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Dokumentenidentifikation EP1256645 06.09.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001256645
Titel Flachstrickmaschine mit mindestens einem Führungsbett
Anmelder H. Stoll GmbH & Co., 72760 Reutlingen, DE
Erfinder Mohr, Jürgen Dipl.-Ing., 72116 Mössingen, DE;
Diebold, Armin, 72393 Burladingen, DE
DE-Aktenzeichen 50112761
Vertragsstaaten DE, ES, IT
Sprache des Dokument DE
EP-Anmeldetag 08.05.2001
EP-Aktenzeichen 011110160
EP-Offenlegungsdatum 13.11.2002
EP date of grant 25.07.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.09.2007
IPC-Hauptklasse D04B 15/10(2006.01)A, F, I, 20070626, B, H, EP

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft, eine Flachstrickmaschine mit mindestens einem Führungsbett für Strickwerkzeuge wie Nadeln oder Maschentransferelemente, wobei die Strickwerkzeuge in Nuten des mindestens einen Führungsbetts verschiebbar gelagert sind.

Tn der EP 0 103 033 und der EP 0 286 050 sind Elachstrickmaschinen mit Führungsbetten für Transferelemente offenbart. wobei die Führungsbetten im Bereich der Mitte der Nadelbetten geteilt sind und getrennt voneinander in Längsrichtung bewegt werden können. Eine solche Teilung der Führungsbetten hat beispielsweise beim Stricken eines V-Ausschnitts den Vorteil, dass die Minderung der beiden Ausschnitthälften jeweils durch einen synchronen Versatz der beiden Hälften des Führungsbetts nach außen in einem Schritt vorgenommen werden kann. Wäre das Führungsbett für die Maschentransferelemente nicht geteilt, so würden dazu zwei Schritte benötigt werden. Sind jedoch Maschenumhängevorgänge über die Mitte des Nadelbetts hinweg, beispielsweise aufgrund eines entsprechenden Musters des Gestricks, erforderlich, so bieten einteilige Führungsbetten für Transferelemente Vorteile, da dann der Versatz über die Mitte des Nadelbetts mit einem Versatzschritt durchgeführt werden kann. Bei geteilten Führungsbetten entsprechend dem Stand der Technik hingegen wären hingegen zwei Versatzschritte nötig.

Die bekannten geteilten Führungsbetten können jedoch nicht wie ein einteiliges Führunasbett verwendet werden, da sie im Stoßbereich keine Nuten zur Aufnahme von Strickwerkzeugen mehr aufweisen. Das Raster der Anordnung von Maschentransferelementen in Nuten ist also an der Trennstelle unterbrochen.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Flachstrickmaschine mit mindestens einem Führungsbett so weiterzubilden, dass sie die Vorzüge von Strickmaschinen mit geteilten Führungsbetten und von Strickmaschinen mit einteiligen Führungsbetten vereinigt.

Die Aufgabe wird mit einer Flachstrickmaschine der eingangs genannten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass das mindestens eine Führungsbett quer zu seiner Längsrichtung in mindestens zwei Teile geteilt ist, wobei die Trennstellen zwischen den Teilen derart angeordnet sind, dass das Raster der Nuten des mindestens einen Führungsbetts durch sie nicht unterbrochen wird. Dabei können bei zusammengefügten Teilen des mindestens einen Fübrungsbetts sämtliche Nuten des Führungsbetts gleich beabstandet sein. Dann ist beim Zusammenfügen der Teile des Führungsbetts kein Unterschied zu einer Flachstrickmaschine mit einem einteiligen Führungsbett vorhanden. Es sind nicht nur gleich viele Strickwerkzeuge im Nadelbett vorhanden, sondern diese sind darüber hinaus auch noch im gleichen Abstand angeordnet wie bei einem einteiligen Führungsbett.

Sollen beispielsweise Umhängevorgänge über die Trennstelle der einzelnen Führunysbettenteile hinweg vorgenommen werden, so können alle Teile des mindestens einen Führungsbetts vorzugsweise in Längsrichtung des Führungsbetts gemeinsam verstellbar sein, sich also wie ein einheitliches Führungsbett verhalten, was für diese Art von Umhängevorgängen vorteilhaft ist.

Die Teile des mindestens einen Führungsbetts können jedoch auch unabhängig voneinander in Längsrichtung des Führungshetts verstellbar sein. Eine derartige Verstellung der Führungsbettenteile ist beispielsweise zur Ausbildung von V-Ausschnitten oder dergleichen von Vorteil.

Die Trennstellen zwischen den Teilen des mindestens einen Führungsbetts können entweder zwischen zwei Nuten des Führungsbetts oder aber auch innerhalb der Nuten des Führungsbetts und dort vorzugsweise am Nutrand angeordnet sein. Zur Erhöhung der Stabilität ist es dabei außerdem von Vorteil, dass die Außenwandungen der äußersten Nuten der Teile des mindestens einen Führungsbetts an der oder den Trennstellen mindestens hereichsweise verstärkt sind. Dies kann beispielsweise dadurch erreicht werden, dass die Teile an der oder den Trennstellen miteinander verzahnt sind.

Nachfolgend werden mögliche Ausgestaltungen geteilter Führungshetten einer Flachstrickmaschine gemäß der Erfindung und ihre Anwendung anhand der Zeichnungen näher beschrieben.

Im Einzelnen zeigen:

Fig. 1a
eine schematische Darstellung eines geteilten Führungsbetts nach dem Stand der Tenhnik und eines mit diesem herstellbaren Gestrickstücks mit V-Ausschnitt;
Fig. 1b
eine schematische Ansicht eines einteiligen Führungshetts nach dem Stand der Technik und eines mit diesem herstellbaren Gestrickstücks mit mittigem Muster;
Fig. 2
eine schematische Darstellung eines geteilten Führungsbetts einer erfindungsgemäßen Strickmaschine in zusammengefügter Position;
Fig. 3
eine der Fig. 2 entsprechende Darstellung des Führungsbetts mit separierten Teilen;
Fig. 4 a-c
einen vergrößerten Ausschnitt des Führungsbetts aus Fig. 2 im Bereich der Trennstelle;
Fig. 5 a-c
einen vergrößerten Ausschnitt des Führungshetts aus Fig. 2 im Bereich der Trennstelle in einer alternativen Ausgestaltung.

In Fig. 1a ist ein Gestrickstück 1 mit einem V-Ausschnitt 2 gezeigt. Zur Bildung des V-Ausschnitts müssen die beiden den Ausschnitt begrenzenden Gestrickbereiche gemindert werden. Dazu lässt sich mit Vorteil ein geteiltes Führungshett mit Maschentransferelementen einsetzen. Fig. 1a zeigt dabei ein Führungsbett 10 gemäß dem Stand der Technik mit zwei Hälften 3 und 4 und Maschentransferelementen 30 und 40, wobei die beiden Hälften in Pfeilrichtungen 300 und 400 getrennt voneinander nach außen bewegbar sind, sodass die Minderungsvorgänge für die beiden den V-Ausschnitt 2 begrenzenden Gestrickbereiche mit nur einem Versatzschritt pro Strickreihe durchgeführt werden können. Wie Fig. 1a verdeutlicht, sind die Führungsbetthälften 3 und 4 jedoch nicht dazu geeignet, wie ein einheitliches Führungsbett, wie es beispielsweise in Fig. 1b dargestellt ist, verwendet zu werden.

Beim Gestrickstück 6 gemäß Fig. 1b ist jedoch die Verwendung eines einteiligen Führungsbetts 8 mit Maschentransferelementen 80 von Vorteil. Das Gestrick 6 weist nämlich im Bereich der Mitte des Führungsbettes ein Muster 7 auf, das durch seitliches Maschenumhängen gebildet wird. Durch Hin- und Herbewegen des Führungsbetts 8 in Richtung des Doppelpfeils 800 können diese Umhängevorgänge sehr gut und ökonomischer realisiert werden als mit den beiden Führungsbetthälften 3 und 4 aus Fig. 1a.

Die Fig. 2 und 3 zeigen nun ein Führungsbett 300 mit zwei Führungsbetthälften 100 und 200 für Strickwerkzeuge, heispielsweise für Nadeln oder Maschentransferelemente gemäß der Erfindung, die die Vorteile des aus dem Stand der Technik gemäß Fig. 1 bekannten Führungsbetts 10 mit den Führungsbetthälften 3 und 4 sowie des einteiligen Führungshetts 8 miteinander vereinigen. Die beiden Führungsbetthälften 100 und 200 können so zusammengeführt werden, dass durch die Trennebene 150 keine Störung des Rasters von Nuten 110 bzw. 210 entsteht. Der Abstand S' der beiden Nuten 110 und 210 ist identisch zum Abstand S der Nuten 110 und 210 der beiden Führungsbetthälften 100 und 200. Werden die Führungsbetthälften 100 und 200 in der in Fig. 2 gezeigten Weise zusammengefügt und synchron und parallel zueinander mittels der Spindeln 120 und 220 über getrennte Motoren 130 und 230 bewegt, so verhalten sich die Führungsbetten 100 und 200 insgesamt wie ein einteiliges Führunysbett.

Fig. 3 zeigt die Führungsbetthälften 100 und 200 in getrenntem Zustand. Durch das Vorsehen der separaten Motoren 130 und 230 sowie der Gewindespindeln 120 und 220 können die beiden Führungsbetthälften 100 und 200 vollkommen getrennt voneinander bewegt werden, sodass sich beispielsweise das in Fig. 1a gezeigte Gestrickstück 1 mit V-Ausschnitt 2 mit den Führungsbetthälften 100 und 200 ebensogut wie mit den Führungsbetthälften 3 und 4 gemäß dem Stand der Technik herstellen lässt.

Fig. 4a zeigt einen vergrößerten Ausschnitt der Führungsbetthälften 100 und 200 im Bereich der Trennebene 150. Aus dieser vergrößerten Detaildarstellung ist zu erkennen, dass die Nutwandungen der äußersten Nut 110 der Führungsbetthälfte 100 und der ersten Nut 210 der Führungsbetthälfte 200 nirgendwo unterbrochen sind. Die Außenwandung der Nut 110 und die Außenwandung der Nut 210 sind miteinander verzahnt, wodurch sich jeweils Sektionen 115 für die Nut 110 und Sektionen 215 für die Nut 210 ergeben, in denen die Nutwandung verstärkt ist. Diese Verstärkungszonen führen insgesamt zu einer stabileren Konstruktion als bei Trennung der beiden Führungsbetten 100 und 200 entlang der Trennebene 150. Dies würde dazu führen, dass die äußeren Wandungen der Nuten 110 und 210 überall nur die halbe Stärke im Vergleich zu den Wandungen zwischen den übrigen Nuten der Führungsbetten 100 und 200 aufweisen würden.

Fig. 4b zeigt einen Schnitt durch die Führungsbetthälften 100 und 200 aus Fig. 4a entlang der Linie X-X. Der Schnitt erfolgt also im Bereich der Verstärkungszone 115 der Außenwandung der Nut 110. Aus Fig. 4b ist deutlich zu erkennen, dass die beiden Wandungen der Nuten 110 und 210 zusammen die gleiche Stärke ergeben wie die Nutwandungen 105 und 205, dass also bei zusammengefügten Führungsbetthälften 100 und 200 das Raster der Nuten der beiden Führungsbetthälften 100 und 200 an der Trennstelle nicht unterbrochen ist.

Fig. 4c zeigt einen Schnitt durch die Führungsbetthälften 100 und 200 aus Fig. 4a entlang der Linie Y-Y, also durch einen Bereich, in dem die Außenwandung der Nut 210 im Vergleich zur Wandung der Nut 110 verstärkt ist.

Die Fig. 5a bis 5c sind den Figuren 4a bis 4c entsprechende Darstellungen einer weiteren Möglichkeit einer Ausgestaltung einer Trennebene 150' zwischen zwei Führungsbetthälften 100' und 200' eines Führungsbetts 300'. Auch hier findet eine Verzahnung der beiden Führungsbetten 100' und 200' im Bereich der Trennebene 150' statt, hier jedoch dadurch, dass die Außenwand der Nut 110 des Führungsbetts 100' in den Sektionen 215' jeweils unterbrochen ist. Auch die Außenwand der Nut 210' ist unterbrochen, jedoch versetzt zur Außenwand der Nut 110' in Sektionen 115'. Insbesondere aus den Schnittdarstel lungen der Fig. 5b und 5c ist zu erkennen, dass jetzt die Trennung der beiden Führungsbetten 100' und 200' jeweils am Rand des Grundes der Nuten 110' und 210' verläuft.


Anspruch[de]
  1. Flachatrickmaschine mit mindestens einem Führungsbett (300, 300') für Strickwerkzeuge wie Nadeln oder Maschentransferelemente, wobei die Strickwerkzeuge in Nuten (110, 210; 110', 210') des mindestens einen Führungsbetts (300, 300') verschiebbar gelagert sind, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Führungsbett (300, 300') quer zu seiner Längsrichtung in mindestens zwei Teile (100, 200; 100', 200') geteilt ist, wobei die Trennstellen (150, 150') zwischen den Teilen (100, 200; 100', 200') derart angeordnet sind, dass das Raster der Nuten (110, 210; 110', 210') des mindestens eine Führungsbetts (300, 300') durch sie nicht unterbrochen wird.
  2. Flachstrickmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei zusammengefügten Teilen (100, 200; 100', 200') des mindestens einen Führungsbetts (300, 300') sämtliche Nuten (110, 210; 110', 210') des mindestens einen Führungsbetts (300, 300') gleich beabstandet sind.
  3. Flachstrickmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass alle Teile (100, 200, 100', 200') des mindestens einen Führungsbetts (300, 300') in Längsrichtung des Führungsbetts gemeinsam verstellbar sind.
  4. Flachstrickmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass alle Teile (100, 200, 100', 200') des mindestens einen Führungsbetts (300, 300') unabhängig voneinander in Längsrichtung des Führungsbetts verstellbar sind.
  5. Flachstrickmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennstellen (150, 150') zwischen den Teilen (100, 200; 100', 200') des mindestens einen Führungsbetts (300, 300') zwischen zwei Nuten (110, 210; 110', 210') des Führungsbetts angeordnet sind.
  6. Flachstrickmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennstellen (150') zwischen den Teilen (100', 200') in Nuten (110', 210') des Führungsbetts (300, 300') angeordnet sind.
  7. Flachstrickmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenwandungen der äußersten Nuten (110, 210) der Teile (100, 200; 100', 200') des mindestens einen Führungsbetts (300, 300') mindestens bereichsweise verstärkt sind.
  8. Flachstrickmaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Teile (100, 200; 100', 200') des mindestens einen Führungsbetts (300, 300') an der oder den Trennstellen (150, 150') miteinander verzahnt sind.






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