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Dokumentenidentifikation DE102006009966A1 06.09.2007
Titel Fadenwickelgehäuse zum Einsatz in eine Gehäuseaufnahme eines um eine vertikale Achse drehbaren Greiferkörpers einer Nähmaschine
Anmelder Dürkopp Adler AG, 33719 Bielefeld, DE
Erfinder Römich, Samuel, 33647 Bielefeld, DE;
Enns, Johann, 33813 Oerlinghausen, DE
Vertreter Patentanwälte Rau, Schneck & Hübner, 90402 Nürnberg
DE-Anmeldedatum 03.03.2006
DE-Aktenzeichen 102006009966
Offenlegungstag 06.09.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.09.2007
IPC-Hauptklasse D05B 57/26(2006.01)A, F, I, 20060303, B, H, DE
Zusammenfassung Ein Fadenwickelgehäuse (25) dient zum Einsatz in eine Gehäuseaufnahme eines um eine vertikale Achse drehbaren Greiferkörpers (22) eines Greifers (21) einer Nähmaschine. Das Fadenwickelgehäuse (25) hat einen Gehäusetopf (33) zur Aufnahme eines Fadenwickels mit einem Faden (27). Zur Abdeckung des Fadenwickels dient ein Gehäusedeckel (34). Dieser hat eine erste, untere Deckellage (36) mit einer zentralen Leitöse zum Fadendurchtritt. Eine zweite, obere Deckellage (41) deckt die erste Deckellage (36) im Bereich einer Fadenführung zumindest teilweise ab. Mit einem Fadenführungsabschnitt (64) arbeitet eine Fadenbremse (65) zusammen. Der Gehäusedeckel (34) ist schwenkbar am Gehäusetopf (33) angelenkt und mit diesem verbunden. Es resultiert ein Fadenwickelgehäuse, durch das das Einlegen des Fadenwickels bei guter Betriebssicherheit und Verfügbarkeit der Nähmaschine vereinfacht ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betritt ein Fadenwickelgehäuse nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Ein derartiges Fadenwickelgehäuse ist bekannt aus der DE-PS 614 062. Das Einlegen des Fadens dieses Fadenwickelgehäuses ist sehr umständlich. Zudem kann es beim Zusammensetzen des Fadenwickelgehäuses im Anschluss an das Einlegen des Fadenwickels zu Fehlern kommen, welche die Verfügbarkeit der Nähmaschine beeinträchtigen.

Weitere Ausgestaltungen von Gehäusen, die einen Vorrat eines Nähfadens aufweisen, sind bekannt aus der DE 25 40 994 A1, der JP 01-281270 A und der US 2 817 307 A.

Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Fadenwickelgehäuse der eingangs genannten Art derart weiterzubilden, dass das Einlegen des Fadenwickels bei guter Betriebssicherheit und Verfügbarkeit der Nähmaschine vereinfacht ist.

Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß gelöst durch ein Fadenwickelgehäuse mit den im Kennzeichnungsteil des Anspruches 1 angegebenen Merkmalen.

Ein schwenkbar am Gehäusetopf angelenkter Gehäusedeckel ist im Gegensatz zu dem ein separates Bauteil darstellenden Deckeltopf des Fadenwickelgehäuses nach der DE-PS 614 062 unverlierbar. Zudem ist durch den hinsichtlich seiner Orientierung zum Gehäusetopf eindeutig definierten Gehäusedeckel eine fehlerhafte und zeitraubende Zusammensetzung des Fadenwickelgehäuses nach dem Einlegen des Fadenwickels verhindert. Der zwei Deckellagen, zwischen denen der Faden geführt ist, aufweisende Gehäusedeckel gewährleistet eine sichere Abdeckung des Fadenwickelgehäuses, so dass der vom Greiferkörper mitgenommene Nadelfaden und der vom Fadenwickel bereitgestellte Unterfaden sich nicht gegenseitig stören können.

Eine obere Deckellage nach Anspruch 2 führt zu einer weiteren Erleichterung des Einlegevorgangs, da insbesondere beim Einführen des Fadens in eine Fadenbremse ein Gegendruck des in der Regel widerstandsfrei aus dem Fadenwickel abziehbaren Fadens aufgebaut werden kann.

Ein unterer Fensterausschnitt nach Anspruch 3 ermöglicht eine einfache Sichtkontrolle des über den Fadenwickel noch zur Verfügung stehenden Fadenvorrats.

Ein Verriegelungskörper nach Anspruch 4 gewährleistet einen sicheren Verschluss des Fadenwickelgehäuses und damit eine sichere Abdeckung des Fadenwickels beim Betrieb der Nähmaschine. Soweit der Verriegelungskörper zwischen den beiden Deckellagen angeordnet ist, führt dies zu einem kompakten Aufbau des verriegelbaren Gehäusedeckels.

Eine Sicherung der Stellungen des Verriegelungskörpers nach Anspruch 5 erleichtert die Handhabung des Fadenwickelgehäuses zusätzlich und erhöht die Betriebssicherheit.

Ein Schiebeknopf nach Anspruch 6 ist bequem zugänglich. Soweit der Schiebeknopf eine abgerundete Kontur aufweist, ist eine Einflussnahme des Nadelfadens durch den Schiebeknopf praktisch ausgeschlossen.

Eine zentrale Leitöse nach Anspruch 7 gewährleistet bei einfachem Einlegen des Fadenwickels ein gleichmäßiges Abziehen des Fadens aus dem Fadenwickel beim Betrieb der Nähmaschine. Bei dieser Ausgestaltung ist ein Einfädeln des Unterfadens möglich, ohne dass dieser durch eine Öffnung hindurch gefädelt werden musst.

Eine Umfangsaussparung nach Anspruch 8 erleichtert den Einlegevorgang insbesondere in dem Moment, in dem der Faden zwischen die beiden Deckellagen des Gehäusedeckels eingelegt wird.

Ein Verriegelungskörper nach Anspruch 9 stellt sicher, dass der einmal in die Leitöse eingeführte Faden aus dieser nicht mehr entkommen kann.

Ein Topf-Einführschlitz nach Anspruch 10 erlaubt eine kompakte Fadenführung.

Die Anordnung der Fadenbremse und die Führungsöse in der Mantelwand nach Anspruch 11 ergeben einen kontrollierten Abzugswiderstand des Unterfadens bei gleichzeitig kompaktem Aufbau.

Eine Schwenklageranordnung nach Anspruch 12 stellt sicher, dass der vom Greifer erfasste Faden nicht über das Schwenklager gezogen wird, sodass die Schwenklagergestaltung den Lauf des erfassten Fadens nicht beeinflussen kann.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert. In dieser zeigen:

1 eine teilweise innere Details freigebende Vorderansicht einer Nähmaschine;

2 perspektivisch und in lagerichtiger Darstellung eine Nähnadel, eine Stichplatte sowie einen Greiferkörper mit eingelegtem Fadenwickelgehäuse;

3 den Greiferkörper mit dem Fadenwickelgehäuse in einer Explosionsdarstellung;

4 eine perspektivische Ansicht des Fadenwickelgehäuses mit geschlossenem und verriegeltem Gehäusedeckel;

5 eine zu 4 ähnliche Ansicht des Fadenwickelgehäuses mit geöffnetem und entriegeltem Deckel;

6 bis 11 Momentaufnahmen beim Einlegen eines Fadenwickels in das Fadenwickelgehäuse sowie beim Einlegen des abzuwickelnden Fadens;

12 eine weitere Momentaufnahme beim Einlegen des Fadens, wobei eine obere Deckellage des Gehäusedeckels sowie eine Feder einer Fadenbremse abgenommen sind;

13 eine zu 12 ähnliche, um die obere Deckellage und die Feder der Fadenbremse ergänzte Ansicht; und

14 bis 17 Ausschnittsvergrößerungen aus den 10 bis 13.

Eine Nähmaschine 1 weist eine Grundplatte 2 mit einem sich davon aufwärts erstreckenden Ständer 3 und einem abgewinkelten Arm 4 auf. Letzterer endet in einem Kopf 5. In dem Arm 4 ist drehbar eine Armwelle 6 gelagert, die in dem Kopf 5 einen Kurbeltrieb 7 mit einem Fadenhebel 8 antreibt. Der Kurbeltrieb 7 steht antriebsmäßig mit einer in dem Kopf 5 verschiebbar gelagerten Nadelstange 9 in Verbindung. Letztere hat an ihrem unteren Ende eine Nähnadel 10. Die Nähnadel 10 ist vom Kurbeltrieb 7 auf und ab bewegbar. Hierbei durchläuft die Nähnadel 10 einen Bewegungsraum. Die Nähnadel 10 führt in einem Öhr einen von einer Spule 12 über eine Fadenspannvorrichtung und den Fadenhebel 8 zugeführten Nadelfaden 13.

Auf der Grundplatte 2 ist eine mit Schrauben, die durch Schraublöcher 14, 15 geführt sind, eine Auflageplatte 16 montiert, auf der ein Nähgutteil 17 aufliegt. Die Auflageplatte 16 hat eine Stoffschieber-Öffnung 18, die für den Durchtritt eines Stoffschiebers 19 ausgebildet ist. Der Stoffschieber 19 hat ein in der 1 dargestelltes Stichloch 20 für den Durchtritt der Nähnadel 10. Der Stoffschieber 19 ist über ein unterhalb der Grundplatte 2 angeordnetes Schub- und Hubgetriebe angetrieben.

Unterhalb der Auflageplatte 16 ist ein Greifer 21 angeordnet, der einen Greiferkörper 22 mit einer Greiferspitze 23 aufweist. In einer topfförmigen Gehäuseaufnahme 24 des Greiferkörpers 22 ist ein Fadenwickelgehäuse 25 drehbar gelagert, in dem ein Fadenvorrat in Form eines Fadenwickels 26 aufgenommen ist. Zur lagernden Aufnahme des Fadenwickelgehäuses 25 hat der Greiferkörper 22 eine Umfangsnut, in der mit Lagerspiel eine Lagerrippe des Fadenwickelgehäuses 25 aufgenommen ist. Der Fadenwickel 26 wird auch als Bobbine bezeichnet. Der Fadenwickel 26 stellt einen Unterfaden 27 bereit. Dieser verläuft vom Fadenwickel 26 bis hin zu einer Austrittsöffnung 28 auf einem Fadenweg, der nachfolgend noch im Detail beschrieben ist. Von der Austrittsöffnung 28 erstreckt sich der Unter- bzw. Greiferfaden 27 durch das Stichloch 20 und die Öffnung 18 hindurch.

Der Greiferkörper 22 ist fest mit einer Welle verbunden, die eine sich parallel zu der Nadelstange 9 erstreckende, vertikale Achse 29 aufweist. Gelagert ist diese Welle drehbar in einem mit der Grundplatte 2 verschraubten Lagerbock 30. In diesem ist zudem eine Antriebswelle 31 gelagert, die mit einem im Inneren des Lagerbocks 30 angeordneten Zahnradgetriebe verbunden ist. Die Antriebswelle 31 ist über einen Riementrieb 32 antriebsmäßig mit der Armwelle 6 verbunden.

Das Fadenwickelgehäuse 25 hat einen Gehäusetopf 33 zur Aufnahme des Fadenwickels 26. Ferner hat das Fadenwickelgehäuse 25 zur Abdeckung des Fadenwickels 26 einen Gehäusedeckel 34. Über eine Gelenkverbindung 35, welche ein Schwenklager mit horizontaler Schwenkachse vorgibt, ist der Gehäusedeckel 34 schwenkbar am Gehäusetopf 33 zwischen einer Schließ- bzw. Arbeitsstellung, die in der 4 dargestellt ist und einer Fadenwickel-Einlegeeinstellung, die in der 5 dargestellt ist, schwenkbar. Der Gehäusedeckel 34 hat eine erste, untere Deckellage 36. Diese weist zum Durchtritt des Unterfadens 27 eine zentrale Leitöse 37 auf. Die zentrale Leitöse 37 ist am Ende eines an einer Außenkante 38 der unteren Deckellage 36 offenen Deckel-Einführschlitzes 39 ausgebildet. Der Deckel-Einführschlitz 39 mündet nicht gerade in die Leitöse 37 ein, sondern über einen gebogenen Schlitz-Endabschnitt 40.

Im Bereich einer Führung des Unterfadens 27 wird die erste Deckellage 36 teilweise abgedeckt durch eine zweite, obere Deckellage 41. Die obere Deckellage 41 hat im Bereich der Führung des Unterfadens 27 einen oberen in etwa ovalen Fensterausschnitt 42. Der eingelegte Unterfaden 27 läuft unter der oberen Deckellage 41 parallel zu dieser unter dem Fensterausschnitt 42, so dass der Unterfaden 27 in einem Abschnitt frei durch den Fensterausschnitt 42 von oben her zugänglich ist. Von oben kann daher Druck auf diesen Fadenabschnitt ausgeübt werden, z. B. indem ein Finger auf diesen Fadenabschnitt im Bereich des Fensterausschnitts 42 gelegt wird. Die untere Deckellage 36 hat einen unteren Fensterausschnitt 43, der mit dem Fensterausschnitt 42 der oberen Deckellage 41 fluchtet. Durch die beiden Fensterausschnitte 42, 43 ist daher ein Blick von außen auf das Innere des Fadenwickelgehäuses 25 möglich, so dass der Fadenvorrat kontrolliert werden kann. Die obere Deckellage 41 hat eine sektorförmige Umfangsaussparung 44, die mit dem Deckel-Einführschlitz 39 teilweise überlappt.

Zwischen den beiden Deckellagen 36, 41 ist ein flacher Verriegelungskörper 45 angeordnet. Letzterer kann linear zwischen einer zurückgezogenen Offenstellung, die 5 dargestellt ist und in der der Gehäusedeckel 34 relativ zum Gehäusetopf 33 verschwenkt werden kann, und in einer Verriegelungsstellung, die in der 4 dargestellt ist und in der der Gehäusedeckel 34 in der Arbeitsstellung verriegelt ist, verlagerbar. Eine erste Linearführung der Verlagerung des Verriegelungskörpers 45 zwischen der Offen- und der Verriegelungsstellung ist gegeben durch eine von oben her durch ein Langloch 46 in der oberen Deckellage 41 in den Verriegelungskörper 45 eingeschraubte Führungsschraube 47. Eine weitere Linearführung ist gegeben durch einen von oben her durch ein weiteres Langloch 48 in der oberen Deckellage 41 mit dem Verriegelungskörper 45 vernieteten Schiebeknopf 49. Letzterer weist nach oben hin, also zu seiner freien Seite hin, eine abgerundete Kontur auf. Mithilfe des Schiebeknopfes 49 kann der Verriegelungskörper 45 betätigt, also zwischen der Offen- und der Verriegelungsstellung verlagert werden.

Der Verriegelungskörper 45 ist mittels einer aus Federstahldraht gefertigten Sicherungsfeder 50 einerseits in der Offenstellung und andererseits in der Verriegelungsstellung gesichert. Hierzu hat der Verriegelungskörper 45 zwei Sicherungsnuten 51, 52, in die ein freies Ende 53 der Sicherungsfeder 50 wahlweise eingreift. Die Sicherungsfeder 50 liegt konturangepasst an einem flachen Distanzkörper 54 an, der auf Höhe des Verriegelungskörpers 45 zwischen den beiden Deckellagen 36, 41 angeordnet ist. Der Distanzkörper 54 dient gleichzeitig als Abstandshalter zwischen den Deckellagen 36, 41. Die untere Deckellage 36 und der Distanzkörper 54 weisen miteinander fluchtende Stege 55, 56 auf, die bei montiertem Gehäusedeckel 34 in einer am Gehäusetopf 33 ausgebildeten U-förmigen Nut beweglich aufgenommen werden. Die Stege 55, 56 stellen gleichzeitig Teile der Gelenkverbindung 35 dar. Der Verriegelungskörper 45 ist relativ zur unteren Deckellage 36 so angeordnet und geformt, dass die Leitöse 37 in der Offen- bzw. Verriegelungsstellung des Verriegelungskörpers 45 von diesem verschlossen wird.

Abgedeckt wird die Gelenkverbindung 35 durch ein oberseitiges Scharnierblech 58. Letzteres wird mittels Schrauben 59 randseitig am Gehäusetopf 33 verschraubt.

In der Verriegelungsstellung des Verriegelungskörpers 45 greift eine führende Kante 60 von diesem in eine hierzu komplementär geformte Nut 61 in einer inneren Mantelwand 62 des Gehäusetopfs 33 ein.

Im Gehäusetopf 33 ist ein schräg verlaufender Topf-Einführschlitz 63 ausgebildet, der einen Fadendurchtritt von der Ebene des Gehäusedeckels 34 hin zu einer äußeren Mantelwand 64 des Gehäusetopfs 33 freigibt. Dieser Verlauf des Topf-Einführschlitzes 63 ist der 16 gut entnehmbar, bei der das Fadenwickelgehäuse 25 ohne die obere Deckellage 41 und ohne eine noch zu beschreibende Fadenbremse 65 dargestellt ist. Der Fadenaustritt aus der Mantelwand 64 ist durch eine Führungsöse 66 gebildet, die am Ende des Topf-Einführschlitzes 63 ausgebildet ist. Die Führungsöse 66 bildet zusammen mit der Mantelwand 64 im Bereich der Fadenbremse 65 einen Fadenführungsabschnitt.

Die Fadenbremse 65 ist als an der Mantelwand 64 in Umfangsrichtung anliegende Blattfeder ausgebildet. Wie 15 zeigt, ist die Fadenbremse 65 derart angeordnet, dass sie den aus der Mantelwand 64 durch die Führungsöse 66 austretenden Unterfaden 27 gegen die Mantelwand 64 abschnittsweise klemmt. Die Fadenbremse 65 sorgt für eine kontrollierte Spannung des ansonsten widerstandsfrei aus dem Fadenwickel 26 abziehbaren Unterfadens 27.

Das Einlegen des Fadenwickels 26 und das Einfädeln des Unterfadens 27 in das Fadenwickelgehäuse 25 geschehen folgendermaßen:

Zunächst liegt das Fadenwickelgehäuse 25 in der in 5 dargestellten Einlegeposition vor. Sodann wird, wie in den 6 und 7 dargestellt, der Fadenwickel 26 in den Gehäusetopf 33 eingesetzt. Das vom Fadenwickel 26 zentral abstehende freie Ende des Unterfadens 27 wird sodann von der Außenkante 38 her durch den Deckel-Einführschlitz 39 über den Schlitz-Endabschnitt 40 in die Leitöse 37 eingeführt. Der die Leitöse 37 verschließende Verriegelungskörper 45 sorgt anschließend dafür, dass der einmal in die Leitöse 37 eingeführte Unterfaden 27 aus dieser nicht mehr entkommen kann. Anschließend wird der Unterfaden 27 im Bereich der Umfangsaussparung 44 um die untere Deckellage 36 herumgeführt und zwischen die beiden Deckellagen 36, 41 eingeführt. Diesen letzten Einführvorgang erleichtert eine halbmondförmige Aussparung 67 in der Außenkante 38 der unteren Deckellage 36. Zwischen den Deckellagen 36, 41 läuft der Unterfaden 27 in einem Zwischenraum, der durch die Stärke des Distanzkörpers 54 vorgegeben ist. Der Unterfaden 27 wird sodann in Richtung auf die Gelenkverbindung 35 gezogen, bis die Zwischenstellung nach 9 erreicht ist. Anschließend wird der Gehäusedeckel 34 geschlossen und mit dem Verriegelungskörper 45 gesichert. Dabei wird der Unterfaden 27 durch den Topf-Einführschlitz 63 geführt. Damit der Unterfaden 27 die Führungsöse 66 erreicht, muss er zwischen der Fadenbremse 65 und der Mantelwand 64 hindurch gezogen werden. Hierbei wird vom Benutzer mit dem Finger auf den Fadenabschnitt, der durch die Fensterabschnitte 42, 43 von oben her zugänglich ist, Druck auf diesen Fadenabschnitt ausgeübt, sodass dieser Fadenabschnitt zwischen dem Benutzerfinger und dem Fadenwickel 26 festgehalten ist. Dann kann der Unterfaden 27 zwischen die Mantelwand 64 und die Fadenbremse 65 eingezogen werden, bis er in der Führungsöse 66 zu liegen kommt. Von dort wird der Unterfaden 27 weiter zu der am oberen Rand des Gehäusetopfs 33 befindlichen Austrittsöffnung 28 gefädelt und hochgezogen. Nach dem Einfädel-Vorgang hängt das freie Ende von etwa 2 cm aus der Austrittsöffnung 28 heraus.

Der Greiferkörper 22 mit der Greiferspitze 23 rotiert während des Nähbetriebs der Nähmaschine 1 von oben her gesehen im Uhrzeigersinn, während das Fadenwickelgehäuse 25 durch das Eingreifen eines daran ausgebildeten Haltefingers in eine an der Unterseite der Auflageplatte 16 ausgebildeten Nut unverdrehbar gehalten wird, wie in 2 dargestellt. Dabei erfasst die Greiferspitze 23 den Nadelfaden 13 im Bereich unterhalb des Stichlochs 20 und nimmt dort während etwa einem halben Umlauf um das Fadenwickelgehäuse 25 eine Schleife des Nadelfadens 13 auf. Die in 1 vom Betrachter abgewandte Seite des Greifers 21 wird daher als Schleifenaufnahmeseite 68 bezeichnet.

Nach etwa einem halben Umlauf gibt die Greiferspitze 23 die aufgenommene Nadelfadenschleife frei. Die dem Betrachter in 1 zugewandte Seite des Greifers 21 wird daher als Schleifenabwurfseite 69 bezeichnet.

Die Gelenkverbindung 35 ist bei im Greiferkörper 22 eingesetzten Fadenwickelgehäuse 25 benachbart zur Schleifenabwurfseite 69 des Greifers 21 angeordnet.

Mit der fortschreitenden Drehung der Armwelle 6 erfolgt das Zurückziehen der freigegebenen Nadelfadenschleife durch die Wirkung des nun sich aufwärts bewegenden Fadenhebels 8. Dabei wird das freie Ende des aus dem Fadenwickelgehäuse 25 heraushängenden Abschnitts des Unterfadens 27 erfasst und durch das Stichloch 20 zur Bildung einer Verknotung in dem Nähgut 17 hochgezogen.


Anspruch[de]
Fadenwickelgehäuse (25) zum Einsatz in eine Gehäuseaufnahme (24) eines um eine vertikale Achse (29) drehbaren Greiferkörpers (22) eines Greifers (21) einer Nähmaschine (1), welches Fadenwickelgehäuse (25) umfasst:

– einen Gehäusetopf (33) zur Aufnahme eines Fadenwickels (26) mit einem Faden (27),

– einen Gehäusedeckel (34) zur Abdeckung des Fadenwickels (26),

– wobei der Gehäusedeckel (34)

– eine erste, untere Deckellage (36) mit einer zentralen Leitöse (37) zum Fadendurchtritt,

– eine die erste Deckellage (36) im Bereich einer Fadenführung zumindest teilweise abdeckende zweite, obere Deckellage (41) aufweist,

– eine mit einem Fadenführungsabschnitt (66, 64) zusammenwirkende Fadenbremse (65),

dadurch gekennzeichnet, dass der Gehäusedeckel (34) schwenkbar am Gehäusetopf (33) angelenkt und mit diesem verbunden ist.
Fadenwickelgehäuse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die obere Deckellage (41) im Bereich der Fadenführung einen oberen Fensterausschnitt (42) aufweist, durch den von oben Druck auf den Faden (27) ausgeübt werden kann. Fadenwickelgehäuse nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die untere Deckellage (36) einen unteren Fensterausschnitt (43) aufweist, wobei die beiden Fensterausschnitte (42, 43) miteinander fluchten und den Blick von außen auf das Innere des Fadenwickelgehäuses (25) freigeben. Fadenwickelgehäuse nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch einen vorzugsweise zwischen den beiden Deckellagen (36, 41) angeordneten Verriegelungskörper (45), der zwischen einer Offenstellung, in der der Gehäusedeckel (34) relativ zum Gehäusetopf (33) verschwenkt werden kann, und einer Verriegelungsstellung, in der der Gehäusedeckel (34) in einer Schließstellung verriegelt ist, verlagerbar ist. Fadenwickelgehäuse nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Verriegelungskörper (45) mittels einer Sicherungsfeder (50) einerseits in der Offenstellung und andererseits in der Verriegelungsstellung gesichert ist, wobei der Verriegelungskörper (45) insbesondere zwei Sicherungsnuten (51, 52) aufweist, in die die Sicherungsfeder (50) wahlweise eingreift. Fadenwickelgehäuse nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Verriegelungskörper (45) mittels eines auf der oberen Deckellage (41) angeordneten Schiebeknopfes (49) betätigbar ist, der vorzugsweise eine abgerundete Kontur aufweist. Fadenwickelgehäuse nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die zentrale Leitöse (37) am Ende eines an einer Außenkante (38) der unteren Deckellage (38) offenen Deckel-Einführschlitzes (39) ausgebildet ist. Fadenwickelgehäuse nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass in der oberen Deckellage (41) eine Umfangsaussparung (44) ausgebildet ist, die mit dem Deckel-Einführschlitz (39) teilweise überlappt. Fadenwickelgehäuse nach Anspruch 7 oder 8 unter Rückbeziehung auf die Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitöse 37 in der Verriegelungsstellung vom Verriegelungskörper (45) verschlossen wird. Fadenwickelgehäuse nach einem der Ansprüche 1 bis 9, gezeichnet durch einen Topf-Einführschlitz (63) im Gehäusetopf (33), welcher einen Durchtritt des Fadens (27) von der Deckelebene hin zu einer äußeren Mantelwand (64) des Gehäusetopfes (33) freigibt. Fadenwickelgehäuse nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Fadenbremse (65) derart angeordnet ist, dass sie den aus der Mantelwand (64) austretenden Faden (27) gegen die Mantelwand (64) abschnittsweise klemmt, wobei der Fadenaustritt aus der Mantelwand (64) durch eine Führungsöse (66) gebildet ist, welche am Ende des Topf-Einführschlitzes (63) ausgebildet ist. Fadenwickelgehäuse nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass ein Schwenklager (35), über welches der Gehäusedeckel (34) am Gehäusetopf (33) angelenkt ist, derart auf dem Fadenwickelgehäuse (25) orientiert ist, dass bei im Greiferkörper (22) eingesetztem Fadenwickelgehäuse (25) das Schwenklager (35) an einer Schleifenabwurfseite (69) des Greifers (21) angeordnet ist.






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