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Dämmstoffhalter - Dokument DE102006009356A1
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102006009356A1 06.09.2007
Titel Dämmstoffhalter
Anmelder fischerwerke Artur Fischer GmbH & Co. KG, 72178 Waldachtal, DE
Erfinder Fischer, Rainer, 72178 Waldachtal, DE;
Renz, Jürgen, 72202 Nagold, DE;
Gerth, Achim, 06667 Weißenfels, DE
DE-Anmeldedatum 01.03.2006
DE-Aktenzeichen 102006009356
Offenlegungstag 06.09.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.09.2007
IPC-Hauptklasse E04B 1/80(2006.01)A, F, I, 20060301, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F16B 5/00(2006.01)A, L, I, 20060301, B, H, DE   F16B 13/12(2006.01)A, L, I, 20060301, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft einen Dämmstoffhalter (1) zur Befestigung von Wärmedämmverbundsystemen, mit einem Hohlschaft (2), der einen Halteteller (3) aufweist, und mit einem in den Hohlschaft (2) einbringbaren Nagel (10). Zur Verbesserung der Dauerhaltbarkeit der Befestigung bei dynamischer Belastung beispielsweise durch Windsog- und/oder -druckkräfte schlägt die Erfindung vor, den Nagel (10) mit einer widerhakenartigen Profilierung (18) zu versehen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Dämmstoffhalter mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1.

Dämmstoffhalter sind zur Befestigung von Wärmedämmverbundsystemen, also Dämmstoffmatten oder -platten an einem Untergrund, normalerweise an Gebäudewänden, bekannt. Sie weisen einen Hohlschaft mit einem Halteteller an einem Ende auf. Die Befestigung erfolgt durch Einbringen eines Nagels in den Hohlschaft des Dämmstoffhalters. Dabei kann der Nagel an einem dem Halteteller fernen Ende aus dem Hohlschaft des Dämmstoffhalters austreten und unmittelbar in einen Untergrund, beispielsweise eine Holzunterkonstruktion, eingeschlagen werden. Auch ist es bekannt und möglich, dass der Dämmstoffhalter einen Dübel aufweist, der durch Einbringen des Nagels aufgespreizt und dadurch im Untergrund, beispielsweise in einem Bohrloch in einer Gebäudewand, verankert wird. Der Dübel kann einstückig mit dem Hohlschaft, also ein Abschnitt des Hohlschafts sein. Es ist auch die Verwendung eines vom Dämmstoffhalter separaten Dübels möglich. Der Begriff „Halteteller" soll umfassend und insbesondere anhand seiner Funktion, das gehaltene Dämmelement zu übergreifen und die Haltekräfte großflächig, d.h. mit niedriger Flächenbelastung, auf das Dämmelement zu übertragen, verstanden werden. Außer einem Teller im eigentlichen Sinne des Begriffs mit oder ohne Löchern können auch sternförmig zur Seite vom Hohlschaft abstehende streifenartige Speichen oder auch ein nur zu einer Seite oder quer zu beiden Seiten abstehender Streifen ausreichender Biegefestigkeit den Halteteller bilden. Statt einfachen glatten Nägeln können auch sogenannte Nagelschrauben, d.h. einschlagbare Schrauben mit einem Sägezahngewinde, verwendet werden. Allerdings sind diese gegenüber glatten Nägeln aufgrund des Walzverfahrens deutlich aufwendiger und teurer.

Aufgabe der Erfindung ist, die Langzeitbefestigung eines Dämmstoffhalters mit Nagel der vorstehend erläuterten Art bei dynamischer Belastung zu verbessern.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Der Nagel des erfindungsgemäßen Dämmstoffhalters weist eine quer verlaufende Profilierung auf. Eine dynamische Belastung kann durch Windsog- und -druckkräfte auftreten, die die Dämmstoffelemente mit wechselnder Belastungshöhe und Belastungsrichtung vom Untergrund wegziehen und gegen ihn drücken. Die Kräfte greifen insbesondere am Halteteller des Dämmstoffhalters an und entfernen und nähern ihn abwechselnd dem Untergrund. Der Hohlschaft des Dämmstoffhalters wird dadurch abwechselnd vom Untergrund entfernt und ihm genähert, wobei der Hohlschaft, insbesondere wenn er einstückig mit einem Dübel zur Befestigung des Dämmstoffhalters im Untergrund ist, gedehnt und gestaucht werden kann. Die Bewegung, die vom Hohlschaft auf den Nagel übertragen wird, kann den Nagel stückweise im Untergrund und/oder im Hohlschaft bewegen und den Nagel lockern und u.U. so weit aus dem Untergrund heraus bzw. im Hohlschaft des Dämmstoffhalters bewegen, dass sich die Befestigung löst. Die quer verlaufende Profilierung des Nagels des erfindungsgemäßen Dämmstoffhalters erhöht dessen Halt im Hohlschaft des Dämmstoffhalters und/oder im Untergrund und verringert dadurch die Gefahr eines Lockerns der Befestigung. Der erfindungsgemäße Dämmstoffhalter hält dadurch höheren dynamischen Belastungen dauerhaft stand, ohne dass sich die Befestigung der Dämmstoffelemente am Untergrund lockert. Gleichzeitig lässt sich ein derartiger Nagel deutlich günstiger herstellen als eine Nagelschraube.

Die Profilierung kann über im Wesentlichen die gesamte Länge des Nagels vorhanden sein. Auch ist es möglich, dass sich die Profilierung im Wesentlichen nur über einen Bereich des Nagels erstreckt, der sich im Hohlschaft des Dämmstoffhalters befindet, wenn der Nagel in den Hohlschaft eingebracht ist. Andererseits ist es auch möglich, dass sich die Profilierung im Wesentlichen nur über einen Bereich des Nagels erstreckt, der sich auf einer dem Halteteller fernen Ende des Hohlschafts außerhalb des Hohlschafts befindet. Eine Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die Profilierung mit dem Hohlschaft in Eingriff steht, wenn der Nagel in den Hohlschaft eingebracht ist. Dadurch wird einer Relativbewegung zwischen dem Nagel und dem Hohlschaft und damit einer Lockerung und schrittweisen Bewegung des Nagels im Hohlschaft entgegengewirkt. Eine Profilierung des Nagels außerhalb des Hohlschafts verbessert den Halt des Nagels im Untergrund und wirkt einer schrittweisen Lockerung bei dynamischem Kraftangriff entgegen.

Die Profilierung kann rillen- und/oder sickenartig sein, beispielsweise Kerben, Nuten, Rillen oder dgl. und/oder Erhöhungen wie Sicken, Warzen oder dgl. aufweisen. Die Profilierung kann umlaufend oder sich über Umfangsabschnitte des Nagels erstreckend ausgebildet sein kann. Vorzugsweise weist der Nagel eine widerhakenartige Profilierung mit einer kurzen, nahezu radialen Flanke und einer längeren oder langen, in einem Winkel schräg zur Längsrichtung des Nagels verlaufenden Flanke auf. Die widerhakenartige Profilierung kann auch als sägezahnförmige- oder Tannenbaumprofilierung bezeichnet werden. Sie erhöht einen Formschluss des Nagels im Untergrund oder im Hohlschaft in einer Richtung gegenüber dem Formschluss in entgegengesetzter Richtung. Dadurch wird beispielsweise der Halt des Nagels im Untergrund gegen Ausziehen im Verhältnis zur Eintreibkraft des Nagels in den Untergrund erhöht.

Eine Ausgestaltung der Erfindung sieht einen Dämmstoffhalter aus Kunststoff vor. Außer den Vorteilen der Korrosionsfestigkeit und preiswerten Herstellbarkeit ermöglicht Kunststoff das Einformen der Profilierung und verbessert dadurch den Halt des Nagels im Hohlschaft des Dämmstoffhalters.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert.

Es zeigen:

1 die Befestigung einer Dämmstoffplatte an einer Gebäudewand mittels eines erfindungsgemäßen Dämmstoffhalters in einer Achsschnittdarstellung;

2 einen Nagel des Dämmstoffhalters aus 1 gemäß der Erfindung; und

3 eine Vergrößerung der Einzelheit III aus 2.

Der in 1 dargestellte, erfindungsgemäße Dämmstoffhalter 1 weist einen hohlzylinderförmigen Hohlschaft 2 mit einem Halteteller 3 an einem Ende auf, das auch als hinteres Ende bezeichnet werden kann. Der Dämmstoffhalter 1 ist ein Spritzgießteil aus Kunststoff, der Halteteller 3 ist einstückig mit dem Hohlschaft 2. Der Halteteller 3 hat die Form eines Rades mit sternförmigen Speichen 4 und einem umlaufenden Rand 5, wobei der Hohlschaft 2 die „Radnabe" bildet. Der Hohlschaft 2 verjüngt sich an einer Stelle konisch, die Verjüngung ist mit 6 bezeichnet. Ein vorderer, also dem Halteteller 3 ferner Abschnitt des Hohlschafts 2 ist als Dübel 7 ausgeführt, er ist durch einen den Hohlschaft 2 im Bereich des Dübels 7 quer durchsetzenden Schlitz in einer Längsmittelebene des Hohlschafts 2 in zylinderschalenförmige Spreizelemente 9 unterteilt. Der Schlitz steht in 1 senkrecht zur Zeichenebene und ist deswegen nicht sichtbar. In den Hohlschaft 2 ist der in 2 dargestellte Nagel 10 eingebracht, der Bestandteil des Dämmstoffhalters 1 ist. Der Nagel 10 spreizt bzw. weitet den Dübel 7 auf und verankert den Dämmstoffhalter 1 dadurch.

Wie in 1 zu sehen dient der Dämmstoffhalter 1 zur Befestigung beispielsweise einer Dämmstoffplatte 11 an einem Untergrund 12, beispielsweise einer Gebäudewand. Der Dämmstoffhalter 1 wird durch die Dämmstoffplatte 11, in der zuvor ein Loch angebracht worden sein kann, in ein Bohrloch 13 im Untergrund 12 eingebracht. Durch Eintreiben des Nagels 10 in den Hohlschaft 1 wird der Dübel 7 aufgespreizt und verankert den Dämmstoffhalter 1 im Untergrund 12. Der Halteteller 3 liegt auf einer Außenseite der Dämmstoffplatte 11 auf und hält sie am Untergrund 12. Nach der Befestigung der Dämmstoffplatte 11 mit Dämmstoffhaltern 1 wird die Dämmstoffplatte 11 einschließlich des Haltetellers 3 überputzt, der Putz hat die Bezugszahl 14.

Der in 2 größer dargestellte Nagel 10 des Dämmstoffhalters 1 weist einen Nagelschaft 15 mit einer Nagelspitze 16 an einem und einem Nagelkopf 17 am anderen Ende auf. Der Nagelschaft 15 ist mit einer quer verlaufenden Profilierung 18 versehen. Dabei handelt es sich um sicken- oder warzenartige Erhöhungen 19 mit in Draufsicht in etwa kreissegmentförmiger Form. Im Profil weisen die Erhöhungen 19 eine widerhakenartige Form mit einer kurzen, näherungsweise radial vom Nagelschaft 15 abstehenden Flanke und einer langen, in einem spitzen Winkel zur Längsrichtung des Nagels verlaufenden Flanke auf. Die kurzen und näherungsweise radial abstehenden Flanken der Erhöhungen 19 sind dem Nagelkopf 17 zugewandt. Die Erhöhungen 19 sind über den Umfang und die Länge des Nagelschafts 15 verteilt angeordnet. Sie formen sich in den Hohlschaft 2 des aus Kunststoff bestehenden Dämmstoffhalters 1 ein und bewirken einen Formschluss des Nagels 10 mit dem Dämmstoffhalter 1, der gegen ein Herausziehen des Nagels 10 aus dem Dämmstoffhalter 1 gerichtet bzw. wirksam ist. Die die Profilierung 18 bildenden Erhöhungen 19 sind durch einen Umformvorgang, beispielsweise einen Prägevorgang hergestellt. Bei einer dynamischen Beanspruchung des Dämmstoffhalters 1 beispielsweise in Folge von Windsog- und/oder -druckkräften am Putz 14 auf der Dämmstoffplatte 11 verhindern die widerhakenartigen Erhebungen 19 ein Stück-für-Stück-weises Herausbewegen des Nagels 10 aus dem Dämmstoffhalter 1 und verhindern auf diese Weise eine Lockerung der Befestigung der Dämmstoffplatte 11.

Anstatt einstückig mit dem Hohlschaft 2 kann der Dübel 7 auch separat vom Hohlschaft 2 bzw. dem Dämmstoffhalter 1 sein (nicht dargestellt). Auch ist es möglich, dass der Dämmstoffhalter 1 keinen Dübel aufweist und der Nagel 10 aus einem vorderen, dem Halteteller 3 fernen Ende des Hohlschafts 2 vorsteht. Dadurch ist es möglich, den im Hohlschaft 2 einliegenden Nagel 10 ohne Verwendung eines Dübels in beispielsweise eine Unterkonstruktion aus Holz einzuschlagen (nicht dargestellt).


Anspruch[de]
Dämmstoffhalter, zur Befestigung von Dämmelementen (11) an einem Untergrund (12) wie Mauerwerk, mit einem einen Hohlschaft (2) aufweisenden Halteteller (3) und mit einem zum Befestigen des Dämmstoffhalters (1) in den Hohlschaft (2) einbringbaren Nagel (10), dadurch gekennzeichnet, dass der Nagel (10) eine quer verlaufende Profilierung (18) aufweist. Dämmstoffhalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Profilierung (18) bei in den Hohlschaft (2) eingebrachtem Nagel (10) mit dem Hohlschaft (2) in Eingriff steht. Dämmstoffhalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der in den Hohlschaft (2) eingebrachte Nagel (10) an einem dem Halteteller (3) fernen Ende des Hohlschafts (2) aus dem Hohlschaft (2) vorsteht und dass der Nagel (10) die Profilierung (18) in dem aus dem Hohlschaft (2) vorstehenden Bereich aufweist. Dämmstoffhalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Nagel (10) eine rillen- und/oder sickenartige Profilierung (18) aufweist. Dämmstoffhalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Nagel (10) eine widerhakenartige Profilierung (18, 19) aufweist. Dämmstoffhalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Dämmstoffhalter (1) aus Kunststoff besteht.






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