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Dokumentenidentifikation DE602005000989T2 06.09.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001701522
Titel Vorrichtung zum manuellen Funktionstest eines drahtlosen Gerätes
Anmelder Research In Motion Ltd., Waterloo, Ontario, CA
Erfinder Ivannikov, Arkady, Mississauga, Ontario L4W 2S8, CA;
Koch, Alexander, Kitchener, Ontario N2E 1K6, CA;
Reksnis, Marek, Waterloo, Ontario N2T 1L1, CA
Vertreter Grape & Schwarzensteiner, 80331 München
DE-Aktenzeichen 602005000989
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IS, IT, LI, LT, LU, MC, NL, PL, PT, RO, SE, SI, SK, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 07.03.2005
EP-Aktenzeichen 051017291
EP-Offenlegungsdatum 13.09.2006
EP date of grant 25.04.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.09.2007
IPC-Hauptklasse H04M 1/24(2006.01)A, F, I, 20060816, B, H, EP
IPC-Nebenklasse H04Q 7/34(2006.01)A, L, I, 20060816, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der Funktionsprüfung von Drahtlosgeräten und insbesondere auf eine Vorrichtung zum manuellen Funktionstest von montierten Drahtlosgeräten.

Aktuelle drahtlose mobile Kommunikationsgeräte enthalten Mikroprozessoren, Speicher, Soundkarten und führen eine oder mehrere Softwareanwendungen aus. Beispiele für Softwareanwendungen, die in diesen Drahtlosgeräten verwendet werden, sind Mikro-Browser, Adressbücher, E-Mail-Clients und Wavetable-Instrumente. Zusätzlich haben Drahtlosgeräte über das Internet Zugriff auf eine Vielzahl von Diensten. Ein Drahtlosgerät kann beispielsweise verwendet werden, um Webseiten im Internet zu betrachten, um Grafiken zu senden und zu empfangen und um Streaming-Anwendungen für Audio und/oder Video auszuführen.

Drahtlosgeräte werden typischerweise einer vollständigen Prüfung unterzogen, bevor sie vom Werk eines Herstellers ausgeliefert werden. Dies ist insbesondere für die neueren Generationen von Drahtlosgeräten wichtig, die wie oben beschrieben über eine erweiterte Funktionalität verfügen.

Sobald ein Drahtlosgerät vollständig in Plastik montiert ist, passiert es typischerweise mehrere Teststufen, um die Funktion von jeder seiner Komponenten zu überprüfen. Diese Teststufen können die folgenden einschließen: manuelles Testen (z. B. Tastatur, Tasten, die durch diese jeweils aufgerufenen Funktionen usw.), Funkfrequenztests (HF), elektrische und Softwaretests (z. B. Ladegerät, Vibrator, Softwareanwendungen, Display usw.), Audiotests (z. B. internes Mikrofon, interner Lautsprecher, Summer usw.), Umgebungstests usw.

Im Hinblick auf das manuelle Prüfen erfordert das Verbinden der Drahtlosgeräte mit der Prüfanlage oft die Verwendung von sperrigen externen Vorrichtungen (z. B. so genannte "Bullaugen"), die nicht nur den Zugriff auf das zu testende Gerät (Device under Test – DUT) und dessen Portabilität behindern können, sondern die auch die teilweise Demontage des DUT erforderlich machen können, was sich eventuell negativ auf die Integrität des DUT auswirkt.

Es besteht daher ein Bedarf für die effiziente Funktionsprüfung von montierten Drahtlos- bzw. Funkgeräten. Dementsprechend ist eine Lösung erwünscht, mit denen die obigen und andere Nachteile zumindest teilweise überwunden werden können.

ALLGEMEINES

Gemäß einem Aspekt der Erfindung wird eine Vorrichtung zur Funktionsprüfung eines montierten Funkgeräts bereitgestellt, wobei das Funkgerät einen Datenanschluss sowie ein abnehmbares Gehäuse hat, unter dem sich eine Aussparung für Batteriekontakte verbirgt, und folgendes umfasst: eine Basis mit einer Öffnung, die für die Aufnahme einer Halterung im Inneren gestaltet ist, wobei die Halterung in der Öffnung schwenkbar eingebaut ist, um von einer ersten Position in eine zweite geschwenkt werden zu können, wobei die Halterung für die Aufnahme des Funkgeräts mit dem abnehmbaren Gehäuse, das in der ersten Position entfernt ist, konzipiert ist; ein Anschlussstück, eingebaut in die Halterung für das Einrasten des Datenanschlusses des Funkgeräts, wenn das Funkgerät von der Halterung in der ersten Position aufgenommen wird, das Anschlussstück zur Kommunikation der Testsignale mit externen Testanlagen; und eine Batterieemulator-Anschlussbuchse schwenkbar auf der Basis montiert, wobei die Batterieemulator-Anschlussbuchse die Stromkontakte für das Einbringen der Batteriekontakte in der Batterieaussparung des Funkgeräts besitzt, wenn die Halterung in die zweite Position geschwenkt wird und die Stromkontakte zur Stromversorgung aus der externen Testanlage dienen.

Vorzugsweise ist das abnehmbare Gehäuse gleichzeitig ein Akkumulatorpaket. Vorzugsweise umfasst die Vorrichtung des Weiteren eine Feder, die zwischen der Batterieemulator-Anschlussbuchse und der Basis eingefügt ist und der Kontrolle der Schwenkbewegung der Batterieemulator-Anschlussbuchse dient. Vorzugsweise umfasst die Vorrichtung des Weiteren ein Justierelement, das auf der Basis montiert ist und mit der Batterieemulator-Anschlussbuchse zur Justierung der Position der Batterieemulator-Anschlussbuchse verkoppelt ist. Vorzugsweise umfasst die Vorrichtung des Weiteren eine auf der Basis montierte Kolbenschraube, die dazu dient, ein auf der Halterung montiertes Kugellager greifen zu lassen, das die Halterung in der zweiten Position arretiert. Vorzugsweise umfasst die Vorrichtung des Weiteren ein Paar Stifte, die auf der Halterung montiert sind, um in entsprechende Öffnungen eingefügt zu werden, die in der Basis eingelassen sind, um es der Halterung zu gestatten, in der Öffnung der Basis geschwenkt werden zu können. Vorzugsweise hat die Halterung ein oder mehrere Justierelemente zum Festhalten von einer oder mehreren Seiten des Funkgeräts, um das Funkgerät in der Halterung zu fixieren. Vorzugsweise ist der Datenanschluss ein Universal Serial Bus-Anschluss (USB) und der Stecker ein USB-Stecker. Vorzugsweise befindet sich das Funkgerät, wenn es in der Halterung eingefügt ist, in einem Winkel von etwa dreißig Grad zur Senkrechten der Basis und etwa parallel zur Senkrechten der Basis, wenn sich die Halterung in der ersten Position bzw. der zweiten Position befindet. Vorzugsweise befinden sich der Datenanschluss und das abnehmbare Gehäuse auf einer Seite bzw. der Rückseite des Funkgeräts. Vorzugsweise weist die Vorrichtung Mittel für das Anfügen eines Kipphebels der externen Testanlage zur Handhabung des Funkgeräts während des Funktionstests auf. Vorzugsweise umfasst das Funkgerät einen Speicher zur Speicherung einer Testanwendung, die als Antwort auf Testsignale der Lenkung des Funkgeräts dient.

Gemäß einem anderen Aspekt der Erfindung wird ein Verfahren für den Funktionstest eines montierten Funkgeräts bereitgestellt, wobei das Funkgerät einen Datenanschluss hat sowie ein abnehmbares Gehäuse, das eine Aussparung für Batterien mit Batteriekontakten verdeckt, wobei das Verfahren folgende Schritte umfasst: Bereitstellung einer Vorrichtung mit Basis mit einer darin eingelassenen Öffnung und einer Halterung, die schwenkbar in der Öffnung montiert ist; Einsetzen des Funkgeräts in die Halterung in einer ersten Position, bei der das abnehmbare Gehäuse des Funkgeräts entfernt ist; Anschluss eines Anschlussstücks für die Kommunikation von Testsignalen mit einer externen Testanlage im Datenanschluss des Funkgeräts, wobei das Anschlussstück in der Halterung montiert ist; Schwenken der Halterung in eine zweite Position; Verbinden der Stromkontakte eines Batterieemulator-Anschlusses mit den Batteriekontakten des Funkgeräts in der Batterieaussparung des Funkgeräts; Bereitstellung von Strom aus externen Testanlagen durch die Stromkontakte; und Anwenden der Testsignale beim Anschlussstück.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Die weiteren Merkmale und Vorteile der Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung werden aus der nachstehenden detaillierten Beschreibung ersichtlich, die in Kombination mit den beigefügten Zeichnungen erfolgt, welche folgende Bedeutung haben:

1 ist ein Blockdiagramm zur Darstellung eines Funkgeräts, das gemäß einer Ausführungsform der Erfindung eingerichtet ist;

2 ist ein Blockdiagramm zur Darstellung eines Speichers des Funkgeräts aus 1;

3 ist eine Vorderansicht zur Darstellung des Funkgeräts aus 1;

4 ist eine Rückansicht zur Darstellung des Funkgeräts aus 1;

5 ist eine perspektivische Vorderansicht zur Darstellung einer Prüfvorrichtung für das Funkgerät gemäß einer Ausführungsform der Erfindung;

6 ist eine perspektivische Rückansicht zur Darstellung der Prüfvorrichtung aus 4 mit dem eingesetzten Funkgerät gemäß einer Ausführungsform der Erfindung;

7 ist eine Seitenansicht von rechts zur Darstellung einer ersten Position für das Einsetzen des Funkgeräts in die Prüfvorrichtung gemäß einer Ausführungsform der Erfindung;

8 ist eine Seitenansicht von rechts zur Darstellung einer zweiten Position für das Einsetzen des Funkgeräts in die Prüfvorrichtung gemäß einer Ausführungsform der Erfindung;

9 ist eine Vorderansicht zur Darstellung der Prüfvorrichtung aus 4 mit dem eingesetzten Funkgerät;

10 ist eine Seitenansicht von links zur Darstellung der Prüfvorrichtung aus 4 mit dem eingesetzten Funkgerät;

11 ist eine Seitenansicht von rechts zur Darstellung der Prüfvorrichtung aus 4 mit dem eingesetzten Funkgerät;

12 ist eine Rückansicht zur Darstellung der Prüfvorrichtung aus 4 mit dem eingesetzten Funkgerät;

13 ist eine Draufsicht zur Darstellung der Prüfvorrichtung aus 4 mit dem eingesetzten Funkgerät;

14 ist eine Untersicht zur Darstellung der Prüfvorrichtung aus 4 mit dem eingesetzten Funkgerät; und

15 ist eine detaillierte Untersicht zur Darstellung des Arretierungsmechanismus der Prüfvorrichtung aus 4 gemäß einer Ausführungsform der Erfindung.

Es muss darauf hingewiesen werden, dass in allen der beigefügten Zeichnungen gleiche Merkmale durch gleiche Bezugsziffern gekennzeichnet sind.

BESCHREIBUNG BEVORZUGTER AUSFÜHRUNGSFORMEN

1 ist ein Blockdiagramm zur Darstellung eines Funkgeräts 102, das gemäß einer Ausführungsform der Erfindung eingerichtet ist. Das Funkgerät 102 ist typischerweise ein Handheld-Gerät 102. Das Funkgerät 102 ist ein Zweiwegekommunikationsgerät, das mindestens über Sprach- und erweiterte Datenkommunikationsfähigkeiten verfügt, wozu die Fähigkeit zur Kommunikation mit anderen Computersystemen gehört. In Abhängigkeit von der durch das Gerät 102 bereitgestellten Funktionalität kann es als Daten- und Nachrichtenübertragungsgerät, als Zweiwege-Pager, als Mobiltelefon mit Möglichkeit zur Daten- und Nachrichtenübertragung, als drahtloses Internet-Gerät oder als Datenkommunikationsgerät (mit und ohne Telefoniefunktionen) bezeichnet werden. Das Gerät 102 kann mit jeder aus einer Vielzahl von festen Senderempfängerstationen 100 innerhalb seines geografischen Abdeckungsbereichs kommunizieren.

Das Funkgerät 102 enthält normalerweise ein Kommunikationssubsystem 111, das einen HF-Empfänger, einen HF-Sender und die zugehörigen Komponenten wie beispielsweise ein oder mehrere (vorzugsweise eingebettete oder interne) Antennenelemente und Lokaloszillatoren (LOs) einschließt, sowie ein Verarbeitungsmodul wie beispielsweise einen digitalen Signalprozessor (DSP) (alle nicht dargestellt). Wie dem Fachmann auf dem Gebiet der Kommunikationstechnik deutlich wird, richtet sich der konkrete Aufbau des Kommunikationssubsystems 111 nach dem Kommunikationsnetz 100, in dem das Gerät 102 betrieben werden soll.

Der Netzzugriff ist mit einem Teilnehmer bzw. mit einem Benutzer des Geräts 102 assoziiert, weshalb in das Gerät 102 ein Teilnehmererkennungsmodul (Subscriber Identity Module – SIM) 162 bzw. eine SIM-Karte in eine SIM-Schnittstelle (SIM Interface – SIM-IF) 164 eingesetzt werden muss, um den Betrieb im Netz zu ermöglichen. Das Gerät 102 ist ein batteriebetriebenes Gerät, weshalb es ebenfalls eine Batterie-IF 154 zum Aufnehmen von einer oder mehreren wiederaufladbaren Batterien 156 aufweist. Eine solche Batterie 156 liefert den elektrischen Strom für einen Großteil oder sogar für die gesamte elektrische Schaltung in dem Gerät 102, und die Batterie-IF 154 sorgt für ihre mechanische und elektrische Verbindung. Die Batterie-IF 154 ist mit einem Regler (nicht dargestellt) gekoppelt, der die Spannung für die gesamte Schaltung des Geräts 102 zur Verfügung stellt.

Das Funkgerät 102 enthält einen Mikroprozessor 138 (oder eine Central Processing Unit – CPU), der den Gesamtbetrieb des Geräts 102 steuert. Die Kommunikationsfunktionen, wozu zumindest Daten- und Sprachkommunikation zählen, werden durch das Kommunikationssubsystem 111 durchgeführt. Der Mikroprozessor 138 interagiert auch mit weiteren Gerätesubsystemen wie einem Display 122, einem Flash-Speicher 124 oder einem anderen Dauerspeicher, einem RAM (Random Access Memory) 126, zusätzlichen Eingabe-/Ausgabe-Subsystemen (E/A) 128, einem seriellen Anschluss 130, einer Tastatur 132, einem Lautsprecher 134, einem Mikrofon 136, einem Nahbereichskommunikationssubsystem 140 und mit allen sonstigen Gerätesubsystemen, die allgemein als 142 bezeichnet werden. Einige der in 2 gezeigten Subsysteme führen kommunikationsbezogene Funktionen aus, während andere Subsysteme für "residente" oder geräteeigene Funktionen verantwortlich sind. Vor allem können einige Subsysteme wie beispielsweise die Tastatur 132 und das Display 122 sowohl für kommunikationsbezogene Funktionen wie das Eingeben einer Textnachricht zur Übertragung über ein Kommunikationsnetz als auch für geräteresidente Funktionen wie einen Taschenrechner oder eine Aufgabenliste verwendet werden. Die vom Mikroprozessor 138 verwendete Betriebssystemsoftware ist vorzugsweise in einem Dauerspeicher wie dem Flash-Speicher 124 gespeichert, was alternativ auch ein Festwertspeicher (Read Only Memory – ROM) oder ein ähnliches Speicherelement (nicht dargestellt) sein kann. Dem Fachmann auf dem Gebiet der Technik wird einleuchten, dass das Betriebssystem, spezifische Geräteanwendungen oder Teile davon temporär in einen flüchtigen Speicher wie den RAM 126 geladen werden können.

Der Mikroprozessor 138 ermöglicht vorzugsweise zusätzlich zu seinen Betriebssystemfunktionen vorzugsweise die Ausführung von Softwareanwendungen auf dem Gerät 102. Eine bestimmte Anzahl von Anwendungen zur Steuerung der grundlegenden Gerätefunktionen, einschließlich z. B. mindestens der Anwendungen zur Daten- und Sprachkommunikation, sind normalerweise bereits herstellerseitig auf dem Gerät 102 installiert. Eine bevorzugte Softwareanwendung, die auf das Gerät 102 geladen werden kann, kann eine PIM-Anwendung (Personal Information Manager) sein, die über Funktionen zum Organisieren und Verwalten von Datenobjekten verfügt, die zu dem Benutzer gehören, was beispielsweise unter anderem IM-Nachrichten (Instant Messaging), E-Mails, Kalenderereignisse, Sprachnachrichten, Termine und Aufgabenobjekte sein können. Natürlich würden auf dem Gerät 102 und im SIM 162 auch ein oder mehrere Speicherbereiche verfügbar sein, um die Speicherung von PIM-Datenobjekten und anderer Informationen zu ermöglichen.

Die PIM-Anwendung ist vorzugsweise in der Lage, Datenobjekte über das Drahtlosnetz 100 zu senden und zu empfangen. In einer bevorzugten Ausführungsform werden die PIM-Datenobjekte über das Drahtlosnetz 100 nahtlos mit den zum Benutzer gehörenden Datenobjekten integriert, synchronisiert und aktualisiert, die auf einem Host-Computersystem (nicht dargestellt) gespeichert und/oder diesem zugehörig sind, wodurch im Hinblick auf diese Objekte ein gespiegeltes Abbild des Host-Computers auf dem Gerät 102 erstellt wird. Das ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn es sich beim Host-Computersystem um das Bürocomputersystem (nicht dargestellt) des Benutzers handelt. Weitere Anwendungen können auch über das Netz 100, über ein zusätzliches E/A-Subsystem 128, über den seriellen Anschluss 130, über das Nahbereichskommunikationssubsystem 140 oder über jedes andere geeignete Subsystem 142 auf das Gerät 102 geladen und durch einen Benutzer im RAM 126 oder vorzugsweise in einem nichtflüchtigen Speicher (z. B. Flash-Speicher 124) installiert werden, sodass sie durch den Mikroprozessor 138 ausgeführt werden können. Eine derartige Flexibilität bei der Anwendungsinstallation erhöht die Funktionalität des Geräts 102 und kann erweiterte geräteeigene Funktionen, kommunikationsbezogene Funktionen oder beides ermöglichen. Zum Beispiel können durch sichere Kommunikationsanwendungen elektronische kommerzielle Funktionen und andere derartige finanzielle Transaktionen auf dem Gerät 102 ermöglicht werden.

In einem Datenkommunikationsmodus wird ein empfangenes Signal wie z. B. eine Textnachricht, eine E-Mail-Nachricht oder ein Webseitendownload durch das Kommunikationssubsystem 111 verarbeitet und in den Mikroprozessor 138eingespeist. Der Mikroprozessor 138 verarbeitet das Signal vorzugsweise weiter zur Ausgabe an das Display 122 und/oder an das zusätzliche E/A-Gerät 128. Ein Benutzer des Funkgeräts 102 kann auch Datenobjekte wie beispielsweise E-Mail-Nachrichten erstellen, wozu die Tastatur 132 in Verbindung mit dem Display 122 und möglicherweise einem zusätzlichen E/A-Gerät 128 verwendet wird. Die so erstellten Objekte können durch das Kommunikationssubsystem 111 über ein Kommunikationsnetz 100 oder über das Nahbereichskommunikationssubsystem 140 übertragen werden.

Bei der Tastatur 132 handelt es sich vorzugsweise um eine vollständige alphanumerische Tastatur und/oder um ein für Telefone typisches Tastenfeld. Beispielsweise kann die Tastatur 132 gemäß einer Ausführungsform der Erfindung eine QUERTY-Tastatur mit einem vollständigen Tastenset oder mit Tasten sein, die denen einer standardmäßigen englischen Computer- oder Schreibmaschinentastatur entsprechen. Alternativ kann die Tastatur 132 eine modifizierte QUERTY-Tastatur mit einer modifizierten Anordnung oder mit einer Teilmenge der QUERTY-Tastatur sein. Alternativ kann die Tastatur 132 eine Dvorak-Tastatur sein. Im Unterschied zu einer QUERTY-Tastatur enthält bei einer Dvorak-Tastatur die mittlere Tastenreihe die am häufigsten verwendeten Buchstaben. Außerdem sind dabei häufig verwendete Buchstabenkombinationen so positioniert, dass sie schnell getippt werden können.

Gemäß einer anderen Ausführungsform der Erfindung kann die Tastatur 132 eine Kombination aus einem für Telefone üblichen Tastenfeld und einer QUERTY-Tastatur sein. Zum Beispiel kann die Tastatur 132 aus einer 5×5-Matrix von Tasten bestehen, bei der im Unterschied zu einem herkömmlichen Telefon-Layout, wo die Buchstaben zur Texteingabe in alphabetischer Reihenfolge den Zifferntasten zugeordnet sind, die Zuordnung der Tastatur entsprechend der QUERTY-Reihenfolge erfolgt. Vorteilhafterweise ermöglicht die Tastatur 132 dem Benutzer das schnelle und präzise Wählen oder Eintippen entweder durch einhändige Bedienung oder durch zweihändiges Daumeneintippen, ohne die Einschränkungen, die mit den herkömmlichen Tastenfeldern von Telefonen verbunden sind. Der Benutzer muss beispielsweise nicht erst eine neue Art des Tippens lernen.

Außerdem kann die Tastatur 132 auch eine prädiktive Texttastatur sein, der ein prädiktives Textsoftwaremodul 206 zugeordnet ist, das ein Tippen im QUERTY-Stil ermöglicht, wozu ein integriertes Wörterbuch und ein Regelsatz verwendet werden, um je nach Kontext den richtigen Buchstaben auszuwählen. Um das leichte Buchstabieren und die Wortbildung zu unterstützen, enthält das prädiktive Textsoftwaremodul 206 intuitive Software mit einer Wortliste (z. B. mit mehr als 30.000 Wörtern) und die Möglichkeit, diese Liste basierend auf der Verwendungshäufigkeit und auf den Namen im Adressbuch des Handheld-Geräts zu erweitern. Es verfügt auch über die Fähigkeit zur Erkennung von Buchstabenfolgen, die in der englischen Sprache häufig vorkommen, zum Beispiel "-ing". Vorteilhafterweise kann der Benutzer sich auf das Erstellen seiner Nachricht konzentrieren und muss nicht auf die Eingabemethode achten, weil die Software 206 "versteht", was der Benutzer eintippt.

Für die Sprachkommunikation ist der allgemeine Betrieb des Funkgeräts 102 im Wesentlichen gleich, außer dass die empfangenen Signale zum Lautsprecher 134 ausgegeben würden, und die Signale für die Übertragung würden durch das Mikrofon 136 erzeugt würden. Alternative Sprach- oder Audio-E/A-Subsysteme, wie z. B. ein Aufzeichnungssubsystem für Sprachnachrichten, können auch auf dem Gerät 102 implementiert sein. Obwohl die Sprach- oder Audiosignalausgabe in erster Linie und vorzugsweise durch den Lautsprecher 134 erreicht wird, kann auch das Display 122 verwendet werden, um beispielsweise eine Anzeige zur Identität des Anrufers, zur Dauer eines Sprachanrufs oder zu anderen auf Sprachanrufe bezogene Informationen bereitzustellen.

Der serielle Anschluss 130 aus 1 ist normalerweise in einem Kommunikationsgerät des Typs PDA (Personal Digital Assistent) implementiert, für das eine Synchronisierung mit dem Desktopcomputer eines Benutzers erwünscht ist, es handelt sich dabei jedoch um eine optionale Komponente. Der serielle Anschluss 130 ermöglicht es einem Benutzer, über ein externes Gerät oder eine Softwareanwendung Voreinstellungen festzulegen, und erweitert die Fähigkeiten des Geräts 102 durch das Bereitstellen von Informationen oder Softwaredownloads zum Gerät 102, welches nicht über ein drahtloses Kommunikationsnetz 100 erfolgt. Der alternative Downloadpfad kann beispielsweise verwendet werden, um über eine direkte und damit zuverlässige und vertrauenswürdige Verbindung einen Verschlüsselungsschlüssel auf das Gerät 102 zu laden, um eine sichere Gerätekommunikation zu ermöglichen.

Das Nahbereichskommunikationssubsystem 140 aus 1 ist eine weitere optionale Komponente, die die Kommunikation zwischen dem Gerät 102 und verschiedenen Systemen oder Geräten (nicht dargestellt) ermöglicht, bei denen es sich nicht unbedingt um gleichartige Geräte handeln muss. Beispielsweise kann das Subsystem 140 ein Infrarotgerät sowie die zugehörigen Schaltungen und Komponenten oder ein BluetoothTM-Kommunikationsmodul enthalten, um die Kommunikation mit Systemen und Geräten zu ermöglichen, die über die gleichen Funktionen verfügen. (BluetoothTM ist ein eingetragenes Warenzeichen von Bluetooth SIG. Inc.)

2 ist ein Blockdiagramm zur Darstellung eines Speichers 200 des Funkgeräts 102 aus 1. Der Speicher 200 enthält verschiedene Softwarekomponenten zum Steuern des Geräts 102 und kann beispielsweise aus dem Flash-Speicher 124, dem RAM 126 oder dem ROM (nicht dargestellt) bestehen. Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung ist das Funkgerät 102 als multitaskingfähiges drahtloses Kommunikationsgerät vorgesehen, das zum Senden und Empfangen von Datenobjekten und zum Durchführen und Empfangen von Sprachanrufen konfiguriert ist. Um eine benutzerfreundliche Umgebung zur Betriebssteuerung des Geräts 102 bereitzustellen, bietet ein auf dem Gerät 102 residentes Betriebssystem (Operating System – OS) 202 ein Basisset von Operationen, um verschiedene Anwendungen zu unterstützen, die typischerweise über eine grafische Benutzeroberfläche (Graphical User Interface – GUI) 204 bedienbar sind. Beispielsweise bietet das OS 202 grundlegende Ein- und Ausgabesystemfunktionen, um die Eingabe durch das zusätzliche E/A-Subsystem 128, die Tastatur 132 und dergleichen zu erhalten und um die Ausgabe zum Benutzer zu ermöglichen. Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung sind Softwaremodule 206 zum Testen des Funkgeräts vorhanden, was weiter unten beschrieben wird. Obwohl diese nicht dargestellt sind, können auch eine oder mehrere Anwendung zur Verwaltung der Kommunikation oder zum Bereitstellen von PDA-typischen (Personal Digital Assistant) Funktionen enthalten sein.

Damit enthält das Funkgerät 102 computerausführbare, programmierte Anweisungen, die das Gerät 102 anweisen, die Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung zu implementieren. Die programmierten Anweisungen können in einem oder mehreren Softwaremodulen 206 verkörpert sein, die im Speicher 200 des Funkgeräts 102 resident sind. Alternativ können die programmierten Anweisungen auch auf einem computerlesbaren Medium (z. B. auf einer CD oder einer Diskette) verkörpert sein, das zur Übertragung der programmierten Anweisungen in den Speicher 200 des Funkgeräts 102 verwendet werden kann. Alternativ können die programmierten Anweisungen in ein computerlesbares, signaltragendes Medium eingebettet sein, das durch einen Verkäufer oder Anbieter der programmierten Anweisungen in ein Netzwerk hochgeladen wird, und dieses signaltragende Medium kann von dem Netzwerk durch die Endbenutzer oder potenzielle Käufer über eine Schnittstelle 111, 130, 140 zum Funkgerät 102 heruntergeladen werden.

3 ist eine Vorderansicht zur Darstellung des Funkgeräts 102 aus 1. Wie bereits oben erwähnt kann es sich bei dem Funkgerät 102 um ein daten- und sprachtaugliches Handheld-Gerät handeln. Das Funkgerät 102 enthält ein Gehäuse 150, einen Display-Bildschirm 122, eine grafische Benutzeroberfläche (Graphical User Interface – GUI) 180, eine Tastatur (oder ein Tastenfeld) 132, ein Daumenrad (bzw. ein Laufrad) 110, verschiedene Auswahltasten 120 und verschiedene Signaleinein- und -ausgänge 160 (z. B. Stromversorgungseingang, Mikrofon, Lautsprecher, Datenschnittstelleneingang usw.). Im Inneren enthält das Funkgerät 102 eine oder mehrere Leiterplatten, eine CPU 138, einen Speicher 200, eine Batterie 156, eine Antenne usw. (nicht dargestellt), die mit den Signalein- und -ausgängen 160, mit der Tastatur 132, mit dem Display-Bildschirm 122 usw. gekoppelt sind.

Der Mikroprozessor 138 des Funkgeräts 102 ist typischerweise mit einem oder mehreren Geräten 110, 120, 132 gekoppelt, die dem Empfangen von Benutzerbefehlen oder Abfragen und zum Anzeigen der Ergebnisse dieser Befehle oder Abfragen für den Benutzer auf einem Display 122 dienen. Beispielsweise können Benutzerabfragen in eine Kombination von Befehlen transformiert werden, um eine oder mehrere Tabellen mit Ausgabedaten zu erzeugen, die in eine oder mehrere Anzeigeseiten integriert werden, welche dem Benutzer angezeigt werden. Der Mikroprozessor 138 ist mit dem Speicher 200 gekoppelt, um Softwaremodule 206 und Daten wie z. B. Datenbanktabellen und Testparameter zu speichern. Wie bereits erwähnt kann der Speicher 200 eine Vielzahl von Speichergeräten umfassen, die typischerweise in einer Speicherhierarchie angeordnet sind, wie sie dem Fachmann auf dem Gebiet der Technik bekannt sein dürfte.

Ein Benutzer kann mit dem Funkgerät 102 und dessen Softwaremodulen 206 mithilfe einer grafischen Benutzeroberfläche (Graphical User Interface – GUI) 180 interagieren. GUIs werden durch die üblichen Betriebssysteme unterstützt und bieten ein Anzeigeformat, das es einem Benutzer ermöglicht, Befehle auszuwählen, Anwendungsprogramme auszuführen, Computerdateien zu verwalten und andere Funktionen auszuführen, indem unter Verwendung eines Eingabe- oder Zeigergeräts wie ein Daumenrad 110 und eine Tastatur 132 bildliche Darstellungen verwendet werden, die als Icons bzw. Symbole bezeichnet werden, oder indem Elemente aus einem Menü verwendet werden. Im Allgemeinen wird eine GUI verwendet, um Informationen zu Benutzern zu übertragen und Befehle von Benutzern zu empfangen, und schließt unterschiedlichste GUI-Objekte und -Steuerungseinrichtungen ein, was unter anderem Symbole, Werkzeugleisten, Dropdown-Menüs, Popup-Menüs, Text- und Dialogfelder, Schaltflächen und dergleichen sind. Ein Benutzer interagiert typischerweise mit einer auf einem Display 122 präsentierten GUI 180, indem er ein Eingabe- oder Zeigergerät (z. B. ein Daumenrad 110, eine Tastatur 132 usw.) verwendet, um einen Zeiger bzw. Cursor 190 über ein Objekt 191 zu bewegen (d. h. um auf das Objekt zu "zeigen") und dann auf das Objekt 191 "klickt" (z. B. durch Drücken des Daumenrads, 110, durch Drücken einer Taste auf der Tastatur 132 usw.). Dieses Verfahren wird häufig als Point-And-Click-Bedienung oder als Auswahlbedienung bezeichnet. Typischerweise wird das Objekt 191 eventuell hervorgehoben (d. h. mit einem Schatten unterlegt), wenn auf es gezeigt wird.

Typischerweise präsentiert ein GUI-basiertes System dem Benutzer die Anwendung, den Systemstatus und andere Informationen in Form von "Fenstern", die auf dem Display 122 erscheinen. Ein Fenster 192 ist ein mehr oder weniger rechteckiger Bereich innerhalb des Displays 122, in dem ein Benutzer eine Anwendung oder ein Dokument betrachten kann. Ein solches Fenster 192 kann geöffnet, geschlossen, in Vollbildgröße angezeigt, auf ein Symbol reduziert, in seiner Größe verändert oder auf unterschiedliche Bereiche des Displays 122 verschoben werden. Gleichzeitig können mehrere Fenster angezeigt werden, beispielsweise: als Fenster, die in andere Fenster eingeschlossen sind, als Fenster, die andere Fenster überlappen, oder als Fenster, die innerhalb des Anzeigebereichs gekachelt sind.

4 ist eine Rückansicht zur Darstellung des Funkgeräts 102 aus 1. Das Funkgerät 102 hat ein abnehmbares hinteres Gehäuse bzw. einen abnehmbaren Abschnitt des Gehäuses 410, unter dem sich eine Aussparung für eine Batterie (nicht dargestellt) und Batteriekontakte (d. h. eine Schnittstelle) 154 für die Batterie 156 befinden. Bei der Batterie 156 kann es sich um ein Akkumulatorpaket handeln, das den Abschnitt des Gehäuses 410 einschließt.

5 ist eine perspektivische Vorderansicht zur Darstellung einer Prüfvorrichtung 500 für das Funkgerät 102 gemäß einer Ausführungsform der Erfindung. Die Prüfvorrichtung 500 ermöglicht es, das eingesetzte Funkgerät 102 bzw. das zu testende Gerät (Device under Test – DUT) 102 über die internen Batteriekontakte 154 des Funkgeräts einzuschalten. Dies wird durch das Einsetzen des DUT 102 in die Prüfvorrichtung 500 mit einer Kombination aus Linear- und Schwenkbewegungen des DUT 102 ermöglicht. Vorteilhafterweise erfordert die Prüfvorrichtung 500 nicht den Einsatz von in der Industrie standardmäßig verwendeten pneumatischen/elektrischen Antrieben im Einschaltstadium. Dies resultiert in geringeren Kosten für die Prüfvorrichtung 500 und in einer höheren Mobilität im Bereich der Prüfstation.

6 ist eine perspektivische Rückansicht zur Darstellung der Prüfvorrichtung 500 aus 5 mit dem eingesetzten DUT 102 gemäß einer Ausführungsform der Erfindung. Weitere Ansichten der Prüfvorrichtung 500 aus 5 mit dem eingesetzten DUT 102 bieten 9 bis 15 wie folgt: 9 ist eine Vorderansicht; 10 ist eine Seitenansicht von links; 11 ist eine Seitenansicht von rechts; 12 ist eine Rückansicht; 13 ist eine Draufsicht; 14 ist eine Untersicht und 15 ist eine detaillierte Untersicht.

Die Prüfvorrichtung 500 hat eine Halterung 510 zum Aufnehmen des Funkgeräts 102, und zwar im Wesentlichen nachdem die Batterie 156 und die Batterieabdeckung 410 des Funkgeräts 102 entfernt wurden. Wie bereits erwähnt kann die Batterie 156 auch die Batterieabdeckung 410 einschließen. Die Halterung 510 hat ein oder mehrere Justierelemente 511, 512, 513, in die ein oder mehrere Seiten des Funkgeräts 102 einrasten, um das Funkgerät 102 in der Halterung 510 zu fixieren.

Die Halterung 510 schließt ein an ihr montiertes bzw. in ihr ausgeformtes USB-Anschlussstück (Universal Serial Bus) 520 ein, mit dem die Testanlage (nicht dargestellt) über ein Kabel (nicht dargestellt) angeschlossen wird. Das in 5 gezeigte USB-Anschlussstück 520 ist ein USB-Steckeranschluss, Wie dem durchschnittlichen Fachmann auf dem Gebiet der Technik einleuchten dürfte, kann das USB-Anschlussstück 520 auch eine andere Form eines seriellen Anschlussstücks sein. Das USB-Anschlussstück 520 weist Stiftkontakte (nicht dargestellt) auf, die in Kontakt mit entsprechenden Buchsenkontakten in einem dazu passenden USB-Buchsenanschluss (d. h. im seriellen Anschluss) 130 des Funkgeräts 102 kommen, wenn das Funkgerät 102 in die Halterung 510 eingesetzt wird. Über das USB-Anschlussstück 520 werden Testsignale zwischen der Testanlage und dem Funkgerät 102 ausgetauscht. Das USB-Anschlussstück 520 kann mit einem gewissen Spiel an der Halterung 510 befestigt sein.

Die Halterung 510 ist schwenkbar auf einer Basis 530 montiert. Die Basis 530 hat eine in ihr ausgebildete Öffnung 560 zur Aufnahme der Halterung 510. Die Halterung 510 umfasst ein Paar Achsenstifte 540, 541, und zwar einen an jedem Ende der Halterung 510, die in entsprechende Öffnungen 550, 551 eingreifen, die in der Basis 530 eingelassen sind. Die Stifte 540, 541 und die passenden Öffnungen 550, 551 gestatten es der Halterung, in der Öffnung 560 der Basis 530 geschwenkt werden zu können. Alternativ kann die Halterung 510 auch mit einem Scharnier an der Basis 530 befestigt sein.

Die Prüfvorrichtung 500 umfasst eine Batterieemulator-Anschlussbuchse 570, die schwenkbar auf der Basis montiert ist (z. B. mit Stiften 572, 573 und entsprechenden Öffnungen 574, 575). Die Batterieemulator-Anschlussbuchse 570 emuliert die Funktion der Batterie 156 des Funkgeräts in Verbindung mit der externen Testanlage. Die Batterieemulator-Anschlussbuchse 570 besitzt Stromkontakte 571 für das Eingreifen in die Batteriekontakte 154 in der Batterieaussparung des Funkgeräts 102. Die Stromkontakte 571 dienen der Stromversorgung des Funkgeräts 102 aus der externen Testanlage. Eine Feder (nicht dargestellt) kann zwischen die Batterieemulator-Anschlussbuchse 570 und die Basis 530 eingefügt sein, um die Schwenkbewegung der Batterieemulator-Anschlussbuchse 570 zu kontrollieren. Ein Justierelement 576 kann auf der Basis 530 befestigt sein und über die Stifte 572, 573 und die entsprechenden Öffnungen 574, 575 mit der Batterieemulator-Anschlussbuchse 570 gekoppelt sein, um die Position der Batterieemulator-Anschlussbuchse zu justieren.

Das Justierelement 576 auf der Basis 530 und die Justierelemente 511, 512, 513 auf der Halterung 510 können verstellt und auf das zu prüfende Funkgerät 102 abgestimmt werden, indem eine Anzahl von in der Basis 530 bzw. in der Halterung 510 eingearbeiteten Befestigungsöffnungen 596, 597 (siehe 12) verwendet werden. Die Justierelemente 511, 512, 513, 576 weisen auf ihrer Oberfläche ausgebildete oder in sie eingebaute Zapfen oder Stifte (nicht dargestellt) auf, die zu den Befestigungsöffnungen 596, 597 passen. Natürlich können die Justierelemente 511, 512, 513, 576 verschiedenste Formen und Größen aufweisen, um auf das DUT 102 abgestimmt zu sein.

Beim Betrieb verwendet die Vorrichtung 500 eine einzigartige mechanische Bewegung, um zuerst das USB-Anschlussstück 520 in das Funkgerät 102 einzuführen und um anschließend den Batterieemulator 570 einzuführen. 7 ist eine Seitenansicht von rechts zur Darstellung einer ersten Position 700 für das Einsetzen des Funkgeräts 102 in die Prüfvorrichtung 500 gemäß einer Ausführungsform der Erfindung. In der ersten Position 700 wird das USB-Anschlussstück 520 der Halterung 510 in den seriellen Anschluss 130 des Funkgeräts 102 eingeführt. Es ist zu beachten, dass sich die Halterung 510 in dieser ersten Position 700 in einem Winkel 710 von ungefähr 30 Grad zu einer Senkrechten 720 (d. h. vertikal zum Stift 540 und zur passenden Öffnung 550 verlaufend) der Basis 530 befindet. Natürlich kann dieser Winkel 710 auch größer oder kleiner als 30 Grad sein.

8 ist eine Seitenansicht von rechts zur Darstellung einer zweiten Position 800 für das Einsetzen des Funkgeräts 102 in die Prüfvorrichtung 500 gemäß einer Ausführungsform der Erfindung. Sobald das USB-Anschlussstück 520 vollständig in das Funkgerät 102 eingeführt ist, wird die Halterung 510 in eine zweite, aufrechte Position 800 geschwenkt (d. h. null Grad zur Senkrechten 720) und dort arretiert. Gleichzeitig mit dem Schwenken des Geräts in die zweite Position 800 schiebt sich die Batterieemulator-Anschlussbuchse 570 in die Batterieaussparung des Funkgeräts 102 und wird dort arretiert. Die Rotationsfeder der Batterieemulator-Anschlussbuchse ermöglicht deren Einführung in die Batterieaussparung des Funkgeräts 102.

Wie aus 14 und 15 ersichtlich ist, besitzt die Vorrichtung 500 eine Kolbenschraube 581, die auf der Basis 530 montiert ist und den Eingriff in ein auf der Halterung 510 montiertes Kugellager 591 ermöglicht, um die Halterung 510 in der zweiten Position 800 zu arretieren. Die Kolbenschraube 581 ist in einem Gehäuse 580 montiert, das fest mit der Basis 530 verbunden ist. Das Kugellager 591 ist mit einem Stift 592 und einer Stifthalterung 593 schwenkbar an der Halterung 510befestigt. Natürlich können auch andere geeignete Mittel verwendet werden, um die Halterung 510 in der zweiten Position zu arretieren.

Die Vorrichtung 500 kann Mittel einschließen (z. B. Befestigungsöffnungen 595 usw.), die dem Anfügen eines Kipphebels der externen Testanlage zur Handhabung des Funkgeräts 102 während des Funktionstests dienen. Außerdem kann das Funkgerät 102 in seinem Speicher 200 eine Testanwendung 206 gespeichert haben, die als Antwort auf Testsignale, welche von der externen Testanlage über das USB-Anschlussstück 520 empfangen werden, das Funkgerät 102 lenkt.

Die oben beschriebenen Ausführungsformen der Erfindung sollen lediglich als exemplarische Beispiele verstanden werden. Daher soll der Umfang der Erfindung ausschließlich durch den Umfang der beigefügten Ansprüche beschränkt sein.


Anspruch[de]
Eine Vorrichtung (500) zur Funktionsprüfung eines montierten Funkgeräts (102), wobei das Funkgerät einen Datenanschluss (130) sowie ein abnehmbares Gehäuse hat, unter dem sich eine Aussparung für Batteriekontakte verbirgt (154), und folgendes umfasst:

Eine Basis (530) mit einer Öffnung (560), die für die Aufnahme einer Halterung (510) im Inneren gestaltet ist, wobei die Halterung (510) in der Öffnung (560) schwenkbar eingebaut ist, um von einer ersten Position (700) in eine zweite (800) geschwenkt werden zu können, wobei die Halterung (510) für die Aufnahme des Funkgeräts (102) mit dem abnehmbaren Gehäuse (410), das in der ersten Position entfernt ist, konzipiert ist;

Ein Anschlussstück (520), eingebaut in die Halterung (510) für das Einrasten des Datenanschlusses (130) des Funkgeräts (102), wenn das Funkgerät (102) von der Halterung in der ersten Position (700) aufgenommen wird, das Anschlussstück zur Kommunikation der Testsignale mit externen Testanlagen; und

Eine Batterieemulator-Anschlussbuchse (570) schwenkbar auf der Basis (530) montiert, wobei die Batterieemulator-Anschlussbuchse (570) die Stromkontakte für das Einbringen der Batteriekontakte (154) in der Batterieaussparung des Funkgeräts (102) besitzt, wenn die Halterung (510) in die zweite Position (800) geschwenkt wird und die Stromkontakte zur Stromversorgung aus der externen Testanlage dienen.
Die Vorrichtung (500) des Anspruchs 1, die des Weiteren eine Feder umfasst, die zwischen der Batterieemulator-Anschlussbuchse (570) und der Basis (530) eingefügt ist und der Kontrolle der Schwenkbewegung der Batterieemulator-Anschlussbuchse dient. Die Vorrichtung (500) von Anspruch 1 oder 2, die des Weiteren ein Justierelement (576) umfasst, montiert auf der Basis (530) und verkoppelt mit der Batterieemulator-Anschlussbuchse (570) zur Justierung der Position der Batterieemulator-Anschlussbuchse. Die Vorrichtung (500) gemäß einem der Ansprüche 1, 2 oder 3, die des Weiteren eine auf der Basis (530) montierte Kolbenschraube (581) umfasst, die dazu dient, ein auf der Halterung (510) montiertes Kugellager (591) greifen zu lassen, das die Halterung in der zweiten Position (800) arretiert. Die Vorrichtung (500) eines jeden der vorangehenden Ansprüche, die des Weiteren ein Paar Stifte (540, 541) umfasst, die auf der Halterung (510) montiert sind, um in entsprechende Öffnungen (550, 551) eingefügt zu werden, die in der Basis eingelassen sind, um es der Halterung (510) zu gestatten, in der Öffnung (560) der Basis (530) geschwenkt werden zu können. Die Vorrichtung (500) eines jeden der vorangehenden Ansprüche, bei denen die Halterung (510) ein oder mehrere Justierelemente (511, 512, 513) zum Festhalten von einer oder mehreren Seiten des Funkgeräts (102) hat, um das Funkgerät in der Halterung (510) zu fixieren. Die Vorrichtung (500) eines jeden der vorangegangenen Ansprüche, wobei der Stecker ein universeller Serienbus USB-Stecker ist. Die Vorrichtung (500) eines jeden der vorangegangenen Ansprüche, wobei sich das Funkgerät (102), wenn es in der Halterung (510) eingefügt ist, in einem Winkel von etwa dreißig Grad zur Senkrechten (720) der Basis (530) und etwa parallel zur Senkrechten der Basis (530) befindet, wenn sich die Halterung (510) in der ersten Position (700) bzw. der zweiten Position (800) befindet. Die Vorrichtung (500) eines jeden der vorangegangenen Ansprüche, die des Weiteren Mittel für das Anfügen eines Kipphebels der externen Testanlage zur Handhabung des Funkgeräts (102) während des Funktionstests aufweist. Eine Kombination der Vorrichtung (500) aus jedem der vorangegangenen Ansprüche und eines darin aufgenommenen montierten Funkgeräts (102) wobei das Funkgerät einen Datenanschluss (130) und ein abnehmbares Gehäuse (410) hat, das eine Batterieaussparung mit Batteriekontakten (154) verdeckt. Die Kombination aus Anspruch 10 wobei das abnehmbare Gehäuse (510) ein Akkumulator ist. Die Kombination aus Anspruch 10 und 11, wobei der Datenanschluss (130) ein universeller Serienbus USB-Anschluss ist. Die Kombination eines jeden der Ansprüche 10 bis 12, wobei der Datenanschluss (130) und das abnehmbare Gehäuse (410) sich auf einer Seite bzw. der Rückseite des Funkgeräts (102) befinden. Die Kombination eines jeden der Ansprüche 10 bis 13, wobei das Funkgerät (102) einen Speicher (200) zur Speicherung der Testanwendung umfasst, die als Antwort auf Testsignale der Lenkung des Funkgeräts (102) dient. Ein Verfahren für den Funktionstest eines montierten Funkgeräts (102), wobei das Funkgerät (103) einen Datenanschluss (130) hat sowie ein abnehmbares Gehäuse (410), das eine Aussparung für Batterien mit Batteriekontakten (154) verdeckt, wobei das Verfahren folgende Schritte umfasst:

Bereitstellung einer Vorrichtung (500) mit Basis (530) mit einer darin eingelassenen Öffnung und einer Halterung (510), die schwenkbar in der Öffnung montiert ist;

Einsetzen des Funkgeräts (102) in die Halterung (510) in einer ersten Position (700), bei der das abnehmbare Gehäuse (410) des Funkgeräts (102) entfernt ist;

Anschluss eines Anschlussstücks (520) für die Kommunikation von Testsignalen mit einer externen Testanlage im Datenanschluss (130) des Funkgeräts (102), wobei das Anschlussstück (520) in der Halterung (510) montiert ist;

Schwenken der Halterung (510) in eine zweite Position (800);

Verbinden der Stromkontakte eines Batterieemulator-Anschlusses (570) mit den Batteriekontakten (154) des Funkgeräts (102) in der Batterieaussparung des Funkgeräts (102);

Bereitstellung von Strom aus externen Testanlagen durch die Stromkontakte

Anwenden der Testsignale beim Anschlussstück (520);
Das Verfahren von Anspruch 15, wobei das Funkgerät (102) mit einem abnehmbaren Gehäuse (410), das einen Akkumulator (156) umfasst, versehen ist. Das Verfahren von Anspruch 15 oder 16, wobei eine Feder der Vorrichtung zwischen dem Batterieemulator-Anschluss (570) und der Basis (530) zur Schwenkkontrolle des Batterieemulator-Anschlusses (570) angebracht ist. Das Verfahren eines jeden der Ansprüche 15 bis 17, wobei ein Justierelement (576) der Vorrichtung (500) auf der Basis (530) montiert ist und mit dem Batterieemulator-Anschluss (570) zur Justierung der Position des Batterieemulator-Anschlusses verbunden ist. Das Verfahren eines jeden der Ansprüche 15 bis 18, wobei die Halterung (510) in der zweiten Position (800) für den Test arretiert ist. Die Verfahren eines jeden der Ansprüche 15 bis 19, wobei ein Paar Stifte (540, 541) der Vorrichtung (500) auf der Halterung (510) montiert sind, um in entsprechende Öffnungen (550, 551), die in der Basis (530) eingelassen sind, eingefügt zu werden, um es der Halterung (510) zu gestatten, in der Öffnung der Basis (530) geschwenkt zu werden. Das Verfahren eines jeden der Ansprüche 15 bis 20, gekennzeichnet dadurch, dass ein oder mehrere Justierelemente (511, 512, 513) der Halterung (510) dazu dienen, eine oder mehrere Seiten des Funkgeräts (102) einzufügen um das Funkgerät (102) in der Halterung (510) festzuhalten. Das Verfahren eines jeden der Ansprüche 15 bis 21, wobei der Datenanschluss (130) eine USB (universeller Serienbus)-Anschlussbuchse ist und das Anschlussstück (520) ein USB-Stecker ist. Das Verfahren eines jeden der Ansprüche 15 bis 22, wobei das Funkgerät (102) von einer Halterung (510) in einem Winkel von ungefähr 30 Grad zur Senkrechten (720) der Basis (300) und ungefähr parallel zur Senkrechten der Basis (530) aufgenommen ist, wenn die Halterung sich in der ersten (700) bzw. zweiten Position (800) befindet. Das Verfahren eines jeden der Ansprüche 15 bis 23, wobei der Datenanschluss (130) und das abnehmbare Gehäuse (410) auf einer Seite bzw. der Rückseite des Funkgeräts (102) angebracht sind. Das Verfahren eines jeden der Ansprüche 15 bis 24, wobei die Vorrichtung (500) Mittel für das Anfügen eines Kipphebels der externen Testanlage zur Handhabung des Funkgeräts (102) während des Funktionstests aufweist. Das Verfahren eines jeden der Ansprüche 15 bis 25, wobei das Funkgerät (102) einen Speicher (200) zur Speicherung der Testanwendung umfasst, die als Antwort auf Testsignale der Lenkung des Funkgeräts (102) dient.






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