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Dokumentenidentifikation DE60029937T2 06.09.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001165099
Titel ANGIOTENSIN II UND ANALOGA ZUR BEGRENZUNG VON NARBEN UND ADHÄSIONBILDUNG
Anmelder University of Southern California, Los Angeles, Calif., US
Erfinder RODGERS, Kathleen, Long Beach, CA 90815, US;
DIZEREGA, Gere, Pasadena, CA 91106, US
Vertreter Vossius, V., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat., Pat.-Anw., 81679 München
DE-Aktenzeichen 60029937
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 22.03.2000
EP-Aktenzeichen 009182817
WO-Anmeldetag 22.03.2000
PCT-Aktenzeichen PCT/US00/07669
WO-Veröffentlichungsnummer 2000056345
WO-Veröffentlichungsdatum 28.09.2000
EP-Offenlegungsdatum 02.01.2002
EP date of grant 09.08.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.09.2007
IPC-Hauptklasse A61K 35/08(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse A61K 38/08(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   A61P 17/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]
Gebiet der Erfindung

Die Erfindung betrifft die Verwendung von Angiotensin II-Analoga für die Herstellung eines Medikaments zur Begrenzung der Narben- und Adhäsionsbildung.

Hintergrund der Erfindung

Wunden in Säugetiergewebe führen zu Gewebezerstörung und Koagulation der Mikrovaskulatur an der Wundfläche. Die Reparatur eines solchen Gewebes stellt eine geordnete, kontrollierte zelluläre Antwort auf eine Verletzung dar. Die Zellmorphologie besteht aus drei verschiedenen Zonen. Der zentrale avaskuläre Wundbereich ist sauerstoffarm, azidotisch und hypercarbisch, und weist hohe Lactatwerte auf. Neben dem Wundbereich befindet sich eine Gradientenzone lokaler Anämie (Ischämie), die von sich teilenden Fibroblasten besiedelt ist. Hinter der Hauptzone befindet sich ein Bereich, in dem aktiv Kollagen und andere extrazelluläre Matrixproteine synthetisiert werden und der durch reife Fibroblasten sowie zahlreiche neu gebildete Kapillaren (d.h. Neovaskularisation) charakterisiert ist.

Gewebeverletzungen, wie beispielsweise eine Verletzung der Haut auf Grund einer Platzwunde, eines Einstichs oder einer Verbrennung resultieren in einer Wunde, die sich in oder durch das Gewebe hindurch erstrecken kann. Wenn die Wunde ziemlich klein und begrenzt ist, dann können die normalen Heilungsprozesse die Wunde verschließen und die normale Funktion des Gewebes wiederherstellen. (Id.) In manchen Fällen jedoch führt eine Verletzung zu einer tiefen Wunde oder zu einer Wunde, die einen großen Bereich betrifft. Zur Heilung solcher Wunden kann es eines klinischen Eingriffs bedürfen. Der Wundschluss wird durch die gleichzeitige Wirkung einer Keratinozytenwanderung in die Wundstelle und Kontraktion von spezialisierten Fibroblasten im Gewebe unterhalb der Wundstelle erreicht, wodurch die Wundränder näher zusammengezogen werden. Eine ineffiziente Umgestaltung des Wundbettes hinterlässt eine Narbe und kann in schweren Fällen sogar zu einem Funktionsverlust des Gewebes an der Wundstelle führen.

Narben können als eine makroskopische Veränderung im Erscheinungsbild der Haut, entstanden durch irgendeine Wunde, oftmals wegen einer abnormalen Organisation von Hautbindegeweben und deren assoziierten Zellen, definiert werden (Chamberlin et al., J. Anat. 186: 87–96 (1995)). Eine Narbe ist ein unvollkommener Ersatz für das ursprüngliche Gewebe, weil sie eine Diffusionsbarriere für Nährstoffe und Sauerstoff darstellt, eine geringere Bruchfestigkeit aufweist und oft zu einer Deformation, einer Reduktion der Funktion, und zu einer Beeinträchtigung des Wachstums des Originalgewebes führt. Der einzige Vorteil einer Narbe ist die Geschwindigkeit, durch die die strukturelle Integrität wiederhergestellt wird. Die ideale Situation für eine heilende Wunde wäre daher ein schneller Verschluss der Wunde und eine Regeneration der Hautarchitektur ohne die Bildung einer Narbe und der daraus resultierenden störenden Wirkungen auf Wachstum, Funktion und Erscheinung (Chamberlin et al., J. Anat. 186: 87–96 (1995)).

Die Wunden von Föten heilen, im Gegensatz zu denen bei Erwachsenen, ohne Narbenbildung und mit einem reduzierten Wachstumsfaktorprofil und einer reduzierten Entzündungsantwort (Chamberlin et al., J. Anat. 186: 87–96 (1995)). Es wurde auch gezeigt, dass in einer gut charakterisierten alternden Mäusekolonie das Ausmaß einer Narbenbildung mit zunehmendem Alter reduziert ist, während eine Heilung in Bezug auf Reepithelisation und Basalmembran- und Matrixablagerung verzögert ist (Ashcroft et al., J. Anat. 190: 351–365 (1997)). Daher sind die Prozesse einer Wundheilung und Narbenbildung voneinander trennbar.

Frühere Untersuchungen haben gezeigt, dass eine Reduktion der Menge an transformierendem Wachstumsfaktor &bgr;-1 und &bgr;-2 (TGF &bgr;-1 und TGF &bgr;-2) bei heilenden Hautwunden adulter Nagetiere keine schädigenden Wirkungen auf die Geschwindigkeit oder Stärke des Wundheilungsprozesses erzeugt, aber eine Reduzierung der Narbenbildung bietet (Chamberlin et al., J. Anat. 186: 87–96 (1995)). Wunden, die mit einem gegen TGF-&bgr;1 gerichteten, neutralisierenden Antikörper behandelt worden waren, weisen eine geringere Entzündungsreaktion, eine verminderte frühe Ablagerung von extrazellulärer Matrix (ECM) und eine verminderte spätere Narbenbildung der Haut auf (Shah et al., Am. J. Pathol. 154: 1115–1124 (1999). Im Gegensatz dazu erhöht eine Erhöhung der lokalen TGF &bgr;-1-Menge im Gewebe die frühe Ablagerung von ECM, verändert aber nicht die Narbenbildung. Daher begrenzen Faktoren, die die Wundheilung fördern, nicht notwendigerweise die Narbenbildung.

Narbenbildung ist eine Hauptursache für viele klinische Probleme. Kontrakturen nach Verbrennungen, postoperative Adhäsion und Verengungen, die Darmobstruktionen verursachen, Kontrakturen im mittleren Gesichtsbereich nach Gaumenspaltenoperation und schmerzvolle Neurome sind nur einige Beispiele für Probleme, die durch Narbenbildung verursacht werden. Narbengewebe stört Wachstum, verursacht Missbildungen, beeinträchtigt die Funktion und ist ästhetisch unansehnlich (Shah et al., J. Cell Science 107: 1137–1157 (1994)).

Ebenso ist die postoperative Adhäsionsbildung eine Hauptquelle für postoperative Morbidität und Mortalität nach vielen chirurgischen Eingriffen, einschließlich abdominaler, pelvischer, thorakaler und anderer chirurgischer Eingriffe. Die Pathogenese der Adhäsionsbildung ist komplex und nicht vollständig verstanden. Es wird angenommen, dass im ersten Schritt sehr viel Fibrin abgelagert wird, um ein Gerüst zu bilden. Anschließend erfolgt die Organisation des Fibringerüstes durch zelluläre Elemente, wozu auch Fibroblasten und Mesothelzellen gehören. Eine Vielzahl von Ansätzen zur Prävention der Adhäsionsbildung wurde untersucht (vgl. z.B. US-PSen. 5,891,460; 5,639,468; 5,629,294; 5,614,515; 5,534,261; 5,498,613 und 5,478,837). Es gibt jedoch keinen einzigen therapeutischen Ansatz, der sich als universell wirksam erwiesen hat, die Adhäsionsbildung nach chirurgischen Eingriffen oder bei anderen Wundarten zu verhindern.

Daher gibt es einen Bedarf an Zusammensetzungen, die sicher und wirkungsvoll eingesetzt werden können, um Narben- und Adhäsionsbildung zu begrenzen.

Zusammenfassung der Erfindung

Die Erfindung stellt pharmazeutische Zusammensetzungen, Verwendungen und Kits zur Begrenzung von Narben- und Adhäsionsbildung, umfassend Angiotensin II (AII)-Analoga, AII-Fragmente oder Analoga davon, ACE-Inhibitoren, oder AII-AT2-Typ 2-Rezeptoragonisten, entweder alleine oder in Kombination mit anderen Verbindungen bereit.

Kurze Beschreibung der Abbildungen

1 ist ein Diagramm, das die Wirkung von AII(1–7) und 9GD auf Inzisionen mit einer Dehiszenz oder einer Entzündung am fünften Tag im Rattenrückeninzisionsmodell in Prozent zeigt.

2 ist ein Diagramm, das die Wirkung von AII(1–7) und 9GD auf die Narbenbildung am 14., 19. und 21. Tag zeigt.

3 ist ein Diagramm, das die Wirkung von AII(1–7) und 9GD auf die Narbenpunkteskala am 14. und 19. Tag zeigt.

4 ist ein Diagramm, das die Wirkung von systemisch verabreichtem AII(1–7) und 9GD, vorbehandelnd gegeben, auf die Inzisionsheilung am 3. bis 5. und 7. Tag zeigt.

5 ist ein Diagramm, das die Wirkung von systemisch verabreichtem AII(1–7) und 9GD, beginnend am Tag der Operation, auf die Inzisionsheilung am 3. bis 5. und 7. Tag zeigt.

6 ist ein Diagramm, das die Wirkung einer einzigen Dosis von systemisch verabreichtem AII(1–7) und 9GD auf die Inzisionsheilung am 3. bis 5. und 7. Tag zeigt.

7 ist ein Diagramm, das die Wirkung von systemisch verabreichtem AII(1–7), und 9GD, vorbehandelnd gegeben, auf Wunden ohne Narben am 14. und 21. Tag in Prozent zeigt.

8 ist ein Diagramm, das die Wirkung von systemisch verabreichtem AII(1–7) und 9GD, beginnend am Tag der Operation gegeben, auf Wunden ohne Narben am 14. und 21. Tag in Prozent zeigt.

9 ist ein Diagramm, das die Wirkung einer einzigen Dosis von systemisch verabreichtem AII(1–7) und 9GD auf Wunden ohne Narben am 14. und 21. Tag in Prozent zeigt.

10 ist ein Diagramm, das die Wirkung von AII(1–7) und 9GD, vorbehandelnd verabreicht in CMC, auf verheilte Einschnitte am 3. und 7. Tag in Prozent zeigt.

11 ist ein Diagramm, das die Wirkung von AII(1–7) und 9GD, verabreicht in CMC, auf die Narbenbildung am 14. und 21. Tag zeigt.

Detaillierte Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen

Der Begriff „Narbe" betrifft hier eine makroskopische Veränderung im Erscheinungsbild der Haut, entstanden durch irgendeine Wunde.

Der Begriff „Adhäsion" betrifft hier Narbengewebe, das sich zwischen Organen und Gewebsschichten bildet.

Der Begriff „Begrenzung von Narbenbildung" betrifft hier eine Verringerung der makroskopischen Veränderung im Erscheinungsbild der Haut, sowohl prophylaktisch durch Begrenzung von anfänglicher Narbenbildung, als auch therapeutisch, durch Verringerung von bereits bestehender Narbenbildung.

Der Begriff „Begrenzung von Adhäsionsbildung" betrifft hier eine Verringerung des Narbengewebes, das sich zwischen Organen und Gewebsschichten bildet.

Falls nicht anders angegeben, betrifft hier der Begriff „wirksame Mittel" die Gruppe von Verbindungen, die Angiotensinogen, Angiotensin I (AI), AI-Analoga, AI-Fragmente und Analoga davon, Angiotensin II (AII)-Analoga, AII-Fragmente oder Analoga davon, entweder einzeln, kombiniert oder in weiterer Kombination mit anderen Verbindungen, zur Begrenzung von Narbenbildung, umfasst.

In dieser Anmeldung können, falls nicht anders angegeben, die verwendeten Techniken in einer von mehreren bekannten Literaturstellen gefunden werden, wie: Molecular Cloning: A Laboratory Manual (Sambrook et al., 1989, Cold Spring Harbor Laboratory Press), Gene Expression Technology (Methods in Enzymology, Band 185, herausgegeben von D. Goeddel, 1991. Academic Press, San Diego, CA), „Guide to Protein Purification" in Methods in Enzymology (M. P. Deutscher, Hrsg., (1990) Academic Press, Inc.); PCR Protocols: A Guide to Methods and Applications (Innis, et al. 1990. Academic Press, San Diego, CA), Culture of Animal Cells: A Manual of Basic Technique, 2. Ausgabe (R. I. Freshney. 1987. Liss, Inc. New York, NY), Gene Transfer and Expression Protocols, Seiten 109–128, Hrsg. E. J. Murray, The Humana Press Inc., Clifton, N. J.), und der Ambion 1998-Katalog (Ambion, Austin, TX).

Die US-PS 5,015,629 von DiZerega beschreibt ein Verfahren zur Erhöhung der Heilungsgeschwindigkeit von Wundgewebe, das die Anwendung von Angiotensin II (AII) auf ein solches Gewebe in einer Menge umfasst, die für eine solche Erhöhung ausreichend ist. Die Anwendung von AII auf Wundgewebe erhöht signifikant die Wundheilungsgeschwindigkeit, was zu einer schnelleren Reepithelisation und Gewebereparatur führt. Der Begriff AII betrifft ein Oktapeptid, das in Menschen und anderen Spezies vorkommt und die Sequenz Asp-Arg-Val-Tyr-Ile-His-Pro-Phe [SEQ ID NO: 1] aufweist. Die biologische Bildung von Angiotensin wird durch die Wirkung von Renin auf das Plasmasubstrat Angiotensinogen eingeleitet (Circulation Research 60: 786–790 (1987); Clouston et al., Genomics 2: 240–248 (1988); Kageyama et al., Biochemistry 23: 3603–3609; Ohkubo et al., PNAS 80: 2196–2200 (1983)). Die so gebildete Substanz ist ein Dekapeptid das als Angiotensin I (AI) bezeichnet wird und zu AII durch das konvertierende Enzym Angiotensinase konvertiert wird, das die C-terminalen His-Leu Reste von AI, Asp-Arg-Val-Tyr-Ile-His-Pro-Phe-His-Leu [SEQ ID NO: 37] entfernt. AII ist ein bekanntes Blutdruck-erhöhendes Mittel und ist käuflich erhältlich.

Untersuchungen haben gezeigt, dass AII Mitogenese und Chemotaxis bei kultivierten Zellen erhöht, die an der Wundreparatur beteiligt sind, und ebenfalls deren Freisetzung von Wachstumsfaktoren und extrazellulärer Matrizen beschleunigt (diZerega, US-PS 5,015,629; Dzau et al., J. Mol. Cell. Cardiol. 21: S7 (Supp III) 1989; Berk et al., Hypertension 13: 305–14 (1989); Kawahara et al., BBRC 150: 52–9 (1988); Naftilan et al., J. Clin. Invest. 83: 1419–23 (1989); Taubman et al., J. Biol. Chem. 264: 526–530 (1989); Nakahara et al., BBRC 184: 811–8 (1992); Stouffer und Owens, Circ. Res. 70: 820 (1992); Wolf et al., Am. J. Pathol. 140: 95–107 (1992); Bell und Madri, Am. J. Pathol. 137: 7–12 (1990)). Außerdem wurde gezeigt, dass AII in Augenmodellen der Cornea von Kanninchen und Hühner-Chorioallantois-Membranmodellen angiogen ist (Fernandez et al., J. Lab. Clin. Med. 105: 141 (1985); LeNoble et al., Eur. J. Pharmacol. 195: 305–6 (1991)).

Es wurde angenommen, dass die Wirkung von AII auf einen gegebenen Zelltyp teilweise vom dem (den) AII-Rezeptor-Subtyp(en), den (die) die Zellen exprimieren, abhängig ist (Shanugam et al., Am. J. Physiol. 268: F922–F930 (1995); Helin et al., Annals of Medicine 29: 23–29 (1997); Bedecs et al., Biochem. J. 325: 449–454 (1997)).

Diese Untersuchungen haben gezeigt, dass AII-Rezeptor-Subtypexpression ein dynamischer Prozess ist, der sich während der Entwicklung verändert, zumindest bei manchen Zelltypen. AII-Aktivität wird typischerweise durch entweder einen oder durch beide der AT1- und AT2-AII-Rezeptoren moduliert. Kürzlich jedoch wurde gezeigt, dass AII die Proliferation von primären menschlichen Keratinozyten durch einen Nicht-AT1, Nicht-AT2-Rezeptor stimuliert (Steckelings et al., Biochem. Biophys. Res. Commun. 229: 329–333 (1996)). Diese Ergebnisse unterstreichen die Zelltypen-spezifische Natur der AII-Aktivität (d.h.: basierend auf Rezeptorexpression).

Die Wirkungen von AII-Rezeptoren und AII-Rezeptor-Antagonisten wurden in zwei experimentellen Modellen einer Gefäßverletzung und -reparatur untersucht, die nahe legen, dass beide AII-Rezeptorsubtypen (AT1 und AT2) eine Rolle bei der Wundheilung spielen (Janiak et al., Hypertension 20: 737–45 (1992); Prescott et al., Am. J. Pathol. 139: 1291–1296 (1991); Kauffman et al., Life Sci. 49: 223–228 (1991); Viswanathan et al., Peptides 13: 783–786 (1992); Kimura et al., BBRC 187: 1083–1090 (1992).

Viele Untersuchungen haben sich auf AII(1–7) (AII-Reste 1–7) oder andere Fragmente von AII fokussiert, um deren Aktivität zu bewerten. AII(1–7) weist manche, aber nicht den vollen Umfang der Wirkungen auf, die durch AII ausgelöst werden (Pfeilschifter et al., Eur. J. Pharmacol. 225: 57–62 (1992); Jaiswal et al., Hypertension 19(Supp. II): II-49–II-55 (1992); Edwards und Stack, J. Pharmacol. Exper. Ther. 266: 506–510 (1993); Jaiswal et al., J. Pharmacol. Exper. Ther. 265: 664–673 (1991); Jaiswal et al., Hypertension 17: 1115–1120 (1991); Portsi et al., Br. J. Pharmacol. 111: 652–654 (1994)).

Andere Untersuchungen legen nahe, dass das AII-Fragment AII(1–7) durch einen Rezeptor oder Rezeptoren wirkt, der/die sich von den AT1- und AT2-Rezeptoren unterscheidet(/n), die die AII-Aktivität modulieren (Ferrario et al., J. Am. Soc. Nephrol. 9: 1716–1722 (1998); Iyer et al., Hypertension 31: 699–705 (1998); Freeman et al., Hypertension 28: 104 (1996); Ambuhl et al., Brain Res. Bull. 35: 289 (1994)). Daher kann die Aktivität von AII(1–7) auf einen bestimmten Zelltyp nicht nur basierend auf der Wirkung von AII auf den gleichen Zelltyp vorhergesagt werden. Tatsächlich gibt es Hinweise, dass AII(1–7) oftmals die Wirkungen von AII opponiert (vgl. z.B. Ferrario et al., Hypertension 30: 535–541 (1997)).

Zuvor haben haben wir gezeigt, dass Angiotensinogen, Angiotensin I (AI), AI-Analoga, AI-Fragmente und Analoga davon, Angiotensin II (AII), AII-Analoga, AII-Fragmente oder Analoga davon und AII-AT2-Typ 2-Rezeptor-Agonisten (nachstehend als „wirksame Mittel" bezeichnet) wirksam sind, die Wundheilung und die Proliferation von bestimmten Zelltypen, einschließlich Epithelzellen und Keratinozyten, zu beschleunigen. Vgl. z.B. US-Patentanmeldungen 5,015,629; 5,629,292; 5,716,935; 5,834,432 und 5,955,430.

Frühere Untersuchungen zeigen jedoch, dass Wunden bei Föten ohne Narbenbildung heilen und eine gut charakterisierte alternde Mauskolonie weist eine Verminderung in der Narbenbildung nach Wundheilung auf (Ashcroft et al., J. Anat. 190: 351–365 (1997)). Die Prozesse von Wundheilung und Narbenbildung sind daher voneinander trennbar. Des Weiteren hatte die Verabreichung von Antikörpern gegen TGF-&bgr;1 und TGF-&bgr;2 zu heilenden adulten Nagetiere mit Hautwunden keinen Einfluss auf die Wundheilungsreaktion sondern verursachte eine Verringerung in der Narbenbildung (Chamberlin et al., J. Anat. 186: 87–96 (1995)). Daher begrenzen Faktoren, die die Wundheilung fördern, nicht notwendigerweise die Narbenbildung.

Basierend auf all dem vorstehenden ist es nicht bekannt, ob AII-Analoga, AII-Fragmente oder Analoga davon die Narbenbildung und Adhäsionsbildung begrenzen.

Ein Peptid-Agonist, der selektiv für den AT2-Rezeptor ist (AII hat eine 100fach höhere Affinität für AT2 als AT1), ist p-Aminophenylalanin6-AII [„(p-NH2-Phe)6-AII)"], Asp-Arg-Val-Tyr-Ile-Xaa-Pro-Phe [SEQ ID NO: 36], worin Xaa p-NH2-Phe ist (Speth und Kim, BBRC 169: 997–1006 (1990)). Dieses Peptid hatte Bindeeigenschaften vergleichbar denen von AT2-Antagonisten in den getesteten experimentellen Modellen (Catalioto et al., Eur. J. Pharmacol. 256: 93–97 (1994); Bryson et al., Eur. J. Pharmacol. 225: 119–127 (1992)).

Die Wirkungen von AII-Rezeptoren und AII-Rezeptor-Antagonisten wurden in zwei experimentellen Modellen einer Gefäßverletzung und -reparatur untersucht, die nahe legen, dass beide AII-Rezeptor-Subtypen (AT1 und AT2) eine Rolle bei der Wundheilung spielen (Janiak et al., Hypertension 20: 737–45 (1992); Prescott et al., Am. J. Pathol. 139: 1291–1296 (1991); Kauffman et al., Life Sci. 49: 223–228 (1991); Viswanathan et al., Peptides 13: 783–786 (1992); Kimura et al., BBRC 187: 1083–1090 (1992)).

Viele Untersuchungen haben sich auf AII(1–7) (AII-Reste 1–7) oder andere Fragmente von AII fokussiert, um deren Aktivität zu bewerten. AII(1–7) erzeugt manche, aber nicht den gesamten Bereich der Wirkungen, die von AII erzeugt werden. Pfeilschifter et al., Eur. J. Pharmacol. 225: 57–62 (1992); Jaiswal et al., Hypertension 19(Supp. II): II-49–II-55 (1992); Edwards und Stack, J. Pharmacol. Exper. Ther. 266: 506–510 (1993); Jaiswal et al., J. Pharmacol. Exper. Ther. 265: 664–673 (1991); Jaiswal et al., Hypertension 17: 1115–1120 (1991); Portsi et al., Br. J. Pharmacol. 111: 652–654 (1994).

Wie hier nachstehend definiert, umfasst eine bevorzugte Klasse von AT2-Agonisten für eine erfindungsgemäße Verwendung AII, AII-Analoga oder aktive Fragmente davon, die p-NH-Phe in einer zu Position 6 von AII entsprechenden Position aufweisen. Zusätzlich zu den Peptidagenzien sind verschiedene Nichtpeptidagenzien (z.B. Peptidomimetika), die die entsprechende AT2-Agonist-Aktivität aufweisen, ferner für eine erfindungsgemäße Verwendung vorgesehen.

Die aktiven AII-Analoga, Fragmente von AII und Analoga davon, die erfindungsgemäß von speziellem Interesse sind, umfassen eine Sequenz, bestehend aus mindestens drei aneinandergrenzenden Aminosäuren der Gruppen R1–R8 in der Sequenz mit der allgemeinen Formel I R1-R2-R3-R4-R5-R6-R7-R8, worin R1 geeigneter Weise ausgewählt ist aus H, Asp, Glu, Asn, Acpc (1-Aminocyclopentancarbonsäure), Ala, Me2Gly, Pro, Bet, Glu(NH2), Gly, Asp(NH2) und Suc,

R2 geeigneter Weise ausgewählt ist aus Arg, Lys, Ala, Orn, Ser(AC), Sar, D-Arg und D-Lys,

R3 ausgewählt ist aus der Gruppe, bestehend aus Val, Ala, Leu, norLeu, Ile, Gly, Pro, Aib, Acpc und Tyr, wobei sich Lys auch bei diesem Rest als wirksam herausgestellt hat;

R4 ausgewählt ist aus der Gruppe, bestehend aus Tyr, Tyr(PO3)2, Thr, Ser, homoSer, azaTyr und Ala;

R5 ausgewählt ist aus der Gruppe, bestehend aus Ile, Ala, Leu, norLeu, Val und Gly;

R6 His, Arg oder 6-NH2-Phe ist;

R7 Pro oder Ala ist; und

R8 fehlt oder ausgewählt ist aus der Gruppe, bestehend aus Phe, Phe(Br), Ile und Tyr, ausschließlich solcher Sequenzen, die R4 als eine terminale Tyr-Gruppe enthalten.

Besonders bevorzugte Ausführungsformen dieser Klasse von Verbindungen sind SEQ ID NO: 2, SEQ ID NO: 4, SEQ ID NO: 13, SEQ ID NO: 18, SEQ ID NO: 19, SEQ ID NO: 26, SEQ ID NO: 31, SEQ ID NO: 34 und SEQ ID NO: 38.

Verbindungen, die in die Kategorie AT2-Agonisten gehören und zur Durchführung der Erfindung verwendbar sind, schließen die vorstehend beschriebenen AII-Analoga ein, mit der Einschränkung, dass R6 p-NH2-Phe ist.

Besonders bevorzugte Kombinationen für RA und RB sind Asp-Arg, Asp-Lys, Glu-Arg und Glu-Lys. Speziell bevorzugte Ausführungsformen für diese Klasse schließen die folgenden ein: AIII oder AII(2–8), Arg-Val-Tyr-Ile-His-Pro-Phe [SEQ ID NO: 2]; AII(3–8), auch bekannt als des 1-AIII oder AIV, Val-Tyr-Ile-His-Pro-Phe [SEQ ID NO: 3]; AII(1–7), Asp-Arg-Val-Tyr-Ile-His-Pro [SEQ ID NO: 4]; AII(2–7), Arg-Val-Tyr-Ile-His-Pro [SEQ ID NO: 5]; AII(3–7), Val-Tyr-Ile-His-Pro [SEQ ID NO: 6]; AII(5–8), Ile-His-Pro-Phe [SEQ ID NO: 7]; AII(1–6), Asp-Arg-Val-Tyr-Ile-His [SEQ ID NO: 8]; AII(1–5), Asp-Arg-Val-Tyr-Ile [SEQ ID NO: 9]; AII(1–4), Asp-Arg-Val-Tyr [SEQ ID NO: 10] und AII(1–3), Asp-Arg-Val [SEQ ID NO: 11]. Andere bevorzugte Ausführungsformen umfassen: Arg-norLeu-Tyr-Ile-His-Pro-Phe [SEQ ID NO: 12] und Arg-Val-Tyr-norLeu-His-Pro-Phe [SEQ ID NO: 13]. Eine weitere bevorzugte Ausführungsform, die vom Umfang der Erfindung umfasst ist, ist ein Peptid mit der Sequenz Asp-Arg-Pro-Tyr-Ile-His-Pro-Phe [SEQ ID NO: 31]. Auch getestet, aber für nicht wirksam befunden, wurden AII(6–8), His-Pro-Phe [SEQ ID NO: 14] und AII(4–8), Tyr-Ile-His-Pro-Phe [SEQ ID NO: 15].

Eine weitere Klasse von besonders bevorzugten Verbindungen gemäß der Erfindung besteht aus solchen Sequenzen mit der nachstehenden allgemeinen Struktur: Asp-Arg-R1-Tyr-Ile-His-Pro worin R1 ausgewählt ist aus der Gruppe, bestehend aus Lys, Leu, norLeu, Val, Ile und Ala.

Noch mehr bevorzugte Ausführungsformen schließen SEQ ID NO: 4, SEQ ID NO: 40 und SEQ ID NO: 41 ein, wobei SEQ ID NO: 41 die am meisten bevorzugte Ausführungsform ist.

Eine weitere Klasse von Verbindungen von speziellem Interesse gemäß der Erfindung ist die mit der allgemeinen Formel II R2-R3-R4-R5-R6-R7-R8, worin R2 ausgewählt ist aus der Gruppe, bestehend aus H, Arg, Lys, Ala, Orn, Ser(Ac), Sar, D-Arg und D-Lys;

R3 ausgewählt ist aus der Gruppe, bestehend aus Val, Ala, Leu, norLeu, Ile, Gly, Pro, Aib, Acpc und Tyr;

R4 ausgewählt ist aus der Gruppe, bestehend aus Tyr, Tyr(PO3)2, Thr, Ser, homoSer, azaTyr und Ala;

R5 ausgewählt ist aus der Gruppe, bestehend aus Ile, Ala, Leu, norLeu, Val und Gly;

R6 His, Arg oder 6-NH2-Phe ist;

R7 Pro oder Ala ist; und

R8 ausgewählt ist aus der Gruppe, bestehend aus Phe, Phe(Br), Ile und Tyr.

Eine besonders bevorzugte Unterklasse der Verbindungen der allgemeinen Formel II ist die der Formel R2-R3-Tyr-R5-His-Pro-Phe[SEQ ID NO: 16] worin R2, R3 und R5 wie vorstehend definiert sind. Besonders bevorzugt ist Angiotensin III der Formel Arg-Val-Tyr-Ile-His-Pro-Phe [SEQ ID NO: 2]. Andere bevorzugte Verbindungen schließen Peptide der Strukturen Arg-Val-Tyr-Gly-His-Pro-Phe [SEQ ID NO: 17] und Arg-Val-Tyr-Ala-His-Pro-Phe [SEQ ID NO: 18] ein. Das Fragment AII(4–8) war bei wiederholten Tests unwirksam; es wird angenommen, dass das exponierte Tyrosin am N-Terminus dafür verantwortlich ist.

Andere besonders bevorzugte Ausführungsformen schließen ein:

In den vorstehend genannten Formeln werden die Standard-Dreibuchstaben-Abkürzungen für Aminosäurereste verwendet. Falls nicht anders angegeben, ist immer die L-Form der Aminosäuren gemeint. Andere Reste werden wie folgt abgekürzt:

TABELLE 1 Abkürzung für Aminosäuren

Es wurde vorgeschlagen, dass AII und seine Analoga entweder eine gamma- oder ein beta-Schleife ausbilden (Regoli et al., Pharmacological Reviews 26: 69 (1974)). Allgemein wird angenommen, dass neutrale Seitenketten an den Positionen R3, R5 und R7 an der Aufrechterhaltung des geeigneten Abstandes zwischen den aktiven Gruppen an den Positionen R4, R6 und R8, die hauptsächlich für eine Bindung an Rezeptoren und/oder eine intrinsische Aktivität verantwortlich sind, beteiligt sein können. Hydrophobe Seitenketten an den Positionen R3, R5 und R8, können auch eine wichtige Rolle für die gesamte Konformation des Peptids spielen und/oder zur Bildung einer hypothetischen hydrophoben Tasche beitragen.

Geeignete Seitenketten an der Aminosäure an Position R2 könnte zur Affinität der Verbindungen für Zielrezeptoren beitragen und/oder eine wichtige Rolle bei der Konformation des Peptides spielen. Aus diesem Grund sind Arg und Lys für R2 besonders bevorzugt.

Für erfindungsgemäße Zwecke wird angenommen, dass R3 an der Bildung von linearen oder nicht-linearen Wasserstoffbindungen mit R5 (im gamma-Schleifenmodell) oder R6 (im beta-Schleifenmodell) beteiligt sein könnte. R3 würde ebenfalls in der ersten Schleife einer antiparallelen beta-Faltblattstruktur teilnehmen (was auch als eine mögliche Struktur vorgeschlagen wurde). Im Gegensatz zu anderen Positionen in der allgemeinen Formel I erscheint es, dass beta- und gamma-Verzweigungen an dieser Position gleich wirksam sind. Außerdem könnte eine einzige Wasserstoffbindung ausreichend sein, um eine relativ stabile Konformation aufrecht zu erhalten. Entsprechend kann R3 geeigneter Weise aus Val, Ala, Leu, norLeu, Ile, Gly, Pro, Aib, Acpc und Tyr ausgewählt werden.

Hinsichtlich R4 führten Konformationsanalysen zu der Annahme, dass die Seitenkette an dieser Position (sowie an R3 und R5) zu einem hydrophoben Cluster beiträgt, von dem angenommen wird, dass er für eine Besetzung und Stimulation von Rezeptoren erforderlich ist. Daher ist R4 vorzugsweise aus Tyr, Thr, Tyr(PO3)2, homoSer, Ser und azaTyr ausgewählt. An dieser Position ist Tyr besonders bevorzugt, weil es eine Wasserstoffbindung mit der Rezeptorstelle ausbilden kann, die in der Lage ist, ein Wasserstoffatom von der phenolischen Hydroxylgruppe aufzunehmen (Regoli et al. (1974), supra). Es wurde auch gefunden, dass R4 Ala sein kann.

An Position R5 ist eine Aminosäure mit einer &bgr;-aliphatischen oder alicyclischen Kette besonders bevorzugt. Daher ist, obwohl Gly an Position R5 geeignet ist, bevorzugt, dass die Aminosäure an dieser Position aus Ile, Ala, Leu, norLeu, Gly und Val ausgewählt ist.

Bei den AII-Analoga, Fragmenten und Analoga von Fragmenten, die erfindungsgemäß von besonderem Interesse sind, ist R6 His, Arg oder 6-NH2-Phe. Die einzigartigen Eigenschaften des Imidazolrings von Histidin (z.B. Ionisation bei physiologischem pH-Wert, Fähigkeit als Protonendonor oder -akzeptor zu fungieren, aromatischer Charakter) tragen vermutlich für dessen spezielle Verwendbarkeit als R6 bei. Beispielsweise legen Konformationsmodelle nahe, dass His an der Bildung von Wasserstoffbindungen (im beta-Modell) oder an der zweiten Schleife der antiparallelen Struktur beteiligt sein könnte, in dem es die Orientierung von R7 beeinflusst. Entsprechend wird derzeit angenommen, dass R7 Pro sein sollte, um die am meisten erwünschte Orientierung von R8 zu erreichen. An Position R8 sind anscheinend sowohl ein hydrophober Ring als auch ein anionischer Carboxylterminus für die Bindung der interessierenden Analoga an Rezeptoren speziell nützlich; daher sind Tyr und ganz besonders Phe für die erfindungsgemäßen Zwecke bevorzugt.

Analoga, die von besonderem Interesse sind, schließen die nachstehenden ein:

TABELLE 2 Angiotensin II-Analoga

Die erfindungsgemäßen Polypeptide können durch ein jegliches herkömmliches Verfahren synthetisiert werden, einschließlich in nicht begrenzender Weise derjenigen in J. M. Stewart und J. D. Young, Solid Phase Peptide Synthesis, 2. Ausgabe, Pierce Chemical Co., Rockford, Ill. (1984) und J. Meienhofer, Hormonal Proteins and Peptides, Band 2, Academic Press, New York, (1973) für Festphasensynthese und E. Schroder und K. Lubke, The Peptides, Band 1, Academic Press, New York, (1965) für Lösungssynthese. Die Offenbarung der vorstehend genannten wissenschaftlichen Abhandlungen sind hier durch Bezugnahme eingeschlossen.

Im Allgemeinen beinhalten diese Verfahren die sequenzielle Anfügung von geschützten Aminosäuren an eine wachsenden Peptidkette (US-PS 5,693,616). Normalerweise sind dabei entweder die Amino- oder die Carboxylgruppe der ersten Aminosäure und jede reaktive Seitenkettengruppe geschützt. Diese geschützte Aminosäure wird dann entweder an einem inerten Festträger angebracht oder in Lösung verwendet und die nächste Aminosäure in der Sequenz, die ebenfalls in geeigneter Weise geschützt ist, wird unter Bedingungen angefügt, die für die Bildung der Amidbindung geeignet sind. Nachdem alle gewünschten Aminosäuren in der richtigen Reihenfolge verbunden wurden, werden die Schutzgruppen und jeglicher Festträger entfernt, um das Rohpolypeptid zu erhalten. Um das Endprodukt zu erhalten, wird das Polypeptid bevorzugt chromatographisch entsalzt und aufgereinigt.

Vorzugsweise werden Peptide gemäß der Standard-Festphasenverfahren synthetisiert, wie sie beispielsweise mit einem Applied Biosystems Modell 430A-Peptidsynthesegerät (Applied Biosystems, Foster City, Calif.) entsprechend den Angaben des Herstellers erfolgen kann. Andere Verfahren zur Synthese von Peptiden oder Peptidomimetika, entweder durch Festphasenverfahren oder in flüssiger Phase, sind dem Fachmann bekannt.

In einem Aspekt wird erfindungsgemäß die Begrenzung von Narbenbildung durch AII-Analoga, AII-Fragmente und Analoga davon, ACE-Inhibitoren und/oder AII-AT2-Typ 2-Rezeptor-Agonisten („wirksame Mittel"), entweder allein oder in Kombination mit anderen Verbindungen, die dazu dienen, Narben- oder Adhäsionsbildung zu begrenzen, bereitgetellt. In einer bevorzugten Ausführungsform ist das wirksame Mittel ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus SEQ ID NO: 4, SEQ ID NO: 40 und SEQ ID NO: 41. In einer am meisten bevorzugten Ausführungsform umfasst das wirksame Mittel SEQ ID NO: 41. Weitere Verbindungen zur Begrenzung von Narbenbildung schließen in nicht begrenzender Weise Inhibitoren von TGF-&bgr;1 und TGF-&bgr;2 ein.

In einem weiteren Aspekt wird erfindungsgemäß die Begrenzung von Adhäsionsbildung durch AII-Analoga, AII-Fragmente und Analoga davon, ACE-Inhibitoren, und/oder AII-AT2-Typ 2-Rezeptor-Agonisten („wirksame Mittel"), entweder alleine oder in Kombination mit anderen Verbindungen, die dazu dienen, Narben- oder Adhäsionsbildungen zu begrenzen, bereitgestellt. In einer bevorzugten Ausführungsform ist das wirksame Mittel ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus SEQ ID NO: 4, SEQ ID NO: 40 und SEQ ID NO: 41. In einer am meisten bevorzugten Ausführungsform umfasst das wirksame Mittel SEQ ID NO: 41. Weitere Verbindungen zur Begrenzung von Adhäsionsbildung umfassen in nicht begrenzender Weise Lazaroide (US-PS 5,614,515), Quinacrin (US-PS 5,478,837), Retinoide (US-PS 5,534,261), Dipyridamol (US-PS 5,498,613), Manoalide (US-PS 5,891,460), Ketotifene (US-PS 5,891,460), Gewebeplasminogen-Aktivator (TPA) (US-PS 4,889,722), RGD-enthaltende Peptide (Rodgers et al., Fertility and Sterility, 70: 1131–1138 (1998); US-PS 5,629,294), rekombinantes Hirudin (Rodgers et al., J. Invest. Surg. 9: 385–391 (1996)), Antientzündungspeptid 2 (Rodgers et al., J. Investig. Surg. 10: 31–36 (1997)), nicht-steroidale Antientzündungsarzneimittel (NSAIDS) wie Tolmetin und Ibuprofen (Legrand et al., J. Invest. Surg. 8: 187–194 (1995)), und Antientzündungskortikosteroide wie Betamethason und Dexamethason.

Zur Verwendung bei der Begrenzung von Narben- oder Adhäsionsbildung können die wirksamen Mittel auf jedem geeigneten Weg verabreicht werden, einschließlich oral, parenteral, durch Inhalation, durch Spray, rektal, transdermal oder topisch, in Dosiseinheitsformulierungen, die herkömmliche pharmazeutisch verträgliche Träger, Adjuvanzien und Vehikel enthalten. Der Begriff parenteral, wie er hier verwendet wird, beinhaltet subkutane, intravenöse, intramuskuläre, intrasternale, intratendinöse, intraspinale, intrakraniale, intrathorakale Techniken, Infusionstechniken oder intraperitoneale Techniken.

Die wirksamen Mittel können in fester Form (einschließlich Granula, Pulver oder Zäpfchen) oder in flüssiger Form (z.B. Lösungen, Suspensionen oder Emulsionen) hergestellt, und herkömmlichen pharmazeutischen Verfahren, wie Sterilisation, unterzogen werden und/oder können herkömmliche Adjuvantien, wie Konservierungsstoffe, Stabilisatoren, Befeuchtungsmittel, Emulgatoren, Pufferstoffe etc., enthalten.

Obwohl die wirksamen Mittel als das alleinig wirksame pharmazeutische Mittel verabreicht werden können, können sie auch in Kombination mit einer oder mehreren anderen Verbindungen verwendet werden. Wenn sie als Kombination verabreicht werden, können die wirksamen Mittel und andere Verbindungen als getrennte Zusammensetzungen formuliert werden, die zur gleichen Zeit oder zu unterschiedlichen Zeiten verabreicht werden, oder die wirksamen Mittel und andere Verbindungen können als eine einzige Zusammensetzungen verabreicht werden.

Zur Verabreichung werden die wirksamen Mittel gewöhnlich mit einem oder mehreren Adjuvanzien kombiniert, die für den indizierten Verabreichungsweg geeignet sind. Die Verbindungen können mit Lactose, Sucrose, Stärkepulver, Celluloseestern von Alkansäuren, Stearinsäure, Talk, Magnesiumstearat, Magnesiumoxid, Natrium- und Kalziumsalzen von Phosphor- und Schwefelsäuren, Gummi arabicum, Gelatine, Natriumalginat, Polyvinylpyrrolidin und/oder Polyvinylalkohol gemischt werden und für eine herkömmliche Verabreichung zu Tabletten gepresst oder eingekapselt werden. Alternativ können die wirksamen Mittel in Kochsalzlösung, Wasser, Polyethylenglykol, Propylenglykol, Fibrinkleber, DermaBondTM oder anderen Cyanacrylen, Thrombogen, kolloidalen Carboxymethylcelluloselösungen, Ethanol, Maisöl, Erdnussöl, Baumwollsamenöl, Sesamöl, Tragantgummi, und/oder verschiedenen Puffern gelöst werden. Andere Adjuvanzien und Verabreichungsmöglichkeiten sind in der Pharmazie bekannt. Der Träger oder das Verdünnungsmittel kann ein Zeit-verzögerndes Material wie Glycerylmonostearat oder Glyceryldistearat alleine oder mit einem Wachs, oder andere bekannte Materialien enthalten.

Der geeignete Dosierungsplan zur Begrenzung von Narben- oder Adhäsionsbildung mit den wirksamen Mitteln basiert auf einer Vielzahl von Faktoren, einschließlich der Art der Verletzung, des Alters, des Gewichts, des Geschlechts, der medizinischen Verfassung des Individuums, der Schwere des Zustandes, des Verabreichungswegs und der spezifischen verwendeten Verbindung. Dosierungsmengen in der Größenordnung von 0,1 ng/kg bis 10 mg/kg der wirksamen Mittel pro Körpergewicht sind für alle Verfahren einer Verwendung, die hier beschrieben sind, geeignet.

In einer erfindungsgemäßen bevorzugten Ausführungsform werden die wirksamen Mittel transdermal oder topisch verabreicht. Eine geeignete transdermale oder topische Dosis des wirksamen Bestandteils der wirksamen Mittel liegt bevorzugt zwischen etwa 0,1 ng/kg und etwa 10 mg/kg, zweimal täglich verabreicht. Für eine transdermale Verabreichung kann der wirksame Bestandteil 0,001% bis 10% w/w, z.B. 1–2% nach Gewicht der Formulierung umfassen, obwohl er bis zu 10% w/w, aber vorzugsweise nicht mehr als 5% w/w, und mehr bevorzugt 0,1% bis 1% der Formulierung umfassen kann.

Eine für eine topische Verabreichung geeignete Formulierung beinhaltet flüssige oder halbflüssige Präparationen, die für eine Penetration durch die Haut geeignet sind (z.B. Einreibemittel, Lotionen, Salben, Cremes oder Pasten) und Tropfen, die für eine Verabreichung an das Auge, Ohr oder die Nase geeignet sind.

Transdermale Mittel einschließlich in nicht begrenzender Weise transdermale Pflaster können verwendet werden, um die wirksamen Mittel der Behandlungsstelle zu zuführen. Transdermale Formulierungen können hergestellt werden, indem das wirksame Mittel in einen thixotropischen oder gelatinösen Träger, einschließlich in nicht begrenzender Weise ein Cellulosemedium wie Methylcellulose oder Hydroxyethylcellulose, eingebaut wird, wobei die sich ergebende Formulierung dann in eine transdermale Vorrichtung gepackt wird, die derart angepasst ist, dass sie in Kontakt mit der Haut eines Trägers angebracht wird.

In einem weiteren Aspekt werden erfindungsgemäß Kits zur Begrenzung von Narben- oder Adhäsionsbildungen bereitgestellt, wobei die Kits eine wirksame Menge der erfindungsgemäßen wirksamen Mittel und Anleitungen für eine Verwendung der Menge des wirksamen Mittels, die für eine zur Begrenzung der Narben- oder Adhäsionsbildung wirksam ist, umfassen.

In einem weiteren Aspekt werden erfindungsgemäß pharmazeutische Zusammensetzungen bereitgestellt, die eine wirksame Menge der wirksamen Mittel umfassen, um Narben- oder Adhäsionsbildung zu begrenzen. In einer bevorzugten Ausführungsform ist das wirksame Mittel ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus SEQ ID NO: 4, SEQ ID NO: 40 und SEQ ID NO: 41. In der am meisten bevorzugten Ausführungsform umfasst das wirksame Mittel SEQ ID NO: 41.

In einem weiteren Aspekt werden die pharmazeutischen Zusammensetzungen mit anderen Verbindungen, die für eine Narben- oder Adhäsionsbildung verwendbar sind, kombiniert. Solche anderen Verbindungen, die für eine Verhinderung von Narbenbildung verwendbar sind, beinhalten in nicht begrenzender Weise Inhibitoren von TGF-&bgr;1 und TGF-&bgr;2. Solche anderen Verbindungen, die für eine Verhinderung von Adhäsionsbildung verwendbar sind, beinhalten in nicht begrenzender Weise Lazaroide, Quinakrin, Retinoide, Dipyridamol, Manoalide, Ketotifene, RGD-Peptide, rekombinantes Hirudin, Antientzündungspeptid 2, Gewebeplasminogenaktivator, nicht-steroidale Antientzündungsarzneimittel (NSAIDS) wie Tolmetin und Ibuprofen und Antientzündungskortikosteroide wie Betamethason und Dexamethason.

Dadurch, dass die Erfindung Mittel und Kits für eine Begrenzung von Narbenbildung bereitstellt, wird sie klinisch für eine Behandlung aller Arten von Wunden, sowohl zur Begrenzung von anfänglicher Narbenbildung als auch zur therapeutischen Behandlung von bestehenden Narben (d.h. Herausschneiden der Narbe nach ihrer Bildung, ihre Behandlung mit erfindungsgemäßen Verbindungen und langsameres Abheilen der Narbe) verwendbar sein. Solche Wunden beinhalten in nicht begrenzender Weise Platzwunden, Verbrennungen, Stiche, Traumata, Geschwüre, peridontale Zustände, Laparatomiewunden, Schnittwunden, Korrektur von hypertrophischen Narben, genetische hypertrophische Narben, Keloidnarben, Kontrakturen nach Verbrennungen und kosmetische chirurgische Eingriffe.

Dadurch, dass die Erfindung Mittel und Kits für eine Begrenzung von Adhäsionsbildung bereitstellt, wird sie klinisch für eine Verwendung mit allen Arten von chirurgischen Eingriffen, bei denen es erwünscht ist, die Adhäsionsbildung zu hemmen, oder die Menge von zuvor gebildeten Adhäsionen zu reduzieren, verwendbar sein. Daher ist sie vielfältig bei allen Arten eines chirurgischen Eingriffs, bei denen Adhäsionsbildung eine Komplikation darstellen kann, einsetzbar. Nicht begrenzende Beispiele von Fällen, bei denen eine prophylaktische und/oder therapeutische Behandlung mit den erfindungsgemäßen Verbindungen von Nutzen ist, beinhalten Adhäsionen von Sehnen, Bändern, im abdominalen Bereich, im Beckenbereich, perikardiale/epikardiale, neurologische (einschließlich Adhäsionen der Dura Mater und perineuraler Adhäsionen), retrosternale Adhäsionen und perispinale Fibrose. Die Verfahren sind daher für spezielle Behandlungen, einschließlich in nicht begrenzender Weise abdominaler Chirurgie, kosmetischer Chirurgie, gynäkologischer Chirurgie, thorakaler Chirurgie, orthopädischer Chirurgie mit Einfluss auf Sehnen, Bänder, etc., neurologischer Chirurgie betreffend die Dura Mater, perispinaler und perineuraler Adhäsionen, Obstruktionen der Gedärme, unfruchtbarer Frauen, die schwanger werden möchten, Laminektomien, Disektomien, Sehnenwiederherstellung, arthroskopische Chirurgie und diejenigen Patienten, die sich Herzoperation unterziehen und vermutlich weiterer solcher Behandlungen bedürfen, verwendbar.

Die Erfindung kann durch Bezugnahme auf die begleitenden Beispiele besser verstanden werden, die ausschließlich für Zwecke der Veranschaulichung dienen sollen und die nicht begrenzend zu verstehen sind.

Beispiel I. Wirkung gegen Narbenbildung von AII(1–7) Analoga

Weibliche Sprague-Dawley-Ratten mit jeweils einem Gewicht zwischen 175 und 225 Gramm wurden in dieser Untersuchung verwendet. Die Ratten wurden mindestens zwei Tage vor dem chirurgischen Eingriff unter Quarantäne gestellt. Die Ratten wurden im Vivarium der Universität von Südkalifornien, in einem 12:12-Stunden-Licht/Dunkelheits-Zyklus gehalten. Futter und Wasser waren bis auf die Zeit unmittelbar nach der Operation ad libitum verfügbar.

Die Ratten wurden einem Standardverfahren für Laparatomie unterzogen (intramuskuläre Anästhesie mit Ketamin/Rompum, Rasur mit einer Haarschneidemaschine für Tiere, Schrubben mit Betadin, schrubben mit Alkohol). Ein 2 cm-Einschnitt erfolgte dann auf der Mittellinie. Eine doppelwandige Gelatinekapsel wurde auf der rechten Seite des Abdomens durch den Einschnitt platziert. Den Tieren wurden die Peptide subkutan (genau nachstehend beschrieben) (100 &mgr;g/kg/Tag) 3 Tage lang vor dem chirurgischen Eingriff und dann 11 Tage lang bis zur Nekropsie injiziert. Die Bauchdecke und -haut wurde dann vernäht, wobei zwei Lagen von 4-0 Ethilon-Nähmaterial verwendet wurden. Nach dem chirurgischen Eingriff erhielten die Ratten 3 Tage schmerzstillende Mittel und wurden zweimal täglich auf Anzeichen von Morbidität und Mortalität untersucht.

Nach einer oberflächlichen Untersuchung nach einer 11-tägigen postoperativen Untersuchungszeit war der Wundverschluss vollständig, aber es war keine Narbe bei Tieren zu erkennen, die mit den nachstehenden Peptiden behandelt worden waren:

Diese Ergebnisse zeigen, dass diese Peptide wirksam sind, Narbenbildung während eines Wundschlusses zu begenzen.

Beispiel 2. Bewertung von AII(1–7) und 9GD in einem Rattenmodell eines Einschnitts voller Stärke

Die Untersuchung wurde entworfen, um die Wirkung einer täglichen Verabreichung von AII(1–7) und 9GD auf die Heilung von Schnittwunden mit voller Stärke im Rattenmodell zu vergleichen. Für die topische Verabreichung wurde das viskose Vehikel aus Carboxymethylcellulose (CMC-Natriumsalz, geringe Viskosität, Sigma Chemical Co., St. Louis, MO (Chargennummer 34H0310)), bestehend aus 10%igem niedrigviskosem CMC in 0,05 M Phosphatpuffer, pH 7,2, hergestellt und durch Autoklavieren sterilisiert und anschließend mit sterilen Peptidlösungen oder mit DermaBondTM (erhalten von Ethicon, Inc.) gemischt. AII(1–7) und 9GD wurden von Bachem (Torrence, CA) unter GMP-Bedingungen hergestellt.

Während der experimentellen Phase wurden Sprague-Dawley-Ratten (5 pro Gruppe) in dieser Untersuchung verwendet. Eine Ratte pro Käfig wurde im Vivarium der Universität von Südkalifornien, bei einem 12:12-stündigem Licht/Dunkelheits-Zyklus gehalten. Nahrung und Wasser war ad libitum verfügbar.

Auf der Rückenoberfläche der Ratten wurden zwei Einschnitte in voller Strärke (ungefähr 3 cm lang) auf einer präparierten Fläche unter aseptischen Bedingungen vorgenommen. Nach der Verletzung wurde ein Placebo oder AII(1–7) (100 &mgr;g/Wunde [topisch], oder 100 &mgr;g/kg Körpergewicht [systemisch]) oder 9GD (10, 100 oder 500 &mgr;g/Wunde (topisch], oder 10, 100 oder 500 &mgr;g/kg Körpergewicht [systemisch)) verabreicht. Die Wunde wurde vernäht (falls das Peptid nicht in einer Klebebasis verabreicht worden war) oder wurde mit dem Placebo verschlossen (in Gruppen, bei denen das Peptid mit Cyanacrylat (DermaBondTM) verabreicht wurde).

Die Behandlungsgruppen enthielten:

Nur Chirurgie

CMC-Kontrolle

DermaBondTM-Kontrolle

Systemische Vorbehandlung mit AII(1–7)

Systemische Gabe von AII(1–7) beginnend am Tag der Chirurgie

Systemische Gabe von AII(1–7) nur eine Dosis

AII(1–7) in CMC eine Dosis

Pulver von AII(1–7)

Pulver von AII(1–7) bedeckt mit DermaBondTM

Systemische Vorbehandlung mit 9GD 10, 100, oder 500 &mgr;g/kg Körpergewicht

Systemische Gabe von 9GD beginnend am Tag der Chirurgie, 10, 100 oder 500 &mgr;g/kg Körpergewicht

Systemische Gabe von 9GD nur eine Dosis, 10, 100 oder 500 &mgr;g/kg Körpergewicht

9GD in CMC eine Dosis 10, 100 oder 500 &mgr;g pro Wunde

Pulver von 9GD

Pulver von 9GD bedeckt mit DermaBondTM

Während des postoperativen Intervalls wurden die Tiere auf Atmung, Urination und Bewegung untersucht. Die postoperative Gabe von schmerzstillenden Mitteln beinhaltete die zweimal tägliche Verabreichung von Bupronex für 3 Tage nach der Operation. Zu verschiedenen Zeiten nach dem chirurgischen Eingriff (bis zu mehreren Tagen) wurden die Ratten auf die Bildung von Narbengewebe an der Verletzungsstelle untersucht. Am 21. Tag wurden die Ratten durch CO2-Asphyxiation euthanasiert und Gewebe für eine histologische Präparation entnommen.

Narbenbildung wurde grob festgehalten, einschließlich einer Bewertung der Entzündungsreaktion, Dehiszenz, Schorfbildung, Heilung (definiert als prozentualer Anteil der verheilten Einschnitte) und Narbenbildung. Entzündung, Dehiszenz, Schorfbildung und Narbenbildung wurden mit einer 4-Punkteskala (0, 1, 2 oder 3) entsprechend für keine, geringe, moderate bzw. schwere Ausprägung bewertet. Der Schweregrad der Narbe wurde durch das Erscheinungsbild einer Disruption, die Kontur der Heilungsstelle, die Erhebung des Heilungsbereichs und der Fähigkeit, durch oberflächliche Beobachtung festzustellen, dass die Wunde gebildet wurde, definiert.

Die Daten aus diesen Experimenten sind in den 111 gezeigt. Diese Daten zeigen, dass eine Verabreichung von AII(1–7) und 9GD in den subkutanen Raum vor einem Verschluss mit DermaBondTM eine frühe Entzündung und Wund-Dehiszenz verminderte (1). Ferner erhöhte die Verabreichung dieser Peptide zu späteren Zeitpunkten nach der Heilung die Anzahl an Einschnitten, die frei von Narben waren (2) sowie die gesamte Narbenbildung (3). Ferner beschleunigte eine wiederholte systemische Verabreichung der Peptide (insbesondere eine Vorbehandlung mit 100 &mgr;g/kg Körpergewicht pro Tag von 9GD) die Heilungszeit (in einem geringeren Ausmaß als sie die Narbenbildung begrenzten) (46) und erhöhte die Anzahl an Einschnitten, ohne Narben nach oberflächlicher Untersuchung (79). Eine einzige Dosis der Peptide beschleunigte die Heilung nicht, aber reduzierte die Narbenbildung. Eine einzige Dosis der Peptide in CMC im subkutanen Raum beschleunigte ebenfalls die Heilung (10) und verringerte die Narbenbildung (11).

Beispiel 3. Hemmung von Adhäsionsbildung

Mehrere Untersuchungen wurden unternommen, um die Wirksamkeit der wirksamen Mittel alleine oder in Kombination mit einer Anti-Adhäsionsverbindung bei der Verringerung der Adhäsionsbildung nach peritonealer Chirurgie zu bestätigen. Zwei Modellsysteme wurden verwendet: das Seitenwandadhäsionsmodell und das Uterushornmodell. Eine eindeutige Korrelation zwischen den Ergebnissen, die durch Verwendung beider dieser Modelle erhalten wurden, und einer Verwendbarkeit bei einer Prävention von Adhäsionen wurde mit INTERCEED(TC7) gezeigt, für das eine eindeutige klinische Wirksamkeit gezeigt wurde und eine FDA-Zulassung zur Prävention von Adhäsionen bei gynäkologischer Chirurgie erteilt wurde.

Im peritonealen Seitenwandmodell werden Kaninchen mit 1,2 mg/kg Acetylpromazin voranästhesiert und mit einem Gemisch aus 55 mg/kg Ketaminhydrochlorid und 5 mg/kg Xylazin intramuskulär anästhesiert. Nach einer Präparation für einen sterilen chirurgischen Eingriff erfolgt eine Mittellinienlaparotomie. Ein 3 × 5 cm großer Bereich von Peritoneum und Musculus transversus abdominis wird von der rechten lateralen Abdomenwand entfernt. Der Blinddarm wird exteriorisiert und Druck mit den Fingern wird ausgeübt, um subserosale Hämorrhagien über alle Oberflächen des Blinddarms zu erzeugen. Der Blinddarm wird anschließend wieder an seine normale anatomische Position gelegt. Das zu testende wirksame Mittel oder die zu testende Zusammensetzung davon wird in eine Alzet-miniosmotische Pumpe gegeben (Alza Corporation, Palo Alto, CA, USA), um eine kontinuierliche Freisetzung des Moleküls während des postchirurgischen Intervalls zu ermöglichen. Die Alzet-miniosmotische Pumpe wird in den subkutanen Raum platziert und ein Versorgungsschlauch verband die Pumpe mit der Verletzungstelle an der Seitenwand. Bei Kontrollkaninchen wird ein Vehikel in die Pumpe gegeben. Die abdominale Wand und Haut werden in an sich bekannter Weise verschlossen.

Nach 7 Tagen werden die Kaninchen getötet und der prozentuale Anteil der Fläche der Seitenwandverletzungen, die in Adhäsionen einbezogen ist, wird bestimmt. Zusätzlich wird die Hartnäckigkeit der gebildeten Adhäsionen bewertet, indem das folgende System benutzt wird:

0
= keine Adhäsionen
1
= geringe, einfach zu durchtrennende Adhäsionen
2
= moderate Adhäsionen; nicht durchtrennbar, zerreißt nicht das Organ
3
= dichte Adhäsionen; nicht durchtrennbar, zerreißt bei einer Entfernung

Eine Verringerung der Fläche oder der Hartnäckigkeit der Adhäsionen würde als wünschenswert betrachtet werden.

In weiteren Experimenten wird ein Kaninchenuterushornmodell eingesetzt. Für dieses Modell wurde bereits gezeigt, dass es schwere Adhäsionen bei Kaninchen nach chirurgischen Eingriffen verursacht [Nishimura, K. et al., „The Use of Ibuprofen for the Prevention of Postoperative Adhesions in Rabbits", Am. J. Med., Band 77, Seiten 102–106 (1984)]. Die Kaninchen werden anästhesiert (130 mg/kg Ketamin und 20 mg/kg Acetylpromazin i.m.) und für einen sterilen chirurgischen Eingriff präpariert. Eine Mittellinienlaparotomie wird vorgenommen und beide Uterushörner werden chirurgisch durch Abschälen der serosalen Oberfläche mit Verbandsmull, bis sich eine punktuelle Blutung entwickelt, traumatisiert. Eine Ischämie der beiden Uterushörner wird durch die Entfernung der kollateralen Blutversorgung induziert. In manchen Untersuchungen werden die Materialien wie vorstehend beschrieben zur Verletzungsstelle mittels Alzet-miniosmotischer Pumpen und Schläuche gebracht. In anderen Untersuchungen wird ein Teil der Testzusammensetzungen am Ende des chirurgischen Eingriffs an der Verletzungsstelle aufgebracht und jegliches verbleibendes Material durch die Einschnittsstelle vor einem Schluss verabreicht. Die Kontrollen beinhalten chirurgische Kontrollen und Vehikelkontrollen. Die Bauchdecke und -haut werden in an sich bekannter Weise verschlossen.

Nach 7 Tagen werden die Kaninchen getötet und der prozentuale Anteil der Fläche der Uterushornverletzung, die an Adhäsionen beteiligt ist, wird bestimmt. Ein anfänglicher Bewertungsmaßstab für eine Darstellung des gesamten Ausmaßes von Adhäsionen ist angegeben (0 bis 4+). Anschließend wird der prozentuale Anteil einer Fläche des Horns, die bei Adhäsionen an verschiedenen Organen beteiligt ist, bestimmt.

In den Modellsystemen, die in den hier beschriebenen Beispielen verwendeten werden, verringern Zusammensetzungen, die die erfindungsgemäßen wirksamen Mittel umfassen, das Auftreten von peritonealen Adhäsionen.

SEQUENZPROTOKOLL


Anspruch[de]
Verwendung mindestens eines Wirkstoffs, umfassend eine Sequenz, die aus mindestens drei aufeinanderfolgenden Aminosäuren der Gruppen R1–R8 in der Sequenz der allgemeinen Formel I R1-R2-R3-R4-R5-R6-R7-R8 besteht,

worin R1 aus H, Asp, Glu, Asn, Acpc (1-Aminocyclopentancarbonsäure), Ala, Me2Gly, Pro, Bet, Glu(NH2), Gly, Asp(NH2) und Suc geeigneterweise ausgewählt ist,

R2 aus Arg, Lys, Ala, Orn, Citron, Ser(Ac), Sar, D-Arg und D-Lys geeigneterweise ausgewählt ist,

R3 aus der Gruppe bestehend aus Val, Ala, Leu, norLeu, Ile, Gly, Pro, Aib, Acpc und Tyr ausgewählt ist,

R4 aus der Gruppe bestehend aus Tyr, Tyr(PO3)2, Thr, Ala, Ser, homoSer und azaTyr ausgewählt ist,

R5 aus der Gruppe bestehend aus Ile, Ala, Leu, norLeu, Val und Gly ausgewählt ist,

R6 His, Arg oder 6-NH2-Phe ist,

R7 Pro oder Ala ist und

R8 aus der Gruppe bestehend aus Phe, Phe(Br), Ile und Tyr ausgewählt ist,

wobei Sequenzen ausgeschlossen sind, die R4 als eine terminale Tyr-Gruppe beinhalten, oder fehlt,

zur Herstellung einer pharmazeutischen Zusammensetzung zum Begrenzen von Narben- oder Adhäsionsbildung.
Verwendung nach Anspruch 1, wobei der Wirkstoff ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Angiotensinogen, SEQ ID NO: 1, SEQ ID NO: 2, SEQ ID NO: 3, SEQ ID NO: 4, SEQ ID NO: 5, SEQ ID NO: 6, SEQ ID NO: 7, SEQ ID NO: 8, SEQ ID NO: 9, SEQ ID NO: 10, SEQ ID NO: 11, SEQ ID NO: 12, SEQ ID NO: 13, SEQ ID NO: 16, SEQ ID NO: 17, SEQ ID NO: 18, SEQ ID NO: 19, SEQ ID NO: 20, SEQ ID NO: 21, SEQ ID NO: 22, SEQ ID NO: 23, SEQ ID NO: 24, SEQ ID NO: 25, SEQ ID NO: 26, SEQ ID NO: 27, SEQ ID NO: 28, SEQ ID NO: 29, SEQ ID NO: 30, SEQ ID NO: 31, SEQ ID NO: 32, SEQ ID NO: 33, SEQ ID NO: 34, SEQ ID NO: 35, SEQ ID NO: 36, SEQ ID NO: 37, SEQ ID NO: 38, SEQ ID NO: 39, SEQ ID NO: 40, SEQ ID NO: 41, SEQ ID NO: 42, SEQ ID NO: 43, SEQ ID NO: 44, SEQ ID NO: 45, SEQ ID NO: 46, SEQ ID NO: 47, SEQ ID NO: 48, SEQ ID NO: 49 und SEQ ID NO: 50. Verwendung mindestens eines Wirkstoffs, umfassend eine Sequenz, die aus der allgemeinen Formel Asp-Arg-R1-Tyr-Ile-His-Pro-R2 besteht,

worin R1 aus der Gruppe bestehend aus Lys, Leu, norLeu, Val, Ile und Ala ausgewählt ist, und

R2 fehlt oder Phe ist,

zur Herstellung einer pharmazeutischen Zusammensetzung zum Begrenzen von Narben- oder Adhäsionsbildung.
Verwendung nach Anspruch 3, wobei die Verbindung eine Verbindung umfasst, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus SEQ ID NO: 4, SEQ ID NO: 40 und SEQ ID NO: 41. Verwendung nach Anspruch 3, wobei die Verbindung SEQ ID NO: 41 umfasst. Verwendung nach einem der Ansprüche 1–5, wobei die pharmazeutische Zusammensetzung ferner mindestens eine andere Anti-Narben- oder Anti-Adhäsionsverbindung umfasst. Kit zum Begrenzen von Narben- oder Adhäsionsbildung, umfassend

(a) eine Menge, die wirksam ist, Narben oder Adhäsion zu begrenzen, mindestens eines Wirkstoffs, umfassend eine Sequenz, die aus mindestens drei aufeinanderfolgenden Aminosäuren der Gruppen R1–R8 in der Sequenz der allgemeinen Formel I R1-R2-R3-R4-R5-R6-R7-R8 besteht,

worin R1 aus H, Asp, Glu, Asn, Acpc (1-Aminocyclopentancarbonsäure), Ala, Me2Gly, Pro, Bet, Glu(NH2), Gly, Asp(NH2) und Suc geeigneterweise ausgewählt ist,

R2 aus Arg, Lys, Ala, Orn, Citron, Ser(Ac), Sar, D-Arg und D-Lys geeigneterweise ausgewählt ist,

R3 aus der Gruppe bestehend aus Val, Ala, Leu, norLeu, Ile, Gly, Pro, Aib, Acpc und Tyr ausgewählt ist,

R4 aus der Gruppe bestehend aus Tyr, Tyr(PO3)2, Thr, Ala, Ser, homoSer und azaTyr ausgewählt ist,

R5 aus der Gruppe bestehend aus Ile, Ala, Leu, norLeu, Val und Gly ausgewählt ist,

R6 His, Arg oder 6-NH2-Phe ist,

R7 Pro oder Ala ist und

R8 aus der Gruppe bestehend aus Phe, Phe(Br), Ile und Tyr ausgewählt ist, wobei Sequenzen ausgeschlossen sind, die R4 als eine terminale Tyr-Gruppe beinhalten, oder fehlt,

(b) Anweisungen zum Verwenden des Wirkstoffs, um Narben- oder Adhäsionsbildung zu begrenzen,

(c) eine Menge, die wirksam ist, um Narben- oder Adhäsionsbildung zu begrenzen, einer Verbindung ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Inhibitoren von TGF-&bgr;1, TGF-&bgr;2, Lazaroiden, Quinakrin, Retinoiden, Dipyridamol, Manoaliden, Ketotifenen, Gewebeplasminogenaktivator, RGD-Peptiden, rekombinantem Hirudin, antiinflammatorischem Peptid 2, nicht steroidalen antiinflammatorischen Arzneimitteln und antiinflammatorischen Corticosteroiden.
Kit nach Anspruch 7, wobei der Wirkstoff ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Angiotensinogen, SEQ ID NO: 1, SEQ ID NO: 2, SEQ ID NO: 3, SEQ ID NO: 4, SEQ ID NO: 5, SEQ ID NO: 6, SEQ ID NO: 7, SEQ ID NO: 8, SEQ ID NO: 9, SEQ ID NO: 10, SEQ ID NO: 11, SEQ ID NO: 12, SEQ ID NO: 13, SEQ ID NO: 16, SEQ ID NO: 17, SEQ ID NO: 18, SEQ ID NO: 19, SEQ ID NO: 20, SEQ ID NO: 21, SEQ ID NO: 22, SEQ ID NO: 23, SEQ ID NO: 24, SEQ ID NO: 25, SEQ ID NO: 26, SEQ ID NO: 27, SEQ ID NO: 28, SEQ ID NO: 29, SEQ ID NO: 30, SEQ ID NO: 31, SEQ ID NO: 32, SEQ ID NO: 33, SEQ ID NO: 34, SEQ ID NO: 35, SEQ ID NO: 36, SEQ ID NO: 37, SEQ ID NO: 38, SEQ ID NO: 39, SEQ ID NO: 40, SEQ ID NO: 41, SEQ ID NO: 42, SEQ ID NO: 43, SEQ ID NO: 44, SEQ ID NO: 45, SEQ ID NO: 46, SEQ ID NO: 47, SEQ ID NO: 48, SEQ ID NO: 49 und SEQ ID NO: 50. Kit nach Anspruch 7, wobei die Verbindung einen Wirkstoff aus der Gruppe, bestehend aus SEQ ID NO: 4, SEQ ID NO: 40 und SEQ ID NO: 41, umfasst. Kit nach Anspruch 7, wobei der Wirkstoff SEQ ID NO: 41 umfasst. Zusammensetzung für eine pharmazeutische Verwendung, umfassend:

(a) eine Menge, die wirksam ist, um Narben- oder Adhäsionsbildung zu begrenzen, mindestens eines Wirkstoffs, umfassend eine Sequenz, die aus mindestens drei aufeinanderfolgenden Aminosäuren der Gruppen R1–R8 in der Sequenz der allgemeinen Formel I R1-R2-R3-R4-R5-R6-R7-R8 besteht,

worin R1 aus H, Asp, Glu, Asn, Acpc (1-Aminocyclopentancarbonsäure), Ala, Me2Gly, Pro, Bet, Glu(NH2), Gly, Asp(NH2) und Suc geeigneterweise ausgewählt ist,

R2 aus Arg, Lys, Ala, Orn, Citron, Ser(Ac), Sar, D-Arg und D-Lys geeigneterweise ausgewählt ist,

R3 aus der Gruppe bestehend aus Val, Ala, Leu, norLeu, Ile, Gly, Pro, Aib, Acpc und Tyr ausgewählt ist,

R4 aus der Gruppe bestehend aus Tyr, Tyr(PO3)2, Thr, Ala, Ser, homoSer und azaTyr ausgewählt ist,

R5 aus der Gruppe bestehend aus Ile, Ala, Leu, norLeu, Val und Gly ausgewählt ist,

R6 His, Arg oder 6-NH2-Phe ist,

R7 Pro oder Ala ist und

R8 aus der Gruppe bestehend aus Phe, Phe(Br), Ile und Tyr ausgewählt ist, wobei Sequenzen ausgeschlossen sind, die R4 als eine terminale Tyr-Gruppe beinhalten, oder fehlt,

(b) einen pharmazeutisch verträglichen Träger und

(c) eine Menge, die wirksam ist, um Narben- oder Adhäsionsbildung zu begrenzen, einer Verbindung, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Inhibitoren von TGF-&bgr;1, TGF-&bgr;2, Lazaroiden, Quinakrin, Retinoiden, Dipyridamol, Manoaliden, Ketotifenen, Gewebeplasminogenaktivator, RGD-Peptiden, rekombinantem Hirudin, antiinflammatorischem Peptid 2, nicht steroidalen antiinflammatorischen Arzneimitteln und antiinflammatorischen Corticosteroiden.
Zusammensetzung nach Anspruch 11, wobei der Wirkstoff ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Angiotensinogen, SEQ ID NO: 1, SEQ ID NO: 2, SEQ ID NO: 3, SEQ ID NO: 4, SEQ ID NO: 5, SEQ ID NO: 6, SEQ ID NO: 7, SEQ ID NO: 8, SEQ ID NO: 9, SEQ ID NO: 10, SEQ ID NO: 11, SEQ ID NO: 12, SEQ ID NO: 13, SEQ ID NO: 16, SEQ ID NO: 17, SEQ ID NO: 18, SEQ ID NO: 19, SEQ ID NO: 20, SEQ ID NO: 21, SEQ ID NO: 22, SEQ ID NO: 23, SEQ ID NO: 24, SEQ ID NO: 25, SEQ ID NO: 26, SEQ ID NO: 27, SEQ ID NO: 28, SEQ ID NO: 29, SEQ ID NO: 30, SEQ ID NO: 31, SEQ ID NO: 32, SEQ ID NO: 33, SEQ ID NO: 34, SEQ ID NO: 35, SEQ ID NO: 36, SEQ ID NO: 37, SEQ ID NO: 38, SEQ ID NO: 39, SEQ ID NO: 40, SEQ ID NO: 41, SEQ ID NO: 42, SEQ ID NO: 43, SEQ ID NO: 44, SEQ ID NO: 45, SEQ ID NO: 46, SEQ ID NO: 47, SEQ ID NO: 48, SEQ ID NO: 49 und SEQ ID NO: 50. Zusammensetzung nach Anspruch 11, wobei der Wirkstoff eine Verbindung umfasst, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus SEQ ID NO: 4, SEQ ID NO: 40 und SEQ ID NO: 41. Zusammensetzung nach Anspruch 11, wobei der Wirkstoff SEQ ID NO: 41 umfasst. Verwendung von SEQ ID NO: 41 zur Herstellung einer pharmazeutischen Zusammensetzung zum Begrenzen von Narben- oder Adhäsionsbildung. Kit zum Begrenzen von Narben- oder Adhäsionsbildung, umfassend:

(a) eine Menge, die wirksam ist, um Narben- oder Adhäsionsbildung zu begrenzen, von SEQ ID NO: 41 und

(b) Anweisungen zum Verwenden der Menge von SEQ ID NO: 41, die wirksam ist, um Narben- oder Adhäsionsbildung zu begrenzen.
Pharmazeutische Zusammensetzung, umfassend:

(a) eine Menge, die wirksam ist, Narben- oder Adhäsionsbildung zu begrenzen, von SEQ ID NO: 41 und

(b) einen pharmazeutisch verträglichen Träger.






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