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Dokumentenidentifikation DE60124148T2 06.09.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001383511
Titel KALZILYTISCHE VERBINDUNGEN
Anmelder Smithkline Beecham Corp., Philadelphia, Pa., US
Erfinder BHATNAGAR, Pradip, King of Prussia, PA 19406, US;
BRYAN, M., William, Collegeville, PA 19426, US;
CALLAHAN, F., James, Collegeville, PA 19426, US;
HUFFMAN. William, F., King of Prussia, PA 19406, US
Vertreter HOFFMANN & EITLE, 81925 München
DE-Aktenzeichen 60124148
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 25.10.2001
EP-Aktenzeichen 019885714
WO-Anmeldetag 25.10.2001
PCT-Aktenzeichen PCT/US01/46233
WO-Veröffentlichungsnummer 2002034204
WO-Veröffentlichungsdatum 02.05.2002
EP-Offenlegungsdatum 28.01.2004
EP date of grant 25.10.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.09.2007
IPC-Hauptklasse A61K 31/675(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft neue calcilytische Verbindungen, Zusammensetzungen, die diese Verbindungen enthalten, und ihre Verwendung als Calciumrezeptorantagonisten.

In Säugern ist das extrazelluläre Ca2+ unter strenger homöostatischer Kontrolle und reguliert zahlreiche Prozesse wie die Blutgerinnung, die Erregbarkeit von Nerven und Muskeln, und die richtige Knochenbildung. Extrazelluläres Ca2+ inhibiert die Sekretion von Paraschilddrüsenhormon („PTH") aus Paraschilddrüsenzellen, inhibiert die Knochenresorption durch Osteo-clasten, und stimuliert die Sekretion von Calcitonin aus C-Zellen. Calciumrezeptorproteine ermöglichen einigen spezialisierten Zellen auf Änderungen der extrazellulären Ca2+-Konzentration zu reagieren.

PTH ist der wichtigste endokrine Faktor, der die Ca2+-Homöostase im Blut und extrazellulären Flüssigkeiten reguliert. PTH erhöht; durch die Einwirkung auf Knochen- und Nierenzellen, das Ca2+-Niveau im Blut. Dieser Anstieg im extrazellulären Ca2+ wirkt dann als ein negatives Rückkopplungssignal, welches die PTH-Sekretion unterdrückt. Die reziproke Beziehung zwischen extrazellulärem Ca2+ und der PTH-Sekretion bildet einen wichtigen Mechanismus der Aufrechterhaltung der Ca2+-Homöostase im Körper.

Extrazelluläres Ca2+ wirkt direkt auf Paraschilddrüsenzellen ein, um die PTH-Sekretion zu regulieren. Das Vorhandensein eines Paraschilddrüsenzelloberflächenproteins, welches Änderungen im extrazellulären Ca2+ detektiert, ist bestätigt worden. Siehe Brown et al., Nature 366:574, 1993. In Paraschilddrüsenzellen, wirkt dieses Protein, der Calciumrezeptor, als Rezeptor für extrazelluläres Ca2+, detektiert Änderungen der Ionenkonzentration des extrazellulären Ca2+, und initiiert eine funktionale Zellreaktion, die PTH-Sekretion.

Das extrazelluläre Ca2+ beeinflusst zahlreiche Zellfunktionen, die in Nemeth et al., Cell Calcium 11:319, 1990, zusammengestellt sind. Beispielsweise spielt das extrazelluläre Ca2+ eine Rolle in den parafollikulären (C-Zellen) und Paraschilddrüsenzellen. Siehe Zaidi, Bioscience Reports 10:493, 1990. Die Rolle des extrazellulären Ca2+ bei Knochenosteoclasten ist ebenfalls untersucht worden. Siehe Zaidi, Bioscience Reports 10:493, 1990.

Zahlreiche Verbindungen sind dafür bekannt, dass sie die Wirkungen des extrazellulären Ca2+ auf ein Calciumrezeptormolekül nachahmen. Calcilytica sind Verbindungen, die in der Lage sind, die Calciumrezeptoraktivität zu inhibieren, wodurch sie ein Absinken in den Aktivitäten eines oder mehrerer Calciumrezeptoren verursachen, die durch extrazelluläres Ca2+ ausgelöst werden. Calcilytica sind als Lead-Moleküle in der Entdeckung, Entwicklung, dem Entwurf, der Modifizierung und/oder der Konstruktion nützlicher Calciummodulatoren nützlich, welche an Ca2+-Rezeptoren wirksam sind. Solche Calcilytica sind zur Behandlung verschiedener Erkrankungen, Erkrankungsstadien, die durch abnormale Niveaus einer oder mehrerer Verbindungen charakterisiert sind, z.B. Polypeptide, wie Hormone, Enzyme oder Wachstumsfaktoren, deren Expression und/oder Sekretion durch die Aktivität eines oder mehrerer Ca2+-Rezeptoren reguliert oder beeinflusst wird, nützlich. Viele Erkrankungen oder Störungen calcilytischer Verbindungen schließen Erkrankungen ein, die eine abnormale Knochen- und Mineralhomöostase einschließen.

Abnormale Calciumhomöostase wird durch eine oder mehrere der folgenden Aktivitäten gekennzeichnet: einen abnormalen Anstieg oder eine Abnahme des Serum-Calciums; eine abnormale Abnahme oder Anstieg der Calciumexcretion im Urin, eine abnormale Abnahme oder ein Anstieg der Knochencalciumniveaus (wie z.B. durch Knochenmineraldichte-Messungen untersucht werden kann); eine abnorme Absorption von Calcium aus der Nahrung; ein abnormalen Anstieg oder eine Abnahme in der Produktion und/oder Freisetzung von Botschaftern, die Serum-Calciumniveaus beeinflussen, wie PTH und Calcitonin; und eine abnorme Änderung in der Reaktion, die durch Botschafter hervorgerufen wird, welche die Serum-Calciumniveaus beeinflussen.

Das bedeutet, dass Calcium-Rezeptorantagonisten einen einzigartigen Ansatz in der Pharmacotherapie von Erkrankungen, die mit der abnormen Knochen- oder Mineralhomöostase, wie Hypoparathyroidismus, Osteosarcom, Periodontalerkrankung, Bruchheilung, Osteoarthritis, rheumatoider Arthritis, Paget'sche Erkrankung, humorale Hypercalcemie, die mit Malignität assoziiert ist, und Bruchheilung sowie Osteoporose bieten.

Zusammenfassung der Erfindung

Die vorliegende Erfindung umfasst neue Calcium-Rezeptorantagonisten, die durch die Formel (I) unten dargestellt werden, und ihre Verwendung zur Herstellung eines Medikaments als Calcium-Rezeptorantagonisten zur Behandlung einer Vielzahl an Erkankungen, die mit abnormer Knochen- oder Mineralhomöostase assoziiert sind, einschließlich, aber nicht begrenzt auf, Hypoparathyroidismus, Osteosarcom, Periodontalerkrankung, Bruchheilung, Osteoarthritis, rheumatoide Arthritis, Paget's Erkrankung, humorale Hypercalcemie, assoziiert mit Malignität und Bruchheilung, und Osteoporose. Die vorliegende Erfindung stellt außerdem die Verwendung zur Antagonisierung von Calciumrezeptoren in einem Tier, einschließlich des Menschen, bereit, was die Verabreichung einer wirksamen Menge einer Verbindung der Formel (I), welche unten dargestellt wird, an ein Tier, das dessen bedarf, umfasst.

Die vorliegende Erfindung stellt weiter eine Verwendung zur Erhöhung von Serum Paraschilddrüsenhormon-Niveaus in einem Säuger, einschließlich eines Menschen, bereit, welche die Verabreichung einer wirksamen Menge einer Verbindung der Formel (I), die unten angegeben ist, an ein Tier umfasst, das dessen bedarf.

Detaillierte Beschreibung der Erfindung

Die Verbindungen der vorliegenden Erfindung werden ausgewählt aus Formel (I) unten:

worin A ein Aryl oder fusioniertes Aryl, Dihydro oder Tetrahydro-fusioniertes Aryl, Heteroaryl oder fusioniertes Heteroaryl, Dihydro oder Tetrahydrofusioniertes Heteroaryl, nicht-substituiert oder substituiert mit irgendeinem Substituenten, der aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus OH, Halogen, C1-4-Alkyl, C1-4-Alkoxy, C3-6-Cycloalkyl, CF3, OCF3, CN und NO2 besteht; D C oder N mit bis zu 2-N im Ring ist, mit der Maßgabe, dass X1-X5 nicht vorhanden sind, wenn D N ist;

X1 und X5 unabhängig voneinander ausgewählt sind aus der Gruppe, bestehend aus H, Halogen, CN, und NO, mit der Maßgabe, dass entweder X1 oder X5 H ist; mit der weiteren Maßgabe, dass X1 und X5 nicht vorhanden sind, wenn D N ist;

X2 ist aus der Gruppe ausgewählt, die aus H, Halogen, O-C1-4-Alkyl und J-K besteht;

X3 und X4 werden aus der Gruppe ausgewählt, die aus H, Halogen, O-C1-4-Alkyl, L und J-K ausgewählt wird;

J ist eine kovalente Bindung, Alkylen, O-Alkylen oder Alkenylen; und

K wird aus der Gruppe ausgewählt, die aus CO2R5, CONR4R'4, SO2NR4R4, OH, CHO, NR4R'4, NR4SO2R4" und CN besteht; mit der Maßgabe, dass X2, X3 und X4 nicht vorhanden sind, wenn D N ist;

L ist

„Alkyl" bezieht sich, so wie es hier verwendet wird, auf eine gegebenenfalls substituierte Kohlenwasserstoffgruppe, die durch einzelne Kohlenstoff-Kohlenstoffbindungen verbunden sind, und 1-20 Kohlenstoffatome haben, die miteinander verbunden sind. Die Alkyl-Kohlenwasserstoffgruppe kann linear, verzweigt oder zyklisch sein, gesättigt sein oder nicht. Vorzugsweise werden Substituenten des gegebenenfalls substituierten Alkyls ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Aryl, CO2R, CO2NHR, OH, OR, CO, NH2, Halo, CF3, OCF3 und NO2, wobei R, H, C1-4-Alkyl, C3-6-Cycloalkyl, C2-5-Alkenyl, C2-5-Alkynyl, Heterocycloalkyl oder Aryl darstellt. Zusätzliche Substituenten werden ausgewählt aus F, Cl, Br, I, N, S und O. Vorzugsweise sind nicht mehr als drei Substituenten vorhanden. Mehr bevorzugt hat das Alkyl 1-12 Kohlenstoffatome und ist nicht substituiert. Bevorzugt ist die Alkylgruppe linear.

„Cycloalkyl" bezieht sich, so wie es hier verwendet wird, auf gegebenenfalls substituierte 3-7-gliedrige carbocyclische Ringe, worin irgendwelche Substituenten ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus F, Cl, Br, I, N(R4)2, SR4 und OR4, solange es nicht anders angegeben wurde.

„Aryl" bezieht sich, so wie es hier verwendet wird, auf eine gegebenenfalls substituierte aromatische Gruppe mit mindestens einem Ring mit einem konjugierten pi-Elektronensystem, enthaltend bis zu zwei konjugierte oder fusionierte Ringsysteme. Aryl schließt carbocyclisches Aryl und Biarylgruppen ein, von denen alle gegebenenfalls substituiert sein können. Bevorzugtes Aryl schließt Phenyl und Naphthyl ein. Mehr bevorzugtes Aryl schließt Phenyl ein. Bevorzugte Substituenten werden ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Halogen, C1-4-Alkyl, OCF3, CF3, OMe, CN, OSO2R und NO2, worin R C1-4-Alkyl oder C3-6-Cycloalkyl darstellt.

„Heteroaryl" bezieht sich, so wie es hier verwendet wird, auf einen Arylring, der 1, 2 oder 3 Heteroatome wie N, S oder 0 enthält.

„Alkenyl" bezieht sich, so wie es hier verwendet wird, auf eine gegebenenfalls substituierte Kohlenwasserstoffgruppe, die mindestens eine Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindung enthält, und bis zu 5 Kohlenstoffatome enthält, die miteinander verbunden sind. Die Alkenyl-Kohlenwasserstoffkette kann gerade, verzweigt oder zyklisch sein. Irgendwelche Substituenten werden ausgewählt aus der Gruppe, die aus Halogen, C1-4-Alkyl, OCF3, CF3, OMe, CN, OSO2R und NO2, worin R C1-4-Alkyl oder C3-6-Cycloalkyl darstellt, besteht.

„Alkynyl" bezieht sich, so wie es hier verwendet wird, auf eine gegebenenfalls substituierte Kohlenwasserstoffgruppe, die mindestens eine Kohlenstoff-Kohlenstoff-Dreifachbindung enthält, zwischen den Kohlenstoffatomen und bis zu 5 Kohlenstoffatome enthält, die miteinander verbunden sind. Die Alkynyl-Kohlenwasserstoffgruppe kann geradkettig, verzweigt oder zyklisch sein. Irgendwelche Substituenten werden ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Halogen, C1-4-Alkyl, OCF3, CF3, OMe, CN, OSO2R und NO2, worin R C1-4-Alkyl oder C3-6-Cycloalkyl darstellt.

Die erfindungsgemäßen Verbindungen können ein oder mehrere asymmetrische Kohlenstoffatome enthalten, und können in razemischen oder optisch aktiven Formen vorliegen. All diese Verbindungen und Diastereomere werden als innerhalb des Schutzbereichs der vorliegenden Erfindung liegend vorausgesetzt.

Bevorzugte Verbindungen der vorliegenden Erfindung schließen ein:

3-{4-Cyano-3-[(R)-3-(2-indan-2-yl-1,1-dimethyl-ethylamino)-2-phosphonoxypropoxy]-phenyl}-propionsäureethylester;

3-{4-Cyano-3-[(R)-3-(2-indan-2-yl-1,1-dimethyl-ethylamino)-2-phosphonoxypropoxy]-phenyl}-propionsäure;

3'-{(R)-3-[2-(5-Chlor-thiophen-2-yl)-1,1-dimethyl-ethylamino]-2-phosphonoxy-propoxy}-4'-cyano-biphenyl-4-carbonsäureethylester; und

3'-{(R)-3-[2-(5-Chlor-thiophen-2-yl)-1,1-dimethyl-ethylamino]-2-phosphonoxy-propoxy}-4'-cyano-biphenyl-4-carbonsäure.

Pharmazeutisch annehmbare Salze sind nicht toxische Salze in Mengen und Konzentrationen, zu denen sie verabreicht werden.

Pharmazeutisch annehmbare Salze schließen Säureadditionssalze wie solche ein, die Sulfat, Hydrochlorid, Fumerat, Maleat, Phosphat, Sulfamat, Acetat, Citrat, Lactat, Tartrat, Methansulfonat, Ethansulfonat, Benzolsulfonat, p-Toluolsulfonat, Cyclohexylsulfamat und Chinat enhalten. Ein bevorzugtes Salz ist Hydrochlorid. Pharmazeutisch annehmbare Salze können von Säuren gewonnen werden, wie Salzsäure, Maleinsäure, Schwefelsäure, Phosphorsäure, Sulfamsäure, Essigsäure, Zitronensäure, Milchsäure, Tartarsäure, Äpfelsäure, Methansulfonsäure, Ethansulfonsäure, Benzolsulfonsäure, p-Toluolsulfonsäure, Cyclohexylsulfamsäure, Fumarsäure und Chinasäure.

Pharmazeutisch annehmbare Salze schließen auch basische Additionssalze ein, wie solche, die Benzathin, Chlorprocain, Cholin, Diethanolamin, Ethylendiamin, Meglumin, Procain, Aluminium, Calcium, Lithium, Magnesium, Kalium, Natrium, Ammonium, Alkylamin und Zink enthalten, wenn saure funktionale Gruppen wie Carbonsäure oder Phenol vorhanden sind.

Die vorliegende Erfindung stellt Verbindungen der Formel (2) oben bereit, welche unter Verwendung von Standardtechniken hergestellt werden können. Eine allgemeine Strategie zum Herstellen bevorzugter Verbindungen, die hier beschrieben werden, kann durchgeführt, wie in diesem Abschnitt beschrieben. Die Beispiele, die folgen, stellen die Synthese spezifischer Verbindungen dar. Unter Verwendung der hier beschriebenen Protokolle als Modell, kann ein gewöhnlicher Fachmann leicht andere Verbindungen der Erfindung herstellen.

Alle Reagentien und Lösungsmittel wurden von kommerziellen Verkäufern bezogen.

Schema 1.

Allgemeine Herstellung

Ein allgemeines Verfahren, das verwendet wird, um viele Verbindungen zu synthetisieren, kann, wie in Schema 1 beschrieben, durchgeführt werden: eine Lösung eines Heteroarylalkohols in Aceton wurde mit einer geeigneten Base wie K2CO3 behandelt, und für 15 min. erwärmt. R-Glycidylosylat wurde hinzugegeben, und die Reaktion wurde über Nacht fortgesetzt, um den entsprechenden Glycidylether zu ergeben (Schema 1). Eine Lösung des substituierten Glycidylethers und überschüssiges Amin (z.B 1,1-Dimethyl-2-(4-methyloxypheyl)ethylamin) in absolutem Ethanol, Acetonitril, THF, Dioxan, Toluol, oder jedes andere ähnliche Lösungsmittel in Gegenwart eines geeigneten Katalysators wie LiClO4 wird über Nacht im Rückfluss gerührt. Das Produkt wird mittels Chromatographie gereinigt. Hydrochloridsalze werden durch Behandlung der entsprechenden freien Base mit HCl entweder in einer Gasphase oder einer 4 M Dioxanlösung oder durch irgendein anderes Standardverfahren hergestellt. Ein repräsentatives Verfahren zum Herstellen der Phosphatester wird in Schema 2 gezeigt.

Um eine Erfindung der Formel (I) oder ein pharmazeutisch annehmbares Salz davon zur Behandlung von Menschen oder anderen Säugern zu verwenden, wird es normalerweise gemäß der pharmazeutischen Standardpraxis als pharmazeutische Zusammensetzung formuliert.

Die calcilytischen Verbindungen können auf verschiedenen Wegen, einschließlich intravenös, intrperitoneal, subkutan, intramuskulär, oral, topisch (transdermal) oder transmucöser Verabreichung verabreicht werden. Für die systemische Verabreichung ist die orale Verabreichung bevorzugt. Bei der oralen Verabreichung können die Verbindungen beispielsweise in konventionelle orale Dosierungsformen wie Kapseln, Tabletten und Flüssigpräparate wie Sirups, Elixire und konzentrierte Tropfen formuliert sein.

Alternativ dazu kann eine Injektion (parenterale Verabreichung) verwendet werden, z.B. intramuskulär, intravenös, intraperitoneal und subkutan. Für die Injektion werden die erfindungsgemäßen Verbindungen in flüssigen Lösungen formuliert, bevorzugt in physiologisch kompatiblen Puffern oder Lösungen wie einer Salzlösung, Hank's Lösung oder Ringer's Lösung. Zusätzlich können die Verbindungen in fester Form formuliert sein und direkt vor der Verwendung aufgelöst oder suspendiert werden. Lyophilisierte Formen können ebenfalls hergestellt werden.

Die systemische Verabreichung kann auch durch transmuköse oder transdermale Mittel erfolgen. Für die transmuköse oder transdermale Verabreichung werden Penetrationsmittel, die für die zu überwindende Barriere geeignet sind, in den Formulierungen verwendet. Solche Penetrationsmittel sind im Fachgebiet allgemein bekannt und schließen beispielsweise zur transmukösen Verabreichung Gallensalze und Fusidinsäure-Derivate ein. Zusätzlich können Detergentien verwendet werden, um das Eindringen zu erleichtern. Transmuköse Verabreichung kann beispielsweise durch Nasensprays, Rektalezäpfchen oder Vaginalzäpfchen erfolgen.

Für die topische Verabreichung können die erfindungsgemäßen Verbindungen in Salben, Salben (Salves), Gele oder Cremes formuliert werden, wie im Fachgebiet allgemein bekannt ist.

Die Mengen der verschiedenen zu verabreichenden calcylytischen Verbindungen können durch Standardverfahren bestimmt werden, wobei Faktoren, wie die IC50, EC50, die biologische Halbwertszeit der Verbindung, das Alter, die Größe und Gewicht des Patienten und die Erkrankung oder Störung, die mit dem Patienten assoziiert ist, in Betracht gezogen werden. Die Bedeutung dieser und anderer Faktoren, die in Betracht gezogen werden müssen, sind gewöhnlichen Fachleuten auf dem Gebiet bekannt.

Die zu verabreichenden Mengen können ebenfalls von den Darreichungswegen abhängen, und vom Grad der oralen Bioverfügbarkeit. Beispielsweise werden für Verbindungen mit niedriger oraler Bioverfügbarkeit relativ höhere Dosen zu verabreichen sein.

Bevorzugterweise liegt die Zusammensetzung in Einheitsdosierungsform vor. Für die orale Verabreichung kann beispielsweise eine Tablette oder Kapsel verabreicht werden, für die nasale Verabreichung kann eine abgemessene Aerosoldosis verabreicht werden, für die transdermale Verabreichung kann eine topische Formulierung oder ein Pflaster verabreicht werden, und für die transmuköse Verabreichung kann ein Buccalpflaster verabreicht werden. In jedem Fall ist die Dosierung so, dass der Patient eine einzelne Dosis verabreicht bekommen kann.

Jede Dosierungseinheit zur oralen Verabreichung enthält geeigneterweise von 0,01-500 mg/kg, und bevorzugt von 0,1-50 mg/kg einer Verbindung der Formel (2) oder eines pharmazeutisch annehmbaren Salzes davon, berechnet als freie Base. Die tägliche Dosis für die parenteralen, nasalen, oral inhalierbaren, transmukösen oder transdermalen Wege enthält geeigneterweise 0,01 bis 100 mg/kg einer Verbindung der Formel (I). Eine topische Formulierung enthält geeigneterweise 0,01 bis 5,0 % einer Verbindung der Formel (2). Der wirksame Inhaltsstoff kann beispielsweise 1 bis 6 Male pro Tag verabreicht werden, bevorzugterweise 1-mal, und ausreichend, um die gewünschte Wirkung aufzuweisen, wie einem Fachmann auf dem Gebiet leicht erkennbar ist.

„Behandlung" einer Erkrankung bedeutet, so wie es hier verwendet wird, Prävention, Verzögerung und Prophylaxe der Erkrankung, ist aber nicht darauf begrenzt.

Erkrankungen und Störungen, die behandelt oder verhindert werden können, schließen in Abhängigkeit von den betroffenen Zellen Knochen und mineralabhängige Erkrankungen und Störungen ein; Hypoparathyroidismus; solche des zentralen Nervensystems wie Anfälle, Schlaganfall, Schädeltrauma, Rückenmarksverletzungen, Hypoxie-induzierte Nervenzellschädigungen, wie bei Herzstillstand oder neonatalem Stress auftritt, Epilepsie, neurodegenerative Erkrankungen wie Morbus Alzheimer, Morbus Huntington und Morbus Parkinson, Demenz, Muskelspannung, Depression, Ängstlichkeit, panische Erkrankungen, obsessiv-kompulsive Störungen, posttraumatische Stressstörung, Schizophrenie, neuroleptisches malignes Syndrom und Tourette-Syndrom, Erkrankungen, die einen Überschuss an Wasserreabsorption durch die Niere einschließen, wie Syndrome einer nicht normalen ADH-Sekretion (SIADH), Zirrhose, congestives Herzversagen und Nephrose; Hypertension; Verhindern und/oder Senken der Nierentoxizität kationischer Antibiotika (z.B. Aminoglycosid-Antibiotika), Darmmotilitätsstörungen wie Durchfall und spastischer Darm; GI-Ulcerierungserkrankungen, GI-Erkrankungen mit überschüssiger Calciumabsorption wie Sarcoidose, Autoimmunerkrankungen und Organtransplantatabstoßung, Karzinome schuppenartiger Zellen und Pankreatitis.

In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung werden die vorliegenden Verbindungen verwendet, um die Mengen an Serum-Paraschilddrüsenhormon („PTH") zu erhöhen. Die Erhöhung von Serumn-PTH-Mengen kann hilfreich sein bei der Behandlung von Erkrankungen wie Hypoparthyroidismus, Osteosarkom, Periodontalerkrankung, Brüchen, Osteoarthritis, Rheumatoider Arthritis, Morbus Paget, humorale Hypercalcemie-Malignität und Osteoporose.

In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung werden die vorliegenden Verbindungen gemeinsam mit einem antiresorptiven Mittel verabreicht. Solche Mittel schließen ein, sind aber nicht beschränkt auf, Östrogen, 1,25 (OH)2 Vitamin D3, Calcitonin, selektive Östrogenrezeptormodulatoren, Vitronectinrezeptorantagonisten, V-H+-ATPase-Inhibitoren, scr SH2-Antagonisten, Biphosphonate und Cathepsin-K-Inhibitoren.

Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung beschreibt ein Verfahren zur Behandlung eines Patienten, umfassend die Verabreichung einer ausreichenden Menge einer vorliegenden Verbindung an den Patienten, um das Serum-PTH-Niveau zu erhöhen. Bevorzugterweise wird das Verfahren durch Verabreichung einer wirksamen Menge der Verbindung durchgeführt, um einen Anstieg der Dauer und/oder Menge an ausreichenden Serum-PTH-Niveau zu verursachen, um eine therapeutische Wirkung zu erzielen.

In zahlreichen Ausführungsformen verursacht die an den Patienten verabreichte Verbindung einen Anstieg des Serum-PTH mit einer Dauer von bis zu einer Stunde, ungefähr eine bis ungefähr vierundzwanzig Stunden, ungefähr eine bis ungefähr zwölf Stunden, ungefähr eine bis ungefähr sechs Stunden, ungefähr eine bis ungefähr fünf Stunden, ungefähr eine bis ungefähr vier Stunden, ungefähr zwei bis ungefähr fünf Stunden, ungefähr zwei bis ungefähr vier Stunden, oder ungefähr drei bis ungefähr sechs Stunden.

In einer alternativen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, verursacht die an den Patienten verabreichte Verbindung einen Anstieg des Serum-PTHs über eine Dauer von mehr als ungefähr vierzundzwanzig Stunden, vorausgesetzt, dass es mit einem antiresorptiven Mittel gemeinsam verabreicht wird.

In zusätzlichen weiteren Ausführungsformen verursacht die an den Patienten verabreichte Verbindung einen bis zu zweifachen, zwei- bis fünffachen, fünf- bis zehnfachen und mindestens zehnfachen Anstieg im Serum-PTH, der höher ist als das maximale Serum-PTH des Patienten. Das Peak-Serum-Niveau wird im Hinblick auf einen Patienten gemessen, der keine Behandlung macht.

Die Zusammensetzungen der Formel (I) oder ihrer pharmazeutisch annehmbaren Salze, welche wirksam sind, wenn sie oral verabreicht werden, können als Sirups, Tabletten, Kapseln und Lutschtabletten formuliert werden. Eine Sirupformulierung wird im Allgemeinen aus einer Suspension oder Lösung der Verbindung oder eines Salzes in einem Flüssigträger bestehen, z.B in Ethanol, Erdnussöl, Olivenöl, Glycerin oder Wasser mit einem Geschmacksstoff oder Farbmittel. Wenn die Zusammensetzung in Form einer Tablette vorliegt, kann jeder pharmazeutische Träger, der routinemäßig für die Herstellung fester Formulierungen verwendet wird, benutzt werden. Beispiele solcher Träger schließen Magnesiumstearat, Kaolin, Talk, Gelatine, Acacia, Stearinsäure, Stärke, Lactose und Saccharose ein. Wenn die Zusammensetzung in Form einer Kapsel vorliegt, ist jede Routineverkapselung geeignet, beispielsweise die oben erwähnten Trägerstoffe in einer harten Gelatinekapselschale. Wenn die Zusammensetzung in Form einer weichen Gelatineschalenkapsel vorliegt, kann jeder pharmazeutische Träger, der routinegemäß für die Herstellung von Dispersionen oder Suspensionen geeignet ist, in Betracht gezogen werden, z.B. wässrige Gummen, Zellulosen, Silikate oder Öle, und in eine weiche Gelatinekapselschale eingeschlossen sein.

Typische parenterale Zusammensetzungen bestehen aus einer Lösung oder Suspension einer Verbindung oder eines Salzes in einem sterilen wässrigen oder nicht-wässrigen Träger, gegebenenfalls enthaltend ein parenteral annehmbares Öl, z.B. Polyethylenglycol, Polyvinylpyrrolidon, Lecithin, Arachisöl oder Sesamöl.

Typische Zusammensetzungen zur Inhalation liegen in Form einer Lösung, Suspension oder Emulsion, die als trockenes Pulver oder in Form eines Aerosols unter Verwendung eines konventionellen Treibmittels wie Dichlordifluormethan oder Trichlorfluormethan verwendet wird, vor.

Eine typische Zäpfchenformulierung umfasst eine Verbindung der Formel (I) oder ein pharmazeutisch annehmbares Salz davon, welches wirksam ist, wenn es auf diese Weise verabreicht wird, mit einem Bindemittel und/oder Schmiermittel, z.B. polymeren Glycolen, Gelatinen, Kakaobutter und anderen niedrig-schmelzenden pflanzlichen Wachsen oder Fetten oder ihren synthetischen Analoga.

Typische dermale und transdermale Formulierungen umfassen einen konventionellen wässrigen oder nicht-wässrigen Träger, z.B. eine Creme, Salbe, Lotion oder Paste, oder haben die Form eines Medizinpflasters, Patches oder einer Membran.

Vorzugsweise ist die Zusammensetzung eine Einheitsdosierungsform, z.B. als Tablette, Kapsel oder als abgemessene Aerosoldosis, so dass der Patient eine einzelne Dosis verabreichen kann.

Nicht annehmbare toxische Wirkungen werden erwartet, wenn erfindungsgemäße Verbindungen gemäß der Erfindung verabreicht werden.

Die biologische Aktivität der Verbindungen der Formel (I) wird durch die folgenden Tests bewiesen.

(I) Calciumrezeptor-Inhibitionsassay

Die calcilytische Wirkung wurde durch das Bestimmen des IC50-Werts der Testverbindung beim Blockieren der Anstiege des intrazellulären Ca2+, welches durch extrazellulären Ca2+ ausgelöst wurde, in HEK 293 4.0-7-Zellen gemessen, die den humanen Calciumrezeptor stabil exprimieren. HEK 293 4.0-7-Zellen wurden, wie durch Rogers et al., J. Bone Miner. Res. 10 Suppl. 1:5483, 1995 beschrieben, hergestellt (hiermit durch Bezugnahme aufgenommen). Die intrazellulären Ca2+-Anstiege wurden durch das Erhöhen der extrazellulären Ca2+ von 1 auf 1,75 mmol ausgelöst. Intrazelluläres Ca2+ wurde unter Verwendung von Fluo-3 gemessen, einem Fluoreszenz-Calciumindikator.

Das Verfahren war wie folgt:

  • 1. Zellen wurden in T-150-Flaschen in Selektionsmedium (DMEM, supplementiert mit 10 % fötalem Kälberserum und 200 &mgr;g/ml Hygromycin B) unter 5 % CO2:95 % Luft bei 37°C aufbewahrt, und sie wurden bis zu 90 % Confluenz gezüchtet.
  • 2. Das Medium wurde dekantiert, und die Zellmonolayer wurde zweimal mit Phosphat-gepufferter Salzlösung (PBS) gewaschen, die bei 37°C aufbewahrt wurde. Nach dem zweiten Waschschritt wurden 6 ml 0,02 % EDTA in PBS hinzugegeben und für 4 min. bei 37°C inkubiert. Nach der Inkubation wurden die Zellen durch leichte Bewegung dispergiert.
  • 3. Die Zellen aus 2 oder 3 Flaschen wurden zusammengegeben und pellettiert (100 × g). Das Zellpellet wurde in 10-15 ml SPF-PCB+ resuspendiert und durch Zentrifugieren wieder pellettiert. Dieser Waschschritt wurde zweimal durchgeführt.

    Sulfat- und Phosphat-freier Parathyroid-Zell-Puffer (SPF-PCB) enthält 20 mmol Na-Hepes, pH 7,4, 126 mmol NaCl, 5 mmol KCl und 1 mmol MgCl2. SPF-PCB wurde hergestellt und bei 4°C aufbewahrt. Am Tag der Verwendung wurde SPF-PCB mit 1 mg/ml D-Glucose und 1 mmol CaCl2 supplementiert und dann in zwei Fraktionen aufgeteilt. Zu einer Fraktion wurde Rinderserumalbumin (BSA; Franktion V, ICN) zu 5 mg/ml hinzugegeben (SPF-PCB). Dieser Puffer wurde für das Waschen, Beladen und Aufbewahren der Zellen verwendet. Die BSA-freie Fraktion wurde verwendet, um die Zellen in der Cuvette für die Messungen der Fluoreszenz zu verdünnen.
  • 4. Das Pellet wurde in 10 ml SPF-PCB+ resuspendiert, der 2,2 &mgr;mol Fluo-3 (Molecular Probes) enthält und bei Raumtemperatur für 35 min. inkubiert.
  • 5. Nach der Inkubationszeit wurden die Zellen durch Zentrifugieren pellettiert. Das erhaltene Pellet wurde mit SPF-PCB+ gewaschen. Nach diesem Waschschritt wurden die Zellen in SPF-PCB+ bei einer Dichte von 1-2 × 106 Zellen/ml resuspendiert.
  • 6. Für die Aufzeichnung der Fluoreszenzsignale wurden 300 &mgr;l der Zellsuspension in 1,2 ml SPF-Puffer, enthaltend 1 mmol CaCl2 und 1 mg/ml D-Glucose, verdünnt. Die Messungen der Fluoreszenz wurden mit Hilfe eines Spectrofluorimeters bei 37°C unter konstantem Rühren durchgeführt. Die Anregung und Emmissionswellenlängen wurden bei 485 bzw. 535 nm gemessen. Um die Fluoreszenzsignale zu kalibrieren, wurde Digitonin (5 mg/ml in Ethanol) hinzugegeben, um Fmax zu erhalten, und der offensichtliche Fmin wurde durch Zugabe von Tris-EGTA (2,5 M Tris-Base, 0,3 M EGTA) bestimmt. Die Konzentration an intrazellulärem Calcium wurde unter Verwendung der folgenden Gleichung berechnet:

    Intracelluläres Calcium = (F – Fmin/Fmax) × Kd; wobei Kd = 400 nM.
  • 7. Um die potentielle calcilytische Wirkung der Testverbindungen zu bestimmen, wurden Zellen mit Testverbindung (oder Vehikel als Kontrolle) für 90 Sekunden inkubiert, bevor die Konzentration an extrazellulärem Ca2+ von 1 auf 2 mmol erhöht wurde. Die calcilytischen Verbindungen wurden nachgewiesen durch ihre Fähigkeit, die Anstiege in einer konzentrationsabhängigen Weise das intrazelluläre Ca2+, das durch das extrazelluläre Ca2+ ausgelöst wurde, zu blockieren.

Im Allgemeinen sind Verbindungen mit niedrigeren IC50-Werten in dem Calciumrezeptorinhibitionsassay bevorzugtere Verbindungen. Verbindungen mit IC50 über 50 &mgr;mol wurden als inaktiv betrachtet. Bevorzugte Verbindungen sind solche mit einem IC50 von 10 &mgr;mol oder niedriger, mehr bevorzugte Verbindungen haben eine IC50 von 1 &mgr;mol und am meisten bevorzugte Verbindungen haben eine IC50 von 0,1 &mgr;mol oder niedriger.

(II) Calciumrezeptor-Bindungsassay

HEK 293 4,0-7-Zellen, die stabil mit dem humanen Paraschilddrüsen-Calciumrezeptor („HuPCaR") transfiziert sind, wurden in T180-Gewebekulturflaschen angereichert. Die Plasmamembran wird durch Polytron-Homogenisierung oder Glas-Mahlen (Glass-Douncing) in Puffer (50 mmol Tris-HCl pH 7,4, 1 mmol EDTA, 3 mmol MgCl2) in Gegenwart eines Protease-Inhibitor-Cocktails gewonnen, der 1 &mgr;mol Leupeptin, 0,04 &mgr;mol Peptstatin und 1 mmol PMSF enthält. Die aliquotierte Membran wurde schnell eingefroren und bei -80°C gelagert. 3H markierte Verbindungen wurden auf eine radiospezifische Aktivität von 44 Ci/mmol radioaktiv markiert und wurden aliquotiert und in Flüssigstickstoff zugunsten der radiochemischen Stabilität gelagert.

Eine typische Reaktionsmischung enthält 2 nmol der 3H-Verbindung ((R,R)-N-4'-Methoxy-t-3-3'-methyl-1'-ethylphenyl-l-(1-naphthyl)ethylamin), 3H-Verbindung (R)-N-[2-Hydroxy-3-(3-chloro-2-cyanophenoxy)propyl]-1,1-dimethyl-2-(4-methoxyphenyl)ethylamin 4-10 &mgr;g Membran in Homogenisierungspuffer, enthaltend 0,1 % Gelatine sowie 10 % EtOH in einem Reaktionsvolumen von 0,5 ml. Die Inkubation wird in 12 × 75 Polyethylenröhrchen in einem Eiswasserbad durchgeführt. Zu jedem Röhrchen werden 25 ml Testprobe in 100 % EtOH hinzugegeben, gefolgt von 400 &mgr;l kaltem Inkubationspuffer, und 25 &mgr;l 40 nmol 3H-Verbindung in 100 % EtOH für eine endgültige Konzentration von 2 nmol.

Die Bindungsreaktion wird durch die Zugabe von 50 &mgr;l 80-200 &mgr;l/ml HEK 293 4.0-7 Membranen ausgelöst, welche in Inkubationspuffer verdünnt ist, und wird bei 4°C für 30 min. zu inkubiert. Der Waschpuffer ist 50 mmol Tris-HCl, enthaltend 0,1 % PEI. Die unspezifische Bindung wird durch die Zugabe eines 100-fachen Überschusses eines nichtmarkierten homologen Liganden bestimmt, und beträgt im Allgemeinen 20 % der Gesamtbindung. Die Bindungsreaktion wird durch schnelle Filtrierung mit durch 1 % PEI vorbehandelte GF/C-Filter unter Verwendung eines Brandel Harvestors beendet. Die Filter werden in Scintillierungsflüssigkeit platziert und die Radioaktivität wird durch Flüssigscintillationsmessung untersucht.

Beispiele

Die Magnet-Kernresonanz-Spektren wurden bei entweder 250 oder 400 MHz aufgezeichnet, indem entweder ein Bruker AM 250 oder ein Bruker AC 400 Spectrometer verwendet wurde. CDCl3 ist Deuteriochloroform, DMSO-d6 ist Hexadeuteriodimethylsulfoxid und CD3OD ist Tetradeuteriomethanol. Die chemischen Shifts werden in Millionsten Teilchen (•) feldabwärts vom internen Standard Tetramethylsilan gezeigt. Die Abkürzungen für die NMR-Daten sind wie folgt: s = Einzel, d = Doppel, t = Triplet, q = Quartett, m = Multiplet, dd = Doulette von Doubletten, dt = Doublette aus Tripletten, app = Offensichtlich, br = Breit. J gibt die NMR-Kopplungskonstante wieder, die in Hertz gemessen wird. Kontinuierliche Infrarotwellen (IR)-Spektren wurden auf einem Perkin-Elmer 683-Infrarotspektrometer aufgezeichnet, und Fourier-Transform-Infrarot (FTIR) -Spektren wurden auf einem Nicolet-Impact 400 D-Infrarotspektrometer aufgezeichnet. IR- und FTIR-Spektren wurden im Transmissionsmodus aufgezeichnet und die Bandenpositionen werden in umgekehrten Wellenzahlen (cm–1) wiedergegeben. Die Massenspektren wurden entweder einem VG 70 FE, PE Syx API III oder VG ZAB HF-Instrument, unter Verwendung von Fast-Atom-Bombardment (FAB) oder Elektronenspray (ES) Ionisierungstechniken gemessen. Die Elementaranalysen wurden unter Verwendung eines Perkin-Elmer 240C-Elementaranalyse-Geräts gewonnen. Die Schmelzpunkte wurden mit einem Thomas-Hoover-Schmelzpunktapparat aufgezeichnet und nicht korrigiert. Alle Temperaturen werden in °C angegeben.

Analtech Silicia Gel GF und E. Merck Silicia Gel 60 F-254 Dünnschichtplatten wurden für die Dünnschichtchromatographie verwendet. Sowohl Flash- und Schwerkraftchromatographien wurden auf einem E. Merck Kieselgel 60 (230-400-mesh) Kieselgel durchgeführt. Analytische und präparative HPLC wurden auf Rainin- oder Gilson-Chromatographen durchgeführt. ODS bezieht sich auf Octadecylsilyl-derivatisierte Kieselgelchromatographieträger. 5 &mgr; Apex ODS gibt einen mit Octadecylsilyl derivatisierten Kieselgelchromatographieträger mit einer nominalen Partikelgröße von 5 &mgr; an, hergestellt von Jones Chromatographie, Littleton, Colorado. YMC ODS-RQ® ist ein ODS-Chromatographieträger und ist eine registrierte Handelsmarke von YMC Co. Ltd., Kyoto, Japan. PRP-1® ist ein polymerer (Styroldivinylbenzol) Chromatographieträger, und ist eine registrierte Handelsmarke von Hamilton Co., Reno, Nevada. Celite® ist eine Filterhilfe, die sich aus Säure-gewaschenen Diatomeenkieselerde zusammensetzt und ist eine registrierte Handelsmarke von Manville Corp., Denver, Colorado. Nach dem allgemeinen Verfahren, das oben beschrieben wurde, wurden die folgenden Verbindungen synthetisiert:

Beispiel 1 Herstellung von 2-Indan-2-yl-1,1-dimethyl-ethylamin a) Indan-2-yl-essigsäuremethylester

Eine Lösung aus Indan-2-yl-essigsäure (Lancaster, 20 g, 0,11 M) in Methanol (200 ml) wurde gerührt und in einem Eisbad auf 0-10°C abgekühlt und tröpfchenweise mit Thionylchlorid (14,8 g, 0,125 M) behandelt. Das Gemisch wurde bei Raumtemperatur für 16 h gerührt, in vacuo auf konzentriert und der ölige Rest wurde in Ethylacetat gelöst, mit 2,5 N Natriumhydroxid, Wasser und Lauge gewaschen, getrocknet (MgSO4) und in vacuo auf konzentriert, um die Titelverbindung (21 g, 97 %) zu ergeben, welche fest wurde.

b) 1-Indan-2-yl-2-methyl-propan-2-ol.

Eine Lösung der Verbindung aus Beispiel 1(a) (6,3 g, 33 mmol) in Ether (150 ml) wurde tröpfchenweise zu 1,4 M Methyllithium in Ether (100 ml, 4,25 eq), welches im Eisbad gerührt wurde, zugegeben. Das Gemisch wurde auf Raumtemperatur aufwärmen gelassen, für 2 h gerührt, und sehr vorsichtig durch tröpfchenweise Zugabe gesättigten wässrigen Ammoniumchlorids (150 ml) abgeschreckt. Die wässrige Phase wurde abgetrennt und mit Ether extrahiert, und die kombinierte Etherphase wurde mit Lauge gewaschen, getrocknet (MgSO4) und in vacuo auf konzentriert, um die Titelverbindung als Öl zu ergeben, welches beim Stehenlassen kristallisierte (-89 %).

c) N-(2-Indan-2-yl-1,1-dimethyl-ethyl)acetamid

Zu einer Mischung konzentrierter Schwefelsäure (1,7 ml) in Acetonitril (6 ml), welche in einem Eisbad für 45 min. gerührt wurde, wurde tröpfchenweise eine Lösung der Verbindung aus Beispiel 1(b) (3,3 g, 17,3 mmol) in Eisessigsäure (5 ml) hinzugegeben. Das Gemisch wurde auf Raumtemperatur aufwärmen gelassen, für 16 h gerührt, in Eiswasser geschüttet und mit Ethylacetat extrahiert. Der kombinierte organische Extrakt wurde mit 2,5 N Natriumhydroxid, Wasser und Lauge gewaschen, getrocknet (MgSO4), und in vacuo auf konzentriert, um einen öligen Rest zu ergeben, welcher mit Hexan und mit einigen Tropfen Ethylacetat trituiert wurde, beimpft und abgekühlt wurde, um einen Feststoff zu ergeben, welcher durch Filtrieren isoliert wurde, um die Titelverbindung als bräunlichen Feststoff zu ergeben (1,9 g, 47 %). MS(ES) m/e 231,9 [M+H]+. Das Filtrat wurde in vacuo auf konzentriert, um die zusätzliche Titelverbindung als Öl zu ergeben (1,5 g, 37 %).

d) 2-Indan-2-yl-1,1-dimethyl-ethylamin

Eine Mischung der Verbindung aus Beispiel 1(c) (6,5 g, 28 mmol) in Ethylenglycol (170 ml) wurde mit zerstoßenen Kaliumhydroxidpellets (13 g) behandelt, gerührt und auf 120°C für 24 h erwärmt. Das Gemisch wurde in Wasser geschüttet und mit Ethylacetat extrahiert. Die kombinierte organische Phase wurde mit Lauge gewaschen und mit 1 N Salzsäure extrahiert. Die zusammengegebenen sauren Extrakte wurden mit Ethylacetat gewaschen, mit 2,5 N Natriumhydroxid basisch gemacht und mit Ethylacetat extrahiert. Der kombinierte organische Extrakt wurde mit Lauge gewaschen, getrocknet (MgSO4), und in vacuo auf konzentriert, um die Titelverbindung zu ergeben (3,2 g, 60 %). MS(ES) m/e 190,6 [M+H]+.

Beispiel 2 Herstellung von Ethyl (R)-4-cyano-3-(oxiranylmethoxy)benzolpropionat a) Ethyl 3-hydroxybenzolpropionat

Eine Lösung aus 3-(3-Hydroxyphenyl)propionsäure (Lancaster, 66,4 g, 0,4 M) in Ethanol (700 ml) wurde mit konzentrierter Schwefelsäure (6 ml) behandelt, im Rückfluss für 2 h erwärmt, und auf Raumtemperatur abkühlen gelassen. Das Gemisch wurde in Eis abgekühlt, mit 10 % wässrigem Natriumcarbonat neutralisiert und in vacuo auf ungefähr 50 ml auf konzentriert. Wasser (200 ml) wurde hinzugegeben, und das Gemisch wurde 3-mal mit Ethylacetat extrahiert. Der kombinierte Ethylacetatextrakt wurde mit Wasser und Lauge gewaschen, getrocknet (Na2SO4), filtriert und in vacuo aufkonzentriert, um die Titelverbindung als Öl zu ergeben (70 g, 90 %).

b) Ethyl 4-formyl-3-hydroxybenzolpropionat

Zu einer Lösung der Verbindung aus Beispiel 2(a) (77,2 g, 0,4 M) in trockenem Acetonitril (1 l), welche unter Argon gerührt wurde, wurde Triethylamin (152 g, 1,5 M), gefolgt von Magnesiumchlorid (57,1 g, 0,6 M) gegeben. Nach dem Rühren für 5 min. wurde Paraformaldehyd (81 g) hinzugegeben, und die Reaktion wurde unter Argon für 1,5 h im Rückfluss gehalten. Die Reaktion wurde abgekühlt, 6 N Salzsäure (400 ml) wurde zugegeben und das erhaltene Gemisch wurde mit Ethylacetat extrahiert. Der kombinierte Ethylacetatextrakt wurde mit Wasser gewaschen, getrocknet (MgSO4), filtriert und in vacuo auf konzentriert. Das restliche Öl wurde durch Flashsäulenchromatographie gereinigt (Kieselgel, 10 % Ethylacetat/Hexan), um die Titelverbindung (66,6 g, 75 %) zu ergeben.

c) Ethyl 3-hydroxy-4-[(hydroximino)methyl]benzolpropionat

Eine Lösung der Verbindung aus Beispiel 2(b) (66,6 g, 0,3 M) in absolutem Ethanol (500 ml) wurde mit Triethylamin (40,4 g, 0,4 M) behandelt, gefolgt von Hydroxylaminhydrochlorid (23 g, 0,33 M). Die Reaktion wurde unter Argon im Rückfluss für 18 h gerührt, in vacuo aufkonzentriert und das restliche Öl wurde in Ethylacetat gelöst und mit 1 N Salzsäure gewaschen. Die Ethylacetatphase wurde getrocknet (MgSO4), filtriert und in vacuo aufkonzentriert, um die Titelverbindung als Öl zu ergeben, welches im nächsten Schritt verwendet wurde.

d) Ethyl 3-acetoxy-4-cyanobenzolpropionat

Die Verbindung aus Beispiel 2(c) wurde mit Essigsäureanhydrid (500 ml) behandelt, und unter Argon für 90 min. im Rückfluss gehalten. Die Reaktion wurde in vacuo auf konzentriert und das erhaltene Öl wurde in Ethylacetat gelöst und mit Wasser gewaschen. Die Ethylacetatschicht wurde getrocknet (MgSO4), filtriert, und in vacuo aufkonzentriert, um die Titelverbindung als Öl zu ergeben, welches im nächsten Schritt verwendet wurde.

e) Ethyl-4-cyano-3-hydroxybenzolpropionat

Eine Lösung der Verbindung aus Beispiel 2(d) wurde in Ethanol (200 ml) gelöst, und mit einer Lösung aus Natriumcarbonat (64 g, 0,6 M) in Wasser (1,5 l) behandelt. Nach dem Rühren bei Raumtemperatur für 5 h wurde die Mischung mit 6 N Salzsäure auf pH 5 neutralisiert, und in vacuo aufkonzentriert. Das erhaltene Gemisch wurde mit Ethylacetat extrahiert. Die Ethylacetatlösung wurde getrocknet (MgSO4), filtriert, und in vacuo aufkonzentriert, um die Titelverbindung als Öl zu ergeben [61,9 g, 94,2 Gesamtausbeute der Verbindung aus Präparation 2(c)].Ethyl (R)-4-cyano-3-(oxiranylmethoxy)benzolpropionat

Eine Lösung der Verbindung aus Beispiel 2(e) (28,3 g, 0,13 M) und (2R)-Glycidyl-3-nitrobenzolsulfonat (33,7 g, 0,13 M) in trockenem Aceton (500 ml) wurde mit Kaliumcarbonat (36 g, 0,26 M) behandelt und unter Argon für 18 h im Rückfluss gehalten. Die Reaktion wurde abgekühlt, filtriert, und das Filtrat wurde in vacuo aufkonzentriert, und der Rest wurde durch Flashsäulenchromatographie (Kieselgel, 30 % Ethylacetat/Hexan) gereinigt, um die Titelverbindung zu ergeben (29,5 g, 82,4 %).

Beispiel 3 Herstellung von Ethyl 3-{4-cyano-3-[{R)-2-hydroxy-3-{2-indan-2-yl-1,1dimethyl-ethylamino)propoxy]phenyl}propionat

Ein Gemisch der Verbindungen aus Beispiel 2(f) (6 g, 31,7 mmol) und Beispiel 1(d) (8,6 g, 31,7 mmol) in absolutem Ethanol (200 ml) wurde gerührt und im Rückfluss für 56 h erwärmt, abgekühlt, und in vacuo aufkonzentriert. Der Rest wurde in Dichlormethan (30 ml) gelöst und mit 1,0 N Hydrogenchlorid in Ether angesäuert. Der sich bildende weiße Feststoff wurde durch Filtrieren isoliert, und rekristallisiert, um die Titelverbindung zu ergeben (10 g, 63 %). mp (Dichlormethan/Ether) 155-157°C; MS(ES) m/e 465,4 [M+H]+.

Beispiel 4 Herstellung von 3-{4-Cyano-3-[(R)-3-(2-indan-2-yl-1,1-dimethyl-ethylamin)-2-phosphonoxy-propoxy]phenyl}propionsäureethylester und 3-{4-Cyano-3-[(R)-3-(2-indan-2-yl-1,1-dimethyl-ethylamino)-2-phosphonoxy-propoxy]phenyl}propionsäure

Die Verbindung des Beispiels 3 (0,2 g, 0,4 mmol) in Polyphosphorsäure (3 g) wurde bei Raumtemperatur für 2 Tage stehen gelassen. Das Gemisch wurde mit Wasser (2 ml), Dimethylsulfoxid (2 ml) und Ethanol (2 ml) verdünnt. Diese Lösung (2 ml) wurde einer präparativen HPLC auf eine 50 × 20 mm ID YMC Combiprep ODS-Säule und Eluieren mit 20 ml/min. mit einem linearen Gradienten aus 20 % MeCN (0,1 % TFA)/80 % Wasser (0,1 % TFA) zu 60 % MeCN (0,1 % TFA) über 15 min. unterworfen, um den Ester (20 mg) zu ergeben; MS(ES) m/z: 545,2 [M+H]+ und die Säure (6 mg); MS(ES) m/z: 517,2 [M+H]+.

Beispiel 5 Herstellung von 4'-Cyano-3'-((R)-1-oxiranylmethoxy)-biophenyl-4-carbonsäureethylester a) 2-Hydroxyl-4-bromobenzonitrile

Ein Gemisch aus 2-Fluor-5-Brombenzonitril (30 g, 152,3 mmol), Kaliumacetat (222,4 g, 228,5 mmol) und 18-Crown-6-ether (60,4 g, 288,5 mmol) in MeCN (400 ml) wurde im Rückfluss über 36 h erwärmt. Das Gemisch wurde abgekühlt, 2,5 N NaOH (200 ml) hinzugegeben und bei Raumtemperatur über Nacht gerührt. Das Gemisch wurde mit Ether extrahiert (weggeschüttet). Die wässrige Schicht wurde mit 6 N HCl angesäuert, mit EtOAc extrahiert, über MgSO4 getrocknet, auf konzentriert, durch Flash-Säulenchromatographie gereinigt (40 % EtOAc/Hex), um die oben erwähnte Titelverbindung als hellgelben Schaum (24,45 g. 81 %) zu ergeben. NMR (300 Hz, DMSO-d6): ⎕ ⎕ 7,13 (dd, J = 1,7, 8,3 Hz, 1H), 7,17 (d, J = 1,7 Hz, 1H), 7,61 (d, J = 8,3 Hz, 1H).

b) Ethyl-4-[[3-hydroxyl-4-cyano]phenyl]benzoat

Ein Gemisch aus Beispiel 5(a) (3,0 g, 1,52 mmol), p-Carboxylbenzolboronsäure (3,02 g, 1,82 mmol), (Ph3P)4Pd (0,88 g, 0,76 mmol) und 2 M Na2CO3 (38 ml, 7,6 mmol) in Toluol/EtOH (60 ml, 4:1) wurde im Rückfluss in 24 h erwärmt. Das Gemisch wurde abgekühlt, und die Schichten wurden getrennt. Die wässrige Schicht wurde mit Ether (verworfen), extrahiert, angesäuert mit 6 N HCl. Der braune Feststoff (3,6 g, 99 %) wurde filtriert, getrocknet, in EtOH gelöst, und in 4 M HCL in p-Dioxan (20 ml) gegeben. Das erhaltene Gemisch wurde im Rückfluss über 24 h erwärmt. Das Gemisch wurde abgekühlt, auf konzentriert, in H2O aufgenommen, gerührt, filtriert und getrocknet, um die oben erwähnte Titelverbindung als weißlichen Feststoff zu ergeben (3,75 g, 85 %). 1H-NMR (300 MHz, DMSO-d6): &dgr; 1,32 (t, J = 7,1 Hz, 3H), 4,34 (q, J == 7,1 Hz, 2H), 7,29 (s, 1H), 7,31 (d, J = 8,3 Hz, 1H), 7,73 (d, J = 8,3 Hz, 1H), 7,76 (d, J = 8,3 Hz, 2H), 8,06 (d, J = 8,3 Hz, 2H).

c) Ethyl-4-[[3-[[R-glycidyl]oxyl]methyl-4-cyano]phenyl]benzoat

Ein Gemisch aus Beispiel 5(b) (0,71 g, 2,7 mmol), Kaliumcarbonat (0,73 g, 5,3 mmol) und R-glydidyl-3-nitrobenzolsulfonat (0,73 g, 2,8 mmol) in Aceton (30 ml) wurde im Rückfluss in 24 h erwärmt. Das Gemisch wurde abgekühlt, konzentriert, in H2O aufgenommen, mit EtOAc extrahiert. Die organischen Extrakte wurden mit Lauge gewaschen, über MgSO4 getrocknet, konzentriert, um die oben erwähnte Titelverbindung als weißlichen Feststoff (0,7 g, 82 %) zu ergeben. NMR (300 MHz, DMSO-d6): &dgr; ⎕ 1,32 (t, J = 7,1 Hz, 3H), 2, 78 (dd, J = 2,6, 4,9 Hz, 1H), 2,91 (t, J = 4,9, 1H), 3,44 (m, 1H), 4,20 (dd, J = 6,5, 11, 7, 1H), 4,39 (q, J = 7,1 Hz, 2H), 4,72 (dd, J = 2,6, 11,7 Hz, 1H), 7,47 (dd, J = 1, 4,8 Hz, 1H), 7,57 (d, J = 1,4 Hz, 1H), 7,85 (d, J = 8 Hz, 1H), 7,95 (d, J = 8,5 Hz, 1H), 8,08 (d, J = 8,5 Hz, 1H).

Beispiel 6 Herstellung von 2-(5-Chlor-thiphen-2-yl)-1,1-dimethyl-ethylamin a) 3-(5-Chlor-thiophen-2-yl)-2,2-dimethyl-propionsäuremethylester

Zu einer abgekühlten (-78°C) gerührten Lösung aus Diisopropylamin (9,54 g, 94,3 mmol) in wasserfreiem THF (100 ml) wurden 37,8 ml einer 2,5 M Lösung auf n-BuLi unter N2 gegeben. Nach dem Rühren bei -78°C für 30 min. wurde Methylisobutyrat (9,2 g, 89,8 mmol) hinzugegeben und für 1 h weiter gerührt. Eine Lösung aus 5-Chlor-2-methylchlorthiophen (15 g, 89,8 mmol) in trockenem THF (50 ml) wurde hinzugegeben. Die Reaktionsmischung wurde für weitere 4 h bei dieser Temperatur rühren gelassen, und sie wurde dann auf Raumtemperatur aufwärmen gelassen, mit Wasser abgeschreckt, mit Ether extrahiert (3 × 100 ml). Die kombinierten organischen Extrakte wurden mit Lauge gewaschen, über MgSO4 getrocknet, filtriert, und auf konzentriert, um die Titelverbindung oben als braunes Öl zu ergeben (19,2, 93 %). 1H-NMR (300 MHz, CDCl3) &dgr; 1,21 (s, 6H), 2,95 (s, 2H), 3,7 (s, 3H), 6,52 (d, J = 3,6 Hz, 1H), 6,71 (d, J = 3,6 Hz, 1H).

b) 3-(5-Chlor-thiophen-2-yl)-2,2-dimethyl-propionsäure

Ein Gemisch der Verbindung aus Beispiel 6(a) (19,5 g, 83,8 mmol) und 2,5 N NaOH (67 ml, 167,7 mmol) in p-Dioxan (200 ml) wurde bei 80°C für 24 h erwärmt. Das Gemisch wurde dann abgekühlt, das organische Lösungsmittel in vacuo eliminiert, der wässrige Rest mit Ether extrahiert (verworfen). Die wässrige Schicht wurde mit 6 N HCl auf pH 4 angesäuert, mit CH2Cl2 (3 × 75 ml) extrahiert. Die kombinierten organischen Extrakte wurde in Lauge gewaschen, über MgSO4 getrocknet, filtriert und auf konzentriert, um die obige Titelverbindung als braunes Öl zu ergeben (16,5, 90 %). 1H-NMR (300 MHz, CDCl3) &dgr; 1,25 (s, 6H), 2,98 (s, 2H), 6,60 (d, J = 3,6 Hz, 1H), 6,75 (d, J = 3,6 Hz, 1H).

c) 2-Chlor-5-(2-isocyanato-2-methyl-propyl)thiophen

Zu einer gerührten Mischung der Verbindung aus Beispiel 6(b) (16,5 g, 75,5 mmol) und Triethylamin (8,41 g, 83,1 mmol) in trockenem Toluol (200 ml) wurde Diphenylphosphorylazid (22,6 g, 83,1 mmol) gegeben. Das Reaktionsgemisch wurde bei Raumtemperatur für 1 h gerührt, dann auf 80°C für 2 h erwärmt, auf Raumtemperatur abgekühlt, mit Wasser abgeschreckt und die Schichten wurden getrennt. Die wässrige Schicht wurde mit Ether extrahiert (3 × 100 ml). Die kombinierten organischen Extrakte wurden mit Lauge gewaschen, über MgSO4 getrocknet, filtriert, und auf konzentriert, um die obige Titelverbindung als braunes Öl zu ergeben (16,3, 100 %). 1H-NMR (300 MHz, CDCl3) &dgr; 1,38 (s, 6H), 2,88 (s, 2H), 6,65 (d, J = 3,6 Hz, 1H), 6,79 (d, J = 3,6 Hz, 1H).

d) 2-(5-Chlor-thiophen-2-yl)-1,1-dimethyl-ethylamin

Zu einer gerührten Lösung der Verbindung aus Beispiel 6(c) (16,3 g, 75,5 mmol) in Diglym (200 ml), wurde 6 N HCl hinzugegeben (200 ml). Die Reaktionsmischung wurde für 2 h auf 120°C erwärmt, abgekühlt, unter hohem Vakuum auf konzentriert, und in Wasser aufgenommen, mit Ether extrahiert (verworfen). Die wässrige saure Schicht wurde auf pH 8 gebracht mit 50 % NaOH-Lösung, dann mit CH2Cl2 (5 × 50 ml) extrahiert. Die kombinierten organischen Extrakte wurden mit Lauge gewaschen, über MgSO4 getrocknet, filtriert und auf konzentriert, um die obige Titelverbindung als braunes Öl zu ergeben (12,5, 87 %). 1H-NMR (300 MHz, CDCl3) &dgr; 1,01 (s, 6H), 2,71 (s, 2H), 6,70 (d, J = 3,6 Hz, 1H), 6,92 (d, J = 3,6 Hz, 1H).

Beispiel 7 Herstellung von 3'-{(R)-3-(2-(5-Chlor-thiophen-2-yl)-1,1-dimethylethylamin}-2-hydroxy-propoxy}-4'-cyan-biphenyl-4-carbonsäureethylester

Die Lösung der Verbindungen aus Beispiel 5(c) (5 g, 15,47 mmol) und 6(d) (4,39 g, 23 mmol) in Dioxan/CH3CN (1:1, 250 ml) wurde mit LiClO4 (1,7 g, 16,1 mmol) behandelt, und im Rückfluss für 3 Tage erwärmt. Das Reaktionsgemisch wurde abgekühlt und verdampft. Der Rest wurde durch Flashchromatographie gereinigt, um die obige Titelverbindung zu ergeben (6,23 g, 78,6 %). MS(ES) m/z 513 [M+H]+.

Beispiel 8

Herstellung von 3'-{(R)-3-[2-(5-Chlor-thiophen-2-yl)-1,1-dimethylethylamin]-2-phosphonoxy-propoxy}-4'-cyano-biphenyl-4-carbonsäureethylester Die Verbindung aus Beispiel 7 (0,5 g, 0,98 mmol) in Polyphosphorsäure (5 g) wurde bei Raumtemperatur für 4 Tage stehen gelassen. Das Gemisch wurde mit Wasser (50 ml) verdünnt, und dann wurde der Feststoff filtriert. Der Feststoff (200 mg) wurde einer präparativen HPLC auf einer 50 × 20 mm ID YMC Combiprep ODS-Säule einem Eluieren bei 20 ml/min. mit einem linearen Gradienten aus 40 % MeCN (0,1 % TFA)/60 % Wasser (0,1 % TFA) zu 60 % MeCN (0,1 % TFA) über 15 min. unterworfen, um die obige Titelverbindung (50 mg) zu ergeben. MS(ES) m/z 593 [M+H]+.

Beispiel 9 Herstellung von 3'-{(R)-3-[2-(5-Chlor-thiophen-2-yl)-1,1-dimethylethylamin]-2-phosphonoxy-propoxy}-4'-cyano-biphenyl-4-carbonsäure

Der unbearbeitete Feststoff aus Beispiel 8 (60 mg) in 1 N Natriumhydroxid (1 ml) und Ethanol (0,5 ml) wurde bei Raumtemperatur für 3 Tage gerührt. Das Gemisch wurde auf 1 ml aufkonzentriert und einer präparativen HPCL auf einer 5 × 20 mm ID YMC Combiprep ODS-Säule und Eluieren bei 20 ml/min. mit einem linearen Gradienten aus 20 % MeCN (0,1 % TFA)/80 % Wasser (0,1 % TFA) zu 60 % MeCN (0,1 % TFA) über 15 min. unterworfen, um die obige Titelverbindung (30 mg) zu ergeben. MS(E5) m/z 565,2 [M+H]+.


Anspruch[de]
Verbindung gemäß Formel (I) unten:

oder ein pharmazeutisch annehmbares Salz davon,
worin A ein Aryl oder fusioniertes Aryl, Dihydro oder Tetrahydro-fusioniertes Aryl, Heteroaryl oder fusioniertes Heteroaryl, Dihydro oder Tetrahydro-fusioniertes Heteroaryl, nicht-substituiert oder substituiert mit irgendeinem Substituenten, der aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus OH, Halogen, C1-4-Alkyl, C1-4-Alkoxy, C3-6-Cycloalkyl, CF3, OCF3, CN und NO2 besteht;

D C oder N mit bis zu 2-N im Ring ist, mit der Maßgabe, dass X1-X5 nicht vorhanden sind, wenn D N ist;

X1 und X5 unabhängig voneinander ausgewählt sind aus der Gruppe, bestehend aus H, Halogen, CN, und NO, mit der Maßgabe, dass entweder X1 oder X5 H ist; mit der weiteren Maßgabe, dass X1 und X5 nicht vorhanden sind, wenn D N ist;

X2 ist aus der Gruppe ausgewählt, die aus H, Halogen, O-C1-4-Alkyl und J-K besteht;

X3 und X4 werden aus der Gruppe ausgewählt, die aus H, Halogen, O-C1-4-Alkyl, L und J-K ausgewählt wird;

J ist eine kovalente Bindung, Alkylen, O-Alkylen oder Alkenylen; und

K wird aus der Gruppe ausgewählt, die aus CO2R5, CONR4R'4, SO2NR4R4, OH, CHO, NR4R'4, NR4SO2R4'' und CN besteht; mit der Maßgabe, dass X2, X3 und X4 nicht vorhanden sind, wenn D N ist;

L ist


R4 und R'4 sind unabhängig H, Alkyl, Aryl oder Heteroaryl;

R5 ist H, Alkyl, Alkyl-(O-alkyl)m-O-alkyl, Aryl oder Heteroaryl;

n ist eine ganze Zahl von 0 bis 4; und

m ist eine ganze Zahl von 1 bis 3.
Verbindung gemäß Anspruch 1, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus

3-{4-Cyano-3-[(R)-3-(2-indan-2-yl-1-1-dimethyl-ethylamino)-2-phosphonoxy-propyl]-phenyl}-propionsäureethylester;

3-{4-Cyano-3-[(R)-3-(2-indan-2-yl-1,1-dimethyl-ethylamino)-2-phosphonoxy-propoxy]-phenyl}-propionsäure;

3'-{(R)-3-[2-(5-Chlorthiophen-2-yl)-1,1-dimethyl-ethylamino]-2-phosphonoxy-propoxy}-4'-cyano-biphenyl-4-carbonsäureethylester; und

3'-{(R)-3-[2-(5-Chlor-thiophenyl-2-yl)-1,1-dimethyl-ethylamino]-2-phosphonoxy-propoxy}-4'-cyano-biphenyl-4-carbonsäure.
Verwendung einer Verbindung gemäß Anspruch 1 oder 2 zur Herstellung eines Medikaments zur Antagonisierung eines Calciumrezeptors. Verwendung einer Verbindung wie in Anspruch 1 oder Anspruch 2 beansprucht, zur Herstellung eines Medikaments zur Behandlung einer Erkrankung oder Störung, die durch abnormale Knochen- oder Mineralhomöostase gekennzeichnet ist. Verwendung gemäß Anspruch 4, wobei die Knochen- oder Mineralerkrankung oder -störung, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Osteosarkom, Periodontalerkrankung, Bruchheilung, Osteoarthritis, Gelenkersatz, rheumatoide Arthritis, Pagets-Erkrankung, humorale Hyperkalzämie, Malignität und Osteoporose. Verwendung gemäß Anspruch 5, wobei die Knochen- oder Mineralerkrankung oder Störung Osteoporose ist. Verwendung einer Verbindung gemäß Anspruch 1 oder 2 zur Herstellung eines Medikaments zur Erhöhung der Konzentration von Serum-Nebenschilddrüsenhormon. Verwendung gemäß Anspruch 6 oder 7, worin die Verbindung gemeinsam mit einem anti-resorptiven Mittel verabreicht wird. Verwendung gemäß Anspruch 8, worin das anti-resorptive Mittel ausgewählt ist aus der Gruppe, bestehend aus: Östrogen, 1,25 (OH)2 Vitamin D3, Calcitonin, selektiven Östrogenrezeptormodulatoren, Vitronectinrezeptorantagonisten, V-H+-ATPase-Inhibitoren, Src-SH2-Antagonisten, Bisphosphonaten und Cathepsin K-Inhibitoren. Pharmazeutische Zusammensetzung, umfassend eine Verbindung gemäß Anspruch 1 oder 2, und einen pharmazeutisch annehmbaren Träger oder Verdünnungsmittel. Verfahren zum Synthetisieren einer Verbindung gemäß Anspruch 1 oder 2 durch Phosphorylieren der entsprechenden Aryloxypropionolamine mit Polyphosphorsäure selektiv am zweiten Alkohol.






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