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Dokumentenidentifikation DE60309568T2 06.09.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001475016
Titel Behälter zum Emulgieren von Milch
Anmelder Illycaffe S.p.A., Trieste, IT
Erfinder Bach, Carlo, Enemonzo (UD), IT;
Cargnelli, Maurizio, Trieste, IT;
Haberl, Karin, Trieste, IT
Vertreter Glawe, Delfs, Moll, Patentanwälte, 80538 München
DE-Aktenzeichen 60309568
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, RO, SE, SI, SK, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 10.12.2003
EP-Aktenzeichen 034257923
EP-Offenlegungsdatum 10.11.2004
EP date of grant 08.11.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.09.2007
IPC-Hauptklasse A47G 19/12(2006.01)A, F, I, 20051224, B, H, EP

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Behälter zum Emulgieren von Milch, insbesondere zum Emulgieren der Portion Milch, die eine Bedienungsperson in einer Bar, Cafeteria oder einfach zuhause emulgieren möchte, um einen Cappuccino zu bereiten. Wie bekannt, verwendet die Bedienungsperson einen Wasserdampfstrahl, um die Milch zu emulgieren und den gewünschten Schaum zu erhalten, den sie dann auf den Kaffee in einer Tasse gießt.

Obwohl der Begriff – Cappuccino – nahezu überall bekannt ist, gibt es anscheinend kein englisches oder sonstiges, nicht-italienisches Sprachäquivalent. So ist es korrekt, klarzustellen, dass Cappuccino ein Getränk ist, das aus Espressokaffee, Milch und Milchschaum besteht, wobei letzterer durch den vorstehend angegebenen Vorgang erhalten wird.

Eine Bedienungsperson verwendet derzeit für die Zubereitung einen herkömmlichen Behälter; sie behandelt die Milch in dem Behälter durch einen Wasserdampfstrahl, der aus der Düse ausgestoßen wird, die zu diesem Zweck an einer herkömmlichen Espressokaffeemaschine vorgesehen ist, wobei die Düse in die obere Schicht der in den Behälter gegossenen Milch eingetaucht wird, und verleiht dem Behälter solche Bewegungen, dass eine Rotation der Milch entlang der Behälterwände verursacht wird, was zur Herstellung eines homogenen Milchschaums beiträgt, den sie dann auf den Kaffee gießt, der zuvor in einer Cappuccino-Tasse serviert worden ist. Dieser Vorgang sollte zu einem guten Ergebnis führen, wenn die Bedienungsperson Erfahrung hat, aber auch in diesem Fall erzeugt der Vorgang häufig einen Schaum, an dessen Oberfläche Makroluftblasen sind. Diese Makroluftblasen verhindern die gewünschte Integration eines Teils des Schaums in dem Kaffee und verursachen auch an der Schaumoberfläche, dass ein Teil des Schaums nicht so angenehm ist, weil ein derartiger Teil des Schaums nicht so homogen, seidig und anhaltend wie gewünscht ist.

Ein Behälter zum Emulgieren von Milch ist aus der US 2 909 172 bekannt.

Der erfundene Behälter beseitigt diese Nachteile. Bei Betrachten des Behälters mit dessen Hauptlängsachse in vertikaler Position hat der Behälter eine Bodenwand, die zur Horizontalebene geneigt ist, die Form eines Kegelstumpfes und an der Bodenwand abgerundete Innenkanten.

Wenn dieser Behälter auf einer horizontalen Ebene, beispielsweise einem Tisch, steht, erscheint der Behälter als zu einer vertikalen Linie geneigt.

Wenn eine Bedienungsperson den Behälter natürlich in ihrer Hand hält, wobei dessen Mündung im Wesentlichen horizontal liegt, dann folgt daraus, dass die Bodenwand des Behälters zur Horizontalebene geneigt ist. Zusammen mit Tests, haben Versuche basierend auf den physikalischen Prinzipien, die für die Bewegung von Fluiden im turbulenten oder viskosen Zustand relevant sind, erwiesen, dass die Neigung, die Kegelstumpfform und die abgerundeten Kanten an dem Boden dazu führen, dass die Milch bei diesem Vorgang einem solchen physikalischen Zustand ausgesetzt ist: Die Produktion ist auf jene Mikrowirbel reduziert, die die homogene Rotation der Milch in dem Behälter behindern, d.h., die Rotation, welche dank der Bildung von Mikroluftblasen einen gewünschten Milchschaum erzeugt.

Diese Wirkung wird durch einen Behälter erzielt, bei dem die Bodenwand bezogen auf die horizontale Ebene um einen Winkel &agr; im Bereich von 5° bis 30° geneigt ist, und die Form ist zur Oberseite mit einer Verengung 1/K im Bereich von 0,20 bis 0,40 verjüngt. Die Neigung &agr; kann eine beliebige Ausrichtung haben.

In dieser Kegelstumpfform sind die Innenkanten zwischen der Bodenwand und den Seitenwänden merkbar abgerundet und die Behälterseitenwände können geradlinig nach innen oder außen gebogen sein.

Der Hauptvorteil dieses Behälters ist es, dass er, selbst wenn die Bedienungsperson keine Erfahrung hat, einen ausgezeichneten Cappuccino bereitet.

Die Erfindung wird nun anhand eines Beispiels und mit Bezug auf die begleitenden Zeichnungen beschrieben, in welchen zeigt:

1 und 2 Seitenansichten;

3 eine Vorderansicht;

4 eine erste Schnittansicht entlang der Linie A-A in 1;

5 eine zweite Schnittansicht entlang der Linie A-A in 1.

1 zeigt einen Behälter 1 in Form eines Kegelstumpfes, so, als sei der Handgriff 2 von einer Bedienungsperson so gehalten, dass die Öffnung in einer horizontalen Position erscheint. Die Neigung der Bodenwand 3 hat einen Winkel &agr; = 15° und die Neigung der Seitenwände beträgt 1/K = (D – d)L = 0,30 (D, d, L sind in der Figur angegeben); es ist gezeigt, dass die Seitenwände leicht zur Außenseite gebogen sind, so wie sie auch nach innen gebogen sein könnten und die Innenkanten zwischen der Bodenwand und den Seitenwänden sind merkbar rund (der Krümmungsradius, welcher solche Abrundungen definiert, hängt von der Größe des Behälters ab). Aus der Figur erscheint die Neigung &agr; der Bodenwand vom Ausguss 4 zum Handgriff 2 gerichtet.

2 zeigt den Behälter 1 auf einen Tisch T gestellt.

3 zeigt einen Behälter 5, bei dem die Bodenwand 30 in einem Winkel &agr; = 13° geneigt ist und mit Bezug zu der in den 1 und 2 gezeigten Neigung um 90° gedreht ist.

4 zeigt einen kreisförmigen horizontalen Querschnitt des Behälters 1 wiederum mit Handgriff 2 und Ausguss 4.

5 zeigt den ovalen horizontalen Querschnitt eines Behälters 1a wiederum mit dem Handgriff 2 und dem Ausguss 4. Der Handgriff 2 und der Ausguss 4 können an irgendwelchen Punkten des Umfangs vorgesehen sein, vorausgesetzt, dass diese Punkte einander gegenüberliegen, so wie dies vorzugsweise, jedoch nicht absolut notwendig ist.


Anspruch[de]
Kegelstumpfförmiger Behälter (1, 5) zum Emulgieren von Milch, die für die Herstellung eines Cappuccinos verwendet werden soll, mit einem Handgriff (2) und einem Ausguss (4) an dem oberen Rand, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenwand (3, 30) zu einer Horizontalebene um einen Winkel &agr; im Bereich von 5° bis 30° geneigt ist und die Form des Kegelstumpfes mit den Seitenwänden sich zur Oberseite mit einer Verengung 1/K im Bereich von 0,20 bis 0,40 verengt. Behälter (1, 5) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenkanten zwischen der Bodenwand und den Seitenwänden spürbar rund sind. Behälter (1, 5) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass er einen kreisförmigen horizontalen Querschnitt hat. Behälter (1, 1a, 5) nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass er einen ovalen, horizontalen Querschnitt hat.






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