PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102005057653A1 06.09.2007
Titel Verfahren zur Konversion organischer Sekundärrohstoffe zu Ölnebel und Verrichtung zur Durchführung des Verfahrens
Anmelder Winkelkötter, Peter, 85646 Anzing, DE
Erfinder Winkelkötter, Peter, 85646 Anzing, DE
DE-Anmeldedatum 01.12.2005
DE-Aktenzeichen 102005057653
Offenlegungstag 06.09.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.09.2007
IPC-Hauptklasse C10B 53/00(2006.01)A, F, I, 20051201, B, H, DE
IPC-Nebenklasse C10B 47/30(2006.01)A, L, I, 20051201, B, H, DE   
Zusammenfassung Es handelt sich um ein Verfahren zur Konversion organischer Sekundärrohstoffe zu Ölnebel und eine Vorrichtung dafür, wobei die Konversion durch eine katalytische Depolymerisation bei 320-380°C unter Sauerstoffabschluss erfolgt und die Vorrichtung eine Trommel umfasst, deren Innenseite von einer hochtemperaturfesten hochsäurefesten hochabriebfesten Legierung, wie z. B. HastelloyR, besteht und die Trommel eine Einrichtung aufweist, durch welche Abgase einer Wärmekraftmaschine, vorzugsweise einer Gasturbine, zu Heizungszwecken durch die Trommel geleitet werden können, ohne dass die Abgase in einen Konversionsraum gelangen (Figur).

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Konversion organischer Sekundärrohstoffe zu Ölnebel und eine Vorrichtung zur Durchführung eines solchen Verfahrens. Ein solches Verfahren und eine solche Vorrichtung sind bereits aus der DE 100 21 383 A1 bekannt. Bei dem bekannten Verfahren und der bekannten Vorrichtung werden die organischen Sekundärrohstoffe mittels Pyrolyse bei 450–480° Celsius konvertiert. Bei Temperaturen über 420° Celsius entstehen aber Dioxine, so dass diese Methode bzw. eine solche Vorrichtung einen Nachteil aufweisen.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen solchen Nachteil zu vermeiden.

Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass bei einem Verfahren die Konversion durch katalytische Depolymerisation bei 320–380° Celsius unter Sauerstoffabschluss erfolgt.

Ein solches erfindungsgemäßes Verfahren kann in einer Vorrichtung durchgeführt werden, welche eine Trommel umfasst, deren Innenseite aus einer hochtemperaturfesten hochsäurefesten hochabriebfesten Legierung, wie z.B. Hastelloy® besteht und die Trommel eine Einrichtung aufweist, durch welche Abgase einer Wärmekraftmaschine, z.B. einer Gasturbine zur Heizung durch die Trommel geleitet werden können, ohne dass die Abgase in einen Konversionsraum gelangen.

Bevorzugte Ausführungsbeispiele sind in den Unteransprüchen dargestellt.

Ein besonders bevorzugtes Ausführungsbeispiel soll anhand der Zeichnung erläutert werden, welche eine Konversionstrommel mit Anschlüssen darstellt. Die Konversionstrommel 1 hat zwei innere Nabenanschlüsse 2 und 3, wobei in dem inneren Nabenanschluss 2 eine (nicht dargestellte) Schnecke befindlich ist, deren Umfang mit dem Umfang der Öffnung abschließt.

Außerdem sind zwei Öffnungen 4 und 5 zur Durchleitung von Abgasen einer Wärmekraftmaschine wie einer Gasturbine durch die Trommel vorgesehen. Organische Sekundärrohstoffe werden im gegebenenfalls verkleinerter Form von dem Behälter 7 in die Eintrittsöffnung 2 der Trommel geleitet, so dass sie in die Trommel 1 gelangen.

In der Trommel 1 befinden sich am inneren Umfang insbes. hypoid-geformte spiralisch angeordnete Führungsleisten 9, z.B. Hebe- bzw. Transpartleisten, welche befestigt bzw. angeheftet sind. Diese Hebe- bzw. Transportleisten sind in Rotationsrichtung der Trommel leicht gekrümmt und konvex. Diese können vorteilhafterweise in ihrem Verlauf auch Unterbrechungen 8 aufweisen. Sie transportieren die organischen Sekundärrohstoffe zusammen mit dem Katalysator, welcher aus einer Schwertwäsche zusammen mit Prozessöl in die Eintrittsöffnung 2 geleitet wird.

Das Katalysatorpulver und die organischen Rohstoffe wandern nun durch die Trommel, wo bei 320–384° Celsius die katalytische Umwandlung stattfindet. Ein Anbacken des Katalysatorpulvers an der beheizten Trommel wird durch ein mineralförmiges Additiv verhindert, welches ebenfalls pulverförmig ist.

Der entstehende Ölnebel wird durch die Auslasöffnung 3 zu einer Wärmekraftmaschine bzw. der Gasturbine bzw. zu einer Fraktionierungsklonne geleitet und der mit Prozessabfällen verunreinigte Katalysator wird zusammen mit Prozessöl in die Schwertwäsche geleitet. Dies geschieht mit Hilfe eines Schwingschlauches und Schwerkraft. Aus der Schwertwäsche heraus wird das gereinigte Katalysatorpulver mit dem Prozessöl durch einen spiralförmigen Förderer in die Eintrittsöffnung 2 der Trommel zurückgefördert.

Gemäß der Abbildung sind innerhalb der Trommel Rohre 6 angeordnet, durch welche das Abgas strömt. Diese auch als Transportstäbe dienenden Rohre können ebenso wie die Innenseite der Trommel aus Hastelloy® sein. Aus Hastelloy® sind auch die Transport- bzw. Hebeleisten 9. Die Trommel kann auch beheizt werden, indem die Abgase durch einen Zwischenraum eines nicht dargestellten Außenmantels und des Innenmantels geleitet werden, wobei der Außenmantel aus Edelstahl ist.

Die Abgase können auch ebenfalls durch die Profile der Hebe- bzw. Transportleisten 9 geleitet werden, welche vom Konversionsraum abgeschlossen sind. Evtl. entstehendes Chlorgas wird durch die katalytische Umwandlung zu Salzen verarbeitet, welche zusammen mit dem Katalysator und dem Prozessöl in die Schwertwäsche gelangen. Dorthin gelangen auch abgesonderte Minerale und Metalle. Der äußere Ausgang 5 ist mit einer Einrichtung zur Gewinnung destillierten Wassers aus Wasserdampf bzw. Wassergas verbunden. Der Eingang 4 mit dem Abgasrohr der Wärmekraftmaschine bzw. der Gasturbine.

Außerdem kann nach vor dem Nabeneingang 2 in Richtung des Behälters 7 für Sekundärrohstoffe eine Zellenradschleuse mit ausgeschnittenen drehbaren Scheiben angeordnet sein, wobei, wenn die Zellenradschleuse in Richtung des Behälters 7 geschlossen und in Richtung der inneren Nabenöffnung 2 offen ist, in der Zellenradschleuse CO2-Überdruck erzeugt wird.


Anspruch[de]
Verfahren zur Konversion organischer Sekundärrohstoffe zu Ölnebel, dadurch gekennzeichnet, dass die Konversion durch katalytische Depolymerisation bei 320–380° Celsius unter Sauerstoffabschluss erfolgt. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der für die katalytische Depolymerisation erforderliche Katalysator ein Aluminium-Silikatpulver ist. Verfahren nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch ein ein Anbacken des Katalysatorpulvers verhütendes pulverförmiges Additiv. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Additiv ein Mineral ist. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Konversion in einer beheizten Trommel (1) erfolgt, welche langsam rotiert. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine einen Generator antreibende Wärmekraftmaschine vorzugsweise eine Gasturbine vorgesehen ist, mit den Verfahrensschritten, dass die Gasturbine mit einem durch ein Verfahren nach Anspruch 5 gewonnenen Ölnebel betrieben wird und die Abgase der Gasturbine die Trommel (1) heizen. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Aluminiumsilikatpulver langsam durch die Trommel transportiert, aus der Trommel ausgeleitet, durch Prozessöl von Prozessabfällen gereinigt und wieder in die Trommel eingeführt wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass aus den Abgasen der Gasturbine destilliertes Wasser gewonnen wird. Vorrichtung zur Durchführung eines Verfahrens der Konversion organischer Sekundärrohstoffe zu Ölnebel, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung eine Trommel (1) umfasst, deren Innenseite aus einer hochtemperaturfesten hochsäurefesten hochabriebfesten Lagierung wie zum Beispiel Hastelloy® besteht und die Trommel eine Einrichtung aufweist, durch welche Abgase einer Wärmekraftmaschine, vorzugsweise einer Gasturbine zur Heizung durch die Trommel geleitet werden können, ohne dass die Abgase in einen Konversionsraum gelangen. Vorrichtung nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch zwei Öffnungen (2, 3) an Naben der Trommel (1), wobei eine Öffnung (2) eine Eintrittsöffnung in die Trommel (1) ist und eine rotierende Schraube aufweist, deren Umfang mit einem Umfang der Öffnung (2) abschließt und eine Öffnung (3) eine Austrittöffnung aus der Trommel (1) ist. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, gekennzeichnet durch in Rotationsrichtung der Trommel (1) leichte gekrümmte konvexe Transport- bzw. Hebeleisten (9), welche vorzugsweise mit Unterbrechungen (8) am Innenumfang der Trommel (1) befestigt sind. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Transport- bzw. Hebeleisten (9) aus einer hochtemperaturfesten hochsäurefesten hochabriebfesten Legierung, wie z.B. Hastelloy® bestehen. Vorrichtung nach Anspruch 12, gekennzeichnet durch eine Anzahl von 24 bis 36 Windungen der Transport- bzw. Hebeleisten (9). Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 13, gekennzeichnet durch zwei weitere Öffnungen (4, 5) an den Naben der Trommel (1), wobei eine Außenwand jeweils eine Öffnung (2, 3), eine Innenwand jeweils eine weitere Öffnung (4, 5) ist. Vorrichtung nach Anspruch 14, gekennzeichnet durch einen Innenmantel und einen Außenmantel der Trommel (1) mit einem Zwischenraum zwischen dem Innenmantel und dem Außenmantel, wobei die weiteren Öffnungen (4, 5) zur Durchleitung der Abgas-Heizgase mit dem Zwischenraum in Verbindung stehen. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Innenmantel aus einer hochtemperaturfesten hochsäurefesten hochabriebfesten Legierung, wie z.B. Hastelloy® und der Außenmantel aus Edelstahl besteht. Vorrichtung nach Anspruch 14, gekennzeichnet durch Rohre (6), welche durch den Innenraum der Trommel (1) verlaufen und mit den zwei weiteren Öffnungen (4, 5) in Verbindung stehen. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohre (6) aus einer hochtemperaturfesten hochsäurefesten hochabriebfesten Legierung, wie z.B. Hastelloy® gestehen. Vorrichtung nach Anspruch 14, gekennzeichnet, dass die Transport- bzw. Hebeleisten (9) gasdicht vom Innenraum der Trommel (1) abgeschlossene Profile aufweisen und die Profile mit den weiteren Öffnungen (4, 5) in Verbindung stehen. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass eine weitere Öffnung (4) mit einem Abgasrohr der Wärmekraftmaschine bzw. der Gasturbine in Verbindung steht. Vorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass die andere weitere Öffnung (15) mit einer Einrichtung zur Gewinnung von destilliertem Wasser aus Wasserdampf bzw. aus Wassergas in Verbindung steht. Vorrichtung nach Anspruch 20 oder 21, dadurch gekennzeichnet, dass der Strömungsquerschnitt eines Verbindungsraumes zwischen den beiden weiteren Öffnungen (4, 5) größer als der kleinste Strömungsquerschnitt des Abgasrohrs der Gasturbine ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass eine innere Nabenöffnung (2), welche eine Schnecke aufweist, mit einem Behälter (7) für organische Sekundärrohstoffe und einer Einrichtung für eine Schwertwäsche in Verbindung steht und die andere innere Nabenöffnung (3) mit einer Fraktionierungskolonne, einem Eingang der Grasturbine und der Einrichtung für Schwertwäsche in Verbindung steht. Vorrichtung nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass die organischen Sekundärrohstoffe in die Trommel (1) zugefördert werden, ein in der Schwertwäsche gewaschenes Gemisch aus Katalysatorpulver und Prozessöl in die Trommel zurückgefördert wird, Prozessöl in die Fraktionierungskolonne und in die Gasturbine gefördert wird und ein Gemisch aus Katalysatorpulver und Prozessöl in die Einrichtung für die Schwertwäsche gefördert wird. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass die Eintrittsöffnung (2) der Trommel (1) einen leichtem CO2-Überdruck aufweist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass die rotierende Schraube an der Eintrittsöffnung (2) aus Keramik besteht. Vorrichtung nach Anspruch 25 oder 26, dadurch gekennzeichnet, dass vor der Eintrittsöffnung (2) in Richtung des Behälters (7) für Sekundärrohstoffe eine Zellenradschleuse angeordnet ist, welche aus zwei rohr-umfassenden drehbaren, mit jeweils einem Ausschnitt versehenen Scheiben besteht, wobei diejenige Scheibe, welche in Richtung des Behälters (7) angeordnet ist, für die Zuführung von Sekundärrohstoffen ihren Ausschnitt aufweist und anschließend wieder verschließbar ist und dann die Scheibe, welche in Richtung der Eintrittsöffnung angeordnet ist, ihren Ausschnitt zeigt und gleichzeitig in der Zellenradschleuse CO2-Überdruck erzeugbar ist.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com