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Dokumentenidentifikation DE10248941B4 06.09.2007
Titel Klimaeinrichtung für bewohnbare Räume
Anmelder Bünger, Erhard, Dipl.-Ing., 18184 Roggentin, DE;
Bünger, Birk, 18184 Roggentin, DE
Erfinder Bünger, Erhard, Dipl.-Ing., 18184 Roggentin, DE;
Bünger, Birk, 18184 Roggentin, DE
Vertreter Kappner, K., Dipl.-Ing. (FH), Pat.-Anw., 18059 Rostock
DE-Anmeldedatum 21.10.2002
DE-Aktenzeichen 10248941
Offenlegungstag 06.05.2004
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 06.09.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.09.2007
IPC-Hauptklasse F24F 3/044(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F24F 11/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Gegenstand der Erfindung ist der konstruktive Aufbau einer Klimaeinrichtung für bewohnbare Räume, insbesondere für Ruhe- und Schlafräume, die optimierte Bedingungen für eine natürliche Regenerierung, vorrangig des Menschen während einer Ruhephase, insbesondere während des Schlafes, ermöglicht.

Die bis heute üblichen Schlafbereiche in der Art des Schlafzimmers sind gekennzeichnet durch seine typischen Einrichtungsgegenstände, wie Bettanlage mit separaten oder integrierten Nachttischen, dem Ankleideschrank, der Frisierkommode mit Sitzhocker und der Bettumrandung oder einem textilen Fußbodenbelag. Bekannt sind auch Schlafbereiche mit separaten Um-/Ankleideraum oder einen begehbare Kleiderschrank.

Integrierte Klimageräte zur Schaffung optimaler Bedingungen für die Phase der Regenerierung des Menschen in der Zeit des Schlafens sind bei diesen Systemen nicht bekannt.

Hinreichend bekannt sind dagegen autonome Klimageräte, wie Klimatruhen, Klimaschränke, Wand- und Deckenklimageräte oder Fenster- und Außenwandaggregate in kompakter oder gesplitterter Bauweise, die unabhängig von der Ausstattung eines Schlafbereiches separat aufgestellt oder fest eingebaut werden können. Diese Geräte sind oftmals sperrig und beanspruchen zusätzlichen Stellplatz, die den Wohnbereich einschränken und als Wohnmöbel nicht ästhetisch sind. Fest in den Baukörper integrierte Klimageräte erfordern dagegen umfangreiche kostenintensive bautechnische Vorkehrungen.

Die Funktion dieser Klimageräte umfaßt den Luftaustausch mit der Außenatmosphäre bei gleichzeitiger Temperaturregulierung durch Kühlen oder Aufheizen, die Staubfilterung und die Be- oder Entfeuchtung der Luft. Bekannt sind auch Klimageräte mit geschlossenem Kreislauf unter Verwendung von Aktivkohlefiltern.

Darüber hinaus wurde für eine optimale Beeinflussung des Raumklimas im Schlafbereich mit DE 41 42 122 A1 ein Verfahren zur Regelung des Innenraumklimas zum Schlafen mittels raumtechnischer Anlage vorgeschlagen. Danach ist es den Raumbenutzern möglich, die für die gewünschte Raumatmosphäre definierten Einflußgrößen von Raumtemperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftgeschwindigkeit, Rauminnenwandtemperatur, Außenlufttemperatur, Luftdruck, CO2-Gehalt und dgl. gezielt und individuell auszusteuern. Über zusätzliche Sensorengruppen kann im weiteren die Ionenkonzentration in der Raumluft, die Klangfülle bei einer Raumbeschallung, die Aussteuerung der Raumbeleuchtung (z. B. Lichttherapie) oder die Beigabe von Duftstoffen (Luftaromata) und/oder Desinfektionsmitteln u. ä. geregelt werden.

Dieses System kann als separates Klimagerät oder auch als fest installiertes Aggregat ausgeführt werden.

Wie bereits dargelegt, benötigen freistehende Klimageräte vorgenannter Gattung relativ viel Stellfläche mit den notwendigen Installationsanschlüssen für Energie- und Versorgungssysteme. Feste Einbauten hingegen machen eine konstruktive Anpassung an den Baukörpers notwendig, was relativ kostenintensiv ist und die Zugänglichkeit bei Wartungsarbeiten einschränkt.

Mit DE 44 20 908 A1 wurde auch schon ein Behandlungs- und Aufenthaltsraum in der Art eines Containers vorgeschlagen, der gegen äußere Umwelteinflüsse isoliert ist. Bei diesem System werden die gewünschten Klimafaktoren, wie bereits genannt, innerhalb der Einheit individuell geregelt. Auch sind regulierbare Einrichtungen für die Zuführung von Geruchsstoffen und Sauerstoff vorgesehen, so dass dieser Container auch als Ruhe- und Schlafraum benutzt werden kann.

Obwohl mit den vorgeschlagenen Verfahren und Einrichtungen eine Optimierung des Raumklimas in einem Schlafraum erreichbar ist, sind die bautechnischen Voraussetzungen erheblich. Insbesondere das transportable Containersystem nach DE 44 20 908 A1 eignet sich im Grunde nach nur für zeitlich begrenzten Einsatz. Die Verwendung in Wohnungen ist besonders hinsichtlich der Einbaubedingungen kompliziert und zeitaufwendig. In jeden Fall ist eine individuelle Anpassung an die jeweiligen räumlichen Abmessungen des Baukörpers erforderlich.

Aus JP 2001081986 A ist ein zusammenlegbares transportables Gebäude als Aufenthalts- oder Versammlungsraum bekannt, wobei einzelne Containermodule deckenseitig mit einer Klimaeinrichtung zur Luftaufbereitung (Befeuchtung, Beheizung, Kühlung) ausgerüstet sind. Dieses System ist konstruktiv nicht für den Einbau in Wohngebäude vorgesehen und als raumgestaltentes Element ungeeignet. Ebenso verfügt dieses System über keine Einrichtungen zur Optimierung des Raumklimas in Ruhe- und Schlafräumen.

Ziel und Aufgabe der Erfindung ist es, eine konstruktive Lösung für eine Klimaeinrichtung für bewohnbare Räume, insbesondere für Ruhe- und Schlafräume zu schaffen, mit der ein definierter Bereich klimatisch abgrenzbar ist, um so eine Optimierung des Raumklimas für natürliche Regenerierungsbedingungen zu erreichen, wobei zweckmäßig die als Stätte für Staub, Milben, Allergene u.v.m. vorstehend angegebenen Einrichtungsgegenständen aus der Räumlichkeit entfernt sind. Dazu soll die Klimaeinrichtung ohne größere bauliche Veränderung in einen Baukörpers einfügbar sein und eine bauliche Abgrenzung des Ruhe- oder Schlafbereiches ermöglichen. Insbesondere soll der Ruhe- und/oder Schlafraum weitestgehend gegenüber der Außenatmosphäre abgeschirmt und mit gefilterter ozonarmer sauerstoffreicher Zuluft versorgt werden können.

Konstruktiv soll die Klimaeinrichtung so gestaltet sein, dass sie in unterschiedliche bewohnbare Räume eingebaut werden kann, ohne dass deren Nutzfläche eingeschränkt wird. Ebenso soll die Möglichkeit gegeben sein, bei räumlicher Voraussetzung, den Schlafbereich unter Berücksichtigung der baulichen Gegebenheiten von einem Um/Ankleidebereich räumlich zu trennen.

Die Klimaeinrichtung soll einen einfachen flexiblen Aufbau aufweisen und schnell in einen Raum eingebaut werden können.

Die erfindungsgemäßen Merkmale zur Erfüllung dieser Zielstellung sind in den Ansprüchen 1 bis 14 zusammengefaßt.

Danach besteht die Klimaeinrichtung aus einer endlichen Anzahl untereinander andockbarer schall- und wärmeisolierter Modulsegmente variablen Rastermasses, Gehrungswinkel und äußerer Formgestaltung, in denen die für eine Klimaerzeugung notwendigen Funktionsgruppen eingebaut sind und die in dem vorgesehenen Raum im äußeren Erscheinungsbild paneelenartig als Vorstellwand, als raumteilende nichttragende Trennwand mit/ohne raumgestaltende Funktion, abgehängte Zwischendecke o.ä. montiert sind, wobei das geräuscherzeugende Funktionselemente enthaltene Modulsegment vorrangig extern installiert ist.

Für den Anschluß an seitliche Wandflächen und den Deckenbereich sind formgeometrisch angepasste Leermodule und Paßblenden vorgesehen. Die Abdichtung der Stoßfugen erfolgt durch umlaufende Dichtelemente, die spiegelbildlich an den Längsseiten der Modulsegmente angeordnet sind. Als Dichtungen können Rundringe, Lippendichtelemente oder Schaumstoffpackungen zur Anwendung kommen. Die Abdeckung der Stoßfugen erfolgt wechselseitig durch überlappende Deckflächen oder durch bündig eingelassene selbstklemmende, aufgeklebte oder angeschraubte Abdeckblenden. Dagegen erfolgt die Verbindung der Modulsegmente untereinander mittels selbstzentrierender Steck- und/oder Schraubverbindungen.

Innerhalb der einzelnen Modulsegmente befinden sich eine oder mehrere Funktionsgruppen. Zu diesen Funktionsgruppen gehören im wesentlichen:

  • – Luftfiltersystem F1
  • – Ozonvernichter O1
  • – Klimaanlage K2
  • – Luftbe- und Entfeuchter B1
  • – Sauerstoffkonzentrator K1
  • – Dosiereinheit D1 für Desinfizier- und Geruchsstoffe
  • – Innenmessfühler M13 für Temperatur, M12 für Luftfeuchtigkeit, M10 für O2- und M11 für CO2-Konzentration
  • – Messfühler M15 für Außentemperatur und M14 für Ozonkonzentration
  • – Steuereinrichtung S1 mit Stellglied X1
  • – Überdruckregler Ü1
  • – Ventilator V1
  • – Sicherheitsbelüftungsöffnung Ö1

Das Blockschaltbild nach 1 zeigt den schematischen Aufbau einer mit diesen Funktions- und Bauelementen komplettierten Klimaeinrichtung für einen Ruhe- und/oder Schlafraum, die als Modulsegmentwand ausgeführt werden kann. Eine ins Detail gehende Funktionsbeschreibung erfolgt nicht, da diese für den Fachmann hinreichend bekannt sind. Grundsätzlich gilt, dass alle Parametereingaben oder Wahlfunktionen über die mikroprozessgestützte Steuereinrichtung S1 den individuellen Bedürfnisse der Benutzer in den zulässigen Bereichen angepaßt werden und die Klimaeinrichtung entsprechend der Modulwandstruktur auf einen relativ luftdicht abgeschlossenen Raum einwirkt.

Zur Optimierung der Schlafatmosphäre in dem abgegrenzten Ruhe- und/oder Schlafraum können in den Modulsegmenten zur Erzeugung eines Gefühls der Behaglichkeit Beschallungseinrichtungen und Einrichtungen zur Helligkeitsregelung angeordnet sein, die ebenfalls mit der Steuereinrichtung S1 wirkverbunden sind.

Für die einzelnen Funktionsgruppen sind in jedem Modulsegment die notwendigen Belüftungskanäle, Anschlußrohre für die Heizung und Kühlung und ein Leerkanal für die Leitungen der Stromversorgung und für die Leitungen der Mess-, Steuer- und Regelungssysteme integriert. Die Schnittstellenanschlüsse für diese Kanal- und Leitungssysteme befinden sich symmetrisch auf jeder Modullängsseite in gleichen Koordinatenpunkten.

Damit ist sichergestellt, dass die Anordnung der Module zueinander entsprechend den jeweiligen Gegebenheiten am Aufstellort beliebig variiert werden kann. Die Kopplung der Rohr-, Strom- und Steuerleitungen erfolgt funktionsbezogen über lösbare Einfach- oder Mehrfachstecker, Steck- und Schraubverbindungen (beispielsweise Doppelkegel- oder Schneidringverschraubungen u. ä.).

Analog der Austauschfunktion der Modulsegmente sind innerhalb der Leermodule und bezogen auf die vorbestimmten Anschlußschnittstellen die gleichen Versorgungskanäle und Leitungssysteme angeordnet, wobei freie Rohranschlüsse und Leitungen durch Blendverschlüsse und Abdeckblenden gesichert werden.

Neben der Verwendung von Leermodule sind für einen ausreichenden luftdichten Deckenanschluß an der Oberseite der einzelnen Module ausstell- oder aufsetzbare Abschlußelemente mit elastischen Abdichtungen vorgesehen.

Die Modulsegmentwand mit den Funktionsgruppen der Klimaeinrichtung umfaßt gleichzeitig ein Türmodulsegment mit luftdichtem Türverschluß. Innerhalb dieses Modulsegmentes befinden sich die gleichen Versorgungskanäle und Leitungssysteme mit den gleichen Schnittstellenanschlüssen wie in einem Leermodulsegment. Ihr Verlauf ist hierbei der Türöffnung angepaßt.

Im Zusammenwirken der Modulwand mit dichten Fensterverschlüssen kann so ein relativ luftdicht abgeschotteter klimatisierter Ruhe- und/oder Schlafbereich geschaffen werden. Der atmosphärische Luftaustausch erfolgt mit geringen Überdruck, reguliert durch den Überdruckregler Ü1, über die Klimaeinrichtung. Für den Fall, dass diese außer Betrieb ist, ist der Zuluftkanal mit einer automatisch öffnender Lüftungsklappe (Öffnung Ö1) ausgerüstet. Im geschlossenen Zustand wird dazu die Lüftungsklappe pneumatisch, hydraulich, magnetisch oder mechanisch durch Gewicht oder Federspannung unter Vorspannung gehalten.

Über die Lüftungsklappe erfolgt gleichermaßen die Regulierung des Rauminnendruckes. Dazu ist die Steuereinrichtung S1 mit einem Überdruckregler Ü1 wirkverbunden (s. Blockschaltbild gemäß 1).

Ein weiteres unabhängig von der Steuereinrichtung wirkendes Sicherheitssystem hebt die Wirkung als luftdicht abgeschotteter Bereich auf.

Die Überwachung des Sauerstoffgehaltes und der Kohlendioxydkonzentration erfolgt mit den Messfühlern M10 und M11. Über Steuerbefehle von der Steuereinrichtung S1 wird der Sauerstoffkonzentrator K1 und das Stellglied X1 angesteuert. Der Sauerstoffanteil ist dabei im Bereich der Bedingungen für eine optimale Regenerierung regelbar.

Die Regelung des Kohlendioxydgehaltes erfolgt analog über den Luftaustausch der Klimaeinrichtung, bei erhöhten CO2-Werten durch Zufuhr gefilterter Frischluft über den Ventilator V1 und bei Ausfall der Klimaeinrichtung mittels der sich automatisch öffnenden Lüftungsklappe Ö1 in Verbindung mit der aufgehobenen luftdichten Abgeschlossenheit des Raumes.

Der Messfühler M14 erfasst die Ozonkonzentration in der Frischluft L1. Die Messwerte werden kontinuierlich von der Steuereinrichtung S1 überprüft. Überschreiten die Ozonwerte den zulässigen Grenzwert, so wird der Ozonvernichter O1 aktiviert.

Die Messfühler M13 und M15 erfassen die Schlafraum- und Außentemperatur und über den Messfühler M12 die Luftfeuchte im Schlafraum. Entsprechend der erfaßten Messwerte und dem Soll-Ist-Vergleich werden über die Steuereinrichtung S1 die Klimaanlage K2 und der Luftbe- und Entfeuchter B1 geregelt.

Alle Regelungen können durch Parametereingaben oder Wahlfunktionen über die Steuereinrichtung S1 den individuellen Bedürfnissen der Benutzer in zulässigen Bereichen angepasst werden.

Die Klimaeinrichtung in Modulbauweise kann in jeden Raum paneelenartig vor einer vorhandenen Raumwand aufgestellt und mit dieser verankert (verdübelt) oder als abgehängte Zwischendecke o.ä. montiert werden. Ebenso kann sie als freistehende nichttragende Trennwand mit/ohne raumgestaltende Funktion aufgestellt und so eine räumliche Trennung zwischen dem Ruhe- und/oder Schlafbereich und einem Um- und Ankleidebereich schaffen. Die Klimaeinrichtung in Modulbauweise kann in Neu- und Altbauten ohne größeren Aufwand eingebaut werden. Bauliche Veränderungen am Baukörper werden dabei weitgehend vermieden. Spätere Umbauten oder ein Umsetzen in andere Räume ist daher ohne weiteres möglich.

Letztendlich können die Module extern auf Lager oder auch objektbezogen rationell und kostensparend gefertigt werden.

Nachfolgend werden die konstruktiven Merkmale der Modulsegmente an Hand einzelner Prinzipdarstellungen nochmals verdeutlicht. Neben den in 1 dargestellten Blockschaltbild zeigen:

2: ein Modulsegment mit Steuereinrichtung, Dosiereinheit und Messfühlern,

3: ein Modulsegment mit Zusatzheizung/Kühlung,

4: ein Modulsegment mit luftdicht abschließender Tür,

5: die Abdichtung der Stoßfugen in drei Varianten a, b und c.

Die verschiedenen Modulelemente nach 2 bis 4 sind Teil eines frei komplementierbaren Modulsystems unterschiedlichen Rastermasses, Gehrungswinkel und äußerer Formgestaltung durch deren Aufbau und räumliche Anordnung die geregelte Transmission zur Erzeugung der im Rauminneren gewünschten Regenerierungsatmosphäre hergestellt ist. Sie enthalten einen Leerkanal für die Strom-, Mess- und Steuerleitungen, die Versorgungskanäle für Frisch- und Abluft und die Vor- und Rücklaufleitungen für ein Heiz-/Kühlsystem. Ihre Kopplung erfolgt an definierten Übergabepunkten (Schnittstellen), die sich symmetrisch an den Längsseiten der Module befinden. Im oberen Bereich der Module befinden sich die Öffnungen für die Zuluft und im unteren Bereich die Öffnungen für die Abluft.

Je nach Funktion sind diese Modulsegmente schall- und wärmeisoliert.

Die Funktionselemente, wie Filtersysteme, Ozonvernichter, Sauerstofferzeuger, Klimaanlage mit Luftbe- und entfeuchter, Ventilatoren und Überdruckregler sind einzeln oder als Blackbox vorrangig in den extern installierten Modulsegment(en) wegen eventuell vorhandener Geräusche angeordnet. Die Verbindung zwischen den extern installierten Modulsegment(en) erfolgt mittels vorstehend beschriebener Versorgungskanäle und Leitungssysteme.

Zur Gewährleistung einer ausreichenden Stabilität sind die Wandflächen durch strahlenförmig oder wabenartige Versteifungen verstärkt.

Die einzelnen Modulsegmente werden unkompliziert zu einem luftdicht abgeschlossen Verbund, im nachfolgenden als Wand ausgebildet, zusammengefügt.

In den Stoßfugen 1.0 zwischen den Modulsegmenten 1 sowie im Boden- und Deckenbereich sind Pressdichtungen 2, beispielsweise in Form einer Schaumstoffplatte vorgesehen.

In 5 werden drei weitere Varianten einer Abdichtung der Stoßfugen 1.0 im Schnitt dargestellt. Die Variante „a" zeigt eine Abdichtung mit wechselseitig an den Modulen 1, 1' befestigten Rundringen 2.1, 2.1' und eine die Stoßfuge 1.0 flächenbündig überdeckenden Abdeckblende 4.1, 4.1'. In Variante „b" erfolgt die Abdichtung der Stoßfuge 1.0 durch Lippendichtelemente 2.2, 2.2' und die Abdeckung der Stoßfuge 1.0 durch wechselseitig an den Modulen 1, 1' angeordnete Abdeckleisten 4.2, 4.2'. In Variante „c" erfolgt eine mittige Zentrierung der Modulsegmente 1, 1' zueinander über ein konische Nut 3.1 und Konusleiste 3.2, wobei Flachdichtungen 2.3 aus Schaumstoff, Plast- oder Gummiplatten zwischen den plan zueinander liegenden Stoßflächen oder den Konusflächen erfolgt. Die Stoßfuge 1.0 wird wiederum durch bündige Abdeckblende 4.1, 4.1' geschlossen.

Für den Höhenausgleich sind alle Modulsegmente 1 im oberen Teil zusätzlich mit vertikal ausziehbaren Blendrahmen 5 ausgestattet. Damit kann die Modulwand ausreichend luftdicht an der Decke des Baukörper angeschlossen werden.

Die Befestigung der Modulsegmente 1, 1.1, 1.2 und 1.3 untereinander erfolgt mittels selbstarretierender und zentrierender Steck- und/oder Schraubverbindungen 3, wie sie in den 2 bis 4 markiert sind.

Das Modulsegment 1 mit eingebauter Steuereinrichtung S1, Dosiereinheit D1 und Messfühlern M10–M13 nach 2 enthält, wie das Leeremodulsegment, die Anschlussmuffe 11 für den Frischluftkanal 6, die Anschlussmuffe 12 für den Abluftkanal 7, die Rohranschlüsse 14 und 15 für den Vorlauf 9 und Rücklauf 10 der Zusatzheizung und Kühlung und den Leerkanal 8 mit der Anschlussmuffe 13 für die Strom-, Mess- und Steuerleitungen der Steuereinrichtung S1 und der Dosiereinheit D1. Der Leerkanal 8 ist innerhalb des Modulsegmentes als Ringkanal 8.1 ausgebildet, so dass alle flexiblen Leitungen bis an die einzelnen im Modulsegment 1 eingebaute Funktionsgruppe, hier die Steuereinrichtung S1 mit Dosiereinheit D1 und Messfühler M10 bis M13, herangeführt werden können. Dieser Leerkanal 8 erleichtert so die Montage oder Reparatur der verlegten Leitungen.

Die Kopplung der Kanäle 6, 7 und 8 sowie der Vor- und Rücklaufleitung 9 und 10 mit den Nachbarmodulen erfolgt an den definierten Übergabepunkten, wie dargestellt. Die Messfühler M10, M11, M12 und M13 sind auf den Ruhe- und Schlafbereich gerichtet. Ebenso sind auf der Schlafraumseite die Bedienelemente (hier nicht dargestellt) angeordnet. Die Regelfähigkeit mittels einer Fernbedienung (z.B. IR-Fernbedienung) ist optional vorgesehen.

Die Dosiereinheit D1 ist über einen Anschlußkanal 18 mit dem Frischluftkanal 6 verbunden. Etwaig zugegebene Desinfizier- und Geruchsstoffe werden so gleichmäßig mit der Frischluft über die Austrittsöffnungen 6.1 aller zusammengekoppelten Modulsegmente 1 in den Schlafraum verteilt. Die Ableitung der verbrauchten Luft erfolgt über die Abluftöffnungen 7.1 in den Abluftkanal 7 und von dort über einen Wärmeaustauscher in der Klimaanlage K2 und einem von der Steuereinrichtung S1 angesteuerten Überdruckregler Ü1 (s. Blockschaltbild, 1) in die freie Atmosphäre.

Ein Modulsegment 1 mit eingebauter Zusatzheizung/Kühlung zeigt 3.

Bei dieser Modulvariante ist das Modulsegment 1 mit einem Wärmeaustauscher 17 ausgerüstet, der über die Steuereinrichtung S1, mit der Klimaeinrichtung als Zusatzheizung oder Kühlung wirkverbunden ist. Damit die gewünschte Leistung des Wärmeaustauschers 17 verlustarm auf den Innenraum übertragen wird, ist die abgewandte Modulseite isoliert.

4 zeigt das Modulsegment 1 für den Eingangsbereich mit luftdicht abschließender Tür 16. Dieses Modulsegment 1 enthält, wie die übrigen Modulsegmente, die Kanäle 6 und 7 für die Luftversorgung, einen direkt durchgehenden Leerkanal 8 und die Vor- und Rücklaufrohrleitung 9 und 10. Der Abluftkanal 7 wird hier um die Türeinfassung geführt.

Allgemein wird als Endteil der zu errichtenden Modulwand ein Leermodulsegment geringen Rastermaßes eingesetzt, dass fest mit der Umgebungswand verankert ist. Über diese Leermodulsegmente kann zugleich die Wandbaulänge variiert werden.

Neben dem Modulsegment 1.1 mit dem Steuereinrichtung S1 nach 2 wird wahlweise in der bereits beschriebene Form das Modulsegment 1.3 für den Eingangsbereich mit luftdicht abschließender Tür 16 nach 4 oder das Modulsegment 1.2 mit der eingebauter Zusatzheizung/Kühlung gemäß 3 eingefügt.

Die Anzahl benötigter Elemente für Zusatzheizung/Kühlung ergeben sich nach Berechnungen aus den örtlichen Gegebenheiten.

Den Abschluss im Wandaufbau können wiederum Leermodule bilden. Durch die Gehrungswinkel ist eine flexible Gestaltung der Modulwand möglich.

Die unterschiedliche Deckenverläufe werden durch den ausziehbaren Blendrahmen 5 ausgeglichen. An Stelle eines solchen Blendrahmen kann auch eine aufsetzbare Abdeckplatte aufgeschraubt sein.

Der durch die Modulwand klimatisch und luftdicht begrenzte Raum ist sicherheitstechnisch durch zwei unabhängig voneinander wirkende Systeme, wie bereits vorstehend beschrieben, gesichert.

1
Modulsegment
1.0
Stoßfuge
1.1
Modulsegment mit Steuereinrichtung
1.2
Modulsegment mit Wärmeaustauscher
1.3
Modulsegment mit Tür
2
Pressdichtung
2.1
Rundring
2.2
Lippendichtleiste
2.3
Flachdichtung
3
Steck-, Schraubverbindung
3.1
Nut
3.2
Konusleiste
4
Fugenabdeckung
4.1
Abdeckblende
4.2
Abdeckleiste
5
Blendrahmen
6
Frischluftkanal
6.1
Austrittöffnung
7
Abluftkanal
7.1
Abluftöffnung
8
Leerkanal
8.1
Ringkanal
9
Vorlaufrohr
10
Rücklaufrohr
11
Steckmuffe
12
Steckmuffe
13
Steckmuffe
14
Steckverbindungen
15
Schraubverbindung
16
Tür
17
Wärmeaustauscher
18
Anschlusskanal


Anspruch[de]
Klimaeinrichtung für bewohnbare Räume, insbesondere für Ruhe- und/oder Schlafräume mit einem klimatisch begrenzten Bereich, gekennzeichnet dadurch, dass sich die Klimaeinrichtung aus einer endlichen Anzahl untereinander andockbarer schall- und wärmeisolierter Modulsegmente (1) besteht, in denen die für eine Klimaerzeugung ausgewählten Funktionsgruppen eingebaut sind und die in dem vorgesehenen Raum paneelenartige als Vorstell- oder raumteilende nichttragende Trennwand montiert sind und so einen klimatisierten Bereich nach Außen luftdicht begrenzen und dass in jedem Modulsegment (1) für die einzelnen Funktionsgruppen die Frischluft- und Abluftkanäle (6; 7), die Vor- und Rücklaufrohre (9; 10) für die Heizung und Kühlung und ein Leerkanal (8) für die Leitungen der Stromversorgung und für die Meß-, Steuer- und Regelungssysteme integriert sind, wobei sich die Anschlußpunkte dieser Kanal- und Leitungssysteme zwischen den einzelnen Modulsegmenten (1) symmetrisch auf jeder Modullängsseite in den gleichen Koordinatenpunkten befinden und dass zur Abdichtung der Stoßfugen (1.0) und dem Wand- und Deckenanschluß Pressdichtungen (2) vorgesehen sind. Klimaeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Modulsegment (1.1) die Systemsteuerung der Klimaeinrichtung, in mindestens einem weiteren Modulsegment (1.2) ein Wärmeaustauscher (17) für eine Klimaanlage (K2) und in mindestens einem Modulsegment (1.3) eine luftdicht abschließende Tür (16) angeordnet ist und dass funktionslose Modulsegmente als Leermodulsegmente Durchgangsleitungen und Durchgangskanäle für die Versorgungsleitungen und Kanäle (6, 7, 8, 9, 10) aufweisen. Klimaeinrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass für den Anschluß an seitlichen Wandflächen und den Deckenbereich formgeometrisch angepasste Leermodulsegmente vorgesehen sind. Klimaeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kopplung des Frischluft- und Abluftkanales (6, 7), der Vor- und Rücklaufrohre (9, 10), des Leerkanales (8) und der Strom- und Steuerleitungen zwischen den Modulsegmenten (1.1, 1.2, 1.3) funktionsbezogen über lösbare Einfach- oder Mehrfachstecker, Steck- und Schraubverbindungen (14, 15), vorzugsweise mittels Doppelkegel- oder Schneidringverschraubungen und Steckmuffen (11, 12, 13), erfolgt. Klimaeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass für den luftdichten Anschluß an die seitlichen Wandflächen und die Decke an den Modulsegmente (1) ansetzbare oder aus dem Modulsegment (1) ausziehbare Anschlußblenden oder Blendrahmen (5) vorgesehen sind. Klimaeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Preßdichtung Rundringe (2.1), Lippendichtleisten (2.2), Flachdichtungen (2.3) oder Schaumstoffpackungen zur Anwendung kommen. Klimaeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Leerkanal (8) als Ringkanal (8.1) ausgeführt ist. Klimaeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung der Stoßfugen (1.1) durch bündig überlappende wechselseitig an den Modulsegmenten (1) angebrachten Abdeckleisten (4.2) oder durch bündig eingelassene selbstklemmende, aufgeklebte oder angeschraubte Abdeckblenden (4.1) erfolgt. Klimaeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung der Modulesegmente (1) untereinander mittels selbstzentrierender arretierbarer Steck- und/oder Schraubverbindungen (3) erfolgt. Klimaeinrichtung nach Anspruch 1 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass als Steckverbindung eine Nut/Konusleiste (3.1, 3.2) vorgesehen ist. Klimaeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in der Klimaeinrichtung mindestens eine durch ein Überdruckventil (Ü1) angesteuerte Lüftungsklappe (Ö1) vorhanden ist.






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