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Dokumentenidentifikation DE202006019976U1 06.09.2007
Titel Schaftunterzug für eine Webmaschine
Anmelder Sultex Limited, Rüti, CH
Vertreter Kohler Schmid Möbus Patentanwälte, 70565 Stuttgart
DE-Aktenzeichen 202006019976
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 06.09.2007
Registration date 02.08.2007
Application date from patent application 08.04.2006
File number of patent application claimed 10 2006 016 713.9
IPC-Hauptklasse D03D 49/02(2006.01)A, F, I, 20070417, B, H, DE
IPC-Nebenklasse D03C 1/14(2006.01)A, L, I, 20070417, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Schaftunterzüge von Webmaschinen nehmen die Antriebsmittel für die Webschäfte auf. Sie bestehen in der Regel aus am Gestell der Webmaschine befestigten Aufnahmen und Führungen für Hebel, Umlenkhebel, Schubstangen und anderen Fachbildemitteln, mit denen die Webschäfte auf und ab bewegt werden können. Im allgemeinen sind die Schaftunterzüge dabei nicht standardisiert, sondern auf die bei der jeweiligen Webmaschine eingesetzte Fachbildemaschine ausgelegt.

Die mechanische Stabilität einer Webmaschine wird von deren Gestell erzeugt, wobei die Gestelle von zwei Seitenwänden, die über mehrere Querträger miteinander verbunden sind, gebildet werden.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Schaftunterzug einer Webmaschine derart auszubilden, dass er zumindest weitgehend unabhängig vom verwendeten Antrieb für die Fachbildemittel ist und den Aufbau der Webmaschine insgesamt vereinfacht.

Die Aufgabe wird mit einem Schaftunterzug für eine Webmaschine gelöst, der dadurch gekennzeichnet ist, dass er als Träger ausgebildet ist, der den tragenden Teil des Gestells der Webmaschine in deren Längsrichtung bildet und an dem die Seitenwände des Gestells befestigbar sind.

Der erfindungsgemäße Schaftunterzug bildet einen Teil des tragenden Gestells und vereinfacht dadurch den Aufbau der Webmaschine. Er ist jetzt nicht mehr ein zusätzliches, am Gestell zu befestigendes Bauteil. Vorzugsweise kann er sogar als einziger eine statische Funktion in Längsrichtung der Webmaschine ausübender Träger ausgebildet sein. Das Gestell der Webmaschine wird dann allein durch den Schaftunterzug und die Seitenwände gebildet.

Die hohe Stabilität des Schaftunterzugs ermöglicht es auch, ihn so auszugestalten, dass er unterschiedliche Arten von Antrieben für die Webschäfte aufnehmen kann. Er lässt sich damit als eigenständige Baugruppe völlig unabhängig von der Fachbildemaschine und den anderen Teilen der Webmaschine herstellen, wobei zu seiner Herstellung auch keine besonderen Spezialkenntnisse und Erfahrungen mit dem Antrieb der Webschäfte einer Webmaschine erforderlich sind. Die Herstellungsstätten für den Schaftunterzug und für die Fachbildemittel und deren Antrieb können daher verschieden sein. Webmaschinen mit unterschiedlichen Fachbildemaschinen können außerdem immer mit dem gleichen Schaftunterzug ausgestattet werden, wodurch die Produktion der Webmaschinen vereinfacht und kostengünstiger gestaltet werden kann.

Bei einer bevorzugten Ausgestaltung können die Seitenwände des Gestells derart am Schaftunterzug befestigbar sein, dass er mindestens über eine der Seitenwände vorsteht. Vorzugsweise kann an dem über die mindestens eine Seitenwand überstehenden Bereich des Schaftunterzugs der Antrieb und/oder das Getriebe einer Fachbildemaschine befestigbar sein. Die Antriebskräfte lassen sich über Umlenkhebel oder andere Elemente über den Schaftunterzug auf mit den Webschäften verbundene Übertragungselemente übertragen. Der vorstehende Bereich eignet sich außerdem zur Aufnahme von anderen Maschinenaggregaten, die außerhalb des Webfachs angeordnet sein müssen.

Die Seitenwände können jedoch auch beide an den Stirnseiten des Schaftunterzugs befestigt werden. Fachbildemaschinen lassen sich dann mittels Adaptern mit dem Schaftunterzug verbinden.

Als Fachbildemaschinen kommen alle Antriebskonzepte für Fachbildemittel von Webmaschinen infrage. Vorzugsweise kann die Fachbildemaschine eine Schaftmaschine oder eine Exzentermaschine sein.

Des Weiteren kann der Schaftunterzug Befestigungseinrichtungen für Umlenk- und/oder Antriebselemente und/oder mit den Webschäften verbundene Übertragungselemente aufweisen. Dabei ist es von besonderem Vorteil, wenn er mit standardisierten Befestigungseinrichtungen für verschiedene Antriebe, Umlenkelemente, Antriebselemente und Übertragungselemente versehen ist. Dies ermöglicht, ihn unverändert für Webmaschinen mit unterschiedlichen Fachbildemaschinen einzusetzen.

Die Ausgestaltung des Schaftunterzugs als Träger ist auf unterschiedliche Weise möglich. Vorzugsweise kann er als Hohlprofil-Träger ausgebildet sein. Er erhält dadurch die notwendige Stabilität bei relativ geringem Gewicht. Außerdem kann der innere Hohlraum der Aufnahme und Befestigung von Fachbildemitteln dienen.

Diese Aufnahme von Fachbildemitteln lässt sich insbesondere dann günstig gestalten, wenn der Schaftunterzug einen viereckigen Querschnitt aufweist. Bei Ausgestaltung des Schaftunterzugs mit einem viereckigen Hohlprofil-Träger lässt sich dieser auch durch Zusammenschweißen von vier plattenförmigen Elementen oder von zwei U-Profilen bilden.

Weitere Vorteile ergeben sich, wenn eine der Stirnseiten des Trägers eine Standardschnittstelle für Fachbildemaschinen aufweist. Diese Schnittstelle kann beispielsweise eine mit einem Lochraster versehene Platte sein. Außerdem kann zumindest ein Teil der Seitenwände des Trägers Montage- und Serviceöffnungen aufweisen. Die Antriebs- und Übertragungselemente lassen sich in oder am Träger sowie quer durch diesen hindurchführen.

Zur Erhöhung der Stabilität kann der Träger außerdem mit Verstärkungsrippen versehen sein.

Nachfolgend wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Schaftunterzugs anhand der Zeichnung näher beschrieben.

Die einzige Figur zeigt in der Seitenansicht einen als Träger ausgebildeten Schaftunterzug 10, an dem Seitenwände 11, 12 einer ansonsten nicht näher dargestellten Webmaschine befestigt sind. Der Schaftunterzug 10 und die Seitenwände 11, 12 bilden das Gestell der Webmaschine. Während die Seitenwand 12 am äußeren rechten Ende des Schaftunterzugs 10 befestigt ist, überragt der Schaftunterzug 10 die Seitenwand 11 seitlich. An dem seitlich über die Seitenwand 11 überstehenden Bereich 10.1 kann eine Fachbildemaschine 13, die beispielsweise eine Schaftmaschine oder eine Exzentermaschine sein kann, befestigt werden. Zur Übertragung der Antriebskräfte der nicht zur Baugruppe gehörenden Fachbildemaschine 13 auf hier nicht dargestellte Webschäfte ist ein Hebel 14 vorgesehen, der an einer Schubstange 15 auf der Unterseite des Schaftunterzugs 10 angreift, die auch innerhalb es Schaftunterzugs 10 geführt sein kann. Die Schubstange 15 ist im dargestellten Beispiel an einem Hebel 16 gelenkig am Schaftunterzug 10 gelagert, der aber auch weggelassen werden könnte. An ihren Enden sind Umlenkhebel 17, 18 gelenkig angeordnet, die die Horizontalbewegung der Schubstange 15 in eine Vertikalbewegung von Antriebselementen 19, 20 übersetzen, die am anderen Ende der Umlenkhebel 17,18 angelenkt sind. Die Antriebselemente 19, 20, die ebenso wie die Umlenkhebel 17, 18 im Inneren des als Hohlprofil-Träger ausgebildeten Schaftunterzugs 10 angeordnet sind, ragen über die Oberseite des Schaftunterzugs 10 vor und sind dort mit Haken 21, 22 als Schnellverbindung versehen, an denen nicht gezeigte Übertragungselemente befestigt werden können, die mit den Webschäften verbunden sind und deren Hubbewegung durch Übertragung der Bewegung der Antriebselemente 19, 20 auslösen.

In den Seitenwänden des Schaftunterzugs sind mehrere Service- und Montageöffnungen 23 bis 27 vorgesehen, die die Montage und Wartung von Fachbildemitteln wie den Umlenkhebeln 17, 18 und den Antriebselementen 19, 20 am Schaftunterzug 10 ermöglichen. Diese Öffnungen 23 bis 27 können in einem standardisierten Raster vorgesehen sein, sodass der Schaftunterzug 10 auch für Webmaschinen mit anderen Fachbildemaschinen 13 und/oder Webschaft-Konfigurationen eingesetzt werden kann.

Der Schaftunterzug 10 kann als reiner Träger oder bereits versehen mit der Schubstange 15, den Umlenkhebeln 17, 18 und den Antriebselementen 19, 20 eine Baugruppe bilden, an der für die jeweils herzustellende Webmaschine die entsprechenden Seitenwände 11, 12, die Fachbildemaschine 13, die Webschäfte und alle anderen Aggregate angebaut werden können.


Anspruch[de]
Schaftunterzug für eine Webmaschine, dadurch gekennzeichnet, dass er als Träger ausgebildet ist, der den tragenden Teil des Gestells der Webmaschine in deren Längsrichtung bildet und an dem die Seitenwände des Gestells (11, 12) befestigbar sind. Schaftunterzug nach Anspruch 1, der als einziger eine statische Funktion in Längsrichtung der Webmaschine ausübender Träger ausgebildet ist. Schaftunterzug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwände (11, 12) des Gestells derart an ihm befestigbar sind, dass er mindestens über eine der Seitenwände vorsteht. Schaftunterzug nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass an dem über die mindestens eine Seitenwand (11, 12) überstehenden Bereich des Schaftunterzugs (10) der Antrieb und/oder das Getriebe einer Fachbildemaschine befestigbar ist. Schaftunterzug nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Fachbildemaschine eine Schaftmaschine oder eine Exzentermaschine ist. Schaftunterzug nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass er Befestigungseinrichtungen für Umlenk- und/oder Antriebselemente (17, 18, 19, 20) und/oder mit den Webschäften verbundene Übertragungselemente aufweist. Schaftunterzug nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass er mit standardisierten Befestigungseinrichtungen für verschiedene Antriebe, Antriebselemente und Übertragungselemente (19, 20) versehen ist. Schaftunterzug nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass er als Hohlprofil-Träger (10) ausgebildet ist. Schaftunterzug nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass er einen viereckigen Querschnitt aufweist. Schaftunterzug nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der viereckige Hohlprofil-Träger (10) durch vier miteinander verschweißte plattenförmige Elemente gebildet ist. Schaftunterzug nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der viereckige Hohlprofil-Träger (10) durch zwei miteinander verschweißte U-Profile gebildet ist. Schaftunterzug nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass eine seiner Stirnseiten eine Standardschnittstelle für Fachbildemaschinen aufweist. Schaftunterzug nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Teil seiner Seitenwände Service- und Montageöffnungen (2327) aufweist.






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