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Dokumentenidentifikation DE102007008048A1 06.09.2007
Titel Sportschuh, insbesondere Schischuh und Spannmittel hierfür
Anmelder ATOMIC Austria GmbH, Altenmarkt im Pongau, AT
Erfinder Holzer, Helmut, St. Johann, AT;
Trinkaus, Gerhard, Köflach, AT;
Roe, Jason, Wagrain, AT
Vertreter Cremer & Cremer, 89077 Ulm
DE-Anmeldedatum 17.02.2007
DE-Aktenzeichen 102007008048
Offenlegungstag 06.09.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.09.2007
IPC-Hauptklasse A43B 5/04(2006.01)A, F, I, 20070217, B, H, DE
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft einen Sportschuh (1) mit einer äußeren Schale (2) aus formgespritztem Kunststoff, insbesondere einen Schischuh mit zumindest einem im oberen Endabschnitt der Schuhmanschette (5) angeordneten, ringartig um den oberen Endabschnitt der Schuhmanschette (5) verlaufenden Spannmittel (12) und mit zumindest einem Einstellmittel (13) zur bedarfsweisen Einengung oder Begrenzung der Weite der Einstiegsöffnung in den Sportschuh (1). Dabei sind innerhalb eines Teilabschnittes der Länge des Spannmittels (12) ein erstes und ein weiteres Zugorgan (15, 16) in Vertikalrichtung übereinander angeordnet, wobei die Zugorgane (15, 16) im Wesentlichen parallel zueinander verlaufen. Das erste Zugorgan (15) ist zur Anlage an Umfangsabschnitten des vergleichsweise nachgiebigen Innenschuhs (3) bzw. seiner Zunge (17) und das weitere Zugorgan (16) ist zur Anlage am oberen Endabschnitt der aus relativ starrem Kunststoff bestehenden Schuhmanschette (5) ausgebildet. Dadurch können Druckstellen am Bein des Benutzers vermieden bzw. reduziert und der Benutzungskomfort des Sportschuhs (1) gesteigert werden.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Sportschuh, umfassend eine äußere Schale aus relativ formstabilem Kunststoff, einem darin zumindest teilweise aufgenommenen, vergleichsweise weichelastischen Innenschuh und ein ringartig verlaufendes Spannmittel für die Schuhmanschette, wie dies im Anspruch 1 und 26 angegeben ist.

Ein gattungsgemäßer Sportschuh, insbesondere ein Schischuh mit einem ringförmig verlaufenden Spannmittel für die Schuhmanschette ist unter anderem aus der US 6,026,594 A bekannt. Dieses Spannmittel zur Weitenbegrenzung bzw. Einengung des oberen Endabschnittes der Schuhmanschette besteht dabei aus mehreren, insbesondere aus drei seriell aneinander gereihten und an ihren Enden kettenartig miteinander verbundenen bzw. verbindbaren Riemenelementen. Das zentrale bzw. mittlere Riemenelement des im Gebrauchszustand ringförmig geschlossenen Spannmittels ist dabei elastisch dehnbar ausgeführt. Die an den Endabschnitten des elastischen Riemenelements jeweils anschließenden Riemenelemente sind in ihren vom elastischen Riemenelement abgewandten Endabschnitten über ein schnallenartiges Einstellmittel fest miteinander verbindbar, wodurch die wirksame Länge des Spannmittels individuell eingestellt werden kann. Im Einsatzzustand, in welchem das Spannmittel aktiv ist, wird aufgrund des elastischen Riemenabschnittes ein relativ konstanter Druck direkt auf die Schuhmanschette und indirekt auf jenen Abschnitt des Innenschuh ausgeübt, der den Unterschenkel des Benutzers umgibt. D.h., dass ein aktiviertes Spannmittel unter Zwischenschaltung der äußeren, harten Schuhmanschette eine bestimmte Vorspannkraft auf den Innenschuh und somit in weiterer Folge auf den Unterschenkel des Benutzers ausübt. Mit diesem elastischen Riemenabschnitt soll eine Lockerung der Schuhmanschette bzw. eine Bildung von Freiräumen zwischen dem Unterschenkel und der Schuhmanschette auch nach längerer Einsatzdauer, innerhalb der eine Vielzahl von Belastungs- und Entlastungsbewegungen auftreten, vermieden werden. Insbesondere soll mit dieser Ausführung ein möglichst konstanter Druck zwischen dem Bein des Benutzers und dem Schuh auch längerfristig beibehalten werden. Mit dieser bekannten, einen elastischen Riemenabschnitt aufweisenden Spannmittelausbildung kann zwar ungewollten Lockerungen der Schuhmanschette während fortschreitender Gebrauchsdauer des Sportschuhs entgegengewirkt werden, der Trage- bzw. Benutzungskomfort des Schischuhs konnte dadurch aber nicht wesentlich verbessert werden.

Aus der US 5,718,067 A ist ebenso ein gattungsgemäßer Sportschuh mit einem Spannmittel für den oberen Kragenabschnitt bekannt. Dieses riemenartige Spannmittel erstreckt sich dabei ausgehend vom hinteren Abschnitt der relativ starren Manschette des Sportschuhs ringartig bis zum vorderen Manschettenbereich des Sportschuhs und stützt dabei im aktiv gespannten Zustand die Vorderseite der Zunge des in den Sportschuh eingesetzten Komfort-Innenschuhs ab, sodass Aufweitungen des Innenschuhs in seinem Zungenabschnitt unterbunden sind. Diese bekannte Ausbildung ist jedoch nur bedingt zufrieden stellend.

Bei Sportschuhen mit einem relativ weichelastischen Innenschuh und einem den Innenschuh zumindest bereichsweise umgebenden, vergleichsweise eigensteifen, äußeren Schalenkörper ist der Innenschuh besonders bedeutend, um dem Benutzer des Sportschuhs einen hohen Tragekomfort zu bieten. Der äußere Schalenkörper dient hingegen hauptsächlich zur effektiven Kraftübertragung auf ein Sportgerät, wie dies z.B. von Schischuhen, Roll- oder Eislaufschuhen, Snowboardschuhen und dgl. bekannt ist. Um unangenehme Druckstellen am Fuß des Benutzers möglichst zu vermeiden, werden die bekannten Innenschuhe mit dicken Polsterungen versehen bzw. werden diese Innenschuhe fallweise durch Ausschäumvorgänge möglichst exakt an die Fußform des jeweiligen Benutzers angepasst. Diese Maßnahmen erbringen nur zum Teil zufrieden stellende Ergebnisse bzw. sind individuelle Ausschäum- oder Anpassungsvorgänge aufwändig, insbesondere zeit- und kostenintensiv. Weiters sind Innenschuhe bekannt, welche an der Außenseite aufgenähte oder aufgeklebte, plattenartige Versteifungselemente aufweisen. Darüber hinaus sind an bekannten Innenschuhen partielle Freistellungen bzw. Vertiefungen für bestimmte Fußpartien, wie z.B. für die Knöchel, vorgesehen, um unangenehme Druckstellen am Fuß des jeweiligen Benutzers möglichst zu vermeiden. Diese Maßnahmen hinsichtlich des Aufbaus des Innenschuhs erhöhen die Produktionskosten des Sportschuhs und können diese Vorkehrungen nicht an die individuellen Bedürfnisse bzw. nicht an die diversen Fußformen verschiedener Benutzer angepasst werden. Darüber hinaus können derartige Innenschuhe nachträglich nicht mehr verändert werden.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Sportschuh umfassend einen weichelastischen Innenschuh und eine vergleichsweise harte, äußere Schale zu schaffen, der einen erhöhten Trage- bzw. Benutzungskomfort bietet bzw. mit welchem eine längerfristig angenehme Benutzung bzw. eine Verminderung von lokalen Druckstellen am Bein, insbesondere am Schienbein des Benutzers erzielbar ist.

Diese Aufgabe der Erfindung wird durch einen Sportschuh mit einem verbesserten Spannmittel gemäß den Merkmalen in Anspruch 1 gelöst. Von besonderem Vorteil ist dabei, dass das erste bzw. obere Zugorgan mit einer bestimmten Vorspannung auf den über die Schuhmanschette hinausragenden Abschnitt des Innenschuhs einwirkt und das weitere Zugorgan eine definierte Vorspannung auf den oberen Endabschnitt der Schuhmanschette ausüben kann. Insbesondere ist ein einstückiges, mehrsträngiges Spannmittel geschaffen, das Bezug nehmend auf seinen Einsatzzustand mittels seinem oberen Zugorgan auf den Innenschuh, insbesondere auf den vorderen Abschnitt des Innenschuhs im Bereich der Zunge einwirkt, während der untere Abschnitt des Spannmittels dem oberen Endabschnitt bzw. dem so genannten Kragen der Schuhmanschette zugeordnet ist. Dadurch verteilen sich in vorteilhafter Art und Weise die zwischen dem Fuß des Benutzers und dessen Sportschuh, insbesondere die zwischen dem Schienbein und dem Sportschuh zu übertragenden Kräfte besser bzw. gleichmäßiger. Insbesondere werden dadurch in überraschend einfacher Art und Weise lokale Druckstellen am Fuß des Benutzers, insbesondere im Bereich des Übergangsabschnittes zwischen der Oberkante der Schuhmanschette und dem oberen Kragen des Innenschuhs vermieden bzw. deutlich reduziert. Vor allem wird dadurch ein wesentlich gleichförmigerer Druckverlauf zwischen dem oberen Endabschnitt der relativ harten bzw. starren Schuhmanschette und dem über die Schuhmanschette hinausragenden Abschnitt des Innenschuhs erzielt. Insbesondere wird durch das zumindest abschnittsweise doppelsträngig ausgebildete Spannmittel die bauliche Übergangsstufe zwischen dem oberen Manschettenende und dem darin aufgenommenen Innenschuh gewissermaßen geglättet. D.h., dass durch das angegebene, verbesserte Spannmittel vor allem ein gleichmäßigerer bzw. harmonischerer Druck- bzw. Kräfteverlauf im Übergangsabschnitt zwischen dem Manschettenkragen und dem Innenschuh geschaffen wird. Ferner wird durch die gekennzeichnete Ausbildung des Spannmittels einem ungewollten Verrutschen und einer damit üblicherweise einhergehenden Lockerung des Spannmittels entgegengewirkt, da eine exakte Zuordnung der Zugorgane einerseits zum Innenschuh und andererseits zur Schuhmanschette vorliegt. Durch die zumindest partielle Aufsplittung des Spannriemens im Bereich der Übergangsstufe zwischen dem Manschettenkragen und dem Innenschuh wird einem ungewollten Verrutschen des Spannmittels, insbesondere während der Benutzung des Sportschuhs, in Richtung nach oben bzw. in Richtung nach unten zuverlässig entgegen gewirkt. D.h., dass die vom Benutzer des Sportschuhs eingerichtete Position des Spannriemens auch nach längeren bzw. intensiven, wechselnden Druckbelastungen zuverlässig beibehalten wird. Von Vorteil ist weiters, dass Bezug nehmend auf die Druckverläufe zwischen der Schuhmanschette bzw. dem Innenschuh und dem Fuß eines Benutzers ein relativ gleichförmiger bzw. möglichst harmonischer Verlauf einer Belastungs- und Weg-Kennlinie erzielt wird, wobei nicht unbedingt besondere Maßnahmen am Innenschuh oder an der Schuhmanschette erforderlich sind. Daraus folgt, dass das angegebene Spannmittel bei einer Vielzahl von Sportschuhen mit einer vergleichsweise starren, äußeren Schale und einem relativ weichen, darin eingesetzten Innenschuh, erfolgreich eingesetzt werden kann.

Durch die jeweils gezielt zugeordneten Zugorgane gemäß Anspruch 2 kann deren Spannwirkung gegenüber dem oberen Endabschnitt des Sportschuhs optimal zur Wirkung kommen bzw. kann den jeweiligen Erfordernissen oder den jeweils vorliegenden, baulichen Gegebenheiten des Sportschuhs verbessert Rechnung getragen werden.

Von Vorteil ist auch eine Weiterbildung nach Anspruch 3, da dadurch die Zug- bzw. Vorspannung der Zugorgane den jeweiligen Gegebenheiten bzw. den individuellen Bedürfnissen bestmöglich angepasst werden kann. Beispielsweise ist dies durch eine Veränderung und Festlegung der effektiv wirksamen Länge des ersten und/oder weiteren Zugorgans in einfacher Art und Weise ermöglicht.

Durch die Maßnahmen gemäß Anspruch 4 wird erreicht, dass das Spannmittel auch nach längerfristigem Einsatz eine entsprechende Vorspannung auf den oberen Schuhabschnitt ausübt bzw. dass das Spannmittel längerfristig die vorgesehene bzw. ordnungsgemäße Relativposition gegenüber dem oberen Manschettenabschnitt des Sportschuhs beibehält. Insbesondere kann auch bei abwechselnden Belastungs- und Entlastungsvorgängen des oberen Manschettenabschnittes des Sportschuhs ein ungewolltes Verrutschen bzw. Verschieben des Spannmittels nahezu unterbunden werden. Dies kann durch die elastische Dehnbarkeit und/oder durch einen erhöhten Reibschluss des elastischen Zugorgans gegenüber dem oberen Manschettenabschnitt des Sportschuhs erzielt werden.

Bei der Ausführung nach Anspruch 5 ist von Vorteil, dass ein möglichst gleichförmiger bzw. relativ harmonischer Druckverlauf in der Übergangszone zwischen der oberen Begrenzungskante der Schuhmanschette und dem oberen Randabschnitt des Innenschuhs erzielt wird. Insbesondere kann eine relativ gleichmäßige Druckübertragung auf den unteren Beinabschnitt des Benutzers des Sportschuhs erreicht werden.

Bei der Ausgestaltung nach Anspruch 6 ist von Vorteil, dass Verdrehungen bzw. Verwindungen des Spannmittels um dessen Längsachse auch im inaktiven Zustand des Spannmittels besser unterdrückt werden. Darüber hinaus wird durch bandförmige Zugorgane eine gute Druckverteilung erzielt wird.

Durch die Maßnahmen gemäß Anspruch 7 kann eine geordnete örtliche und auch wirkungsmäßige Zuordnung des ersten und weiteren Zugorgans erreicht werden. Insbesondere können dadurch die Kraftwirkungen der Zugorgane gegenüber den jeweiligen Schuhabschnitten eindeutig bzw. ausreichend separiert werden.

Durch die Maßnahmen nach Anspruch 8 kann die auf den Innenschuh bzw. auf dessen Zunge einwirkende Spann- bzw. Zugkraft besser eingeleitet bzw. übertragen werden. Insbesondere werden dadurch linienartige Druckstellen zwischen dem oberen Zugorgan und dem Innenschuh möglichst unterbunden.

Durch die Ausgestaltung nach Anspruch 9 kann die wunschgemäße bzw. ordnungsgemäße Position des Spannmittels relativ zum Sportschuh besser beibehalten werden.

Die Maßnahmen gemäß Anspruch 10 bewirken eine zuverlässige Positionierung des Spannmittels und zugleich eine effektive Druckbeaufschlagung der jeweiligen Schuhabschnitte.

Auch durch die Maßnahmen gemäß Anspruch 11 kann eine Stabilisierung der optimalen bzw. vorgesehenen Position des Spannmittels und eine möglichst großflächige Druckbeaufschlagung des Innenschuhs bzw. seiner Zunge ausgehend vom oberen Zugorgan erreicht werden.

Durch die Maßnahmen gemäß Anspruch 12 ist erhöhter Druck bzw. ein Mindestdruck oder eine Mindestvorspannung auf die vergleichsweise starre Schuhmanschette auszuüben, bevor das erste bzw. obere Zugorgan auf den Innenschuh bzw. auf dessen Zungenabschnitt einwirken kann. Dadurch wird sichergestellt, dass mit dem Spannmittel auf den oberen Endabschnitt der Schuhmanschette vergleichsweise höhere Vorspannung ausgeübt wird, als auf den obere Endabschnitt des Innenschuhs, wodurch die Schuhmanschette ordnungsgemäß geschlossen bzw. vom Benutzer passend eingeengt wird.

Durch die Maßnahmen gemäß Anspruch 13 wird für eine Mehrzahl unterschiedlicher Modelle und Größen von Sportschuhen ein gutes Verhältnis zwischen einem Druckaufbau auf die Schuhmanschette und einem Druckaufbau gegenüber dem Innenschuh bzw. dessen Zunge geschaffen.

Durch die Ausgestaltung gemäß Anspruch 14 wird verhindert, dass das elastisch dehnbare Zugorgan über dessen Elastizitätsgrenze hinaus beansprucht wird. Insbesondere können dadurch Überbeanspruchungen des elastischen Zugorgans in einfacher Art und Weise unterbunden werden.

Durch die Maßnahmen gemäß Anspruch 15 wird erreicht, dass der doppel- bzw. mehrsträngige Teilabschnitt des Spannmittels in einen gemeinsamen Zugstrang übergeht. Dadurch kann eine Mehrfachanordnung von Einstellmitteln für die Vorspannung des Spannmittels vermieden werden und ist eine vereinfachte Montage bzw. eine kostengünstigere Anbringung des Spannmittels am Sportschuh möglich.

Durch Maßnahmen gemäß Anspruch 16 ist an der Schuhmanschette lediglich ein Verankerungs- oder Haltemittel auszubilden, um das doppel- oder mehrsträngige Spannmittel am Sportschuh montieren bzw. haltern zu können. Durch den zentralen Krafteinleitungs- und Montagepunkt werden aber auch die Produktionskosten niedrig gehalten und ist eine rasche Justierbarkeit des Spannmittels ermöglicht.

Mittels der Ausgestaltung nach Anspruch 17 kann die effektiv wirksame Länge des Spannmittels einfach variiert und ein kostengünstiger Aufbau geschaffen werden. Darüber hinaus kann mit nur einer Ausführungsform des Spannmittels einer Mehrzahl von Manschettenweiten bzw. Schuhgrößen Rechnung getragen werden.

Durch die Ausgestaltung gemäß Anspruch 18 wird das Aufbauvolumen bzw. der größte Durchmesser der Schuhmanschette nicht wesentlich vergrößert, sodass Kleidungsstücke, insbesondere Hosenenden, möglichst leicht über den Manschettenabschnitt des Sportschuhs gezogen werden können.

Durch die Maßnahmen nach Anspruch 19 kann eine stabile, hohen Zugkräften Stand haltende Verbindung zwischen den Zugorganen und dem Kopplungselement geschaffen werden. Darüber hinaus wird dadurch das Aufbauvolumen bzw. die Dicke des Spannmittels im Übergangsabschnitt zwischen den Zugorganen möglichst gering gehalten.

Durch die Maßnahmen gemäß Anspruch 20 wird einer Vermeidung bzw. Verringerung von Druckstellen im relativ sensitiven, oberen Kragenabschnitt des Innenschuhs besser Rechnung getragen. Insbesondere erfolgt aufgrund der vergleichsweise breiten Ausbildung des oberen Zugorgans eine bessere Verteilung seiner Druckkräfte gegenüber dem Innenschuh bzw. gegenüber dessen Zunge.

Durch die Maßnahmen gemäß Anspruch 21 wird ein robustes, besonders zugfestes Spannmittel geschaffen, welches durch seine Verkleidung oder Umhüllung dennoch hohen Handhabungskomfort bietet. Darüber hinaus kann durch die quasi integrierten oder verdeckten Zugorgane ein ansprechendes, optisches Erscheinungsbild geschaffen werden. Via die enthaltenen Kunststoffelemente kann auch eine vordefinierte, beispielsweise bogenförmige, Formgebung für den mehr- bzw. doppelsträngigen Teilabschnitt des Spannmittels geschaffen werden und damit eine gute Anpassbarkeit an den Verlauf der Schuhmanschette erzielt werden.

Durch die vorteilhafte Weiterbildung gemäß Anspruch 22 werden Übergangsstufen zwischen dem oberen und dem unteren Zugorgan, insbesondere im Aktivzustand des Spannmittels, abgeschwächt bzw. reduziert. Zudem wird eine Belastung, welche eigentlich auf nur eines der beiden Zugorgane einwirkt, zum Teil auch auf das weitere Zugorgane übertragen, sodass ein gewisser Ausgleich der auf die Zugorgane einwirkenden Kräfte erfolgt.

Durch die Maßnahmen gemäß Anspruch 23 wird erreicht, dass der Innenschuh unter den während der Benutzung auftretenden Kräften elastisch dehn- bzw. erweiterbar ist, während für die Schuhmanschette vergleichsweise geringere Dehnungs- bzw. Aufweitungstoleranzen zugelassen werden.

Durch die Maßnahmen gemäß Anspruch 24 kann auch beim Ausbringen einer relativ geringen Betätigungskraft durch den Benutzer eine hohe Zug- bzw. Spannwirkung des Spannmittels erzielt werden.

Durch die Ausführungen gemäß Anspruch 25 wird vom Manschettenabschnitt des Sportschuhs eine möglichst ausgewogene Spannwirkung auf den unteren Beinabschnitt, insbesondere auf die Wade und das Schienbein des Benutzers ausgeübt.

Unabhängig davon wird die Aufgabe der Erfindung auch durch ein verbessertes Spannmittel gemäß den Merkmalen in Anspruch 26 gelöst.

Die Erfindung wird im nachfolgenden anhand der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert.

Es zeigen:

1 einen gattungsgemäßen Sportschuh in Seitenansicht und partieller Schnittdarstellung in Verbindung mit einem erfindungswesentlichen Spannmittel für den oberen Manschettenabschnitt des Sportschuhs in vereinfachter, schematischer Darstellung;

2 einen Teilabschnitt einer Schuhmanschette eines gattungsgemäßen Sportschuhs mit Teilabschnitten des Spannmittels in vereinfachter, beispielhafter Darstellung;

3 einen weiteren Sportschuh mit dem Spannmittel in dessen Kragenabschnitt;

4 eine andere Ausführungsform des Spannmittels im oberen Endabschnitt eines Sportschuhs;

5 eine weitere Ausführungsform des Spannmittels für den oberen Manschettenabschnitt eines Sportschuhs;

6 eine beispielhafte Ausführungsform des Spannmittels in Draufsicht;

7 eine weitere Ausführungsform des Spannmittels für den oberen Kragenabschnitt eines Sportschuhs;

8 einen Querschnitt durch eine weitere Ausführungsform des Spannmittels in vereinfachter, schematischer Darstellung.

Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäß auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben, unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen und sind diese bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen. Weiters können auch Einzelmerkmale oder Merkmalskombinationen aus den gezeigten und beschriebenen, unterschiedlichen Ausführungsbeispielen für sich eigenständige, erfinderische oder erfindungsgemäße Lösungen darstellen.

In 1 ist ein beispielhafter Sportschuh 1, insbesondere in Art eines Schischuhs, veranschaulicht. Dieser Sportschuh 1 umfasst eine starre bzw. relativ formsteife, äußere Schale 2, bevorzugt aus Kunststoff, welche einen darin eingesetzten, vergleichsweise weichelastischen bzw. nachgiebigen Innenschuh 3 zumindest abschnittsweise umgibt. Der Innenschuh 3 besteht bevorzugt aus Schaumkunststoff und textilen Materialien, um dem Benutzer einen möglichst hohen Tragekomfort zu bieten, wenn der Fuß des Benutzers im Sportschuh 1, insbesondere im Innenschuh 3 aufgenommen ist. Der Innenschuh 3 kann dabei gegenüber der Schale 2 herausnehmbar oder auswechselbar ausgeführt sein oder aber dauerhaft mit der Schale 3 verbunden, insbesondere verklebt oder vernäht sein.

Die äußere, bevorzugt mittels einem Kunststoff-Spritzgussverfahren hergestellte Schale 2 kann auch eine Mehrzahl von Durchbrüchen aufweisen und somit auch eine rahmen- bzw. käfigartige Haltestruktur für den Innenschuh 3 bilden. Die äußere Schale 2 um den Innenschuh 3 dient zur möglichst effizienten bzw. möglichst verzögerungsfreien Übertragung von Kräften zwischen dem Fuß des Benutzers und dem jeweiligen Sportgerät, auf welchem der Sportschuh 1 befestigt ist bzw. angeordnet wird. Anstelle des beispielhaft dargestellten Schischuhs kann der entsprechende Sportschuh 1 auch durch einen Roll- oder Eislaufschuh, einen Snowboardschuh und dgl. gebildet sein. Insbesondere ist als gattungsgemäßer Sportschuh 1 jeder Schuh zu verstehen, der eine äußere, vergleichsweise steife Schale 2 bzw. wenigstens einen relativ steifen Manschetten- bzw. Schaftabschnitt und einen darin eingesetzten, vergleichsweise weichen und nachgiebigen Innenschuh 3 umfasst.

Die Schale 2 umfasst bevorzugt eine Vorderfußschale 4 zur Aufnahme des Vorderfußes und eine an die Vorderfußschale 4 anschließende Schuhmanschette 5, welche den unteren Beinabschnitt eines Benutzers zumindest abschnittsweise umgibt bzw. aufnimmt. Die Schuhmanschette 5 ist bevorzugt als baulich eigenständiges Element ausgeführt und über zumindest ein Gelenk 6 mit der Vorderfußschale 4 verbunden. Diese gelenkige Verbindung kann selbstverständlich auch Verbindungsmittel umfassen, die eine kombinierte translatorische und rotatorische Koppelung ermöglichen. Alternativ ist es auch möglich, die Schale 2 einstückig auszubilden und in der Schale 2 eine Verformungszone auszubilden, welche dem Rist- bzw. Beugebereich zwischen dem Fuß und dem Unterschenkel zugeordnet ist, um Abwinkelungen zwischen der Vorderfußschale 4 und der Schuhmanschette 5 zu ermöglichen.

Das Gelenk 6 bzw. der Übergangsabschnitt zwischen der Vorderfußschale 4 und der Schuhmanschette 5 definiert eine Schwenkachse, welche im wesentlichen quer zur Längsachse 7 der Schuhsole und im wesentlichen parallel zur Aufstandsebene 8 für den Innenschuh 3 verläuft. Zur individuellen Einstellung, Begrenzung und/oder Dämpfung einer Verstellbewegung zwischen der Vorderfußschale 4 und der Schuhmanschette 5 kann am Sportschuh 1 eine Einstell- und/oder Dämpfungsvorrichtung 9 gemäß den aus dem Stand der Technik bekannten Ausführungen ausgebildet sein. Mittels dieser Einstell- und/oder Dämpfungsvorrichtung 9 ist ein Neigungswinkel 10 zwischen der Vorderfußschale 4 und der Schuhmanschette 5 einstellbar bzw. kann mittels dieser Einstell- und/oder Dämpfungsvorrichtung 9 einer Veränderung des Neigungswinkels 10 aufgrund von benutzerseitigen Abwinkelungen zwischen dem Schienbein und dem Vorderfuß ein definierter, gegebenenfalls individuell einstellbarer Widerstand entgegengesetzt werden. Insbesondere kann durch diese Einstell- und/oder Dämpfungsvorrichtung 9 eine so genannte Vorlagedämpfung bzw. Vorlagebegrenzung der Schuhmanschette 5 in Bezug zur Vorderfußschale 4 geschaffen werden. Die Einstell- und/oder Dämpfungsvorrichtung 9 ist bevorzugt im rückwärtigen, der Wade zugeordneten Abschnitt der Schuhmanschette 5 angeordnet.

Der Vorderfußschale 4 und/oder der Schuhmanschette 5 ist zumindest ein Zurrmittel 11 zugeordnet, um das von der Vorderfußschale 4 bzw. von der Schuhmanschette 5 umschlossene Aufnahmevolumen verändern, insbesondere bei Bedarf verkleinern und vergrößern zu können. Insbesondere wird über dieses zumindest eine Zurrmittel 11 eine entsprechende Vorspannung auf den Innenschuh 3 ausgeübt und eine möglichst spielfreie Halterung des Fußes im Sportschuh 1 bewirkt. Diese Zurrmittel 11 können durch beliebige, aus dem Stand der Technik bekannte Elemente, wie z.B. Hebelschnallen, Ratschenelemente, Wickelvorrichtungen für Spannseile und dgl. gebildet sein. Als Zurrmittel 11 zur Festlegung bzw. Einengung des Innenschuhs 3 bzw. zur Halterung des Fußes können auch bedarfsweise verstellbare Druckplattenanordnungen oder dgl. eingesetzt werden. Wesentlich ist, dass mittels dem zumindest einen Zurrmittel 11 ein möglichst sicherer bzw. weitgehendst spielfreier Halt des Fußes im Sportschuh 1 erreicht wird, wenn das wenigstens eine Zurrmittel 11 aktiviert ist. Zudem soll ein möglichst komfortabler Ein- bzw. Ausstieg aus dem Sportschuh 1 ermöglicht sein, wenn das zumindest eine Zurrmittel 11 deaktiviert ist.

Ein als Schischuh ausgeführter Sportschuh 1 weist dabei an der Schuhmanschette 5 zumindest ein Zurrmittel 11, bevorzugt jedoch zwei Zurrmittel 11, in Form von hebelbetätigbaren Spannschnallen auf, um die Öffnungsweite der Schuhmanschette 5 individuell einengen bzw. bei Bedarf vergrößern zu können.

Der gattungsgemäße Sportschuh 1, welcher eine relativ harte bzw. formstabile, äußere Schale 2 und einen vergleichsweise weichen Innenschuh 3 umfasst, weist im oberen Endabschnitt der Schuhmanschette 5, insbesondere im Bereich der Einstiegsöffnung für den Fuß, ein bandartiges bzw. ringartig verlaufendes Spannmittel 12 auf. Dieses Spannmittel 12 dient unter anderem zur individuellen Einengung oder Begrenzung der Öffnungsweite, insbesondere zur Einengung oder Weitenbegrenzung des oberen Endabschnittes der Schuhmanschette 5. Dieser obere Endabschnitt der Schuhmanschette 5 umgrenzt in bekannter Weise die Einstiegsöffnung in den Sportschuh 1 und umschließt das Bein eines Benutzers im Bereich seiner Wade.

Dem Spannmittel 12, das zumindest abschnittsweise bevorzugt bandförmig ausgebildet ist, ist wenigstens ein Einstellmittel 13 zugeordnet, über welches die effektiv wirksame Länge, d.h. die Umschlingungsweite bzw. die Vorspannung des Spannmittels 12 gegenüber der Schuhmanschette 5 entsprechend den individuellen Wünschen des Benutzers eingestellt bzw. angepasst werden kann. Dieses Einstellmittel 13 kann dabei durch beliebige, aus dem Stand der Technik bekannte Elemente zur Veränderung der Länge und/oder der Ausrichtung und/oder der Zugrichtung und/oder der Position des Spannmittels 12 gebildet sein. Wesentlich ist lediglich, dass via dieses bedarfsweise betätigbare Einstellmittel 13 die Vorspannung des Spannmittels 12 auf den Innenschuh 3 bzw. auf die Schuhmanschette 5 wunschgemäß verändert werden kann. Via dieses Einstellmittel 13 ist also entweder eine relativ lockere oder aber eine weitgehendst spielfreie Festlegung eines Beins gegenüber der Schuhmanschette 5 ermöglicht, wobei das Spannmittel 12 via das Einstellmittel 13 aktiviert, d.h. gespannt, und deaktiviert, d.h. gelockert, werden kann. Vor allem um einen möglichst einfachen Ausstieg aus dem Sportschuh 1 bzw. einen mühelosen Einstieg in den Sportschuh 1 zu ermöglichen, ist durch entsprechende Betätigung des Einstellmittels 13 eine Lockerung des Spannmittels 12 erforderlich bzw. zweckmäßig. Dieses Einstellmittel 13 am Spannmittel 12 bzw. für das Spannmittel 12 kann dabei durch einen Klettverschluss, eine Ratschenschnalle, einen Spannhebel oder durch sonstige, aus dem Stand der Technik bekannte, manuell aktivier- und deaktivierbare Kupplungs- bzw. Spannvorrichtungen gebildet sein.

Der Innenschuh 3 ragt beim gattungsgemäßen Sportschuh 1 zumindest abschnittsweise über eine obere Begrenzungskante 14 der Schuhmanschette 5 hinaus. Insbesondere erstreckt sich der obere Endabschnitt des weichen bzw. gepolsterten Innenschuhs 3 über den manschettenartigen bzw. hohlzylindrischen, oberen Endabschnitt der relativ formstabilen, aus Hartkunststoff bestehenden Schuhmanschette 5 hinaus. Der obere Endabschnitt, insbesondere der so genannte Kragen des Innenschuhs 3 weist ähnlich den in der Schale 2 aufgenommenen Teilabschnitten des Innenschuhs 3 relativ dick gepolsterte bzw. geschäumte Zonen auf, um eine komfortable bzw. möglichst druckstellenfreie Einbettung des Fußes eines Benutzers zu gewährleisten. Vor allem sollen durch diese relativ dicke Polsterung im oberen Kragenabschnitt des Innenschuhs 3 unangenehme Druckstellen am Unterschenkel, insbesondere am Schienbein bzw. an der Wade des Benutzers, welche aufgrund der oberen Begrenzungskante 14 der Schuhmanschette 5 bzw. infolge des relativ starren, oberen Endabschnittes der Schuhmanschette 5 häufig auftreten, vermieden werden. Zur Reduzierung solcher Druckpunkte am Unterschenkel des Benutzers kann der obere Endabschnitt der Schuhmanschette 5 – wie an sich bekannt – auch Einschnitte, Schwächungsbereiche, Durchbrüche, Abrundungen oder Teilabschnitte aus vergleichsweise elastischeren bzw. nachgiebigeren Kunststoffen oder aus sonstigen Materialen aufweisen. Ebenso können an der oberen Begrenzungskante 14 der Schuhmanschette 5 Materialverdickungen, trompetenförmige Erweiterungen bzw. Abrundungen oder spoilerartige Druckverteilungsplatten ausgebildet sein, um in diesem Übergangsabschnitt zwischen der Schuhmanschette 5 und dem Innenschuh 3 am Fuß bzw. Schienbein des Benutzers möglichst keine Druckstellen zu verursachen. Diese bekannten Maßnahmen an der Schuhmanschette 5 bzw. am Innenschuh 3 sind jedoch nur bedingt zufrieden stellend bzw. wird durch diese Maßnahmen teilweise auch der Halt des Fußes bzw. des unteren Beinabschnittes im Sportschuh 1 beeinträchtigt. Die zuvor genannten Maßnahmen sind also meistens ein Kompromiss zwischen einem möglichst hohen Tragekomfort des Sportschuhs 1 und einem guten Halt des Fußes bzw. einem perfekten Sitz des Sportschuhs 1. Eine möglichst spielfreie Festlegung des Sportschuhs 1 bzw. der Schuhmanschette 5 gegenüber dem Fuß und dem unteren Beinabschnitt ist aber wesentlich für die erzielbare Performance bzw. für das Wohlbefinden des Benutzers während dem Gebrauch des Sportschuhs 1 bzw. des jeweiligen Sportgerätes. Insbesondere wird durch eine möglichst spiel- bzw. wackelfreie Aufnahme des Fußes im Sportschuh 1 eine möglichst verzögerungsfreie bzw. ungedämpfte Übertragung von Kräften zwischen dem Benutzer und dem Sportgerät, und auch umgekehrt, erzielt. Die erzielbare Performance und ein adäquater Tragekomfort sind also bei Sportschuhen 1 in gewissem Ausmaß miteinander verknüpft.

Wesentlich ist, dass das nachfolgend im Detail beschriebene, zumindest abschnittsweise bandförmig ausgestaltete Spannmittel 12 örtlich begrenzte, unangenehme bzw. markante Druckstellen am Fuß des Benutzers im Übergangsabschnitt zwischen der Schuhmanschette 5 und dem Innenschuh 3 vermeidet bzw. zumindest reduziert. Insbesondere werden durch dieses verbesserte Spannmittel 12 sprungartige Anstiege vermieden bzw. Verringerungen von Druckstellen gegenüber dem Fuß bzw. dem Schienbein des Benutzers im oberen Endbereich des Sportschuhs 1, d.h. im Bereich der oberen Einstiegsöffnung, erzielt. Insbesondere wir der Druckbelastungsverlauf im unteren Beinabschnitt des Benutzers, welcher dem Übergangsabschnitt zwischen der Schuhmanschette 5 und dem Innenschuh 5 zugeordnet ist, weitgehendst harmonisiert oder besser geglättet.

Das oberste Spannmittel 12 für die Schuhmanschette 5 erstreckt sich, wie aus 1 beispielhaft ersichtlich ist, bevorzugt ringartig zumindest um Teilabschnitte des Umfangs des oberen Endabschnittes des Sportschuhs 1. Bezug nehmend auf die Längserstreckung des Spannmittels 12 ist innerhalb eines Teilabschnittes dieses Spannmittels 12 ein erstes und zumindest ein weiteres Zugorgan 15, 16 nebeneinander bzw. parallel wirkend angeordnet. Insbesondere sind ein erstes Zugorgan 15 und zumindest ein weiteres Zugorgan 16 quer zur Zugrichtung oder Längserstreckung des Spannmittels 12 nebeneinander angeordnet. Diese Zugorgane 15, 16 verlaufen dabei im Wesentlichen parallel zueinander bzw. wirken die Zugorgane 15, 16 parallel, wie dies der Darstellung in 1 beispielhaft zu entnehmen ist.

Die sich zumindest über einen Teilabschnitt der Länge des Spannmittels 12 erstreckenden Zugorgane 15, 16 sind dabei bevorzugt bandförmig ausgeführt und sind deren Flach- bzw. Breitseiten jeweils zur Druckbeaufschlagung des Innenschuhs 3 und der Schuhmanschette 5 vorgesehen. Wesentlich ist, dass das erste bzw. obere Zugorgan 15 zur direkten Anlage an Umfangsabschnitten des Innenschuhs 3, also zur unmittelbaren Druckbeaufschlagung des relativ nachgiebigen bzw. weichen Innenschuhs 3 und/oder seiner Zunge 17 vorgesehen ist und das weitere, unterhalb angeordnete Zugorgan 16 zur Anlage am oberen Endabschnitt der Schuhmanschette 5 bzw. zur Druckbeaufschlagung des oberen Endabschnittes der Schuhmanschette 5 ausgebildet ist. Die Schuhmanschette 5 ist dabei aus relativ starrem bzw. vergleichsweise unnachgiebigem Kunststoff, insbesondere aus einem thermoplastischen Kunststoff gebildet.

Bevorzugt ist das erste bzw. obere Zugorgan 15 zum Aufgingen einer gewünschten bzw. angemessenen Zug- bzw. Vorspannung auf eine Zunge 17 bzw. auf einen der Zunge 17 nächstliegenden Abschnitt des Innenschuhs 3 vorgesehen. Dem gegenüber ist das weitere bzw. untere Zugorgan 16 zum Ausbringen einer entsprechenden Zug- bzw. Vorspannung auf die Schuhmanschette 5, insbesondere auf die Außenflächen der Schuhmanschette 5 ausgebildet. Bevorzugt ist das obere Zugorgan 15 zur ausschließlichen Druckbeaufschlagung eines äußeren Teilabschnittes des Innenschuhs 3, insbesondere des Zungenabschnittes des Innenschuhs 3 vorgesehen. Zusätzlich kann das erste bzw. obere Zugorgan 15 auch an äußeren Teilabschnitten der Schuhmanschette 5 anliegen. D.h., dass sich das erste bzw. obere Zugorgan 15 primär über Außenflächen des Innenschuhs 3 bzw. seiner Zunge 17 erstreckt, während das weitere bzw. unterhalb angeordnete Zugorgan 16 vorwiegend der Schuhmanschette 5 zugeordnet und zur Druckbeaufschlagung äußerer Teilabschnitte der Schuhmanschette 5 ausgebildet ist.

Eine derartige Druckbeaufschlagung zumindest von Teilabschnitten des über die Schuhmanschette 5 hinausragenden Kragens bzw. Endabschnittes des Innenschuhs 3 mittels dem ersten Zugorgan 15 und eine dazu parallele bzw. simultane Druckbeaufschlagung des oberen Endabschnittes der Schuhmanschette 5 mittels dem weiteren, parallel geschalteten Zugorgan 16 erfolgt insbesondere dann, wenn das mehrteilige bzw. zumindest abschnittsweise doppelsträngig ausgeführte Spannmittel 12 vom Benutzer aktiviert wird. Hierfür spannt der Benutzer des Sportschuhs 1 das Spannmittel 12 via das Einstellmittel 13 vor bzw. fixiert er die gewünschte Vorspannung des Spannmittels 12 anhand des Einstellmittels 13. Bevorzugt wird die Vorspannung über ein einziges Einstellmittel 13 aufgebaut und fixiert. Gegebenenfalls kann aber auch ein gesondert ausgebildetes Fixiermittel vorgesehen sein. Das Einstellmittel 13 kann dabei auf beide Zugorgane 15, 16 gleichzeitig einwirken.

Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung ist es auch möglich, dass jedem Zugorgan 15, 16 zur individuellen Einstellung bzw. Veränderung seiner wirksamen Länge bzw. Vorspannung jeweils ein eigenes Einstellmittel 18, 19 zugeordnet ist. Insbesondere ist es möglich, je ein Einstellmittel 18, 19 zur voneinander unabhängigen Beeinflussung der beiden Zugorgane 15, 16 vorzusehen und gegebenenfalls ein drittes Einstellmittel 13 zur gemeinsamen Veränderung bzw. Beeinflussung der beiden Zugorgane 15, 16 auszubilden. Ebenso ist es möglich, ein Einstellmittel 18 oder 19 für das obere oder das untere Zugorgan 15 oder 16 auszubilden und ein weiteres Einstellmittel 13 vorzusehen, über welches die Länge des Spannmittels 12 bzw. die Spannkraft des oberen und unteren Zugorgans 15, 16 gemeinsam wunschgemäß verändert bzw. angepasst werden kann.

An zumindest einem Endabschnitt, bevorzugt an beiden Endabschnitten der beiden parallel angeordneten Zugorgane 15, 16 schließt zumindest ein riemen- oder seilartiges Verbindungselement 20 an, über welches die beiden Zugorgane 15, 16 gewissermaßen zu einem gemeinsamen Zugstrang zusammengeführt und gegenüber der Schuhmanschette 5 positioniert bzw. gegenüber dem Sportschuh 1 gehaltert oder verankert werden. Die beiden im Wesentlichen parallel wirkenden Zugorgane 15, 16 verlaufen somit nur über einen Teilabschnitt der Länge des Spannmittels 12 und gehen zumindest in einem der beiden Endabschnitte in ein vereinigendes bzw. koppelndes Verbindungselement 20 über. D.h., dass das Spannmittel 12 im Hinblick auf die beiden Zugorgane 15, 16 und das daran anschließende Verbindungselement 20 im wesentlichen Y- bzw. sternförmig verlaufende Zugstränge ausbildet. Die Übergänge zwischen dem doppelsträngigen, vorderen Teilabschnitt mit den Zugorganen 15, 16 auf den einsträngigen Teilabschnitt mit dem Verbindungselement 20 sind dabei bevorzugt der Außenseite (gemäß der Darstellung in 1) und der gegenüberliegenden Innenseite des Sportschuhs 1 zugeordnet.

Bevorzugt ist ein flächiges bzw. plattenartiges Kopplungselement 21 ausgebildet, welches die beiden Zugorgane 15, 16 mit dem daran anschließenden Verbindungselement 20 koppelt.

Selbstverständlich ist es auch möglich, das Verbindungselement 20 und die daran anschließenden, parallel wirkenden Zugorgane 15, 16 einteilig auszuführen, indem ein bandförmiges Element entlang seiner Längsrichtung zumindest abschnittsweise geschlitzt wird, um zwei bandförmige, im wesentlichen eigenständige bzw. unabhängige Zugorgane 15, 16 zu bilden. Alternativ ist es auch möglich, das Verbindungselement 20 gemeinsam mit einem der beiden Zugorgane 15 oder 16 einteilig bzw. durchgängig auszuführen und das zusätzliche, sich zumindest über einen Teilabschnitt im wesentlichen parallel erstreckende Zugorgan 16 oder 15 über wenigstens ein Kopplungselement 21 an den sich durchgängig erstreckenden Zugstrang anzubinden bzw. seitlich anzuschließen. D.h., dass das Spannmittel 12 mit seinen drei Zugsträngen aus einem einteiligen Zugelement gebildet werden kann oder aus zwei bzw. aus drei bandförmigen Zugelementen zusammengesetzt werden kann.

Wesentlich ist, dass der doppel- bzw. mehrsträngige Teilabschnitt des Spannmittels 12 dem Sportschuh 1 derart zugeordnet ist, dass dessen erstes bzw. oberes Zugorgan 15 unmittelbar auf Außenflächen des Innenschuhs 3 einwirken und das weitere bzw. das darunter liegende Zugorgan 16 auf die Außenflächen im oberen Endabschnitt der Schuhmanschette 5 einwirken kann und somit indirekt bzw. unter Zwischenschaltung der Schuhmanschette 5 ebenso auf den Innenschuh 3 einwirkt. Dadurch begünstigt der mehrsträngige bzw. zumindest doppelsträngige Abschnitt des riemenartigen Spannmittels 12 den Halt des Sportschuhs 1 am Fuß bzw. Bein des Benutzers. Ein derartiges Spannmittel 12 ist aber auch bezüglich einer möglichst harmonischen Druckverteilung gegenüber dem Fuß des Benutzers im Übergangsabschnitt zwischen der Schuhmanschette 5 und dem über die Schuhmanschette 5 hinausragenden Abschnitt des Innenschuhs 3 günstig. Dies vor allem dann, wenn die doppelten, zumindest in einem Endabschnitt miteinander gekoppelten Zugstränge des Spannmittels 12 dem vorderen Manschettenabschnitt bzw. dem Zungenabschnitt des Innenschuhs 3 zugeordnet sind, wie dies der 1 und auch der beispielhaften Detaildarstellung gemäß 2 zu entnehmen ist. Insbesondere sind innerhalb eines Teilabschnittes der Länge des Spannmittels 12 ein erstes Zugorgan 15 und ein weiteres Zugorgan 16 in Vertikalrichtung zur Aufstandsebene 24 des Sportschuhs 1 übereinander angeordnet, wobei diese Zugorgane 15, 16 im Wesentlichen parallel zueinander verlaufen.

Wie weiters am besten aus 2 ersichtlich ist, kann das erste bzw. obere Zugorgan 15 in seiner Ausrichtung gegenüber dem weiteren bzw. unteren Zugorgan 16 veränderlich, insbesondere neigungsveränderlich ausgeführt sein, oder in einem bestimmten Neigungswinkel gegenüber dem unteren Zugorgan 16 angeordnet sein. Insbesondere kann das erste Zugorgan 15 zumindest einen Falten- oder Zwickelabschnitt 22 aufweisen, über welchen die Ausrichtung bzw. ein Neigungswinkel 23 des bandförmigen Zugorgans 15 gegenüber einer horizontalen Aufstandsebene 24 des Sportschuhs 1 vorgegeben wird bzw. bei Zugbeanspruchung oder Torsionsbelastung während der Benutzung des Sportschuhs 1 veränderlich ist. Dieser Falten- oder Zwickelabschnitt 22 am bzw. im ersten Zugorgan 15 stellt quasi ein Ausgleichselement 25 zur Voreinstellung, Veränderung oder kraftwirkungsbedingten Anpassung des Zugorgans 15 an die jeweilige Neigung bzw. Verformung des Innenschuhs 3 dar. Dies vor allem dann, wenn über das Schienbein des Benutzers in den Sportschuh 1 Kräfte eingeleitet werden. Das Ausgleichselement 25, insbesondere der Falten- oder Zwickelabschnitt 22, kommt dabei vor allem dann zur Geltung, wenn der Innenschuh 3 während der Benutzung des Sportschuhs 1 in seinem oberen End- bzw. Kragenabschnitt gegenüber der Schuhmanschette 5 entsprechenden Beuge- bzw. Verformungskräften ausgesetzt wird.

Bei seitlicher Betrachtung des Sportschuh 1 – gemäß 1 – bzw. unter Bezugnahme auf eine Querschnittsdarstellung des oberen und unteren Zugorgans 15, 16 weisen das obere und das untere Zugorgan 15, 16 im Einsatz- oder Belastungszustand des Spannmittels 12 bevorzugt winkelig zueinander ausgerichtete Außenflächen 26, 27 auf, wie dies in 2 schematisch veranschaulicht wurde. Insbesondere beträgt ein zwischen den Außenflächen 26, 27 des oberen und des unteren Zugorgans 15, 16 eingeschlossener Winkel 28 im gespannten Zustand des Spannmittels 12 in etwa 140 ° bis etwa 175 °. Durch diese Ausgleichsmöglichkeit bzw. Winkelausrichtung zwischen den Zugorganen 15, 16 kann eine möglichst vollflächige Druckübertragung zwischen der Innenseite des oberen Zugorgans 15 und der Außenfläche des Innenschuh 3 bzw. dessen Zunge 17 erreicht werden. In vorteilhafter Weise werden dadurch lokale bzw. linienförmige Druckstellen zwischen dem oberen Zugorgan 15 und dem Innenschuh 3 bzw. einem darin befindlichen Schienbein des Benutzers weitgehendst vermieden. Insbesondere gewährleistet das Ausgleichselement 25 in Form eines Falten- oder Zwickelabschnittes 22 im Zugorgan 15 eine möglichst vollflächige Kraft- bzw. Druckübertragung zwischen dem bandförmigen Zugorgan 15 und der Außenseite des Innenschuhs 3. Zudem kann sich das obere Zugorgan 15 bei wechselnden Belastungen besser an die diversen Verformungen bzw. Beugebewegungen des Innenschuhs 3 bzw. seiner Zunge im Abschnitt oberhalb der vergleichsweise formstarren Schuhmanschette 5 anpassen.

Alternativ oder in Kombination dazu ist es auch möglich, das erste, dem Innenschuh 3 bzw. seiner Zunge 17 zugeordnete Zugorgan 15 im Querschnitt keilförmig auszuführen, wie dies in 3 angedeutet wurde.

Ein derartiges, im Querschnitt zumindest abschnittsweise keilförmig ausgebildetes, oberes Zugorgan 15 bewirkt unter anderem auch eine sichere Positionierung bzw. eine zuverlässige Beibehaltung der gewünschten, ordnungsgemäßen Position des gesamten Spannmittels 12 Bezug nehmend auf die Schuhmanschette 5. Insbesondere wird zumindest dem oberen Zugorgan 15 erhöhter Widerstand bezüglich Abweichbewegungen in Richtung nach oben entgegengesetzt. Durch eine beim Auftreten von Dehnungs- oder Aufweitungskräften resultierende Keil- bzw. Schiebewirkung des Spannmittels 12, welche entweder durch geneigte Innenflächen der Zugorgane 15, 16 oder durch den zuvor beschriebenen Falten- oder Zwickelabschnitt 222 – erzielt werden kann, wird die gewünschte Position bzw. die Vorspannung des Spannmittels 12 auch nach längerer Einsatzdauer und unter wechselnden Belastungen besser bzw. konstanter beibehalten. Insbesondere wird dem Benutzer des Sportschuhs 1 durch ein derartiges Spannmittel 12 für den oberen Kragenabschnitt ein längerfristig konstantes Spannverhalten bzw. eine weitgehend gleich bleibende Schuhanpassung gewährleistet. Dabei ist es zur Stabilisierung der gewünschten Position bzw. Spannung des Spannmittels 12 vorteilhaft, wenn das erste bzw. obere Zugorgan 15 und das weitere bzw. untere Zugorgan 16 im Einsatz- bzw. Belastungszustand des Spannmittels 12 winkelig zueinander verlaufende Anlageflächen 29, 30 gegenüber dem Innenschuh 3 bzw. gegenüber der Schuhmanschette 5 ausbilden, wie dies in 3 beispielhaft gezeigt wird.

Um die wunschgemäße Position bzw. Ausrichtung des Spannmittels 12 bzw. dessen Vorspannung zuverlässig beizubehalten, kann alternativ oder in Kombination zu den vorhergehend beschriebenen Ausführungen auch vorgesehen sein, dass zumindest eines der beiden wirkungsmäßig parallel geschalteten Zugorgane 15, 16 elastisch dehnbar ausgebildet ist. Bevorzugt ist das für eine Anlage an der Zunge 17 bzw. am Zungenabschnitt des Innenschuhs 3 vorgesehene, erste Zugorgan 15 relativ dehnungsfest ausgebildet und das dazu parallel wirkende, primär zur Beaufschlagung der Schuhmanschette 5 ausgebildete Zugorgan 16 im Vergleich zum ersten Zugorgan 15 elastisch dehnbar ausgeführt ist. Entsprechend einer anderen Ausführungsform kann jedoch auch das erste Zugorgan 15 eine gewisse Materialelastizität bzw. eine elastische Dehnbarkeit aufweisen.

In 4 ist eine weitere Ausführung des Spannmittels 12 für den obern Kragenabschnitt eines gattungsgemäßen Sportschuhs 1 gezeigt. Daraus ist ersichtlich, dass das Spannmittel 12 zumindest einen Kraftverteilungsabschnitt 31 aufweist, in welchem die beiden Zugorgane 15, 16 ineinander übergehen bzw. durch das Kopplungselement 21 vereinigt werden, sodass die beiden Zugorgane 15, 16 in zumindest einem ihrer nächstliegenden Endabschnitte miteinander gekoppelt sind. An dieses zumindest eine Kopplungselement 21 schließt das gemeinsame, bevorzugt bandförmige Verbindungselement 20 an bzw. geht der Kraftvereilungsabschnitt 31 in ein Verbindungselement 20 über. Das Verbindungselement 20 führt band- bzw. streifenförmig in Richtung zur Rückseite der Schuhmanschette 5. Dieses Verbindungselement 20 kann dabei im rückwärtigen Bereich der Schuhmanschette 5 fest mit der Schuhmanschette 5 verbunden, beispielsweise verschraubt oder vernietet, sein. Wie schematisch dargestellt, kann das bandförmige Verbindungselement 20 aber auch im rückwärtigen oder seitlichen Abschnitt der Schuhmanschette 5 mittels zumindest einem Haltefortsatz 32 oder mittels einer Einfädelung durch einen Durchbruch in der Schuhmanschette 5 oder dgl. gehaltert werden. Diese Halterung dient vor allem dazu, dass das Spannmittel 12 im gelockerten bzw. geöffneten Zustand weitgehendst positionsgesichert am Sportschuh 1 verharrt bzw. nicht verloren gehen kann.

Im Kraftverteilungsabschnitt 31, insbesondere am Kopplungselement 21 für die beiden Zugorgane 15, 16, kann zumindest ein Anpassungsmittel 33 zur Anpassung bzw. Veränderung der Zugrichtung zumindest eines der Zugorgane 15, 16 ausgebildet sein. Dieses Anpassungsmittel 33 kann dabei beispielsweise durch eine Gelenksverbindung 34 im Kraftverteilungsabschnitt 31 bzw. am Kopplungselement 21 in Bezug zu zumindest einem Zugorgan 15, 16 vorgesehen sein. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist das untere Zugorgan 16 über zumindest eine Gelenksverbindung 34 mit dem Kraftverteilungsabschnitt 31 gelenkig verbunden. Eine Schwenkachse 35 dieser Gelenksverbindung 34 verläuft dabei im Wesentlichen normal zu den Flachseiten der Zugorgane 15 bzw. 16. Anstelle einer mechanischen Gelenksverbindung 34, welche z.B. durch eine Nietverbindung gebildet sein kann, ist es auch möglich, die Gelenksverbindung 34 durch elastische Verformungszonen im Übergangsabschnitt zwischen dem Zugorgan 15 bzw. 16 und dem Kraftverteilungsabschnitt 31 zu bilden. Beispielsweise sind hierfür elastische Bündchen oder die vorhergehend aufgezeigten Falten- oder Zwickelabschnitte 222 – einsetzbar.

Bevorzugt ist in jedem der distalen Endabschnitte der Zugorgane 15, 16 ein Kraftverteilungsabschnitt 31 bzw. ein Kopplungselement 21 ausgeführt. Diese beiden Kraftverteilungsabschnitte 31 bzw. Kopplungselemente 21 sind dabei bevorzugt den seitlichen Abschnitten des Sportschuh 1, insbesondere der inneren und äußeren Seitenwand der Schuhmanschette 5 zugeordnet.

Mittels dem zumindest einen Anpassungsmittel 33 für die Ausrichtung bzw. Zugrichtung der Zugorgane 15, 16 ist unter anderem ein Spreizungswinkel 36 zwischen den Zugorganen 15, 16 individuell veränder- bzw. anpassbar. Durch eine benutzerseitig vorgenommene oder durch eine kraftwirkungsbedingte Veränderung des Spreizungswinkels 36 zwischen den Zugorganen 15, 16 verändert sich auch ein Abstand 37 zwischen den einander nächstliegenden Längskanten 38, 39 der Zugorgane 15, 16.

Beim Ausführungsbeispiel gemäß 5 sind im Kraftverteilungsabschnitt 31 des Spannmittels 12, insbesondere an dessen Kopplungselement 21, für jedes der Zugorgane 15, 16 Anpassungsmittel 33, insbesondere Gelenksverbindungen 34, zur Veränderung eines Spreizungswinkels 36 bzw. eines Abstandes 37 zwischen den Zugorganen 15, 16 ausgebildet. Dadurch kann die Zugrichtung jedes Zugorgans 15, 16 gegenüber der Ausrichtung bzw. Zugrichtung des gemeinsamen Verbindungselementes 20 individuell verändert bzw. den jeweiligen Gegebenheiten angepasst werden.

Das Spannmittel 12 weist also zumindest einen stern- oder Y-förmigen Kraftverteilungsabschnitt 31 auf, wobei die Zugrichtung der einzelnen Zugstränge vordefiniert bzw. vorgegeben sein kann oder – gemäß der Ausgestaltung in 5 – den individuellen Bedürfnissen oder den diversen Gegebenheiten angepasst werden kann. Weiters kann durch diese Anpassungsmittel 33 stets eine exakte Zuordnung des Zugorgans 16 zur primären Beaufschlagung der Schuhmanschette 5 und des Zugorgan 15 zur primären Beaufschlagung des vorderen Abschnitts des Innenschuhs 3 erzielt werden. Insbesondere kann das Zugorgan 15 relativ exakt bzw. wunschgemäß dem Innenschuh 3 zugeordnet werden, um auf diesen eine entsprechende Zugspannung ausüben zu können. Vor allem bei Schuhkragen mit einer stark variierenden, oberen Begrenzungskante 14 der Schuhmanschette 5 kann eine derartige Anpassungsflexibilität der Zugrichtung bzw. Ausrichtung zumindest eines der Zugorgane 15, 16 vorteilhaft sein.

Alternativ oder in Kombination dazu ist es auch möglich, die Position und/oder Ausrichtung des gemeinsamen Verbindungselementes 20 für die Zugorgane 15, 16 in Vertikalrichtung zur Schuhmanschette 5 verstellbar auszuführen.

Das Verbindungselement 20 weist zumindest einen Verankerungs- bzw. Verbindungspunkt gegenüber dem Sportschuh 1 auf. Dieser ist bevorzugt an der Rückseite der Schuhmanschette 5 angeordnet, wie dies z.B. den Ausgestaltungen in 3 oder 4 entnehmbar ist. Alternativ dazu kann dieser Haltepunkt für das Spannmittel 12 auch am rückwärtigen Abschnitt des Innenschuhs 3 ausgebildet sein, wie dies in 5 beispielhaft veranschaulicht wurde. Insbesondere erfolgt dabei die Krafteinleitung bzw. Kraftübertragung des Verbindungselementes 20 in Richtung zum rückwärtigen Abschnitt des Innenschuhs 3. Gegebenenfalls kann dabei im rückwärtigen Abschnitt des Innenschuhs 3 einen plattenartige Versteifung ausgebildet sein bzw. kann zwischen dem Innenschuh 3 und der Schuhmanschette 5 ein plattenartiges Zwischenelement eingesetzt sein, an welchem das Verbindungselement 20 anliegt bzw. befestigt ist. Dieses Zwischenelement dient dabei zur Druckverteilung der über das Verbindungselement 20 auf den rückwärtigen Abschnitt des Innenschuhs 3 einwirkenden Druckbelastungen.

In 6 ist eine mögliche Ausführungsform des Spannmittels 12 gezeigt. Die beiden im Wesentlichen parallel wirkenden, bandförmigen Zugorgane 15, 16 gehend dabei in ihren distalen Endabschnitten in jeweils ein Kopplungselement 21 über. Zumindest eines der beiden Kopplungselemente 21 erstreckt sich bis zu einem Haltemittel 40 zur Festlegung des Spannmittels 12 an einem Sportschuh. Das Haltemittel 40 und das Kopplungselement 21 können dabei auch einteilig aufgebaut sein bzw. kann zwischen dem Haltemittel 40 und dem Kopplungselement 21 ein separates Verbindungselement 41 ausgebildet sein, welches das Haltemittel 40 und das Kopplungselement 21 zugfest miteinander verbindet. Das Haltemittel 40 dient dabei zur positionsvariablen oder auch fixen Festlegung des Spannmittels 12 im Bereich der Rückseite der Schuhmanschette. Hierfür können beispielsweise Schraub- und/oder Formschlussverbindungen zwischen dem Haltemittel 40 und der Schuhmanschette vorgesehen sein. Das Haltemittel 40 ist dabei bevorzugt plattenartig ausgebildet.

Die Kopplungselemente 21 sind bei der dargestellten Ausführungsform über Nähte 42 miteinander verbunden. Die Kopplungselemente 21 bestehen bevorzugt aus Kunststoff oder aus Leder, wohingegen die Zugorgane 15, 16 bevorzugt aus einem textilen Gewebe bestehen, das bevorzugt mit zugfesten Elementen oder alternativ mit Gummifasern zur Bildung eines Zugorgans 15, 16 in Art eines Gummibandes versehen sind.

Das erste, dem Innenschuh zuzuordnende Zugorgan 15 ist bevorzugt breitet ausgeführt als das der Schuhmanschette zuzuordnende, weitere Zugorgan 16, wie dies aus 6 ersichtlich ist. Dadurch wird die Druckverteilung gegenüber dem vergleichsweise weicheren, nachgiebigeren Innenschuh 3 verbessert und ist eine relativ großflächige Anlage- bzw. Stützfläche zwischen dem Zugorgan 15 und dem Innenschuh bzw. dessen Zunge geschaffen.

Das Einstellmittel 13 zur individuellen Veränderung der Umschlingungsweite bzw. Vorspannung des Spannmittels 12 ist beim gezeigten Ausführungsbeispiel durch eine Hebelschnalle 43 gebildet. Mittels einer derartigen, aus dem Stand der Technik bekannten Hebelschnalle 43 kann eine relativ hohe Spann- bzw. Zugkraft erzielt und das Spannmittel 12 im gespannten Zustand zuverlässig gehalten und bei Bedarf in einfacher Art und Weise gelockert werden. Diese Hebelschnalle 43 ist dabei mit einem der beiden Kopplungselemente 21 zugfest verbunden. Mittels einem Zurrfortsatz 44, welcher mit dem weiteren Kopplungselement 21 bzw. mit dem Haltemittel 40 zugfest verbunden ist, kann sodann der Durchmesser bzw. die Umschlingungsweite des Spannmittels 12 individuell eingestellt werden. Hierzu wird der Zurrfortsatz 44, welcher durch ein Zahnband gebildet sein kann, mittels der Hebelschnalle 43 in der gewünschten Überlappungsweite relativ zum anderen Ende des Spannmittels 12 festgelegt, insbesondere festgeklemmt bzw. verriegelt. Als Hebelschnalle 43 und Zurrfortsatz 44 können dabei beliebige, aus dem Stand der Technik bekannte Einstellmittel 13 eingesetzt werden. Besonders vorteilhaft ist es, als Hebelschnalle 43 eine so genannte Pump- oder Ratschenschnalle zu verwenden, in welche ein als Zahnband ausgeführter Zurrfortsatz 44 einschiebbar ist, um so die Weite bzw. mechanische Spannung des Spannmittels 12 zu regulieren.

Die Hebelschnalle 43 ist insbesondere dazu vorgesehen, um die distalen Enden des Spannmittels 12 in der jeweils gewünschten, effektiv wirksamen Länge miteinander zu verbinden.

Das Spannmittel 12 verläuft im aktiven Einsatzzustand bevorzugt ringförmig geschlossen um die Schuhmanschette 5 und den Innenschuh 3, wie dies in 1 veranschaulicht wurde. Der Umschlingungswinkel des Spannmittels 12 kann dabei zwischen 180 ° bis 360 ° liegen. D.h. dass das Spannmittel 12 auch nur über Teilabschnitte des Umfangs der Schuhmanschette 5 verlaufen kann. Weiters kann das Spannmittel 12 zumindest zweiteilig ausgeführt sein, wie dies in der Abbildung gemäß 7 beispielhaft dargestellt wurde. Hierbei ist das Spannmittel 12 Bezug nehmend auf sein Haltemittel 40 zweiteilig ausgeführt. Insbesondere sind zwei Haltemittelteile ausgebildet, welche insgesamt das Haltemittel 40 für das mehrteilige Spannmittel 12 ergeben. Die beiden Haltemittelteile werden dabei bevorzugt mit der Schuhmanschette 51 – verschraubt, vernietet oder formschlüssig an der Schuhmanschette festgelegt. Die Haltemittelteile bzw. das daraus kombinierte Haltemittel 40 stellt quasi den Verankerungspunkt für das Spannmittel 12 dar. Das in 7 unten dargestellte Spannelement des Spannmittels 12 entspricht im Wesentlichen der Ausgestaltung in 6. Das oberhalb dargestellte Spannelement des Spannmittels 12 umfasst wiederum einen Zurrfortsatz 44 als Gegenstück zum Einstellmittel 13 bzw. als Kopplungselement gegenüber der Hebelschnalle 43. Zwischen dem Zurrfortsatz 44 und dem Haltemittel 40 zur Verankerung an der Schuhmanschette ist bei der dargestellten Ausführungsform ein seilförmiges Verbindungselement 41 ausgeführt. Bevorzugt verläuft dieses seilförmige Verbindungselement 41 doppelsträngig bzw. schleifenartig zwischen dem Zurrfortsatz 44 und dem Haltemittel 44.

Auch das Verbindungsmittel 41 zwischen dem Kopplungselement 21 für die Zugorgane 15, 16 und dem weiteren Haltemittel 40 zur Befestigung des Spannmittels 12 am Sportschuh kann seilartig ausgeführt sein. Bevorzugt ist auch hierbei eine schleifenartige bzw. dopplesträngige Seilführung ausgebildet.

Im unbelasteten bzw. lang gestreckten Zustand des Spannmittels 12 sind das erste Zugorgan 15 und das weitere Zugorgan 16 im wesentlichen in einer gemeinsamen Ebene 45 nebeneinander angeordnet. Diese Anordnung ist dabei derart getroffen, dass einander nächstliegende Längskanten 38, 39 des ersten und weiteren Zugorgans 15, 16 in einem Abstand 46 von 0,5 bis 10 mm, bevorzugt in etwa 2 mm, angeordnet sind.

Gemäß der Ausbildung in 7 kann das der Schuhmanschette zuzuordnende, untere Zugorgan 16 kürzer bemessen sein, als das dem Innenschuh zuzuordnende, obere Zugorgan 15. Insbesondere kann das der Schuhmanschette zuzuordnende, untere Zugorgan 16 im unbelasteten oder entspannten Zustand eine um etwa 5 mm kürzere, absolute Länge aufweisen, als das dem Innenschuh zuzuordnende, obere Zugorgan 15. Bevorzugt ist dabei das untere Zugorgan 16 elastisch dehnbar ausgeführt. Das obere, dem Innenschuh zuzuordnende Zugorgan 15 ist dabei bevorzugt als Begrenzungsmittel 47 für eine maximal mögliche Längendehnung des unteren, der Schuhmanschette zuzuordnenden, elastisch dehnbaren Zugorgans 16 ausgebildet. Überbeanspruchungen des elastisch dehnbaren, unteren Zugorgans 16 zur Beaufschlagung der Schuhmanschette können dadurch in einfacher Art und Weise vermieden werden.

Im unbelasteten bzw. entspannten Zustand, in welchem das untere Zugorgan 16 glattgestreckt vorliegt, bildet sich somit im oberen Zugorgan 16, welches das Begrenzungsmittel 47 bezüglich einer maximal möglichen Längendehnung des Spannmittels 12 darstellt, zumindest eine Falte 48, Schleife oder Welle aus, wie dies in 7 schematisch veranschaulicht wurde.

In 8 ist ein Querschnitt durch eine mögliche Ausführungsform des Spannmittels 12 in seinem Teilabschnitt mit den beiden parallel wirkenden Zugorganen 15, 16 schematisch veranschaulicht. Die beiden nebeneinander angeordneten, im wesentlichen parallel verlaufenden, bevorzugt bandförmigen Zugorgane 15, 16 können, wie in strichlierten Linien dargestellt, alternativ oder in Kombination dazu auch durch seilartige Zugorgane 15, 16 gebildet sein. Falls anstelle oder in Kombination zu den bandförmigen Zugorganen 15, 16 seilförmige Zugorgane 15, 16 eingesetzt werden, so verlaufen diese bevorzugt ebenso im Wesentlichen parallel zueinander. Wirkungsmäßig ist dann ebenso das untere, seilartige Zugorgan 16 der Schuhmanschette zugeordnet und das obere Zugorgan 15 dem vorderen oder den seitlichen Abschnitten des Innenschuhs zugeordnet.

Gegebenenfalls können zur Verstärkung der Zugwirkung bzw. zur Erhöhung der maximalen Zugbelastung band- und seilartige Zugorgane 15, 16 gemeinsam eingesetzt werden. Die Zugorgane 15, 16 sind jedenfalls derart ausgelegt, dass sie der auf den Kragenabschnitt des Sportschuhs aufzubringenden, mechanischen Vorspannung Stand halten können.

Gemäß einer optionalen Weiterbildung ist es auch möglich, die beiden Zugorgane 15, 16 via zumindest eine elastische Querverbindung 49 zu koppeln, wie dies in 8 beispielhaft und schematisch veranschaulicht wurde. Insbesondere verbindet die elastisch nachgiebige und selbsttätig rückstellende Querverbindung 49 die beiden Zugorange 15, 16 quer zu ihrer Zug- bzw. Längsrichtung. Die aus einem elastischen Material gebildete Querverbindung 49 kann dabei mit den beiden Zugorganen 15, 16 vernäht, verklebt oder in sonstiger Weise mit den beiden Zugorganen 15, 16 verbunden sein. Die elastisch nachgiebige Querverbindung 49 ermöglicht dabei elastisch rückstellende Scherbewegungen zwischen den Zugorganen 15, 16 bzw. wird dadurch einer Relativverstellung zwischen den Zugorganen 15, 16 in Querrichtung zu deren Flachseiten ein elastisch nachgiebiger Widerstand entgegen gesetzt. Die elastische Querverbindung 49 vermeidet darüber hinaus stark unterschiedliche Zugspannungen bzw. Zugbelastungen zwischen dem ersten Zugorgan 15 und dem weiteren Zugorgan 16. Insbesondere wird durch diese zumindest eine Querverbindung 49 auch ein Zugspannungsausgleich zwischen den beiden Zugorganen 15, 16 geschaffen. Ferner kann durch eine derartige Querverbindung 49 mit begrenzter, elastischer Nachgiebigkeit die Ausrichtung bzw. Zuordnung der Zugorgane 15, 16 relativ zueinander und relativ zum Sportschuh, insbesondere relativ zum Innenschuh bzw. relativ zur Schuhmanschette verbessert beibehalten werden.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann das Spannmittel 12 auch mit einer die Zugorgane 15, 16 zumindest abschnittsweise bedeckenden Verkleidung 50 bzw. mit einer die Zugorgane 15, 16 schlauchartig umgebenden Umhüllung versehen sein. Diese Verkleidung 50 bzw. diese Umhüllung für die Zugorgane 15, 16 ist bevorzugt aus einem textilen bzw. textilartigen Werkstoff gebildet, während die darin aufgenommenen bzw. dahinter liegenden Zugorgane 15, 16 aus einem möglichst widerstandsfähigen und zugfesten Kunststoffmaterial, beispielsweise aus PVC oder dgl. bestehen. Die zumindest abschnittsweise ausgeführte Verkleidung 50 bzw. die zumindest bereichsweise vorgesehene Umhüllung für die Zugorgane 15, 16 kann an ihrer Außenseite auch zur Aufnahme eines Designs oder einer Aufschrift genutzt werden.

Die Verkleidung 50 bzw. die Umhüllung ist dabei entweder gar nicht oder nur punktuell bzw. abschnittsweise mit den Zugorganen 15, 16 verbunden, sodass eine Relativverstellbarkeit zwischen den Zugorganen 15, 16 möglichst nicht bzw. nur wenig behindert wird. Eine als Umhüllung ausgebildete, schlauchartige Verkleidung 50 ist dabei bevorzugt in Längsrichtung der Zugorgane 15, 16 durch den Benutzer relativverstellbar und optional austauschbar, insbesondere gegenüber den beiden Zugorganen 15, 16 aufschieb- und entnehmbar.

Die Ausführungsbeispiele zeigen mögliche Ausführungsvarianten des Sportschuhs 1 bzw. seines Spannmittels 12, wobei an dieser Stelle bemerkt sei, dass die Erfindung nicht auf die speziell dargestellten Ausführungsvarianten derselben eingeschränkt ist, sondern vielmehr auch diverse Kombinationen der einzelnen Ausführungsvarianten untereinander möglich sind und diese Variationsmöglichkeit aufgrund der Lehre zum technischen Handeln durch gegenständliche Erfindung im Können des auf diesem technischen Gebiet tätigen Fachmannes liegt. Es sind also auch sämtliche denkbaren Ausführungsvarianten, die durch Kombinationen einzelner Details der dargestellten und beschriebenen Ausführungsvariante möglich sind, vom Schutzumfang mitumfasst.

Der Ordnung halber sei abschließend darauf hingewiesen, dass zum besseren Verständnis des Aufbaus des Sportschuhs 1 bzw. Spannmittels 12 dieser bzw. dessen Bestandteile teilweise unmaßstäblich und/oder vergrößert und/oder verkleinert dargestellt wurden.

Vor allem können die einzelnen in den 1; 2; 3; 4; 5; 6; 7; 8 gezeigten Ausführungen den Gegenstand von eigenständigen, erfindungsgemäßen Lösungen bilden. Die diesbezüglichen, erfindungsgemäßen Aufgaben und Lösungen sind den Detailbeschreibungen dieser Figuren zu entnehmen.

1
Sportschuh
2
Schale
3
Innenschuh
4
Vorderfußschale
5
Schuhmanschette
6
Gelenk
7
Längsachse
8
Aufstandsebene
9
Einstell- und/oder Dämpfungsvorrichtung
10
Neigungswinkel
11
Zurrmittel
12
Spannmittel
13
Einstellmittel
14
Begrenzungskante
15
Zugorgan
16
Zugorgan
17
Zunge
18
Einstellmittel
19
Einstellmittel
20
Verbindungselement
21
Kopplungselement
22
Falten- oder Zwickelabschnitt
23
Neigungswinkel
24
Aufstandsebene
25
Ausgleichselement
26
Außenfläche
27
Außenfläche
28
Winkel
29
Anlagefläche
30
Anlagefläche
31
Kraftverteilungsabschnitt
32
Haltefortsatz
33
Anpassungsmittel
34
Gelenksverbindung
35
Schwenkachse
36
Spreizungswinkel
37
Abstand
38
Längskante
39
Längskante
40
Haltemittel
41
Verbindungselement
42
Naht
43
Hebelschnalle
44
Zurrfortsatz
45
Verbindungselement
46
Abstand
47
Begrenzungsmittel
48
Falte
49
Querverbindung
50
Verkleidung


Anspruch[de]
Sportschuh (1) mit einer äußeren Schale (2) aus formgespritztem Kunststoff, umfassend eine Vorderfußschale (4) zur Aufnahme des Vorderfußes und eine daran anschließende Schuhmanschette (5) zur Stabilisierung des unteren Beinabschnittes eines Benutzers und mit einem in der Schale (2) zumindest teilweise aufgenommenen, vergleichsweise weichelastischen Innenschuh (3), wobei der Innenschuh (3) zumindest abschnittsweise über das obere Ende der Schuhmanschette (5) hinausreicht, insbesondere Schischuh mit zumindest einem im oberen Endabschnitt der Schuhmanschette (5) angeordneten, ringartig um den oberen Endabschnitt der Schuhmanschette (5) verlaufenden Spannmittel (12) und mit zumindest einem Einstellmittel (13) zur bedarfsweisen Einengung oder Begrenzung der Weite der Einstiegsöffnung in den Sportschuh (1), dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb eines Teilabschnittes der Länge des Spannmittels (12) ein erstes und ein weiteres Zugorgan (15, 16) in Vertikalrichtung übereinander angeordnet sind und im wesentlichen parallel zueinander verlaufen, wobei das erste Zugorgan (15) zur Anlage an Umfangsabschnitten des vergleichsweise nachgiebigen Innenschuhs (3) bzw. seiner Zunge (17) und das weitere Zugorgan (16) zur Anlage am oberen Endabschnitt der aus relativ starrem Kunststoff bestehenden Schuhmanschette (5) ausgebildet ist. Sportschuh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Zugorgan (15) zum Aufbringen einer Zug- bzw. Vorspannung auf eine Zunge (17) bzw. auf einen der Zunge (17) nächstliegenden Abschnitt des Innenschuhs (3) eingerichtet ist und das weitere Zugorgan (16) zur Aufbringung einer Zug- bzw. Vorspannung auf die Außenseite der Schuhmanschette (5) ausgebildet ist. Sportschuh nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein weiteres Einstellmittel (18, 19) zur individuellen Veränderung der Zug- bzw. Vorspannung, insbesondere der wirksamen Länge, des ersten Zugorgans (15) und/oder des weiteren Zugorgans (16) ausgebildet ist. Sportschuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eines der beiden wirkungsmäßig parallel geschalteten Zugorgane (15, 16) elastisch dehnbar ausgebildet ist. Sportschuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das für eine Anlage an der Zunge (17) bzw. am Zungenabschnitt des Innenschuhs (3) vorgesehene, erste Zugorgan (15) im Hinblick auf die während der Benutzung auftretenden Belastungen relativ dehnungsfest ausgebildet und das dazu parallel wirkende, zur Anlage an der Schuhmanschette (5) ausgebildete Zugorgan (16) im Vergleich zum ersten Zugorgan (15) elastisch dehnbar ausgeführt ist. Sportschuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Zugorgan (15) und das weitere Zugorgan (16) bandförmig ausgeführt und im unbelasteten Zustand mit ihren Flachseiten im Wesentlichen innerhalb einer gemeinsamen Ebene (45) angeordnet sind. Sportschuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass einander nächstliegende Längskanten (38, 39) des ersten und weiteren Zugorgans (15, 16) in einem Abstand (46) von 0,5 bis 10 mm, bevorzugt 2 mm, angeordnet sind. Sportschuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste bzw. obere Zugorgan (15) einen inhärenten Ausgleichsabschnitt oder ein Ausgleichselement (25), beispielsweise einen Falten- oder Zwickelabschnitt (22), zur vordefinierten Angleichung oder kraftwirkungsbedingten Anpassung seines gegenüber dem weiteren bzw. unteren Zugorgan (16) eingeschlossenen Winkels (28) aufweist. Sportschuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste bzw. obere und das weitere bzw. untere Zugorgan (15, 16) zumindest im Einsatz- oder Belastungszustand des Spannmittels (12) winkelig zueinander ausgerichtete Anlageflächen (29, 30) gegenüber dem Innenschuh (3) und gegenüber der Schuhmanschette (5) ausbilden. Sportschuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein zwischen Außenflächen (26, 27) des ersten und weiteren Zugorgans (15, 16) eingeschlossener Winkel (28) im aktiv gespannten Zustand des Spannmittels (12) in etwa 140 ° bis 175 ° beträgt. Sportschuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste, dem Innenschuh (3) zugeordnete Zugorgan (15) im Querschnitt keilförmig ausgebildet ist. Sportschuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das der Schuhmanschette (5) zugeordnete Zugorgan (16) kürzer bemessen ist, als das dem Innenschuh (3) zugeordnete, erste Zugorgan (15). Sportschuh nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das der Schuhmanschette (5) zugeordnete Zugorgan (16) im unbelasteten oder entspannten Zustand eine in etwa um 5 mm kürzere absolute Länge aufweist, als das dem Innenschuh (3) zugeordnete Zugorgan (15). Sportschuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste, dem Innenschuh (3) zugeordnete Zugorgan (15) als Begrenzungsmittel (47) für eine maximal mögliche Längendehnung des weiteren, der Schuhmanschette (5) zugeordneten Zugorgans (16) ausgebildet ist. Sportschuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Spannmittel (12) zumindest einen Kraftverteilungsabschnitt (31) zur stern- oder Y-förmigen Verteilung seiner Zug- oder Druckkräfte aufweist. Sportschuh Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass im Kraftverteilungsabschnitt (31) ein Kopplungselement (21) ausgebildet ist, das die im Wesentlichen parallel verlaufenden Zugorgane (15, 16) in ihren nächstliegenden Endabschnitten miteinander koppelt und mit einem Verankerungs- oder Haltemittel (40) an der Schuhmanschette (5) verbindet. Sportschuh nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Haltemittel (40) und dem Kopplungselement (21) zumindest ein riemen- oder seilartiges Verbindungselement (41) ausgebildet ist. Sportschuh nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Haltemittel (40) plattenartig ausgeführt und zur Befestigung an der Rückseite der Schuhmanschette (5) ausgebildet ist. Sportschuh nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Kopplungselement (21) und die im wesentlichen parallel verlaufenden Zugorgane (15, 16) via Nähte (42) miteinander verbunden sind. Sportschuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das dem Innenschuh (3) zugeordnete Zugorgan (15) breiter ausgeführt ist, als das der Schuhmanschette (5) zugeordnete Zugorgan (16). Sportschuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste und das weitere Zugorgan (15, 16) aus einem bandförmigen Streifen, bevorzugt aus Kunststoff, gebildet und zumindest teilweise von einer Verkleidung (50) oder Umhüllung aus einem textilen Werkstoff umgeben sind. Sportschuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste und das weitere Zugorgan (15, 16) über zumindest eine elastische Querverbindung (49) quer zur Zugrichtung des Spannmittels (12) miteinander verbunden sind. Sportschuh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das dem Innenschuh (3) bzw. seiner Zunge (17) zugeordnete, erste Zugorgan (15) im Hinblick auf die während der Benutzung auftretenden Belastungen elastisch dehnbar und das weitere, der Schuhmanschette (5) zugeordnete Zugorgan (16) vergleichsweise dehnungsfest ausgebildet ist. Sportschuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Einstellmittel (13) durch eine Hebelschnalle (43) gebildet ist, welche die distalen Enden des Spannmittels (12) in der jeweils gewünschten Länge bzw. Umschlingungsweite unverschieblich miteinander verbindet. Sportschuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Spannmittel (12) im aktiven Einsatzzustand ringförmig geschlossen oder spannringartig um die Schuhmanschette (5) und um außerhalb der Schuhmanschette (5) liegende Abschnitte des Innenschuhs (3) verläuft. Spannmittel für den oberen Manschettenabschnitt eines Sportschuhs, dadurch gekennzeichnet, dass es zur Verwendung in Kombination mit einem Sportschuh nach einem der Ansprüche 1 bis 25 ausgebildet ist.






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