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Dokumentenidentifikation DE202007005235U1 06.09.2007
Titel Heißluftdämpfer
Anmelder Convotherm Elektrogeräte GmbH, 82436 Eglfing, DE
Vertreter Hoefer & Partner, Partnerschaftsgesellschaft, 81543 München
DE-Aktenzeichen 202007005235
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 06.09.2007
Registration date 02.08.2007
Application date from patent application 11.04.2007
IPC-Hauptklasse F24C 1/00(2006.01)A, F, I, 20070411, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F24C 15/16(2006.01)A, L, I, 20070411, B, H, DE   F24C 15/02(2006.01)A, L, I, 20070411, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Heißluftdämpfer gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.

Ein gattungsgemäßer, bekannter Heißluftdämpfer weist einen Garraum auf, der eine große Garraumöffnung umfasst, die von einer großen Garraumtür geöffnet und geschlossen werden kann.

Der Nachteil dieser Konstruktion besteht darin, dass beim Garen unterschiedlicher Speisen zur selben Startzeit unter gleichen Garraumbedingungen jedoch mit verschieden langer Gardauer, beim Entnehmen der einzelnen, früher fertig gegarten Speisen aus dem Garraum immer die gesamte Garraumöffnung durch die Garraumtür geöffnet werden muss und dabei jedes Mal viel Wärme aus dem Garraum entweicht und dadurch die weitergehenden Garprozesse der noch im Garraum verbleibenden Speisen gestört werden.

Die Öffnung der Garraumtür hat jedoch nicht nur einen erheblichen Energieverlust und eine Unterbrechung der noch nicht abgeschlossenen Garprozesse zur Folge sonder belastet auch das Küchenklima im Aufstellraum des Heißluftdämpfers negativ.

Dies ist insbesondere dann ärgerlich, wenn nur wegen weniger, einzelner Speisen zum Zwecke des Be- und Entladens immer gleich die gesamte Garraumöffnung durch die große, die gesamte Garraumöffnung abschließende Garraumtür geöffnet werden muss und sich der Garprozess für andere Speisen im Garraum bereits oder noch im Verlauf befindet.

Ferner wird durch ein Öffnen der Tür bei gewissen Speisen der Garprozess komplett abgebrochen, so dass es nicht möglich ist, beliebige Speisenkombinationen mit dem gattungsgemäßen Heißluftdämpfer ohne Qualitätseinbusen gleichzeitig zu verarbeiten.

Gerade diese Funktionalität wird aber in Teilbereichen der Systemgastronomie wie z.B. in Fastfoodrestaurants benötigt.

In z.B. Fastfoodrestaurants müssen stets nur kleinere Mengen an Produkten dafür aber in größerer Vielfalt und sehr schnell gegart werden. Wegen des dafür erforderlichen häufigen Türöffnens ist ein Heißluftdämpfer der gattungsgemäßen Art nach dem bisherigen Stand der Technik für diese Anforderung nicht geeignet.

Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Heißluftdämpfer der im Oberbegriff des Anspruches 1 angegebenen Art zu schaffen, der es möglich macht, Energieverluste beim Entnehmen von fertig gegartem Gargut und damit eine Unterbrechung des Garprozesses von noch im Heißluftdämpfer verbleibendem Gargut zu vermeiden.

Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch die Merkmale des Anspruchs 1.

Dadurch, dass zumindest eine Garraumeinschubebene des erfindungsgemäßen Heißluftdämpfers einer Einschuböffnung zugeordnet ist, die mit einer von der Garraumtür unabhängigen bzw. separat öffen- und schließbaren Be- und Entladetür versehen ist, kann das Gargut einer Garraumeinschubebene nach Beendigung des Garprozesses der jeweiligen Garraumeinschubebene entnommen werden, ohne dass dabei ein hoher Energieverlust auftritt und dabei die Garvorgänge in den übrigen Garraumeinschubebenen negativ beeinflusst werden.

Somit ergibt sich der besondere Vorteil einer – wenn überhaupt – vorliegenden nur minimalen Beeinflussung des Garraumklimas beim Öffnen einer der Be- und Entladetüren.

Die Unteransprüche haben vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung zum Inhalt.

So ist es beispielsweise möglich, durch eine geeignete Steuerung beim Öffnen einer der Be- und Entladetüren den Motor des Lüfterrades des erfindungsgemäßen Heißluftdämpfers abzubremsen, was den Energieverlust weiter vermindert.

Ferner ist es möglich, eine Anzeigeeinrichtung vorzusehen, die der Bedienperson die Beendigung des Garprozesses in den einzelnen Garraumeinschubebenen signalisiert.

Auch ist es möglich, über eine Mechanik den Gargutträger der jeweiligen Ebene gleichzeitig mit dem Öffnen der zugeordneten Be- und Entladetüre aus dem Garraum etwas herauszuziehen, um der Bedienperson die Entnahme oder Beladung des Gargutträgers zu erleichtern.

Weitere Einzelheiten, Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus nachfolgender Beschreibung eines Ausführungsbeispiels anhand der Zeichnung.

Die einzige Figur der Zeichnung zeigt einen schematisch vereinfacht dargestellten erfindungsgemäßen Heißluftdämpfer 1, der ein Gehäuse 2 aufweist, in dem ein einziger großer Garraum 3 angeordnet ist.

Der Garraum 3 ist über eine große Garraumöffnung zugänglich, wozu eine Garraumtür 4 geöffnet werden muss, die in der Figur im geschlossenen Zustand dargestellt ist.

Ferner weist der erfindungsgemäße Heißluftdämpfer 1 als in der Figur nicht dargestellte weitere Elemente ein Umluftgebläse, eine Heißluftheizung sowie eine Dampferzeugungseinrichtung auf. Die Dampferzeugungseinrichtung kann hierbei als separater Dampferzeuger ausgebildet sein, der Dampf in den Garraum 3 einleitet. Ferner ist es möglich, als Dampferzeugungseinrichtung eine Wassereinspritzung vorzusehen, die Wasser in den erwärmten Garraum einspritzt, das dann im Garraum 3 verdampft.

Erfindungsgemäß weist die Garraumtür 4 pro Garraumeinschubebene (in die die Gargutträger z.B. in Schienen eingeschoben werden können) eine Be- und Entladetür auf. Jede Einschuböffnung ist mit einer Be- und Entladetür versehen, wobei bei der in der Figur dargestellten Ausführungsform insgesamt sechs derartige Be- und Entladetüren 510 vorgesehen sind, die in der Garraumtür 4 integriert sind. Diese Be- und Entladetüren 510 können als horizontal aufschwenkbare Klappen oder als um eine senkrechte Achse bewegbare Schwenktüren und auch als jalousieartige Handlingtüren ausgebildet sein.

Da die Be- und Entladetüren 510 in der Figur im geschlossenen Zustand dargestellt sind, sind die Einschuböffnungen und die im Garraum 3 vorgesehenen Garraumeinschubebenen mit den Gargutträgern nicht sichtbar.

Auf der Vorderseite des Gehäuses 2 ist bei der in der Figur dargestellten besonders bevorzugten Ausführungsform ferner eine Bedieneinrichtung 11 vorgesehen, die mit einer Anzeigeeinrichtung 12 versehen ist, mit der es beispielsweise u.a. möglich ist, der Bedienperson anzuzeigen, in welcher Garraumeinschubebene der Gargutzubereitungsprozess beendet ist, so dass die entsprechende zugeordnete Be- und Entladetür 510 geöffnet werden kann. Wie eingangs erläutert, ist es dabei mittels einer einfachen Mechanik auch möglich, den Garträger etwas aus dem Garraum 3 herauszuziehen, um die Entnahme des Gargutes zu erleichtern.

Zusätzlich oder alternativ zu der zuvor erläuterten Anzeigeeinrichtung 12 ist es auch möglich, jeder der Be- und Entladetüren 510 eine optische Anzeige in Form einer Leuchte (z.B. LED) zuzuordnen, welche der Bedienperson signalisiert, welche der Be- und Entladetüren 510 geöffnet werden soll, damit fertig gegarte Speisen dem Heißluftdämpfer 1 entnommen werden können. Diese Anzeigen sind in der Figur durch Kreise direkt neben den Be- und Entladetüren 510 symbolisiert, von denen einer mit der Bezugsziffer 13 gekennzeichnet ist.

Ferner ist hervorzuheben, dass zwar bei einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Heißluftdämpfers 1 pro Garraumeinschubebene eine zugeordnete Öffnung und eine zugeordnete Be- und Entladetür vorgesehen sein kann, jedoch ist es auch möglich, z.B. zwei derartigen Garraumeinschubebenen einer Öffnung und einer Be- und Entladetür 510 zuzuordnen.

In Ergänzung zur voranstehenden schriftlichen Offenbarung wird hiermit explizit auf die zeichnerische Darstellung der Erfindung in der Figur verwiesen.

1
Heißluftdämpfer
2
Gehäuse
3
Garraum
4
Gartür
5–10
Be- und Entladetüren
11
Bedieneinrichtung
12
Anzeigeeinrichtung
13
Leuchtanzeige


Anspruch[de]
Heißluftdämpfer (1) mit einem Gehäuse (2), in dem ein einziger Garraum (3) angeordnet ist,

– mit einer Garraumtür (4);

– mit einem Umluftgebläse;

– mit einer Heißluftheizung; und

– mit einer Dampferzeugungseinrichtung;

dadurch gekennzeichnet,

– dass in der Garraumtür (4) zumindest eine zusätzliche Einschuböffnung mit einer zugeordneten, unabhängig von der Garraumtür (4) separat öffen- und schließbaren Be- und Entladetür (510) vorgesehen ist, wobei die zusätzliche Einschuböffnung und Be- und Entladetür (510) mindestens einer Garraumeinschubebene zugeordnet ist.
Heißluftdämpfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass beim Öffnen zumindest einer der Be- und Entladetüren (510) ein Motor eines Lüfterrades des Umluftgebläses abbremsbar ist. Heißluftdämpfer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Anzeigeeinrichtung (12) oder (13) vorgesehen ist, die die Beendigung des Garprozesses in den einzelnen Garraumeinschubebenen signalisiert. Heißluftdämpfer nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass nach Öffnung einer Be- und Entladetür (510) der Gargutträger der zugeordneten Garraumeinschubebene aus dem Garraum (3) herausziehbar angeordnet ist.






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