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Dokumentenidentifikation DE102006004098B3 06.09.2007
Titel Barre einer Wirkmaschine
Anmelder Karl Mayer Textilmaschinenfabrik GmbH, 63179 Obertshausen, DE
Erfinder Wamser, Herbert, 64850 Schaafheim, DE
Vertreter Patentanwälte Knoblauch und Knoblauch, 60322 Frankfurt
DE-Anmeldedatum 28.01.2006
DE-Aktenzeichen 102006004098
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 06.09.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.09.2007
IPC-Hauptklasse D04B 27/06(2006.01)A, F, I, 20060128, B, H, DE
Zusammenfassung Es wird eine Barre (1) einer Wirkmaschine angegeben mit mehreren Nuten (3) zur Aufnahme von Wirkelementen (5), die entlang der Längserstreckung der Barre (1) nebeneinander angeordnet sind, wobei jede Nut (3) einen Nutgrund (16), zwei Nutflanken (18, 19) und eine Nutöffnung (17) aufweist.
Man möchte auch nach mehrmaligem Auswechseln von Wirkelementen einen zufriedenstellenden Sitz der Wirkelemente in der Barre erzielen können.
Hierzu ist vorgesehen, dass die Nut (3) im Bereich der Nutöffnung (17) eine größere Breite als im Bereich des Nutgrundes (16) aufweist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Barre einer Wirkmaschine mit mehreren Nuten zur Aufnahme von Wirkelementen, die entlang der Längserstreckung der Barre nebeneinander angeordnet sind, wobei jede Nut einen Nutgrund, zwei Nutflanken und eine Nutöffnung aufweist.

Solche Barren sind in der Regel Bestandteil von Kettenwirkmaschinen. Sie können aber auch bei anderen maschenbildenden Textilmaschinen verwendet werden. Die Wirkelemente sind dabei vorzugsweise Schiebernadeln oder andere Wirknadeln.

Die Erfindung wird im folgenden an Beispielen von Wirknadeln erläutert.

In einer Wirkmaschine gibt es in der Regel eine große Vielzahl von Wirknadeln. Pro Meter Barrenlänge kann man durchaus von einer Anzahl von 500 bis 2000 Wirknadeln ausgehen. Die Wirknadeln sind im Betrieb einem gewissen Verschleiß unterworfen. Sie müssen also von Zeit zu Zeit ausgewechselt werden.

Die Wirknadeln sind in den Nuten der Barre angeordnet. Hierbei ist es wichtig, daß die Wirknadeln mit einem vorgegebenen Teilungsabstand zueinander angeordnet sind. Auch sollte sich nach dem Einsetzen der Wirknadeln eine geradlinige Flucht parallel zur Längserstrekkung der Barre ergeben.

Da es sich bei den Wirknadeln um Massenprodukte handelt, lassen sich die Wirknadeln mit vertretbarem Aufwand nur dann produzieren, wenn man gewisse Toleranzen akzeptiert. Diese Toleranzen äußern sich beispielsweise in gewissen Dickenunterschieden, die sich beispielsweise dann ergeben können, wenn die Wirknadeln aus unterschiedlichen Blechchargen gefertigt werden. Dies hat zur Folge, daß man die Nuten im allgemeinen etwas größer machen muß als die Dicke der Wirknadeln. Dies erlaubt zwar ein leichtes Herausnehmen und Einsetzen der Wirknadeln in die Nuten, führt aber dazu, daß die Wirknadeln nach dem Einsetzen in die Barre ein gewisses Spiel haben.

Man hat daher in DE 44 14 703 C2 vorgeschlagen, den Nadelschaft der Wirknadeln mit Wölbungen zu versehen, die ein gewisses Übermaß gegenüber der Aufnahmenut erzeugen. Wenn diese Nadeln in die Nut eingedrückt werden, dann verdrängen oder stauchen die Auswölbungen etwas Material an den Nutflanken, und die Nadel sitzt spielfrei in der Nut. Allerdings läßt sich diese Spielfreiheit nicht über einen längeren Zeitraum oder ein häufiges Auswechseln aufrecht erhalten. Bei der Massenfertigung ist es nicht zu vermeiden, daß diese Wölbungen immer an derselben Position angebracht werden. Bei dem Auswechseln einer solchen Nadel ist es also durchaus möglich, daß die Wölbung an einer Stelle zu sitzen kommt, an der die Wölbung der zuvor dort befindlichen Wirknadel bereits Material verdrängt hat, so daß sich hier wiederum das Risiko eines kleinen Spiels ergibt.

Aus DD 63 840 A ist eine Anordnung von Schiebernadeln in einem Halter bekannt, wobei der Schaft der Nadeln bis auf eine Nut, die für eine freie Bewegung des Schiebers vorhanden sein muß, vom Halter vollkommen umschlossen wird. Die Nutöffnung ist dabei schmaler als die Breite des Nadelschafts. Der Nutgrund kann konisch ausgebildet sein, um so eine sichere Lage der Nadeln zu gewährleisten. Die Nadeln werden dabei formschlüssig mit dem Halter verbunden, so daß ein Austausch einzelner Nadeln nur mit sehr großem Aufwand möglich ist. Mit dieser Ausgestaltung soll auch vielmehr die Lebensdauer der Nadeln erhöht werden, indem sie über einen möglichst großen Bereich abgestützt werden. Ein Auswechseln einzelner Nadeln ist dabei nicht vorgesehen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, auch nach mehrmaligem Auswechseln von Wirkelementen einen zufriedenstellenden Sitz der Wirkelemente in der Barre zu erzielen.

Diese Aufgabe wird bei einer Barre der eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß die Nut im Bereich der Nutöffnung eine größere Breite als im Bereich des Nutgrundes aufweist.

Die Nuten der Barre haben also keine parallel verlaufenden Flanken, wie das bisher üblich war, sondern die Nuten sind im vorderen Bereich, also im Bereich der Öffnung, breiter als im hinteren Bereich, d.h. dem Nutgrund zugewandten Bereich. Eine Wirknadel, die in entsprechender Weise ausgebildet ist, positioniert sich dann beim Einsetzen in die Nut selbsttätig, d.h. man kann mit einer derartigen Nut erreichen, daß die Wirknadel immer an beiden Nutflanken anliegt, so daß sie bei einer entsprechenden Haltekraft von ihrer Vorderseite her spielfrei in der Nut gehalten werden kann. Man muß also weder die zwischen den Nuten angeordneten Nutenstege verformen noch Material der Nutenstege oder der Wirknadel verdrängen. Vielmehr kann man die Wirknadel und die Barre sozusagen verschleißfrei zusammensetzen.

Vorzugsweise erfolgt ein Übergang von der größeren Breite zu der kleineren Breite durch eine Fläche, die sich zumindest über einen Teil der Tiefe einer Nutflanke erstreckt und gegenüber der anderen Nutflanke in eine Richtung von der Nutöffnung zum Nutgrund auf die andere Nutflanke zu geneigt oder gekrümmt ist. Bei einer geneigten oder gekrümmten Fläche erfolgt dann beim Einsetzen der Wirknadel in die Nut und beim erstmaligen Kontaktieren der Flanke der Wirknadel mit der Nutflanke ein kleiner seitlicher Versatz, und zwar so lange, bis die andere Flanke der Wirknadel die andere Nutflanke kontaktiert. Damit ist aber der Kontakt an beiden Seiten der Wirknadel erreicht und die Wirknadel sitzt spielfrei und zuverlässig in der Nut.

Vorzugsweise erstreckt sich die Fläche bis zum Nutgrund. Damit erreicht man eine möglichst große Anlage und eine entsprechend große Führung der Wirknadel in der Nut beim Einsetzen.

Bevorzugterweise weist die geneigte Fläche mindestens zwei Teilflächen mit unterschiedlichen Neigungswinkeln auf. Damit läßt sich das Einsetzen und Halten der Wirknadel in der Nut in Spezialfällen noch besser gestalten.

Bevorzugterweise ist eine Nutflanke unter einem rechten Winkel zur Vorderseite der Barre angeordnet. In diesem Fall bildet diese Nutflanke die Position, an der die Wirknadel in der Nut ausgerichtet wird. Entweder legt man die Wirknadel bereits so in die Nut ein, daß sie die rechtwinklig verlaufende Flanke kontaktiert, und schiebt dann die Wirknadel so lange in die Nut hinein, bis sie die geneigte Flanke kontaktiert. In diesem Fall sitzt die Wirknadel spielfrei in der Nut. Wenn man die Wirknadel so einsetzt, daß sie zuerst die geneigte Flanke kontaktiert, dann wird sie durch den Kontakt mit der geneigten Flanke auf die senkrecht verlaufende Flanke hin geschoben, bis sie an der senkrecht verlaufenden Flanke anliegt. Auch in diesem Fall ist der spielfreie Sitz gewährleistet.

In einer alternativen Ausgestaltung ist vorgesehen, daß beide Nutflanken Flächen aufweisen, die aufeinander zu geneigt oder gekrümmt sind. In diesem Fall führt der Kontakt des Wirkelements mit der ersten Nutflanke dazu, daß das Wirkelement eine kleine Strecke seitlich verschoben wird, bis es den Kontakt mit der anderen Nutflanke bekommt. Auch dann ist der spielfreie Sitz gewährleistet.

Bevorzugterweise weisen beide Nutflanken im Bereich der größten Breite Flächenabschnitte auf, die parallel zueinander verlaufen. Man nutzt also die Neigung der einen oder beider Flanken nur in einem Teilbereich aus. Dies reicht aus, um den spielfreien Sitz der Wirknadel in der Nut zu gewährleisten.

Vorzugsweise ist in mindestens einer Nut ein Wirkelement eingesetzt, das einen in der Nut angeordneten Befestigungsabschnitt mit einer Vorderseite, einer Rückseite und zwei Flanken aufweist, wobei der Befestigungsabschnitt im Bereich der Vorderseite eine größere Breite als im Bereich der Rückseite aufweist. In diesem Fall ist der Querschnitt des Wirkelements an den Querschnitt der Nut angepaßt. Die Nut kann durch das Wirkelement ausgefüllt werden. Dies ergibt eine bestmögliche Halterung des Wirkelements in der Nut.

Vorzugsweise weisen die Flanken zumindest in Teilflächen die gleiche Ausrichtung wie die Flächen der Nutflanken auf. In diesem Fall können die Flächen tatsächlich flächig aneinanderliegen, so daß eine hohe Stabilität der Befestigung der Wirknadeln in den Nuten gewährleistet ist.

Bevorzugterweise steht das Wirkelement um einen vorbestimmten Überstand aus der Nut vor. Dies hat den Vorteil, daß man die Wirkelemente mit Hilfe einer Spannvorrichtung, beispielsweise eines Deckels, in den Nuten festhalten kann.

Auch ist von Vorteil, wenn zwischen dem Nutgrund und der Rückseite des Wirkelements ein vorbestimmter Sicherheitsabstand angeordnet ist. Dieser Sicherheitsabstand kann etwas kleiner sein als der Überstand. Mit dem Sicherheitsabstand stellt man einerseits sicher, daß das Wirkelement weit genug in die Nut hineingeschoben werden kann, um spielfrei an den beiden Nutflanken anzuliegen. Andererseits wird der Weg des Wirkelements in die Nut hinein beim Auftreten von übermäßig großen Kräften begrenzt, so daß die zwischen den Nuten befindlichen Nutstege nicht in unzulässiger Weise verformt werden, wenn derartig hohe Kräfte auftreten. Bei solch hohen Kräften kommt nämlich das Wirkelement am Nutgrund zur Anlage und kann nicht weiter bewegt werden.

Die Erfindung wird im folgenden anhand von bevorzugten Ausführungsbeispielen in Verbindung mit der Zeichnung beschrieben. Hierin zeigen:

1 einen Ausschnitt aus einer Barre mit eingesetzten Wirknadeln,

2 eine erste Ausführungsform einer Wirknadel,

3 eine zweite Ausführungsform einer Wirknadel,

4 eine schematische Darstellung zur Erläuterung des Querschnitts einer Wirknadel und einer Barrennut,

5 eine abgewandelte Ausführungsform einer Barre mit eingesetzter Wirknadel,

6 eine Wirknadel zur Verwendung mit der Barre nach 5,

7 eine schematische Darstellung zur Erläuterung des Querschnitts der Wirknadel und der Nut,

8 eine Vorderansicht, Seitenansicht und Draufsicht auf die Barre nach 1,

9 eine schematische Darstellung zur Erläuterung des Zusammenwirkens von Nadel und Barre,

10 verschiedene Querschnittsformen der Wirknadel und

11 passende Nutformen zu den Wirknadel der 10.

1 zeigt einen Ausschnitt aus einer Barre einer nicht näher dargestellten Wirkmaschine in perspektivischer Darstellung. Eine derartige Barre kann durchaus eine Länge von mehreren Metern aufweisen.

Die Barre 1 weist in einem Höhenabschnitt 2 eine Vielzahl von nebeneinander angeordneten Nuten 3 auf, die in Richtung der Längserstreckung der Barre 1 parallel zueinander und nebeneinander angeordnet sind. Die Nuten 3 sind durch Nutenstege 4 voneinander getrennt.

In den Nuten sind Wirknadeln 5 angeordnet. Dargestellt sind die Wirknadeln 5 nur in zwei Nuten. Üblicherweise sind aber alle Nuten 3 mit Wirknadeln 5 besetzt.

Die Wirknadeln 5 der 1 sind in 2 aus zwei unterschiedlichen Blickrichtungen dargestellt. Jede Wirknadel 5 weist einen Nadelschaft 6 mit einem Befestigungsbereich 7 auf. Die Wirknadel 5 ist mit dem Befestigungsbereich 7 in der Nut 3 der Barre 1 festgelegt.

In üblicher Weise schließt sich an ein Ende des Nadelschaftes 6 ein Nadelkopf 8 an, der als Haken ausgebildet ist, wobei in nicht näher dargestellter Weise ein Schieber vorhanden sein kann, der den Haken 9 schließen kann, wenn der Haken 9 einen Faden durch eine Masche hindurchziehen soll. Am entgegensetzten Ende weist die Wirknadel einen Nadelfuß 10 mit einem Vorsprung 11 auf, der unter den Höhenabschnitt 2 greift, um die Wirknadel 5 zusätzlich in der Barre 1 zu befestigen.

Für die Zwecke der nachfolgenden Erläuterung werden bei der Wirknadel 5, genauer gesagt, ihrem Befestigungsabschnitt 7, eine Vorderseite 12, eine Rückseite 13 und zwei Flanken 14, 15 definiert. Die Vorderseite 12 ist die Seite, die bei montierter Wirknadel 5 aus der Barre 1 herausgerichtet ist. Die Rückseite 13 ist die Seite, die am tiefsten in die Barre 1 eingesteckt ist.

Wie aus 4 zu erkennen ist, sind die beiden Flanken 14, 15 des Befestigungsbereichs 7 nicht parallel zueinander ausgerichtet, sondern sie sind in einer Richtung von der Vorderseite 12 zur Rückseite 13 aufeinander zu geneigt. Im Grunde ist der Querschnitt der Wirknadel 5 im Befestigungsbereich also V-förmig ausgebildet.

In entsprechender Weise weist jede Nut 3 einen Nutgrund 16, eine Nutöffnung 17 und zwei Nutflanken 18, 19 auf, wobei der Querschnitt der Nut 3 an den Querschnitt des Befestigungsbereichs 7 der Wirknadel 5 angepaßt ist. Die Neigung der Flanken 14, 15 stimmt also mit der Neigung der Nutflanken 18, 19 überein.

Dies hat nun zur Folge, daß sich die Wirknadel 5, wenn sie in die Nut 3 eingesetzt wird, selbst zentriert. Eine der beiden Flanken 14, 15 kommt beim Einsetzen in die Nut 3 zur Anlage an eine der beiden Nutflanken 18, 19 und wird dann beim weiteren Einschieben der Wirknadel 5 in die Nut 3 geringfügig seitlich verlagert, bis die andere der Flanken 15, 14 zur Anlage an die andere der Nutflanken 19, 18 kommt. In diesem Fall wird die Wirknadel 5 automatisch in der Mitte der Nut 3 ausgerichtet und wird dort spielfrei positioniert. Es ist nicht erforderlich, daß die Wirknadel 5 beim Einsetzen in die Barre 1 irgendwelche Umformungen der Nutstege 4 oder Teile davon vornimmt.

Die Wirknadel 5 steht nach dem Einsetzen in die Barre 1 mit einem kleinen Überstand 20 von der Vorderseite 21 vor. Man kann also mit einem Deckel, der nachfolgend im Zusammenhang mit der 9 näher erläutert wird, die einzelnen Wirknadeln in der Barre 1 festhalten, wobei die Wirknadeln 5 ohne größeren Aufwand spielfrei gehalten werden.

Das Auswechseln der Wirknadeln 5 ist relativ einfach. Man kann durch einen einfachen Zug auf die Wirknadeln 5 diese zur Vorderseite 21 der Barre 1 hin bewegen und dann aus den Nuten 3 entfernen. Die neuen Wirknadeln 5 werden dann in umgekehrter Richtung in die Nuten 3 eingesetzt, ohne daß man beim Einsetzen größere Kräfte aufbringen müßte.

Die in 2 dargestellte Wirknadel ist für eine Raschelmaschine geeignet. Die in 3 dargestellte Wirknadel, bei der gleiche Elemente mit den gleichen Bezugszeichen versehen sind, ist hingegen für einen Kettenwirkautomat oder eine Kettenwirkmaschine geeignet.

Für die Ausbildung der Querschnitte der Nuten 3 und der Querschnitte des Befestigungsbereichs 7 gibt es nun viele Möglichkeiten, die nachfolgend auszugsweise erläutert werden sollen.

5 zeigt eine abgewandelte Barre 1, bei der die Nuten 3 nicht mehr symmetrisch zu einer imaginären Mittelebene angeordnet sind. Vielmehr ist eine Nutflanke 18 senkrecht zur Vorderseite 21 angeordnet. Lediglich die andere Nutflanke 19 steht unter einem Winkel ≠90° zur Vorderseite 21 der Barre 1.

Die dazugehörende Wirknadel 5 ist in 6 dargestellt. Die (bezogen auf die Darstellung der 6) linke Flanke 14 steht dementsprechend unter einem rechten Winkel zur Vorderseite 12 des Befestigungsbereichs 7. Die andere Flanke 15 hingegen schließt mit der Vorderseite 12 einen spitzen Winkel ein.

Das Befestigungsprinzip ist hier ähnlich wie bei der im Zusammenhang mit den 1 bis 4 dargestellten Ausführungsform. Allerdings wird nun die Positionierung der Wirknadel 5 in der Nut 3 nicht in der Mitte der Nut (bezogen auf die Längserstreckung der Barre 1) vorgenommen, sondern an der linken Nutflanke 18, die, wie oben erwähnt, einen rechten Winkel mit der Vorderseite 21 der Barre 1 einschließt.

Die Positionierung erfolgt dadurch, daß durch die Keilwirkung zwischen der Flanke 15 und der Nutflanke 19 beim einsetzen der Wirknadel 5 in die Nut 3 eine kleine seitliche Bewegung der Wirknadel 5 so lange bewirkt wird, bis die Flanke 14 an der Nutflanke 18 zur Anlage kommt.

Zusätzlich hat diese Ausgestaltung den Vorteil, daß die Seite der Wirknadel 5, an der die Flanke 14, die einen rechten Winkel mit der Vorderseite 12 einschließt, aufnimmt, glatt ausgebildet sein, wie dies aus 6b hervorgeht.

8a zeigt die Barre 1 von 1 in Vorderansicht. Es ist zu erkennen, daß man durch die Mittelebene der Nuten 3 die Nadelteilung 22 festlegen kann. Wenn man eine Ausgestaltung nach 5 und 6 verwendet, dann wird die Nadelteilung durch den Abstand der rechtwinklig zur Vorderseite 21 verlaufenden Nutflanken 18 bewirkt.

8b zeigt eine Seitenansicht und 8c eine Draufsicht auf die Barre 1 mit montierten Wirknadeln 5 nach 1.

9 zeigt in schematischer Darstellung eine Wirknadel 5, die in der Barre 1 in einer Nut 3 montiert ist. Die Wirknadel 5 weist einen Querschnitt auf, bei dem die Flanke 14 senkrecht zur Vorderseite 12 verläuft und sich über die gesamte Tiefe (Erstreckung von oben nach unten, bezogen auf 9) des Befestigungsbereichs erstreckt. Die andere Flanke 15 weist ebenfalls einen Abschnitt auf, der sich im rechten Winkel zur Vorderseite 12 des Befestigungsbereichs erstreckt. Lediglich eine Fläche 23, die sich über einen Teil der Tiefe des Befestigungsbereichs erstreckt, ist gegenüber der Vorderseite 12 geneigt. Dieser Teilbereich kommt zur Anlage an eine entsprechend geneigte Fläche 24 der Nutflanke 19.

Bei montierter Wirknadel 5 verbleibt zwischen der Rückseite 13 und dem Nutgrund 16 ein Sicherheitsabstand s, der im vorliegenden Ausführungsbeispiel kleiner ist als der Überstand 20 zwischen dem Deckel 25 und der Vorderseite 21 der Barre 1.

Der Deckel 25 weist auf seiner der Barre 1 zugewandten Seite eine elastische Schicht 26 auf, so daß der Deckel 25, wenn er an der Barre 1 befestigt wird, alle Wirknadeln 5 gleichmäßig festhalten kann, auch wenn die Wirknadeln aufgrund von Dickenunterschieden, die auf Toleranzen beruhen, unterschiedlich weit aus der Barre 1 herausschauen. Diese Unterschiede sind aber nicht allzu groß.

10 zeigt nun unterschiedliche Formen der Querschnitte des Befestigungsbereichs der Wirknadeln. 11 zeigt die dazu passenden Querschnitte. Üblicherweise wird man in einer Barre 1 immer die gleiche Form der Querschnitte der Nuten 3 verwenden.

10g und 11g zeigen die Querschnittsformen, die der Ausführung der 1 bis 4 zugrunde liegen. Die 10i und die 11i zeigen die Querschnitte, die der Ausbildung nach 5 bis 7 und 9 zugrunde liegen.

In den 10a und 11a ist eine Ausgestaltung dargestellt, die der der 10g und 11g entspricht. Allerdings sind hier die Rückseite 13 und der Nutgrund 16 abgeflacht.

In den 10b und 11b weisen die Flanken 14, 15 und die Nutflanke 18, 19 Abschnitte 27, 28 auf, die eine stärkere Neigung im Hinblick auf die Mittelebene 29, 30 von Wirknadel 5 und Nut 3 haben.

In den 10c und 11c ist die Flanke 14 bzw. die Nutflanke 18 parallel zur Mittelebene 29 bzw. 30 ausgerichtet. Nur die andere Flanke 15 bzw. Nutflanke 19 ist geneigt. Hier erfolgt die Zentrierung im Gegensatz zum Ausführungsbeispiel der 10a und 10b nicht in der Mittelebene 29, 30, sondern an der Nutflanke 18.

Die 10d und 11d zeigen eine Ausführung, die der der 10c und 11c entspricht, wobei die Rückseite 13 bzw. der Nutgrund 16 abgeflacht sind.

Die 10e und 11e zeigen eine Ausgestaltung, bei der die Flanken 14, 15 bzw. die Nutflanken 18, 19 mit einer Rundung in die Rückseite 13 bzw. den Nutgrund 16 übergehen. Auch hier erfolgt durch ein Einsetzen der Wirknadel 5 in die Nut 3 automatisch eine Zentrierung.

Die 10f und 11f zeigen eine Ausgestaltung, die eine Mischung aus den 10b, 11b und 10c, 11c ist. Auch hier ist die eine Flanke 14 parallel zur Mittelebene 29 gerichtet, während die andere Flanke 15 und natürlich die andere Nutflanke 19 unterschiedliche Neigungen aufweist.

10g und 11g wurden bereits besprochen.

Die 10h und 11h zeigen eine Ausgestaltung, bei der die Flanken in einem Teilbereich 31 nach innen gewölbt sind. In ähnlicher Weise sind die Nutflanken in einem Teilbereich 32 in Richtung auf die Mittelebene 30 nach außen gewölbt. Auch dadurch läßt sich eine Zentrierung erreichen, wenn die Wirknadel 5 in die Nut 3 eingesetzt wird.

Die Ausgestaltung der 10i und 11i wurde im Zusammenhang mit den 5 bis 7 besprochen.

Die 10j und 11j zeigen eine Ausgestaltung, die spiegelsymmetrisch zu der Ausgestaltung nach den 10i und 11i ist.


Anspruch[de]
Barre einer Wirkmaschine mit mehreren Nuten zur Aufnahme von Wirkelementen, die entlang der Längserstreckung der Barre nebeneinander angeordnet sind, wobei jede Nut einen Nutgrund, zwei Nutflanken und eine Nutöffnung aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Nut (3) im Bereich der Nutöffnung (17) eine größere Breite als im Bereich des Nutgrundes (16) aufweist. Barre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Übergang von der größeren Breite zu der kleineren Breite durch eine Fläche (24) erfolgt, die sich zumindest über einen Teil der Tiefe einer Nutflanke (18, 19) erstreckt und gegenüber der anderen Nutflanke (19, 18) in eine Richtung von der Nutöffnung (17) zum Nutgrund (16) auf die andere Nutflanke (18, 19) zu geneigt oder gekrümmt ist. Barre nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Fläche (24) bis zum Nutgrund erstreckt. Barre nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die geneigte Fläche (24) mindestens zwei Teilflächen (28) mit unterschiedlichen Neigungswinkeln aufweist. Barre nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine Nutflanke (18) unter einem rechten Winkel zur Vorderseite (21) der Barre angeordnet ist. Barre nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß beide Nutflanken (18, 19) Flächen aufweisen, die aufeinander zu geneigt oder gekrümmt sind. Barre nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß beide Nutflanken (18, 19) im Bereich der größten Breite Flächenabschnitte aufweisen, die parallel zueinander verlaufen. Barre nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß in mindestens einer Nut (3) ein Wirkelement (5) eingesetzt ist, das einen in der Nut (3) angeordneten Befestigungsabschnitt (7) mit einer Vorderseite (12), einer Rückseite (13) und zwei Flanken (14, 15) aufweist, wobei der Befestigungsabschnitt (7) im Bereich der Vorderseite (12) eine größere Breite als im Bereich der Rückseite (13) aufweist. Barre nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Flanken (14, 15) zumindest in Teilflächen (23) die gleiche Ausrichtung wie die Flächen (24) der Nutflanken (18, 18) aufweisen. Barre nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Wirkelement (5) um einen vorbestimmten Überstand (20) aus der Nut (3) vorsteht. Barre nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Nutgrund (16) und der Rückseite (13) des Wirkelements (15) ein vorbestimmter Sicherheitsabstand (s) angeordnet ist.






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