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Dokumentenidentifikation DE60308261T2 30.08.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001371794
Titel Selbsttragender Gitterträger für die Herstellung von Stahlbetonverbundträgern
Anmelder Technostudi SRL, Roma, IT
Erfinder Mangione, Franco, 00136 Roma, IT
Vertreter Müller Schupfner Patentanwälte, 80336 München
DE-Aktenzeichen 60308261
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, RO, SE, SI, SK, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 11.06.2003
EP-Aktenzeichen 034253773
EP-Offenlegungsdatum 17.12.2003
EP date of grant 13.09.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.08.2007
IPC-Hauptklasse E04C 5/065(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse E04C 3/293(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   E04B 5/29(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft das Gebiet der Fertigbauteile, im Allgemeinen für den Bausektor, und insbesondere ein verbessertes selbsttragendes Gitterwerk für die Herstellung von Stahlbetonverbundträgern für den Wohnungsbau und den Industriebau.

Träger für Bauen in der Stahlbetonverbundbauweise weisen üblicherweise die Form eines umgekehrten T auf und bestehen aus einer großen unteren Platte oder Fläche, aus mehreren dazu senkrechten Pfosten und aus einer oder mehr Streben an dem Oberteil der Pfosten. Solche Konstruktionen werden bei dem Einbau in dem Betonguss aufgenommen, mit Ausnahme der Leibung der Bodenplatte, die Witterung und Feuer ausgesetzt ist.

Aus DE-U-29906967 ist ein selbsttragendes Gitterwerk bekannt, um Stahlbetonverbundträger bereitzustellen, wobei das Gitterwerk vollständig in dem Betonguss aufgenommen wird. Das Gitterwerk ist weiterhin mit einer Basis oder einem Unterteil versehen, die oder das mit Kunststoff verstärkt ist.

Die Hauptaufgabe der Erfindung besteht in der Bereitstellung eines Verbundträgers der oben genannten Art mit einem Gitterwerk, das vollständig in dem Betonguss aufgenommen ist, und mit einer Basis aus mit Kunststoff und/oder Stahlfasern verstärktem Beton, das in der Lage ist, die Notwendigkeit von Hilfsformen während des Einbaus zu vermeiden. Diese und andere Aufgaben sind mittels eines Trägers gemäß den anhängenden Patentansprüchen erzielt worden.

Die Erfindung wird nunmehr unter Bezugnahme auf die anhängenden Zeichnungen, welche ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel und einige Varianten desselben als veranschaulichendes, jedoch nicht als einschränkendes, Beispiel zeigen, beschrieben werden.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen:

1 zeigt eine Schnittansicht eines Trägers mit einem in dem Unterteil aufgenommenen Gitterwerk.

2 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung, bei dem das Gitterwerk im Werk direkt in das Unterteil eingetragen wird.

3 ist ähnlich zu der vorhergehenden Figur und zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel, bei dem das Gitterwerk während des Einbaus in das Unterteil eingetragen wird.

Unter Bezugnahme auf die Figuren besteht der obere Träger des Gitterwerkes aus drei oder mehr Streben 1 mit einem kreisförmigen oder quadratischen Querschnitt in einer Ebene parallel zu der horizontalen Ebene der Basis. Diese Streben werden paarweise angeordnet, wobei eine jede derselben in das obere Ende eines Pfostens 3 eingreift. Abstandshalter 2 sind zwischen einem jeden Paar von Streben an dem oberen Ende der Pfosten angeordnet und weisen die gleiche Form und Größe auf wie die verbundenen Streben.

Der untere Träger besteht aus vier oder mehr Streben 4 mit einem kreisförmigen oder quadratischen Querschnitt in der horizontalen Ebene der Basis. Sie sind ebenso wie der obere Träger aus einem Stück mit den Pfosten 3 gefertigt. Die Streben 4 des unteren Trägers sind ebenfalls paarweise angeordnet, wobei eine jede derselben in das untere Ende der Pfosten 3 eingreift.

Entsprechend einem besonderen Merkmal der Erfindung verleihen die Verstärkungsfasern, die in den Beton des Unterteils eingemischt sind, dem letztgenannten eine wenigstens begrenzte Zugfestigkeit, um Beschädigungen oder Risse in dem Unterteil zu vermeiden, die Probleme mit der mechanischen Festigkeit und/oder der Feuerbeständigkeit verursachen würden.

In dem in 1 gezeigten ersten Ausführungsbeispiel wird das Unterteil mit einer kleinen oberen Form versehen, die aus Seitenhaltewänden C besteht, mit denen L-förmige Längsprofilstäbe 8 verbunden sind, die von Querstäben 7 gestützt werden, die mit den Pfosten 3 verbunden sind.

Darüber hinaus stellt die Erfindung mehrere Quereisen 5 bereit, die an die unteren Streben 4 angeschweißt sind.

In dem ersten Ausführungsbeispiel sind die unteren Enden von Pfosten 3 zusammen mit den unteren Streben 4 in dem Unterteil oder der Basis F des mit Kunststofffasern verstärkten Betons aufgenommen. Es ist zu beachten, das die besondere Form der erfindungsgemäßen Form die Verwendung von Durchsteckschrauben, die die Feuerbeständigkeit beeinträchtigen würden, unnötig macht.

2 zeigt ein vereinfachtes Ausführungsbeispiel der Erfindung, bei dem das Gitterwerk nicht in dem Unterteil aus mit Faser verstärktem Beton aufgenommen ist, sondern im Werk direkt in das Unterteil eingebracht wird.

Wie aus der vorstehenden Figur ersichtlich ist, ist das Unterteil F mit Längstragstäben 6 versehen, die aus einem Teil mit den oben genannten Quereisen 5 gefertigt und an die unteren Streben 4 angeschweißt sind und die ermöglichen, dass das Unterteil F aus einem Stück mit dem Gitterwerk gefertigt wird.

Gemäß dem letztgenannten Ausführungsbeispiel werden weiterhin U-förmige Querriegel 9 bereitgestellt, die helfen, das Unterteil aus einem Stück mit dem Guss des Balkens und des jeweiligen Fußbodens herzustellen.

Unter Bezugnahme auf 3, die ein zweites Ausführungsbeispiel der Erfindung zeigt, ist zu beachten, dass, um zu ermöglichen, dass das Unterteil F an dem Gitterwerk des Trägers gesichert wird, die Oberseite des Unterteils F mit einer Vielzahl von Muttern D versehen wird, die an geeigneten Positionen in dem Unterteil „aufgenommen" sind und die in jeweilige Schrauben B eingreifen, die die Quereisen 5 anziehen, wodurch das Unterteil mit den unteren Streben des Gitterwerkes verbunden wird.

Gemäß einem weiteren besonderen Merkmal der vorliegenden Erfindung sind die Schrauben keine Durchsteckschrauben, sondern sind in dem Unterteil aufgenommen, so dass der Brandschutz gewährleistet ist.

Die Vorteile der erfindungsgemäßen Konstruktion sind aus dem Vorgesagten offensichtlich erkennbar:

  • a) vollständige Kompatibilität mit beliebigen Arten von Fußböden mit Fertigteilträgern aus Vibrationsstahlbeton und Spannstahlbeton sowie Streben und Platten, da bei der Montage und dem Gießen der Formen keine Abstützungen benötigt werden;
  • b) die besondere Form des unteren Trägers, d.h. seine Durchlässigkeit gegenüber dem Gießen von Beton, verleiht dem Gitterwerk die Fähigkeit, vollständig in das Gemisch aufgenommen und geschützt zu werden;
  • c) ausschließliche Verwendung von Stahlstreben mit kreisförmigem oder quadratischem Querschnitt, durch Schweißen im Werk montiert;
  • d) Tragfähigkeit, um die folgenden Lasten ohne Abstützungen zu ermöglichen:

    – Totlast des Gitterwerkes,

    – Last der in dem Gitterwerk verankerten und versteiften Formen,

    – zufällige Überlast für die Fußbodenbewehrung durch Stampfen des Personals,

    – Last des Fertiggusses (Gitterwerk und Fußboden).

Ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass die Verwendung einer mit Kunststofffasern verstärkten Basis eine herkömmliche Form des unteren Abschnittes des Trägers vermeidet. Darüber hinaus kann Brandschutz im Werk oder während des Einbaus aufgebracht werden.

Das Gitterwerk wird vorzugsweise im Werk mit einer Steigung versehen, welche während des Einbaus unter der Einwirkung der oben genannten Lasten aufgehoben wird.

Die vorliegende Erfindung wurde gemäß den bevorzugten Ausführungsbeispielen derselben beschrieben und veranschaulicht. Es ist jedoch zu beachten, dass der Durchschnittsfachmann Änderungen im Rahmen des Erfindungsgedankens der anhängenden Patentansprüche vornehmen kann.


Anspruch[de]
Selbsttragendes Gitterwerk für die Herstellung von Stahlbetonverbundträgern, wobei das Gitterwerk vollständig in dem Betonguss aufgenommen werden soll und einen unteren Träger umfasst, der aus vier oder mehr Streben (4) mit kreisförmigem oder quadratischem Querschnitt, in einer horizontalen Ebene der Basis des Gitterwerkes liegend und aus einem Stück mit Pfosten (3) gefertigt, besteht, wobei die Streben (4) paarweise angeordnet sind, wobei ein jeder derselben in das untere Ende der Pfosten (3) eingreift, wobei das Gitterwerk eine Basis oder ein Unterteil (F) aus mit Kunststoff und/oder Stahlfasern verstärktem Beton aufweist und in der Lage ist, die Notwendigkeit von Hilfsformen während des Einbaus zu vermeiden, wobei die unteren Enden der Pfosten (3) zusammen mit den unteren Streben (4) in der Basis bzw. dem Unterteil aufgenommen werden, wobei die Verstärkungsfasern weiterhin die Aufgabe haben, der Basis bzw. dem Unterteil eine wenigstens begrenzte Zugfestigkeit zu verleihen, wodurch Beschädigung und Risse verhindert werden, die Probleme mit der mechanischen Festigkeit und/oder der Feuerbeständigkeit verursachen würden. Selbsttragendes Gitterwerk zur Herstellung von Stahlbetonverbundträgern, wobei das Gitterwerk vollständig in dem Betonguss aufgenommen werden soll und einen unteren Träger umfasst, der aus vier oder mehr Streben (4) mit kreisförmigem oder quadratischem Querschnitt besteht, die in der horizontalen Ebene der Basis des Gitterwerkes liegen und die aus einem Teil mit Pfosten (3) gefertigt sind, wobei die Streben (4) paarweise angeordnet sind, wobei eine jede derselben in das untere Ende der Pfosten (3) eingreift, wobei das Gitterwerk eine Basis oder ein Unterteil (F) aus mit Kunststoff und/oder Stahlfasern verstärktem Beton aufweist und in der Lage ist, die Notwendigkeit von Hilfsformen während des Einbaus zu vermeiden, wobei die Basis bzw. das Unterteil mit Längstragstäben (6) versehen ist, die aus einem Stück mit Quereisen (5) an die unteren Streben (4) angeschweißt sind, wobei die Stäbe (6) in der Lage sind, die Basis bzw. das Unterteil (F) aus einem Stück mit dem Gitterwerk zu bilden, wobei die Verstärkungsfasern weiterhin die Aufgabe haben, der Basis bzw. dem Unterteil wenigstens eine begrenzte Zugfestigkeit zu verleihen, wodurch Beschädigung und Risse verhindert werden, die Probleme mit der mechanischen Festigkeit und/oder der Feuerbeständigkeit verursachen würden. Selbsttragendes Gitterwerk zur Herstellung von Stahlbetonverbundträgern, wobei das Gitterwerk vollständig in dem Betonguss aufgenommen werden soll und einen unteren Träger umfasst, der aus vier oder mehr Streben (4) mit kreisförmigem oder quadratischem Querschnitt besteht, die in der horizontalen Ebene der Basis des Gitterwerkes liegen und die aus einem Teil mit Pfosten (3) gefertigt sind, wobei die Streben (4) paarweise angeordnet sind, wobei eine jede derselben in das untere Ende der Pfosten (3) eingreift, wobei das Gitterwerk eine Basis oder ein Unterteil (F) aus mit Kunststoff und/oder Stahlfasern verstärktem Beton aufweist und in der Lage ist, die Notwendigkeit von Hilfsformen während des Einbaus zu vermeiden, wobei die Oberseite der Basis bzw. des Unterteils an geeigneten Positionen mit einer Vielzahl von eingelassenen Muttern (D) versehen ist, damit die Basis bzw. das Unterteil (F) an dem Gitterwerk gesichert werden kann, wobei die Muttern in jeweilige Schrauben (B) eingreifen, die die Quereisen (5), die an den Streben (4) angeschweißt sind, anziehen, wodurch die Basis bzw. das Unterteil mit den Streben (4) des Gitterwerkes verbunden wird, wobei die Verstärkungsfasern weiterhin die Aufgabe haben, der Basis bzw. dem Unterteil wenigstens eine begrenzte Zugfestigkeit zu verleihen, wodurch Beschädigung und Risse verhindert werden, die Probleme mit der mechanischen Festigkeit und/oder der Feuerbeständigkeit verursachen würden. Gitterwerk gemäß Anspruch 1 oder 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass es einen oberen Träger umfasst, der aus drei oder mehr Streben (1) mit einem kreisförmigen oder quadratischen Querschnitt, in einer Ebene parallel zu der horizontalen Ebene der Basis liegend, besteht, wobei die Streben an den oberen Enden der Pfosten (3) befestigt sind. Gitterwerk gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Unterteil (F) mit einer kleinen oberen Form versehen ist, die aus Seitenhaltewänden (C) besteht, an denen L-förmige Längsprofilstäbe (8) befestigt sind, die von Querstäben (7) gestützt werden, die mit Pfosten (3) verbunden sind. Gitterwerk gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Quereisen (5), an die unteren Streben (4) angeschweißt, bereitgestellt werden. Gitterwerk gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass es im Werk direkt an dem Unterteil (F) aus mit Fasern verstärktem Beton angebracht wird. Gitterwerk gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schrauben keine Durchsteckschrauben sind, sondern dass sie in dem Unterteil aufgenommen werden, so dass der Brandschutz gewährleistet ist. Gitterwerk gemäß Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass des Weiteren U-förmige Querriegel (9) bereitgestellt werden, welche helfen, das Unterteil aus einem Stück mit dem Guss des Balkens und des jeweiligen Fußbodens herzustellen.






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