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Form zur Ausformung der Profilierung des Laufstreifens eines Fahrzeugluftreifens und Fahrzeugluftreifen - Dokument DE102006010050A1
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102006010050A1 06.09.2007
Titel Form zur Ausformung der Profilierung des Laufstreifens eines Fahrzeugluftreifens und Fahrzeugluftreifen
Anmelder Continental Aktiengesellschaft, 30165 Hannover, DE
Erfinder Vennebörger, Martin, 30625 Hannover, DE;
Schlittenhard, Jan, 30900 Wedemark, DE
DE-Anmeldedatum 04.03.2006
DE-Aktenzeichen 102006010050
Offenlegungstag 06.09.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.09.2007
IPC-Hauptklasse B29C 35/02(2006.01)A, F, I, 20060304, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B29C 33/42(2006.01)A, L, I, 20060304, B, H, DE   B60C 11/12(2006.01)A, L, I, 20060304, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Form mit Formteilen zur Ausformung der Profilierung des Laufstreifens eines Fahrzeugluftreifens mit Feineinschnitten mittels in den Formteilen verankerter Lamellenbleche (1).
Es sind Lamellenbleche (1) vorgesehen, welche zumindest zwei aufeinander gefaltete Blechabschnitte (1a, 1b) aufweisen, welche eine übereinstimmende radiale Erstreckung bis zur Forminnenseite aufweisen und mittels Befestigungsabschnitten (1d) an ihren freien Endbereichen in der Form verankert sind.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Form mit Formteilen zur Ausformung der Profilierung des Laufstreifens eines Fahrzeugluftreifens mit Feineinschnitten, mittels in den Formteilen verankerter Lamellenbleche. Die Erfindung betrifft ferner einen in einer derartigen Form vulkanisierten Fahrzeugluftreifen.

Feineinschnitten im Laufflächenprofil von Fahrzeugluftreifen, insbesondere von Reifen, die für den Einsatz unter winterlichen Fahrbedingungen geeignet sein sollen, kommt eine besondere Bedeutung zu. Feineinschnitte stellen insbesondere Griffkanten zur Verfügung, die für einen guten Griff des Reifens auf schneeigen oder eisigen Fahrbahnen von Bedeutung sind. Dabei kommt es bei der Ausführung von Feineinschnitten auch darauf an, die Biegesteifigkeit der Profilelemente, beispielsweise der Blöcke, derart zu beeinflussen und einzustellen, dass der Reifen auch eine gute Traktion auf winterlichen Fahrbahnen und ein gutes Bremsvermögen sowohl auf winterlichen als auch auf trockenen und nassen Fahrbahnen aufweist.

Feineinschnitte werden üblicherweise dadurch erzeugt, dass Lamellenbleche in die Vulkanisationsform eingegossen oder in der Vulkanisationsform in speziell eingefrästen Schlitzen verankert werden, sodass sich die Lamellenbleche von der Formoberfläche in den Raum zur Aufnahme und Ausformung des Reifenrohlings hinein erstrecken. Der Reifenrohling wird üblicherweise zur Ausformung des Profils mittels eines Heizbalges gegen die mit Lamellenblechen auf diese Weise bestückte Formoberfläche gepresst, wodurch die Lauffläche des Fahrzeugluftreifens entsprechend der Profilierung der Formoberfläche profiliert wird. Die Lamellenbleche erzeugen hierbei schmale Einschnitte im Laufflächenprofil des Fahrzeugluftreifens.

Die Erzeugung von sehr schmalen Einschnitten mit Lamellenblechen mit einer Dicke von weniger als 0,4 mm erfordert die Herstellung von entsprechend gefrästen schmalen Schlitzen in der Vulkanisationsform, ist daher mit einem höheren Aufwand verbunden und nur begrenzt möglich.

Aus der DE 3531047 A1 ist es bekannt, Feineinschnitte mit in radialer Richtung des Fahrzeugluftreifens veränderter Dicke vorzusehen. Diese werden mittels gegossener Lamelleneinsätze erzeugt. Das Gießen von Lamelleneinsätzen ist aufwendig und kostenintensiv und zur Erzeugung von schmalen Einschnitten mit Einschnittdicken von weniger als 0,6 mm schwierig.

Aus der US 2003/0101851 A1 ist es bekannt, Lamellenbleche aufeinander zu kleben oder zu schweißen, um auf diese Weise Lamellenbleche mit unterschiedlichen Dicken über ihre Erstreckung und daher entsprechend Feineinschnitte mit variierender Breite zu erzeugen. Diese Art der Herstellung von Lamellenblechen ist besonders aufwendig. Schweiß- bzw. Klebespuren müssen restlos beseitig, eventuelle Verformungen beim Schweißen bzw. Kleben verhindert und, besonders aufwendig, im Anschluss egalisiert werden. Bei sehr dünnen Lamellenblechen zur Erzielung von sehr dünnen Einschnitten mit Breiten von weniger als 0,4 mm wird dies durch die erhöhte Gefahr der Verformbarkeit des Materials zusätzlich erschwert.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, in einfacher Weise die Herstellung von Feineinschnitten in Laufflächen von Fahrzeugluftreifen zu ermöglichen, welche Einschnitte eine gezielte Beeinflussung der Biegesteifigkeit der Profilelemente im Laufstreifen des Reifens gestatten sollen und welche vorzugsweise eine variierende Einschnittbreite aufweisen.

Gelöst wird die gestellte Aufgabe erfindungsgemäß durch Lamellenbleche mit zumindest zwei aufeinander gefalteten Blechabschnitten, welche eine übereinstimmende radiale Erstreckung bis zur Forminnenseite aufweisen und mit Befestigungsabschnitten an ihren freien Endbereichen in der Form verankert sind.

Bevorzugt weisen dabei die aufeinander gefalteten Abschnitte unterschiedlich große Flächen auf.

Durch einfaches Falten oder Biegen von Lamellenblechen bzw. Abschnitten derselben weisen diese im aufeinander gefalteten Bereich eine doppelte Blechdicke auf. In Bereich(en), wo kein doppeltes Lamellenblech vorliegt, wird bzw. werden im Laufstreifen des Reifens schmale Einschnittabschnitte erzeugt. Dabei ist es möglich, den Feineinschnitt im Reifen durch die entsprechende Gestaltung von Lamellenblechabschnitten sehr variabel hinsichtlich der Einschnittbreite zu gestalten. Dadurch lassen sich mit erfindungsgemäßen Lamellenblechen im Reifen Feineinschnitte herstellen, die in erwünschter Weise die Biegesteifigkeit der Profilelemente, insbesondere der Profilblöcke, beeinflussen. Beispielsweise sind Einschnitte erzeugbar, die an ihren Einmündungsbereichen zu Umfangsnuten schmäler oder dicker ausgeführt sind als in ihrem mittleren Abschnitt.

Bei einer bevorzugten, einfachen Ausführung der Erfindung sind die aufeinander gefalteten Abschnitte zumindest abschnittsweise deckungsgleich ausgeführt, wobei vorzugsweise der eine dieser Abschnitte mit zumindest einem weiteren Abschnitt die Fläche des anderen, auf den ersten gefalteten Abschnittes überragt. Der mit einem derartigen Lamellenblech erzeugte Einschnitt im Laufstreifen eines Reifens kann somit in einem definierten Bereich bzw. Abschnitt breit ausgeführt sein und gegebenenfalls in weiteren definierten Abschnitten halb so breit wie im breiten Abschnitt sein.

Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weisen die aufeinander gefalteten Abschnitte und der bzw. die diese überragende(n) Abschnitt(e) unterschiedliche radiale und insbesondere auch unterschiedliche axiale Erstreckungen auf. Die gewählten Abmessungen für diese Abschnitte gestatten es, die Biegesteifigkeit der Profilelemente im Laufstreifen ganz gezielt zu beeinflussen.

Von besonderem Vorteil ist bei der Erfindung, dass sich die Steifigkeit der Profilelemente bei fortschreitendem Laufstreifenabrieb ebenfalls gezielt beeinflussen lässt, insbesondere dadurch, dass die Lamellenbleche, welche diese Einschnitte erzeugen, derart ausgeführt werden, dass zumindest einer der aufeinander gefalteten Abschnitte vor der Faltung durch Prägung oder Stanzung strukturiert wird. Durch eine Prägung kann beispielsweise zumindest eine örtliche Vertiefung, Nut oder dergleichen gebildet werden, durch Stanzung können Löcher und/oder Ausnehmungen erstellt werden.

Auch die gegenseitige Anordnung der Vertiefungen, Nuten, Löcher und Ausnehmungen in den zusammengefalteten Abschnitten ist von Bedeutung für die Wirkung der gebildeten Einschnitte auf die Steifigkeit des Profilelementes bei vorschreitendem Abrieb. So kann die gegenseitige Anordnung derart erfolgen, dass Vertiefungen oder Nuten zwischen sich Erweiterungen einschließen, die in den gebildeten Einschnitten ebenfalls Erweiterungen ergeben. Alternativ können Vertiefungen oder Nuten in den beiden aufeinander gefalteten Abschnitten gemeinsam Einbuchtungen oder Biegungen im Verlauf des Lamellenblechs ergeben.

Erfindungsgemäße Lamellenbleche lassen sich bei aufeinander gefalteten Abschnitten zusätzlich prägen, insbesondere können auf diese Weise Lamellenbleche mit zick-zack- oder wellenförmigen Erhebungen und Vertiefungen erzeugt werden, die im fertigen Reifen in Draufsicht wellen- bzw. zick-zackförmig verlaufende Einschnitte ergeben.

Die Erfindung betrifft schließlich einen Fahrzeugluftreifen, welcher in einer Form und mit erfindungsgemäß ausgeführten Lamellenblechen vulkanisiert worden ist.

Weitere Merkmale, Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden anhand der Zeichnung, die schematisch mehrere Ausführungsbeispiele darstellt, näher beschrieben.

Dabei zeigen

1a bis 1c eine Ausführungsform eines Lamellenblechs, 1a eine Ansicht des ungefalteten Lamellenblechs, 1b eine Ansicht des gefalteten Lamellenblechs, 1c eine Draufsicht auf das gefaltete Lamellenblech,

2a und 2b Ansichten einer weiteren Ausführungsform eines Lamellenblechs, 2a das ungefaltete Lamellenblech, 2b einen Längsschnitt des gefalteten Lamellenblechs,

3a bis 3c Ansichten einer weiteren Ausführungsform eines Lamellenblechs, 3a das ungefaltete Lamellenblech, 3b eine Draufsicht auf das ungefaltete Lamellenblech, 3c eine Draufsicht auf das gefaltete Lamellenblech,

4a bis 4c Ansichten einer weiteren Ausführungsform, 4a das ungefaltete Lamellenblech, 4b und 4c Längsschnitte durch das gefaltete Lamellenblech,

5a und 5b Ansichten einer anderen Ausführungsform, 5a das ungefaltete Lamellenblech, 5b eine Draufsicht auf das gefaltete Lamellenblech,

6a bis 6c Ansichten einer weiteren Ausführungsform eines Lamellenblechs, 6a das ungefaltete Lamellenblech, 6b und 6c Längsschnitte durch das gefaltete Lamellenblech,

7a und 7b eine weitere Ausführungsvariante eines Lamellenblechs, 7a das ungefaltete Lamellenblech, 7b einen Längsschnitt durch das gefaltete Lamellenblech,

8a und 8b eine andere Ausführungsvariante eines Lamellenblechs, 8a das ungefaltete Lamellenblech, 8b eine Längsschnitt durch das gefaltete Lamellenblech.

Lamellenbleche dienen zur Herstellung von Feineinschnitten in der Lauffläche eines Fahrzeugluftreifens und werden zu diesem Zweck in eingefrästen Schlitzen von Laufflächensegmenten einer Vulkanisationsform eingesetzt und befestigt. In den Zeichnungsfiguren sind Bestandteile der Vulkanisationsform nicht dargestellt. Mit unterbrochenen Linien sind jene Abschnitte der Lamellenbleche angedeutet, mit welchen diese in der Vulkanisationsform verankert werden.

1a bis 1c zeigen eine Basisvariante eines erfindungsgemäßen Lamellenblechs 1, wobei 1b und 1c jeweils das fertige, zum Einsetzen in die Vulkanisationsform vorgesehene Lamellenblech 1 zeigen. Das Lamellenblech 1 wird aus einem ebenen, gestanzten Blech 1, welches in 1a gezeigt ist, durch Falten bzw. Biegen um eine Faltlinie 2 hergestellt. Das ungefaltete Lamellenblech 1 weist beidseitig der Faltlinie 2 zwei nahezu deckungsgleich ausgeführte Abschnitte 1a, 1b in der Gestalt von gleichschenkeligen Trapezen auf. Der Abschnitt 1a weist an seinem äußeren Endbereich zwei langgestreckt rechteckförmige Ansätze 1c auf, wobei hier einer der Befestigungsabschnitte 1d des Lamellenblechs 1 anschließt. 1b und 1c zeigen das gefaltete Lamellenblech 1, die beiden Abschnitte 1a, 1b sind deckungsgleich aufeinander gefaltet und in Kontakt miteinander. Das Lamellenblech 1 wird mit seinen der Faltlinie 2 gegenüber liegenden Befestigungsabschnitten 1d der Vulkanisationsform verankert, beispielsweise in den gefrästen Schlitz der Vulkanisationsform eingesetzt und befestigt oder bei Gussformen eingegossen. Der Abstand a in 1b entspricht der maximalen Tiefe des in der Lauffläche des zu vulkanisierenden Reifens entstehenden Einschnittes. Zur Ausformung und Vulkanisation wird der noch rohe Reifen in die Vulkanisationsform eingesetzt und mittels eines Heizbalges in bekannter Weise radial expandiert und dabei gegen die Vulkanisationsform gepresst, so dass das Kautschukmaterial des Laufstreifens in die Lamellenbleche und die weiteren, nicht gezeigten Profilierungen der Vulkanisationsform gedrückt wird.

Die seitlichen Ansätze 1c bilden im Laufstreifen des Reifens seichte und schmale Einschnittabschnitte, mit welchen der betreffende Einschnitt bevorzugt in eine Rille oder Nut einmündet. Die von den seitlichen Ansätzen 1c gebildeten Einschnittabschnitte sind nur halb so breit wie der mittlere Abschnitt des Einschnittes, welcher durch ein doppeltes Lamellenblech gebildet wird. Die seitlichen Abschnitte 1c können in beliebiger Höhe erstellt sein, insbesondere kann vorgesehen sein, dass sie mit dem Abschnitt 1a eine einheitliche im Wesentlichen rechteckige bzw. trapezförmige Fläche bilden. In diesem Fall reichen auch die schmalen Abschnitte der ausgeformten Einschnitte bis auf die maximal vorgesehene Einschnitttiefe. Das gefaltete Lamellenblech 1 kann zusätzlich geprägt werden, sodass beispielweise abwechselnd Erhebungen und Vertiefungen gebildet werden, die im Laufstreifen in Draufsicht zick-zack-förmig verlaufende Einschnitte ergeben.

Die weiteren Zeichnungsfiguren zeigen Varianten der in 1a bis 1c gezeigten Ausführungsform eines Lamellenblechs 1. Dabei ist jeweils die Grundform des Lamellenblechs 1 gleich gelassen und es weist daher jedes Lamellenblech 1 deckungsgleich ausgeführte und in Kontakt stehende trapezförmige Abschnitte 1a, 1b und zwei seitliche Abschnitte 1c auf, die an dem einen Abschnitt 1a vorgesehen sind. Die Lamellenbleche 1 bilden daher Einschnitte, die im mittleren Bereich ihre größte Breite und ihre maximale Tiefe aufweisen und in den seitlichen Bereichen schmal und seicht ausgeführt sind. Die Befestigungsabschnitte 1d zum Verankern der fertig gebogenen Lamellenbleche 1 in der Vulkanisationsform sind jeweils mit unterbrochenen Linien angedeutet.

2a und 2b zeigen eine Ausführungsform, bei der in jedem Lamellenblechabschnitt 1a, 1b etwa mittig eine Vertiefung 3, die hier in der Form eines Sechseckes ausgeführt ist, eingeprägt ist. Die beiden Vertiefungen 3 werden bei ungefaltetem Lamellenblech 1 in übereinstimmender Richtung erstellt, sodass nach dem Falten entlang der Faltlinie 2 und dem Aufeinanderfügen der beiden Blechabschnitte 1a, 1b die Vertiefungen 3 gemeinsam eine Erweiterung 4 umschließen, wie es 2b im Längsschnitt zeigt. In 2b ist auch die Außenkontur eines Profilblockes 10 der Lauffläche eines Reifens angedeutet, sodass ersichtlich ist, dass die Außenfläche des Lamellenblechs 1 die inneren Begrenzungsflächen des geformten Einschnittes bilden.

Bei der in 3a bis 3c gezeigten Ausführungsvariante eines Lamellenblechs 1 ist das Lamellenblech 1 im ungefalteten Zustand vorgeprägt, hier durch eine über beide Abschnitte 1a, 1b des noch ungefalteten Blechs 1 durchgehend verlaufende dreieckförmige Nut 5. Die Draufsicht auf das ungefaltete Lamellenblech 1 in 3c zeigt die Nut 5 von oben. Nach dem Biegen bzw. Falten des Lamellenblechs 1 hat dieses in Draufsicht die in 3b gezeigte Form. Die Abschnitte 1a und 1b des Lamellenblechs 1 schließen im zusammengefalteten Zustand eine in Draufsicht parallelogramm- bzw. rombenförmigen Erweiterung 11 ein, durch welche im Einschnitt im Reifen ebenfalls eine Erweiterung erzeugt wird, die bis zur Peripherie des Laufstreifens verläuft.

4a bis 4c zeigen eine weitere Ausführungsform der Erfindung, bei der das ungefaltete Lamellenblech 1 auf jedem Blechabschnitt 1a, 1b unter einem kleinen spitzen Winkel zur Faltlinie 2 jeweils mit zwei Vertiefungen 6, erzeugt durch Einprägen, versehen wird. Die Vertiefungen 6 in dem einen Blechabschnitt 1a sind, bezogen auf die Faltlinie 2a, symmetrisch zu den Vertiefungen 6 im anderen Blechabschnitt 1b erstellt, sodass das fertige, gefaltete Lamellenblech 1 die beispielweise in 4b und 4c gezeigte gegenseitige Anordnung von Erweiterungen 7 aufweist. Im fertigen Reifen bilden diese Vertiefungen 6 bzw. die durch sie entstehenden Erweiterungen 7 entsprechende Erweiterungen im geformten Einschnitt. In 4b und 4c wird in durch den jeweils angedeuteten Profilbock 10 veranschaulicht, dass die Außenkontur des jeweiligen Lamellenblechs 1 der Wandkontur des gebildeten Einschnittes entspricht.

Bei der in 5a und 5b gezeigten Ausführungsvariante ist der eine Blechabschnitt 1b mittig und senkrecht zur Faltlinie 2 ausgenommen, sodass über den Verlauf der Ausnehmung 8 der Abschnitt 1b unterbrochen ist. Im gefalteten Zustand weist daher das Lamellenblech 1 an der Stelle der Ausnehmung 8 eine Unterbrechung der doppelten Blechstärke auf, sodass der geformte Einschnitt an dieser Stelle ebenfalls entsprechend schmäler ausgeführt ist. 5b verdeutlicht dies anhand einer Draufsicht auf das gefaltete Lamellenblech 1.

6a bis 6c zeigen eine Ausführungsvariante, bei der in dem einen Lamellenblechabschnitt 1a eine Anzahl von Löchern 9 ausgestanzt ist. Die Löcher 9 können unterschiedliche Formen und Abmessungen aufweisen, bei der dargestellten Ausführungsform sind drei kreisrunde Löcher 9 und ein längliches Loch 9 vorgesehen. 6b zeigt einen Längsschnitt durch das fertig gefaltete Lamellenblech 1 entlang der Linie A-A der 6a, 6c zeigt einen Schnitt entlang der Linie B-B der 6a, wobei in 6b und 6c jeweils auch ein Profilblock 10 angedeutet ist. Im Bereich der Löcher 9 sind somit die geformten Einschnitte schmäler, da hier lokal Gummimaterial eintreten kann. Mit zunehmendem Abrieb des Profilblockes 10 bzw. Laufstreifens kommen daher unterschiedliche Charakteristiken des Einschnittes im Profilblock 10 zum Tragen. Die breiteren Abschnitte des Einschnittes machen den Block 10 weicher, in den Bereichen mit Löchern 8 wird der Block 10 versteift.

Eine Kombination von Löchern 9 und Vertiefungen 3 in beiden Abschnitten 1a, 1b des Lamellenblechs 1 zeigen 7a und 7b. Jeder Abschnitt 1a, 1b ist jeweils mit einer Vertiefung 3 und jeweils einem Loch 9 versehen, wobei das dreieckförmige Loch 9 und die dreieckförmige Vertiefung 3 in den Abschnitten 1a, 1b korrespondieren, derart, dass, wie es 7b zeigt, bei zusammengefaltetem Lamellenblech 1 die dreieckförmige Vertiefung 3 mit dem dreieckförmigen Loch 9 aufeinander trifft und eine Biegung im Einschnittverlauf erzeugt.

Eine weitere Möglichkeit, die Steifigkeit eines Profilblocks durch eine besondere Einschnittgestaltung zu beeinflussen, zeigen 8a und 8b. Das ungefaltete Lamellenblech 1 weist in dem einen Lamellenblechabschnitt 1a zwei Vertiefungen 3 auf, die in übereinstimmender Richtung ausgeführt sind, im zweiten Lamellenblechabschnitt 1b sind eine weitere gleichermaßen orientierte Vertiefung 3 und eine entgegengesetzt ausgeführte Vertiefung 3 versehen. 8b zeigt das zusammengefaltete Lamellenblech 1 sowie einen angedeuteten Profilblock 10, wobei hier zu erkennen ist, dass zwei Vertiefungen 3 eine örtliche Erweiterung 4 im geformten Einschnitt, die beiden weiteren Vertiefungen 3 im Vertikalverlauf des Einschnittes eine Biegung ergeben.

Die einfache Dicke der Lamellenbleche wird zwischen 0,1 mm und 1 mm, insbesondere zwischen 0,3 mm und 0,6 mm, gewählt. Die Einschnitte im Reifen weisen daher Abschnitte dieser Breite und Abschnitte der doppelten Breite auf.

Es ist eine Vielzahl von weiteren Variationen möglich. Insbesondere können Maßnahmen und Merkmale aus den beschriebenen und dargestellten Ausführungsformen auf vielfältige Weise miteinander kombiniert werden. Darüber hinaus können die Anzahl und die Form der Vertiefungen, Löcher, Nuten und dergleichen beliebig variiert werden.


Anspruch[de]
Form mit Formteilen zur Ausformung der Profilierung des Laufstreifens eines Fahrzeugluftreifens mit Feineinschnitten mittels in den Formteilen verankerter Lamellenbleche (1), gekennzeichnet durch Lamellenbleche (1) mit zumindest zwei aufeinander gefalteten Blechabschnitten (1a, 1b), welche eine übereinstimmende radiale Erstreckung bis zur Forminnenseite aufweisen und mittels Befestigungsabschnitten (1d) an ihren freien Endbereichen in der Form verankert sind. Form nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die aufeinander gefalteten Abschnitte (1a, 1b) unterschiedlich große Flächen aufweisen. Form nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die aufeinander gefalteten Abschnitte (1a, 1b) zumindest abschnittsweise deckungsgleich ausgeführt sind. Form nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der eine Abschnitt (1a) mit zumindest einem weiteren Abschnitt (1c) die Fläche des anderen, auf den ersten Abschnitt (1a) gefalteten Abschnittes (1b) überragt. Form nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die aufeinander gefalteten Abschnitte (1a, 1b) und der bzw. die diese überragende(n) Abschnitt(e) (1c) unterschiedliche radiale und insbesondere auch unterschiedliche axiale Erstreckungen aufweisen. Form nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest der eine der aufeinander gefalteten Abschnitte (1a, 1b) vor der Faltung durch Prägung oder Stanzung strukturiert worden ist. Form nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Prägung in zumindest einer örtlichen Vertiefung (3, 6) oder zumindest einer Nut (5) besteht. Form nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest einer der aufeinander gefalteten Abschnitte (1a, 1b) mit zumindest einem Loch (9) oder einer Ausnehmung (8) versehen worden ist. Form nach einen der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass Vertiefungen (3, 6) oder Nuten (5) in den beiden aufeinander gefalteten Abschnitten zwischen sich Erweiterungen (4, 7, 11) einschließen. Form nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass Vertiefungen (3, 3') oder Nuten in den beiden aufeinander gefalteten Abschnitten (1a, 1b) gemeinsam Einbuchtungen oder Biegungen im Verlauf des Lamellenblechs (1) ergeben. Form nach einem der Ansprüche 1 bis 5 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Lamellenblech (1) bei aufeinander gefalteten Abschnitten (1a, 1b) durch Prägung, beispielsweise zick-zack- oder wellenförmig, strukturiert worden ist. Fahrzeugluftreifen, welcher in einer Form gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 11 vulkanisiert worden ist.






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