandsfähigkeit gegenüber Umwelteinflüssen, während andere Elemente wie die Transportrohre aus einer Aluminiumlegierung hergestellt sind, damit das System gute Eigenschaften hinsichtlich der Wärmeleitfähigkeit und der elektrischen Leitfähigkeit sowie eine relativ geringe Gesamtmasse aufweist.

Nun entsteht auf bekannte Weise, wenn zwei aus unterschiedlichen Materialien gefertigte Metallteile miteinander in Kontakt stehen, ein galvanisches Element zwischen diesen beiden Teilen, das durch die Bildung von elektrischem Strom in Erscheinung tritt, welcher durch den Potentialunterschied zwischen den beiden Metallmaterialien erzeugt wird. Wenn die in Kontakt befindlichen Oberflächen dieser beiden Metallteile nicht gegen die Bildung des vorgenannten galvanischen Elements geschützt sind, unterliegen die aneinanderliegenden Oberflächen schädlichen Auswirkungen, wie z.B. der galvanischen Korrosion.

Außerdem ist es manchmal notwendig, eine gute elektrische Leitfähigkeit aus der zwischen den beiden in Kontakt stehenden Metallteilen befindlichen Verbindung zu erreichen. Des weiteren ist bei dem veranschaulichenden Beispiel des Fluidtransportsystems für ein Luftfahrzeugs diese gute elektrische Leitfähigkeit insbesondere zur Gewährleistung der Sicherheit des Personals, zum Schutz des Materials gegen Kurzschlüsse, zur Ableitung elektrostatischer Ladungen, die mit dem Fluidtransport verbunden ist, und zur Erdung von von elektromagnetischen Strahlungen induzierten Strömen erwünscht.

Je nach Art der beiden metallischen Materialien, um die Kontaktflächen der zusammengebauten Teile herzustellen, ergibt sich der Umstand, dass die Verbindung dieser Oberflächen den Nachteil aufweisen kann, elektrische Leitfähigkeitseigenschaften zu besitzen, die schwächer sind als die eines monolithischen Metallteils.

Um den verschiedenen vorgenannten Zwängen zu entgegnen, ist im Stand der Technik vorgeschlagen worden, eine Schutzverkleidung auf der einen und/oder der anderen der Kontaktflächen der Metallteile vorzusehen, um die Bildung eines galvanischen Elements zwischen den beiden Teilen zu vermeiden, und folglich die galvanische Korrosion dieser Kontaktflächen zu unterbinden.

Eine bekannte Lösung, um diese Schutzverkleidung zu erhalten, besteht in der Aufbringung einer Cadmiumschicht durch Elektrochemie auf die Kontaktfläche(n) metallischer Teile. Auf diese Weise gestattet, wenn die zusammengebauten Teile beispielsweise jeweils aus Stahl und einer Aluminiumlegierung bestehen, das Cadmium den Schutz des Stahlteils gegenüber galvanischer Korrosion, wobei gleichzeitig eine Verbindung mit guter elektrischer Leitfähigkeit zwischen den beiden Teilen gebildet wird.

Außer der Tatsache, dass der Einsatz der elektrochemischen Aufbringungstechnik von Cadmium nicht unerhebliche Herstellungskosten mit sich bringt, besteht aber der Hauptnachteil dieser Lösung nach dem Stand der Technik direkt in der Tatsache, dass das Cadmium der Familie der Schwermetall angehört.

Verschiedene neuere Regelungen (Richtlinie 91/338/CEE, von der Europäischen Gemeinschaft in Aarhus am 24. Juni 1998 unterzeichnetes Protokoll) erlegen es den Industriellen auf immer zwingendere Weise auf, die Verwendung von Schwermetallen aufgrund der Risiken der Umweltverschmutzung durch Abgabe in die Umwelt einzuschränken.

Außerdem kann je nach den Einsatzbedingungen des in Betracht kommenden Schwermetalls dieses manchmal starke Gesundheitsrisiken für die in den Installationen, bei denen das Schwermetall eingesetzt werden kann, arbeitenden Personen darstellen.

Aus dem Stand der Technik ist auch das Dokument GB 951231A bekannt, das eine Perfektionierung der einer Erosion widerstehenden Verkleidungen beschreibt, die durch Flammenpulverisierung auf Metalle aufgebracht werden. Eine spezielle Anwendung dieser Perfektionierung betrifft die Verkleidung einer Flugzeug-Flügelschraube.

Andererseits ist auch das Dokument GB 860291A bekannt, das ein Verfahren zum Verkleidung eines Gegenstands durch elektrolytische Ablagerung beschreibt. Im Großen und Ganzen geht aus diesem Dokument hervor, dass der gegen Erosion und Korrosion zu schützende Gegenstand eine Kathode in einem galvanoplastischen Bad bildet, in dem in Suspension unlösliche und elektrisch träge Teilchen vorgesehen sind.

Abriss der Erfindung

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Einheit vorzuschlagen, die zwei untereinander zusammengebaute und aus verschiedenen Materialien hergestellte Metallteile umfasst, wobei mindestens eine der Kontaktflächen dieser beiden Teile mit einer Schutzverkleidung versehen ist, welche verhindert, dass diese Metallteile ein galvanisches Element bilden, wobei die Einheit zumindest zwischen die oben erwähnten Nachteile bezüglich den Ausführungen nach dem Stand der Technik beseitigt.

Außerdem ist es Aufgabe der Erfindung, ein mit mindestens einer solchen Einheit ausgestattetes Luftfahrzeug sowie ein Herstellungsverfahren dieser Einheit bereitzustellen.

Die Eigenschaften der vorliegenden Erfindung sind in den beigefügten Ansprüchen dargestellt, wobei Gegenstand der Erfindung eine Anordnung mit einem ersten und einem zweiten Metallteil ist, die miteinander verbunden und aus verschiedenen Materialien hergestellt sind, wobei das erste und zweite Teil jeweils über eine erste Kontaktfläche und eine zweite Kontaktfläche verfügen, die aneinanderliegen, und mindestens eine der ersten oder zweiten Kontaktflächen mit einer Schutzverkleidung versehen ist, die verhindert, dass die ersten und zweiten Metallteile zusammen ein galvanisches Element bilden. Gemäß der Erfindung umfasst mindestens eine Schutzverkleidung eine mit elektrisch leitenden Teilchen geladene Anstrichschicht.

Vorteilhafterweise ermöglicht das Vorhandensein mindestens einer mit elektrisch leitenden Teilchen geladenen Anstrichschicht zwischen den beiden Kontaktflächen der Teile, die galvanische Koppelung zwischen diesen Oberflächen zu vermeiden, und zwar da kein direkter Kontakt mehr zwischen diesen besteht. Infolgedessen sind diese Kontaktflächen gegen die galvanische Korrosion geschützt.

Außerdem sind die herkömmlichen Verfahren, die zur Aufbringung einer Anstrichschicht verwendet werden, wie z.B. die einfache Zerstäubung mittels einer Pistole, viel weniger komplex als die für die elektrochemische Ablagerung von Cadmium angewandten, was eine direkte Verringerung der Herstellungskosten der Einheit bzw. Anlage gemäß der Erfindung mit sich bringt.

Andererseits lassen die mit elektrisch leitenden Teilchen geladenen Anstrichschichten auf vorteilhafte Weise die elektrische Leitung zwischen diesen beiden Metallteilen der Anordnung zu, was es gestattet, die Sicherheit des Personals, den Schutz des Materials gegen Kurzschlüsse, die Ableitung elektrostatischer Ladungen, die mit dem Fluidtransport verbunden sind, sowie die Erdung von durch elektromagnetische Strahlungen induzierten Strömen zu gewährleisten.

Selbstverständlich wird die Zusammensetzung der mit elektrisch leitenden Teilchen geladenen Anstrichschicht derart festgelegt, dass diese Schichten nur sehr schwache galvanische Elemente in Zusammenhang mit den Kontaktflächen von Metallteilen der Anordnung bilden, mit der sie direkt in Kontakt stehen. Mit anderen Worten wird die Zusammensetzung der Anstrichschichten, die mit elektrisch geladenen Teilchen geladen sind, derart festgelegt, dass die galvanischen Elemente, die durch die Anstrichschichten und die Kontaktflächen der metallischen Teile gebildet werden, einerseits weitgehend hinsichtlich des galvanischen Elements, das zusammen mit eben diesen Metallteilen gebildet werden könnte, reduziert sind, und andererseits ausreichend schwach sind, um keine merkliche Korrosion der in Betracht kommenden Metallteile mit sich zu bringen.

Hierzu ist es beispielsweise möglich, vorzusehen, dass die mit elektrisch leitenden Teilchen geladenen Metallschichten über eine identische oder ähnliche Zusammensetzung verfügen, wie die der mit elektromagnetischer Kompatibilität (CEM) eingesetzten Verkleidungsanstriche ist, um elektromagnetische Abschirmungen herzustellen, beispielsweise im Fall von elektrischen oder elektronischen Ummantelungen.

Diese Verkleidungsanstriche, die in elektromagnetischer Kompatibilität verwendet werden, umfassen allgemein ein (Acryl-, Epoxy-, Urethan-)Bindemittel und eine leitende Ladung von Metalltyp oder Graphittyp (Nickel, Silber, Kupfer). In dieser Hinsicht ist ein oft auf diesem Gebiet elektromagnetischer Kompatibilität verwendeter Anstrich, der ohne weiteres für die Anordnung gemäß der Erfindung geeignet ist, vom Acryl-Nickel-Typ.

Nach wie vor als Hinweis können für jede mit elektrisch leitenden Teilchen geladene Anstrichschicht die Teilchen Kohlenstoff- oder Metallteilchen sein.

Vorzugsweise ist jede an der Anordnung vorgesehene Schutzverkleidung ausschließlich aus einer mit elektrisch leitenden Teilchen geladenen Anstrichschicht gebildet. Infolgedessen ist auch dann, wenn eine Anstrichschicht erzielt werden kann, indem nacheinander verschiedene Unterschichten mit identischen oder unterschiedlichen Zusammensetzungen aufgebracht werden, die Herstellung dieser Schicht besonders einfach und schnell auszuführen, insbesondere im Vergleich zu der Technik der elektrochemischen Ablagerung.

Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist ein Luftfahrzeug, das zumindest eine Anordnung wie die oben beschriebene aufweist. So kann in einem solchen Fall die Anordnung integrierender Bestandteil eines Fluidtransportsystems sein, das beispielsweise von einem Hydraulikfluid oder von Treibstoff durchströmt werden kann, oder kann auch die Form einer beliebigen Anordnung zwischen zwei Metallteilen des Luftfahrzeugs annehmen, die aus unterschiedlichen Materialien hergestellt sind, wie z.B. eine von einem Beschlagteil aus Stahl gebildete Anordnung, die auf einer Struktur aus Aluminiumlegierung angebracht ist.

Schließlich kann die Anordnung eine Anzahl von über zwei in Kontakt befindlichen Metallteilen umfassen. In einem solchen Fall kann vorgesehen sein, dass jedes Element aus in Kontakt befindlichen Metallteilen gegen die Bildung eines galvanischen Elements zwischen diesen beiden Teilen dieses Paars auf die oben beschriebene Weise geschützt wird, indem mindestens eine mit elektrisch leitenden Teilchen geladene Anstrichschicht vorgesehen ist.

Außerdem bezieht sich der Gegenstand der vorliegenden Erfindung auch auf ein Verfahren zur Herstellung einer Anordnung mit einem ersten und einem zweiten Metallteil, die zusammengebaut und aus verschiedenen Materialien hergestellt sind, wobei das erste und zweite Teil jeweils über eine erste Kontaktfläche und eine zweite Kontaktfläche verfügen, die aneinander anliegen, und das Verfahren einen Schritt zum Schutz der Metallteile umfasst, der darin besteht, eine Schutzverkleidung auf mindestens einer der ersten und zweiten Kontaktflächen zu bilden, wobei jede Schutzverkleidung verhindern kann, dass das erste und zweite Metallteil zusammen ein galvanisches Element bilden. Gemäß der Erfindung ist mindestens eine Schutzverkleidung derart gebildet, dass sie eine Anstrichschicht umfasst, die mit elektrisch leitenden Teilchen beladen bzw. geladen ist.

Schließlich bezieht sich eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung auf die Verwendung eines mit elektrischen Teilchen beladenen Anstrichs zur Bildung einer Schutzverkleidung, die die Entstehung eines galvanischen Elements zwischen einem ersten und einem zweiten Metallteil verhindern kann, welche in Kontakt stehen und zusammengebaut sind, und die aus unterschiedlichen Materialien hergestellt sind.

Weitere Vorteile und Eigenschaften der Erfindung gehen aus der nachstehenden detaillierten Beschreibung hervor.

Kurzbeschreibung der Zeichnungen

Diese Beschreibung wird mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen vorgenommen, in denen zeigen:

1 eine schematische Schnittansicht einer Anordnung gemäß einer ersten bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, und

2 eine schematische Schnittansicht einer Anordnung gemäß einer zweiten bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.

Detaillierte Darstellung bevorzugter Ausführungsformen

Aus der Bezugnahme auf 1 ist eine Einheit bzw. Anordnung 1 gemäß einer ersten bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zu erkennen.

Die Anordnung 1 umfasst ein erstes und ein zweites Metallteil 2 bzw. 4, die untereinander mit Hilfe von Montagemitteln 6 zusammengebaut sind, die beispielsweise aus einer Schraube 8 und einer Mutter 10 gebildet sein können. Diese Teile 2 und 4 sind aus unterschiedlichen Materialien hergestellt, wie z.B. Stählen und Aluminiumlegierungen, und nehmen vorzugsweise die Form von zwei in Kontakt befindlichen Blechen an, die im wesentlichen parallel untereinander zusammengebaut sind.

Zu dem Zweck, den Zusammenbau der Metallteile 2 und 4 zu ermöglichen, verfügt das erste Metallteil 2 über eine erste Kontaktfläche 2a, die an einer zweiten Kontaktfläche 4a anliegt, die dem zweiten Metallteil 4 zugehört, wobei die Flächen 2a und 4a vorzugsweise plane Oberflächen sind.

Bei dieser ersten bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung sind die beiden Kontaktflächen 2a und 4a jeweils mit einer Schutzverkleidung 12, 14 versehen, die geeignet ist, die Bildung eines galvanischen Elements zwischen den beiden Metallteilen 2 und 4 zu unterbinden, und zwar während der Einfügung dieser beiden Verkleidungen 12 und 14 zwischen die beiden Kontaktflächen 2a und 4a. Auf diese Weise ist, wie klar aus 1 erkennbar ist, verständlich, dass es die Schutzverkleidungen 12 und 14 sind, die direkt in Kontakt miteinander stehen, und nicht die Kontaktflächen 2a und 4a, die sie tragen, wobei diese trotzdem als aneinander anliegend betrachtet werden können. In dieser Hinsicht ist anzumerken, das aus Klarheitsgründen die Verkleidungen 12 und 14 in 1 absichtlich in Überdicke dargestellt worden sind.

Des weiteren ist bei dieser ersten bevorzugten Ausführungsform jede der beiden Schutzverkleidungen 12 und 14 ausschließlich aus einer mit elektrisch leitenden Teilchen 12a und 14a beladenen Anstrichschicht gebildet, wobei die verwendeten Partikel bzw. Kohlenstoffpartikel vom Graphit- oder Kohletyp sein können, und/oder Metallpartikel vom Nickeltyp. Als hinweisendes Beispiel verfügt jede Anstrichschicht 12a, 14a über eine Dicke, die 150 Mikrometer nicht überschreitet.

Es wurde zwar eine Anordnung 1 beschrieben, welche zwei Teile 2 und 4 umfasst, die jeweils über eine mit elektrisch leitenden Teilchen beladene Anstrichschicht 12a und 14a verfügt, es versteht sich jedoch, dass diese Anordnung 1 auch nur eine einzige (Anstrichschicht) aufweisen könnte, die auf die eine oder die andere der Kontaktflächen 12a und 14a aufgebracht wäre, und zwar so, dass die Bildung eines galvanischen Elements zwischen den beiden Metallteilen 2 und 4 unterbunden wird.

Hierbei ist bei einem ersten veranschaulichenden Beispiel das erste Teil 2 aus Kohlenstoffstahl hergestellt, und das zweite Teil 4 aus einer Aluminiumlegierung hergestellt. In einem solchen Fall kann nur die erste Kontaktfläche 2a des Teils 2 mit einer mit elektrisch leitenden Teilchen beladenen Anstrichschicht verkleidet sein, vor allem wenn die zweite Kontaktfläche 4a des zweiten Teils 4 bereits von einer elektrisch leitenden Verkleidung, wie z.B. Alodin, geschützt ist. Wenn außerdem die zweite Kontaktfläche 4a nicht schon durch eine elektrisch leitende Verkleidung geschützt worden ist, kann sie auch mit einer Anstrichschicht aus elektrisch leitenden Teilchen versehen werden, wie dies in 1 dargestellt ist.

In einem zweiten veranschaulichenden Beispiel ist das erste Teil 2 aus rostfreiem Stahl hergestellt, wobei der Widerstand seiner Kontaktfläche 2a gegenüber galvanischer Korrosion auch dann ausreichend ist, wenn sie nicht von einer Schutzverkleidung geschützt ist, und das zweite Teil 4 ist aus einer Aluminiumlegierung hergestellt. Wenn die zweite Kontaktfläche 4a des zweiten Teils 4 nicht bereits von einer elektrisch leitenden Verkleidung, wie z.B. Alodin geschützt ist, kann nur diese zweite Kontaktfläche 4a mit einer mit elektrisch leitenden Teilchen geladenen Anstrichschicht beschichtet werden. Wenn außerdem die zweite Kontaktfläche 4a des zweiten Teils 4 tatsächlich bereits von einer elektrisch leitenden Verkleidung geschützt ist, kann die einzige vorgesehene Anstrichschicht hierbei auf die eine oder die andere der beiden Kontaktflächen 12a oder 14a, beispielsweise in Abhängigkeit von der Einfachheit der Aufbringung aufgebracht werden. Auch hier wäre es trotzdem möglich, vorzusehen, dass die beiden Kontaktflächen 12a und 14a jeweils mit einer Schutzschicht versehen werden, wie dies in 1 dargestellt ist.

In den beiden veranschaulichenden Beispielen ist die Verwendung von Teilchen, wie z.B. Kohlenstoffteilchen vom Graphit- oder Kohle-Typ und/oder von Metallteilchen vom Nickel-Typ durchaus ausreichend, damit die von den Anstrichschichten 12a, 14a und den Kontaktflächen 2a, 4a der Metallteile 2, 4 gebildeten galvanischen Elemente einerseits weitgehend reduziert sind, im Vergleich zu dem galvanischen Element, das durch diese beiden Metallteile zusammen gebildet werden könnte, und andererseits genügend schwach sind, um keine merkliche Korrosion der in Betracht kommenden Metallteile zu erzeugen.

Aus der Bezugnahme auf 2 ist eine Anordnung 100 gemäß einer zweiten bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zu erkennen, die einen integralen Teil eines Fluidtransportsystems für ein Luftfahrzeug bildet, das beispielsweise von einem Hydraulikfluid oder von einem Treibstoff durchströmt werden kann.

Die Anordnung 100 umfasst ein erstes und ein zweites Metallteil 102 bzw. 104, die untereinander verbunden sind und aus unterschiedlichen Materialien hergestellt sind, wie z.B. Stählen und Aluminiumlegierungen.

In dieser bevorzugten zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist das erste Teil 102 aus Stahl eine Rohrverbindung zum Transport von Fluiden, und das zweite Teil 104 aus Aluminiumlegierung ist ein Fluidtransportrohr. Die beiden Metallteile 102 und 104 stehen also in Kontakt miteinander und sind untereinander auf herkömmliche Weise verbunden.

Ebenso wie vorher beschrieben weist die Rohrverbindung 102 und das Rohr 104 jeweils eine Kontaktfläche (nicht dargestellt) auf, vorzugsweise im wesentlichen zylindrisch, wobei die eine und/oder die andere mit einer Schutzverkleidung versehen ist, wie sie bei der bevorzugten ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung beschrieben wurde. Infolgedessen würde(n) die mit elektrisch leitenden Teilchen geladene(n) Anstrichschicht(en), die auf der/den Kontaktfläche(n) 102 und 104 vorgesehen sind, ebenfalls über eine im wesentlichen zylindrische Form verfügen.

Natürlich könnte die Anordnung 100 auch, ohne über den Rahmen der Erfindung hinauszugehen, so festgelegt sein, dass sie eine größere Anzahl von in Kontakt befindlichen Metallteilen umfasst, die zu dem Fluidtransportsystem gehören. Als veranschaulichendes Beispiel könnte die Anordnung 100 so definiert sein, dass sie ein zusätzliches Fluidtransportrohr umfasst, das mit dem Verbindungsteil 102 verbunden ist und mit dem vorher beschriebenen Rohr 104 kommuniziert, wobei die Montage zwischen der Rohrverbindung 102 und diesem zusätzlichen Rohr (nicht dargestellt) hierbei identisch oder ähnlich derjenigen dieser Rohrverbindung 102 und des Rohrs wäre, das in 2 dargestellt und vorstehend beschrieben wurde.

In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass die in Kontakt befindlichen und untereinander zusammengebauten Metallteile der Anordnung 100 die Form von Rohrverbindungen oder Fluidtransportrohren annehmen können wie die bereits beschriebene, dass sie aber auch die Form irgendeiner anderen Komponente des Fluidtransportsystems annehmen können.

Es kann sich beispielsweise um eine Rohrverbindung mit einem Wärmetauscher handeln, oder um eine Baueinheit eines Rohrs und einer Halterung desselben an der Luftfahrzeugstruktur, oder aber um irgendeine andere Baueinheit, die über mindestens ein Teil aus Aluminium verfügt, welches in Kontakt mit einem anderen Teil aus Kohlenstoffstahl oder rostfreiem Stahl steht.


Anspruch[de]
Anordnung (1, 100) mit einem ersten (2, 102) und einem zweiten (4, 104) Metallteil, die miteinander verbunden und aus verschiedenen Materialien hergestellt sind, wobei das erste und zweite Teil (2, 4, 102, 104) jeweils über eine erste Kontaktfläche (2a) und eine zweite Kontaktfläche (4a) verfügen, die aneinanderliegen, und mindestens eine der ersten oder zweiten Kontaktflächen (2a, 4a) mit einer Schutzverkleidung (12, 14) versehen ist, die verhindert, dass die ersten und zweiten Metallteile (2, 4, 102, 104) zusammen ein galvanisches Element bilden, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Schutzverkleidung (12, 14) eine Anstrichschicht (12a, 14a) umfasst, die mit elektrisch leitenden Teilchen beladen ist. Anordnung (1, 100) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jede Schutzverkleidung (12, 14) ausschließlich aus einer Anstrichschicht (12a, 14a) gebildet ist, die mit elektrisch leitenden Teilchen beladen ist. Anordnung (1, 100) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Metallteil (2, 102) aus Kohlenstoffstahl und das zweite Metallteil (4, 104) aus Aluminiumlegierung hergestellt ist, und dass nur die erste Kontaktfläche (2a) mit einer Schutzverkleidung versehen ist. Anordnung (1, 100) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Metallteil (2, 102) aus Edelstahl und das zweite Metallteil (4, 104) aus Aluminiumlegierung hergestellt ist, und dass nur die zweite Kontaktfläche (4a) mit einer Schutzverkleidung versehen ist. Anordnung (1, 100) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei jeder mit elektrisch leitenden Teilchen beladene Anstrichschicht (12a, 14a) die Teilchen Kohlenstoffteilchen und/oder Metallteilchen sind. Anordnung (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Teil (102) ein Anschlussstück bzw. eine Muffe von Rohren zum Transport von Fluid ist, und das zweite Teil (104) ein Rohr zum Transport von Fluid ist. Anordnung (1, 100) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Zahl in Kontakt befindlicher Kontaktteile von über zwei umfasst. Luftfahrzeug mit mindestens einer Anordnung (1, 100) gemäß einem der vorangehenden Ansprüche. Verfahren zur Herstellung einer Anordnung (1, 100) mit einem ersten (2, 102) und einem zweiten (4, 104) Metallteil, die zusammengebaut und aus verschiedenen Materialien hergestellt sind, wobei das erste und zweite Teil (2, 4, 102, 104) jeweils über eine erste Kontaktfläche (2a) und eine zweite Kontaktfläche (4a) verfügen, die aneinander anliegen, und das Verfahren einen Schritt zum Schutz der Metallteile (2, 4, 102, 104) umfasst, der darin besteht, einen Schutzverkleidung (12, 14) auf mindestens einer der ersten und zweiten Kontaktflächen (2a, 4a) zu bilden, wobei jede Schutzverkleidung (12, 14) in der Lage ist, zu verhindern, dass das erste und zweite Metallteil (2, 4, 102, 104) zusammen ein galvanisches Element bilden, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Schutzverkleidung (12, 14) derart gebildet wird, dass sie eine Anstrichschicht (12a, 14a) umfasst, die mit elektrisch leitenden Teilchen beladen ist. Verwendung eines mit elektrischen Teilchen beladenen Anstrichs zur Bildung einer Schutzverkleidung (12, 14), die die Entstehung eines galvanischen Elements zwischen einem ersten (2, 102) und einem zweiten (4, 104) Metallteil verhindern kann, die in Kontakt stehen und zusammengebaut sind, und die aus unterschiedlichen Materialien hergestellt sind.






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