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Dokumentenidentifikation DE60307671T2 06.09.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001565081
Titel ANORDNUNG BESTEHEND AUS ZWEI GELENKIGEN STIEFFELN MIT VERSCHIEDENEN MECHANISCHEN EIGENSCHAFTEN
Anmelder Random Design, Aix en Provence, FR
Erfinder VALAT, Gerard, Chemin de Banon, 13100 Aix en Provence, FR;
RAGOT, Cedric, F-75011 Paris, FR
Vertreter Dr. Weber, Dipl.-Phys. Seiffert, Dr. Lieke, 65183 Wiesbaden
DE-Aktenzeichen 60307671
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, RO, SE, SI, SK, TR
Sprache des Dokument FR
EP-Anmeldetag 24.11.2003
EP-Aktenzeichen 037894847
WO-Anmeldetag 24.11.2003
PCT-Aktenzeichen PCT/FR03/03469
WO-Veröffentlichungsnummer 2004049851
WO-Veröffentlichungsdatum 17.06.2004
EP-Offenlegungsdatum 24.08.2005
EP date of grant 16.08.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.09.2007
IPC-Hauptklasse A43B 3/02(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse A43B 5/16(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   A43B 5/04(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft einen neuen Typ von Schuhartikel, der dazu bestimmt ist, die Füße und Beine eines Benutzers während der Ausübung eines Extremsports zu schützen.

Man kennt bereits Schuhartikel, die aufweisen:

  • – eine erste steife Schale, die einen Körper bildet, der dazu bestimmt ist, den Fuß eines Benutzers aufzunehmen, und sich in einer Längsrichtung erstreckt,
  • – eine zweite steife Schale, die einen Schaft bildet, der dazu bestimmt ist, das Bein des Benutzers aufzunehmen, und die sich im wesentlichen entlang einer Heberichtung erstreckt,
  • – ein Gelenk, welches den Körper und den Schaft verbindet, welches bestimmte Merkmale des mechanischen Widerstandes hat.

Ein solcher Schuhartikel ist insbesondere in der FR-A-2,656,776 oder der WO-A-01/89335 beschrieben.

Das Dokument US-5,794,362 beschreibt einen Sportschuh mit in allen Richtungen regulierbaren Abmessungen, damit er an die Abmessung des Fußes des Benutzers und an den jeweiligen Gebrauch angepaßt werden kann. Es sieht nicht die Gelenkanpassung des Schuhs an den vorgesehenen Gebrauch vor. Es beschreibt den einleitenden Teil des Anspruches 1.

Ziel der Erfindung ist es, den Schutz und den Komfort für die Benutzer zu verbessern und das Produktionsvolumen solcher Artikel zu vergrößern.

Hierfür schlägt die Erfindung vor, eine Gelenkskala vorzusehen, welche die unterschiedlichen Merkmale des mechanischen Widerstandes darstellt, um sich an die physiologischen Unterschiede zwischen den Benutzern und solcher Schuhartikel und/oder den Unterschieden anzupassen, welche zwischen den Sportarten bestehen, für welche diese Schuhartikel benutzt werden können.

Außerdem kann nach der Erfindung die erste Schale, mit welcher das Gelenk verbunden ist, ohne technische Veränderung (gegebenenfalls einige ästhetische Unterschiede) für zahlreiche Sportarten und für alle Benutzer verwendet werden, deren Füße im wesentlichen dieselben Maße (anders ausgedrückt dieselbe Größe) haben.

Schließlich kann immer noch nach der Erfindung die zweite Schale, mit welcher das Gelenk verbunden ist, ohne grundsätzliche technische Veränderung für alle Benutzer verwendet werden, deren Füße im wesentlichen dieselben Maße haben. Anders ausgedrückt, kann man eine Skala der zweiten ähnlichen Schalen vorsehen, um eine Skala der Sportarten zu decken. Innerhalb der Skala der zweiten Schalen können einige geringere technische Unterschiede (leichte Verkürzung des Schaftes in einigen Fällen) zwischen den zweiten Schalen für die Ausübung bestimmter Sportarten bestehen.

Mit anderen Worten betrifft die Erfindung eine Anordnung „nach Anspruch 1".

So sind einerseits die mechanischen Merkmale der Gelenke besser den physiologischen Merkmalen (insbesondere Gewicht und Muskelkraft) der Benutzer angepaßt, und andererseits ist es möglich, ohne ein neues Produkt zu konstruieren, eine weite Skala von Sportarten, wie zum Beispiel das Moto Cross, das Snow Board, das Velo-Cross oder den Roller, abzudecken.

Nach einem vorteilhaften Merkmal der Erfindung ist, insbesondere wenn die ersten und zweiten Schuhartikel für dieselbe Sportart bestimmt sind, die zweite Schale des ersten Schuhartikels im wesentlichen der zweiten Schale des zweiten Schuhartikels identisch.

So werden die Herstellungskosten der Schuhartikel begrenzt.

Nach einem anderen vorteilhaften Merkmal der Erfindung ist das Gelenk der ersten Schale und der zweiten Schale für jeden Schuhartikel unterschiedlich, und das Gelenk des ersten Schuhartikels ist durch das Gelenk des zweiten Schuhartikels ersetzbar und umgekehrt.

Man versteht, daß das Gelenk des ersten Schuhartikels durch das Gelenk des zweiten Schuhartikels ersetzbar ist, insbesondere wenn der in der ersten und der zweiten Schale des zweiten Schuhartikels ausgesparte Raum ausreichend ist, um das erste Gelenk aufzunehmen, und wenn die Befestigungszonen des ersten Gelenks mit den Befestigungszonen der ersten und der zweiten Schale des zweiten Schuhartikels zusammenfallen, wobei die Befestigungszonen Befestigungsmittel aufnehmen, die dazu bestimmt sind, das Gelenk auf der ersten und der zweiten Schale zu halten.

So ist es für den Verkäufer möglich, einerseits die Schuhartikel ohne Gelenk und andererseits die Gelenke zu lagern und den Zusammenbau je nach den physiologischen Merkmalen des Kunden und der Sportart, welche er auszuüben wünscht, durchzuführen, ohne daß er alle möglichen Kombinationen lagern muß, was eine Reduzierung des Vorrats erlaubt. Ferner ist es möglich, nur das Gelenk zu ersetzen, wenn es beschädigt wurde, und der Rest des Schuhartikels noch in Ordnung ist.

Um ferner den Komfort des Benutzers ohne Verringerung seines Schutzes zu verbessern, schlägt die Erfindung vor, daß das Gelenk jedes Schuhelementes die Drehung des Schaftes bezüglich des Körpers entlang zweier zueinander im wesentlichen senkrechten Drehachsen und eine Verschiebung der Gelenkachsen bezüglich des Körpers gestattet, um die Drehachsen des Gelenks im wesentlichen mit den Drehachsen des Fußes bezüglich des Beins des Benutzers in Übereinstimmung zu bringen.

So paßt sich der Stiefel an die Morphologie des Benutzers an und schafft eine größere Beweglichkeit und ein weicheres Gefühl, wobei zuverlässiger der Bewegungskomplexität des Knöchels gefolgt wird.

Um unterschiedliche mechanische Merkmale zwischen den Gelenken der ersten und der zweiten Schuhartikel zu erhalten, sind die Rippen des ersten Schuhartikels und die Rippen des zweiten Schuhartikels nach der Erfindung aus unterschiedlichen Materialien hergestellt.

Man kann ebenfalls Rippen von unterschiedlichem Querschnitt für den ersten und den zweiten Schuhartikel vorsehen.

Nach einem anderen vorteilhaften Merkmal der Erfindung weisen die zwei elastisch verformbaren Elemente für jeden Schuhartikel mechanisch verschiedene Merkmale auf.

So können die Widerstandsmerkmale der Verformung, genauer den Schutzanforderungen des Benutzers, insbesondere aufgrund der unvollkommenen Symmetrie der Kugelverbindung zwischen dem Fuß und dem Bein, angepaßt werden.

Um den Schutz für den Benutzer zu verstärken, weist der Schuhartikel nach einem vorteilhaften Merkmal der Erfindung ferner Anschläge auf, um die Drehamplitude in der Mittelebene auf einen Wert zu begrenzen, der zwischen 50° und 60° liegt, wobei die Heberichtung und die Längsrichtung eine Mittelebene bestimmen.

Dies erlaubt es, Traumata oder Verletzungen zu vermeiden, wobei zugleich eine große Bewegungsfreiheit gestattet wird.

Nach einem zusätzlichen Merkmal schlägt die Erfindung vor, daß jeder Schuhartikel ferner Anschläge aufweist, um die Drehamplitude entlang der Längsrichtung auf einen Wert zu begrenzen, der zwischen 25° und 35° liegt.

Die Verschiebungsbewegung der Gelenkachsen bezüglich des Körpers schafft, selbst wenn sie eine kleine Amplitude hat, in vorteilhafter Weise zwischen 5 mm und 15 mm, trotz allem ein Gefühl der Bewegungsfreiheit, wobei zugleich die Ferse des Benutzers wirkungsvoll zurückgehalten wird.

Die Erfindung wird aus der folgenden Beschreibung noch klarer, welche unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen gemacht ist, in welchen:

1 einen Motorradstiefel nach der Erfindung in Ruheposition zeigt,

2 den Stiefel der 1 in Beugeposition zeigt,

3 den Stiefel der 1 in Streckposition zeigt,

4 eine Ansicht entlang des mit IV bezeichneten Pfeils in 1 ist,

5 eine Schnittansicht entlang des in der 1 mit V-V bezeichneten Pfeils, in Ruhe position, ist,

6 eine Ansicht gemäß der 5 in Einwärtsdrehung des Stiefels ist,

7 eine Ansicht gemäß der 5 in Auswärtsdrehung des Stiefels ist,

8 eine vergrößerte Ansicht nur des Gelenks ist,

9 eine Variante des Motorradstiefels nach der Erfindung zeigt,

10 eine vergrößerte Ansicht nur des Gelenks der in 9 gezeigten Variante des Motorradstiefels ist,

11 eine Variante des Gelenks ist.

Die 1 bis 7 zeigen einen Stiefel 1, welcher am unteren Teil einen Körper 2 aufweist, der dazu bestimmt ist, den Fuß eines Benutzers aufzunehmen, am oberen Teil einen Schaft 4, der dazu bestimmt ist, das Bein eines Benutzers aufzunehmen, und am mittleren Teil eine Gelenkvorrichtung 6, welche den Schaft 4 mit dem Körper 2 verbindet.

Der Körper 2 und der Schaft 4 weisen jeder eine verhältnismäßig steife Schale auf, die dafür bestimmt ist, die unteren Glieder des Benutzers zu schützen. Diese Schalen können örtlich durchbrochen sein. Sie sind für den Komfort des Benutzers innen und gegebenenfalls außen dubliert bzw. doppelt. Der Körper erstreckt sich entlang einer Längsrichtung 8 im wesentlichen horizontal, wenn der Benutzer den Fuß auf einen horizontalen Boden stellt, während sich der Schaft entlang einer Heberichtung 10 im wesentlichen vertikal erstreckt.

Die Längsrichtung 8 und die Heberichtung 10 bestimmen eine Mittelebene P, die parallel zu der in den 1 bis 3 dargestellten Ebene ist. Der Stiefel weist eine Innenfläche 1a und eine Außenfläche 1b auf, die auf beiden Seiten der Mittelebene P angeordnet sind.

Der Stiefel 1 weist ferner eine Querrichtung 12 auf, die sich im wesentlichen senkrecht zu der Längsrichtung 8 und zu der Heberichtung 10 erstreckt.

Die Gelenkvorrichtung weist zwei Strukturen 14, 14' mit elastisch verformbarer Geometrie auf, die im wesentlichen bezüglich der Ebene P, symmetrisch eine auf der Innenseite 1a und die andere auf der Außenseite 1b, angeordnet sind.

Jede Struktur 14, 14' weist hauptsächlich eine vordere Rippe 16 und eine hintere Rippe 18 auf (die Rippen der Struktur 14' sind in den Figuren nicht zu sehen), wobei jede Rippe im wesentlichen in der Form eines V, eines U oder eines C gekrümmt ist. Jede Rippe weist einen oberen Abschnitt bzw. Schenkel 16a, 18a und einen unteren Schenkel 16b, 18b auf. Jeder Schenkel 16a, 16b, 18a, 18berstreckt sich zwischen einem ersten Ende 161, 16b1, 18a1, 18b1 bzw. einem zweiten Ende 16a2, 16b2, 18a2, 18b2.

Die ersten Enden 16a1, 16b1 der Schenkel der vorderen Rippe 16 sind untereinander in der Scheitelzone vor 20 verbunden, wodurch die Drehung zwischen dem oberen Schenkel 16a und dem unteren Schenkel 16b erlaubt wird. Die ersten Enden 18a1, 18b1 der Schenkel der hinteren Rippe 18 sind untereinander in der hinteren Scheitelzone 22 verbunden, wodurch die Drehung zwischen dem oberen Schenkel 18a und dem unteren Schenkel 18b erlaubt wird.

Die zwei Enden 16b2, 18b2 der unteren Schenkel sind an dem Körper 2 befestigt, während die zweiten Enden 16a2, 18a2 der oberen Schenkel an dem Schaft 4 befestigt sind.

Die vordere Rippe 16 und die hintere Rippe 18 weisen mehr die Form eines offenen V auf, wie in den 1 bis 3 gezeigt ist, wenn die Scheitelzonen 20, 22 örtlich sehr festgelegt sind, und sie weisen mehr die Form eines offenen U auf, wenn diese Zonen 20, 22 verhältnismäßig gestreckt sind, und mehr die Form eines C, wenn diese Zonen 20, 22 sehr gestreckt sind.

Sie sind in vorteilhafter Weise entgegengesetzt, mit anderen Worten bezüglich der Heberichtung 10 symmetrisch angeordnet. Hier sind sie zueinander derart geöffnet, daß jede Struktur 14 im wesentlichen eine Form eines verformbaren Parallelogramms aufweist. Als Alternative könnten Sie Rücken an Rücken derart angeordnet sein, daß jede Struktur 14 im wesentlichen eine verformbare Form von verformbaren >< aufweist.

Die Gelenkvorrichtung 6 weist ferner zwei Zapfen 24, 26 auf, die sich im wesentlichen entlang der Querrichtung zwischen der vorderen Rippe 16 und der rückwärtigen Rippe 18 erstrecken. Sie sind an dem Körper 2 befestigt und gleiten jeder in einer Nut bzw. Rille 28, 30, die in dem Schaft 4 angeordnet ist. Die Rillen 28, 30 haben jede längliche Form und erstrecken sich im wesentlichen entlang der Heberichtung 10 zwischen einem oberen Ende 28a, 30a und einem unteren Ende 28b, 30b, die in vorteilhafter Weise etwa 10 mm voneinander entfernt sind.

So steuern die Zapfen 24, 26 die Verformung der Strukturen 14, 14' und können sich entlang der Heberichtung derart verschieben, daß die Strukturen 14, 14' mit variabler Geometrie so eine Gelenkvorrichtung bestimmen, welche schwimmend eingehängt im wesentlichen auf der Höhe des Knöchels auf beiden Seiten der Ferse des Benutzers angeordnet ist.

Wie in den 1 und 2 gezeigt ist, schwenkt der Schaft 4 während einer Beugungsbewegung der Ferse eines Benutzers um die Querrichtung 12 herum, um Zapfen 24, 26, wobei sich die Schenkel 16a, 16b der vorderen Rippen 16 durch Verformung der vorderen Scheitelzonen 20 nähern, während sich die Schenkel 18a, 18b der hinteren Rippen 18 durch Verformung der hinteren Scheitelzone 22 voneinander entfernen.

Wie in den 1 und 3 gezeigt ist, verformt sich die Gelenkvorrichtung 6 umgekehrt während einer Dehnungsbewegung, wobei sich die vorderen Rippen 16 und die hinteren Rippen 18 einander nähern.

Außerdem schwenken während dieser Beuge- und Dehnungsbewegungen die oberen Schenkel 16a, 18a bezüglich des Schaftes 4 durch elastisches Verformen in der Nähe ihrer zwei Enden 16a2, 18a2, ebenso wie die unteren Schenkel 16b, 18b bezüglich des Körpers 2 durch elastische Verformung in der Nähe ihrer zwei Enden 16b2, 18b2 schwenken.

Während die Zapfen 24, 26 in den Rippen 28, 30 in extremer Beugeposition gleiten können, kommt der Schaft 4 vorne an dem Körper 2 in Anschlag, und die Zapfen 24, 26 kommen in die Nähe des oberen Endes 28a, 30a der Rillen 28, 30, um der Bewegung des Knöchels des Benutzers zu folgen. Wenn man die Beugebewegung verfolgt, sind die Zapfen 24, 26 darauf gerichtet, in den Rillen 28, 30 zu ihrem unteren Ende zu gleiten. Weil eine solche Bewegung für den Benutzer schädlich wäre, weist der Stiefel 1 ferner eine hintere Anschlagvorrichtung 32 auf.

Wie in 4 dargestellt ist, weist diese hintere Anschlagvorrichtung 32, welche anstrebt, die Beugebewegung zu begrenzen, eine Kuppe mit verdicktem Kopf 34 auf, die mit dem Körper 2 einstückig ist und in einer Rille 40 von länglicher Form gleitet, welche in dem Schaft 4 angeordnet ist. Die äußersten Positionen der Kuppe mit verdicktem Kopf 34, welche der maximalen Beugung und Dehnung entsprechen, sind in 4 gestrichelt dargestellt.

Wie in 2 dargestellt ist, beträgt die Amplitude &agr;1 der durch die Gelenkvorrichtung 6 erlaubten Beugebewegung bezüglich der in 1 dargestellten Anfangsposition etwa 25 Grad.

In äußerster Dehnungsposition kommt der Schaft 4 hinten an dem Körper 2 in Anschlag, und die Zapfen 24, 26 kommen an dem unteren Ende 28b, 30b der Rillen 28, 30 in Anschlag.

Wie in 3 gezeigt ist, beträgt die Amplitude &agr;2 der Dehnungsbewegung, welche durch die Gelenkvorrichtung 6 erlaubt wird, bezüglich der in 1 dargestellten Anfangsbewegung etwa 30 Grad.

Die Strukturen 14, 14' erlauben ferner durch ihre Geometrie als Parallelogramm eine seitliche Verformung entlang einer Richtung, die im wesentlich parallel zu der Längsrichtung 8 verläuft, um den Fuß des Benutzers in seinen Einwärts-Auswärtsbewegungen und seinen kombinierten Drehbewegungen zu begleiten.

Wie in den 5 und 6 gezeigt ist, nähern sich während einer Einwärtsbewegung der Ferse eines Benutzers die oberen Schenkel 16a, 18a durch Verformung der vorderen Scheitelzonen 20 und der rückwärtigen Scheitelzonen 22 der unteren Schenkel 16b, 18b. Ferner nähert sich der Zapfen 24 dem oberen Ende 28a der Rille 28.

Umgekehrt die Struktur 14' betreffend, entfernen sich die oberen Abschnitte von den unteren Abschnitten durch Verformung der vorderen und rückwärtigen Scheitelzonen. Ferner nähert sich der Zapfen 26 dem unteren Ende 26b der Rille 26.

In extremer Einwärtsdrehung des Stiefels kommt der Zapfen 24 auf dem oberen Ende 28a der Rille 28 in Anschlag, und der Zapfen 26 kommt auf dem unteren Ende 26b der Rille 26 in Anschlag. Die Amplitude der Einwärtsbewegung &thgr;1, welche durch die Gelenkvorrichtung 6 bezüglich der in 5 dargestellten Anfangsposition erlaubt wird, beträgt etwa 15 Grad.

Wie in den 5 und 7 dargestellt ist, entfernen sich umgekehrt während einer Auswärtsdrehungs-Bewegung der Ferse eines Benutzers die oberen Schenkel 16a, 18a von den unteren Schenkeln 16b, 18b durch Verformung der vorderen 20 und rückwärtigen Scheitelzonen 22. Ferner nähert sich der Zapfen 24 dem unteren Ende 28b der Rille Nut 28.

Die Struktur 14' betreffend nähern sich die oberen Schenkel den unteren Schenkeln durch Verformung der vorderen und rückwärtigen Scheitelzonen. Ferner nähert sich der Zapfen 26 dem oberen Ende 26a der Rille 26.

In extremer Auswärtsdrehposition des Stiefels kommt der Zapfen 24 auf dem unteren Ende 28b der Rille 28 zum Anschlag, und der Zapfen 26 kommt auf dem oberen Ende 26a der Rille 26 zum Anschlag. Die Amplitude der Auswärtsdrehbewegung &thgr;2, welche durch die Gelenkvorrichtung 6 bezüglich der in 5 dargestellten Anfangsposition erlaubt wird, beträgt etwa 15 Grad.

Die Gelenkvorrichtung 6 weist ferner ein dämpfendes, elastisch verformbares Material 36 auf, das sich von dem unterscheidet, welches die Rippen 16, 18 bildet. Das dämpfende Material 36 ist zwischen den Rippen 16, 18 angeordnet und füllt den Raum, welcher die Schenkel 16a, 16b; 18a, 18b der Rippen trennt.

Während der Verformung der Strukturen 14, 14' bezüglich der Anfangsposition wird das dämpfende Material 36 gedehnt oder zusammengepreßt. So übt es eine zunehmende Widerstandskraft aus, welche es erlaubt, die Aufprallgeschwindigkeit zu vermeiden oder wenigstens zu verringern, wenn die Gelenkvorrichtung in Anschlag kommt.

In vorteilhafter Weise sind das der Struktur 14 hinzugefügte dämpfende Material 36, mit anderen Worten auf der inneren Fläche 1a angeordnete Material, und dieses der Struktur 14' hinzugefügte, mit anderen Worten auf der äußeren Fläche 1b angeordnete Material unterschiedlich, um ein asymmetrisches Verhalten der Gelenkvorrichtung 6 zu erhalten. Ebenso können die Strukturen 14, 14' unterschiedliche mechanische Merkmale aufweisen, wie zuvor gezeigt wurde.

Das Material der Strukturen 14, 14' mit elastisch verformbarer Geometrie ist in vorteilhafter Weise aus technischen Polymeren, wie zum Beispiel Polyamiden oder Polyurethanen, gebildet. Das dämpfende Material weist in vorteilhafter Weise mechanisch schwächere Widerstandsmerkmale auf. Es kann insbesondere aus Polyurethanschaum oder einem Elastomer gebildet sein.

Wie dargestellt ist, ist jede der Strukturen 14, 14' von dem Körper 2 und dem Schaft 4 verschieden. Jede Struktur 14, 14' besteht hier aus einem Stück und integriert die vordere Rippe 16 und die hintere Rippe 18 als ein einziges Stück. Die zwei Strukturen weisen jede zwei Befestigungslöcher 48, 50 auf und sind auf dem Körper 2 durch eine Niete 52 befestigt, welche quer durch das Befestigungsloch 48 geht, welches in der Struktur angeordnet ist, und durch ein Befestigungsloch 44, welches in dem Körper 2 angeordnet ist, und sie sind auf dem Schaft 4 durch eine Niete 54 befestigt, welche quer durch das Befestigungsloch 50 hindurchgeht, das in der Struktur angeordnet ist, und durch ein Befestigungsloch 46, das in dem Schaft 4 angeordnet ist.

Die Befestigungslöcher 44 in dem Körper, die Befestigungslöcher 46 in dem Schaft, die Befestigungslöcher 48, 50 in der Struktur 14 und die Nieten 52, 54 bilden die Befestigungsmittel 42 der Struktur 14 auf dem Körper 2 und auf dem Schaft 4. Die Struktur 14' weist identische Befestigungsmittel auf.

9 zeigt einen Stiefel 101, der für die Ausübung des Rollerfahrens nach Befestigung auf einer Basis (nicht dargestellt), welche mehrere Rollen trägt, bestimmt ist. Die Elemente, welche denen der 1 bis 8 entsprechen, haben eine um 100 vergrößerte Bezeichnung.

Der Stiefel 101 unterscheidet sich im wesentlichen von dem Stiefel 1 dadurch, daß die Rippen 116, 118 jeder Gelenkstruktur einen Querschnitt und insbesondere hier eine Dicke e (im wesentlichen konstant) aufweisen, die im wesentlichen kleiner als die Dicke E der Rippen 16, 18 ist. So ist die Biegekraft des Stiefels 101 weniger hoch als diese des Stiefels 1.

Um das Biegemodul des Stiefels zu modifizieren, könnte man ebenfalls das Material der Rippen ändern, wobei zum Beispiel anstelle von Kunststoffmaterial ein Kohlenstoffmaterial verwendet wird.

Der Schaft 104 des Stiefels 101 ist im wesentlichen bezüglich des Schaftes 4 des Stiefels 1 in dem Maß verkürzt, in welchem der Schutz für die Ausübung des Rollerfahrens das Abdecken eines großen Teils des Beines nicht erfordert.

Um eine Variante der Befestigungsmittel 142 zu zeigen, wurden die Befestigungslöcher bezüglich der Befestigungsmittel 42 verdoppelt und weisen zwei Befestigungslöcher in dem Körper 102 und zwei Befestigungslöcher in dem Schaft 104 auf, mit welchen vier entsprechende Löcher 148a, 148b, 150a bzw. 150b in der Struktur 114 zusammenfallen. Ferner wurden die zwei Nieten 52, 54 durch vier Durchsteckbolzen 152a, 152b, 154a, 154b ersetzt, welche ein leichteres Auswechseln der Struktur 114 erlauben. Als Alternative zu den Nieten und Durchsteckschrauben könnten Vorsteckstifte oder jedes andere Mittel vorgesehen werden, welches dieselbe Funktion erfüllt.

Es versteht sich, daß, wenn die Befestigungsmittel bereits höchst zufriedenstellend bestimmt wurden, es vorteilhaft ist, die Anzahl der Befestigungslöcher eines Stiefels zum anderen nicht zu modifizieren, damit der Austausch einer Gelenkvorrichtung durch jede andere Vorrichtung möglich ist.

11 zeigt eine Gelenkstruktur 214, die vollkommen durch die Struktur 114 in dem Maß austauschbar ist, in welchem sie vier Befestigungslöcher 248a, 248b, 250a, 250b aufweist, die vollkommen mit den Befestigungslöchern in dem Körper 102 und dem Schaft 104 zusammenfallen.

Dieser Gelenkaufbau 214 unterscheidet sich im wesentlichen von der Struktur 114 außer in seinem Querschnitt darin, daß er eine von der rückwärtigen Rippe 218 verschiedene vordere Rippe 216 aufweist, und daß diese Rippen im wesentlichen eine C-Form haben.

Es versteht sich, daß die beschriebenen verschiedenen Befestigungsmittel und die beschriebenen verschiedenen Strukturen miteinander kombiniert und mit jedem der dargestellten Stiefel verwendet werden können.


Anspruch[de]
Anordnung bestehend aus:

– einem ersten Schuhartikel (1), der für die Ausübung eines ersten Sportes bestimmt ist, mit:

• einer ersten steifen Schale, die einen Körper (2) bildet, der dazu bestimmt ist, den Fuß eines ersten Benutzers aufzunehmen, und sich in einer Längsrichtung (8) erstreckt,

• einer zweiten steifen Schale, die einen Schaft (4) bildet, der dazu bestimmt ist, das Bein des Benutzers aufzunehmen, und die sich im wesentlichen entlang einer Heberichtung (10) erstreckt,

• einem Gelenk (6), welches den Körper und den Schaft verbindet, welches bestimmte Merkmale des mechanischen Widerstandes hat, und

– einem zweiten Schuhartikel (101), das ebenfalls für die Ausübung eines zweiten Sportes bestimmt ist, mit:

• einer ersten steifen Schale, die einen Körper (102) bildet, der dazu bestimmt ist, den Fuß eines zweiten Benutzers aufzunehmen, und sich in einer Längsrichtung (108) erstreckt,

• einer zweiten steifen Schale, die einen Schaft (104) bildet, der dazu bestimmt ist, das Bein des Benutzers aufzunehmen, und sich im wesentlichen entlang einer Heberichtung (110) erstreckt,

• einem Gelenk (106), welches den Körper und den Schaft verbindet, das bestimmte Merkmale des mechanischen Widerstandes hat, derart, daß

– die erste Schale (2) des ersten Schuhartikels (1) im wesentlichen der ersten Schale (102) des zweiten Schuhartikels (101) identisch ist,

– die zweite Schale (4) des ersten Schuhartikels (1) und die zweite Schale (104) des zweiten Schuhartikels (101) ähnlich sind, und

– die mechanischen Eigenschaften des Gelenkes (6) des ersten Schuhartikels (1) und die mechanischen Eigenschaften des Gelenkes (106) des zweiten Schuhartikels (101) im wesentlichen verschieden sind, um den physiologischen Unterschieden der ersten und zweiten Benutzer und/oder den Unterschieden zwischen dem ersten und zweiten Sport zu entsprechen,

dadurch gekennzeichnet, daß:

– das Gelenk des ersten Schuhartikels und das Gelenk des zweiten Schuhartikels jedes zwei elastisch verformbare Elemente (14 und 114, 214) aufweist, die bezüglich der Heberichtung (10) symmetrisch angeordnet sind,

– jedes elastisch verformbare Element zwei im wesentlichen gebogene Rippen (16, 18; 116, 118; 216, 218) aufweist, die entgegengesetzt angeordnet sind.
Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Schale (4) des ersten Schuhartikels (1) im wesentlichen der zweiten Schale (104) des zweiten Schuhartikels (101) identisch ist. Anordnung nach Anspruch 1 oder nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß für jeden Schuhartikel (1; 101) das Gelenk (6; 106) der ersten Schale (2; 102) und der zweiten Schale (4, 104) unterschiedlich ist und das Gelenk (6) des ersten Schuhartikels (1) durch das Gelenk (106) des zweiten Schuhartikels (101) ersetzt werden kann und umgekehrt. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Gelenk (6; 106) jedes Schuhelementes (1; 101) die Drehung des Schaftes bezüglich des Körpers entlang zweier zueinander im wesentlichen senkrechten Drehachsen (8, 12) und eine Verschiebung der Gelenkachsen bezüglich des Körpers gestattet, um die Drehachsen des Gelenks im wesentlichen mit den Drehachsen des Fußes bezüglich des Beines des Benutzers in Übereinstimmung zu bringen. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Rippen (16, 18) des ersten Schuhartikels (1) und die Rippen (116, 118) des zweiten Schuhartikels (101) aus unterschiedlichen Materialien hergestellt sind. Aufbau nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Rippen (16, 18) des ersten Schuhartikels (1) und die Rippen (116, 118) des zweiten Schuhartikels (101) verschiedene Querschnitte (E, e) haben. Aufbau nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die zwei elastisch verformbaren Elemente für jeden Schuhartikel mechanisch verschiedene Merkmale aufweisen. Aufbau nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß:

– die Heberichtung und die Längsrichtung jedes Schuhartikels eine Mittelebene bestimmen,

– jeder Schuhartikel Anschläge aufweist, um die Drehamplitude (&agr;1, &agr;2) in der Mittelebene auf einen Wert zu begrenzen, der zwischen 50 Grad und 60 Grad liegt.
Aufbau nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Schuhartikel Anschläge aufweist, um die Drehamplitude (&thgr;1, &thgr;2) entlang der Längsrichtung auf einen Wert zu begrenzen, der zwischen 25 Grad und 35 Grad liegt. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschiebungsamplitude der Gelenkachsen jedes Schuhartikels bezüglich des Körpers zwischen 5 Millimetern und 15 Millimetern beträgt.






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