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Dokumentenidentifikation DE202006004884U1 06.09.2007
Titel Solarluftreiniger
Anmelder Bitterolf, Ulrich, Dipl.-Ing., 87435 Kempten, DE
DE-Aktenzeichen 202006004884
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 06.09.2007
Registration date 02.08.2007
Application date from patent application 28.03.2006
IPC-Hauptklasse F24F 3/16(2006.01)A, F, I, 20060328, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F24F 7/007(2006.01)A, L, I, 20060328, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Ein Luftreiniger hat die Aufgabe, die Umgebungsluft von Ruß, Staub, Pollen, Staubpartikeln und andere Bestandteilen der Luft zu reinigen. Die Partikel der Luft können durch verschiedene technische Verfahren gebunden werden. Beispielhaft seien folgende Verfahren aufgeführt:

Elektrostatische Aufladung, der Staub wird durch hohe elektrische Spannungen angezogen. Feuchtigkeitsreinigung, die Luft wird durch Flüssigkeiten geleitet, wobei sich der Staub mit der Flüssigkeit bindet.

Filterreinigung, die Luft wird durch eine Filteranordnung geblasen, die die Partikel herausfiltert.

Die Energieversorgung der genannten Luftreiniger erfolgt durch Netzbetrieb.

Luftreiniger, bei denen die elektrische Energieversorgung mit Solarzellen erfolgt, sind bereits aus den Anmeldungen JP-11180141 und DE-20219080.3 bekannt.

Die Kabelverbindung zwischen Solarmodul und Gehäuse findet dabei außen liegend statt wie in JP-11180141 sichtbar und auch der Anmeldung DE-20219080.3 muss die Kabelverbindung außen liegend erfolgen, wobei das Kabel ungeschützt vor mechanischen Einwirkungen verlegt ist. Zusätzlich sind die Solarmodule bei der Anmeldung DE-20219080.3 nicht drehbar angeordnet und können damit nur optimal zur Sonne ausgerichtet werden, wenn das gesamte Gerät verdreht wird.

Der im Schutzanspruch 1 angegebenen Erfindung liegt das Problem zugrunde, einen Solarluftreiniger zu schaffen, der ein bewegliches Solarmodul besitzt, das stets optimal zur Sonne ausgerichtet werden kann, ohne das das Gehäuse selbst bewegt wird und zum andern keine anfällige, außengeführte Kabelverbindung aufweist.

Dieses Problem wird mit den im Schutzanspruch 1 aufgeführten Merkmalen gelöst.

Mit der Erfindung wird erreicht, dass der Solarluftreiniger eine robuste, von außen unsichtbare elektrische Verbindung zwischen Solarmodul und Luftreinigergehäuse hat und das Solarmodul dennoch beweglich bleibt, um es zur Energieerzeugung entsprechend der Sonneneinstrahlung auszurichten.

Die Verbindung kann beispielsweise durch einen flexibeln Schlauch oder ein Drehgelenk erfolgen. Es ist ebenfalls möglich die Verbindung selbst als elektrischen Leiter zu nutzen, indem man beispielsweise die leitende Außenhülle als Masse nutzt und innen eine Sehne hat, die als Phase dient.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Schutzansprüchen 2-6 gegeben.

Eine Weiterbildung nach Schutzanspruch 2 hat den Vorteil, dass die Stromleitungen zusätzlich geschützt sind. Durch ein Drehen des Solarmoduls verdrehen sich auch die Stromleitungen. Erfolgt dies mehrmals verkürzen sich die Leitungen und die Kontakte können abreißen, was zum Defekt des Gerätes führt. Dies wird durch eine Vorrichtung oder einen Anschlag am Drehgelenk verhindert.

Eine Weiterbildung nach Schutzanspruch 3 hat den Vorteil, dass bei schlechten Lichtverhältnissen der Luftreiniger dennoch, durch ein Netzteil, betrieben werden kann.

Eine Weiterbildung nach Schutzanspruch 4 hat den Vorteil, dass der gesamte Wirkungsgrad des Luftreinigers verbessert wird. Durch den Lufteinlass vorne und Luftauslass hinten hat die Luft strömungstechnisch einen geraden Weg ohne Umleitungen. Damit minimieren sich Strömungsverluste und Schallemissionen. Zum andern wird die hinten ausgeblasene, gereinigte Luft nicht wieder vorne eingezogen. So ist gewährleistet, dass stets normale, verstaubte Raumluft in den Luftreiniger gelangt.

Eine Weiterbildung nach Schutzanspruch 5 hat den Vorteil, dass das Gerät sicher steht. Das Solarmodul kann je nach Gewicht und Stellung den Schwerpunkt des Gerätes weit nach außen lagern und das Gerät zum Kippen bringen. Der Standfuß oder auch die Unterseite des Gehäuses, wenn man auf den Standfuß verzichtet, ist so zu dimensionieren, das bei jeder beliebigen Position des Solarmoduls ein sicherer Stand gewährleistet ist.

Eine Weiterbildung nach Schutzanspruch 6 hat den Vorteil, dass das Gerät nicht nur als Luftreiniger sondern auch als Lüfter betrieben werden kann. An beispielsweise sehr warmen und schwülen Tagen sind die Fenster in Räumen meist geöffnet. Bei geöffneten Fenstern macht eine Luftreinigung jedoch keinen Sinn, da Partikel von außen viel schneller in die Räume gelangt, als ein Luftreiniger sie absaugen kann. An solchen Tagen ist es jedoch wünschenswert, dass die Luft zusätzlich zirkuliert wird. Mit einem Umschalter von Luftreinigung auf Gebläse wird die Drehrichtung umgekehrt. Der Filter kann jetzt herausgenommen werden und das Gerät wird als reines Gebläse verwendet, welches für zusätzliche Frischluft und Kühlung sorgt.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der 1 bis 3 erläutet.

Als technisches Reinigungsverfahren der Luft wird die Luftreinigung durch Filterreinigung beschrieben. Die 1 zeigt den gesamten Luftreiniger.

Das Luftreinigergehäuse 1 steht auf dem Standfuß 2. Am Gehäuse 1 ist durch den flexiblen Schlauch 3, das Solarmodul 4 dreh- und kippbar befestigt.

Der flexible Schlauch 3 ist starr genug, um das Gewicht des Solarmoduls 4 zu halten. Innerhalb des Schlauches 3 sind die Stromleitungen geführt, die im Solarmodul 4 erzeugte elektrische Energie zum Lüftermotor 5 überträgt. Die Stromleitungen sind damit vor mechanischen Beanspruchungen geschützt und nicht sichtbar.

Der Lüftermotor 5 saugt die Luft an und presst Sie durch den Filter 6. Die gereinigte Luft entweicht durch die Lüftungsschlitze 7. Der Filter 6 wird durch die Öffnung 8 gewechselt.

Der Schwerpunkt des Gerätes ändert sich durch das Verstellen des Solarmoduls 4. Der Standfuß 2 ist so ausgelegt, das das Gerät unabhängig der Modulstellung sicher steht und nicht kippt.

Die 2 zeigt den Lüfter in der Rückansicht.

Durch den Schalter 9 kann die Drehrichtung des Lüftermotors 5 umgedreht werden. Aus dem Luftreiniger, der die Luft ansaugt wird ein Gebläse. Das der bereits eingesaugte Staub nicht wieder ausgeblasen wird, kann der Gebläsebetrieb erst erfolgen, wenn zuvor der Filter 6 entfernt ist. Ein zusätzlicher innen liegender Schalter ermöglicht diese Umschaltung nur wenn der Filter 6 entfernt ist.

Die elektrische Energieversorgung für den Lüftermotor 5 kann durch die Steckdose 10 im Netzbetrieb erfolgen, wenn die Lichtverhältnisse für einen Solarbetrieb nicht ausreichen.

Die 3 zeigt die Kabelverbindung vom Solarmodul 4 zum Gehäuse 1 im Schnitt.

Der flexible Schlauch 3 verbindet das Solarmodul 4 mit dem Gehäuse 1. Durch den beweglichen Schlauch 3 kann das Solarmodul entsprechend der Sonneneinstrahlung ausgerichtet werden. Innerhalb des Schlauches 3 sind die Stromkabel 11 geführt. Die Stromkabel 11 sind damit mechanisch geschützt. Die Enden der Kabel 11 werden an den entsprechenden Anschlussstellen angeklemmt oder verlötet.


Anspruch[de]
Solarluftreiniger dadurch gekennzeichnet, dass, die elektrische Verbindung, von dem in mindestens zwei Freiheitsgraden schwenkbarem Solarmodul (4) zu dem Luftreinigergehäuse (1), innerhalb der Verbindung (3) erfolgt, in der das Solarmodul (4) mit dem Luftreinigergehäuse (1) mechanisch verbunden ist. Solarluftreiniger nach Schutzanspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass, die bewegliche Verbindung (3) in der die Stromkabel (11) geführt sind, mit einer Vorrichtung ausgestattet ist, die ein wiederholtes Verdrehen der Stromkabel (11) verhindert. Solarluftreiniger nach Schutzanspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass das Gerät mit einem Stecker (10) für den Netzbetrieb ausgestattet ist. Solarluftreiniger nach Schutzanspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (1) so beschaffen ist, dass der Lufteinlass an der Vorderseite des Gerätes und der Luftauslass an der Hinterseite angeordnet ist. Solarluftreiniger nach Schutzanspruch 1 dadurch gekennzeichnet, das Gerät mit einem Standfuß (2) ausgestattet ist, der ein Kippen durch das Drehen oder Schwenken des Solarmoduls (4) verhindert. Solarluftreiniger nach Schutzanspruch 1 dadurch gekennzeichnet, das das Gerät mit einem Schalter (9) ausgestattet ist, der die Drehrichtung des Lüftermotors (5) von ansaugen auf ausblasen umdreht.






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