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Dokumentenidentifikation DE202007007081U1 06.09.2007
Titel Gargerät
Anmelder Lehmann, Helmut, 06466 Gatersleben, DE;
Klump, Klaus-Peter, 06469 Nachterstedt, DE
Vertreter Kagelmann, M., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 39130 Magdeburg
DE-Aktenzeichen 202007007081
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 06.09.2007
Registration date 02.08.2007
Application date from patent application 16.05.2007
IPC-Hauptklasse F24C 1/16(2006.01)A, F, I, 20070516, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A47J 37/06(2006.01)A, L, I, 20070516, B, H, DE   A47J 37/07(2006.01)A, L, I, 20070516, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein mobiles Gargerät zum Braten, zum Backen, zum Kochen und zum Grillen von Speisen. Das Gargerät wird verwendet zur Bewirtung von Gästen bei Events und Veranstaltungen, insbesondere solcher im Freien.

Bekannt sind fahrbare Kochgeräte zur massenhaften Verpflegung von Militärangehörigen und zum Einsatz bei Katastrophen, Volksfesten und anderen Gelegenheiten, auch Gulaschkanonen genannt. Diese Geräte bestehen im wesentlichen aus einem Doppelmantelkochkessel mit Wasser als Wärmeträger. Nachteilig ist daran, dass sich solche Kochgeräte speziell nur zum Kochen und Dämpfen von Speisen eignen, nicht aber zum Braten, Backen oder Grillen. Diese sind auch meist als Kraftfahrzeuganhänger, mit Zulassung zum öffentlichen Straßenverkehr technisch sehr aufwendig gestaltet.

Bekannt sind auch transportable Brat- oder Grillspieße für die Zubereitung von Tieren, wie Schwein, Rind oder Wild in einem Stück zur Aufstellung im Freien.

Diese werden mit offenen Feuer oder mit Holzkohle beheizt.

Nachteilig ist daran, dass sich diese Geräte ausschließlich für diesen speziellen Zweck eignen.

Weiterhin sind transportable, mit Propangas beheizte Klein-Kochgeräte für Campingzwecke bekannt, die zwar zum Kochern und Braten für die Beköstigung einer Familie ausreichen, die jedoch nicht für den Einsatz bei Events oder Veranstaltungen geeignet sind.

Bekannt sind auch Gartengrillgeräte mit Holkohle- oder Propangas- oder Elektrobeheizung, sowie solche für gewerbliche Zwecke an Würstchenverkaufständen an Straßen und Plätzen.

Auch solche Geräte eignen sich nur für ihren speziellen Verwendungszweck, nämlich dem Grillen von kleinen Portionen im Freien.

Aufgabe der Erfindung ist es ein transportables und/oder mobiles Gargerät für gewerbliche Zwecke zur Verwendung bei Events und Veranstaltungen zu schaffen, welches sich universell, sowohl zum Braten, zum Backen, zum Grillen und zum Kochen sowie zum Warmhalten von Speisen eignet und welches das Braten eines Tieres, wie Rehwild oder Schwein in einem Stück erlaubt.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe wie mit den Ansprüchen angegeben gelöst.

Das Gargerät für die Zubereitung von Speisen durch Braten und/oder durch Backen und/oder durch Kochen und/oder durch Grillen von rohen und/oder halbrohen Lebensmitteln aus Fleisch und/oder aus Fisch und/oder aus Teig und/oder aus Früchten besteht aus

  • a) einem trog- oder wannenartigen Gehäuseunterteil als gerundete oder kantig gestaltete untere Halbschale von im wesentlichen, in vertikaler und horizontaler Ebene, etwa rechteckigem Längsschnitt mit einem Fußgestell,

    wobei innerhalb desselben an der Gehäuseunterseite mindestens ein Gasbrenner oder mindestens ein Elektroheizelement oder mindestens eine von außen mit festem Brennstoff wie Koks oder Holzkohle beschickbare Feuerstelle befindlich ist und

    wobei innerhalb des Gehäuseunterteils oberhalb der Feuerstelle mit offener Flamme oder des Elektroheizelements ein Grillrost angeordnet ist oder ein Rost zum Positionieren von Kochgefäßen oder Bratpfannen darauf oder eine ebene Backfläche aus Blech oder eine mit Schamotte ausgekleidete Backfläche angeordnet ist und
  • b) einem passgerecht dazu gestalteten Gehäuseoberteil als obere Halbschale ausgeformten Deckel,

    wobei das Gehäuseoberteil an einer Längsseite des Gehäuseunterteils so angelenkt ist, dass es leicht abnehmbar und auch in geöffnetre Stellung arretierbar ist und

    wobei sich in dem Gehäuseoberteil mindestens eine Öffnung zum Abzug von Brenngas und/oder Wrasen befindet und

    wobei die Öffnung alternativ mit einem etwa 50 cm langen senkrechten Rohr zur Realisierung eines Kamineffektes bestückbar ist. Am Fußgestell des Gehäuseunterteils können auch Transportrollen zur leichten Beweglichkeit des Gargerätes angeordnet sein. Außerhalb des Gehäuseunterteils sind gut zugänglich Armaturen und Ventile für einen Gasbrenner oder Schalter für Elektroheizelemente oder eine Feuerstätte für feste Brennstoffe angeordnet.

Sofern das Gargerät mit Gasbeheizung ausgestattet ist, ist im Gehäuseunterteil mindestens eine Zuluftöffnung für die Flamme angeordnet.

Das erfindungemäße Gargerät ist in seiner technischen Ausrüstungsvariante mit Gasbeheizung für eine gewerbliche Anwendung besonders geeignet, wie zum Beispiel für Events aller Art.

Es ist universell einsetzbar, sowohl im Freien als auch in gut belüfteten geschlossenen Räumen. Es ist technisch leicht umzurüsten, indem zum Braten eine Bratpfanne auf das Rost in das Gargerät eingesetzt wird, zum Grillen ein Grillrost eingesetzt wird, zum Kochen ein Kochgefäß auf das Rost platziert wird und zum Backen ein Backblech oder eine Schamottebackfläche auf das Rost eingesetzt wird.

Möglich ist auch einen Zusatzausstattung mit einem Drehspieß oder mit Raucherzeugungseinrichtung zum an der Feuerstätte zum Räuchern.

Die geschlossenen Bauweise und die Integration der Wärmequelle, wie Elektroheizelement oder Gasflamme oder die Glut von Holzkohle oder Koks unmittelbar in den Garraum, bewirkt eine knusperige Oberflächenstruktur des Gargutes und gleichzeitig eine saftige Gare auch im Inneren des Gargutes.

Bei Ausstattung des Gargerätes mit einer Feuerstätte als Wärmequelle ist das Gargerät auch als Räucherofen für auf dem Rost platziertes Räuchergut z.B. Fisch geeignet.

Mit dem erfindungsgemäßen Gargerät lassen sich eine Vielzahl von Rezepturen und Gerichten realisieren.

Das Gargerät ist ästhetisch gestaltet und ohne viele Ecken und Kanten leicht hygienisch sauber zu halten.

Nachstehend wird die Erfindung an zwei Ausführungsbeispielen eines Gargerätes mit Propangasbeheizung und einem mit Feuerstätte erläutert.

In den zugehörigen Zeichnungen sind mit

1 das Gargerät in perspektivischer Gesamtansicht und mit

2 das Gargerät in perspektivischer Gesamtansicht mit geöffnetem Oberteil und mit

3 das Gargerät im Querschnitt mit darin befindlicher Bratpfanne und mit

4 das Gargerät mit Schamotteplatte zum Backen von Gebäck und mit

5 das Gargerät mit Feuerstätte für Holzkohle oder Koks und Räucherspäne schematisch dargestellt.

Beispiel 1

Das Gargerät besteht aus dem trogartigen Gehäuseunterteil 1 als kantig gestaltete untere Halbschale von im wesentlichen, in vertikaler und horizontaler Ebene, etwa rechteckigem Längsschnitt mit dem Fußgestell 11, gefertigt aus Edelstahl.

Innerhalb desselben befindet sich an der Gehäuseunterseite der Gasbrenner 12.

An der Schmalseite desselben sind die Armaturen 2 für den Gasbrenner 12 angeordnet. Am oberen Rand des Gehäuseunterteils 1 befindet sich das Sichtfenster 7 zur Beobachtung des Garprozesses und das Thermometer 8.

Innerhalb des Gehäuseunterteils 1 und oberhalb des Gasbrenners 12 ist das Rost 13 zur Platzierung von Bratpfannen 14 oder Backblechen oder die mit der Schamotteplatte 15 ausgekleidete Backfläche angeordnet.

Am Gehäuseunterteil 1 ist das dazu passgerechte Gehäuseoberteil 3 als Deckel mittels zweier Scharniere an einer der Längsseiten desselben angelenkt. Das Gargerät ist so bemessen, dass es etwa ein Schwein oder ein Stück Rehwild als ganzes aufnehmen kann.

Das Gehäuseoberteil 3 weist die Öffnung mit dem Abzugsrohr 4 für Brenngas und Wrasen auf.

Am Fußgestell des Gehäuseunterteils 1 sind die Transportrollen 10 zur leichten Beweglichkeit des Gargerätes angeordnet. Außerhalb des Gehäuseunterteils 1 an einer Schmalseite desselben sind gut zugänglich die Armaturen 2 und Ventile für den Gasbrenner 12 angeordnet.

Im Gehäuseunterteil 1 befinden sich die Zuluftöffnungen 5 für die Gasflamme.

Gehäuseunterteil 1 und Gehäuseoberteil 3 sind mit den Handgriffen 6, 9 versehen.

Beispiel 2

Ein Gargerät nach Beispiel 1 ist anstelle des Gasbrenners 12 mit einer Feuerstätte 16 für feste Brennstoffe wie Holzkohle ausgestattet. Die Abstrahlung der Heizwärme erfolgt dabei direkt durch eine Öffnung im Boden des Gargeräteunterteils 1.

Durch Verkohlung von Holzspänen mittels der Feuerstätte 16 lässt sich im Bedarfsfall auch Räucherrauch erzeugen.

Liste der verwendeten Bezugszeichen

1
Gehäuseunterteil
2
Armaturen
3
Gehäuseoberteil
4
Rauchgas und Wrasenabzug
5
Zuluftöffnung
6
Handgriff
7
Sichtfenster
8
Thermometer
9
Handgriff
10
Transportrollen
11
Fußgestell
12
Gasbrenner
13
Rost
14
Bratpfanne
15
Schamotteplatte
16
Feuerstätte


Anspruch[de]
Gargerät für die Zubereitung von Speisen durch Braten und/oder durch Backen und/oder durch Kochen und/oder durch Grillen von rohen und/oder halbrohen Lebensmitteln aus Fleisch und/oder aus Fisch und/oder aus Teig und/oder aus Früchten bestehend aus

a)

einem trog- oder wannenartigen Gehäuseunterteil (1) als gerundete oder kantig gestaltete untere Halbschale von im wesentlichen, in vertikaler und horizontaler Ebene, etwa rechteckigem Längs- und Querschnitt mit einem Fußgestell (11),

wobei innerhalb desselben an der Gehäuseunterseite mindestens ein Gasbrenner (12) oder mindestens ein Elektroheizelement oder mindestens eine von außen mit festem Brennstoff wie Koks oder Holzkohle beschickbare Feuerstelle (16) befindlich ist und

wobei innerhalb des Gehäuseunterteils (1) oberhalb der Feuerstelle mit offener Flamme oder des Elektroheizelements ein Grillrost angeordnet ist oder ein Rost (13) zum Positionieren von Kochgefäßen und/oder Bratpfannen darauf oder eine ebene Backfläche aus Blech oder eine mit Schamotte ausgekleidete Backfläche angeordnet ist und

b)

einem passgerecht dazu gestalteten Gehäuseoberteil (3) als obere Halbschale ausgeformten Deckel,

wobei das Gehäuseoberteil (3) an einer Längsseite des Gehäuseunterteils so angelenkt ist, dass es leicht abnehmbar und auch in geöffneter Stellung arretierbar ist und

wobei sich in dem Gehäuseoberteil (3) mindestens eine Öffnung (4) zum Abzug von Brenngas und/oder Wrasen befindet und

wobei die Öffnung (4) alternativ mit einem etwa 50 cm langen senkrechten Rohr zur Realisierung eines Kamineffektes bestückbar ist.
Gargerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass am Fußgestell (11) des Gehäuseunterteils (1) Transportrollen (10) angeordnet sind. Gargerät nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass außerhalb des Gehäuseunterteils (1) Armaturen (2) und Ventile für einen Gasbrenner (12) oder Schalter für Elektroheizelemente oder eine Feuerstätte (16) leicht zugänglich angeordnet sind. Gargerät nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass im Gehäuseunterteil (1) mit Gasbrenner (12), mindestens eine Zuluftöffnung (5) für die Flamme angeordnet ist. Gargerät nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb des Gargerätes ein Drehspieß angeordnet ist. Gargerät nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass im Gargeräteoberteil (3) ein Sichtfenster (7) zur Beobachtung des Gargutes und ein Thermometer befindlich ist.






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