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Dokumentenidentifikation DE202007007904U1 06.09.2007
Titel Leuchte
Anmelder Korb & Korb Innenarchitektur und Design, Baden, CH
Vertreter Jeck . Fleck . Herrmann Patentanwälte, 71665 Vaihingen
DE-Aktenzeichen 202007007904
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 06.09.2007
Registration date 02.08.2007
Application date from patent application 05.06.2007
IPC-Hauptklasse F21S 8/08(2006.01)A, F, I, 20070605, B, H, DE
IPC additional class F21Y 101/02  (2006.01)  A,  L,  N,  20070605,  B,  H,  DE
F21Y 113/02  (2006.01)  A,  L,  N,  20070605,  B,  H,  DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Leuchte mit einem mindestens ein Leuchtmittel aufnehmenden Leuchtenkopf und einer diesen tragenden Säule.

Derartige Leuchten sind als Standleuchten sowohl im Wohn- als auch Bürobereich bekannt. Die in dem Leuchtenkopf angeordneten Leuchtmittel strahlen Licht insbesondere nach oben zur Decke hin ab, so dass sich in dem Raum eine indirekte Beleuchtung ergibt. Die den Leuchtenkopf tragende Säule besitzt in der Regel einen eigenen Fuß.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Leuchte der eingangs erwähnten Art bereitzustellen, die erweiterte Gestaltungsvarianten mit Licht ergibt.

Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Hierbei ist vorgesehen, dass um die Säule mehrere Lichtquellen einer Sekundärbeleuchtungseinheit innerhalb eines Umfangsbereiches umlaufend verteilt angeordnet sind, der einen geringeren Radius besitzt als der Umfang des Leuchtenkopfes, und dass im Betriebszustand mit den Lichtquellen zumindest der Leuchtenkopf direkt auf seiner den Leuchtmitteln abgewandten Seite oder zusätzlich zum Leuchtenkopf auch die Säule beleuchtet wird.

Mit den Lichtquellen der Sekundärbeleuchtungseinheit ergibt sich eine zusätzliche Beleuchtung zu der mit den Leuchtmitteln in dem Leuchtenkopf gebildeten primären Raumbeleuchtung. Der Leuchtenkörper selbst wird mit den Lichtquellen beleuchtet und trägt zur Gesamtlichtwirkung und der sich daraus ergebenden Gestaltung des visuellen Wahrnehmungsraums bei, wobei der Leuchtenkörper selbst durch die Beleuchtung mit den Lichtquellen hervorgehoben wird.

Vorteilhafte Lichteigenschaften für die Gestaltung mit dem Licht ergeben sich dadurch, dass die Lichtquellen Leuchtdioden sind.

Zum Erreichen unterschiedlicher Lichteffekte und Farbgestaltungen sind dabei die Maßnahmen von Vorteil, dass die Lichtquellen zum Abgeben spektral schmalbandigen Lichts einer oder mehrerer Lichtfarben ausgebildet sind.

Weitere Variationsmöglichkeiten werden dadurch erhalten, dass der von den Lichtquellen abgegebene Lichtstrom und/oder deren Lichtfarbe einstellbar oder mittels einer zugeordneten Steuervorrichtung automatisch steuerbar ist/sind.

Der Aufbau wird dadurch begünstigt, dass die Lichtquellen in einem die Säule umgebenden Ring angeordnet sind.

Des Weiteren sind für den Aufbau die Maßnahmen von Vorteil, dass die Lichtquellen in oder auf der Oberseite eines Leuchtenfußes oder einer die Säule aufnehmenden Halteeinheit integriert sind.

Um unterschiedliche Lichteffekte zu bewirken, ist ferner vorteilhaft vorgesehen, dass der Leuchtenkopf auf seiner den Lichtquellen zugekehrten Außenseite und die Säule eine neutralweiße Außenfläche aufweisen.

Verschiedene Lichtwirkungen können auch dadurch erzeugt werden, dass der Leuchtenkopf auf seiner den Lichtquellen zugekehrten Außenseite und die Säule auf ihren Außenflächen Licht isotrop oder gerichtet streuend ausgebildet sind.

Weitere vorteilhafte Möglichkeiten, die Lichtwirkung zu beeinflussen, bestehen darin, dass der Leuchtenkopf auf seiner von den Lichtquellen abgewandten Seite mit dem mindestens einen Leuchtmittel bestückt und das Licht des/der Leuchtmittel(s) reflektierend und/oder teilweise durchlassend ausgebildet ist.

Für die Gestaltung und Lichtführung sind des Weiteren die Maßnahmen von Vorteil, dass der Leuchtenkopf eine sich aus der Säule heraus öffnende, im Querschnitt wellenförmig nach außen geschwungene, rotationssymmetrische Form besitzt.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert.

Die Fig. zeigt als Ausführungsbeispiel eine Leuchte 1 in Form einer Standleuchte mit einem Leuchtenkopf 10, der auf einer auf einem Leuchtenfuß 30 angebrachten Säule 20 getragen wird. Dabei zeigt Teilbild a) eine Seitenansicht der Leuchte 1, Teilbild b) eine Draufsicht, Teilbild c) einen Teilschnitt im Bereich des Leuchtenkopfes 10 entlang einer Schnittlinie A-A gemäß Teilbild a) und Teilbild d) die Leuchte 1 in perspektivischer Ansicht.

Wie die Teilbilder a) und d) zeigen, sind im Umfangsbereich der Säule 20, und zwar bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel im Leuchtenfuß 30, umlaufend um die Säule 20 vorzugsweise von dieser beabstandet mehrere Lichtquellen 42 einer Sekundärbeleuchtungseinheit 40 angeordnet, die Sekundärlichtstrahlen 41 entlang der Säule 20 auf die Unterseite des Leuchtenkopfes 10 und seitlich entlang desselben abgeben. Auf diese Weise wird die Säule 20 und die untere Außenfläche des Leuchtenkopfes 10 selbst mit dem Licht der Sekundärbeleuchtungseinheit 40 beleuchtet und stellt durch die indirekte Lichtabgabe durch Reflektion insgesamt ein Leuchtobjekt dar. Dabei werden entlang der Säule und dem Leuchtenkopf 10 durch das flach einfallende Streiflicht und durch die Unterseite des Leuchtenkopfes 10 dunkler und heller angeleuchtete Flächenbereiche erzeugt, die z. B. in der Arbeitsumgebung auf einem Bürotisch oder in der Umgebung einer Stehleuchte im Wohnbereich eine besondere Lichtatmosphäre erzeugen.

An dem Leuchtenkopf 10 vorbei geführte Sekundärlichtstrahlen 41 treffen z. B. direkt auf die Decke, so dass in einem von dem Leuchtenkopf 10 abgeschatteten Bereich der Sekundärlichtstrahlen 41 ein Flächenbereich entsteht, der einen besonderen Lichteffekt ergibt. Bei Lichtquellen 42 einer bestimmten Farbe entsteht in diesem Bereich der Eindruck einer Komplementärfarbe, z. B. Magenta bei gelbem Licht der Lichtquellen 42 bzw. Grün bei Licht des roten Spektralbereichs der Sekundärlichtstrahlen 41.

Die Lichtquellen 42 sind vorteilhaft Leuchtdioden, die innerhalb eines Elementes oder von Lichtquelle zu Lichtquelle 42 Licht unterschiedlicher Lichtfarbe abgeben können. Zum Steuern der Lichtfarbe und des Lichtstroms kann eine manuelle Einstelleinheit oder vorteilhaft eine automatische Steuervorrichtung für die Lichtsteuerung vorgesehen sein. Damit sind auch verschiedene zeitliche Steuerungen, z. B. allmähliche Änderungen der Lichtfarbe und/oder des Lichtstroms möglich, die zum Wohlbefinden des Nutzers situationsgerecht angepasst werden kann.

Der Leuchtenkopf 10 erweitert sich nach Art eines Blütenkelches von dem oberen Abschnitt der Säule 20 ausgehend nach außen und läuft wellenförmig bzw. in Form eines liegenden S nach außen aus, wobei der äußere Rand des Leuchtenkopfes 10 höher liegt als der sich an den kelchförmigen Übergangsabschnitt 11 anschließende Wellenberg 14. Leuchtmittel in dem Leuchtenkopf 10 können zum einen im Inneren des kelchförmigen Übergangsabschnittes 11 und zum anderen in dem sich an den Wellenberg 14 anschließenden Wellental 15 angeordnet werden, wodurch eine unterschiedliche Lichtkonzentration je nach gewähltem Kurvenradius erreichbar ist. Die Oberseite dieses Schirmabschnittes 12 kann vollkommen reflektierend und lichtundurchlässig oder zumindest bereichsweise lichtdurchlässig entweder durch Öffnungen oder durch teilweise lichtdurchlässiges Material, etwa Trübglas, das auch eingefärbt sein kann, ausgestaltet sein. Ein derartiger teildurchlässiger Bereich 18 ist z. B. im Bereich des Wellentals 15 ausgebildet. Von dem Leuchtenkopf 10 gehen sowohl von den Leuchtmitteln nach oben abgegebene oder von der Oberseite des Leuchtenkopfs 10 reflektierte Direktstrahlen 17 aus, deren seitliche Ausbreitung durch den freien Rand 16 des Leuchtenkopfs mehr oder weniger, je nach Gestaltung, abgeschirmt werden kann. Ferner kann eine Lichtführung der nach oben austretenden Direktstrahlen 17 auch durch eine Abdeckung 13, die im Übrigen auch dem Schutz der Leuchtmittel und als Berührungsschutz dient, vorgenommen werden.

Insbesondere die untere Außenfläche des Leuchtenkopfes 10 im Bereich des Schirmabschnittes 12 und des Übergangsabschnittes 11 sowie auch die Außenfläche der Säule 20 sind vorteilhaft neutral weiß ausgeführt und können unterschiedliche Reflektionseigenschaften, z. B. isotrop oder gerichtet, besitzen.

Die Leuchte kann ohne Fuß mit der Säule 20 z. B. auch auf einem Tisch an einem entsprechenden Halter, z. B. einer Einstecköffnung, angebracht werden. Alternativ kann die Leuchte auch mittels der Säule mit dem Leuchtenkopf 10 nach unten gerichtet z. B. an einer Decke oder einem anderen Tragkörper angebracht werden oder als Wandleuchte ausgestaltet sein.


Anspruch[de]
Leuchte mit einem mindestens ein Leuchtmittel aufnehmenden Leuchtenkopf (10) und einer diesen tragenden Säule (20),

dadurch gekennzeichnet,

dass um die Säule (20) mehrere Lichtquellen (42) einer Sekundärbeleuchtungseinheit (40) innerhalb eines Umfangbereiches umlaufend verteilt angeordnet sind, der einen geringeren Radius besitzt als der Umfang des Leuchtenkopfes (10), und

dass im Betriebszustand mit den Lichtquellen (42) zumindest der Leuchtenkopf (10) direkt von seiner den Leuchtmitteln abgewandten Seite oder zusätzlich zum Leuchtenkopf (10) auch die Säule (20) beleuchtet wird.
Leuchte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchtquellen (42) Leuchtdioden sind. Leuchte nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtquellen (42) zum Abgeben spektral schmalbandigen Lichts einer oder mehrere Lichtfarben ausgebildet sind. Leuchte nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der von den Lichtquellen (42) abgegebene Lichtstrom und/oder deren Lichtfarbe einstellbar oder mittels einer zugeordneten Steuervorrichtung automatisch steuerbar is/sind. Leuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtquellen (42) in einem die Säule (20) umgebenden Ring angeordnet sind. Leuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtquellen in oder auf der Oberseite eines Leuchtenfußes (30) oder einer die Säule (20) aufnehmenden Halteeinheit integriert sind. Leuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Leuchtenkopf (10) auf seiner den Lichtquellen (42) zugekehrten Außenseite und die Säule (20) eine neutralweiße Außenfläche aufweisen. Leuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Leuchtenkopf (10) auf seiner den Lichtquellen (42) zugekehrten Außenseite und die Säule (20) auf ihren Außenflächen Licht isotrop oder gerichtet streuend ausgebildet sind. Leuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Leuchtenkopf (10) auf seiner von den Lichtquellen (42) abgewandten Seite mit dem mindestens einen Leuchtmittel bestückt und das Licht des/der Leuchtmittel(s) reflektierend und/oder teilweise durchlassend ausgebildet ist. Leuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Leuchtenkoopf (10) eine sich aus der Säule (20) heraus öffnende, im Querschnitt wellenförmig nach außen geschwungene, rotationssymmetrische Form besitzt.






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